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Deutsche Bank Aktie – Hier droht der Absturz!

Schwach ist sie – die Aktie der Deutschen Bank! Verglichen mit der Performance der kleinen Schwester Commerzbank könnte man auch sagen, das der Kursverlauf in den letzten Wochen geradezu katastrophal war. Nicht enden wollende Skandale und nicht gerade üppige operative Ergebnisse haben dazu geführt, das die Anleger ihre Vertrauen in den deutschen Branchenprimus offensichtlich verloren haben. Und auch wenn die Bank bemüht ist Ihre Altlasten nach und nach abzubauen, tauchen immer wieder neue Verdachtsmomente auf, die den Titel einfach nicht zur Ruhe kommen lassen. Zuletzt dürfte die öffentliche Diskussion um das „merkwürdige“ Goldpreis Fixing der letzten Jahre wohl erneut das Anlegervertrauen auf eine harte Probe gestellt haben. Konkrete Erkenntnisse gibt es hier bislang noch nicht, aber alleine der Verdacht dürfte ausreichen um Anleger erneut deutlich vorsichtiger werden zu lassen. Die kürzlich erfolgte Einigung mit den Kirch-Erben ist da eher nur eine unbedeutende Randnotiz.

DB Chart mit Trends Analyse

Die ganze Misère der Deutschen Bank lässt sich natürlich auch am Aktienkurs ablesen. Der zuletzt gestartete Ausbruchsversuch nach oben sah vielversprechend aus, hat sich aber letztlich als Bullenfalle entpuppt. Spätestens beim Rückfall unter die hier eingezeichneten grünen Linien hätte man also die Reißleine ziehen sollen, um das weitere Geschehen erst einmal in Ruhe zu analysieren. Heut befindet sich die Aktie inzwischen nun in einer, aus charttechnischer Sicht, äusserst gefährlichen Situation. Frei nach dem Motto: „Was nicht steigen will fällt irgendwann“ droht der DB Aktie nun der Abstieg in deutlich tiefere Regionen, wenn das aktuelle Niveau nicht gehalten werden kann.

DB Chart kurzfristig

Deutlich zu erkennen ist die in beiden Charts eingezeichnete rote Abwärtstrend Linie, die nun auf den längerfristigen Aufwärtstrend (ebenfalls rot) trifft. Das legt nahe, dass hier in Kürze eine Entscheidung anstehen sollte, die das charttechnische Bild in den kommenden Monaten bestimmt. Ein Unterschritten des Aufwärtstrends, wie zuletzt gesehen, ist ein erstes deutliches Warnsignal. Gelingt es nun also nicht die Aktie über dieser Linie zu stabilisieren und den kurzfristigen Abwärtstrend zu überwinden, dann droht Ungemach. Die blaue Unterstützungslinie bei 33,60 Euro, an der die Aktie zuletzt immer wieder nach oben drehen konnte, bietet dann die letzte Unterstützung und sollte unbedingt beachtet werden. Eine weitere Unterstützung stellt die hier eingezeichnete schwarze Linie dar, die momentan bei ca. 34,- Euro verläuft.

Die Aktie notiert zudem gerade an der 200-Tage-Linie was sich nun entweder unterstützend auswirken sollte, oder bei einem Unterschreiten ein zusätzliches und deutliches Verkaufssignal liefert. Eine durchaus mögliche Klage gegen die Deutsche Bank wegen des Verdachts auf Manipulation des Goldpreises, dürfte also zur Unzeit kommen und könnte dramatische Auswirkungen auf den Aktienkurs haben. Unbedingt beobachten!

Commerzbank – wird jetzt der Bogen endgültig überspannt?

Jüngsten Berichten zufolge bereitet die Commerzbank erneut eine Kapitalerhöhung vor. Nachdem im heutigen Handel zunächst durchaus Freude bei den Anlegern über den geplanten Verkauf eines Immobilienpaketes der Eurohypo aufkam, sackte der Aktienkurs der Commerzbank im späten Handel deutlich ab. Grund für den Kursrutsch sind Berichte über eine mögliche Kapitalerhöhung bei der zweitgrößten deutschen Bank. Das Institut habe demnach die Konkurrenten Deutsche Bank und UBS mit der Vorbereitung des Schritts beauftragt, berichtet das „Manager Magazin“ heute unter Berufung auf Finanzkreise. Die Commerzbank war zu einer Stellungnahme nicht bereit.

Die Höhe der geplanten Maßnahme bleibt damit ebenso offen wie der mögliche Zeitpunkt einer solchen Kapitalmaßnahme. Dennoch gehen Marktbeobachter von einem Kapitalschritt in Höhe von ca. 10 Prozent aus, was ungefähr 700 bis 800 Millionen Euro entsprechen würde.

Vielen leidgeprüften Commerzbank Aktionären dürfte nach diesen Berichten nun allmählich auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung abhanden kommen. Denn, sollte diese neue Kapitalerhöhung kommen, wird der Aktienkurs noch einmal entsprechend verwässert. Der heutige Kursrutsch ist umso dramatischer, da die Aktie zuvor gerade mal wieder auf dem Wege der charttechnischen Besserung war. Das zuletzt hier genannte Kursziel von 1,35 Euro gerät damit kurzfristig in Reichweite. Die Chance auf deutliche Kurssteigerungen bis in den Bereich über 2,- Euro oder gar 3,- Euro kann man damit dann wohl für längere Zeit begraben. Man darf somit gespannt sein ob sich die heutigen Berichte kurzfristig bestätigt werden…

Nokia verkaufen – Kursrutsch und kein Ende?

