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Gold, Kupfer, Öl, Biotech, Solar – Momentum-Sektoren unter Druck

Nach ein paar Tagen Abwesenheit hier im Blog (aufgrund der vielen anderen Dinge, die man manchmal zu tun hat) melde ich mich heute mit einem Update zurück. Der Markt strotz nicht gerade vor Stärke, könnte man sagen. Wie in den letzten Tagen zu beobachten war, bewegen sich die Bullen nach wie vor auf dünnem Eis, womit eine Wende zum Besseren grundsätzlich in Frage gestellt werden muss… (mehr …)

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3D Drucker Aktien, Stratasys, 3D Systems, ExOne – Jetzt wieder einen Blick wert?

Nur ein kurzes Trading-Update… Gestern haben sich die in diesem Jahr arg gebeutelten 3D Drucker Aktien von Stratasys, 3D Systems, Vogeljet und Exone zurück gemeldet. Nicht dass die aktuelle Bewegung schon eine echte Trendwende darstellen würde, aber sowohl die Umsätze bei den genannten Aktien als auch die charttechnische Situation erlauben nun wieder einen etwas intensiveren Blick auf die Branche. Mit Kursgewinnen von teilweise über sieben Prozent in der Spitze konnte beispielsweise die Aktie von 3D Systems aufwarten. Stratasys notierte teilweise mit 39,45 Dollar wieder nahe der 40er Marke, ExOne gewann über sechs Prozent auf fast 13 Dollar und Vogeljet konnte knapp fünf Prozent zulegen.

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Am interessantesten aus charttechnischer Sicht stellt sich momentan der Chart der Stratasys Aktie dar. Hier deutlich zu erkennen ist der seit Monaten bestehende Abwärtstrend, der gestern nun wieder nach oben verlassen wurde. Ob es sich dabei nun um einen klassischen Fehlausbruch handelt, oder die Aktie tatsächlich nun wieder nach oben tendiert, bleibt noch abzuwarten. Jedoch stehen aus meiner Sicht die Chancen nicht schlecht, dass zumindest das erste Gap auf der Oberseite in den kommenden Wochen nun wieder geschlossen wird. Unbedingt beobachten…!

YY mit dem finalen Shakeout vor dem Ausbruch?

Die YY Aktie haben wir ja hier vor einigen Tagen zuletzt nur beiläufig im Kommentar-Bereich erwähnt. Die aktuellen Kursbewegungen machen nun aber eine etwas intensivere Betrachtung notwendig. Nicht nur dass ich persönlich absolut davon überzeugt bin dass das Unternehmen bei den angestrebten Wachstumsraten viel zu günstig sein dürfte, sondern nicht zuletzt die charttechnische Ausgangslage hat mich vor ein paar Tagen veranlasst in die Aktie einzusteigen. Ausgelöst durch eine inverse SKS Formation befindet sich die Aktie nun wieder in einem gesunden Aufwärtstrend mit der Tendenz diesen demnächst nach oben zu verlassen.

YY könnte demnächst nach oben ausbrechen

Die YY Aktie vor möglichem Ausbruch

Der heutige Shakeout ist dabei geradezu ein mustergültiges Zeichen dafür, dass dieser Trend demnächst nach oben gebrochen werden könnte. Clevere Anleger wissen, dass eine starke Abwärstbewegung wie heute und an einer so wichtigen Chartmarke, die dann wieder vollständig gekauft wird, meistens nur eins bedeuten kann. Vor dem eigentlichen Ausbruch sollen die schwachen Hände noch einmal rausgeekelt werden… Die sogenannten starken Hände nehmen die Stücke dann gerne in Empfang! Ob es nun so kommt kann man dennoch natürlich nicht mit 100 prozentiger Sicherheit sagen!

Entscheidend dabei ist nun, ob die beiden hier eingezeichneten grünen Linien demnächst überwunden werden. Die zweite grüne Linie von oben links nach unten rechts stellt den mittelfristigen Abwärtstrend dar, den es unbedingt zu überwinden gilt. Dieser Kreuzwiderstand ist zunächst natürlich noch ein entsprechend großes Hindernis und sicherlich benötigen wir für einen Ausbruch mehr Volumen. Mancher Anleger betrachtet YY als überdimensionierte Karaoke-Bude, wer die asiatische Mentalität allerdings ein wenig kennt weiß welches Potenzial hier noch schlummert. Die Price-Action spricht hier nun eine deutliche Sprache. Auf die Watchlist!

