Author Archives: Lars

Symrise mit ordentlichen Zahlen aber wenig kurzfristiger Phantasie

Der Aromen-und Duftstoffhersteller Symrise hat heute gute Zahlen vorgelegt. Der Umsatz konnte um knapp zehn Prozent (währungsbereinigt 6%) auf 1,735 Milliarden Euro gesteigert werden. Das operative Ergebnis des Unternehmens nahm  um sieben Prozent auf 339 Millionen Euro zu. Der Jahresüberschuss verbessert sich ebenfalls um 7 Prozent, auf 158 Millionen Euro. Aktionäre werden in diesem Jahr eine leicht erhöhte Dividende in Höhe von 0,65 Euro erhalten. Dieses Zahlenwerk war in etwa auch so von den Analysten erwartet worden, größere Kurssprünge sollten also heute ausbleiben. Zumal die Aktie in den letzten Wochen gut zugelegt hat, würde ich hier kurzfristig eher mit Gewinnmitnahmen rechnen. Zudem zeigte sich die Konzernleitung eher etwas zurückhaltend was eine konkrete Prognose für die kommenden 12 Monate anbelangt, langfristig ist Symrise jedoch sehr optimistisch..

Auch für die kommenden Jahre bis 2020 ist die Symrise Führung zuversichtlich die gesteckten Ziele zu erreichen. Dabei will das Unternehmen schneller wachsen als die Branche. „Wir wollen bis 2020 einen Umsatzzuwachs von mehr als einer Milliarde Euro und ein EBITDA in einer Größenordnung von mehr als 500 Millionen Euro erwirtschaften“, sagte Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram. Das sind aus heutiger Sicht zwar ambitionierte Ziele, die aber langfristig durchaus zu erreichen sind. Denn, der Givaudan-Wettbewerber wächst trotz steigender Rohstoffpreise insbesondere in den Schwellenländern überproportional. Die Symrise Story bleibt spannend. Sollte es dem Unternehmen gelingen den Umsatz und Gewinn wie geplant zu steigern, dürfte sich das natürlich auch irgendwann im Aktienkurs niederschlagen. Ich persönlich finde die Bewertung des Unternehmens auf Basis der heute gelieferten Zahlen aber durchaus ambitioniert, und würde einen deutlichen Rücksetzer abwarten.

Rebound-Aktien im Fokus – Dialog, Apple, Klöckner sowie Gold- und Silberminen

Dialog im Apple-Sog

Die Dialog Aktie zeigt – entgegen meiner Annahme – in den letzten tagen wieder deutliche Schwäche, was aber in erster Linie mit dem Kursverlauf der Apple Aktie zusammenhängen dürfte. Grundsätzlich handelt es sich hier um ein sehr solide aufgestelltes Unternehmen mit zuletzt hervorragenden Bilanzen. Ich bleibe bei meiner Einschätzung dass wir hier im laufenden Jahr noch deutlich höhere Kurse sehen werden. Aus charttechnischer Sicht dürfte der Abverkauf nun auf diesem Niveau langsam wieder sein Ende finden und die nächste Aufwärtsbewegung starten. Entwarnung kann aber erst gegeben werden wenn die Dialog Aktie den seit September 2012 bestehenden Abwärtstrend nach oben verlässt, was erst bei Kursen über 15,- Euro der Fall ist. Für mich eine klare Halteposition! Mehr dazu hier…

Apple – Gap Close und (noch) kein Bounce

Die Apple Aktie hat nun das Gap bei 420,- Dollar mustergültig geschlossen. Im Anschluss wieder nach oben gedreht, allerdings konnten die Gewinne nicht gehalten werden. Zur Handelseröffnung gestern wurde eigentlich ein neues Kaufsignal getriggert dass aber umgehend wieder abverkauft wurde, was mich in meiner Meinung, dass der Aktienkurs momentan manipuliert wird, erneut bestätigt hat. So gesehen bleibt es weiterhin schwierig hier den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden. Ich bin nun mit einer ersten Position zu 420,- Dollar wieder dabei, die ich aber auch umgehend wieder auflösen werden, wenn diese Marke nachhaltig unterschritten wird. Denn dann soll wahrscheinlich auch die runde Marke von 400,- Dollar oder gar 385,- Dollar noch getestet werden! (Apple Charts) Weiterhin bleibt die (gewollt) negative Nachrichtenlage hier der Kurstreiber, was sich wohl auch erst ändern wird wenn Apple endlich mit einem neuen und vor allem innovativem Produkt an die Öffentlichkeit geht oder das große Füllhorn über den Aktionären ausschüttet.

Klöckner – Knauf Phantasie entweicht

Hier im Blog gab es zuletzt interessante Diskussionen darüber ob der Anstieg der Aktie gerechtfertigt, oder auch fundamental untermauert ist. Aus meiner persönlichen Sicht ist hier viel heiße Luft im Aktienkurs, die noch entweichen muss bevor wir einen soliden Anstieg sehen werden. Denn die gestern abgelieferten Zahlen können es sicherlich nicht gewesen sein, obwohl die Aktie erstaunlich gut darauf reagiert hat. Insgesamt war das Zahlenwerk enttäuschend, was aber bleibt ist die Spekulation auf eine Übernahme, oder zumindest darauf dass die Knauf Holding hier weitere Anteilsscheine kauft. Nachdem ich nicht beurteilen kann wann und ob Knauf hier weiter nachlegt, halte ich mich lieber an die harten Fakten und versuche nicht zu raten was im Hintergrund gespielt wird oder nicht. Der heutige Rücksetzer unter dünnen Umsätzen deutet allerdings darauf hin, dass hier eventuell jemand verhindern will dass der Aktienkurs zu schnell steigt, was wiederum für eine weiter Aufstockung der Knauf Anteile sprechen würde. Fazit: Hier kann man mitspielen wenn man das Risiko konsequent begrenzt. Bei 9,53 Euro wartet zudem noch eine offene Kürslücke auf Schließung!