Auf meinen letzten Artikel zur Nokia Aktie gab es ein paar empörte Kommentare von einigen Lesern, die grundsätzlich anderer Meinung waren. Und natürlich freue ich mich immer über solche Meldungen die eine Diskussion hier im Blog erst möglich machen. Es ging grob gesagt darum dass ich die letzte Präsentation von Nokia auf der Mobilfunkmesse MWC, Mobile World Congress in Barcelona durchaus skeptisch gesehen habe und die vorgestellten Produkte oder Strategien als einigermaßen einfallslos empfunden habe. Den Artikel können Sie > hier < noch einmal nachlesen. Ein paar Tage zuvor habe ich darüber berichtet dass es verschiedene charttechnische Gegebenheiten bei der Nokia Aktie gibt, die darauf hindeuten dass die Aktie eher noch weiter fallen dürfte. Warum die Nokia Aktie weiter fallen dürfte können Sie ebenfalls hier im Blog noch einmal nachlesen. Den passenden Chart vom 21.02.2013 habe ich Ihnen hier noch einmal „beigelegt“:

Nokia Chart 6 Monate

Gestern nun hat die Deutsche Bank das Kursziel für Nokia, nach eben dieser Veranstaltung in Barcelona, von 1,50 auf 1,80 Euro angehoben, die grundsätzliche Einstufung aber weiterhin auf „Sell“ belassen. Die Begründung ähnelt meiner in einigen Punkten sehr, was mir grundsätzlich bestätigt dass meine Deutungen der letzten Nokia Präsentation nicht so falsch gewesen sein können… „Die Finnen seien immer noch stark im schrumpfenden Billighandymarkt engagiert und kämpften im boomenden Smartphone-Geschäft gegen eine Flut sehr attraktiver Konkurrenzprodukte“, schrieb Analyst Kai Korschelt in seiner Studie vom Montag. „Aufgrund unerwartet hoher Einsparungen im operativen Geschäft sowie einer positiven Entwicklung der Netzwerk-Tochter NSN erhöhte der Experte dennoch seine Ergebnisschätzungen für 2013 und 2014.“

Nokia Chart Gap Close

Und so sieht der Nokia Chart heute aus…Die Kurslücke wurde geschlossen, die Aktie ist damit aber unter den Aufwärtstrend getaucht, was grundsätzlich zur Vorsicht mahnt. Der Zielkurs der Deutschen Bank Analysten von 1,80 Euro liegt noch ein ganzes Stück unter meinem. Regelmäßige Investors Inside Leser wissen dass ich bereits seit Monaten eine entsprechende Order im System habe. Dennoch ist auch das von der Deutschen Bank geschilderte Szenario durchaus denkbar, wenn die Aktie nicht wie geplant spätestens im Bereich um die 2,45 Euro wieder nach oben dreht. Bis auf eine kleine Unterstützung bei ca. 2,- Euro wäre dann – zumindest aus charttechnischer Sicht – Luft nach unten bis auf 1,80 Euro.

Ich persönlich gehe momentan davon aus, dass nun – nachdem das Gap mustergültig geschlossen wurde – allmählich wieder etwas Ruhe in den Aktienkurs kommt. Ich halte es aber auch nach wie vor für wahrscheinlich, dass erst einmal alle Zittrigen wieder aus der Aktie gespült werden müssen, bevor es aufwärts gehen kann. Wie schon in den letzten Artikeln erwähnt gilt es hier noch die Stopp-Loss-Marke zu erreichen, die von Börsenmagazinen empfohlen wurden. Bleiben Sie also vorsichtig, und beobachten Sie in den kommenden Tagen sehr aufmerksam was hier passiert! Für heute rechne ich zunächst einmal damit, dass der Aufwärtstrend noch einmal von unten getestet wird, bevor die eigentliche Entscheidung über die weitere Richtung der Aktie fällt.

Fettes Minus bei der Deutschen Bank…!

Es hatte wohl niemand mit richtig guten Zahlen bei Deutschlands größtem Bankhaus gerechnet, aber was die Deutsche Bank heute abgeliefert hat dürfte dem ein oder anderen Analysten wohl doch sauer aufstoßen. Der Verlust im abgelaufenen Quartal beläuft sich auf 2,1 Milliarden Euro. Nicht nur die Höhe sondern auch der Grund der Sonderbelastungen die die DB im letzten Quartal verbucht hat sind dabei durchaus bemerkenswert. Insgesamt wurde das Ergebnis alleine durch die diversen Rechtsstreitigkeiten (und davon gibt es ja auch weiterhin genug!) um eine Milliarden Euro belastet. Sonstige „Sonderbelastungen“ wie die Kosten für die Umstrukturierung des Bankhauses oder auch des Skandals um manipulierte Referenzzinsen beliefen sich demnach auf weitere 1,9 Milliarden Euro.

Über das Jahr gesehen brach der Gewinn der Deutschen Bank damit um satte 85 Prozent, auf nur noch 655 Millionen Euro ein. Auch die Investmentbank fuhr im abgelaufenen Quartal einen Verlust ein, was ich angesichts des hervorragenden Quartals an den Börsen ebenfalls bemerkenswert finde. Die ohnehin schwächelnde Vermögensverwaltung blieb ebenfalls weiterhin ein Verlustbringer für Deutschlands größtes Bankhaus.

