10 goldene Regeln für den Handel mit CFD´s

CFD´s oder Contracts for Difference, sind spannende Handelsinstrumente, die es ermöglichen mit einem relativ kleinen Kapitalstock große Summen an den Börsen zu bewegen. Sprich sie ermöglichen einem Trader mit einem überschaubaren Depot große Gewinne zu erzielen. Dem gegenüber stehen aber natürlich auch große Risiken!  Nachdem ich in der Vergangenheit schon einige Anfragen zu dem Thema bekommen habe, die sich hauptsächlich damit beschäftigt haben, wie man dieses Instrument am besten einsetzt, habe ich mich kurzerhand entschlossen nun meine ultimativen Grundregeln für den Handel mit CFD´s hier zu veröffentlichen. Ich hoffe diese kleine Anleitungen hilft Ihnen dabei sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und dauerhaft erfolgreich zu sein, denn solche Instrumente gehören heute einfach zu einer ausgewogenen Anlagestrategie. Hier sind Sie nun also, die 10 goldenen Regeln für den Handel mit CFDs:

1. Niemals ohne Fallschirm

Der wichtigste aller Punkte gleich zuerst…Niemals ohne eine Absicherung traden! CFDs sind gehebelte Handelsinstrumente, bei denen der Hebel leider in beide Richtungen funktioniert. Sprich, liegt man richtig und hat den Einstiegszeitpunkt in einen Trade gut gewählt, kann man mit überschaubarem Einsatz große Gewinne erzielen. Liegt man hingegen falsch, oder war der Einstiegszeitpunkt nicht gut gewählt, können schnell hohe Verluste anfallen. Dies gilt es natürlich unbedingt zu vermeiden in dem man mit einem entsprechend Stopp-Loss arbeitet, oder Positionen erst dann aufmacht wenn charttechnische Signale ein klares Kaufsignal auslösen. Überlegen Sie sich also vor jedem Trade wie viel Kapital Sie maximal verlieren können, ohne das es Ihrem Depot allzu großen Schaden zufügt und geben Sie immer umgehend nach der Eröffnung der Position einen entsprechende Stopp-Loss-Order in Ihr System ein. Mit einem kleinen Verlust ausgestoppt zu werden gehört zum täglichen Brot eines Traders und ist nicht weiter schlimm, weil man den Trade dann zu einem späteren Zeitpunkt unter besseren Bedingungen erneut versuchen kann. In einen großen Verlust hinein zu laufen, kann hingegen schnell das Ende einer vielleicht hoffnungsvollen Trader-Karriere bedeuten. Mehr dazu im Punkt Margin Call…

2. Den Überblick behalten

Nicht zu viele Positionen auf einmal! Beim CFD Handel ist es absolut schädlich sich auf zu viele Baustellen gleichzeitig zu konzentrieren, weil man sich dann eben nicht mehr richtig konzentrieren kann. Auch wenn Sie Ihr Risikomanagement nahezu perfektioniert haben, werden Sie so höchstwahrscheinlich niemals das optimale Ergebnis erzielen. Aus der Erfahrung heraus hat sich gezeigt, dass alleine die Beobachtung zu vieler Basiswerte zu einer gewissen Handlungsunfähigkeit führen kann. Weil man sich mit jeder weiteren Position schlicht immer schwerer auf einen Trade festlegen kann. Um diese Falle zu vermeiden sollten Sie bereits eingegangene Trades optimieren, sprich aufstocken wenn Sie im Gewinn sind und Positionen die nicht laufen umgehen wieder schließen. Es besteht ansonsten die Gefahr dass eine solche Position dann zu einem längeren Investment wird und unnötig lange Kapital bindet, dass Sie an anderer Stelle besser gebrauchen könnten. Konzentrieren Sie sich also gleichzeitig auf maximal fünf Trades die Sie noch gut beherrschen können!

3. Immer das Ziel vor Augen

Genau so wichtig wie der richtige Einstiegszeitpunkt für einen Trade ist der richtige Ausstiegszeitpunkt. Dieser sollte im Optimalfall bereits vor dem eigentlichen Trade festgelegt werden. Denn, nur wer ein klares Ziel vor Augen hat wird langfristig erfolgreich sein. An Gewinnmitnahmen bist bekanntlich noch niemand gestorben. Dieser etwas platte Spruch beinhaltet eine Börsenweisheit die immer Gültigkeit haben wird. Insbesondere beim CFD Handel sind die kleinen Schritte diejenigen die am Ende zum Erfolg führen werden. Jeden Tag einen kleinen Gewinn zu erzielen, kann am Jahresende eine beträchtliche Summe ausmachen. Die meisten CFD Trader scheitern aber daran, dass sie gierig werden und ihre Positionen länger laufen lassen als ursprünglich geplant. Über Nacht kommt dann eine Nachricht die den Kurs in die nicht gewünschte Richtung bewegt. Die Gewinne sind weg und im ungünstigsten Fall ist man sogar kräftig im Minus. CFDs sind ein Instrument für zielorientierte und disziplinierte Trader!