Gold- und Silberminen

Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass es sich nun wieder lohnen könnte den Blick etwas genauer auf die Minenaktien zur richten. Gestern war der erste Tag seit langem an dem die Aktien aus diesem Sektor wieder nennenswerte Stärke gezeigt haben. Natürlich bleibt auch hier zunächst abzuwarten ob sich dieses Signal heute nun bestätigt, denn wir haben in den vergangenen Monaten schon zu oft erlebt, dass sich eine solche Bewegung umgehend wieder in Rauch auflöst. Sollten die Blue Chips aus dem Sektor nun aber weiter nach oben drehen stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Abverkauf hier nun endlich sein Ende gefunden hat. Ich habe mir gestern die Charts verschiedener Gold- und Silberminen mal etwas genauer angesehen und komme zu dem Ergebnis, dass es zumindest aus charttechnischer Sicht durchaus Sinn machen würde, wenn der Sektor jetzt wieder nach oben dreht. Beobachten und ggf. erste Positionen eröffnen..!

Automobilbranche vor nächstem Kursschub ? – Porsche, VW, Daimler, Continental, Peugeot

Der DAX nähert sich, nach den positiven Vorgaben aus den USA wo bereits im Dow Jones neue Höchststände markiert werden konnten, nun allmählich der 8.000er Marke. Grund genug mal wieder etwas genauer hinzusehen und sich einigen interessanten Setups zu widmen…Ich habe dieses TradingUpdate in zwei Artikel aufgeteilt da die Textmenge ansonsten zu umfangreich wäre. Bitte lesen Sie also auch den zweiten Teil des heutigen Updates, den Sie auf Investors Inside finden können.

Klagen gegen Porsche zurückgezogen

Die Porsche Aktie kann heute kräftig von der Meldung profitieren das 12 der insgesamt 32 Hedgefonds die Berufung gegen das letzte Urteil im Prozess zurückgezogen haben. Damit wird der Kreis der verbleibenden Kläger, ebenso wie die mögliche Schadenssumme für den Sportwagenbauer deutlich kleiner. Die Kläger werfen Porsche Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung im Zusammenhang mit den Transaktionen mit Volkswagen-Aktien im Jahr 2008 vor. Porsche hingegen hält diese Klagen für generell unbegründet. Ich hatte ja in den letzten Monaten schon mehrfach berichtet dass ich die Chancen für eine solche Entwicklung sehr hoch sind. Dazu mehr > hier <. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass aus meiner Sicht auch die restlichen Kläger höchstwahrscheinlich maximal mit einem Vergleich rechnen können. Die Aktie bleibt, ebenso wie die des Mutterkonzerns VW, für mich ein klarer Kauf. Seit heute umso mehr…

Daimler – zaghafter Ausbruch

Die Daimler Aktie ist gestern eindeutig aus dem seit September 2007 bestehenden langfristigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen. Ein starkes Signal dass man keinesfalls ignorieren sollte. Bis auf 47,- Euro konnte die Aktie zulegen, bevor der Kurs dann wieder in sich zusammensackte. Grundsätzlich wäre nun sogar ein Rücksetzer bis an die Marke bei 44,50 noch unschädlich für eine anschließende  Bestätigung des Ausbruchs. Denn, das solche entscheidenden Marken nicht im ersten Anlauf genommen werden können ist durchaus normal. Die Aktie sollte in den kommenden Tagen intensiv beobachtet werden!

Conti auf Rekordniveau

Beim Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental läuft nach wie vor alles wie geschmiert. Im letzten Geschäftsjahr  konnte Conti die Schwäche des europäischen Automobilmarktes durch starke Zuwächse in den USA, Asien und Südamerika mehr als wettmachen und verdiente 1,9 Milliarden Euro. Die somit um weitere 20 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro reduzierte Nettoverschuldung des Konzerns sollte sich in den kommenden Jahren zusätzlich positiv auf das Ergebnis auswirken. Conti Chef Elmar Degenhart plant, nach einem anfänglich eher schwachen Auftakt in das laufende Jahr einen weiteren Zuwachs beim Umsatz um 5 Prozent  für 2013 ein. Die Aktie kann heute erneut kräftig zulegen, erreicht aber nicht die 100,- Euro Marke. Auf diesem Niveau kann man auch mal über Gewinnmitnahmen nachdenken…!

Peugeot im Rally-Modus

Seit zwei Tagen befindet sich die Aktie des angeschlagenen französischen Automobilherstellers Peugeot wieder deutlich im Aufwind. Die jüngsten Meldungen dass Peugeot keine Staatshilfen in Anspruch nehmen will, ebenso wie die neue Expansionsstrategie des Konzerns beflügeln hier offenbar die Phantasie der Anleger. Mit der heutigen Kursbewegung ist die Peugeot Aktie über die wichtigen 200-Tage-Linie zurück gekehrt. Ein weiterer Anstieg bis auf 6,50 und später 6,80 Euro dürfte nun folgen. Anschließend besteht weiteres Potenzial bis in den Bereich um 7,40 Euro. Damit wäre die Bodenbildung bei der Aktie dann abgeschlossen! Wie schon in den letzten Newsletter Ausgaben immer wieder geschrieben, halte ich Kursziel von 2-3,- Euro so mancher Analysten für völlig utopisch – unbedingt weiter dabei bleiben!

Klöckner & Co. – Eine hübsche Braut in rot ?

Der Stahlhändler Klöckner & Co. ist im letzten Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Vor allem wegen der schwachen Stahlnachfrage in Europa und des weiter anhaltenden Preisdrucks in der Stahlbranche, aber auch aufgrund von hohen Restrukturierungskosten, musste der Konzern einen Fehlbetrag in Höhe von 195 Millionen Euro verbucht. Bereits im Vorjahr hatte KlöCo einen Gewinn von „nur“ zwölf Millionen Euro erzielt, was die Aktionäre damals reihenweise aus der Aktie fliehen ließ. Bis heute hat sich der Aktienkurs davon eigentlich nicht nennenswert erholt. Analysten sind im Schnitt von einem Verlust in Höhe von 140 Millionen Euro ausgegangen. Der Umsatz konnte durch den Zukauf des US Händlers MacSteel um 4,1 Prozent auf 7,388 Milliarden Euro gesteigert werden. Dennoch sank das operative Ergebnis von 217 auf 62 Millionen Euro.

