Author Archives: Lars

Commerzbank – neue Risiken voraus!

Nun ist es wohl bald soweit – das was viele Anleger nicht glauben wollten, könnte bald Realität werden. Die Aktie der Commerzbank, wird zum Pennystock. Mit dem gestrigen Kursrutsch unter die wichtige Marke von 1,10 Euro wurde der Weg aus charttechnischer Sicht nun frei gemacht um die Commerzbank Aktie in den kommenden Tagen sogar unter die ein Euro Marke zu drücken. Nach der misslungenen Hauptversammlung, in der einige Aktionäre der Konzernführung MartinBlessing/Klaus Peter Müller das Misstrauen ausgesprochen haben, sind nun offenbar alle Dämme gebrochen. Das Papier rutscht heute weiter ab und notiert mit 1,052 Euro noch einmal deutlich unter dem geplanten Ausgabekurs der neuen Aktien, die demnächst in großer Stückzahl auf dem Markt geworfen werden. Die „Last Line of Defense“ bei 1,116 Euro wurde damit deutlich unterschritten!

Der letzte Kursrutsch kommt nun einer Kapitulation des Marktes gleich. Normalerweise kann man bei einer solchen Entwicklung davon ausgehen dass der Aktienkurs sich nach diesem finalen Kursrutsch wieder fangen, oder gar scharf nach oben drehen wird. Auch ein kurzzeitiges Unterschreiten der Ein-Euro-Marke wäre somit eher mustergültig, um noch einmal die letzten Zittrigen abzufischen, bevor es dann wieder aufwärts geht. Im Falle der Commerzbank wäre ich mir da allerdings nicht so sicher. Zumal der geplante Reverse-Splitt durchaus neues Abwärstpotenzial ermöglicht, nachdem er erfolgt ist. Denn, eine Aktie fällt grundsätzlich leichter mal unter eine 10- Euro Marke als unter die alles entscheidende Ein-Euro-Marke! Die Argumentation mag man jetzt vielleicht ein wenig platt finden, beruht aber auf jahrelangen Beobachtungen.

Ich habe in meiner langjährigen Börsenkarriere schon so manchen Reverse-Split erlebt, und darf Ihnen an dieser Stelle berichten dass in den überwiegenden Fällen nur mit einem Ergebnis danach zu rechnen war. Der Kursverfall ging weiter – teilweise sogar deutlich beschleunigt! In manchen Fällen musste bereits nach wenigen Monaten ein erneuter Reverse-Split durchgeführt werden, um zu verhindern dass der Kurs unter eine gewisse Marke rutscht. Nun würde ich natürlich nicht behaupten dass dies auch bei der CoBa so sein muss, aber die psychologische Wirkung eines optisch deutlich höheren Aktienkurses, sollte man nicht unterschätzen…

Eine weitere sehr schlechte Nachricht für den Aktienkurs des zweitgrößten Bankhauses Deutschlands ist an dieser Stelle, dass es nun keinerlei erkennbaren charttechnischen Unterstützungsmarken mehr gibt, an denen man sich orientieren könnte. Die CoBa Aktie betritt mit den heutigen Kursen absolutes Neuland. Wenn nicht einmal mehr die sonst üblichen Parameter für die Handelsprogramme der großen Investmentbanken dieser Welt vorhanden sind, besteht damit die Gefahr dass genau diese Adressen sich demnächst komplett aus der Aktie verabschieden werden. Und aus diesem Blickwinkel ist es herzlich egal ob der Aktienkurs nun bei einem Euro oder zehn Euro steht, denn das Chartbild wird sich auch nach dem Re-Split nicht verändern.

Es bleibt wie es ist, die Commerzbank Aktie bleibt aus meiner Sicht auch weiterhin ein „No Go“. Inzwischen bin ich sogar der Meinung dass selbst kurzfristige Trades hier vorerst nicht nur gefährlich sondern auch äusserst ineffektiv und damit pure Zeitverschwendung sind. Der geplante Reverse-Split birgt aus oben genannten Gründen meiner persönlichen Sicht mehr Risiken als Chancen für die verbliebenen Aktionäre. Ein Neuengagement bei der Aktie sollte somit wohl besser verschoben werden, bis klar ist wie der Markt die Kapitalmaßnahmen bei der CoBa verarbeitet hat. Ab kommendem Mittwoch sollen die zusammengelegten Aktien dann an der Börse gehandelt werden. Die Zahl der ausgegebenen Aktien sinkt damit von gut 5,8 Milliarden Stück auf 583 Millionen Anteilssscheine.

Gold und Silber stürzen ab – Wie weit noch?

Der Markt zeigt wie erwartet in der abgelaufenen Woche signifikante Schwäche. Nicht nur der deutliche Rutsch des Goldpreises am Montag sowie die weiter anhaltende Schwäche bei nahezu allen Rohstoffen mahnen weiterhin zur Vorsicht, sondern auch der Kursrutsch im Dax und die charttechnisch angespannte Situation im S&P 500 sind deutliche Zeichen dafür das sich der grundsätzliche Charakter des Marktes geändert hat. Wie ja bereits in den letzten beiden Newslettern beschrieben bin ich weiterhin in einer eher abwartenden Haltung und sitze auf nahezu 100 Prozent Cash, die ich erst wieder investieren werden wenn die Signale über den tatsächlichen Werdegangs der Indizes in naher Zukunft deutlicher sind.