4. Gier frisst Hirn

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären – der Gier. Des Anlegers schlimmster Feind verhindert oftmals das eine eigentlich Erfolg versprechende Anlagestrategie letztlich nicht erfolgreich ist, weil Sie nicht konsequent umgesetzt wurde. Wie oft ertappen wir uns bei dem Gedanken: „Ach, ein bisschen was geht schon noch“, oder „ich habe gelesen dass die Aktie auf XY steigen kann“ Lassen Sie sich eines gesagt sein… 95% dessen was man liest ist irrelevant für erfolgreiches Trading! Die Kunst besteht darin herauszufiltern welche 5% der Informationen wirklich kursbewegend für einen Aktienkurs sind. Da diese Übung aber den wenigsten Menschen wirklich gelingt, sollten Sie sich strikt an Ihren Trading-Plan halten und nicht darauf bauen das Sie „Glück“ haben werden. Gier hat zudem einen weiteren unangenehmen Nebeneffekt: Treffen Sie einmal genau ins Schwarze und werden Sie tatsächlich für Ihre Gier belohnt, führt dies automatisch dazu dass Sie künftig leichtsinniger werden und Ihren Faden verlieren. Die Quittung dafür kommt dann meist umgehend. Schalten Sie Ihre Gier also konsequent aus, indem Sie Punkt 3 dieser Liste befolgen.

5. Kontrollieren Sie Ihre Angst

Wenn Sie Punkt Eins dieser Liste konsequent  befolgt haben, müssen Sie diesen Punkt nicht so sehr gewichten, ansonsten gilt hier ähnliches wie für das Thema Gier. Wenn Sie Angst haben einen Trade einzugehen, dann lassen Sie es lieber und überlegen Sie sich ob CFD-Trading grundsätzlich das Richtige für Sie ist. Wenn Sie bereits in einem Trade „gefangen“ sind, der Ihnen Verluste beschert hat, dann haben Sie Punkt Eins missachtet und müssten sich nun konsequent der Entscheidung stellen, ob Sie den Trade umgehend schließen, verbilligen oder einfach abwarten bis sich dieser wieder in die gewünschte Richtung entwickelt. Ich bin kein Freund von starren Lösungen in diesem Fall, denn jeder Trade ist individuell und alles was Sie jetzt tun kann durchaus seine Daseinsberechtigung haben. Was Sie aber nicht tun dürfen, ist Ihrer Angst zu gestatten Ihren klaren Verstand zu beeinträchtigen. Stellen Sie sich daher für jeden Trade einen Notfallplan auf, der besagt was und vor allem wann in so einem Fall zu tun ist. Schreiben Sie diesen in Ihr Trading-Tagebuch oder auf einen Zettel gleich nachdem Sie den Trade eröffnet haben und handeln Sie danach! Sie werden merken dass Ihnen diese Übung die nötige Sicherheit verschafft künftig keine Angst mehr zu haben und immer handlungsfähig zu bleiben.

6. Keine Exoten mit geringen Umsätzen!

Wie im Aktienhandel auch sollten sich Neueinsteiger erst einmal auf die liquidesten Aktien, Indizes oder auch Währungspaare konzentrieren, da dort die Wahrscheinlichkeit von Manipulationen am geringsten ist. Marktenge Werte hingegen haben die unangenehme Eigenschaft, dass von großen Playern am Markt bereits mit einem überschaubaren Kapitaleinsatz der Kurs in die gewünschte Richtung bewegt werden kann. Der Leidtragende ist dann nicht selten der kleine CFD-Trader. Bleiben Sie also zunächst bei ein paar wenigen Instrumenten die dieses Kriterium erfüllen und sammeln Sie erste Erfahrungen, bevor Sie sich dann an Aktien-Nebenwerte, Volatilitäts-Indizes oder dergleichen ran trauen.

7. Den Hebel überschaubar halten

CFD´s gibt es mit unterschiedlichem Hebel. Während ich also beispielsweise bei einer Aktie nur ein Zehntel der Summe einsetzen muss, die ich aufwenden müsste wenn ich die Aktie klassische gekauft hätte, kann der Hebel in anderen Fällen deutlich höher ausfallen, wenn man will. Auch hier gilt, fangen Sie „klein“ an, denn ein Hebel von 10 ist schon aufregend genug. Wer sich hingegen gleich in die Königsklasse des CFD Handels hineinstürzt und den Hebel deutlich nach oben setzt, riskiert einen Totalverlust. Insbesondere der Handel mit Währungspaaren, aber auch das Setzen auf die künftige Kursentwicklung bei Indizes bergen nach meiner Erfahrung hohe Risiken. Politische Ereignisse oder schlechte Konjunkturdaten über Nacht sorgen hier sehr schnell für deutliche Kursausschläge in die falsche Richtung. Und wer heute bspw. zehn Dax Kontrakte handelt sollte sich bewusst machen dass er trotz eines geringen Einsatzes von knapp 1.000,- Euro damit fast 100.000,- Euro bewegt für die er im Falle eines Crash an den Börsen auch gerade stehen muss!

