Author Archives: Lars

Solarworld – Und wer rettet die Retter?

Wilde Kurssprünge bei der Solarworld Aktie gehören ja schon fast zum Alltag. Und so war es auch am Montag mal wieder soweit, als in vielen Medien vollmundig „die Rettung“ des angeschlagenen Solarkonzerns durch verschiedene Investoren verkündet wurde. Demzufolge will sich der Firmenchef Frank Asbeck zusammen mit dem Management an der geplanten Kapitalerhöhung beteiligen, ebenso soll Quatar Solar Technologies für 25 Prozent (oder 30) der Anteile nun 30  bis 35 Millionen Euro in den Topf schmeißen. Die tatsächliche Höhe der jeweils geplanten Tranchen war nicht wirklich in Erfahrung zu bringen. Heute war beispielsweise in den Medien von einem geplanten Anteil des Emirates Katar in Höhe von 29 Prozent die Rede… So genau weiß das offenbar niemand im Moment, spielt bei dem grundsätzlichen Projektplan aber auch nur eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt ist diese Nachricht  zwar aus Unternehmenssicht erfreulich, sichert es doch den vorläufigen Fortbestand des Unternehmens. Aus der Perspektive eines Altaktionärs hingegen sind die geplanten Maßnahmen schlichtweg eine Katastrophe. Nun dürfte der durchschnittliche und leidgeprüfte Solarworld Aktionär ja ohnehin schon auf einer ordentlichen Portion an Buchverlusten sitzen, aber das dicke Ende kommt erst noch. Denn, durch die geplante Änderung der Aktionärsstruktur bei der Solarworld AG verbleibt dann künftig lediglich ein Teil von knapp fünf Prozent der Anteilsscheine bei den Altaktionären. Sprich zu dem ohnehin schon dramatischen Wertverlust der Aktie in den letzten Jahren, kommt nun ein weiterer Kapitalschnitt der die Altaktionäre noch einmal um 95 Prozent Ihrer Beteiligung bringt.

Warum die Aktie also nach der Meldung am Montag einen Satz von fast 30 Prozent nach oben machte war mir ein Rätsel. Ich gehe eher davon aus dass es hier kurzzeitig zu Short-Eindeckungen gekommen ist… Inzwischen wurde dieser Fehler ja auch schon wieder von der Börse korrigiert. Es bleibt somit weiterhin alles wie es ist. Die Solarwold Aktie  ist und bleibt ein Zocker-Papier von dem man aus meiner Sicht tunlichst die Finge lassen sollte. Nach den geplanten Kapitalmaßnahmen umso mehr! Die eigentlichen „Retter“ des Unternehmens, die Altaktionäre die dem Unternehmen so lange die Stange gehalten haben, gehen am Ende leer aus und können sich auch nicht an der Kapitalerhöhung beteiligen.

Die Anleihegläubiger hingegen werden wohl zu den Glücklichen gehören, die mit den dann eingenommenen 46 Millionen Euro abgefunden werden können. Wie lange allerdings dieser überschaubare Betrag reichen wird um die Zukunft von Solarworld tatsächlich zu sichern, bleibt sicherlich noch abzuwarten. Sicherheitshalber wollte Frank Asbeck sein privates Schlösschen hierfür zumindest nicht verpfänden…!

Heiße Gerüchte bei Nokia und Apple, harte Fakten bei Blackberry

In dieser Börsenwoche scheinen insbesondere die Hersteller von Mobilfunkgeräten wie Apple, Nokia oder auch Blackberry erneut im Fokus vieler Anleger zu stehen. Während der finnische Handy Hersteller Nokia bereits am Freitag mit einem Kurssprung von knapp acht Prozent auf sich aufmerksam machte, scheint der Smartphone-Riese Apple ernsthafte charttechnische Schwierigkeiten zu haben. Branchen-Underdog Blackberry lässt weiterhin verbal die Muskeln spielen und bereitet seine Anleger schon einmal auf die nächsten Quartalszahlen vor…

Bei keiner anderen Aktie des Sektors gibt es wohl so viele unnütze Artikel und Spekulationen wie bei Nokia. Zuletzt konnte die Aktie stark zulegen, weil man jetzt über den baldigen Verkauf der Tochter Nokia Siemens Network (NSN) spekuliert. Mögliche Käufer bzw. Interessenten sollen hier Blackstone oder auch KKR und TPG sein. Ohne Frage würde sich ein Verkauf dieser Sparte positiv auf den Kassenbestand der Finnen auswirken, da der Wert des Gemeinschaftsunternehmens auf ca. 7-8 Milliarden Euro taxiert wird. Jedoch scheint es sich bei diesen Überlegungen bislang eher um gezielt gestreute Gerüchte als weniger um Fakten zu handeln auf die man ernsthaft spekulieren kann. Dabei gehen manche Spekulationen noch deutlich weiter…

Nach Meinung einiger Marktteilnehmer könnte ein baldiger Verkauf von NSN die Vorbereitung auf eine mögliche Übernahmen des gesamten Nokia Konzerns durch den Software-Riesen Microsoft sein. Diese Annahme beruht hauptsächlich darauf, dass bei Nokia kürzlich komplett auf das Betriebssystem „Windows Phone“ umgestellt wurde. Für Microsoft wiederum könnte ein weiteres Standbein im Smartphone-Markt auch durchaus Sinn machen…Ob dies alles tatsächlich so kommen wird oder nicht, weiß aber wohl niemand so genau. Dennoch ist eine solche Spekulation natürlich hochinteressant. Aus charttechnischer Sicht sieht die Aktie allerdings etwas müde aus, was sicherlich anders wäre wenn einige Big Boys tatsächlich etwas über solche Übernahme-Pläne wissen würden. Die Aktie hat ein neues Kaufsignal generiert.