Die Verlierer des Jahres 2014 – Rebound Chancen für 2015?

Eigentlich befand ich mich ja sozusagen im Jahresübergang und wollte meine Konzentration nun erst einmal dem Umbau dieser Seite widmen, was mir aber aufgrund der jüngsten Ereignisse an den Kapitalmärkten etwas erschwert wird. Man ist ja schließlich in erster Linie Trader/Aktienhändler! Wie auch immer… zu meinem Jahresabschluss gehört auch die kurze Aufarbeitung des vergangenen Jahres und die Überarbeitung meiner Waschlisten. Welche Aktien sind noch interessant, welche nicht mehr, weil entweder schon zu gut gelaufen – sprich überbewertet – oder eben in einer negativen Phase, die man nicht kaufen sollte, aus welchen Gründen auch immer…

Und dann gibt es da noch die Kategorie der wirklich verprügelten Aktien…von denen man gundsätzlich ja immer die Finger lassen sollte, (!) weil hier etwas ganz elementares nicht stimmt, oder ein ganzer Markt sich entsprechend stark verändert hat. Manchmal aber handelt es sich auch schlicht um starke Übertreibungen im negativen Sinn und es stellt sich für Langfristanleger später heraus, dass hier wahre Perlen zu Spottpreisen zu haben gewesen wären. Sicherlich trifft dies aber nur auf die wenigsten Aktien zu, die ich hier nun mit Ihrer jeweiligen Jahresperformance aufführen werde.

Hier ist sie, die Liste der offiziellen Verlierer des Jahres 2014 im Russel 2000 Index:

KWK -93.5%. WLT -91.7%. AMZG -89.5%. PHMD -88.2%. EXXI -88%. RGDO -86.8%. REN -85.4%. HERO -84.7%. EOX -84.3%. MCP -94.3%. CVEO -84.2%. BPZ -84.1%. FWM -82.6%. MILL -82.2%. NADL -81.6%. VRNG -81.4%. CYTX -81%. SALT -80.5%. PRKR -80%. MBII -79.7%. NTLS -79.2%. COVS -78.9%. KEG -78.9%. MM 78 MPO -77%. ANR -76.6%. EXEL -76.5%. SZYM -76.3%. CONN -76.2%. ANV -75.5%. GALT -75.5%. ZQK -74.8%. ARO -74.5%. REXX -74.1%. GDP -74%. FUEL -73.8%. QRHC -73.7%. VTG -73.4%. RLOC -73%. XONE -72.2%

Einige Aktien werden vielleicht demnächst von der Börse verschwinden und auch nie wieder dort auftauchen. Andere Unternehmen werden durch Kapitalmaßnahmen versuchen sich am Leben zu erhalten bis wieder bessere Zeiten einkehren. Ein Reverse-Split oder die Ausgabe neuer Aktien und Verwässerung der Altanteile stellt also ebenso ein großes Risiko dar, darauf möchte ich an dieser Stelle noch einmal explizit hinweisen!

Aber wie oben schon erwähnt, kann auch die ein oder andere Perle darunter sein, die man mit viel Fleiß und regelmäßiger Beobachtung in einer eigens dafür eingerichteten Watchlist identifizieren kann. Denn erst dann hat eine entsprechende Position zu gegebener Zeit nichts mehr mit Zockerei oder Glücksspiel zu tun sondern ist eine wohlüberlebte Anlage. Wer sich also die Mühe machen will könnte am Ende reich dafür belohnt werden. Ich habe da schon ein paar mögliche Kandidaten in der Vorauswahl…!

Vossloh – Der nächste Versuch…

Die Vossloh Aktie zeichnet sich heute mal wieder durch eine interessante Konstellation aus, die es zu beachten gilt. Nach dem zuletzt gescheiterten Ausbruchsversuch bis auf 54,- Euro ging es nach Bekanntgabe der Quartalszahlen, erneut steil bergab. Bis auf 42,- Euro verlor der Titel innerhalb kürzester Zeit und notiert aktuell wieder um die 45,- Euro Marke. Mit der heute getriggerte Cup and Handle -Formation könnte nun der endgültige Boden in den Chart eingezeichnet werden. In einem ansonsten sehr schwachen Börsenumfeld ist die Aktie des Bahndienstleisters also mal wieder einen intensiveren Blick wert.