8. Margin Calls unbedingt vermeiden!

Ich weiß ich wiederhole mich etwas, aber das Thema ist für Ihren dauerhaften Erfolg mit CFDs wirklich wichtig…! Was Ihnen wirklich niemals passieren sollte ist ein sogenannter Marin Call. D.h. das Ihre Positionen vom Broker automatisch geschlossen werden können, wenn Ihre Depotkonto keine ausreichenden Sicherheiten oder Deckung aufweist. So etwas kann Ihnen auch passieren, wenn Sie einen Stopp gesetzt haben, oder aber schlicht die Größe der Position nicht zu Ihrem Gesamtdepot passt. Beispielsweise kann über Nacht ein politisches Ereignis (Krieg, etc.) dafür sorgen das der DAX am Morgens darauf um drei Prozent tiefer eröffnet. Um dies dauerhaft zu vermeiden gibt es eigentlich nur eine sinnvolle Lösung. Halten Sie Ihre riskanten Positionen nicht über Nacht sondern schließen Sie den Trade am Abend und gehen am folgenden Morgen wieder rein. Die Gebühren bei CFD`s sind so gering, dass man sich dieses Spielchen locker leisten kann, sich in Gegenzug aber dafür ein hohes Maß an Sicherheit erkauft.

9. Technische Analyse als Grundlage

Nicht das was wir uns wünschen passiert an den Märkten, sondern meistens eher das was wir nicht wollen, wenn man sich nicht an gewisse Regeln hält. Für den Handel mit CFD´s ist es aus meiner Sicht daher unerlässlich, sich darauf zu konzentrieren was man tatsächlich sehen kann und nicht auf das was passieren könnte. Bei dem Versuch in so machen Aktienkurs etwas hinein zu „orakeln“ ist so mancher Anleger schon kräftig baden gegangen. Aktienkurse bewegen sich in bestimmten Mustern, die sich wiederum häufig durch die verschiedensten Indikatoren ergeben. In der heutigen Zeit werden Aktienkurse zudem überwiegend durch Computerprogramme bestimmt die in tausendstel Sekunden Positionen kaufen und verkaufen. Umso wichtiger ist es ebenfalls zu „denken“ wie diese Maschinen. Angefangen von Fibonacci bis hin zu gleitenden Durchschnitten ist es also notwendig sich das für erfolgreiches Handeln unerlässliche Handwerkszeug der technischen Analyse anzueignen. Auch hier gilt somit: Ohne Fleiß keinen Preis. Eine regelmäßige Hilfestellung bei Ihren täglichen Aktivitäten soll Ihnen dieser Blog sein..!

10. Den richtigen Broker wählen

Und last but not least die Grundlage eines jeden Tradings: Genau so wichtig wie eine konsequente Risikokontrolle ist die Auswahl des für Ihre Zwecke geeigneten Brokers. Denn nicht nur Verluste aus eingegangenen Tandes können einen hohen Prozentsatz der Gewinne wieder verschlingen, sondern auch die Gebühren die man beim Broker für die Transaktionen bezahlen muss. Es ist also eher davon abzuraten den CFD Handel über einen der klassischen Aktienbroker zu betreiben, da die Gebühren hier überproportional hoch sind. Viel mehr sollten Sie unabhängig von Ihren sonstigen Depots ein Konto bei einem speziellen CFD Broker eröffnen, bei dem die Gebühren für einen Trade teilweise nur den Bruchteil dessen ausmachen was Sie bei Ihrer „Hausbank“ bezahlen müssten. Am Ende des Jahres kann dieser Posten somit mehrere hundert oder tausend Euro mehr oder weniger in Ihrem Geldbeutel bedeuten – je nachdem wie aktiv Sie sind.

Einen guten CFD Broker finden Sie hierzulande oder auch im Ausland, wobei dies kein Nachteil sein muss. Denn oftmals sind die dort verwendeten Trading Plattformen etwas „ausgereifter“ und umfangreicher. Zudem bieten diese Broker meist äusserst interessante Boni für eine Kontoeröffnung. Beispielsweise ETX Capital ist ein solcher CFD Broker, bei dem Sie einen einzigartigen Einzahlungsbonus von bis zu 5.000,- Euro erhalten können. Oder aber, Sie sehen sich Lynxbroker einmal etwas näher an. Hier gibt es zwar keinen oder deutlich geringer „Goodies“, aber dies sind ebenfalls Broker die ich guten Gewissens empfehlen kann.