Auffällig dabei war das insbesondere das letzte Quartal des Jahres zu diesem hohen Verlust beigetragen hat. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis erfüllten die Erwartungen nicht und damit zeigt der Trend eindeutig weiterhin nach unten. Unternehmenschef Gisbert Rühl versprühte heute mal wieder etwas mehr Optimismus, indem er für das laufende Jahr Licht am Ende des Tunnels sieht und ein positives Konzernergebnis für 2013 erwartet. So richtig überzeugend finde ich diese Prognose nicht, denn das Licht sieht Herr Rühl schon länger, aber der Tunnel ist offensichtlich seeeeeehr lang…

Man darf also durchaus gespannt sein wie sich die Veröffentlichung des Zahlenwerkes heute auf den Aktienkurs auswirken wird. Letztlich könnten die Spekulationen um die Übernahme weiterer Aktienpakete durch den Gips-Milliardär Albrecht Knauf wahrscheinlich das Schlimmste verhindern. Der Baustoff-Unternehmer hat seine Beteiligung in Höhe von 7,82 Prozent an der Klöckner & Co AG bislang als strategisches Investment bezeichnet und angekündigt diesen Anteil weiter aufstocken zu wollen. Der Markt spekuliert indes auf eine Fusion oder gar Übernahmen von Klöckner durch Knauf Interfer. Sollte diese Spekulation allerdings bald aus dem Klöckner Aktienkurs entweichen, da es sich wirklich nur um eine strategische Beteiligung der Knauf Gruppe handelt, dürften auch die heute veröffentlichten Zahlen im Kurs spätestens dann eingepreist werden. Vielleicht ja auch schon früher…?

Nokia verkaufen – Kursrutsch und kein Ende?

Auf meinen letzten Artikel zur Nokia Aktie gab es ein paar empörte Kommentare von einigen Lesern, die grundsätzlich anderer Meinung waren. Und natürlich freue ich mich immer über solche Meldungen die eine Diskussion hier im Blog erst möglich machen. Es ging grob gesagt darum dass ich die letzte Präsentation von Nokia auf der Mobilfunkmesse MWC, Mobile World Congress in Barcelona durchaus skeptisch gesehen habe und die vorgestellten Produkte oder Strategien als einigermaßen einfallslos empfunden habe. Den Artikel können Sie > hier < noch einmal nachlesen. Ein paar Tage zuvor habe ich darüber berichtet dass es verschiedene charttechnische Gegebenheiten bei der Nokia Aktie gibt, die darauf hindeuten dass die Aktie eher noch weiter fallen dürfte. Warum die Nokia Aktie weiter fallen dürfte können Sie ebenfalls hier im Blog noch einmal nachlesen. Den passenden Chart vom 21.02.2013 habe ich Ihnen hier noch einmal „beigelegt“:

Nokia Chart 6 Monate

Gestern nun hat die Deutsche Bank das Kursziel für Nokia, nach eben dieser Veranstaltung in Barcelona, von 1,50 auf 1,80 Euro angehoben, die grundsätzliche Einstufung aber weiterhin auf „Sell“ belassen. Die Begründung ähnelt meiner in einigen Punkten sehr, was mir grundsätzlich bestätigt dass meine Deutungen der letzten Nokia Präsentation nicht so falsch gewesen sein können… „Die Finnen seien immer noch stark im schrumpfenden Billighandymarkt engagiert und kämpften im boomenden Smartphone-Geschäft gegen eine Flut sehr attraktiver Konkurrenzprodukte“, schrieb Analyst Kai Korschelt in seiner Studie vom Montag. „Aufgrund unerwartet hoher Einsparungen im operativen Geschäft sowie einer positiven Entwicklung der Netzwerk-Tochter NSN erhöhte der Experte dennoch seine Ergebnisschätzungen für 2013 und 2014.“

Nokia Chart Gap Close

Und so sieht der Nokia Chart heute aus…Die Kurslücke wurde geschlossen, die Aktie ist damit aber unter den Aufwärtstrend getaucht, was grundsätzlich zur Vorsicht mahnt. Der Zielkurs der Deutschen Bank Analysten von 1,80 Euro liegt noch ein ganzes Stück unter meinem. Regelmäßige Investors Inside Leser wissen dass ich bereits seit Monaten eine entsprechende Order im System habe. Dennoch ist auch das von der Deutschen Bank geschilderte Szenario durchaus denkbar, wenn die Aktie nicht wie geplant spätestens im Bereich um die 2,45 Euro wieder nach oben dreht. Bis auf eine kleine Unterstützung bei ca. 2,- Euro wäre dann – zumindest aus charttechnischer Sicht – Luft nach unten bis auf 1,80 Euro.

Ich persönlich gehe momentan davon aus, dass nun – nachdem das Gap mustergültig geschlossen wurde – allmählich wieder etwas Ruhe in den Aktienkurs kommt. Ich halte es aber auch nach wie vor für wahrscheinlich, dass erst einmal alle Zittrigen wieder aus der Aktie gespült werden müssen, bevor es aufwärts gehen kann. Wie schon in den letzten Artikeln erwähnt gilt es hier noch die Stopp-Loss-Marke zu erreichen, die von Börsenmagazinen empfohlen wurden. Bleiben Sie also vorsichtig, und beobachten Sie in den kommenden Tagen sehr aufmerksam was hier passiert! Für heute rechne ich zunächst einmal damit, dass der Aufwärtstrend noch einmal von unten getestet wird, bevor die eigentliche Entscheidung über die weitere Richtung der Aktie fällt.

