Author Archives: Lars

Commerzbank – Das sieht jetzt gar nicht mehr gut aus..!

Am 23. Januar schrieb ich Ihnen: „Die CoBa Aktie hat zunächst einen Ausbruch nach oben simuliert um dann erneut abzutauchen. Dieses Verhalten würde ich grundsätzlich als sehr negativ werten, denn damit hat sich das > hier < geschilderte Szenario eines sogenannten “Fakeout” zunächst bestätigt. Es steht nun zu befürchten dass ein weitere Rücksetzer die Aktie erneut in tiefe Regionen führen wird. Ob es tatsächlich zu einem Kursrutsch in den mittelfristigen Abwärtstrend kommen wird, kann aus heutiger Sicht allerdings noch nicht seriös beurteilt werden. In jedem Falle ist hier aber mal wieder Vorsicht angebracht..!“

Commerzbank Chart mittelfristig

Seitdem befindet sich die Aktie weiterhin in einem intakten Abwärtstrend (rot). Wie Sie ebenfalls deutlich sehen können trifft die CoBa Aktie nun auf dem seit Sommer letzten Jahres bestehenden Aufwärtstrend (grüne Linie) Diese Linie darf keinesfalls nachhaltig unterschritten werden, denn sonst droht ein erneutes Abrutschen der Aktie zurück in den seit September bestehenden Abwärtstrend. Heute wurde die runde Marke von 1,60 Euro erneut unterschritten. Fällt der Kurs nun in den kommenden Tagen unter die wichtige Marke bei 1,58 Euro und damit auch unter den mittelfristigen Aufwärtstrend ist äusserste Vorsicht geboten.

Positive Impulse bei der Aktie sind natürlich nicht ausgeschlossen, allerdings frage ich mich aktuell woher diese kommen sollten. Selbst der geplante Stellenabbau in größerem Umfang konnte die Aktie nicht in die gewünschte Richtung bewegen. Somit würde ich bei der CoBa Aktie unbedingt weiterhin Vorsicht walten lassen bis sich ein klares Signal heraus kristallisiert hat. Nach oben hin stellt die Widerstandszone bei 1,73 bis 1,80 Euro eine wichtige Hürde dar, die es zu überwinden gilt. Erst Kurse oberhalb von 1,82 Euro würden die Phantasien vieler Analysten  in Richtung der 2,- Euro Marke rechtfertigen. Nach unten ist der Bereich zwischen 1,61 und 1,57 Euro weiterhin sehr entscheidend als Unterstützung. Fällt die CoBa Aktie sogar darunter, dann kann man wohl auch den aktuellen Ausbruchsversuch von Anfang Januar endgültig als gescheitert ansehen.

Wacker Chemie – Konsolidierung abgeschlossen?

Die Aktie der Wacker Chemie AG ist nach dem fulminanten (…und viel zu schnellem) Anstieg zum Jahresbeginn in den letzten Tagen kräftig unter Druck gewesen. Nach dem steilen Anstieg bis auf 62,- Euro notiert die Aktie nun bereits wieder unter der 54,- Euro Marke. Gestern erreicht der Titel nun ein Niveau, das aus charttechnischer Sicht wieder interessante Perspektiven bietet. Der heutige Anstieg könnte somit die Korrektur beendet haben. Hierzu wäre es nun wichtig das die Aktie zunächst einmal wieder in den hier dargestellten Keil zurückläuft. Ein Schlusskurs über der Marke von 54,- Euro wäre also grundsätzlich ein erstes positives Signal. Damit hätte sowohl die Unterstützungszone zwischen 52,53 und 52,76 Euro, nach einer kurzen Übertreibung nach unten, gehalten als auch die Trendlinie bei derzeit 53,70 Euro. Das noch offene Gap bei 53,- Euro wurde nun geschlossen!

Chart Wacker Chemie

Wie Sie sehen können ist der Kursverlauf nun von dem Aufwärtstrend zunächst einmal in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Gelingt also nun das „Comeback“ der Wacker Aktie in den dargestellten Bereich, ist somit grundsätzlich wieder mit einem Anstieg bis auf ca. 57,- Euro zu rechnen. Erst hier wird sich aber letztlich entscheiden ob die Aktie erneut nach oben ausbrechen kann. Prallt die Aktie hingegen heute erneut an den hier dargestellten Linien nach unten ab, besteht dir Gefahr dass wir es mit einer Top Formation zu tun haben, die die Aktie dann theoretisch sogar noch einmal auf die mittelfristige Trendlinie bei ca 47,- Euro zurückführen könnte. Diesem Szenario würde ich allerdings eine eher geringe Wahrscheinlichkeit einräumen.

Dürr Aktie – ein erster Warnschuss!?