Ebenfalls kräftig spekuliert wird weiterhin bei Apple. Nachdem die letzte Präsentation auch wieder nur eher Aufgewärmtes aus dem Hause Apple zu Tage gebracht hat, warten die Fans immer noch auf echte Innovationen, die den Konzern wieder auf den richtigen Pfad führen können. Stattdessen war kürzlich zu lesen, dass auch Apple wohl nun ernsthaft in den Bereich der günstigen Smartphones vorstoßen will und demnächst ein Billig-iPhone für 75,- Euro auf den Markt schmeißt. Damit würde der US Gigant dann natürlich nicht zuletzt auch Nokia mit seiner neuen Strategie angreifen! Auch wenn dieser Einstieg Apple aus rein monetärer Sichtweise wahrscheinlich nicht viel bringen wird, könnten damit Marktanteile für die Zukunft in den wichtigen Märkten von Morgen, China und Indien etc., gesichert werden. Dennoch halte ich einen solchen Schritt nach wie vor für sehr gefährlich, würde der Nobel-Handy Produzent doch damit ein ordentliches Stück genau dieses Image einbüßen.

Apple Aktie Chart mit Trend

Aus rein charttechnischer Sicht will die Apple Aktie den erneuten Anstieg über die wichtige Marke von 470,- Dollar momentan einfach nicht zu schaffen, was befürchten lässt dass es demnächst noch ein Stockwerk tiefer geht. Kann der Bereich um die 430,- Dollar nicht gehalten werden, droht zunächst ein Rücksetzer auf ca. 418,- Dollar. Hier wird sich dann aller Voraussicht nach entscheiden ob die Aktie den Turnarround doch noch vollziehen kann, oder aber weiter dem Abwärtstrend folgen wird. Ich habe Ihnen hier mal eine mögliche Variante des Kursverlaufes eingezeichnet. Hält diese Chartformation nicht, droht die Apple Aktie aus charttechnischer Sicht in diesem Jahr noch neue Tiefststände auszubilden!

Für den kanadischen Smartphone-Hersteller Blackberry dürfte der Tag der Wahrheit ebenfalls nicht mehr allzu fern sein. Am 28. Juni werden die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres bekannt gegeben, in denen nun auch erstmalig die realistischen Verkaufszahlen des neuen Flaggschiffs Z10 enthalten sind. An diesem Tag wird sich also zeigen, ob sich die Geräte tatsächlich so gut (oder vielleicht sogar deutlich besser!) verkaufen wie bisher angenommen. Die Short-Seller scheinen im Vorfeld dieses Ereignisses allmählich etwas nervös zu werden. Sieht man sich sowohl die Handelsvolumina als auch die Kursbewegungen der letzten Tage an so scheint hier allmählich etwas Kaufdruck aufzukommen. Kein Wunder, denn wenn es den Kanadiern gelingen sollte die Erwartungen des Marktes zu schlagen, dürfte ein kräftiger Short Squeeze bei der Blackberry Aktie anstehen. Die Marke von 16,- Dollar spielt hier eine ganz entscheidende Rolle! Kann dieses Kursniveau überwunden werden, sollte sich der Aufwärtstrend danach noch einmal kräftig beschleunigen. Die Aktie hat kürzlich ein Kaufsignal generiert!

Die Aktien der Smartphone Hersteller bleiben somit allesamt interessant. Jedes Unternehmen mit einer anderen Story und begleitet von den unterschiedlichsten Gerüchten. Ob sich all die im Umlauf befindlichen Berichte auch tatsächlich bewahrheiten werden, bleibt noch abzuwarten. In jedem Falle kann aber eine etwas intensivere Beobachtung in den kommenden Wochen nicht schaden.

Die stärksten Aktien: VW, Daimler, Leoni, E.ON, K+S, Dialog, Salzgitter und Wacker Chemie

Wie schon heute Morgen angekündigt, hier nun die versprochene Kurzübersicht über die, aus meiner Sicht, interessantesten Aktien der letzten Tage. Dabei fließen natürlich in erster Linie Gedanken zur Stabilität eines Depots in turbulenten Zeiten mit in die gemachten Beobachtungen ein. Soll heißen, Kapitalschutz steht nach wie vor an erster Stelle wenn man in diesem nervösen Umfeld unbedingt investiert sein will. Somit bevorzuge ich die Werte die in den letzten Abwärstbewegungen des Dax die größte relative Stärke bewiesen haben. Sprich es geht um Aktien die nicht oder nur in einem sehr geringen Umfang gefallen sind, oder sich entsprechend stark mit jeder positiven Bewegung des Dax wieder erholen konnten. Zudem gibt es auch lange vernachlässigte Aktien oder Sektoren die nun wieder erste ernsthafte Lebenszeichen zu senden scheinen…!

Selbstverständlich kommen in dieser Liste auch, aber sicherlich nicht zuletzt, die Aktien der Automobilhersteller VW, Porsche,Daimler und BMW vor, die sich allesamt ordentlich geschlagen haben. Die gesamte Branche macht einen insgesamt sehr gefestigten Eindruck, einschließlich meines spekulativen Depotwertes Peugeot. Wohingegen man in den letzten Tagen in der Zulieferbranche für die Automobilindustrie durchaus ein paar Besorgnis erregende Veränderungen gesehen hat. Ausser bei Leoni, die gestern wirklich mit einem beindruckenden Intraday-Rebound auf sich aufmerksam gemacht hat und heute erneut zu den großen Gewinnern gehört. Zu beachten ist hier : Alle Autobauer befinden sich (noch) weiterhin in einem intakten Verkaufssignal, dass aber offensichtlich über eine entsprechende Seitwärtsbewegung abgebaut werden soll, was aber nicht zwingend so bleiben muss. Die größte relative Stärke haben hier die Aktien von VW und Daimler und auch Porsche bewiesen.

Relativ stark präsentierte sich auch die E.ON Aktie in den letzten Handelstagen. Allerdings muss man hier wohl dazu sagen dass hier alleine schon durch den vorangegangenen Ausverkauf  wohl nicht mehr allzu viel Luft nach unten gewesen ist. In dieser Kategorie fallen dann auch die Aktien von K+S und Salzgitter, die gestern noch einmal neue Tiefstände ausgebildet haben, sich aber bereits wieder auf dem Wege der Besserung befinden. Alle drei Titel dürften inzwischen so weit überverkauft sein, dass wir hier nun die absoluten Tiefsstände gesehen haben könnten. Die Chancen nach oben sind aus meiner Sicht bei diesen Titeln mittelfristig nun deutlich höher als nach unten, wobei sich diese Bodenbildungs-Phase auch noch etwas hinziehen kann.