TradingUpdate zu Metro, Wacker Chemie, Hochtief, Deutsche Bank, Commerzbank K+S und ThyssenKrupp

Erwartungsgemäß zeigen die Märkte heute deutliche Schwäche nach den politischen Ereignissen in Italien und den USA. Der Markt tendiert deutlich leichter, kann sich aber zunächts auf diesem Niveau stabilisieren. Wie bereits am Wochenende in unserem Newsletter berichtet gibt es einige Sektoren die die Kursverluste bereits seit Tagen anführen. Dazu gehören in erster Linie die Rohstoffe und die Banken. Aber auch andere Aktien sind heute deutlich unter Druck:

Allen voran wäre hier wohl die Metro AG zu nennen, die nach der neuesten Einschätzung der Citigroup deutlich an Wert verliert. Die Analysten sehen die zuletzt veröffentlichten Zahlen als deutliche Enttäuschung an. Das vom Handelskonzern für 2012 avisierte Ergebnis je Aktie (EPS) liege um 21 Prozent unter den Markterwartungen und sogar 38 Prozent unter den Expertenschätzungen zu Jahresbeginn, hieß es in der Meldung. Citigroup behält das Rating „Sell“ bei und senkt das Kursziel nun noch einmal von zuvor 19,- Euro auf nunmehr 15,- Euro. Eine echte Klatsche möchte man sagen! Grundsätzlich erwarte ich in nächster Zeit auch eher fallende Kurse bei der Aktie. Ob das genannte Kursziel aber tatsächlich erreicht wird wage ich nicht zu beurteilen. Unter 20,- Euro kann man mal wieder etwas genauer hinsehen.

Bei Wacker Chemie hat sich die Charttechnik zuletzt wieder deutlich eingetrübt. Auch in den USA leiden die Solaraktien, wie beispielsweise FirstSolar, unter den geänderten Rahmenbedingungen. Der sogenannte Obama Effekt könnte nun, nachdem die automatischen Ausgabenkürzungen in den USA in Kraft treten werden, vorbei sein. Das Marktumfeld dürfte somit auch für Firmen die gerne mit in den Topf „Solaraktien“ geschmissen werden in nächster Zeit schwierig bleiben. Aus charttechnischer Sicht wäre bei der Aktie nun Platz bis unter die 60,- Euro Marke wobei Kurse um die 64,40 Euro eigentlich eine Unterstützung bieten sollte. Erst wenn diese Marke fällt, muss man davon ausgehen das auch die nächste Haltezone bei ca. 59,60 Euro oder gar 56,80 Euro erreicht wird.

Hochtief bleibt, wie in der letzten Woche schon berichtet, unter Druck. Der von mir genannte Unterstützungsbereich um die 49,- Euro muss halten sonst droht ein weiteres Abrutschen der Aktie bis in den Bereich um die 45,- bis 47,- Euro. Mehr dazu hier!

Die Kali und Salz Aktie hatte bis zuletzt deutliche Stärke bewiesen und war vor dem aktuell laufenden Kursrutsch sogar aus der mehrmonatigen Abwärtsformation nach oben ausgebrochen. Die 200-Tage Linie konnte endlich überwunden werden, bevor es zum Leidwesen vieler Anleger dann wieder nach unten ging. Dennoch sieht der Chart weiterhin äusserst vielversprechend aus. Zwar ist auch hier ein erneuter Rücksetzer bis in den Bereich um die 33,- Euro durchaus vorstellbar, die Wahrscheinlichkeit das die K+S Aktie aber beim nächsten Anstieg der Indizes aber nach oben ausbricht sehe ich als relativ hoch an. Gelingt nun der Anstieg über 36,65 Euro, und damit über die deckelnde Trendlinie, hätte die Aktie Luft bis zum Zwischenhoch bei 38,30 Euro.

Bankaktien bleiben weiterhin unter Druck, wie eingangs schon erwähnt. In meinen letzten Analysen zur Deutschen Bank und Commerzbank habe ich mich ja schon ausführlich dazu geäussert wo hier die relevanten Marken liegen. Dennoch hier noch einmal ein kurzes Update: Die Deutsche Bank Aktie steuert nun zielstrebig auf das genannte Mindest-Kursziel von 32,- Euro zu. Ob die Abwärtsbewegung hier zum Stillstand kommt bleibt hingegen noch abzuwarten. Grundsätzlich sollte diese Unterstützungszone nicht unterschritten werden, denn dann droht ein erneutes Abrutschen bis zur 30,- Euro Marke. Genauer gesagt liegt bei 30,45 Euro eine wesentliche Linie, die dann noch einmal getestet werden dürfte.

Die Aktie der Commerzbank hat heute erneut die 200-Tage-Linie unterschritten. Die nächste nennenswerte Unterstützung liegt nun im Bereich 1,355 und 1,338 Euro. Auch hier droht ein deutlicher Rückgang, wenn die Aktie an den genannten Marken nicht spätestens wieder nach oben dreht. Die letzte Analyse dazu finden Sie hier.

Und last but not least …das DAX Sorgenkind ThyssenKrupp. Die Aktie hat heute das von mir genannte Kursziel bei 16,40 Euro erreicht. Angesichts der durchaus schwierigen Verkaufsverhandlungen für die beiden Werke in Amerika sollte man aber in jedem Fall abwarten zu welchem Preis die Werke veräussert werden können. Denn es ist nach wie vor anzunehmen dass den potenziellen Käufern die Situation bei Thyssen durchaus bewusst ist uns sie dies zu ihrem Vorteil nutzen werden. Ein noch geringerer Verkaufspreis und weitere Abschreibungen würden sich sicherlich auch im Aktienkurs niederschlagen. Fällt die Aktie also unter das momentane Niveau ist bei 15,40 oder 14,90 Euro das nächste Kursziel zu finden.

Leider kann ich Ihnen zu diesem Artikel heute nicht die passenden Charts liefern, da mir heute morgen einer meiner Computer abgeraucht ist, bzw sich nicht mehr hochfahren ließ. Ich arbeite daran, was aber auch heißt dass Sie heute den Rest des Tages wahrscheinlich nichts mehr von mir hören werden.Ich wünsche Ihnen heute einen erfolgreichen Handelstag!

DAX 8.000 oder 7.400 Punkte im Visier?