Vossloh Aktie Chart Analyse

Das mögliche Kursziel aus dieser Tassen-Formation liegt bei ca. 48,40 bis 48,85 Euro. Noch sieht diese Konstellation allerdings etwas wackelig aus. Vorsichtige Trader setzen erst auf einen Bouncen ab 46,45 Euro. Mit dem überschreiten dieser Hürde könnte man den Chart dann u.U. auch dahingehend deuten, dass eine Umkehrformation in Form einer inversen SKS mit Kursziel 50,- Euro entstanden ist. Neue Spekulationen über eine weitere Aufstockung der Beteiligung an Vossloh durch Großaktionär Heinz Hermann sollten den Aktienkurs zudem nach unten absichern.

3 D Systems, ExOne, Voxeljet – Kaufchance oder Absturz?

Gut sieht anders aus!. So oder so ähnlich könnte man wohl die charttechnische Lage der zuvor gehypten 3D Drucker Aktien bezeichnen. Seit den Hochständen kurz nach dem Jahreswechsel kennen die meisten Aktien aus dem Sektor und andere Momentum-Aktien nur noch eine Richtung. Die löbliche Ausnahme stellt momentan lediglich die Stratasys Aktie dar, die sich zuletzt wieder deutlich von dem Rücksetzer erholen konnte. Die spannende Frage ist nun, ob die drei oben genannten es dem neuen Marktführer gleichtun werden oder nicht. Alle drei Aktie befinden sich aktuell aus charttechnischer Sicht eher in einer angespannt bis kritischen Lage. Doch sehen Sie selbst:

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Bei 3D Systems ist noch ein erneuter Test des Mehrfachbodens mit anschließendem Bounce möglich, Bei ExOne sieht der Chart hingegen nun schon deutlich schlechter aus und lässt zumindest erahnen dass die Mehrfach-Boden-Theorie auch bei 3D Systems nicht funktionieren könnte. Die im Verhältnis deutlich kleinere Voxejet kämpft zwar noch mit dem Abwärtstrend, dürfte aber im Falle einer weiteren Eintrübung des Sektors ebenso schnell neue Tiefstände sehen, da die Aktie deutlich volatiler ist als die anderen beiden Vetreter ihrer Zunft.

Unter den gegebenen Umständen kann es also durchaus ratsam sein sich hier nicht vorzeitig die Finger zu verbrennen, indem man glaubt zu wissen wo der Boden erreicht ist. Das haben sicherlich viel Anleger bspw. bei ExOne um die 25,- Dollar gemacht und liegen heute bereits mehr als zehn Prozent im Minus. Warten Sie deshalb geduldig ab wohin die Reise geht und entscheiden Sie erst wenn Sie erste echte Anzeichen der Stabilisierung sehen. In jedem Falle sollten die Aktien jetzt aber den Weg in Ihre Watchlist finden, damit Sie das Geschehen regelmäßig verfolgen können!

Nordex – jetzt wird es spannend!

Die Nordex Aktie vollführte in den letzten Handelstagen ebenfalls deutliche Kurskapriolen. Nachdem es lange danach aussah, dass die Aktie nun nach oben ausbrechen will, stellt sich die aktuelle Situation inzwischen komplett anders dar. Auch die mediale „Gute-Laune-Drops“ scheint hier vorerst gelutscht zu sein. Es ist ruhig geworden um den Windanlagen-Bauer, was auch an dem insgesamt angespannten Umfeld für Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien liegen dürfte…

Nordex Aktie Chart

Wie man hier schön sehen kann befinden wir uns nun an einem etwas kritischen Punkt, der entweder die kurzfristig optimale Kaufgelegenheit für die Aktie darstellt, oder aber kurzfristig zu einem deutlichen Verkaufssignal führt! Für welche der beiden Varianten sich der Markt hier entscheiden wird, bleibt somit noch abzuwarten.

Für die Bullen ist dieser Punkt eher als letzte Chance zu sehen, das Ruder noch einmal rum zu reißen, für die Bären eine hervorragende Möglichkeit eine Short-Spekulation einzugehen. Sollte die Aktie aus der Tranding-Range nach unten rausfallen, so wäre der Kursbereich zwischen 9,33 und 9,47 Euro das nächste logische Ziel. Auf der Oberseite winken hingegen erneut Gewinne bis in den Bereich um die 13,50 Euro, wenn die Aktie erneut nach oben abprallt.