Am Montag brach der Goldpreis kräftig um über 8 Prozent ein, den passenden Chart dazu möchte ich Ihnen hier kurz nachliefern, die Linien habe ich bereits vor Wochen eingezeichnet. Was ich Ihnen damit verdeutlichen will ist das die Charttechnik in der heutigen Zeit eine immer größere Bedeutung beigemessen werden MUSS. Nun gibt es ja einiger Vertreter meiner Zunft die eine grundsätzlich andere Einstellung dazu haben… Im Speziellen auf den Goldpreis bezogen, sind das nicht selten auch diejenigen die immer noch behaupten das Gold – auf seine Kaufkraft bezogen – immer den gleichen Wert besitzt, und somit als Wertaufbewahrungsmittel zu betrachten ist. Das ist aus meiner Sicht aber grundfalsch. Denn, dieser Theorie zufolge  hätte man vor 10 Jahren für knapp 320,- Dollar die gleichen Güter für eine Unze Gold kaufen können wie vor knapp 2 Jahren für 1.900,- Dollar. Trotz hoher Inflation dürfte jedem vernünftig denkenden Anleger klar sein dass an dieser Rechnung etwas nicht stimmen kann.

Über die Gründe des Kursverfalls bei Gold wurde natürlich kräftig spekuliert. Als Auslöser wird unter anderem auch Zypern angegeben. Der zypriotische Goldschatz, der im Rahmen der Rettungsaktion an die EZB abgegeben werden musste, wurde verkauft, was Druck auf den Goldpreis ausgeübt haben soll. Ich halte es für wenig wahrscheinlich das hier die Ursache für den Preisverfall des Edelmetalls zu sehen ist. Viel mehr dürften hier einige Hedgefonds auf den Verkaufsknopf gedrückt haben, weil die Notenbanker in den USA begonnen haben öffentlich darüber zu diskutieren, wann die permanenten Liquiditätsspritzen der FED zurückgefahren werden könnten. Alleine der Gedanke hat offensichtlich ein paar große Adressen veranlasst sich von Ihren Goldreserven, die meistens ohnehin nur auf dem Papier bestehen, zu trennen. Der Rutsch des Goldpreises unter die wichtige Unterstützungszone zwischen 1.530,- und 1.500,- Dollar je Unze hat dann zu einer entsprechenden Stopp-Loss-Lawine geführt. That´s It!

Gold Chart 8 Jahre

Der Chart zeigt nun aus meiner Sicht mehrere interessante Dinge. Zum einen wurde ein großer Teil der vorangegangenen Überbewertung des Goldes nun (endlich!) abgebaut. Das ist schon mal ein wichtiger Punkt, denn damit wird Gold als Anlageform nun grundsätzlich wieder interessanter. Aus meiner Sicht hat sich hier nun ein Abwärtstrend etabliert der durchaus ein paar Monate bestand haben kann. Zum Jahreswechsel 2013/2014 oder aber im ersten Quartal des neuen Jahres trifft dieser dann auf den langfristigen Aufwärtstrend, was ungefähr bei 1.170,- Dollar je Unze der Fall sein kann. Zuvor wartet aber noch eine wichtige Unterstützung bei ca. 1.230,- Dollar, die schon den Boden dieser Bewegung bilden könnte.

Ich rechne aber auch damit, dass es bald noch einmal zu einer technischen Gegenreaktion beim Goldpreis nach oben kommen wird, die aber nicht mehr über die Unterstützungszone , bzw. die 1.500,- Dollar hinaus laufen kann. Der Markt wird wahrscheinlich aber versuchen den Goldpreis nun einige Wochen lang über der wichtigen Marke von 1.400,- Dollar zu halten, da diese Preisschwelle auch die kritische Marke darstellt ab der die meisten Goldproduzenten erst wirklich profitabel arbeiten. Dauerhafte Kurse unterhalb von 1.200,- Dollar je Feinunze Golf erwarte ich hingegen schon alleine deshalb nicht mehr, weil spätestens ab diesem Punkt viele Minen geschlossen werden würden und dies wiederum zu einer Verknappung bei Gold führt, was den Preis je Feinunze spätestens hier stabilisieren sollte. Bei Silber sehe ich die künftige Entwicklung grundsätzlich etwas skeptischer. Hier wäre theoretisch nun auch ein weiterer Kursrutsch unter die Haltezone zwischen 21,35 und 19,53 Dollar je Unze denkbar. Das Kursziel eines weiteren Absturzes würde dann erst bei ca. 14,50 Dollar liegen..!

Silber Chart langfristig

Ich möchte abschließend noch festhalten, dass ich grundsätzlich davon überzeugt bin dass der Gold- und Silberpreis in naher oder auch ferner Zukunft wieder deutlich höher stehen wird. Denn die Euro-Krise und auch die Situation in anderen Wirtschaftsmächten dieser Erde lassen mich weiterhin vermuten, dass der große Knall des Finanzsystems irgendwann kommen MUSS. Bis es soweit ist wird die Welt aber noch einige Male „gerettet“ werden. Die Flucht in Sachwerte – wie auch Aktien – wird bis zu diesem Punkt weiter zunehmen, was auch den Goldpreis zusätzlich vor einem echten Absturz bewahren wird. Zudem spricht natürlich der internationale Abwertungswettlauf  der Währungen grundsätzlich für eine Investition in physisches Gold…Dennoch werden viele Goldanleger, die in den letzten Jahren hervorragend Geld mit Edelmetallen verdient haben, ihre Gewinne aufgrund des letzten Kursverfalls sichern und zunächst im Aktienmarkt investieren, der nun kurzfristig höhere Renditen verspricht.