Das die Dürr Aktie zuletzt vielleicht etwas zu weit gelaufen sein könnte haben wir hier erst kürzlich wieder im Blog diskutiert…Ob man bei der Aktie short gehen sollte war die Frage…Im Nachhinein hätte man sich wohl mit einer kleinen Position trauen sollen. Allerdings sehe ich die Aktie nach wie vor als echten Trendfolger, der jederzeit wieder kräftig nach oben drehen kann. Somit ist das Risiko wenn man hier kurzzeitig auch einmal die Gegenrichtung spielt relativ Hoch. Das ist also grundsätzlich nur etwas für erfahrene Trader mit einem entsprechenden Handelssystem und schnellen Reflexen 😉

Wie man deutlich sehen kann hat die Dürr Aktie zuletzt den ohnehin schon sehr steilen Aufwärtstrend noch einmal nach oben verlassen, was ich grundsätzlich als Übertreibungsphase bezeichnen würde. Heute nun wurde die Aktie, nach mehreren Tagen Schwäche, das erste Mal wieder unter der Marke von 70,- Euro gesichtet. Die Dynamik des Kursverfalls und das damit einhergehende Unterschreiten der 38-Tage Linie würde ich als erstes Warnsignal für das Bullenlager sehen.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, Dürr ist und bleibt eine tolle Aktie mit der man in den letzten Monaten schöne Gewinn einfahren konnte. Jetzt könnte aber die Zeit gekommen sein in der die Aktie auch mal wieder etwas Luft ablassen muss, um nicht zu überhitzen. Ein sinnvolles Korrekturziel dafür wäre aus meiner Sicht der Bereich zwischen 64,-  und 65,- Euro, bevor der steile Aufwärtstrend dann in einem etwas flacher verlaufenden Trend münden sollte. Das maximale Korrekturpotenzial würde ich aus heutiger Sicht bis in den Bereich um die 62,- Euro sehen. Natürlich kann sich der steile Trend zunächst auch weiterhin fortsetzen, was aber dann zu einem späteren Zeitpunkt wohl einen deutlicheren Rücksetzer zur Folge haben wird.

Die Bäume wachsen an der Börse bekanntlich nicht in den Himmel und eine auch noch so gute oder interessante Aktie muss mal wieder etwas korrigieren um danach umso kräftiger steigen zu können. Beispiele für ein solches „Verhalten“ einer Aktie gibt es genügend…Ich bin kein Hellseher, und ich weiß nicht ob meine Annahmen hier auch zutreffen, aber es spricht aus meiner Sicht im Moment einiges dafür. Spätestens mit dem Unterschreiten der Marke bei 69,78 Euro würde ich dem hier geschilderten Szenario eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einräumen. Eine weitere nennenswerte Unterstützung liegt dann erst wieder bei 65,85 Euro.

Fettes Minus bei der Deutschen Bank…!

Es hatte wohl niemand mit richtig guten Zahlen bei Deutschlands größtem Bankhaus gerechnet, aber was die Deutsche Bank heute abgeliefert hat dürfte dem ein oder anderen Analysten wohl doch sauer aufstoßen. Der Verlust im abgelaufenen Quartal beläuft sich auf 2,1 Milliarden Euro. Nicht nur die Höhe sondern auch der Grund der Sonderbelastungen die die DB im letzten Quartal verbucht hat sind dabei durchaus bemerkenswert. Insgesamt wurde das Ergebnis alleine durch die diversen Rechtsstreitigkeiten (und davon gibt es ja auch weiterhin genug!) um eine Milliarden Euro belastet. Sonstige „Sonderbelastungen“ wie die Kosten für die Umstrukturierung des Bankhauses oder auch des Skandals um manipulierte Referenzzinsen beliefen sich demnach auf weitere 1,9 Milliarden Euro.

Über das Jahr gesehen brach der Gewinn der Deutschen Bank damit um satte 85 Prozent, auf nur noch 655 Millionen Euro ein. Auch die Investmentbank fuhr im abgelaufenen Quartal einen Verlust ein, was ich angesichts des hervorragenden Quartals an den Börsen ebenfalls bemerkenswert finde. Die ohnehin schwächelnde Vermögensverwaltung blieb ebenfalls weiterhin ein Verlustbringer für Deutschlands größtes Bankhaus.

Viele der  heute sehr teuren „Problemfälle“ und Rechtsstreitigkeiten hat Anshu Jain wohl zu einem gewissen Teil direkt mit zu verantworten, da viele Prozesse in seinen ehemaligen Bereich, das Investmentbanking fallen. Ob mit diesem Quartalsergebnis nun aber schon alle Altlasten aufarbeitet wurden, wage ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Ich bleibe aber angesichts der Fülle von Verfehlungen und schwebenden Ermittlungen auch für die kommenden Quartale eher skeptisch. Der Imageverlust durch die verschiedenen Skandale sollte aus meiner persönlichen Sicht nicht unterschätzt werden.

Die beiden Vorstände Jain und Fitschen versprachen den Anlegern heute dennoch eine Dividende in gewohnter Höhe von 75  Cent, um die Anteilseigner weiterhin bei Laune zu halten. Aus meiner Sicht ein weiterer Schritt in die falsche Richtung..! Ob das am Ende reichen wird, um die Aktie auf dem aktuellen Niveau zu halten, bleibt noch abzuwarten. Nach dem heutigen Quartalsergebnis habe ich mein erwartetes Kursziel für die DB Aktie nun von 34 auf 32,50 Euro weiter reduziert – auch wenn der Markt heute Morgen offensichtlich anderer Meinung ist! Die Aussichten dass die DB nun doch erst einmal ohne Kapitalerhöhung ausommen will, reicht manchen Anlegern offenbar.

…Was ist nur aus den guten alten und völlig überzogenen Renditeversprechen Josef Ackermanns geworden?