Viele der  heute sehr teuren „Problemfälle“ und Rechtsstreitigkeiten hat Anshu Jain wohl zu einem gewissen Teil direkt mit zu verantworten, da viele Prozesse in seinen ehemaligen Bereich, das Investmentbanking fallen. Ob mit diesem Quartalsergebnis nun aber schon alle Altlasten aufarbeitet wurden, wage ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Ich bleibe aber angesichts der Fülle von Verfehlungen und schwebenden Ermittlungen auch für die kommenden Quartale eher skeptisch. Der Imageverlust durch die verschiedenen Skandale sollte aus meiner persönlichen Sicht nicht unterschätzt werden.

Die beiden Vorstände Jain und Fitschen versprachen den Anlegern heute dennoch eine Dividende in gewohnter Höhe von 75  Cent, um die Anteilseigner weiterhin bei Laune zu halten. Aus meiner Sicht ein weiterer Schritt in die falsche Richtung..! Ob das am Ende reichen wird, um die Aktie auf dem aktuellen Niveau zu halten, bleibt noch abzuwarten. Nach dem heutigen Quartalsergebnis habe ich mein erwartetes Kursziel für die DB Aktie nun von 34 auf 32,50 Euro weiter reduziert – auch wenn der Markt heute Morgen offensichtlich anderer Meinung ist! Die Aussichten dass die DB nun doch erst einmal ohne Kapitalerhöhung ausommen will, reicht manchen Anlegern offenbar.

…Was ist nur aus den guten alten und völlig überzogenen Renditeversprechen Josef Ackermanns geworden?

Commerzbank, Daimler und Peugeot im Chartcheck – ausgebrochen und bestätigt!?

Ich habe heute nicht allzu viel Zeit zum Schreiben, dennoch möchte ich ein kurzes Markt- oder Trading Update zu den interessantesten Werten des Tages veröffentlichen:

Allen voran wären da wohl die beiden deutschen Bankentitel der Commerzbank und Deutschen Bank zu nennen, die heute davon profitieren dass die BaFin angekündigt hat die Boni der Banker in Zukunft strenger reglementieren, bzw. kürzen zu wollen. Das würde sich natürlich auch deutlich positiv auf die Ergebnisse der Banken auswirken, und wird somit heute schon eingepreist. Zudem profitieren die Aktien heute von den  Zugeständnissen der Bankenaufsicht zum Aufbau von Liquiditätsreserven. Die Commerzbank Aktie ist mit der heutigen Bewegung endlich nach oben ausgebrochen…schwächelt aber schon wieder. Ich traue dem Braten nicht!

CoBa Chart Ausbruch

Bei Daimler beflügelt heute die Meldung, dass der chinesische Staatsfonds sich mit 4 bis 10 Prozent an dem Unternehmen beteiligen will, den Aktienkurs. Nach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor Aabar aus Abu Dhabi  wäre der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) sicherlich ein guter Ersatz. Die Aktie der Stuttgarter hat mit der heutigen Kursbewegung nun die erste wesentliche Hürde genommen um aus der seit 2 Jahren bestehenden Keil-Formation nach oben auszubrechen. Endgültig bestätigen würde sich dies aber erst oberhalb von 47,50 Euro!

Daimler Chart Ausbruch aus dem Mega Keil

Unser spekulativer Trading Tipp vom Dezember ist voll aufgegangen! Die Peugeot Aktie kann heute noch einmal um über neun Prozent zulegen und notiert aktuell bereits 52 Prozent höher als am Kauftag nach unserem Newsletter damals. Einen konkreten Grund für den heutigen Anstieg konnte ich bislang nicht erkennen, es dürfte sich aber weiterhin um Spekulationen auf eine baldige Unterstützung des Konzerns durch die französische Regierung handeln. Der Chart sieht klasse aus…nächstes Kursziel und die entscheidende Hürde liegen bei 7,28 Euro. Unbedingt dabei bleiben!

Peugeot Aktie Chart

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in die Woche…!

DAX 8.000 wir kommen? – Bayer, Linde, Merck, VW, Deutschen Bank und ThyssenKrupp im Fokus

Wieder einmal liegt ein etwas turbulenter Wochenstart hinter uns, der die Besonderheiten dieses Marktes erneut deutlich offenbart hat. Die Aufregung um eine mögliche Rückkehr Berlusconis an die Spitze der italienischen Regierung scheint aber nun erst einmal wieder verflogen zu sein. Natürlich sollte man diese Entwicklungen in Italien nun wieder etwas genauer im Auge behalten, um nicht irgendwann im Frühjahr des Jahres 2013 böse überrscht zu werden, aber aus meiner persönlichen Warte stellt das eher persönlich motivierte Ansinnen von Herrn Berlusconi (noch) keine ernsthafte Bedrohung für die Märkte oder den Heilungsprozess des italienischen Haushaltes dar. So hat es dann wohl auch der Markt gestern nach anfänglicher Schockstarre gesehen… In den USA konzentriert man sich weiterhin eher auf die hauseigenen Probleme. Noch immer gibt es keine Einigung, die eine Lösung bei der Vermeidung des sogenannten Fiscal Cliff erkennen lassen würden. Sicherlich ist dies auch ein wesentlich bedeutenderes Ereignis für die Märkte als eine mögliche Rückkehr Bunga Bunga´s…!