Also letzten Punkt möchte ich noch anfügen, dass eine der wichtigsten Lehren bei Trading wohl diese ist: Lerne aus Deinen Fehlern! Nur wer regelmäßig an sich arbeitet und sowohl seine Strategie als auch die gemachten Fehler auf den Prüfstand stellt, wird sich weiter entwickeln können. Einmal schmerzlich getroffene Fehlentscheidungen können somit sogar gut investiertes Geld sein, wenn man diese Fehler in Zukunft konsequent vermeidet. Wenn Sie die hier aufgeführten Trading-Regeln befolgen, sollte Ihnen ein Start in den spannenden CFD Handel etwas leichter von der Hand gehen, und Sie werden Ihre Ergebnisse dadurch konstant verbessern. Ich hoffe somit ich konnte Ihnen mit diesem Artikel dieses herausragende Handelsinstrument etwas näher bringen.

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47 Comments

  1. Thomas said:

    Und hier, unter „10 goldene Regeln für den Handel mit CFD´s“ noch

    ***mein besonderer Dank an Dich Lars.***

    Der Verlauf dieses „Chats“ hat mir geholfen, meine „Investitionsneigung“ seit ca. 2005/2006 bis heute zu veranschaulichen, darüber nachzudenken und darunter einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen.

    Kein „Anrempeln“, aber der „Chat“ zu CFD’s beginn mit:

    „August 16th, 2014 at 07:39

    Hallo und guten Morgen Thomas,

    ja Du hast sicherlich Recht, es deutet vieles darauf hin dass bei SKW massiv geschlampt wurde…“

    Den Beitrag von Micha finde ich, im Ernst, besonders gelungen:

    „Irgendwie wird das auf Dauer hier unten den Topics etwas unübersichtlich und so könnte man es thematisch auch etwas trennen (z.B. Rohstoffe, Trendfolge, antizyklisch, Watchlist, bla bla bla…).“

    Genau! Antizyklisch in CFDs einsteigen oder dem Trend bei SKW Stahl folgen! 🙂 🙂

    Von mir keine Kritik an der Struktur von Investor Inside sondern an meinem „bla bla bla“.

    Doch noch eine Anmerkung – ein wenig bla bla bla:

    In „jungen Jahren“ war ich Betreiber einer domain zu einem Spezialthema (international und in Englisch) unter noch schwierigeren technischen Voraussetzungen, mit Modem erst einmal einwählen … Die Seite war in diesen Spezialkreisen recht bekannt und, so denke ich, als verlässlich empfunden worden. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause kam wählte ich mich also ins Internet ein, um erst mal die Emails abzuarbeiten. Nach dem Abendessen kam dann die Pflege der Domain selbst dran. Damit habe ich keinen Cent (oder damals Pfennig) verdient sondern es war, über die Telefonrechung, lediglich ein Kostenfaktor.

    Die Struktur der Domain hatte ich damals im Kopf. Ich stelle lediglich fest: Man wird älter! Und das unter dem Topic „10 goldene Regeln für den Handel mit CFD´s“.

    Kein Tritt vor’s Schienbein. Vielmehr Kritik an meinem „bla bla bla“:

    Investor Inside is reliable. Aber das sollte man eventuell durch die Struktur auch deutlicher herausstellen 😉 Man findet Deine Gedanken, den admin, nicht so leicht 😉

  2. Thomas said:

    Moin Lars,

    ich hatte ja angedroht, mit anderer Strategie zurückzukommen.

    Ich habe jetzt eine andere.

    Zuächst zur Fehleranalyse. Was habe ich in der Vergangenheit falsch gemacht?

    1. Mein Blog ist Unsinn in mehrfacher Hinsicht. Ich werde ihn schließen bzw. nicht wirklich weiterführen. Was ist das Thema dort? Dass man mit Portofoliotheorie ca. 6-10% p.a. machen kann und das ist mehr als auf dem Sparbuch? Siehe Ethna Aktiv mit viel Anleihen oder ARERO mit viel Aktien. Auf die eigene Watchlist konzentrieren! Portofoliotheorie tschüß, antizyklisch in Rohstoffe ist dagegen ok.
    2. Erst mal eine gute Watchlist aufbauen! Wo ist meine eigentlich?
    3. Aufhören, sich mit Regeln zu geiseln. Das tun, was man eigentlich tun will.
    4. Sag Dir ganz ehrlich, dass Du von Einzelaktien nichts verstehst. Konzentriere Dich daher auf Fonds/ETFs.

    Was will ich tun?