E.ON – Vom richtigen Setzen eines Stops und dem Ärger über Entgangenes

Die E.ON Aktie tauchte gestern erwartungsgemäß unter die Marke von 13,- Euro, erholte sich aber im Anschluss wieder etwas und konnte den Handel dann einigermaßen komfortabel über dieser Marke beenden. Der offizielle Grund: Zu allem operativen Übel drohen die Gewerkschaften nun auch noch mit einem Generalstreik auf unbefristete Zeit. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten des Unternehmens in Deutschland haben die Gewerkschaften Verdi und IG BCE gestern nun zur Urabstimmung über den Arbeitskampf aufgerufen. Sie fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt für die Mitarbeiter und man darf sich als geneigter Leser solcher Nachrichten schon fragen ob es den Leuten ansatzweise bewusst ist in welcher Lage sich das Unternehmen befindet, und damit auch die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. Ich persönlich halte den Zeitpunkt und die Höhe der Forderung für völlig falsch gewählt, aber das ist nur meine Meinung…Erste Ergebnisse der Abstimmungen werden nun für Freitag erwartet. Demnach könnte ein möglicher Streik bereits in der kommenden Woche beginnen.

Natürlich sind solche Meldungen nicht unbedingt dazu geeignet Jubelstürme bei den Anlegern hervorzurufen, aber man sollte auch berücksichtigen wo sich die Aktie nach dem letzten Absturz inzwischen befindet. Ich gehe mal davon aus das die Gewerkschaften sich mit E.ON nach dem publikumswirksamen Säbelrasseln schließlich irgendwo in der Mitte treffen werden – wie immer. Die Meldung über einen möglichen Streik ist also aus meiner Sicht weder dazu geeignet den Aktienkurs auf diesem ermäßigten Niveau noch weiter nach deutlich unten zu drücken, noch diesen nach einer Einigung deutlich nach oben zu treiben. Zumal das Thema ja bereits seit Tagen bekannt ist… aus börsentechnischer Sicht somit ein alter Hut.

Eigentlich wollte ich heute aber auf etwas ganz anderes hinaus, und das ist der wohl wahre Grund für den kleinen Kursrutsch gestern. Der Kursverlauf der E.ON Aktie war aus meiner Sicht exemplarisch um etwas für die Zukunft zu lernen…Die Aktie tauchte kurz und heftig unter die Marke von 13,- Euro und schoss dann wieder darüber. Die Antwort auf das „Warum?“ ist aus meiner Sicht schnell gefunden… Ein großes deutsches Anlegermagazin schreibt seit mehreren Wochen dass man unbedingt den Stopp bei 13,- Euro beachten sollte. Zudem haben zwei eine große Banken ihr Kursziel gestern auch auf 13,- Euro gesenkt. Das war dann die Steilvorlage, denn professionelle Investoren beobachten solche Nachrichten sehr genau…glauben Sie mir. Es war somit sehr wahrscheinlich dass diese runde Marke noch einmal unterschritten werden musste, alle Stopps abgefischt werden, und der Kurs anschließend wieder anzieht.

EON Chart Baerenflagge

Genau das ist der Grund warum ich hier auf Investors Inside keine Stopps bekannt gebe. Wir haben das hier schon mehrfach diskutiert – es macht einfach keinen Sinn. Denn Sie können sich im Anschluss sicher sein dass dieser Stopp dann auch erreicht wird! Unerfahrene Anleger neigen dazu das Geschriebene dann auch sofort in die Tat umzusetzen und den Stopp genau bei 13,- Euro zu platzieren. Erfahrenere Anleger würden einen Stopp niemals auf eine runde Marke bei 13,- Euro setzen…entweder knapp darüber, oder ein ganzes Stück darunter – je nach Fall! Es war somit für mich nicht weiter verwunderlich dass diese Marke nun gestern unbedingt noch getestet werden musste. Gleichzeitig besteht dadurch nun aber die berechtiget Aussicht darauf das der Aktienkurs nun weiter nach oben laufen wird.

Eine vernünftige Stopptechnik ist und bleibt natürlich wichtig, auch wenn ich bei meiner Swing-Trading-Strategie eher dazu neige, diese lediglich im Kopf , bzw. meinem Trading Tagebuch zu haben, und nicht ins System einzugeben. Im Falle E.ON hätte der automatische Ausstieg also bereits spätestens mit dem Abrutschen aus der > hier < mehrfach erwähnten Bärenflagge, unter 14,11 Euro erfolgen müssen. Die dann neu entstandene kleine Flagge um die 14,- Euro wäre eine weitere Möglichkeit gewesen. Spätestens mit dem Unterschreiten des letzten Tiefs bei 13,61 Euro hätte aber die Reißleine gezogen werden müssen und nicht erst bei 13,- Euro, denn da ist die Aktie bereits wieder so überverkauft dass man erneut über einen Einstieg nachdenken muss.

Der eigentlich spannende Teil bei der Aktie kommt somit erst jetzt. Heute konnte die E.ON Aktie bereits wieder zwei Prozent zulegen, ein weiterer Anstieg bis auf 13,60 Euro wäre nun wieder ein sehr positives Zeichen das man unbedingt beachten sollte…!

Kann Solarworld die Schulden nicht mehr begleichen?