And the Winner is…Wacker Chemie! Nicht nur dass sich die Aktie inzwischen in einer nahezu perfekten charttechnische Ausgangslage  für eine bald abgeschlossene Bodenformation befindet, sondern auch die Kursstabilität während der letzten Tage war schon sehr beeindruckend. Der vorangegangene Ausbruch ist zwar durch den Rutsch im Dax zunächst gescheitert, der nächste Versuch dürfte aber demnächst folgen. Und das trotz einer deutlichen Schwäche bei Solaraktien! Ebenfalls richtig spannend finde ich weiterhin die Dialog Semiconductor Aktie, die zwar auch gestern etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde, deren Price Action aber insgesamt auf einen baldigen Ausbruch nach oben hindeutet. Unbedingt beobachten!

Ich könnte noch ewig so weiter machen, habe mich aber entschlossen lieber doch meinen Urlaub kurzfristig wieder aufzunehmen 😉 Wie schon eingangs geschrieben, es geht hier um Aktien mit denen man aller Wahrscheinlichkeit nach gut über den Sommer kommt, weil sich hier eine gewisse Stabilität erkennen lässt, und nicht unbedingt um die besten Performer… Im zweiten Teil, den ich voraussichtlich heute Nachmittag veröffentlichen werde, gehe ich dann etwas mehr auf die US Werte ein, denn hier haben sich gestern ein paar wirklich interessante Dinge ereignet…! Bis dann

Der Nikkei bleibt angeschlagen – Nur ein kurzes Aufbäumen oder Trendwende beim Dax?

Heute möchte ich mich kurz aus meinem Urlaub melden, da es dann doch ein paar erwähnenswerte Veränderungen gibt, auf die es sich lohnt hinzuweisen. Wie manche Investors Inside Leser hier schon trefflich bemerkt haben, habe ich mich mit meiner Berichterstattung in den letzten Tagen etwas zurückgehalten, was schlicht daran lag, dass es aus meiner Sicht nicht viel zu berichten gab. Die Situation ist unverändert angespannt – der Trend weist weiterhin abwärts. Auch die Analyse von Einzeltiteln ist in einem solchen Börsenumfeld wenig sinnvoll, da sich ein von mir erwarteter Kursrutsch im Dax zunächst entsprechend negativ auf nahezu alle Aktien auswirkt, was wir gestern anfangs auch gesehen haben. Die eigentlich spannende Frage war für mich aber, wie sich einige Titel dann verhalten werden und welche Aktien oder auch Sektoren sich am schnellsten wieder erholen werden, etc. Und hier gab es dann aus meiner persönliche Sicht doch ein paar sehr interessante Beobachtungen, über die ich später noch berichten werde….

Mein persönliches „Playbook“ dass ich Ihnen in der letzten Woche > hier < skizziert habe ist somit voll aufgegangen. Wobei ich mir grundsätzlich gewünscht hätte dass der DAX noch etwas weiter korrigiert, bevor die Kurse von den Bullen wieder nach oben gezogen werden, Die Region um die 7.930 Punkte waren eigentlich mein Wunschziel, besser noch 7.885 Punkte. Aber, wie heißt es so schön – Das Leben ist kein Wunschkonzert! Ausserdem ist es aus meiner Sicht noch keinesfalls sicher dass der gestrige Kursrutsch nun das Ende der Talfahrt  markiert hat. Zunächst einmal haben wir gestern einen kräftigen Bounce gesehen, der wieder einmal durch die altenbekannten Faktoren (Notenbanken, etc.) „produziert“ wurde. Und das liebe Leser ist nach wie vor nicht gesund.

Nikkei Chart

Wie ungesund eine Intervention der Notenbanken tatsächlich sein kann ist weiterhin in Japan zu beobachten, und auch hier ist der heutige Kursanstieg, nach den schweren Verlusten der vergangenen Tage, eher als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein zu sehen, nicht mehr! Japan spielt in der aktuellen Börsenphase ohnehin eine wesentliche Rolle, die zum einen mit den berühmten Carry-Trades zusammenhängen dürfte, zum anderen aber auch verdeutlicht dass die Macht der Notenbanken nicht unbegrenzt ist und jedes Wirtschaftssystem sich letzten Endes in gewissen Schranken bewegt, die man manchmal besser nicht überschreiten sollte! Aber darauf möchte ich hier gar nicht im Einzelnen eingehen, das haben auch schon genügend andere Schreiber getan!

Worauf ich hier gerne kurz hinaus will ist die charttechnische Situation des Nikkei, die aus meiner Warte (noch!) keineswegs Anlass zu übertriebenem Optimismus gibt. Es besteht durchaus die realistische Möglichkeit das lediglich das offene Gap (roter Kreis) geschlossen wird, bevor der Index seine Abwärstbewegung wieder aufnimmt. Und somit auch weiterhin Vorsicht das oberste Gebot der Stunde ist. Die Erholung die wir heute Nacht gesehen haben ist in erster Linie dem starken Anstieg der US Indizes gestern geschuldet, und nicht umgekehrt! Grundsätzlich bleibt der zu erwartende Kurs für den japanischen Leitindex weiter abwärts gerichtet, was wiederum bei einem Rutsch unter die Marke von 12.000 Punkten durchaus für deutliche Verunsicherungen an allen Finanzmärkten sorgen dürfte. Eine durchaus interessante Situation also…

DAX Chart kurzfristig

Für den DAX stellt sich das kurzfristige Bild nun wie folgt dar…Wie man unschwer erkennen kann befinden wir und ebenfalls in einem intakten Abwärtstrend. Der etwas steilere Trend, den ich zuvor noch eingezeichnet habe ist aus meiner Sicht nun nicht mehr aktiv. Auch gut zu erkennen ist die enorme Kurslücke (orange), die gestern zur Handelseröffnung gerissen wurde, dann aber bis zum Abend wieder geschlossen werden konnte. Eine weitere Kurslücke (roter Kreis) wartet immer noch auf Schließung. Hier wäre gleichzeitig auch der Bereich der oberen Begrenzung des aktuell gültigen Abwärsttrends. Ich räume somit den nächsten Handelstagen eine hohe Wahrscheinlichkeit ein, dass auch diese Lücke geschlossen wird, und somit der Trendkanal am oberen Ende erneut Bestätigung findet – Allerdings nur wenn der US Markt mitspielt!