Der heutige Handelstag ist damit wesentlich für die weitere Entwicklung der Aktie. Denn, auf diesem Niveau verläuft auch die 200-Tage-Linie, die als letzte Unterstützung unbedingt halten sollte, um das bullishe Gesamtbild nicht dauerhaft zu beschädigen…! Unbedingt beobachten!

Blackberry – Das Ende eines ehemaligen Weltmarktführers

Nach langem Hin und Her und einer fast erfolglosen Suche nach einem möglichen Investoren hat sich gestern nun offenbart, dass der gebürtige Inder Prem Watsa, der u.a die Holding Fairfax Financial leitet den angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry kaufen will. Für 4,7 Milliarden Dollar wird die kanadische Firma nun also höchstwahrscheinlich den Besitzer wechseln, was ungefähr dem aktuellen Börsenwert entspricht. genau gesagt wäre dies ein Kaufpreis von 9,- Dollar je Aktie. Dennoch ist auch diese Übernahme keinesfalls in trockenen Tüchern. Zunächst wird Watsas Holding die Bücher des Konzerns wohl noch einmal intensiv unter die Lupe nehmen. Hierfür hat sich der potenzielle Käufer nun sechs Wochen „Bedenkzeit“ einräumen lassen.


Unabhängig davon dürfte die Blackberry Aktie nach den jüngsten Ereignissen wohl für den „normalen“ Anleger verbrannt sein. Nicht nur dass der Konzern die operative Wende nicht geschafft hat, und zuletzt einen satten Verlust von einer Milliarde Dollar auf nicht verkaufte Geräte ausweisen musste, sondern auch die nun deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit dass Blackberry nach der Übernahme von der Börse genommen wird, sprechen hier eher gegen ein weiteres Investment.

Es war leider nichts mit dem großen Comeback des ehemaligen Weltmarktführer, deren Führungsspitze sich bis zuletzt redlich bemüht hatte den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu führen. Wer auch immer nun Blackberry zu welchem Kurs kaufen wird, er wird wohl nicht zuletzt angesichts des immer noch hohen Cash-Bestandes am Ende eine gute Schnitte machen. Wahrscheinlich wird der Konzern ausserhalb der Börse restrukturiert und eventuell sogar in ein paar Jahren wieder zurück an die Kapitalmärkte streben. Bis dahin kann man die Blackberry Aktie aber wohl nun erst einmal von der Watchlist streichen. Schade eigentlich..!

Nach Leoni jetzt auch Lanxess mit eher trüben Aussichten…

Es ist die Woche der schlechten Unternehmensnachrichten und großen Kursbewegungen bei Einzelaktien aus dem Bereich der Automobilzulieferer. Nach Leoni und Rheinmetall gestern folgt heute die Lanxess Aktie…Das Chemieunternehmen macht durch einen sehr trüben Ausblick auf das erste Halbjahr auf sich aufmerksam. Die schwache Nachfrage aus der europäischen Automobil- und Reifenindustrie lastet überraschend schwer auf der Bilanz der Leverkusener. Dem heutigen Bericht zufolge fiel das Ergebnis für das erste Quartal dieses Jahres deutlich schlechter aus, als dies vom Markt erwartet wurde. Mit einem operativen Ergebnis zwischen 160 und 180 Millionen Euro wurde nur noch etwa halb soviel verdient wie im Vorjahreszeitraum . Damals konnte man noch ein EBITDA in Höhe von 369 Millionen Euro verbuchen. Die Aktie ist heute entsprechend unter Druck und verliert vorbörslich bereits deutlich an Wert.

Nachdem auch die Prognose für das zweite Quartal eher verhalten ausgefallen ist, würde ich hier erst einmal nicht versuchen den heutigen Rücksetzer zu kaufen. Denn aus charttechnischer Sicht ist der Schaden schon recht beträchtlich. Zwar bieten Kurse um die 58,40 Euro eine erste Unterstützung, der Gewinneinbruch ist aber so gravierend, dass ich eher davon ausgehe dass dies auch entsprechend im Aktienkurs eingepreist wird. Der allgemeine Ausblick auf die zweite Jahreshälfte klingt zwar schon wieder etwas positiver, ob sich das dann auch in der Jahresbilanz entsprechend positiv niederschlagen wird bleibt aber noch abzuwarten. Genauere Einschätzungen für das Gesamtjahr kündigte Firmenchef Heitmann für die Vorlage des Berichts zum ersten Quartal Anfang Mai an.