Die Krise der Solarbranche bringt nun offenbar auch das ehemalige deutsche Vorzeigeunternehmen Solarworld schwer in finanzielle  Bedrängnis. Gestern Abend kündigte das Unternehmen an, dass angesichts der wettbewerbswidrigen Marktbedingungen “gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft“notwendig sind” Insbesondere sollen die ausgegeben Anleihen und Schuldscheindarlehen davon betroffen sein. Laut dem Vorstand komme man bei eine externe Prüfung der Unternehmensplanung für die kommenden Jahre auf folgendes Ergebnis. Zum Stichtag 30. September 2012 wies der Finanzbericht von Solarworld Gesamtschulden in Höhe von 1,04 Milliarden Euro aus. Darunter 543 Millionen in Anleihen und 354,2 Millionen Euro in Schuldscheinen. Die nun folgenden Maßnahmen betreffen also wohl die große Mehrzahl der Gläubiger.

Details über konkrete Maßnahmen gab es bei dieser Ankündigung jedoch nicht. Dennoch kann man wohl davon ausgehen dass diese Meldung heute bei der gesamten deutschen Solarlandschaft ihre Spuren hinterlassen wird. Firmenboss Frank Asbeck macht weiterhin die Dumping Politik der Chinesen für sie Probleme seines Konzerns verantwortlich – womit er ja wahrscheinlich auch recht hat. Das hilft den Anlegern die seit Jahren auf ein Comeback bei dem Konzern warten aber herzlich wenig… Die Solarworld Aktie fiel nachbörslich bereits um knapp 5 Prozent heute vorbörslich ist die Aktie weiter deutlich unter Druck. Wenn Sie mich fragen hört sich das gar nicht gut an, ist aber letztlich genau das was ich u.a. > hier < erwartet habe und früher oder später so kommen musste. Ich hatte zuletzt mehrfach u.a. >  hier < gewarnt als die Euphorie bei dem Titel mal wieder am größten war. Jetzt heißt es wohl erst einmal „Anschnallen“!

E.ON und RWE – Wo ist der Boden?

Es hat ein wenig gedauert, doch nun ist es soweit. Die RWE Aktie hat gestern das von mir > hier < Anfang November genannte Kaufniveau bei 28,50 Euro erreicht und unterschritten. Manchmal dauert es halt etwas länger an der Börse… Wohl dem der die Geduld hatte darauf zu warten! Damit kommen die Aktien der beiden deutschen Energieversorger nun wieder auf meine Intensiv-Watchlist. Der letzte Kursrutsch bei den beiden Aktien wurde vorrangig dadurch ausgelöst dass sich das Schweizer Bankhaus UBS kürzlich sehr skeptisch zu den weiteren Aussichten der Konzerne geäussert hat. Das Kursziel für den Branchenprimus E.ON wurde auf 12,60 Euro zusammengestrichen und bei RWE sieht man gar Kurse von 25,- Euro in nächster Zeit kommen. Nicht das ich das Szenario ausschließen möchte, aber ich halte diese Art von Vorhersagen für nur bedingt tauglich um eine solide Anlagestrategie darauf aufzubauen. Dennoch verfehlen solche Analysen Ihre Wirkung nicht – wie man heute sehen kann.

Die Energieversorger haben nach wie vor einige Probleme zu bewältigen, die im Zuge der spontan durch unsere Regierung eingeleiteten Energiewende entstanden sind. Dennoch muss man den beiden Unternehmen attestieren dass sie sich zügig an die Umsetzung dieser Herausforderungen gemacht haben, und bereits erste Teilerfolge zu verzeichnen sind. Der Prozess insgesamt wird wohl Jahre dauern, aber trotz aller Probleme ist die Aktie von E.ON auf dem aktuellen Niveau wohl massiv unterbewertet. Bei RWE bin ich mir da noch nicht so sicher…! Aus charttechnischer Sicht bietet sich aber nun bei beiden Aktien meiner Meinung nach eine interessante Einstiegsmöglichkeit für Langfrist-Investoren. Das Chance-Risiko-Verhältnis würde ich dabei als günstig bezeichnen.

Die RWE Aktie sollte nun eigentlich nach einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei 27,88 Euro etwas zur Ruhe kommen. Genauer gesagt hat die Aktie heute bei 27,90 Euro nach oben gedreht. Aus charttechnischer Sicht ist der Titel nun massiv überverkauft und eine entsprechende technische Gegenreaktion nun eigentlich überfällig. Auch die E.ON Aktie hat  das letzte Tief, wie > hier < beschrieben, noch einmal getestet, aber auch deutlich unterschritten. Kann die Aktie in den kommenden Tagen wieder in Richtung der 13,65 Euro Marke ansteigen, besteht berechtigte Hoffnung darauf dass die Bodenbildung damit dann abgeschlossen ist.

Wie immer handelt es sich bei dieser Betrachtung der aktuellen Situation nur um eine Momentaufnahme bei der es darum geht einen möglichen Wendepunkt bei einer (oder zwei) Aktie(n) möglichst optimal zu erwischen. Werden die genannten Kursmarken deutlich unterschritten sollte die Position umgehend wieder aufgelöst werden. Die nächsten Unterstützungsmarken bei der RWE Aktie liegen erst bei 25,65 und 21,25 Euro. Für E.ON würden sich bei einem weiteren Rücksetzer dann erst wieder Kurse zwischen 12,50 und 12,60 Euro zum Einstieg anbieten.