Der kurzfristige Spielplan für heute steht somit einigermaßen fest – spontane Änderungen sind jedoch weiterhin jederzeit möglich. Dabei würden mich auch Gewinnmitnahmen zum Handelsbeginn zunächst wenig überraschen. Long Positionen nach einem Rücksetzer bis auf ca. 8.130 Punkte könnten heute interessant sein. Letztlich muss man aber die aktuelle Price Action weiterhin sehr genau im Auge behalten und entsprechend schnell darauf reagieren… Was uns dann in der kommenden Woche erwarten wird, wenn die US Notenbank wieder einmal ihren vollmundigen Versprechungen Ausdruck verleihen wird, bleibt noch abzuwarten. Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle schon einmal ein schönes Wochenende. Später melde ich mich noch einmal mit einem kurzen Bericht zu den – aus meiner Sicht -interessantesten Aktien der letzten Tage…

Dax in Richtung des alten Allzeithochs …und dann?

Auch wenn die US Indizes am Montag gegen Handelsende noch einmal deutlich anziehen konnten, deutete sich bereits zum Wochenbeginn eine strukturelle Schwäche in den Indizes an. Sogar der Dienstag, der statistisch gesehen, in den letzten Monaten immer ein positiver Tag gewesen ist, endete negativ …und gestern setzte sich dieser Trend nun weiter fort. Diese Bestätigung eines möglichen Trendwechsels (kurzfristig) war wichtig. Denn, damit haben wir  endlich (!) eine Kursbewegung bekommen die den Namen „Konsolidierung“ auch verdient hat. Die Dips werden nicht mehr gekauft…zumindest nicht mehr bedingungslos, wenn auch bei einigen Einzelaktien immer noch relative Stärke erkennbar ist. Immer mehr Marktteilnehmer ziehen nun aber offenbar auch die Möglichkeit in Betracht, dass die Börse eben doch keine Einbahnstrasse, mit immer weiter steigenden Aktienkursen, ist…!sich unter anderem

Die Schwäche, die sich bereits vor einigen Tagen angedeutet hat, da die zuvor stark gelaufenen Dividendentitel sich auf dem Rückzug befunden haben und auch die Wachstumstitel einen Teil ihrer Gewinne nun wieder abgeben mussten, dürfte sich höchstwahrscheinlich heute weiter fortsetzen, wenn auch das Tempo vorübergehend etwas gedrosselt werden könnte. Schließlich wartet alle Welt erst einmal auf den morgigen US Arbeitsmarktbericht, aus dem dann abgeleitet werden soll ob die FED den Markt weiterhin mit frischem Geld fluten, oder ihr Engagement gar in naher Zukunft etwas zurückfahren wird. An eine Exit-Strategie der Notenbanken glaubt ohnehin niemand wirklich, denn das wäre wohl auch  mittelfristig gar nicht umsetzbar ohne das ganze Kartenhaus dann in sich zusammenfallen zu lassen!

DAX Chart mit Trends

Für heute (oder morgen) rechne ich persönlich nun mit einem Test des ehemaligen Allzeithochs im Dax, von dem ich ja – wie hier beschrieben – auch ausgegangen bin. Aus charttechnischer Sicht würde ich sogar sagen, dass kurzfristig auch ein weiterer Rücksetzer denkbar ist. Dabei liegt das mögliche Kursziel bei 8.066 Punkten, was ich ja bereits vor einigen Tagen > hier < schon vermutet hatte. Sollte es tatsächlich so kommen werden wir dann, Morgen gegen 14:30 Uhr (US Arbeitsmarktbericht) sehen, ob es den Bullen erneut gelingen kann die Stimmung zum Positiven zu wenden, oder aber auch die runde Marke von 8.000 Punkten in Gefahr gerät. Spätestens hier würden sich wohl einige Marktteilnehmer die ernsthafte Frage stellen, ob die Party vorbei ist.

Grundsätzlich würde ich – rein aus psychologischer Sicht – vermuten dass der Markt erneut die gemeinste aller Varianten für die Anleger bereit hält… Sprich, ein kräftiger Rutsch unter die Marke von 8.000 Punkten oder gar 7.900,  in der kommenden Woche, der alle schwachen Hände rausschüttelt um dann umgehend auf dem Absatz kehrt zu machen und erneut stark anzusteigen. Noch ist es allerdings zu früh für solche Spekulationen, mit denen ich mich aber natürlich intensiv hier im Blog auseinandersetzen werde, wenn es soweit ist!

Bislang besteht also keinerlei Grund zur ernsthaften Sorge um den Aufwärtstrend. Was wir gerade sehen ist extrem gesund und schon lange wünschenswert, denn das was wir in den letzten Wochen gesehen haben war einfach unnatürlich. Nun hat der Markt die erste ernsthafte Chance seit 8 Monaten mal etwas heiße Luft abzulassen und einen soliden Boden für den weiteren Anstieg zu legen. Ob es dabei kurzfristig zu einer Trendbeschleunigung nach unten kommt, wie oben im Chart (orange) dargestellt, oder ob wir in der Konsolidierungszone (rot) bleiben werden, wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach bis Morgen nachmittag herauskristallisieren. Ich würde aber grundsätzlich einen „echten“ Kursrutsch begrüßen der dann die Exzesse der letzten Wochen schnell bereinigt…

ThyssenKrupp – Wer versteht das noch?

Einer der stärksten Werte ist zum heutigen Handelsbeginn die ThyssenKrupp Aktie, was einen zumindest angesichts der äusserst angespannten Nachrichtenlage doch verwundern darf. Noch immer konnte kein Käufer für die beiden defizitären Stahlwerke in Amerika gefunden werden. Die Konzernführung hatte einmal einen Abschluss der Verhandlungen für Ende Mai angepeilt, jedoch ist auch dieser Termin nun ergebnislos verstrichen. Und so steht zu befürchten dass dieser Klotz am Bein weiterhin bestehen bleibt und den Konzern auch zweiten Halbjahr 2012/2013 mit ca. 683 Millionen Euro belasten wird.