    Im Augenblick habe ich 4 Werte im Depot: PSEC, AGNC, ISHARES DOW JONES EMERGING MARKETS SELECT DIVIDEND und Zucker.

    3 davon will ich verkaufen, eigentlich sofort. Fehleranalyse mit den Einezltiteln fortgesetzt:

    1. PSEC, nett, im Sinne von high yield Anleihe als Aktie. Von Einzelaktien verstehe ich aber nichts. Wurde ja, ich versteh ja nix davon, auch die letzten Tage so um 1 US$ abgestraft, oder sagen wir 70 Cent – is ja ne Anleihe – Bodenbildung jetzt so um die 10,30 US$ … Verkaufen! Eilt aber nicht. Noch ein Fehler: Monatlich ausschüttend ist kein Qualitätsmerkmal. Das macht nur monatlich Arbeit. Stop damit!
    2. AGNC: a) Aktie und b) das Thema kann man auch noch direkter mit Anleihen spielen. Siehe ISHARES BARCLAYS CAPITAL EURO GOVERNMENT BOND 15-30. Ooops. Charttechnisch ist der A0LGQC in der Übertreibung. A0LGQC übertreibt nicht, wie AGNC, vermittels Ausschüttungen sondern mit Kurswert. So kann das doch nicht noch lange weitergehen. –> AGNC verkaufen, besser heute als morgen.
    3. EMERGING MARKETS SELECT DIVIDEND. Nun, das ist quasi die Summe meiner vergangen Denkfehler im Quadrat. Entwickelte Dividendentitel in Wachstumsmärkten? Was ist denn das genau? Gazprom, die Brasilianische Telekom, Bangkok Bank, Sansiri 🙂 Und das ganze noch nach Portofoliotheorie gekauft? Basta!
    4. Zucker? Bleibt drin. In kleinen Dosen eine gute Idee.

    Dann besteht das Depot aus Zucker.

    Noch etwas Salz dazu?

    Jetzt eine vielleicht sich im ersten Moment eher durchgeknallt anhörende Frage:

    Ich war noch nie in Vietnam. Der Newsflow aus Vietnam über den hiesigen Asia Markt ist aber ganz ordentlich. In Laos war ich inzwischen ein paar Mal. Einen ETF Lao konnte ich bisher nicht finden. Gibt es das Thema als Zertifikat? Die „People’s Democratic Republic“ Lao wird vermutlich keine Aktiengesellschaften haben?!
    Die Frage ist dennoch ernst gemeint, auch an alle Besucher von Investor Inside gerichtet:

    Wie investiert man in kleinen Dosen in Laos?

    An sonsten bliebe lediglich der DB X-TRACKERS FTSE VIETNAM INDEX ETF (DBX1AG) als geopolitisches Surrogat. Der ist aber gerade in der Übertreibung. Den Rücksetzer auf 21,50-22 abwarten? Irgendwann im Mai (2014) eingestiegen … heute verkaufen? Ist doch ganz ordentlich. 20-30% in 3 Monaten? Wenig arbeitsintensiv 🙂

    Jetzt mache ich mich erst mal ans Verkaufen.

    Der Chart von DBX1AG ist aber schon verdammt-verlockend 😉

    Heute wär auch ein schöner Tag um A1KJHG mit stop loss 82-85, oder eng bei 90, zu kaufen.

    Aber erst mal auf’s Verkaufen konzentrieren.

    Dann noch einen schönen und erfolgreichen Handelstag.

    Thomas

  3. Thomas said:

    N’Abend Micha,

    um wirklich ganz ehrlich zu sein: Für den Verkauf damals waren 2 Faktoren entscheiden. Dass der Sparplan eine Vorsorgeaufwendung war, hatte ich schon erläutert.
    Der erste Faktor war, eine minimale Änderung des Rechts (Anfang 2008: Versicherungspflicht), die mich veranlassten, eine private Versicherung abzuschließen (und die Sparbeträge aus dem Sparplan dorthin umzuleiten).
    Der zweite Faktor war der: Es mehrten sich ja zunehmend news von der housing bubble. Ich saß am Bildschirm und sinierte: Bist Du krank? Vorsorgeaufwendungen in einem Aktienfond? Jetzt aber schnell raus hier.

    Ich muss unterstreichen, dass es reiner Zufall war, aber die Aussage mit dem Peak stimmt. Am nächsten Tag fiel das ganze Teil, erholte sich auch nicht mehr – und den Rest der Geschichte bis März 2009 kennen wir ja alle zur Genüge 🙂

    Um’s auf den Punkt zu bringen:

    Ja, das Volumen der ***“Vorsorgeaufwendung“*** +/- Chart +/- Newsflow.