Commerzbank – Vorsicht!

Ich möchte heute gerne aus gegebenem Anlass noch einmal auf meinen letzten Artikel zur Commerzbank Aktie, den Sie > hier < noch einmal nachlesen können, verweisen:

„Die Commerzbank Aktie konnte zwar von dem allgemein freundlichen Börsenumfeld in den letzten Wochen profitieren, bleibt aber aus charttechnischer Sicht weiterhin in einer deutlich angespannten Situation. Zunächst hat sich der Aktienkurs nun im Bereich um die 1,65 Euro stabilisiert. Der vorangegangene Anstieg scheiterte zuletzt jäh an der Widerstandsmarke bei 1,734 Euro. Seitdem hat der Chart eine deutliche Flagge ausgebildet, aus der die Aktie nun in die ein- oder andere Richtung ausbrechen wird. Ein Grund für dieses “Verhalten” der Aktie war sicherlich auch dass man zunächst abwarten wollte wie sich die großen US Banken im letzten Quartal des Jahres 2012 geschlagen haben. 

Commerzbank Aktie Chart kurzfristig

Positive Impulse sind also nicht ausgeschlossen. Dennoch würde ich am heutigen Handelstag weiterhin Vorsicht walten lassen bis sich ein klares Signal heraus kristallisiert hat. Nach oben hin stellt die Widerstandszone bei 1,73 bis 1,80 Euro eine wichtige Hürde dar, die es zu überwinden gilt. Erst Kurse oberhalb von 1,82 Euro würden die Phantasien vieler Analysten  in Richtung der 2,- Euro Marke rechtfertigen. Nach unten dürfte der Bereich zwischen 1,61 und 1,57 Euro sehr wichtig als Unterstützung für die Aktie sein. Fällt die CoBa Aktie aus dem Dreieck nun nach unten, dann droht ein erneuter Abverkauf bis in den Bereich um die 1,58 Euro. Geht es sogar darunter, dann kann man wohl den aktuellen Ausbruchsversuch erneut als gescheitert ansehen.“

Die CoBa Aktie hat zunächst einen Ausbruch nach oben simuliert um dann erneut abzutauchen. Dieses Verhalten würde ich grundsätzlich als sehr negativ werten, denn damit hat sich das > hier < geschilderte Szenario eines sogenannten „Fakeout“ zunächst bestätigt. Es steht nun zu befürchten dass ein weitere Rücksetzer die Aktie erneut in tiefe Regionen führen wird. Ob es tatsächlich zu einem Kursrutsch in den mittelfristigen Abwärtstrend kommen wird, kann aus heutiger Sicht allerdings noch nicht seriös beurteilt werden. In jedem Falle ist hier aber mal wider Vorsicht angebracht, denn das Umfeld für (deutsche) Bankaktien hat sich seit gestern deutlich eingetrübt. Siehe auch > hier <!

Google und IBM schlagen alle Erwartungen…und Apple?

Entgegen aller Befürchtungen im Vorfeld der Google zahlen konnte der Internetriese einmal mehr positiv überraschen. Überraschend starke Werbeeinnahmen im Weihnachtsgeschäft haben dem Konzern nach einem eher schwachen Sommer nun doch noch einen versöhnlichen Jahresausklang beschert. Alleine im vierten Quartal 2012 konnte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar gesteigert werden.  Der Umsatz stieg im letzten Quartal des Jahres um satte 36 Prozent auf 14,4 Milliarden US Dollar. Auf das Gesamtjahr gesehen stieg damit der Gewinn des Konzerns um 10 Prozent auf insgesamt 10,74 Milliarden Dollar.  Der Gesamtjahresumsatz legte nicht zuletzt wegen der gelungenen Übernahme des Smartphone-Herstellers Motorola auf 50 Milliarden Dollar zu. Google hatte  Motorola für 12,5 Milliarden Dollar gekauft. Nicht nur Konzernchef Larry Page zeigte sich hochzufrieden über diesen gelungenen Jahresabschluss sondern auch die Aktionäre. Die Aktie legte nachbörslich um  fast fünf Prozent zu.

Auch der Computer-Riese IBM hat alle Skeptiker heute Nacht verblüfft. Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche, die in den letzten Monaten insbesondere die Computer Hersteller getroffen hat, konnte „Big Blue“ mit einem soliden Zahlenwerk aufwarten. Dabei hat insbesondere die Konzentration auf die neuen Kernmärkte in Brasilien, Russland und China eine tragende Rolle gespielt. Der Jahresgewinn konnte um 4,7 Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar gesteigert werden. Auch bei IBM war das Schlussquartal in dem der  Gewinn um 6,3 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zugelegt hat, entscheidend für den Erfolg. Der Gesamtjahresumsatz sank leicht um 2,3 Prozent auf 104,5 Milliarden Dollar. Konzernchefin Ginni Rometti betonte noch einmal dass sich das Unternehmen im Wandel befindet. In Zukunft will man sich von den Hardware Verkäufen unabhängiger machen und dafür die Software-Sparten wie die Datenauswertung und Cloud Computing weiter verstärkt ausbauen. Sicherlich keine verkehrte Strategie…

Beide Unternehmen haben es erneut geschafft die Erwartungen des Marktes deutlich zu schlagen. Damit könnte nun auch wieder etwas mehr Bewegung in den seit Wochen sehr trägen Technologiesektor an den Börsen kommen. Insbesondere die heute Nacht anstehenden Apple Zahlen werden nun mit Spannung erwartet. Am Markt wird ein Umsatzanstieg im ersten Geschäftsquartal des Jahres 2012/13 um rund 18,0 Prozent auf 54,69 Mrd. Dollar erwartet. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern Umsatzerlöse von 46,33 Mrd. US-Dollar erzielt. Beim Gewinn je Aktie wird jedoch mit einem leichten Rückgang von 13,87 Dollar auf 13,42 US-Dollar gerechnet.