Fazit: Gold und Silber bleiben also grundsätzlich interessant. Anleger die noch keine Bestände physischer Natur aufgebaut hatten werden sich über diesen Rücksetzer freuen und zum richtigen Zeitpunkt zugreifen. Wann dieser Zeitpunkt allerdings GENAU gekommen ist kann niemand so genau prognostizieren. Möglicher Weise bieten sich auch schon auf dem aktuellen Niveau wieder erste Käufe an, wenn man dieses Investment längerfristig betrachtet. Der stärkste Ausverkauf seit Jahren beim Gold, und natürlich auch Silber, hat aber erst einmal tiefe Spuren bei den Anlegern hinterlassen und den Nimbus der Edelmetalle als sicheren Hafen deutlich angekratzt. Erfahrungsgemäß ändert sich eine solche Sichtweise nicht von heute auf Morgen wieder ins Positive. Somit gehe ich von dem oben beschriebenen Szenario aus und hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen etwas bei Ihrer persönlichen Entscheidungsfindung helfen.

Abschließend bleibt dann natürlich noch die Frage nach der Entwicklung des EUR/USD Wechselkurses im kommenden Jahr um einen möglichst optimalen Einstiegszeitpunkt für ein Investment in Edelmetalle zu finden…! Ich werde Sie auf Investors Inside über die neuen Erkenntnisse dazu auf dem laufenden halten.

Für die kommende Börsenwoche wünsche ich Ihnen zunächst die richtigen Entscheidungen!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. In der kommenden Woche werde ich mich u.a. im Blog etwas intensiver mit den gefallenen Engeln Apple (die ja am Dienstag Zahlen liefern!) und der VW AG beschäftigen

Commerzbank – Heute brennt die Hütte!

Heute ist großer Showdown bei der Commerzbank – der Tag auf den viele Anleger seit Wochen warten (…oder sich davor fürchten!) In der Frankfurter Messe findet die ausserordentliche Hauptversammlung der Commerzbank statt. Dabei sollen die Aktionäre über die geplante Aktienzusammenlegung und eine anschließende Kapitalerhöhung abstimmen. Damit will die Gesellschaft ein weiteres Mal ca. 2,5 Milliarden Euro  einnehmen, um zum einen so schnell wie möglich die Staatshilfen vollständig zurückzuzahlen und somit auch die Sperrminorität des Bundes aufzuheben, und zum anderen soll sich damit die Eigenkapitalquote auf 8,6 Prozent verbessern. Für die Aktionäre bedeutet dieser Vorgang eine erneute und deutliche Verwässerung ihrer Anteile…!

Spannend dürfte der heutige Tag aber auch insbesondere für den Konzernlenker Martin Blessing werden, dem einige Aktionärsvertreter inzwischen öffentlich und sehr direkt die Kompetenz zur Führung der zweitgrößten deutschen Bank absprechen. So war beispielsweise in dem letzten Aktionärsbrief der CoBa und als Ergänzung zur heutigen Tagesordnung zu lesen, dass die Aktionärin Reineck-Brauerei von 1862 beantragt dem Vorstandssprecher Martin Blessing das Vertrauen zu entziehen. Im weiteren Verlauf des Textes war davon die Rede das die Bank „lichterloh brennt“ und das seine Ursache in den Personen habe die die Bank seit Jahren zugrunde-wirtschaften. Weiter wurden Martin Blessing und Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller als “ Dilettanten-Tandem“ bezeichnet, usw.

Die kurz zusammengefasste und nachvollziehbare Bilanz der „Performance“ der Commerzbank Aktie unter dem Duo Blessing/ Müller sieht nach der Zusammenfassung in dem Aktionärsbrief wie folgt aus:

Aktienkurs bei Amtsantritt von Martin Blessing, 19,- Euro / Kurs heute 1,16 Euro / Vermögensvernichtung je Aktie und vor der neuen Kapitalmaßnahme 93,7 Prozent

Aktienkurs bei Amtsantritt Klaus Peter Müller 33,- Euro / Kurs heute 1,16 Euro / Vermögensvernichtung je Aktie und vor der neuen Kapitalmaßnahme 96,4 Prozent

Man kann sich also einigermaßen sicher sein, dass es auf der heutigen Hauptversammlung in der Frankfurter Messe hoch her gehen wird. Da werden wohl auch einige unangenehme Fragen auf die Konzernleitung zukommen…! Bereits seit Wochen wird ja hinter vorgehaltener Hand darüber spekuliert ob Martin Blessing demnächst seinen Stuhl räumen muss. Vielleicht gibt es auch dazu heute neue Erkenntnisse. In jedem Falle ist für Spannung gesorgt…! Die Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 10 zu 1 hat im Übrigen einen rein technischen Charakter, denn laut Satzung dürfen keine neuen Aktien unter einem Euro ausgegeben werden. Leider steigt mit dieser Maßnahme aber erfahrungsgemäß auch die Wahrscheinlichkeit dass der Aktienkurs nach dem Re-Splitt weiter fallen könnte…!

Große Enttäuschung bei Nokia – Geht der Kursrutsch nun weiter?

Gestern war es endlich soweit – Nokia hat die Quartalszahlen zum Auftaktquartal 2013 veröffentlicht. Seit Wochen haben die Anleger geradezu fieberhaft auf die Veröffentlichung der Zahlen zum abgelaufenen Quartal beim finnischen Handy- und Smartphone-Hersteller gewartet. Erwartet wurde eine deutliche Steigerung in fast allen Geschäftsbereichen. Leider konnte der Konzern diese Erwartungen aber nicht erfüllen. Denn trotz einer kräftigen Steigerung beim Absatz der gesamten Smartphone-Serie von Nokia brach der Umsatz des Konzerns insgesamt um fast 20 Prozent auf 5,85 Milliarden Euro ein.