Eine weiter Unterstützung könnte bei ca. 55,25 Euro liegen. Hält diese nicht droht sogar ein Rücksetzer bis auf das letzte Verlaufstief bei 45,78,- Euro. In jedem Falle wurde heute die 200-Tage Linie deutlich unterschritten, was bei einer solchen Dynamik selten eingutes Zeichen ist…! Lanxess bleibt ein interessantes Unternehmen, die heutige Meldung sollte aber erst einmal zur Vorsicht mahnen. Die Aktie kommt nun auf meine Intensiv-Beobachtungsliste.

Nokia verkaufen – Kursrutsch und kein Ende?

Auf meinen letzten Artikel zur Nokia Aktie gab es ein paar empörte Kommentare von einigen Lesern, die grundsätzlich anderer Meinung waren. Und natürlich freue ich mich immer über solche Meldungen die eine Diskussion hier im Blog erst möglich machen. Es ging grob gesagt darum dass ich die letzte Präsentation von Nokia auf der Mobilfunkmesse MWC, Mobile World Congress in Barcelona durchaus skeptisch gesehen habe und die vorgestellten Produkte oder Strategien als einigermaßen einfallslos empfunden habe. Den Artikel können Sie > hier < noch einmal nachlesen. Ein paar Tage zuvor habe ich darüber berichtet dass es verschiedene charttechnische Gegebenheiten bei der Nokia Aktie gibt, die darauf hindeuten dass die Aktie eher noch weiter fallen dürfte. Warum die Nokia Aktie weiter fallen dürfte können Sie ebenfalls hier im Blog noch einmal nachlesen. Den passenden Chart vom 21.02.2013 habe ich Ihnen hier noch einmal „beigelegt“:

Nokia Chart 6 Monate

Gestern nun hat die Deutsche Bank das Kursziel für Nokia, nach eben dieser Veranstaltung in Barcelona, von 1,50 auf 1,80 Euro angehoben, die grundsätzliche Einstufung aber weiterhin auf „Sell“ belassen. Die Begründung ähnelt meiner in einigen Punkten sehr, was mir grundsätzlich bestätigt dass meine Deutungen der letzten Nokia Präsentation nicht so falsch gewesen sein können… „Die Finnen seien immer noch stark im schrumpfenden Billighandymarkt engagiert und kämpften im boomenden Smartphone-Geschäft gegen eine Flut sehr attraktiver Konkurrenzprodukte“, schrieb Analyst Kai Korschelt in seiner Studie vom Montag. „Aufgrund unerwartet hoher Einsparungen im operativen Geschäft sowie einer positiven Entwicklung der Netzwerk-Tochter NSN erhöhte der Experte dennoch seine Ergebnisschätzungen für 2013 und 2014.“

Nokia Chart Gap Close

Und so sieht der Nokia Chart heute aus…Die Kurslücke wurde geschlossen, die Aktie ist damit aber unter den Aufwärtstrend getaucht, was grundsätzlich zur Vorsicht mahnt. Der Zielkurs der Deutschen Bank Analysten von 1,80 Euro liegt noch ein ganzes Stück unter meinem. Regelmäßige Investors Inside Leser wissen dass ich bereits seit Monaten eine entsprechende Order im System habe. Dennoch ist auch das von der Deutschen Bank geschilderte Szenario durchaus denkbar, wenn die Aktie nicht wie geplant spätestens im Bereich um die 2,45 Euro wieder nach oben dreht. Bis auf eine kleine Unterstützung bei ca. 2,- Euro wäre dann – zumindest aus charttechnischer Sicht – Luft nach unten bis auf 1,80 Euro.

Ich persönlich gehe momentan davon aus, dass nun – nachdem das Gap mustergültig geschlossen wurde – allmählich wieder etwas Ruhe in den Aktienkurs kommt. Ich halte es aber auch nach wie vor für wahrscheinlich, dass erst einmal alle Zittrigen wieder aus der Aktie gespült werden müssen, bevor es aufwärts gehen kann. Wie schon in den letzten Artikeln erwähnt gilt es hier noch die Stopp-Loss-Marke zu erreichen, die von Börsenmagazinen empfohlen wurden. Bleiben Sie also vorsichtig, und beobachten Sie in den kommenden Tagen sehr aufmerksam was hier passiert! Für heute rechne ich zunächst einmal damit, dass der Aufwärtstrend noch einmal von unten getestet wird, bevor die eigentliche Entscheidung über die weitere Richtung der Aktie fällt.