Trotz der immer knapper werdenden Zeit, um eine Lösung für den künftigen US Haushalt zu finden, präsentieren sich die Märkte weiterhin sehr stabil. Unterm Strich hat sich das große Bild damit wieder deutlich hin zu einem positiven Trend verändert. Der DAX konnte neue Jahreshöchststände ausbilden und ist eindeutig aus der seit Ende August bestehenden Seitwärtsbewegung ausgebrochen. Die nächste und letzte Hürde, die es nun noch zu überwinden gilt ist die runde Marke von 7.600 Punkten, dann wäre der Weg theoretisch frei bis zu den alten Höchstständen bei 8.157 aus dem Jahr 2007. Allerdings wird dies nur gelingen wenn auch die US Indizes weiterhin mitspielen, wie ich > hier < skizziert hatte.  Der MDax konnte gar jetzt schon ein neues Allzeithoch markieren!

Mit dem Anstieg des der deutschen Indizes auf neue Höchststände geraten viele Fondsmanager und Vermögensverwalter nun endgültig gewaltig unter Druck. Wir können heute wohl davon ausgehen dass der DAX am Ende dieses Jahres 2012 eine hervorragende Performance hingelegt haben wird. Viele institutionelle Investoren, die sich an dieser Benchmark messen lassen müssen, sind aber immer noch nicht ausreichend positioniert -was wohl insbesondere bei den großen Versicherungsgesellschaften mal wieder der Fall sein dürfte. Spätestens zum Jahresende erwarten Fachleute somit nun noch einmal eine Welle der Depotbereinigung (Window Dressing), die auch in den kommenden Wochen bei den guten Werten des Jahres für Unterstützung sorgen sollte. Die Underperformer 2012 hingegen werden wohl auch weiterhin verkauft.

Im Dax stehen die Favoriten für einen solchen Jahresendspurt somit wohl fest. Aktien wie die von Bayer, Linde, Merck und VW, aber auch die der Deutschen Bank sollten allesamt einen guten Jahresausklang erleben. Alleine schon eine weiterhin gute Performance der genannten DAX Schwergewichte würde auch ausreichen um den Index weiterhin in die Höhe zu treiben. Von Analysten neu herumgereichte Kursziele von 8.000 Punkten oder gar mehr, sind aus meiner persönlichen Sicht nun auf Sicht von einigen Wochen nicht mehr unrealistisch…!

Im Fokus der Anleger stehen in dieser Woche sicherlich auch die Aktien der ThyssenKrupp AG. Heute wird das Unternehmen nun endlich die Zahlen für das zurückliegende Quartal vorlegen. Ich persönlich gehe nicht unbedingt davon aus dass wir Anleger hier mit positiven Überraschungen rechnen können – um es mal vorsichtig auszudrücken! Neben den bekannten Problemen in Nord- und Südamerika kämpft der größte deutsche Stahlkocher auch noch mit einer spontanen Umstrukturierung des Vorstandes und einem Skandal bezüglich jahrelanger Preisabsprachen im Schienengeschäft. Vorstandschef Heinrich Hiesinger versucht diesem ganzen Sumpf nun entschlossen entgegen zu treten, was sicherlich auch gut ist! Die Folgen all dieser Ereignisse werden sich aber wohl noch etwas länger in den Bilanzen des Konzerns widerspiegeln. Die Zahlen werden es zeigen. Ich warte hier weiterhin ab!

Am Mittwoch beginnt die letzte FED Sitzung des Jahres,  von der sich die Anleger nun neue Erkenntnisse  über die Fortführung oder gar Aufstockung der Operation Twist erwarten. Eigentlich würde diese geldpolitische Maßnahme nun zum Jahreswechsel auslaufen. An den Finanzmärkten wird aber fest damit gerechnet, dass Zentralbankchef Ben Bernanke das Stimulierungsprogramm durch eine weitere Finanzspritze ersetzen wird. Sicherlich ist diese Entscheidung, neben dem ganzen Gerangel um die Fiscal Cliff, eine der wichtigsten, die den weiteren Weg der Märkte in den kommenden Wochen beeinflussen wird. Um den Mittwoch herum kann es also noch einmal zu leichten Turbulenzen am Aktienmarkt kommen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass wir erneut eine freundliche Börsenwoche erleben werden.

Dennoch gibt es auch ein paar Faktoren die ich eher negativ werten würde. Hier ist Vorsicht geboten, bzw. sollte intensiv beobachtet werden wie sich die hier genannten Faktoren kurzfristig entwickeln. Noch immer sind die getätigten Börsenumsätze sehr gering. Der Volatilitäts-Index, VIX oder auch das „Angstbarometer“ genannt notiert hingegen auf dem niedrigsten Stand seit langem, was inzwischen auf eine gewisse Sorglosigkeit der Anleger schließen lässt. Das ist ehrlich gesagt etwas beunruhigend! Der Goldpreis gibt, trotz der eigentlich saisonal bedingt positiven Muster, weiterhin nach oder tendiert zumindest schwach, und der Ölpreis, der ebenfalls zu dieser Jahreszeit eher anziehen sollte, war einer der großen Verlierer der letzten Woche. Insgesamt bleibt uns also das bereits seit Monaten bestehende verzerrte Bild der Märkte weiterhin erhalten. Dementsprechend vorsichtig sollte man nach wie vor agieren.