Die klassische Handy Sparte hatte sich in dem Berichtszeitraum entsprechend schlecht entwickelt, und das obwohl der Konzern sich gerade in diesem Bereich künftig stärker engagieren will und nach wie vor einen Großteil seiner Umsätze in diesem Segment erzielt. Das sind keine guten Vorzeichen für die kommenden Quartale, vor allem aber dürfte die neue Strategie des Konzerns nun einige Fragen aufwerfen. Wie hier im Blog zuletzt berichtet, bin auch ich weiterhin sehr skeptisch ob die Neuausrichtung des Konzerns mit Billig-Handys für Schwellenländer wirklich die gewünschten Früchte tragen kann?! Nokia setzte in dieser Sparte im ersten Quartal insgesamt 30 Prozent weniger um …!

Der eigentliche Hoffnungschimmer bei Nokia waren aber die Verkaufszahlen der neuen Die neue Flagschiff-Modellreihe…Leider konnten auch die nicht wirklich überzeugen, denn in dem Berichtszeitraum wurden insgesamt nur 5,6 Millionen Smartphones der Lumina-Reihe an dem Mann/die Frau gebracht. Analysten gehen nach wie vor davon aus dass mindestens ein Absatz von ca. 10 Millionen Stück pro Quartal notwendig wäre, um den Konzern wieder richtig profitabel zu machen. Auch hier bleiben die Finnen somit leider deutlich unter den Erwartungen des Marktes.

Und abschließend noch…aber fast nur eine Randnotiz: Die Netzwerksparte Nokia Siemens Networks verzeichnete ebenfalls rückläufige Erträge in Höhe von knapp fünf Prozent, was dazu führte dass auch hier nur eine schwarze Null erzielt werden konnte. Der Umsatz des Netzwerkausrüsters schrumpfte überraschend um fünf Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Manche Analysten bezeichneten diese Entwicklung zwar als „robust“, überzeugende Zahlen sehen aber nach meinem Verständnis anders aus. Damit konnte Nokia den operativen Verlust von zuvor 1,33 Milliarden Euro auf ein Minus von 150 Millionen Euro senken, bleibt aber immer noch deutlich in den roten Zahlen.

Insgesamt bleibt damit mein Fazit von Anfang März bestehen. Die Nokia Aktie eignet sich im Moment nicht als längerfristige Anlage, da die Zukunft des Konzerns weiterhin ungewiss ist. Als Trading Position mit einem überschaubaren Betrag kann man gelegentlich ein Tänzchen wagen. Allerdings ist auch aus charttechnischer Sicht im Moment eher zur Vorsicht zu raten, denn die Aktie hat nach dem gestrigen Kursrutsch nun durchaus noch weiteres Abwärtspotenzial. Spätestens Kurse im Bereich um die 1,80 bis  2,- Euro können dann aber wohl wieder zum Einstieg genutzt werden um auf das nächste Quartalsergebnis zu spekulieren…was natürlich nicht heißen soll dass die Aktie auch tatsächlich bis in diesen Bereich fallen MUSS!

Die Korrektur ist da! DAX in Richtung 7.175 und S&P 500 runter bis auf 1.460 Punkte?

Heute melde ich mich aus gegebenem Anlass, und weil ich einige Emails besorgter Leser bekommen habe, mal wieder zu Wort, auch wenn ich grundsätzlich den nun endlich angekommenen Frühling genieße…Anfang diesen Monats habe ich Ihnen ja in der Investors Inside Newsletter Ausgabe und auch hier im Blog folgendes Fazit mit auf den Weg gegeben: „Die Frage ist nun also ob man noch versuchen sollte den letzten Euro aus der aktuellen Situation an den Märkten heraus zu pressen, oder aber lieber einen Schritt zurücktreten sollte? Denn die Risiken werden spätestens am Mitte des nun laufenden Monats aus saisonaler Betrachtung wieder zunehmen. Zudem startet nun die Berichtssaison für das erste Quartal des laufenden Jahres, die traditionell wieder etwas mehr Volatilität in die Märkte bringt….“ An dieser grundsätzlichen Einschätzung hat sich auch nichts geändert, bzw. die strukturelle Schwäche bei den meisten Aktien bestätigt diese Theorie.

Inzwischen hat die von mir erwartete Korrektur bei einzelnen Aktien und ganzen Sektoren nun kräftig Fahrt aufgenommen. Die US Indizes und auch der Dax notieren aber immer noch auf gefährlich hohem Niveau, während einzelne Titel sogar neue Tiefstände ausgebildet haben. Rohstoffe bleiben weiterhin unter Druck, ebenso wie die Edelmetalle, aber auch der Stahlsektor scheint seinen Boden noch (lange) nicht gefunden zu haben. Insgesamt sehen konjunktursensitive Branchen gerade alles andere als gut aus. Das Motto an den Börsen heißt damit ganz eindeutig wieder „Risk Off“. Die deutlichen Warnzeichen sind seit Wochen eigentlich nicht zu übersehen, weswegen ich ja auch erst einmal an die Seitenlinie getreten bin und es hier im Blog momentan etwas ruhiger zugeht.

Die spannende Frage an dieser Stelle ist also ob die Aktien bereits teilweise das vorweg genommen haben was bei den Indizes demnächst zu erwarten ist, oder ob man davon ausgehen sollte dass die aktuelle Schwäche bald ihr Ende findet und auch die Aktien dann zu einer neuen Rally ansetzten werden. Ich persönlich halte die erste Variante für deutlich wahrscheinlicher! Und während ich das hier gerade schreibe rutscht der Dax in einem erneuten Schwächeanfall unter die Marke von 7.500 Punkten und damit unter die Nackenlinie einer möglichen SKS Formation mit einem rechnerischen Kursziel im DAX bei ca. 7175 Punkten.