Wacker Chemie – rauf oder weiter runter?

Eigentlich bin ich in gewisser Weise ein Fan der Wacker Chemie Aktie. Ich habe mir kürzlich sogar die Mühe gemacht den 274 Seiten umfassenden Geschäftsbericht des Jahres 2011 etwas genauer zu studieren, und mein Fazit bleibt das selbe wie in den Jahren zuvor. Wacker ist ein hochinteressantes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette, in einem Markt der auf lange Sicht nahezu sichere Renditen verspricht. Die Polisilizium Sparte möchte ich hier allerdings etwas ausklammern. Wir alle wissen wie es um die Solarbranche bestellt ist. Weiterhin fallende Preise und entsprechende Wertminderungen bei der Tochter Silitronic sind die Folge. Die Polysiliziumsparte von Wacker Chemie erwirtschaftete im Jahr 2011 mit 545,6 Mio. Euro den mit Anstand größten Beitrag zum EBIT. Ein Ende dieser Entwicklung ist im Moment wohl auch nicht absehbar, und so bleibt ein fader Beigeschmack bei der Betrachtung der ansonsten sehr Erfolg versprechenden Konzernsparten.

Heute hat die Aktie ein neues vorläufiges Tief zur Eröffnung ausgebildet. Mit dem Rutsch unter die Marke von 57,- Euro war der Titel somit nur noch einen Hauch von einem erneuten Verkaufssignal, und damit einhergehenden deutlichen Kursverlusten, entfernt. Inzwischen hat sich die Aktie zwar wieder stabilisiert und notiert nahe der Marke von 58,- Euro, jedoch sind die Umsätze in der Aktie inzwischen so dünn, dass ein Swing in die Gegenrichtung weiterhin jederzeit möglich ist. So richtig überzeugt scheint also momentan niemand davon zu sein dass wir bald wieder höhere Kurse sehen werde. Auch die Analsten haben sich zuletzt mehrfach eher negativ zu der Aktie geäussert und ihre Kursziele deutlich zurück genommen. Wir haben bereits am 16.März darauf hingewiesen dass die Aktie sehr wahrscheinlich dahin fallen wird wo sie heute steht.

Angesichts der heutigen breiten Erholung des Marktes ist die „Gegenbewegung“ der Wacker Aktie von einem knappen Prozent, nach einem Kursverlust von über 30 Prozent alleine in den letzten 3 Monaten, ebenfalls eher schwach einzustufen. Es spricht also aus meiner Sicht einiges dafür, dass wir demnächst erneut fallende Kurse sehen werden, wenn das Börsenumfeld sich weiter eintrüben sollte. Auch charttechnischer Sicht sind dann Kurse von 52,10, 50,20 oder gar 48,30 Euro denkbar.

Sollte der Markt hingegen nun nachhaltig wieder nach oben drehen stehen die Chancen nicht schlecht, dass zumindest die 60,- Euro Marke zurückerobert werden kann. Erst ein Überwinden des Widerstandes bei 61,50 Euro und anschließend 66,60 Euro würde das Chartbild aber wieder etwas freundlicher aussehen lassen. Für die Aktie spricht im Moment eine völlig überverkaufte Situation und die Möglichkeit eines kurzfristigen Kaufsignals im MACD. Sehen Sie sich den Chart an und Sie wissen was ich meine. Allerdings gebe ich zu bedenken dass wir eine ähnliche Situation bereits Ende März hatten worauf hin die Aktie noch einmal um 15,- Euro abgetaucht ist.

Zusammenfassend bleibt bei mir die Erkenntnis dass es aus dem charttechnischen Blickwinkel schon lange keinen so interessanten Zeitpunkt mehr gegeben hat auf eine Rückkehr der Aktie zu setzen. Mit dem heutigen Jahrestief bei 56,87 Euro haben wir auch das Tief aus dem Dezember letzten Jahres wieder erreicht. Die Bildung eines Doppelbodens ist hier also möglich. Der MACD könnte spätestens demnächst auf „Kaufen“ springen. Aus technischer Sicht wären als kurzfristig Kurse über 60,- Euro möglich. Die Risiken bei der Aktie bleiben aber weiterhin hoch. Und ein echter Rebound der Wacker Chemie Aktie wird wahrscheinlich erst einsetzen wenn sich der Gesamtmarkt wieder deutlich nach oben bewegt. Die Solarbranche bleibt anfällig für Pleiten, Wacker könnte somit auch unter Umständen Zahlungsausfälle in den kommenden Monaten verbuchen müssen. Dennoch ist und bleibt die Aktie eine der interessantesten im Spezialchemie-Sektor und sollte täglich beobachtet werden!