Nur um es mal festzuhalten…selbst wenn die beiden Werke verkauft werden, heißt das noch lange nicht dass ThyssenKrupp damit wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren wird. Lediglich die Neuverschuldung des Konzerns könnte damit dann deutlich zurückgefahren werden. Auch operativ betrachtet hat der Stahlriese zuletzt einen Umsatzrückgang von 14 Prozent in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres auf ca. 20 Milliarden Euro verkraften müssen. Das Ergebnis ist dabei deutlich von 733 auf 470 Millionen Euro zurück gegangen…! Der weltweite Stahlmarkt insgesamt bleibt weiterhin angeschlagen, sodass auch von dieser Seite in nächster Zeit nicht allzu viel Gutes zu erwarten ist.

Mit der heutigen Meldungen, dass die Bundesregierung auf eine schnelle und umfassende Schadensbegleichung beim sogenannten Schienenkartell-Skandal pocht, kommen weitere Belastungsfaktoren auf den Konzern zu. Insgesamt sollen sich die Strafzahlungen auf ca. 850. Millionen Euro für alle Beteiligten Unternehmen belaufen. Welcher Anteil hier auf ThyssenKrupp zukommen wird kann noch nicht abschließend gesagt werden, aber er dürfte wohl eher einen größeren Anteil an der Gesamtsumme einnehmen.

Am Ende muss ThyssenKrupp all die Sünden der älteren und jüngeren Vergangenheit irgendwann wohl von den Aktionären begleichen lassen, indem eine Kapitalerhöhung durchgeführt wird. Zumindest ist das der einhellige, und auch sehr naheliegende, Tenor der Fachpresse. Eine deutliche Verwässerung der aktuellen Anteile wäre damit wohl in naher Zukunft höchstwahrscheinlich. Wie hoch diese dann tatsächlich ausfallen würde, kann zum jetzigen Zeitpunkt aber ebenfalls niemand beziffern. Alleine die realistische Möglichkeit einer solchen Kapitalmaßnahme ungewissen Ausmaßes, sollte einem verantwortungsbewusstem Anleger aber schon leichte Schweißperlen auf die Sirn treiben.

Die Frage, die ich mir an diesem Punk wirklich ernsthaft stelle, ist….warum kaufen Menschen unter diesen Voraussetzungen die Aktie dieses Konzerns? Und warum gehört ausgerechnet ThyssenKrupp seit April mit zu den stärksten Werten im DAX, und liegt auch heute wieder weit vorne?

Und wiedermal stelle ich fest ….Ich verstehe Börse manchmal auch nicht mehr, wie so oft in letzter Zeit! Es kann doch nicht nur an den vollmundigen Analystenkommentaren in den letzten Tagen liegen, oder..?

Dax vor weiterem Kursrutsch bis auf 8066 Punkte? Barrick Gold mit guten Nachrichten

Der Gold-Trade gestern war offensichtlich genau richtig. Die Aktien der Explorer haben allesamt stark zugelegt, wobei die von mir Genannten zu den stärksten ihrer Branche gehört haben. Insbesondere die Nachrichtenlage bei Barrick Gold gibt Anlass zur Hoffnung, denn neben den wieder steigenden Gold-Notierungen hat sich nun der chilenischen Präsidenten Sebastian Pinera persönlich dafür ausgesprochen, dass die Arbeiten am Pascua-Lama-Projekt rasch fortgeführt werden sollen. An dieser Stelle sei aber auch noch einmal erwähnt dass der Goldpreis noch ein weiteres Stück zu gehen hat, um eine Trendwende abzuschließen. Der Wind kann also auch jederzeit wieder drehen. Die Positionen die nun inzwischen schön zweistellig im Gewinn sind, werden entsprechend abgesichert. Heute möchte ich es kurz machen, was die mögliche weitere Entwicklung des DAX anbelangt:

DAX mit SKS und Trendkanal

Die Schwäche der letzten Tage setzt sich fort, nur deutsche Aktien scheinen sich noch nicht so richtig mit dieser Situation anfreunden zu können, bzw. sie wollen einfach noch nicht ordentlich konsolidieren. In Japan fallen die Kurse weiter im Eiltempo, in den USA sehen wir seit zwei Tagen deutliche Schwäche in der letzten Handelsstunde, was darauf hindeutet, dass hier verstärkt Kasse gemacht wird. Zudem sind insbesondere die Aktien die zuletzt als Treiber der Hausse galten nun ebenfalls deutlich unter Druck..!

Kurzum, Das oben dargestellte Setup dürfte nun das sein, was auch die Kaufprogramme „im Auge“ haben. Eigentlich selbsterklärend, aber hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung. Alle Gaps wurden mustergültig geschlossen, wie >hier< beschrieben. Die letzte verbliebene Kurslücke dürfte -wie angenommen – erst zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen werden. Mit der gestrigen Kursbewegung und der heutigen erneuten Schwäche könnte sich sich nun eine SKS Formation auf der kurzfristigen Ebene entwickeln, deren Ziel dann bei 8066 Punkten liegen würde. Spätestens mit dem Unterschreiten der unteren Trendlinie (grün) des leicht abwärts gerichteten Konsolidierungs-Trends sollte dann auch deutlicher Druck auf die Aktien ausgeübt werden.

In diesem Sinne…ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Wochenabschluss und die richtigen Entscheidungen!