Die Unsicherheit dürfte auch in der kommenden Woche weiter anhalten… Nachdem der amerikanische Aktienmarkt das Inkrafttreten der automatischen Ausgabenkürzungen (Sequester) erstaunlich gelassen zur Kenntnis genommen hat, konnten sich die Aktienkurse im späten Handel wieder etwas erholen. Dennoch schweben nach wie vor die politischen Unsicherheiten aus Italien über den Märkten. Eine Regierungsbildung in der drittgrößten Wirtschaftsnation der Eurozone gestaltet sich weiterhin schwierig. Der heimliche Wahlsieger und ehemalige Komiker Beppe Grillo flirtet bereits öffentlich mit einem Austritt seines Landes aus der Eurozone und der Wiedereinführung der Lira. Kurz nachdem er einen Schuldenschnitt für sein Land verlangt hatte soll nun eine Volksabstimmung über den Verbleib Italiens in der Währungsunion entscheiden. Zudem prophezeit der Grillo bereits jetzt den Zusammenbruch des gesamten Systems. Seine Protestbewegung „Fünf Sterne“ hatte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 25,5 Prozent der Stimmen errungen.

Nicht das wir nicht an markige Sprüche aus Italien gewöhnt wären, aber in dieser Form sind solche Aussagen doch zumindest geeignet dafür weitere Verwirrung und Verunsicherung unter den Anlegern zu sorgen. Es ist somit aus heutige Sicht schwer abschätzbar wie der Markt darauf am Montag oder den kommenden Tagen reagieren wird. Der italienische Leitindex MIB 40 steht zudem aus charttechnischer Sicht an einem sehr interessanten Punkt, an dem eine größere Kurbewegung in die ein- oder andere Richtung zu erwarten ist. Fällt der Index nun aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten durch dürfte das nicht ohne Folgen für die anderen europäischen Indizes sein.

Zudem hat Barack Obama mit seiner Unterschrift unter den Sequester nun wohl einigen Anlegern, die bis zuletzt gehofft hatten dass es in letzter Sekunde doch noch eine Lösung geben könnte, den letzten Wind aus den Segeln genommen. Kurzum, die kommende Woche wird nicht weniger spannend als die letzte, und die Volatilität wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin zunehmen. Das heißt aber nicht zwingend, dass man nun mit einem Absturz rechnen muss. Letztlich erfordert diese Situation aber unbedingt unsere erhöhte Aufmerksamkeit. Denn, das eigentlich faszinierende ist an dieser Stellen dass es unglaublich viele Aktien gibt die noch nahe ihren Tiefständen notieren, während die Indizes überwiegend bereits neue Hochs ausgebildet haben.

Man stellt sich also zwangsläufig die Frage ob diese schwachen Aktien nun bald bouncen werden oder aber die bislang starken Aktien bald auch deutlich nachgeben. Gefühlt befinden wir uns bei der Betrachtung einzelner Aktien bereits seit einigen Tagen in einer ausgedehnten Korrektur, sieht man sich beispielsweise den gesamten Rohstoff-Sektor an. Dennoch gibt es auch Anzeichen dafür das der ungebremste Strom an Liquidität einfach alles platt walzt was sich ihm in den Weg stellt. Die FED hat in dieser Woche noch einmal versichert „alles zu tun“ um die gesteckten Ziele auch zu erreichen und weiterhin kräftig Geld in den Markt zu pumpen, falls notwendig. „Never fight the FED“ heißt eine Börsenweisheit, die uns ermahnt diesen Faktor keinesfalls zu ignorieren.

Was macht man jetzt aus einer solchen Situation? Ich habe mein Depot bereits Anfang letzter Woche auf ein gesundes Maß zusammengestutzt und warte nun auf ein neues und vor allem klares Signal. In Phasen wie diesen ist es einfach nicht klug zu hoffen oder zu raten was passieren könnte, denn es ist schlicht nicht absehbar. Grundsätzlich gehe ich davon aus dass sich das italienische Schreckgespenst wieder verziehen wird, oder zumindest der übliche Gewöhnungseffekt irgendwann einsetzt. Politische Ereignisse haben erfahrungsgemäß eben nur eine bedingte Halbwertszeit. Andererseits ist eine Korrektur in absehbarer Zeit grundsätzlich zu erwarten und wäre auch gesund. Aber, wie wir alles wissen kann der Markt zuvor in eine Übertreibungsphase übergehen, bevor er seinen wahren Charakter zeigt. Die Kursverluste in einzelnen Sektoren sind in jedem Fall ein erstes Warnzeichen und sollten ernst genommen werden!

Die richtige Strategie kann also aus meiner Sicht nur lauten dass man sich momentan nur sehr kurzfristig engagiert und/oder die Risikokontrolle im Depot entsprechend sorgfältig plant und umsetzt. In jedem Falle muss man nun etwas vorsichtiger werden bis Mr Market sich entschieden hat wohin er tatsächlich laufen will. Sollten die Indizes nun weiter  nach oben laufen, muss man entsprechend schnell reagieren. Denn dann könnte noch einiges drin sein, bevor wir die erste wirkliche Korrektur des Jahres zu sehen bekommen. Im umgekehrten Fall ist es ratsam schnell und konsequent wieder auszusteigen und auf ein besseres Setup zu warten. Ich kann Ihnen also in dieser Woche keinen wirklichen Rat geben, sondern Ihnen lediglich mitteilen wie ich mich verhalten werde. Zu einzelnen Aktien werde ich wie gewohnt ein paar interessante Artikel und neue Einschätzungen in den kommenden Tagen hier auf www.investorsinside.de veröffentlichen, die Sie interessieren dürften…Spätestens mit der nächsten Ausgabe unseres kostenlosen Börsenbriefes sollte die Sicht auf die kommenden Monate dann wieder etwas klarer werden.

Bis dahin wünsche ich Ihnen gute Entscheidungen und erfolgreiche Trades!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

VW, Hochtief, Salzgitter, Aixtron, Asian Bamboo, Groupon und Apple im Fokus

Heute gibt es mal wieder so einiges über neue Ereignisse und Bewegungen bei Einzelwerten zu berichten, was ich hiermit auch gerne im Schnelldurchlauf machen möchte um Sie kurz auf dem laufenden zu halten. Das gestrige Reversal an der Wall Street lässt darauf schließen dass nun die vierte Welle einer 5-Wellen Bewegung abgeschlossen ist. Damit sind erst einmal wieder höhere Aktienkurse in den kommenden Tagen zu erwarten. Dies gilt aber natürlich nicht pauschal für alle Aktien.