    Und, um noch noch eine politische Dimension anzusprechen: „Vorsorgeaufwendung“ im Sinne einer PKV oder Kapital-LV werden/wurden z.T. steuerlich gefördert. Es selbst in die Hand zu nehmen, mit einem xy-Sparplan: Da darf man Steuern zahlen (inzwischen auch bei Haltedauren über 1 Jahr).

  4. Micha said:

    Abend,

    @Thomas: „löste ich ihn auf — und nicht lachen — es war ***genau*** am Peak 🙂 Tag-genau! Ungelogen.“
    -> Sicherlich hat das enorme Volumen deines Verkaufs diesen Trendwende eingeläutet. 😀 😉
    Übrigens achte ich auch sehr aufs Volumen, hatte ich glaube kürzlich vergessen zu erwähnen.

    @Lars: Wann gibt Cat Oil die Q2 Zahlen morgen bekannt? Entweder bin ich blind oder es steht wirklich nichts auf deren Seite. 🙁 Aktuell sieht das alles ja sehr erfreulich aus. Mich hat es heute auch bei CSIQ ausgestoppt, da ich gestern den Stop noch ultraeng nachgezogen hatte. THRM könnte die nächsten Tage auch interessant sein. 😉

    VG

  5. Thomas said:

    Hallo Lars,

    ich „befürchte“, Du bringst mein Problem mit dem Wellenreiten auf den Punkt.

    Ob das Musterdepot in dieser Form … Es passt nicht zu dem Blog insgesamt, da der wiederum eigentlich dazu dienen soll, den Typus „Bausparvertrag / Kapitallebensversicher / Sparbuch / „Um Gottes Willen nicht dieses Teufelszeug Aktie““ ansprechen soll, sich mit der Vermögensbildungsform Depot (nicht unbedingt Aktie) auseinanderzusetzen. Im Sinne: Wäre das auch was für Sie? Etwas volatiler als ein Bausparvertrag, dafür etwas renditestärker.

    Im Grunde wäre es dazu völlig ausreichend, offen über das eigene Realdepot und dessen realen Krisen zu sprechen 🙂

    Die Zusammenstellung der Watchlist im Musterdepot ist eine Katastrophe!

    Deinen „Weckgong“ zu DB und Luft-H hatte ich jeweils vernommen 🙂

    Gestern war’s ja bei mir beim Wellenreiten die Banco Popolare, die auch so verläuft wie die DB. Die DB ist aber noch kilometerweit von der 200 Tagelinie…

    Und damit wären wir am Punkt: Ich will im eigenen Depot ja keine Bank 🙂 Und die 200 Tagelinie ist eher was für Fond- denn für Aktienliebhaber 😉

    Das Musterdepot ist völlig strategielos!

    Fiel mir gestern ebenfalls auf.

    … längeres Nachdenken … Heureka! Der Vietnam ETF DBX1AG wie steht der eigentlich?

    Habe gerade nachgesehen. Ich bin ein Trottel 🙂 Der ist in dem schon, wie seit längerem erwarteten, aber lange nicht eingetretenen (und lange nicht mehr nachgesehenem), klaren Aufwärtstrend. Ich hoffe Du verstehst hier meinen Punkt?!

    Griechenland ETF am Punkt erwischen …

    Das eigene Depot (außer dem Zucker, die Idee antizyklisch für Rohstoffe gefällt mir immer noch):

    Das sind zwar Aktien, die aber wiederum sollen gegenwärtig „Anleihe-“ ETF/Fond spielen, alles möglichst mit ausschüttenden Werten… nach Portofoliotheorie + mal verkaufen, möglichst Risiko-arm.

    Die Größe der Welle? Mit dem schon erwähnten Aktienfondsparplan 2006/08, das war bisher meine beste Erfahrung, Rendite p.a. ca 30%. Und hier wieder der Punkt: Ganz ohne Portofoliotheorie, einfach vom „gesunden Menschenverstand“ her löste ich ihn auf — und nicht lachen — es war ***genau*** am Peak 🙂 Tag-genau! Ungelogen.

    „Vielleicht kannst Du mir kurz noch einmal die genaue Zielsetzung/Strategie des Depots erläutern,…“

    Micha erwähnte, dass er für seine Freundin ein eher fundamental aufgestelltes Depot führt. Am erfolgreichsten war ich selbst mit ganz langen Wellen, aufwandsarm mit Sparplan Aktienfond. Abgestoßen nach Bauchgefühl. Und jetzt geisele ich mich selbst mit Portofolioregeln? Mit ziemlich abgefahrenen Titeln – mREITs und so was … Wo kommt denn das her? Das muss ich jetzt mal näher analysieren 🙂

    Soll heißen: Denke gerade sehr ernst und sehr tief über die eigene Depotstrategie nach. Vermute, wenn ich mich zurückmelde, sieht die ganz anders aus 😉

    … und bitte keine Gedanken ans Wellenreiten-Musterdepot. Vielleicht können wir hier mal über wirklich gute Werte zum gaaanz laaange Wellen in einem wirklichen Depot sprechen?!