Commerzbank, Deutsche Bank – deutliches Nachholpotenzial!

Die letzten Handelstage lassen hoffen, dass das Schlimmste für den DAX überstanden sein kann, dennoch bleibt weiterhin ein unangenehmer Beigeschmack…Anleger sollten sich nicht zu sicher fühlen und jederzeit mit einem erneut kräftigem Rücksetzer rechnen. Erst wenn die Marke von 1.250 Punkten im S&P 500 wieder deutlich überschritten wurde kann man den Markt als stabil bezeichnen. Die momentane Schwäche des DAX gegenüber anderen Indizes ist und bleibt hingegen nicht wirklich logisch zu erklären. Dennoch besteht im positiven Falle eines weiteren Anstiegs des deutschen Leitindex durchaus erhebliches Nachholpotenzial für einige Aktien die wir Ihnen hier in den nächsten Tagen vorstellen wollen. Allem voran dürften die zuletzt stark abgestraften Konjumkturzykliker weiterhin profitieren können, aber auch andere Branchen haben erhebliches Nachholpotenzial.

Nach wie vor schwer tun sich die Aktien der Banken in einem wieder deutlich positiverem Umfeld. Der gestrige Handelstag hat das Kaufsignal bei der Commerzbank dass zu Beginn der Woche erzeugt wurde nun erneut bestätigt, und bei der Deutschen Bank zu einem frischen Kaufsignal geführt. Damit kann man sich nun wieder etwas mehr dem positiven Szenario zuwenden, erste Positionen bei den Bankentiteln sind kurzfristig erfolgversprechend. Für die Aktie der Deutschen Bank bedeutet dies nun, dass heute die Widerstandslinie bei 28,50 Euro überwunden werden sollte um dann in Richtung 30,- Euro laufen zu können. Bleibt das Umfeld entsprechend freundlich, und kann in der Folge auch die 31,05 Euro Marke überwunden werden kann man wieder von einer charttechnischen Stabilisierung der Aktie sprechen.

Etwas mehr kurzfristiges Potenzial dürfte aber die Aktie der Commerzbank bieten, die in den letzte Monaten stark abgestraft wurde. Bereits gestern konnte sich der Titel wieder etwas von der Unterstützungszone um die zwei Euro absetzen und markierte bei 2,10 Euro das Tageshoch. Leider konnte diese Bewegung bis zum Abend, wegen der nachgebenden Wallstreet, nicht gehalten werden. Dennoch besteht die Chance auf ein baldiges Überwinden des Widerstands bei 2,12 Euro. Dies hätte dann höchstwahrscheinlich einen weiteren Anstieg in Richtung 2,35 Euro zur Folge. Das mittelfristige Kursziel bleibt die Marke bei 2,50 Euro. Heute Morgen dürfte es im DAX zunächst zu leichten Gewinnmitnahmen kommen, die dann wiederum ein guter Zeitpunkt sein dürften an dem man kurzfristige Trades auf die beiden Bankentitel eingehen kann.

Mittelfristig agierende Anleger bleiben bis zur Veröffentlichung des ISM Indes heute um 16:00 Uhr noch eher vorsichtig. Zumal morgen dann die Arbeitsmarktdaten in den USA erneut für starke Kursbewegungen sorgen könnten. Außerdem feiern die Amerikaner am Montag den Labour Day somit bleiben die Börsen dort geschlossen. „Echte“ Impulse gibt es somit wohl erst wieder ab Dienstag Nachmittag. Es besteht also kein Grund zur Eile, dennoch gehören die beiden Werte unserer Meinung nach nun unbedingt auf die Watchlist.

An dieser Stelle möchte ich aber auch noch einmal darauf hinweisen, dass die Charts durch den vorangegangenen Absturz nur bedingt geeignet sind sich daran zu orientieren, das die meisten Bilder durch die starke Kursbewegung auch dementsprechend stark verzerrt worden sind. Somit ist eine Orientierung an den Indikatoren MACD und Slow Stochstics wohl für den Moment das Sinnvollste, Hat aber eben in einem solchen Marktumfeld auch nur eine begrenzte Aussagekraft.

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