Welche Auswirkungen die Kursbewegungen bei dieser Aktie haben, konnte man ja in den letzten Wochen des öfteren bei der gesamten Zulieferkette von Apple, beobachten. Insgesamt stimmen mich die Ergebnisse von Google, Samsung, Dialog Semiconductor und auch IBM sehr zuversichtlich dass auch Apple die Erwartungen übertreffen wird. Viel wichtiger als die tatsächlichen Zahlen könnte im Falle Apple aber der Ausblick auf Kommendes sein. Damit meine ich nicht unbedingt nur eine Vorschau auf künftige Gewinne, sondern viel mehr eine echte Perspektive für den Konzern als künftiger Innovationsführer. Und natürlich nicht zu vergessen, konkrete Hinweise darauf was die jüngsten Gespräche mit China Mobile ergeben haben…!

Deutsche Bank – nach erneutem Skandal und der BaFin Ankündigung zurück in den Abwärtstrend?

Zum Handelsbeginn heute musste die Aktie der Deutschen Bank erneut kräftig Federn lassen. Grund für den jähen Absturz um fast vier Prozent waren Berichte darüber dass die die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zwei große deutsche Bankinstitute aufgefordert hat ihre Umstrukturierung in ein Trennbanken System in einem Szenario durchzuspielen. Wie dem Pressebericht dazu zu entnehmen war könnte es sich bei den beiden nicht näher genannten Banken unter anderem um die Deutsche Bank handeln. Dies wurde aber bislang in keinster Weise wirklich bestätigt. Die zweite Bank soll dem Vernehmen nach die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sein. Auch das wurde nicht bestätigt.

Jedoch folgte der Meldung umgehend eine weitere aus dem Hause der Deutschen Bank, in der Co-Chef Anshu Jain Pläne dieser Art erneut aufs schärfste kritisierte. „Die Trennung des Geschäfts mit Privatkunden vom Investmentbanking wäre ein enormer Schaden für die deutsche Volkswirtschaft und Gesellschaft. Es würde ein Problem lösen, das es gar nicht gibt, und ein neues schaffen. Das Universalbank-System ist das beste für Deutschland“, hieß es darin.

Genau dieser Frage will die BaFin nun aber wohl etwas genauer auf den Grund gehen und sich offensichtlich nicht auf die Aussagen der möglichen Betroffenen verlassen. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise, und den damit verbundenen Rettungsaktionen durch den Staat, wurde immer wieder darüber diskutiert ob das sogenannten Trennbankmodell bei künftigen Krisen ermöglichen würde, die Geschäftsaktivitäten ausserhalb des klassischen Bankgeschäftes – sprich das Investmentbanking – notfalls auch pleite gehen zu lassen. Damit würde sich der Staat dann sicherlich die ein oder andere Leih-Milliarde sparen können und die Steuerzahler künftig nicht mehr in diesem Umfang zur Kasse gebeten werden.

Letztlich stellt sich aber die Frage ob die Auswirkungen auf der anderen Seite nicht mindestens genauso dramatisch wären. Der Anleger trägt dann ein erhöhtes Risiko das sich die Banken höchstwahrscheinlich wiederum bezahlen lassen würden. Ein Ausfall einer großen Investmentbank hätte zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit dramatische Auswirkungen auf die Altersvorsorge von Millionen Anlegern, die dann wiederum später dem Staat auf der Tasche liegen, etc.. Natürlich gibt es noch viele weitere Aspekte, die ich hier aber im Einzelnen nicht aufführen will. Mehr zum Thema Trennbanken.- und Universalbankensystem finden Sie beispielsweise auf dem blicklog. Einen etwas emotionaleren aber umso treffenderen Kommentar zum Thema habe ich auf Mr-Market gefunden.

Ich möchte mich heute aber eher darauf konzentrieren was von der Aktie der Deutschen Bank in nächster Zeit zu erwarten ist. Unabhängig davon dass ich persönlich, wie hier vor kurzem schon geäussert, ein moralisches Problem mit dieser Aktie habe. Die heutige Meldung darüber das die DB auch in Zukunft nicht auf Spekulationen mit Grundnahrungsmitteln verzichten will, und erneut in einen Skandal (Dieses Mal wegen unerlaubter Stromhandelspraktiken) verwickelt ist, runden das Bild das ich von Deutschlands größter Bank habe somit weiterhin ab.