Volkswagen

Nach dem jähen Absturz der Aktie nach Bekanntgabe der hervorragenden Bilanz hat sich die VW Aktie inzwischen wieder gefangen. Gestern hat VW verkündet dass man die Produktionsschwelle von 10 Millionne Fahrzeugen pro Jahr bereits deutlich früher erreichen könnte als ursprünglich geplant. Heute steuert die Aktie bereits wieder die ehemalige Unterstützungszone – jetzt Widerstand – im Bereich 169,65 bis 170,30 Euro an. Gelingt es diese zu überwinden ist eine Rückkehr der Aktie in den ursprünglichen Aufwärtstrend sehr wahrscheinlich. Die untere Begrenzung dieses Trends verläuft derzeit bei ca. 171,20 Euro. Achten Sie auf diese Marken!

Hochtief

Die Aktie des Baukonzerns ist heute deutlich unter Druck. Das Unternehmen hat heute ein solides Zahlenwerk vorgelegt. Vor allem dank gut laufender Geschäfte in Australien hatte der Essener Baukonzern das zurückliegende Geschäftsjahr 2012 wieder mit einem deutlichen Gewinn abschließen können. Allerdings verfehlte Hochtief  trotz der starken Zahlen die Erwartungen der Analysten. Nach dem starken Anstieg in den letzten Wochen ist es nun sehr wahrscheinlich geworden dass die Gewinnmitnahmen die Aktie in den kommenden Tagen zurück in den ursprünglichen Aufwärtstrend führen werden. Zumindest erwarte ich einen Test der oberen Begrenzungslinie die derzeit bei ca. 49,- Euro verläuft. Die Aktie ist einfach zu gut gelaufen und muss mal etwas Dampf ablassen. Zudem wartet hier noch ein offenes Gap auf Schließung bei 48,70 Euro!

Salzgitter

Auch hier wurden bereits gestern Zahlen präsentiert. Allerdings kann ich persönlich die Reaktion des Marktes auf das eher durchwachsene Zahlenwerk nicht verstehen. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern stellte in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen in Aussicht, das Umfeld in der Stahlbranche bleibt aber auch 2013 weiterhin äusserst angespannt. Der Ausblick ist aus meiner Sicht eher enttäuschend, die Prognose wurde gesenkt. Warum die Salzgitter Aktie  also gestern stark zulegen konnte erschließt sich mir nicht. Die gestrige Kursbewegung dürfte lediglich eine technische Gegenreaktion gewesen sein. Ich erwarte weiterhin dass die Aktie den Aufwärtstrend bald nach unten verlassen wird. Die Haltezone zwischen 36,25 und 34,35 Euro spielt dabei eine wesentliche Rolle. Wird diese unterschritten, droht ein Absturz bis in den Bereich um die 30,- Euro, oder tiefer. In jedem Fall ist die Aktie für mich aufgrund der hohen Bewertung und dem mauen Ausblick kein Kauf.

Aixtron

Die Aktie kann heute nach Vorlage wirklich schlechter Zahlen kräftig zulegen. Offenbar hatte der Markt nach dem Rücktritt zweier Aufsichtsräte und eines Vorstands noch viel Schlimmeres erwartet. Die Dividende wird ersatzlos gestrichen, was aber schon so erwartet worden ist. Die Unternehmensführung gab auch für das laufende Geschäftsjahr keine Prognose ab. Ich rechne frühestens im Herbst mit einer Belebung des LED Marktes. Solange muss man in dem Sektor wohl auch nicht investiert sein. Ob die Gewinne bei der Aixtron Aktie heute gehalten werden können bleibt noch abzuwarten…

Asian Bamboo

Das Unternehmen liefert erneut sehr schwache Zahlen. Bereits seit mehreren Quartalen verspricht die Unternehmensführung Besserung, man hat aber eher den Eindruck dass es in nahezu allen Bereich immer schlechter wird. Auch wenn mal wieder auf den positiven operativen Cash Flow verwiesen wird, bleiben die Abschreibungen auf biologische Vermögenswerte undurchsichtig. Der Umsatz ging erneut um 19 Prozent zurück und die Firma schreibt einen Verluste in Höhe von 19,8 Millionen Euro. Die Aktie bleibt für mich ein „No Go“

Groupon

Die Aktie des Schnäppchenportals ist gestern kräftig abgestürzt. Nachbörslich ging es fast 26 Prozent nach unten, nachdem sich die Wachstumsraten des Unternehmens deutlich verlangsamt haben. Für ein Internet Unternehmen tödlich. Es dürfte spannend sein wie weit die Aktie heute fällt. Das Gap auf der Oberseite wird damit wohl in nächster Zeit nicht mehr geschlossen.

Apple

Tim Cook hat die Forderungen des HedgeFonds Managers David Einhorn, der sich eine baldige Ausgabe von Vorzugsaktien (iShares) wünscht, zunächst abgewehrt. Zwar mache man sich bei Apple weiterhin Gedanken wie die Aktionäre stärker am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden sollen, konkrete Vorschläge gab es aber auch auf der gestrigen Hauptversammlung in Cupertino nicht. Im Gegenzug versprach Cook aber neue innovative Produkte und hielt somit die Hoffnung der Anleger auf einen neuen Blockbuster aufrecht. Am Ende reichte das aber nicht um die Phantasie der Anleger zu beflügeln. Der Aktienkurs sackte nach einem anfänglich guten Start in den Handelstag wieder ab und schloss am Ende nahezu unverändert. Aus charttechnischer Sicht kämpft die Aktie immer noch mit der oberen Begrenzung des Abwärtstrends, bzw. arbeitet an der Bodenbildung. Heute ist sowohl ein Ausbruch über 450,- Dollar, als auch ein erneuter Test des letzten Tiefs bei 435,- Dollar denkbar. Weiterhin auf das richtige Signal warten!