    Beste Grüße, Thomas

    • Lars said:

      🙂 Thomas,

      ja das machen wir, wobei ich gleich dazu sagen muss dass die länge der Welle eigentlich immer vom Markt bestimmt wird. Soll heißen eine Roche oder Nestle Aktie kann man sich 20 Jahre ins Depot legen und warten und hat dann am Ende bspw. 1000 Prozent verdient, abzüglich der Inflation etc. verbleibt dann immer noch eine ordentliche Rendite. Wenn man die gleichen Aktien über einen so langen Zeitraum aber etwas aktiver handelt…und damit meine ich Wochen- oder besser Monatswellen… dann kommt hier am Ende ein Vielfaches raus. Alternativ dazu kann man natürlich auch eine Basisposition laufen lassen und zusätzlich immer eine Tradingposition einstreuen, wenn dies gerade einen Sinn ergibt. Diese kann dann zwischenzeitlich sogar in die Gegenrichtung ausgerichtet sein 😉 um den Gewinn der Basisposition in schwachen Phasen zu schützen.

      Griechenland und Vietnam ETFs sind somit durchaus für so ein Vorhaben interessant, ebenso wie ein RSX (Russland) oder auch Biotech zu gegebener Zeit. Die Idee ein solches Thema hier etwas intensiver aufzugreifen finde ich sehr spannend und werde ich auch umsetzen sobald ich etwas passendes gefunden habe. Momentan bin ich leider etwas zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, aber ich kümmere mich drum. 😉

  6. Thomas said:

    Edit:

    „LU0118405827 gehört rein. Bio-Schweiz, Bio-USA, Bio-UK als ETF? ;-)“

    Muss ich korrigieren, damit der „joke“ rüberkommt:

    LU0118405827 gehört rein. Bio-Schweiz, Bio-USA, Bio-UK als FONDS? 😉
    Oder darfs doch ein ETF auf den SMI sein?

    = Gibt es das Thema, BioTec, als ETF?

    • Lars said:

      Hallo Thomas nochmal,

      War gestern Abend nach gefühlten 20 Kubikmetern Schnittgut die ich aus dem Garten entfernt hä einfach etwas platt. Hinzu kommt noch das meine Frau mir wegen des Wetters permanentLast-Minute-reisen vorstellt, die ich mir dann anschauen muss. Deswegen erst jetzt eine Antwort auf ein paar Deiner Fragen…

      Vorab, ja es gibt natürlich ETFs auf den Biotech-Sektor. Schau Dir mal BBH, BIB, FBT oder IBB an. Den SEB CONCEPT BIOTECHNOLOGY B finde ich schon mal sehr interessant. Danke dafür! Allerdings teile ich Deine Meinung bezüglich dessen dass es „Wurst“ ist wann man in welche Aktiengattung investiert nun so gar nicht. Denn meine Erfahrung ist letztlich eine völlig gegenläufige. Die Aktie ist relativ Wurst, aber das richtige Timing ist das Salz in der Suppe. Oder anders gesagt, eine Aktie wird nur dann steigen, wenn der Markt diese liebt und nicht zwingend weil das Unternehmen in irgend einer Form gut oder günstig ist. Genauso verhält es sich auch mit Rohstoffen. Vielleicht meintest Du aber ja tatsächlich die Uhrzeit bei Deinem Beispiel Zucker/Rhodium…die ist natürlich schon Wurst 😉

      Ich habe ein gewisses Problemen mit dem Begriff „Wellenreiten“, da ich nicht genau weiß was Du persönlich nun darunter verstehst Wellen zu reiten. Vielleicht kannst Du mir kurz noch einmal die genaue Zielsetzung/Strategie des Depots erläutern, dann könnte ich eventuell auch eine halbwegs seriöse Aussage dazu treffen, ob die einzelnen Depotwerte aus meiner Sicht geeignet sind oder nicht. Der Anlagehorizont spielt hier natürlich auch eine wesentliche Rolle. Der DBX1DS war zu dem Zeitpunkt aus meiner Sicht falsch, könnte jetzt aber bald (kurzfristig) richtig sein, wohingegen LH und DB vor ein paar Tagen (mittelfristig) eine gute Idee gewesen wären, etc. Auch hier ist Timing alles!