DB Chart mit Trends

Mit dem Kursrutsch heute wurde auch die Aktie charttechnisch etwas beschädigt. Insgesamt wurden drei Unterstützungslinien in einem Rutsch durchstoßen, was man durchaus als erstes Warnsignal interpretieren sollte.  Zwar befindet sich die DB Aktie zwar immer noch in dem nun etwas flacher verlaufenden Aufwärtstrend (grün), ein Test der unteren Begrenzung dieses Trends wird nun aber immer wahrscheinlicher. Dabei würde die Aktie dann auch wieder in den seit Februar 2012 bestehenden Abwärtstrend (rot) eintauchen, der momentan bei ca 35,25 Euro verläuft. Diese Marke wurde heute mit dem Tiefstkurs von 35,19 Euro bereits erstmalig getestet!

Sollte die Aktie also den Handel heute unterhalb dieser Linie beenden ist durchaus Vorsicht bei der Aktie angebracht. Hält der untere Trendkanal bei derzeit ca 34,- Euro im weiteren Verlauf ebenfalls nicht, ist eine erste nachhaltige Unterstützungszone aus meiner Sicht dann erst wieder um die 32,50 Euro zu finden.

Anglo American mit Milliardenabschreibung, Caterpillar wird Betrugsopfer

Wie die Sydney Times am Wochenende berichtete muss der Bergbaukonzern Anglo American deutliche Abschreibungen in Milliardenhöhe auf ein Projekt in Brasilien vornehmen. Minas Rio – Das ehemalige Vorzeige-Projekt in Brasilien wird auch für Anglo American zum Milliardengrab. Ursprünglich war die Mine im Jahr 2007 für insgesamt 4,7 Milliarden Dollar gekauft worden. Inzwischen hat der Konzern für die weiter Entwicklung bereits 8 Milliarden Dollar ausgegeben, was in etwa dreimal soviel ist wie ursprünglich veranschlagt worden war. Die Produktion von Eisenerz soll hingegen nicht vor dem Jahr 2014 möglich sein.

Dem Bericht zufolge wird eine Abschreibung in Höhe von 5 Milliarden Dollar noch vor den endgültigen Zahlen für das Jahr 2012 in die Bilanz eingearbeitet. Somit erklären sich wohl auch die zuletzt deutlich reduzierten Kursziele für die Anglo American Aktie von Goldman Sachs und BNP und der Societe Generale. Alle drei Häuser haben den Titel auf „Underperform“ bis „Sell“ gesetzt und sehen das Kursziel nur noch zwischen 1.500 und 1.700 Pence. Irgendwie erinnert das ein wenig an ThyssenKrupp…Brasilien scheint nach wie vor ein schwieriges Pflaster zu sein! Die Anglo Aktie dürfte also in den nächsten Wochen eher an Wert verlieren, könnte dann aber auf dem reduzierten Niveau für Langfristanleger eine interessante Einstiegsgelegenheit in den Rohstoffsektor bieten.

Auch vom Baumaschinen-Hersteller Caterpillar war am Wochenende nicht allzu viel Erfreuliches zu lesen. Auch hier zeigt sich einmal mehr wie schwierig die Expansion in manche Länder tatsächlich ist. Durch den Kauf einer chinesischen Tochterfirma muss der Konzern überraschend hohe Abschreibungen in Höhe von 580 Millionen Dollar vornehmen. Offenbar gab es deutliche „Abweichungen“ zwischen den tatsächlich vorhandenen Lagerbeständen des Unternehmens und den entsprechenden Aufzeichnungen. Der Gewinn des vierten Quartals wird somit um etwa 87 Cent je Aktie niedriger ausfallen. Das dürfte bei den Anlegern nicht gut ankommen und spricht aus meiner Sicht auch nicht unbedingt für einen guten Job des Managements.

Ich gehe somit davon aus das die Aktie nun wieder in den seit September 2012 bestehenden Trendkanal zurück findet und das Gap bei ca. 90 Dollar in Kürze geschlossen wird.

DAX 8.000 wir kommen – Google, Apple, Nokia, K+S und Research in Motion im Fokus

Erneut liegt eine durchaus bewegte, aber auch sehr erfolgreiche, Handelswoche hinter uns. Der S&P 500 hat sich damit weiterhin für das von mir im letzten Newsletter noch einmal geschilderte positive Szenario entschieden. Das Erreichen des genannten Kurslevels von 1.525 Punkten wird nun immer wahrscheinlicher. Allerdings befinden wir uns meiner Meinung anch immer noch in der dritten Welle einer Aufwärtsbewegung die demnächst durch die vierte Abwärtswelle – zumindest kurzzeitig – unterbrochen werden sollte. Im Anschluss kann dann das Ziel bei 1.525 Punkten endgültig in Angriff genommen werden. Eine (wahrscheinlich eher leichte) Konsolidierung vor dem finalen Anstieg ist also nach meinen Beobachtungen grundsätzlich noch zu erwarten. Diese kann dann von den Nachzüglern unter den Anleger noch einmal genutzt werden um weitere Positionen aufzubauen. Hier noch einmal der Chart von letzter Woche:

S&P Chart Analyse 130113

 

In der nun kommenden Woche nähert sich die US Berichtssaison nun schon wieder Ihrem Höhepunkt. Mit IBM Google, Apple, Cellgene, Halliburton und Starbucks stehen einige sehr wichtige Unternehmensdaten auf der Agenda, die durchaus das Potenzial haben den Markt nachhaltig in die ein- oder andere Richtung zu bewegen. Bislang wurde die Hausse, wie Sie wissen, nicht von allen Sektoren getragen. Während sich beispielsweise die Finanzwerte, über die ich letzte Woche berichtet habe, nahezu alle hervorragend geschlagen haben, gab es durchaus ein paar Sektoren, die immer noch deutliche Schwäche zeigen. Allen voran wäre hier wohl der Technologiesektor zu erwähnen, aber auch Telekommunikation, Biotechnologie und Rohstoffe gehörten zu den schwächsten Sektoren der letzten Wochen, während sich Industriewerte, Gas und Energie im Allgemeinen sowie der Einzelhandel und das Baugewerbe weiterhin hervorragend entwickelt haben.