Nokia – „back to the roots“, oder einfach nur einfallslos?

Tja, was soll man davon halten. Der große Wurf für den finnischen Handyhersteller Nokia ist auf der Mobilfunkmesse MWC, Mobile World Congress in Barcelona ist ausgeblieben. Die von vielen Anlegern erhofften Produkte wie ein neues Super-Smartphone oder ein Nokia Tablet gab es nicht. Stattdessen wurde Nokias neue Strategie vorgestellt, die in eine bisher ungeahnte Richtung läuft. Firmenchef Stephen Elop bezeichnete ES auf der gestrigen Präsentation mit „Wir werden jetzt frecher“. Gemeint war der damit offensichtlich neue Strategieschwenk des Konzerns sich in Zukunft auch über einen günstigen Preis zu definieren. Statt der erhofften, neuen und fancy Produkte mit Super Kamera oder Dergleichem, präsentierte Nokia gestern das Nokia 105. Ein Handy wie wir es alle von früher noch kennen, mit einem winzigen Bildschirm und wenig Features, in erster Linie zum Telefonieren gedacht. Und das ganze zu einem Wahnsinnspreis von 15,- Euro netto – für den ganz schmalen Geldbeutel eben.

Hmmmm, wird sich so mancher Beobachter da gedacht haben…ein ehemaliger Weltmarktführer der wieder zurück in die erste Liga der Smartphone Hersteller möchte, und dann so etwas…Mir ging es ähnlich! Zwar finde ich die Argumentation, dass es Milliarden von Menschen auf dieser Welt gibt die noch keinen Zugang zu mobilen Netzen haben, weil sie es sich schlicht und ergreifend nicht leisten können, durchaus nachvollziehbar, aber ehrlich gesagt für den Handy-Hersteller nicht den großen Wurf. Denn Nokia wird – wenn überhaupt – nur sehr wenig an den Geräten verdienen, und der Aufwand diese in strukturschwachen Gebieten zu vertreiben dürfte entsprechend groß sein. Da würde diese Strategie für einen Mobilfunkanbieter, der dann vom Folgegeschäft profitiert, doch eher passen. Vielleicht sollte man die Idee an Carlos Slim weiterreichen, oder zumindest eine Kooperation mit America Movil anstreben!?

Auch weitere Spekulationen, dass Nokia demnächst vielleicht doch noch ein Tablet produzieren könnte, wurden gestern eine deutliche Absage erteilt. Wörtlich hieß es in einem interview mit Vertriebschef Chris Weber: „Ein Tablet wird nicht unbedingt ins Programm aufgenommen. Wir schauen uns das genau an, haben aber bislang noch keine Produkte angekündigt. Es bringt uns nichts, ein bereits vorhandenes Gerät zu produzieren. Wenn wir so etwas machen, müsste es schon etwas Besonderes sein.“ Ein weiteres Tablet mit ähnlichen Features wie bei der Konkurrenz ist also keine Option für Nokia.. Ob es den Finnen allerdings irgendwann gelingen wird das Rad in diesem Segment neu zu erfinden bleibt noch abzuwarten…Auch im Tablet-Markt dürfte Zeit ein wesentlicher Faktor für den künftigen Erfolg sein. Dass Nokia jetzt nicht wenigstens versucht auch in diesem Markt Fuss zu fassen, könnte erneut ein großer Fehler sein…!

Insgesamt bleibt nach der gestrigen Präsentation in Barcelona bei mir der Eindruck, dass es Nokia an Kreativität und Vorstellungskraft fehlt. Während alle anderen Hersteller wenigstens so tun als ob sie am Puls der Zeit wären und neue, innovative Produkte präsentieren, geht Nokia drei Schritte zurück und verkauft jetzt Handys die aussehen wie vor 15 Jahren. Ich bin enttäuscht, die „Rebound Story 2013“ hat für mich seit gestern einen deutlichen Kratzer bekommen. Somit bleibe ich auch bei meiner Einschätzung zur kurzfristigen Entwicklung des Aktienkurses, die ich Ihnen > hier < kürzlich dargestellt habe. heute notiert die Nokia Aktie bereits wieder an der Unterstützungslinie und man darf gespannt sein ob diese erneut halten wird…!

Warum die Nokia Aktie weiter fallen dürfte…!

Die Nokia Hype ist vorbei und die Stimmen die die Aktie zuvor in den Himmel gelobt haben werden immer leiser. Wie Sie wissen war ich von Anfang an hier etwas skeptischer als der Mainstream. Heute möchte ich Ihnen somit die Auflösung meiner vorübergehend zurückhaltenden Berichterstattung über den finnischen Handy- und Smartphone-Hersteller präsentieren. Grundsätzlich möchte ich vorausschicken dass ich Nokia für einen der interessantesten Turanarround-Kandidaten dieses oder nächsten Jahres halte. Meine Haltung der Aktie gegenüber ist also nicht grundsätzlich ablehnende. Ich versuche mich nur strikt an die Regeln der Charttechnik zu halten, um zu gegebener Zeit einem möglichst guten Wiedereinstieg zu planen.

Wie Sie in dem Chart sehen können haben wir bei der Nokia Aktie inzwischen einen klar definierbaren Trendkanal. Dieser wird nun von den Marktteilnehmern gespielt , was auch den Kursverlauf der letzten Tage erklärt. Zudem befindet sich immer noch ein großes offenes Gap in diesem Chart dass unbedingt noch geschlossen werden sollte. Denn wenn Nokia den Turnarround wirklich hinbekommen sollte, wäre ein solches Gap in dem Chart von vielen Marktteilnehmern schlicht und ergreifend nicht gewünscht.

Nokia Chart 6 Monate
Insbesondere bei Aktie die nahe der historischen Tiefsstände notieren werden Gaps nach meiner Erfahrung erst einmal geschlossen, bevor die eigentliche Party dann beginnen kann. Sie können diese Phänomen im Übrigen auch sehr genau beim Mitbewerber Blackberry nachvollziehen, wenn Sie sich deren Chart mal etwas genauer ansehen. Hier hat zuletzt ein Gap das andere gejagt und alle wurden geschlossen. Die letzte noch offene Kurslücke wartet bei BBRY nun auf der Oberseite.