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Commerzbank Aktie mit neuem Kursziel bei 1,655 Euro – Deutsche Bank Aktie bestätigt den Ausbruch

Die Commerzbank Aktie folgt ebenso wie der große Bruder, die Aktie der Deutschen Bank, unbeirrt weiter dem vorherrschenden Trend. Gestern hatte ich Ihnen ja bereits die aus meiner Sicht aussergewöhnlich bullishe Situation bei der Deutschen Bank Aktie hier im Blog geschildert. Daran konnten auch die negativen Analystenkommentare von JP Morgan heute nicht viel ändern. Die Deutsche Bank Aktie ist ausgebrochen, das nächste Kursziel liegt bei 39,50 Euro, respektive 40,- Euro. Näheres dazu können Sie >hier< noch einmal nachlesen. Die für die meisten Leser unseres Blogs aber noch spannender Frage ist nach wie vor, wohin die Reise bei der Commerzbank Aktie gehen könnte. Dazu habe ich Ihnen heute folgenden aktualisierten Chart mitgebracht: (zum Vergrößern einfach 2 x auf den Chart klicken)

 

 

Zuletzt habe ich hier folgendes zur Commerzbank Aktie am vergangenen Montag zum besten gegeben: „Die Commerzbank Aktie knabbert aktuell gerade an der so wichtigen Marke von 1,496 Euro. Diese gilt es nun zu überwinden nachdem zuvor bereits die Widerstandszone zwischen 1,465 und 1,48 Euro genommen werden konnte. Gelingt nun auch noch der weitere Anstieg bis über die nächste Widerstandslinie bei 1,516 Euro wäre der Weg frei bis zum noch offenen Gap zwischen 1,55 und 1,562 Euro. Hier verläuft zusätzlich noch das 23,60er Fibonacci Retracement, weswegen ich der Aktie einen Test dieser Marke in nächste Zeit eine hohe Wahrscheinlichkeit einräumen würde.“ (Artikel vom 15.10.2012 )

Heute befindet sich die Commerzbank Aktie bereits über der letzten nennenswerten Hürde bei 1,586 Euro. Gelingt es nun diese Marke auch noch auf Tagesschlussbasis zu überwinden steht einem Test des letzten Hochs aus charttechnischer Sicht nichts mehr im Wege. Damit ist das nächste Kursziel bei 1,655 Euro klar definiert. Die eigentlich spannende Frage ist aber wohl was danach passieren wird. leider kann ich Ihnen diese zu diesem Zeitpunkt auch nicht seriös beantworten, ich räume der Aktie aber ,in dem gegebenen Umfeld, die Fähigkeit zu einen Bruch des letzten Hochs ein. Die weiteren Kursziele lägen dann bei 1,79 und 1,996 Euro bevor irgendwann das Januar-Hoch bei 2,20 Euro in Angriff genommen werden kann.

Lange Rede kurzer Sinn. The trend is your friend, auch bei der Commerzbank Aktie. Der Ausbruch und der weitere Anstieg der Deutschen Bank Aktie, ebenso wie das freundliche Umfeld für Finanztitel in den USA dürften die CoBa Aktie weiterhin mit nach oben ziehen. Schlechte Nachrichten sind in nächster Zeit hier nicht zu erwarten. Bis zur Vorlage der Quartalszahlen und der Präsentation der neuen Strategie der Bank am 8. November hat die Aktie jetzt aus charttechnischer Sicht Rückenwind, natürlich immer vorausgesetzt dass der Gesamtmarkt freundlich bleibt…!

Conti leidet unter Nokian und Delticom – Merrill Lynch, Deutsche Bank, Lampe und Morgan Stanley bleiben positiv

Ich bin etwas verwundert darüber dass die Nachrichten, die unter anderem auch die Continental Aktie kurzzeitig zu Fall brachten immer noch nicht wirklich wahrgenommen werden. Deswegen möchte ich das hier kurz nachholen um Sie auf dem Laufenden zu halten. Nicht nur die negativen Acea-Zahlen und die Aussagen zu der Entwicklung bzw. dem Automobilabsatz in Europa dürfte für den Kurssturz von über 5 Prozent verantwortlich gewesen sein, sondern viel eher die Meldung des finnischen Mitbewerber Nokian Tyres. Dieser hatte am Dienstag gewarnt, dass der operative Gewinn im zweiten Halbjahr unter dem des Vorjahres liegen werde. Die Nokian Aktien brachen daraufhin um über 11 Prozent an der Heimatbörse ein und lösten eine wahre Flut von Kursstürzen bei nahezu allen namhaften Reifenherstellern aus. Ebenso wie bei Conti gaben auch die Aktien von Pirelli kurzzeitig deutlich nach.

Auch der Online Reifenhändler Delticom hatte heute nicht viel Gutes zu verkünden. Demnach ist der Umsatz wegen des schleppenden Winterreifen Geschäftes um stolze 12 Prozent auf Jahresbasis eingebrochen. Es konnten nun noch 87,2 Millionen Euro im letzten Quartal und damit 280,4 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres umgesetzt werden. Wesentlich dramatischer schlug sich diese Veränderung bei der operativen Marge des Unternehmens nieder. Statt der gewohnten 9,5 Prozent Ebit Marge sank die operative Rendite nun auf nur noch 4,9 Prozent. Die im Sommer bereits gesenkte Jahresprognose musste nun erneut gekappt werden…