DAX Chart vor Korrektur

Dieses erste Kursziel für den deutschen Leitindex macht in dreifacher Hinsicht Sinn, denn zum einem liegt um die 7.200 Punkte eine noch offene Kurslücke, die noch geschlossen werden sollte… und zum anderen verläuft knapp darunter der seit September 2011 bestehende Aufwärtstrend, der bei erfolgreichem Test eine solide Basis für einen weiteren Anstieg bieten könnte. Das Verlaufshoch aus dem Februar 2012 wäre eine weitere wichtige Marke die eine charttechnische Unterstützung bieten könnte. Ob der hier grün eingezeichnete Trend  im weiteren Verlauf dieses Sommers allerdings gehalten werden kann bleibt allerdings noch abzuwarten. Darüber zu spekulieren was in eine paar Wochen passieren könnte ist in Zeiten wie diesen reine Kaffesatzleserei. Kurzfristig halte ich das oben geschilderte Szenario aber für durchaus wahrscheinlich, denn die Situation beim S&P 500 sieht nun ähnlich kritisch aus:

S&P 500 Trendkanal

Das heißt, die Korrektur  könnte gerade erst begonnen haben, auch wenn einzelne Aktien bereits wieder „ganz unten“ sind. Eine weiterführende Korrektur in den USA, bzw. das Verlassen des aktuellen Aufwärtstrends beim S&P 500 nach unten, würde sicherlich auch die europäischen Indizes noch einmal kräftig rutschen lassen. Aktien die ohnehin schon wieder einen Großteil der Zuwächse in diesem Jahr abgeben mussten, könnten dann sogar noch einmal neue Tiefststände ausbilden. Es ist also weiterhin nicht die Zeit für Heldentaten indem man sich gegen den offensichtlich erschöpften Markt stellt. Bleiben Sie also auch weiterhin geduldig und warten Sie auf die richtige Gelegenheit!

Ich hoffe somit Sie sind meinem Rat von vor zwei Wochen gefolgt und haben Ihre Positionen entsprechend verkleinert, eng abgesichert oder gar ganz abgebaut. Natürlich hat meine Sichtweise auf die aktuelle Situation an den Börsen keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, wie immer geht es nur um das Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Sollte es aber demnächst zu einer echten Korrektur an den Märkten kommen halte ich persönlich noch einmal Dax Stände zwischen 6.200 und 6.000 Punkten im Sommer für möglich. In den USA könnte man dann wohl von einer Korrektur des S&P 500 bis auf ca. 1.400 Punkte ausgehen. In diesem Sinne, bleiben Sie gelassen und genießen Sie den endlich eingetroffenen Sommer bis sich wieder die richtigen Gelegenheiten ergeben. Ich halte Sie auf dem Laufenden…!

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Daimler vor erneuter Gewinnwarnung? – Kurzfristig mehr Risiken als Chancen

Die Daimler Aktie handelt heute im frühen Handel Ex Dividende in Höhe von 2,20 Euro und damit in etwa fünf Prozent tiefer als zum gestrigen Xetra Schlusskurs. Ungefähr um diesen Betrag konnte die Aktie gestern auch zulegen, und das nachdem Daimler Chef Dieter Zetsche die Anleger auf der Hauptversammlung in Berlin eher auf trübere Zeiten in naher Zukunft eingestimmt hatte. Die Absatzkrise in Europa hinterlässt auch bei Daimler deutliche Spuren…“Seit Jahresbeginn ist die Nachfrage in den europäischen Märkten stärker zurückgegangen als erwartet.“ „Deshalb werden wir überprüfen, ob unsere bisherigen marktbezogenen Annahmen für 2013 noch Gültigkeit haben.“ verkündete der Firmenchef.. Das sind keine besonders guten Vorzeichen für die kommenden Monate, würde ich mal vermuten!

Der Markt befürchtet nun eine weitere Gewinnwarnung des Konzerns, was angesichts der sich weiter eintrübenden Lage auf dem europäischen Automarkt wohl auch nicht ganz unbegründet ist. Obwohl man auch festhalten sollte, dass Daimler trotz rückläufiger Verkäufe in Europa beim Absatz insgesamt immer noch mit gut drei Prozent über dem Wert des letzten Jahres liegt. In den ersten drei Monaten des neuen Jahres wurden somit insgesamt 350.000 Fahrzeuge abgesetzt, wenn auch überwiegend die kleineren Modelle A- und B-Klasse, die deutlich weniger Marge abwerfen als beispielsweise die E- oder S- Klasse.

Daimler Aktie Chart 5 Jahre

In knapp zwei Wochen will sich Daimler Chef Zetsche nun konkret zur Jahresplanung für das Gesamtjahr 2013 äussern. Bislang ging man davon aus dass das Ergebnis der Autosparte in etwa auf dem Vorjahresniveau bei 4,4 Milliarden Euro liegen werde – eventuell etwas darunter. Weitere Rückgänge sollen hier auch durch das umfangreiche Sparprogramm bei Daimler aufgefangen werden. Der Blick in die  nahe Zukunft des Automobil-Konzerns bleibt somit weiterhin ungewiss. Ein Grund sich heute mal wieder den Chart der Daimler Aktie etwas genauer anzusehen:

Daimler Chart 6 Monate

 