Das besagte Gap, dass ich Ihnen hier noch einmal (roter Kreis) eingezeichnet habe  liegt zwischen 2,62 und 2,53 Euro und inzwischen bereits unterhalb der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends. Die letzte Verteidigungslinie der Aktie liegt aktuell bei 2,78 Euro bevor dann ein Kursrutsch in richtig dieser Linie erfolgen sollte. Heute notiert die Aktie bereits wieder um die 2,80 Euro und somit nur noch knapp über dieser wichtigen Unterstützung. Die Abwärstdynamik hat in den letzten Tagen deutlich zugenommen.

Ich rechne also damit dass die Aktie demnächst, in einer dann noch dynamischeren Bewegung bis an die Trendlinie bei ca. 2.63 Euro abtaucht oder gleich bis zur Schließung des Gaps durchrutscht, um dann zu einer nicht minder dynamischen Erholungsbewegung anzusetzen, die in jedem Falle zurück in den Trendkanal führt. Kurzzeitige Übertreibungen bis auf 2,43 Euro sind dabei durchaus möglich, wenn auch aus heutiger Sicht nicht so wahrscheinlich. Da ich aber weiß dass viele Börsengrößen Ihren Anlegern einen Stopp bei 2,40 Euro empfohlen haben, würde es mich auch nicht wundern wenn auch diese Marke kurzzeitig fällt, um mal wieder alle Jünger abzufischen! Zudem verläuft knapp darunter die 200-Tage-Linie, die vielleicht noch einmal getestet werden möchte.

Es spricht also so einiges für das hier geschilderte Szenario…Natürlich möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass es auch für diese Theorie keinerlei Garantie gibt, sondern es sich vielmehr um die Abwägung von Wahrscheinlichkeiten und das Ergebnis jahrelanger Beobachtungen handelt! Ich wünsche Ihnen stets die richtigen Entscheidungen und erfolgreiches Trading!

Commerzbank – bald wieder im Rausch der Tiefe bei 1,17 Euro?

Commerzbank Aktionäre haben weiterhin nicht viel zu Lachen. Auch heute gehört die Aktie der Bank wieder zu den großen Verlierern, was ansich an einem Tag wie heute nicht sonderlich bemerkenswert wäre, aber die charttechnische Lage hat sich nun aus meiner Sicht dramatisch zugespitzt. Bis vor kurzem konnte man durchaus noch guter Hoffnung sein, dass die Aktie nun nach einem erfolgreichen Test des hier eingezeichneten Abwärtstrends wieder nach oben drehen würde. Heute jedoch ist die Aktie, nach mehreren erfolglosen Versuchen, in diesen Trend eingetaucht und es sieht nicht danach aus als wolle sich an dieser Situation heute noch etwas ändern. Zudem ist damit eine übergeordnete Chartformation aktiv geworden, die den letzten Optimisten nun wohl Kopfzerbrechen bereiten dürfte…!

Commerzbank Chart 9 Monate

Wie Sie sehen können handelt es sich dabei um eine Schulter-Kopf-Schulter Formation, deren Nackenlinie im Bereich um die 1,45 Euro zu finden ist. Rein rechnerisch würde das Kursziel aus dieser Formation nun eine Zielmarke von 1,17 Euro ergeben, wenn es nicht gelingt die Aktie wieder schnellstmöglich über die Marke von 1,45 Euro zu hieven. Aber auch dann bliebe die Formation aber weiterhin aktiv, bis der Aktienkurs diese durch einen kräftigen Anstieg in Richtung 1,55 Euro aufhebt… Aus heutiger Sicht wohl ein durchaus ambitioniertes Ziel!

Sollte die Aktie nun also weiter abtauchen, bleibt weiterhin die Möglichkeit dass sich der Kurs bereits bei den hier zuletzt erwähnten 1,33 Euro fangen könnte. Hier verläuft die untere Begrenzung des seit Juli 2012 bestehenden Aufwärtstrends. Wie schon in dem letzten CoBa Artikel beschrieben, halte ich das Erreichen diesen Kursniveaus kurzfristig für sehr wahrscheinlich. In diesem Sinne – Trader können im Bereich der genannten Marken erneut auf einen Bounce spekulieren, langfristig orientierte Anleger warten weiterhin auf die richtige Einstiegsgelegenheit und halten die Hände still, denn die Aussichten für die kommenden Jahre bleiben eher mau.

K+S Aktie – endlich ausgebrochen?

Aufgrund leichter technischer Schwierigkeiten schicke ich Ihnen heute nur ein kurzes charttechnisches Update zur K+S Aktie: Die Aktie des Düngemittel-Herstellers Kali und Salz ist gestern, nach einer langen und mühsamen Bodenbildungs-Phase, endlich aus dem kurzfristigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen. Nachdem zuvor sämtliche Rebound Versuche bei der K+S Aktie gescheitert sind, sollte man diesem Signal entsprechende Aufmerksamkeit schenken. Das letzte Hoch bei 34,75 Euro konnte gestern zum Xetra Handelsschluss aber noch nicht eindeutig überwunden werden! Die Bestätigung dieses Kaufsignals muss somit heute noch abgewartet werden.

K+S Aktie Chart

Auffällig war aber in jedem Falle der neu aufkommende Kaufdruck bei der Aktie. Sieht man sich das Orderbuch und die getätigten Umsätze etwas genauer an,, bestätigt das meine Annahme dass die Aktie nun wieder auf verstärktes Interesse bei institutionellen Anlegern trifft. Gelingt nun ein weiterer Anstieg der Aktie in Richtung des letzten letzten signifikanten Hochs, bei 36,16 Euro wäre die Bodenbildung bei der K+S Aktie dann wohl abgeschlossen. Vorsichtige Naturen warten dieses Signal noch ab, spekulativ orientierte Anleger positionieren sich spätestens jetzt, sofern dies noch nicht zu Kursen um die 33,- Euro passiert ist.

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