Der Dax rutscht ab und Gold taucht auf – Barrick Gold, Goldcorp, IAMGold, Kinross, Hecla und Coeur Mining im Fokus

Der Markt zeigt nun weiter Schwäche weswegen ich mit meiner Short-Positionierung durchaus zufrieden bin, allerdings kann die Stimmung auch jederzeit wieder aufhellen und die Kurse in ungeahnte Höhen treiben. Ob der Kursrutsch beim Dax also nur ein kleines Zwischenspiel war, oder aber der Beginn einer weitreichenderen Konsolidierung bleibt noch abzuwarten. Auffällig war gestern – trotz der Schwäche des Dax – die relative Stärke der Aktien. Für heute bleibt damit die Frage zu beantworten ob die Aktien nun eher dem Dax folgen werden oder aber umgekehrt der Dax wieder Stärke zeigen wird. Der heutige Handelstag hat aber aufgrund des Feiertages bis zur Börseneröffnung in den USA keine besondere Relevanz und sollte grundsätzlich nicht überbewertet werden. Dennoch möchte ich Sie heute auf eine interessante Beobachtungen hinweisen, die ich gemacht habe.

DAX Chart Top

Ich habe noch etwas abgewartet Ihnen das hier zu schreiben, weil ich mir ehrlich gesagt noch nicht sicher gewesen bin, aber es deutet vieles darauf hin, dass wir die Höchstkurse bei einigen Aktien vorerst gesehen haben könnten. Der Gap Close von gestern war da höchstwahrscheinlich nur der Anfang. Wichtig für die weitere Entwicklung ist nun die Marke von 8.26o Punkten. ( Das letzte Tief, siehe Chart) Wird diese unterschritten halte ich einen Test der alten Alltime-Highs für sehr wahrscheinlich. Eventuell wird sogar die runde 8.000er Punkte Marke noch einmal getestet. Das spannende an dieser Situation wäre dann, dass viele Marktteilnehmer sich die Frage stellen würden, ob es sich beim Dax lediglich um einen Fehlausbruch gehandelt hat, oder die Hausse nun wirklich weiter geht?

Nun aber genug der Spekulation – Lassen wir den Markt mal atmen und schauen dann was dabei herauskommt. Denn unabhängig von der aktuellen Situation im Dax gibt es ein paar bemerkenswerte Veränderungen…. Allen voran wäre da wohl Gold zu erwähnen. Bereits vorgestern konnte man eine deutliche Stärke bei den Goldminenaktien erkennen, während der Goldpreis nach wie vor vor sich hindümpelte. Insbesondere die Titel der kleineren Gold- und Silberminen haben davon profitiert. Aber auch Schwergewichte wie Barrick Gold und Goldcorp konnten wieder etwas zulegen. Gestern nun wurde diese Bewegung bestätigt und heute springt der Goldpreis über die wichtige Hürde bei 1.400,- Dollar..!

Gold Chart

Das mag nun erst einmal nicht viel heißen, und könnte sich auch erneut als Fehlausbruch entpuppen, sollte aber in jedem Fall intensiv beobachtet werden. Denn, wenn diese Aktien nun nachhaltig drehen sollten, besteht hier enormes Potenzial. Sicherlich werden Sie auch die Berichte verfolgt haben nach denen sich einige sehr bekannte US Großinvestoren nun intensiv mit diesem Sektor „beschäftigen“, was neben einer möglichen Konsolidierung an den Aktienmärkten sicherlich unterstützend für den Goldsektor wirkt. Schauen Sie sich die Charts von IamGold, Kinross Gold oder auch Coeur Mining und Hecla Mining heute einmal etwas genauer an…Ich habe schon schlechtere Rebound-Setups gesehen! Wer es etwas gestreuter mag der beschäftigt sich mit dem Gold ETF GDX oder dem Junior Gold Miner ETF GDXJ.

Bei aller Freude über die wieder anziehenden Kurse in dem Sektor sei aber noch einmal darauf hingewiesen dass es keineswegs als sicher angesehen werden kann, dass Gold nun gedreht hat. Ein erneuter Kursrutsch bis auf 1.200,- Dollar ist aus heutige Sicht ebenso wahrscheinlich wie ein Anstieg über die magischen 1.530,- Dollar. Wie immer gilt also bei solchen Spekulationen unbedingt die eingegangenen Positionen mit engen Stopps abzusichern.

Dax Kursziel 8322 Punkte und dann? – Oder warum offene Gaps doch relevant sind!

Der Dax korrigiert heute ein wenig die Exzesse der letzten Handelstage. Die spannende Frage an dieser Stelle bleibt ob es nun zu einer längerfristigen Konsolidierung oder gar zu einer Korrektur kommen kann, oder aber auch dieser Dip erneut wieder gekauft wird. Wie ich ja bereits in der letzten Woche berichtet habe, zeichnet sich diese nie enden wollende Rallye unter anderem dadurch aus, dass sie von relativ dünne Umsätzen „getragen“ wird und die Stimmung insgesamt keinesfalls euphorisch ist. Ersteres ist aus meiner Sicht weiterhin ein Zeichen das zur Vorsicht mahnen sollte, der zweite Punkt hingegen eher etwas das für weiter steigende Kurse sprechen würde. An dieser Stelle würde es noch viele Faktoren – für und wider – einer Fortsetzung der Hausse geben, die aber den meisten Lesern ohnehin bekannt sein dürften. Somit erspare ich mir und Ihnen hier eine nochmalige Aufzählung.

Denn, letztlich bringen all diese Überlegungen herzlich wenig, weil der Markt seine Bodenhaftung offensichtlich verloren hat. Soll heißen: Wir befinden uns nach wie vor nicht mehr in einer normalen Börsenphase in der althergebrachte Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Asset-Klassen funktionieren. Auch bei der Charttechnik bin ich mir da im Moment nicht mehr so sicher, denn es gab in den letzten Tagen bereits einige Verkaufssignale, die aber zunächst komplett ignoriert wurden. Dennoch möchte ich heute einen erneuten Versuch unternehmen aufzuzeigen wo wir aktuell stehen könnten…

DAX Stundenchart mit Gaps

 

Wie Sie in den obigen Chart sehen können hat der Dax, nach dem überraschend starken Tag gestern, auf dem Absatz kehrt gemacht. Selbstverständlich sind die paar Pünktchen noch keinesfalls ein ernstzunehmendes Zeichen für eine Trendwende, aber… Wenn man die letzten Kursbewegungen etwas genauer unter die Lupe nimmt könnte sich daraus nun eine Top-Buldung ableiten lassen, die nicht untypisch wäre. Grund für diese Annahme ist unter anderem die Anhäufung von Kurslücken/Gaps die ein erstes Zeichen für eine Erschöpfung des Marktes sein könnten.