Wie Sie im oberen 5-Jahres Chart sehen können, befindet sich die Aktie seit Jahren in einer Keilformation, aus der es auch zuletzt nicht gelungen ist nach oben auszubrechen. (Zum Vergrößern der Charts bitte 2 x klicken) Die hier eingezeichnete hellgrüne Linie markiert aus meiner Sicht nun das nächste wahrscheinliche Kursziel der Aktie, bevor dann ein weiterer Ausbruchsversuch nach oben folgen könnte. In der vergrößerten und kurzfristigen Darstellung unten ist zu erkennen, dass die Aktie gerade im Begriff ist zunächst den mittelfristigen Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Selbstverständlich ist es auch denkbar dass die Aktie hier nun wieder nach oben abdreht. Hierzu darf aber keinesfalls das Kursniveau um die 39,85 Euro unterschritten werden. Denn dann wären eher Kurse um die 37,- Euro kurzfristig wieder in Reichweite.

Das Daimler Chartbild hat sich zuletzt wieder deutlich eingetrübt. Grundsätzlich würde ich hier lieber abwarten was Dieter Zetsche in knapp zwei Wochen zu verkünden hat. Die Risiken im Automobilsektor insgesamt haben in den letzten Tagen weiter zugenommen. Und ich gehe davon aus, dass erst die zweite Jahreshälfte wieder zeigen wird dass die deutschen Autobauer der Krise auch weiterhin trotzen können. Kurzfristig überwiegen aus meiner Sicht also über den Sommer hinweg die Risiken. Zudem bleibt Daimler wohl auch weiterhin die schwächste Aktie aller deutschen Automobilhersteller. Ein Rücksetzer auf ca. 37,- Euro bietet sich aber unter langfristigen Gesichtspunkten durchaus wieder zum Kauf einer ersten Position an.

Solar-Party bei FirstSolar, Suntech, Trina, Yingli und LDK Solar, was machen Solarworld und Co.?

US Solaraktien legten gestern eine saftige Rally hin. Allen voran die amerikanische First Solar, deren Aktienkurs um stolze 45 Prozent zulegen konnte. Grund für diesen Kurssprung war die nach oben angepasste Prognose des größten Solarmodulherstellers der USA. So rechnet man bei FirstSolar nun für das laufende Jahr mit einem Gewinn je Aktie zwischen 4,0 und 4,5 Dollar, ohne Sonderposten. Die durchschnittliche Analystenschätzung beläuft sich aktuell noch auf ca. 3,50 Dollar je Aktie. Somit liegt die neue Prognose deutlich über den Erwartungen und wurde gestern in den Aktienkurs eingearbeitet. Auch für die kommenden beiden Geschäftsjahre zeigte sich das Unternehmen optimistischer als die Experten und erwartet höhere Erträge als bislang kalkuliert. Man darf gespannt sein ob die gesteckten Ziele auch tatsächlich erreicht werden können…?

Die restliche Solarbranche, insbesondere die chinesischen Solarwerte wie Trina Solar, Yingli, LDK und Suntech konnten ebenfalls kräftig zulegen. Zum einen beflügelten hier die Aussagen von FirstSolar die Aktienkurse, in der Annahme dass auch chinesische Hersteller nun wieder besseren Zeiten entgegen gehen, und zum anderen machten mal wieder Gerüchte die Runde das Investment-Legende Warren Buffet sich für die kürzlich in die Pleite gegangene Suntech Power interessieren würde.

Ich persönlich halte nicht viel von solchen Spekulationen und glaube auch nicht daran dass sich Buffet wirklich für Suntech interessiert. Viel mehr dürfte eines seiner Tochterunternehmen – wenn an den Gerüchten überhaupt etwas dran ist – wohl eher Interesse an den wenigen profitablen Geschäftsbereichen, die nicht mit Schulden überladen sind, haben. Das hieße aber dann wohl auch das der Rest des Unternehmens nach der Filetierung in die Abwicklungsabteilung geschickt wird. Der Aktionär des Unternehmens geht wie immer leer aus…! Kein Grund also die Suntech Aktie zu kaufen, die gestern um satte 29 Prozent zulegen konnte.

Spekulationen auf Gerüchte bleiben ein gewagtes Spiel, insbesondere wenn es sich dabei um eine so angeschlagene Branche wie die Solarindustrie handelt. Die deutschen „Solarwerte“ wie SMA Solar oder auch Wacker Chemie konnten von dem Umfeld gestern ebenfalls kräftig profitieren, andere werden diese Entwicklung heute höchstwahrscheinlich noch nachholen. Woher der plötzliche Optimistmus bei FirstSolar kommt ist für mich persönlich noch ein Rätsel und so recht daran glauben kann ich nicht.

Ich prognostiziere somit mal wieder eine kurze Party mit einem längerem Kater danach, wie die letzten fünf Male auch! Für alle Glücksritter die sich nun erneut in die Aktien dieser Branche locken lassen, gilt…Wer schnell genug ist hat gute Chancen auf schnelle Gewinne, sollte aber die Party rechtzeitig wieder verlassen. Und das gilt auch für die deutschen Branchenvertreter!

VW Aktie mit erneutem Kursrutsch – Trendwende oder finaler Abverkauf?

Die Volkswagen Aktie hat heute einen durchaus bewegten Tag  an dem sich aus meiner Sicht entscheiden wird ob wir es hier nun mit einer Trendwende zu tun haben oder aber der finale Abverkauf stattgefunden hat, der in Kürze wieder deutlich steigende Kurse erwarten lässt. Unterm Strich ist der heutige Kursrutsch für mich eher ein Zeichen für das positive Szenario. Mit dem Kursverfall bis auf 150,40 Euro wurden sicherlich noch einmal diverse Stopp Loss Orders abgegriffen und die sogenannten „Zittrigen“ aus der Aktie gedrängt. Denn, die Kursbewegung hat nicht nur das Verlassen der seit Tagen gültigen Flagge nach unten simuliert sondern auch die wichtige 200-Tage Linie kurzzeitig verletzt. Ein klassisches Verkaufssignal also das man konsequenter Weise auch verkaufen muss!