Inzwischen hat sich der Continental Aktienkurs wieder etwas erholt, notiert aber immer noch unweit des letzten Tiefs. Wichtig wäre jetzt dass das vorangegangene Tief bei 77,- Euro, das nun unterschritten wurde, kurzfristig wieder überschritten werden kann um den charttechnischen Schaden einigermaßen in Grenzen zu halten. Aus meiner Sicht ist der jüngste Kursverlauf deutlich überzogen gewesen, denn schließlich besteht Continental schon lange nicht mehr nur aus dem Reifengeschäft. Wie wir alle wissen hat Conti in den letzten Quartalen hervorragende Zahlen geliefert. Ich gehe weiterhin davon aus dass das Unternehmen auch bei der nächsten Vorlage der Geschäftszahlen eher positive überraschen wird. Conti Chef Elmar Degenhart sieht sein Unternehmen weiterhin auf Kurs und hat diese Annahme gestern noch einmal bestätigt..

Die Analysten von Merrill Lynch haben das Kursziel für die Continental Aktie kürzlich bei 88,- Euro taxiert, die Deutsche Bank erwartet dass der Aktienkurs noch in den dreistelligen Bereich vordringen kann und bestätigte das Kursziel von 100,- Euro, ebenso wie das Bankhaus Lampe das Kursziel von 105,- Euro. Gestern hat Morgan Stanley den Conti Aktienkurs auf 98,- Euro taxiert. Diese positive Grundstimmung unter den Analysten sollte den Aktienkurs weiterhin stützen…!

Commerzbank, Deutsche Bank – kommt nun der finale Squeeze?

Die Commerzbank Aktie konnte in den letzten Handelstagen kräftig zulegen. Am Freitag konsolidierte der Titel dann auf hohem Niveau und musste vom Höchstkurs bei 1,636 Euro einen Teil der Gewinne wieder abgeben. der Schlusskurs lag bei 1,595 Euro und damit über der wichtigen nächsten Hürde von 1.582 Euro. Soweit ist also nach wie vor alles in Butter. Unser geschildertes Szenario hat somit weiterhin Gültigkeit. Nachdem davon auszugehen ist dass sich die steigenden Kurse noch bis zum Ende der nächsten Woche fortsetzen werden, besteht weiterhin die Möglichkeit eines entsprechenden Short Squeeze bei der CoBa Aktie. Die kleine Verschnaufpause darf somit nicht überbewertet werden. Bankaktien weltweit gehören nach wie vor zu den Gewinnern der jüngsten Entwicklungen am Kapitalmarkt. Zwar hat die Dynamik inzwischen etwas nachgelassen, der Trend ist aber absolut intakt. Ein Blick an die amerikanischen Börsen bestätigt diese These…

Sehr entscheidend für die weitere Entwicklung bei der Commerzbank Aktie dürfte nun in der kommenden Woche das Überwinden der Marke von 1,645 Euro werden. Gelingt dies ist zumindest ein kurzfristiger Test des Widerstandes bei 1,74 Euro zu erwarten. Kann auch diese Marke überwunden werden ist der Weg bis zur 2,- Euro Marke, oder gar 2,20 Euro frei. Natürlich besteht grundsätzlich auch die Gefahr dass die Bären noch einmal versuchen werden das Ruder bis zum Verfallstag am Freitag rum zu reißen. Das sollte nicht vergessen werden! Aber genau hier liegt eben auch die Chance auf weitere deutliche Kursgewinne, wenn sich die Bullen durchsetzen. Denn dann werden wohl noch einige Investoren ihre schief liegenden Positionen bis Freitag eindecken müssen.

Nicht minder spannend ist die Ausgangslage bei der Deutschen Bank Aktie. Wie erwartet ist die Aktie ausgebrochen und konnte die wichtige Hürde bei 33,50 Euro am Freitag zum Handelsschluss überwunden werden. Hier ist der Weg nun aus charttechnischer Sicht frei bis zunächst 35,40 Euro. Danach wären erst die Widerstandsmarken bei 37,75 Euro, 38,50 Euro und 40,- Euro relevant. Auch bei der Deutschen Bank Aktie dürfte die Short Quote immer noch relativ hoch sein. Der anstehende Hexensabbat könnte der Aktie also noch einmal einen deutlichen Schub verleihen.

Insgesamt kommt auch die neue Strategie der beiden Führungsspitzen Fitschen und Jain bei den Anlegern gut an. Der deutsche Branchenprimus hat sich nun entschlossen künftig durch Transparenz für neues Vertrauen bei den Anlegern zu werben. Die Umsetzung der geplanten Kürzungen der Boni sollte sich zudem deutlich positiv in den künftigen Bilanzen des Konzerns auswirken. Die jüngsten Meldungen über die Prüfung eines Ausstiegs aus der Spekulation mit Lebensmitteln hingegen sind aus meiner Sicht eher nicht vertrauensbildend. Denn letztlich wird dieses Thema bei der DB schon seit Jahren „geprüft“, weitere unkonkreten Aussagen diesbezüglich sind somit wenig glaubhaft. Man darf also durchaus gespannt sein ob sich auch die Deutsche Bank irgendwann durchringen kann auf diesen Teil der Geschäfte zu verzichten. Dem Image der Bank würde es sicherlich gut tun, und das es möglich ist hat…die Commerzbank ja bereits vorgemacht!

Commerzbank und Deutsche Bank vor kräftigem Kursschub?