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Insbesondere die Quartalszahlen von Google und Apple werden in der kommenden Woche somit Signalwirkung für den Technologiesektor haben. Bei beiden Unternehmen befürchten die Anleger nun schlechtere Ergebnisse als dies von Fachleuten ursprünglich vorausgesagt wurde. Besonderes Augenmerk werden Anleger, selbst im Falle besserer Ergebnisse, auch dem Ausblick auf die kommende Quartal schenken. Nur wenn beide Ergebnisse überzeugen, werden wir wohl im Anschluss eine deutliche Erholungsrally bei beiden Werten sehen. Und natürlich wird dies dann auch den gesamten Technologie-Sektor und den Gesamtmarkt weiter beflügeln..!

Bei dem aktuellen Lieblingswert der Deutschen,  Nokia stehen am Donnerstag Zahlen zur Veröffentlichung an. Die Eckdaten für das vierte Quartal wurden zwar schon vorab veröffentlicht, was auch zu dem starken Anstieg bei der Aktie geführt hat. Mit den detaillierten Zahlen dürften Anleger allerdings noch einmal etwas genauer hinsehen, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Im Schnitt gehen die Analysten nun von einem Gewinn in Höhe von fünf Cent je Aktie aus. Der Umsatz soll rund 8,1 Milliarden Euro betragen haben. Die finalen Verkaufszahlen der neuen Lumia Modelle und damit auch der Ausblick auf Künftiges, werden auch hier aber eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Weiterhin im Rally Modus befindet sich auch die Aktie des Blackberry Hersteller Research in Motion. Mit dem Überschreiten der wichtigen Hürde bei 15,- Dollar wurde nun ein starkes Kaufsignal ausgelöst. Grund hierfür waren erste Testberichte im Internet über das neue Betriebssystem und das Design der neuen BB 10 Modelle, die es offenbar durchaus mit den Produkten von Samsung und Apple aufnehmen können. Bei der RIMM Aktie gilt es zudem weiterhin zu bedenken dass diese eine der am meisten leerverkauften Aktien an der Wall Street war, und somit auch weiteres Short Squeeze Potenzial besitzt! Die offizielle Markteinführung des neuen Blackberry 10 ist für den 30. Januar 2013 geplant. Spätestens an diesem Tag wird der Markt dann wohl darüber entscheiden ob die aktuelle Rally auch weiterhin Bestand haben wird. Investors Inside Leser sitzen hier nun auf einem satten Gewinn von 128 Prozent seit dem 28. September und können diesem Termin wohl einigermaßen gelassen entgegen sehen…

Reserach in Motion Chart RIM

 

Fazit: Insbesondere am letzten Handelstag der Woche konnten die US Indizes aus charttechnischer Sicht noch einmal einen echten „Schluck aus der Pulle“ nehmen, was ich umso bullisher werten würde, da wir am kommenden Montag mit dem Martin Luther Kings Day einen Feiertag an den US Börsen haben. Normalerweise ist vor solchen verlängerten Wochenenden eher mit erhöhtem Verkaufsdruck zu rechnen. Zudem war am Freitag erneut Verfallstag für Futures und Optionen! Es ist also davon auszugehen dass hier nun weitere Short Positionen in größerem Umfang, vor dieser vielleicht entscheidenden Woche eingedeckt wurden. Die Nachricht der Woche war am Freitag das die Republikaner im US-Abgeordnetenhaus in der nun kommenden Woche die Schuldengrenze des Landes kurzfristig erhöhen wollen. Das lies die Kurse erneutsteigen und legt nun den Grundstein für eine weiterhin mögliche Rally im Dax, in Richtung der runden 8.000 Punkte Marke… Auch wenn ein kurzzeitiger Rücksetzer an den Börsen nun immer wahrscheinlicher wird, wie oben beschrieben.

Es ist aber auch dann weiterhin ganz entscheidend in welchen Sektoren man zur Zeit investiert ist. Mit einigen Aktien war in den letzten Wochen einfach kein Geld zu verdienen. Ich habe im Blog in den letzten Tagen unter anderem über E.ONThyssenKrupp und Metro dazu berichtet. Andere Aktie wie beispielsweise die von Hochtief, die ich hier vor wenigen Wochen vorgestellt habe, oder auch Daimler befinden sich weiterhin im Vorwärtsgang. Heute möchte ich Sie noch kurz auf meinen Artikel zur Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S aufmerksam machen. Hier zeichnet sich gerade eventeull eine Trendwende ab! Bei der Wacker Chemie Aktie halte ich ebenfalls an dem von mir geschilderten Szenario weiterhin fest.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche und stets die richtigen Entscheidungen.

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