VW Aktie Flagge

Nicht selten schlägt aber der Markt genau solche Kapriolen bevor eine schnelle Wende zum Besseren einsetzt….Aus fundamentaler Betrachtung gibt es ohnehin kein Grund sich bei der VW Aktie ernsthafte Sorgen zu machen – es sei denn man rechnet in Kürze mit einem Absturz des Gesamtmarktes. Aber auch danach sieht es im Moment noch nicht wirklich aus. Die Deutsche Bank hat heute Ihre Kauf-Votum für die VW Vorzugsaktie Aktie mit Kursziel 200,- Euro erneut bekräftigt. Ähnlich sehe ich das persönlich auch. Meine zuvor platzierte Abstauberorder wurde somit heute ausgeführt.

Sollte es nun gelingen zum Handelsschluss wieder über die untere Begrenzung der zuvor gültigen Flagge bei 153,55 Euro zu kommen, stehen die Chancen nicht schlecht dass wir es hier mit einem klassischen Fehlsignal zu tun gehabt haben und sich die Flagge in Kürze nach oben auflösen wird. Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter die wichtige Marke bei 150,- Euro wird man die eingegangenen Positionen wohl wieder schnell auflösen müssen. Wer sich also für die Aktie interessiert findet heute ein interessantes Setup vor, dass sich auch mittelfristig lohnen könnte. Selbstverständlich aber bitte nur mit entsprechend konsequenter Risikokontrolle!

Auf in die Berichtssaison – Alcoa, und dann… JP Morgan, Wells Fargo, Intel, Google und IBM

Die Bilanzsaison in den USA ist seit gestern Abend eröffnet, nachdem diese bei uns erst kürzlich zu Ende gegangen ist! Somit werden die Impulse aus den einzelnen Unternehmen wieder etwas mehr in den Vordergrund rutschen und es muss sich zeigen ob die konjunkturelle Belebung in den USA wirklich Bestand hat. Den Anfang machte – wie immer- der weltgrößte Aluminium Hersteller Alcoa, der durchaus positiv überraschen konnte. Em Ende zeigte sich der Markt aber doch etwas enttäuscht. Die Alcoa Aktie fiel nachbörslich leicht.

Alcoa hat im ersten Quartal einen Nettogewinn in Höhe von 149 Millionen Dollar ausgewiesen. Im Vorjahr stand hier lediglich ein Betrag in Höhe von 115 Millionen Dollar zu Buche. Firmenchef Klaus Kleinfeld bezeichnete das Ergebnis selber als „starkes Quartal“ für Alcoa. Dennoch sollte wohl nicht vergessen werden, dass dieses offiziell um stolze 58 Prozent gesteigerte Ergebnis auch nur durch entsprechende Einsparungen und einer satten Steuergutschrift erreicht werden konnte. Der Umsatz hingegen gab um 3 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar ab. Zudem leidet der Konzern leidet unverändert unter dem starken Preisverfall bei Aluminium…

Ich gehe nicht davon aus dass der Markt von Alcoa größere Sprünge erwartet hatte, und somit dürfte das mögliche Enttäuschungspotenzial auch eher gering sein, auch wenn der Konzern als Gradmesser für den Zustand der amerikanischen Wirtschaft betrachtet wird. Spannender dürfte da schon die Zahlen der Großbanken werden, die wir diese Woche noch sehen werden. Denn eine weitere Gesundung dieses Sektoren dürfte in der aktuellen Lage grundsätzlich wohl eine etwas höhere Bedeutung zukommen als den Quartalsergebnissen eines Industrieunternehmens.

Die US-Großbanken JP Morgan Chase & Co sowie Wells Fargo machen den Anfang und legen ihre Geschäftszahlen gegen Ende diese Woche vor. Positive Ergebnisse dürften auch die Aktienkurse der deutschen Banken etwas unterstützen, die zuletzt wieder deutlich unter Druck geraten sind. Nicht minder spannend wird in der dann darauf folgenden Woche die Zahlenvorlage der Technologieschwergewichte Intel, Google und IBM. So richtig Fahrt nimmt die US Berichtssaisonaber erst in der zweiten Monatshälfte auf.

Wier immer wenn die Quartalsberichte der US Unternehmen veröffentlicht werden sollte aber in den kommenden Wochen mit einer erhöhten Volatilität an den Märkten gerechnet werden. Grundsätzlich bleibe ich, wie im Newsletter vor einer Woche bereits angekündigt, bei meiner eher defensiven Haltung, obwohl einige Sektoren bereits jetzt wieder sehr attraktiv aussehen. Sollte sich hier kurzfristig etwas an meiner Sichtweise auf die Dinge ändern, werde ich Sie auf dem Laufenden halten.