Das erste Gap (links) könnte demnach ein sogenanntes Exhausting-Gap gewesen sein, oder auch Erschöpfungslücken genannt. Dieser Kurslücke folgte dann fast umgehend eine Ausbruchslücke nach unten, die zudem noch den aktuellen Trend unterschritten hat. Das nun folgende Aufwärtsbewegung gestern schloss zum einen diese Kurslücke des Abwärtsgaps, hinterließ aber gleichzeitig zwei weitere kleine Gaps auf dem Weg nach oben, die nun wiederum geschlossen werden sollten. Das erste bei 8392 Punkten wurde heute bereits geschlossen und wird gerade, während ich das hier schreibe, erneut getestet. Die zweite Kurslücke wartet bei 8.322 Punkten auf Schließung, was dann auch das Ziel für meinen gestern eröffneten Short-Trade (kleiner Pfeil) wäre.

Der eigentlich spannende Teil folgt aber erst nach dem Erreichen dieses Kursniveaus. Denn, mit dem heutigen Kursrutsch wurde ein weiteres Gap hinterlassen, dass aber nicht zwingend sofort geschlossen werden müsste. Möglicherweise folgt also im Anschluss ein erneuter Anlauf auf die Höchststände, anderenfalls droht ein weiteres Abrutschen des Dax in Richtung der 8.000 Punkte Marke. Im S&P 500 ist die aktuelle Situation nun ebenfalls sehr kritisch zu sehen. Das gestrige Aufwärts-Gap dürfte aller Voraussicht nach heute mit einem Down-Gap beantwortet werden, was dann ein sogenanntes Island-Reversal (..wenn auch ein etwas schiefes!) produzieren würde. Diese Chartformation stellt nicht selten den Beginn einer Trendwende dar! Wie oben schon erwähnt kann man sich darauf aber im Moment nicht mehr verlassen, und so halte ich mich erst einmal an die Gaps.

Nun weiß ich ja auch dass es durchaus Anleger oder selbsternannte Börsen-Gurus gibt, die nicht viel, oder nur bedingt etwas von Charttechnik und noch weniger von Gap-Trading halten, dennoch möchte ich an dieser Stelle gerne noch einmal darauf hinweisen, dass gerade dieser Ansatz mir persönlich in den letzten Jahren die besten Gewinne beschert hat. Das gilt sowohl für den Handel von Indizes also auch (oder insbesondere) für den Handel von Einzelaktien. Gehen Sie ruhig mal auf die Suche bei welchen Aktien noch offene Kurslücken zu finden sind, die höchstwahrscheinlich noch geschlossen werden müssen. Ein paar interessante Beispiele für die Wirksamkeit des Gap-Tradings finden Sie hier im Blog…

Fazit: Für den Gesamtmarkt sollte aus meiner persönlichen Sicht nun somit erst einmal vorsichtiger auf der Long-Seite werden…!

Kursmassacker in Japan nach schwachen Daten aus China – Ist das der Anfang einer heftigen Korrektur?

Na Endlich! Man möchte es fast hinausschreien in die bislang unerschütterliche Welt der Börsen-Optimisten. Bereits seit Tagen kündigte sich ein möglicher Erschöpfungszustand bei den Bullen an, heute Nacht kollabierte die Börse in Japan und auch in Europa ist wohl am heutigen Handelstag mit schweren Verlusten zu rechnen, die uns der Realität nun ein Stück näher bringen. Mit dieser Kursbewegung findet also die meistgehasste Rallye der letzten Jahrzehnte nun ein vorläufiges Ende. Ob allerdings auch dieser Rücksetzer sofort wieder gekauft wird, bleibt noch abzuwarten. Übertreibungsphasen dauern eben manchemal länger als man glaubt! Dennoch stehen die Chancen nicht schlecht dass nun allmählich wieder etwas mehr Normalität an den Finanzmärkten Einzug halten könnte…

Grundsätzlich sind herbe Verluste wie wir Sie heute Nacht in Japan gesehen haben ein deutliches Zeichen dafür, dass die Stimmung nun schlagartig gekippt ist. Wie Sie als regelmäßiger Leser dieses Blogs ja auch wissen, habe ich seit längerem genau davor gewarnt, bzw. eine entsprechend starke Bewegung  bei einem möglichenTrendwechsel erwartet. Der Nikkei kippte heute nach unten weg und verlor in der Spitze fast 1.500 Punkte. Zwischenzeitlich wurde noch einmal versucht die wichtige Marke bei 15.000 Punkten zurück zu erobern, was aber kläglich scheiterte. Am Ende des Tages ging der japanische Leitindex bei ca. 14.500 Punkten mit einem Minus von sieben Prozent aus dem Rennen, nachdem er noch gestern bei fast 16.000 Punkten notiert hatte!

Auslöser dieses Kursrutsches waren in erster Linie die jüngsten Daten aus China. Nachdem der chinesische Einkaufsmanager-Index der britischen Bank HSBC unter die Schwelle von 50 gefallen war muss man davon ausgehen dass sich das Industriewachstum nun deutlich verlangsamt hat, bzw. rückläufig ist. Viele Experten sind im Vorfeld der Veröffentlichung hingegen sind weiter davon ausgegangen dass der Wert des Einkaufsmanager Index weiterhin über 50 liegen wird. Warum ist mir persönlich allerdings ein Rätsel, wenn man mal einen Blick auf den gesamten Rohstoffsektor in den vergangenen Wochen geworfen hat!

Auch die gestrige Rede des US Notenbankchefs Ben Bernanke kann durchaus unterschiedlich gedeutet werden, bzw. hat bei einigen Anlegern für Gewinnmitnahmen gesorgt. Zwar wurde einmal mehr bekräftigt dass man alle „notwendigen“ Maßnahmen ergreifen werde um auch weiterhin die US Wirtschaft zu unterstützen, dennoch könnte das Tempo und damit auch der Umfang der monatlichen Anleihekäufe auf einer der nächsten Fed-Sitzungen durchaus gedrosselt werden, hieß es. Grundsätzlich stehe die US Wirtschaft weiterhin eher auf wackeligen Beinen betonte der FED Chef, was eher darauf hindeutet dass es sich bei der zuvor getätigten Aussage um einen erneuten „Testballon“ handeln könnte, um zu sehen wie die Märkte darauf reagieren werden.