Heute gilt es – der ESM wird in Karlsruhe gegen 10:00Uhr wohl durchgewunken. Ich persönlich rechne nicht damit dass es nach der höchstrichterlichen Entscheidung zu größeren Störfeuern an der Börse kommen wird, obwohl diese inzwischen so gut gelaufen sind das auch mal wieder ein Rücksetzer verkraftbar wäre. Somit bleibt mein persönliches Fazit: Auch wenn die Abweisung der Klagen durch das Bundesverfassungsgericht höchstwahrscheinlich nur unter gewissen Auflagen, wie beispielsweise einer Haftungsobergrenze, erfolgen wird, so ist der 12.09.2012 doch ein historischer Tag für Europa, Deutschland und insbesondere für die Bankenwelt. Der ESM verbunden mit der Zusage der EZB die Staatsanleihen der angeschlagenen Südländer aufzukaufen, ist sozusagen ein Freibrief für die Geldinstitute ihre riskanten Staatspapiere stets zu vernünftigen Kursen abladen zu können. Aus deutscher Sicht ist diese Konstellation eine mittlere Katastrophe, aus Sicht eines Bankaktionärs eher erfreulich.

Die deutschen Banken haben schon einen Teil dieser Vorfreude auf das eigentliche Ereignis bereits vorweg genommen, ein entsprechender amtlicher Beschluss könnte aber noch einmal einen kräftigen Schub für die Aktienkurse der Deutschen Bank und auch der Commerzbank bedeuten. Während sich der Branchenprimus gestern neu erfunden hat arbeitet die Commerzbank ebenfalls zügig weiter an der eigenen Restrukturierung. Diese Bemühungen sollten vor dem Hintergrund einer für Banken positiven Entscheidung aus Karlsruhe hoffentlich auch danach fortgeführt werden…

Aber kommen wir kurz zur Ausgangslage beider Aktien vor der ESM Entscheidung: Die Deutsche bank Aktie konnte gestern kräftig zulegen und nähert sich heute einer weiteren entscheidenden Marke in einem überzeugenden Aufwärtstrend. Bei 33,50 Euro wartet der Widerstand auf das Papier, den es heute zu überwinden gilt. Sollte dies gelingen wäre ein weiterer Anstieg bis auf 35,40 Euro und später 37,75 Euro wahrscheinlich. Achten Sie also auf die Marke von 33,50 Euro!

Die Commerzbank Aktie ist weiterhin geradezu mustergültig unterwegs. Nach dem kleinen Ausflug gestern früh unter die Marke von 1,40 Euro, an dem die Bären noch einmal versucht haben das Ruder rum zu reißen, ging es danach steil und stetig bergauf für die Aktie. Mit einem Schlusskurs von 1,469 Euro wurde nun auch unser zweites Kursziel von 1,465 Euro klar überschritten. Die nächste Chartmarke, die bereits heute erreicht werden könnte, ist nun bei 1,582 Euro aktiv, was zudem deutlich über der 200-Tage Linie liegt. Diese verläuft bei ca 1,525 Euro. Bereits ein Sprung darüber wäre heute schon ein wesentlicher Schritt auf dem weiteren Weg der CoBa Aktie, denn damit ist die Bodenbildung nun wohl endgültig abgeschlossen. Das aktuelle Kursniveau von 1,47 Euro ist zudem ein hervorragendes Ausgangsniveau für einen kräftigen Short Squeeze, wie ich Ihnen ja bereits geschrieben hatte. Mein persönliches Kursziel in den kommenden Tagen (oder Stunden) bleibt bei 1,65 Euro. Spätestens da werde ich mich zu der Aktie erneut bei Ihnen „melden“.

Commerzbank und Deutsche Bank – Ausbruch !

Die mit Spannung erwartete EZB Sitzung ist heute so ausgefallen wie erwartet. Der EZB Rat hat Maria Draghi grünes Licht für unbegrenzte Anleihekäufe der kriselnden Euro Länder gegeben und löste damit heute ein Kursfeuerwerk aus. Insbesondere profitieren konnten von dieser Entwicklung die Bankaktien, da sich deren Situation nun vorerst deutlich entspannt hat. Die Commerzbank Aktie macht heute einen Satz auf 1,31 Euro. Damit notiert die Aktie der zweitgrößten deutschen Privatbank über der enorm wichtigen charttechnischen Hürde von 1,30 Euro. Ob dieses Kursniveau heute gehalten werden kann bleibt aber erfahrungsgemäß erst einmal abzuwarten. Ich denke aber die Chancen stehen nicht schlecht dass es nun endlich zum nachhaltigen Befreiungsschlag bei der Commerzbank Aktie kommen kann. Nächste Kursziele wären dann die Marke von 1,38 und 1,465 Euro.

Viel wichtiger als der kurzfristige Kursanstieg könnte aber die Erkenntnis der Anleger sein dass sich die Situation der Banken Europas seit heute deutlich verbessert hat. Offensichtlich sehen institutionelle Investoren dies ebenso, denn laut Orderbuch haben wir heute einen deutlichen Überhang auf der Nachfrageseite. Die Situation bei der Deutschen Bank Aktie ist ähnlich und aus charttechnischer Sicht mindestens genauso interessant. Gelingt es heute oder in den nächsten Tagen die Aktie zum Handelsschluss über das letzte Hoch bei ca. 29,45 Euro zu hieven wäre der Ausbruch perfekt. Nächste Kusrziele liegen dann bei 31,70 und 33,50 Euro.