Die Apple Aktie im Chartcheck – Kurslücke verhindert den Anstieg

Wie heute im Trading-Ticker schon angedeutet gibt es einen Grund warum die Apple Aktie noch nicht nachhaltig steigen kann, und diesem möchte ich ihnen heute aus  gegebenem Anlass hier noch kurz skizzieren. Wie bereits beim letzten Mal verhindert eine offene Kurslücke den weiteren Anstieg der Aktie. Mit dem kräftigen Anstieg vom 14. März wurde dieses Gap zwischen 532,65 und 437,35 Punkten gerissen. Ich habe Ihnen hier die momentan relevanten Kurslücken einmal eingezeichnet:

Apple Aktie Chart 1 Monat

Sollte die Apple also jetzt nachhaltig wieder nach oben drehen ist es durchaus als gesund zu bezeichnen wenn diese Kurslücke noch vorher geschlossen wird. Man kann die Kursbewegung der letzten drei Handelstage somit durchaus auch positiv betrachten. Um umgekehrten Falle wäre ein weiterer Kursverlust bei der Aktie, nach der Schließung des Gaps, deutlich negativ zu sehen. Denn damit würde der zarte Aufwärtstrend der Aktie bereits wohl wieder verlassen. Das Ziel für heute ist demnach eine Trendwende um die 432,- Dollar zurück in den hier eingezeichneten blauen Trendkanal.

Im weiteren Verlauf sollte dann das letzte Woche entstandene Gap auf der Oberseite wieder geschlossen werden. Diese Kurslücke befindet sich im Bereich zwischen 456,85 und 460,68 Dollar. Dieser Zielbereich bietet zudem eine gute Ausgangslage für den dann möglichen Anstieg in Richtung der 500er Marke, den ich Ihnen > hier < in der letzten Handelswoche beschrieben habe. Geht das hier geschilderte Szenario allerdings nicht auf und die Aktie fällt wieder deutlich unter 430,- Dollar, dann sollte man erst einmal wieder an die Seitenlinie treten und die weitere Entwicklung abwarten.

Wacker Chemie – es geht noch abwärts bis…!

Die Wacker Chemie Aktie hat nach ihrem rasanten Höhenflug bis Mitte Februar inzwischen wieder deutlich an Wert verloren. Auch die kurzzeitige Gegenbewegung Mitte dieses Monats sah nicht mehr wirklich überzeugend aus. Und so wundert es nicht dass der Trend inzwischen weiter abwärts zeigt. Heute möchte ich Ihnen kurz zeigen warum ich der Meinung bin, dass es das noch nicht gewesen ist und wo die Aktie aller Voraussicht nach landen wird, bevor sie dann wieder nach oben drehen könnte…

Wacker Chemie Chart

Der seit letztem Jahr bestehende Aufwärtstrend (grün) wurde deutlich gebrochen. Seit den Höchstständen bei 71,- Euro befindet sich die Aktie nun in einem intakten Abwärtstrend (rot) und dieser weist in Richtung des 61,80er Fibonacci Retracements bei 52,18 Euro. Zudem haben wir in diesem Bereich ein Verlaufshoch aus dem Dezember 2011 bei 51,95 Euro  und ein Verlaufstief von Ende Januar diesen Jahres bei 52,26 Euro. Hier hat die Aktie zuletzt wieder nach oben gedreht, um den zweiten Teil des kräftigen Anstieges zu vollenden.

Kommen an einem Punkt mehrere markante Chartmuster zusammen so hat dieser Bereich nicht selten eine besondere Relevanz für die weitere Entwicklung einer Aktie. Soll heißen, dass sich im Bereich zwischen 51,95 Euro und 52,26  Euro ein neuer und solider Boden bei der Aktie ausbilden könnte. Ein Re-Test dieses Bereiches scheint somit in Kürze sehr wahrscheinlich zu sein. Werden die hier genannten Marken allerdings auf Tagesschluss-Basis deutlich unterschritten, sollte man dieses Signal keinesfalls ignorieren, denn dann sind auch deutlich tiefere Kurse grundsätzlich vorstellbar.

Commerzbank – Tiefpunkt erreicht, Kursziel 1,38 Euro

Sie erinnern sich sicherlich noch an meinen letzten Artikel zur Commerzbank in dem ich davon ausgegangen bin das wir noch tiefere Kurse bei der Aktie sehen werden. Bereits im Februar hatte ich ja >hier< erstmalig davor gewarnt dass wir diese Kursregionen bald wieder sehen könnten. Damals war für mich lediglich noch die Frage offen ob die Aktie nun bei 1,17 Euro oder erst bei ca. 1,12 Euro ihren Boden finden würde. Heute nun könnte es soweit sein, die CoBa Aktie tendiert erneut schwächer und hat auch die zweite Zielmarke heute abgearbeitet. Das bisherige Tief der Aktie bei 1,116 Euro aus dem November 2011 wurde damit noch einmal getestet. Insgesamt bleibt die charttechnische Situation der Aktie natürlich auch weiterhin deutlich angespannt. Denn, sollte diese letzte Verteidigungslinie nicht halten droht wohl auch noch ein Kursrutsch unter die 1,- Euro Marke.

Commerzbank Chat mit Triple Bottom

Dreht die Aktie hingegen nun nach wieder nach oben, wäre dies ein starkes Signal für eine solide Bodenbildung. Aus meiner Sicht macht an diesem Punkt ein erneuter Trade auf steigende Kurse wieder Sinn. – möglicherweise sogar langfristig betrachtet! Das Chance Risiko Verhältnis würde ich somit aus heutiger Sicht wieder als günstig bezeichnen, wenn man die möglichen Verluste hier eng begrenzt. Sprich, sollte die Aktie dennoch weiter fallen sollte der Trade umgehend wieder mit kleinem Verlust aufgelöst werden. Ich gehe aber eher davon aus dass die Commerzbank Aktie genau hier wieder nach oben drehen wird. Das erste nennenswerte Kursziel dieser Bewegung sollte dann im Bereich um die 1,38 Euro liegen…

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