Aus charttechnischer Sicht lieferten die US Indizes gestern ein sogenanntes „Outside Reversal“… Die Rede des Notenbank Chefs wurde zunächst erneut kräftig gekauft, im Anschluss wurde diese aber dann vollständig wieder abverkauft und die Indizes schlossen am Ende sogar etwas tiefer als am Vortag. Outside Reversals sind also Tage, an denen ein neues High Und/oder Low gebildet wird, und die Kurse aber wieder in die Range des Vortages zurückfallen. Im Normalfall sind diese Chartmuster sehr bedeutend und kündigen einen Trendwechsel an. In der heutigen Zeit, in der offensichtlich viele Zusammenhänge die über Jahrhunderte funktioniert haben ausser Kraft gesetzt wurden, kann man sich allerdings nicht so sicher sein dass ein solches Kursmuster auch das gewünschte Ergebnis produziert. ( Übrigens wurde diese Rallye ebenfalls am 16.11.2012 durch ein solches Muster ausgelöst – aber eben in die andere Richtung ;-))

Ob wir nun also eine nachhaltige Richtungsänderung für die nun kommenden Sommermonate erleben, bleibt noch abzuwarten. Denn, noch ist es sicherlich etwas zu früh am ersten schwachen Tag des Jahres die Rallye für beendet zu erklären. Und obwohl einige Faktoren aus meiner Sicht dafür sprechend würden, dass auch in diesem Jahr die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ zutrifft, ist es weiterhin wichtig geistig flexibel zu sein, und entsprechend schnell umzuschalten, falls es doch plötzlich nach nur 2-3 schwachen Tagen wieder aufwärts gehen sollte.

In jedem Falle sehe ich den heutigen Tag sehr positiv, weil er verdeutlicht das die Börse eben doch keine Einbahnstraße ist, und die Anleger wieder ermahnt nicht allzu sorglos zu agieren. Es besteht also durchaus die realistische Chance dass sich die Kapitalmärkte nun, nach der tiefen Depression der Krisenmonate und der darauf folgenden Euphorie der letzten Wochen, wieder etwas mehr der Realität annähern werden – Und das ist gut so!

Wie funktioniert CFD Mobile Trading?

Für viele Trader, die sich für den Handel mit CFDs interessieren, ist das sogenannte Mobile Trading eine sehr interessante Variante. Bei diesen speziellen Finanzinstrumenten geht es aufgrund der Hebelwirkung schließlich bereits bei sehr kleinen Kursunterschieden um hohe Summen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, auf unerwartete Bewegungen der jeweiligen Basiswert-Kurse möglichst schnell reagieren zu können. Mobile Trading ist hier eine enorm wichtige Hilfe, da man auch von unterwegs aus jederzeit reagieren kann.

Mit der Abkürzung CFD wird ein Contract for Difference bezeichnet, auf Deutsch auch als Differenzkontrakt bekannt. Die Laufzeit eines CFDs ist in der Regel nicht beschränkt. Mit diesen Instrumenten können Anleger zum Beispiel auf Preisveränderungen bei Aktien, Indizes, Rohstoff- oder Wechselkursen spekulieren, ohne dabei den jeweiligen Basiswert selbst kaufen zu müssen. Gewinn und Verlust ergeben sich bei einem CFD aus dem Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Da es CFDs in ganz verschiedenen Ausprägungen gibt, können Trader damit sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren.

All diese Merkmale zeigen, dass Investoren zwar bei einer Preisbewegung des Basiswerts, die sie erwartet haben, hohe Renditen erzielen können. Gleichzeitig kann sich der Markt jedoch auch in die entgegengesetzte Richtung bewegen, sodass Anleger Verluste erleiden können, die eventuell  über die Einschüsse hinausgehen.

Um solche Verluste zu begrenzen und allgemein auf unvorhergesehene Entwicklungen schnell reagieren zu können, ist der mobile Handel eine hervorragende Alternative. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass der jeweilige Broker das mobile Trading im Angebot hat. Dies kann zum einen über eine spezielle mobile Webseite erfolgen, zum anderen über eine eigene App, die man sich in der Regel kostenlos auf sein Smartphone oder seinen Tablet-PC herunterladen kann.

Sowohl über eine mobile Webseite als auch über eine App kann man sich dann in seinem Handelskonto anmelden und hat Zugriff auf eine ganze Reihe von Funktionen. Im Gegensatz zum Handel am PC oder Laptop sind diese Funktionen zwar ein wenig eingeschränkt, vor allem die Analyse von Kursen wird beim mobilen Handel in der Regel nicht oder nur in geringem Umfang angeboten. Das ist jedoch in erster Linie darauf zurückzuführen, dass es kaum praktikabel wäre, solche Funktionen auf dem relativ kleinen Display eines Smartphones auszuführen.

Beim Handel selbst gibt es hingegen keine Einschränkungen. Das bedeutet, dass Trader auch von unterwegs aus jederzeit auf aktuelle Entwicklungen an den Märkten reagieren können und nicht mehr ständig vor dem eigenen PC sitzen müssen. Gerade dann, wenn aktuelle Nachrichten oder politische Ereignisse sich auf die Kurse auswirken, kann das im CFD-Trading aufgrund der Hebelwirkung teilweise dramatische Folgen haben. Mit Hilfe des mobilen Handels behält man als Trader sein Depot jedoch jederzeit im Griff und kann die negativen Folgen solcher Entwicklungen abwehren.

Darüber hinaus handelt es sich beim mobilen Handel um ein zusätzliches Angebot des jeweiligen Brokers. Abgesehen von den ganz normalen Gebühren für den Handel und natürlich für die Internetverbindung auf dem Smartphone oder dem Tablet-PC fallen deshalb keine weiteren Kosten an.

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