 

Fazit: Beide Aktien haben heute ein frisches und sehr kräftiges Kaufsignal generiert. In den US Indizes werden gerade neue Höchststände erreicht. Gelingt dort der Ausbruch (S&P 1.428 Punkte) dann besteht eine realistische Möglichkeit das wir demnächst deutlich steigende Börsen erleben werden. Morgen könnte somit also schon der Test der 7.200er Marke beim DAX anstehen. Bei den beiden deutschen Banken dürften wir hier in den kommenden Tagen also weitere Anschlusskäufe sehen. Bei der Commerzbank Aktie wäre dann theoretisch sogar ein kräftiger Short Squeeze möglich. Aber eben nur dann….! Denn, auch wenn ich grundsätzlich positiv eingestellt bin was den weiteren Verlauf der Märkte anbelangt, habe ich in den letzten Monaten zumindest gelernt dass bei der Commerzbank oftmals vieles anders ist als bei anderen Aktien 😉

Trading Update Commerzbank, Deutsche Bank, Jungheinrich, Stada, Vestas, Molycorp, VW uvm.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

Alle anderen Werte haben sich ebenfalls erwartungsgemäß entwickelt. Bankaktien wie die der Deutschen Bank gehörten zu den großen Wochengewinnern. Auch die Commerzbank Aktie arbeitet erneut an einem Ausbruch nach oben. Die 38 Tage Linie spielt dabei offensichtlich eine tragende Rolle und hat zuletzt mehrfach als Boden fungiert. Der Knoten bei der zweitgrößten deutschen Privatbank könnte nun mit der Rede von Mario Draghi am kommenden Donnerstag endgültig platzen. Denn unbegrenzte Anleihekäufe der Euro Krisenstaaten würden viele Unsicherheiten bei der Aktie beseitigen. Zudem arbeitet die Konzernführung weiterhin mit Hochdruck daran die Bank weiter zu verschlanken und künftig effizienter und weniger anfällig zu machen. Sicherlich werden dies Änderungen kurzfristig keine Wunder bewirken, aber die eingeschlagene Richtung stimmt.

Gold- und Silberaktien gehörten ebenfalls zu den großen Gewinnern der abgelaufenen Woche. Sehen sie sich die Charts von Barrick Gold, Goldcorp, Kinross, Iamgold, Hecla Mining & Co. etwas genauer an. Hier wurde bei nahezu allen Werten ein Ausbruch aus den seit Monaten bestehendenTrendformationen nach oben geschafft. Ich habe Ihnen exemplarisch für die Branche mal den Chart des GDX oben eingefügt. Ob dieser Ausbruch gehalten werden kann, oder die Aktien noch einmal in Ihre Trend zurück fallen werden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Zusammenfassend bleibt aber festzuhalten dass es deutlich schlechtere Setups gibt und das Risiko nach unten momentan überschaubar zu sein scheint. Der Kursverlauf bei den Aktien aus diesem Sektor hat zudem Signalwirkung – der Markt spekuliert offensichtlich weiterhin auf eine baldige Intervention der Notenbanken. Und somit kommen wir zu den letzten beiden Sektoren den ich heute gerne besprechen möchte…

Rohstoffaktien, sollten eigentlich auch von einer möglichen Lockerung der Geldpolitik profitieren können. Die Flutung des Marktes mit frischem Geld hat traditionell zur Folge dass Rohstoffaktien im Allgemeinen, ebenso wie Gold- und Silber Aktien im Speziellen, deutlich zulegen können. Bislang ist aber bei Rohstoffwerten eher das Gegenteil der Fall (siehe Chart 1 Year Performance weiter unten), was man durchaus noch als Kontraindikation betrachten kann. Allerdings muss man dazu sagen dass im Gegensatz zu Gold die Rohstoffpreise zuletzt deutlich unter Druck waren, was wiederum bereits im letzten Quartal auf die Gewinnmarken der großen Rohstoffkonzerne gedrückt hat. Fachleute gehen aber davon aus dass wir bis zum Jahresende noch eine kräftige Erholung bei den meisten Rohstoffwerten sehen werden. Ich sehe das genau so, ohne jetzt auf die einzelnen Faktoren bei der Preisentwicklung eingehen zu wollen. Zudem sind einige Rohstoffwerte historisch günstig bewertet und bieten eine ausgezeichnete Dividendenrendite. Allerdings zeigt der Trend noch nach unten, eine Bodenbildung sollte unbedingt abgewartet werden. Wer also auf  diesen Sektor und eine Jahresendrally – ausgelöst durch die Maßnahmen der Notenbanken – setzen möchte der sollte sich bald entsprechend positionieren. Ich werde in Kürze hierzu eine Aktien Analyse auf Investors Inside veröffentlichen..

Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer sind Automobilaktien  in der letzten Woche kräftig unter die Räder gekommen. Im letzten Newsletter hatten ich Sie ja darüber informiert dass ich mit einer kurzfristigen Schwäche rechne. Auch dieser Trend könnte noch ein paar Tage anhalten, bevor er dreht. Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre eine weitere Korrektur um die 5 bis 10 Prozent durchaus noch möglich. Dann allerdings sehe ich mit Blick auf das Jahresende 2012 wieder hervorragende Einstiegsgelegenheiten in dem Sektor. Daimler unter 37,- Euro, BMW unter 55,- und VW Vz bei ca. 132,- Euro wären für mich nun erste Zielmarken um über einen Neueinstieg nachzudenken.

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