      Thailand, Dialyse, China, Fielmanns, Rhodium, Food, Pharma, … Alles gut aber einem Wellenreiter-Depot ist das Wurst weil ein Wellenreiter nach meinem Verständnis eben Wellen reiten sollte. Sprich bezogen auf das letzte Jahr wäre ein Wellenreiter wohl auf Tesla, 3D Drucker, Biotech und Internet (langfristig) aufgesprungen und würde diese Wellen weiter reiten. Von den 3D Druckern hätte Er sich wohl inzwischen verabschiedet, dafür hätte er jetzt E-Mobilität aufgestockt in Form von BITA, BYD, KNDI etc. Gold und Silber würde ein Wellenreiter wohl erst anfassen wenn diese signifikant über gewisse Hürden ausgebrochen sind, etc.

      So- und jetzt geh ich mal ne Welle reiten 😉 …ist gleich Börseneröffnung und ich muss mich noch vorbereiten, Gruß, Lars

  7. Thomas said:

    N’Abend Lars,

    als ich von der Arbeit nach Hause kam, dachte ich: Könnte der Garten unter Wasser stehen? Hier ist Sauwetter! 🙂

    Der Chart von Bayern-Wetter hat wohl heute einen Ausreiser vom allgemeinen Abwärtstrend des Wettercharts in Deutschland gehabt?! 🙂

    Ich habe heute bei mir das „Musterdepot Wellenreiten“ upgedated – dumm gelaufen, vergaß den short-DAX rechtzeitig zu verkaufen 😉 Führte gleich zu *zwei* „Muster-Depot Aktionen“.

    Zur Meinung Micha/Blog Struktur/Plugin: War nur in dem Sinne gemeint: Ich wollte das halt mal so in dieser Länge sagen. Oder „Sorry, für die Länge des Briefs, für einen kurzen fand ich heute keine Zeit.“ 🙂 … Und wohin sendet man den langen Brief?

    Worüber ich mir gerade Gedanken mache, sind die letzten Zeilen in der „5. und 6 Aktion im Musterdepot Wellenreiten“… Wie groß darf denn die Welle dort sein, um sie reiten zu wollen?

    Anders ausgedrückt: Welche Strategie soll das Depot denn verfolgen?

    LU0118405827
    A0M8HD
    DE000A0RFFT0
    A0DPA9

    Thailand, Dialyse, China, Fielmanns, Rhodium, Food, Pharma, …

    Und da ist es eigentlich Wurst (siehe Rhodium vs. Zucker), um welche Uhrzeit genau der Einstieg erfolgt.

    Hättest Du mal Lust, die Watchlist von „Wellenreiten“ mit mir etwas „auszumisten“? Ist mir gegenwärtig von mir zu technisch („oder zu abgestraft“) und zu wenig „trendfolgend“ ausgesucht.

    LU0118405827 gehört rein. Bio-Schweiz, Bio-USA, Bio-UK als ETF? 😉 Oder darfs doch ein ETF auf den SMI sein?

    Auch Banco Popolare passt nicht wirklich. Ist de facto nur a) mehr abgestraft als DB und b) im Mittelfristchart noch im Aufwärtstrend. Nur Banken? Langfristig? Da ist so was „ruhiges“ wie die MüRü-Kuh doch einfach lieber. 😉

  8. Thomas said:

    … und sorry für die Länge – aber ich liebe das Thema 😉

    … und sorry für die Länge als Kommentar zu „10 goldene Regeln für den Handel mit CFD´s“ 🙂

    Ich pflichte Micha bei, dass die Struktur der Kommentare zu Investor Inside evtl. etwas unglücklich ist und man nach einer gewissen Zeit Schwierigkeiten bekommt, etwas Wichtiges wiederzufinden.

    • Lars said:

      Hallo Thomas,

      und vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar. Nur ganz kurz weil ich mir das natürlich alles noch etwas genauer ansehen möchte, eine Anmerkung zu der nicht vorhandenen Struktur. Das ist natürlich richtig und ich bin schon seit tagen immer mal wieder auf der Suche nach dem optimalen Plugin für so eine Geschichte. Man will ja schließlich nicht irgend etwas hier installieren 🙂 sondern es sollte auch Sinn machen und entsprechend Ausbau- und anpassungsfähig sein. Ich bitte also noch um etwas Geduld.

      Heute ist bei mir erst einmal Großkampftag im Garten, weswegen ich wohl erst heute Abend dazu komme auf Deinen Kommentar zu antworten. Man muss ja die wenigen regenfreien Tage in diesem unserem Land nutzen 😉

      viele Grüße, lars

  9. Thomas said:

    Hallo Micha,

    mich hätte der Chart von Mapp Bio auch interessiert – um einfach mal zu sehen, wie News sich darauf auswirken. Bei mir um mehr von Ebola zu verstehen.

    Wahrscheinlich habe ich mich die letzten Tage nur zu sehr selbst gefragt, wie ich in Pharmaunternehmen als Einzelaktie investieren würde. Ich verstehe jetzt Deine Art, es zu tun. Besten Dank dafür. Ich selbst komme eigentlich von Fonds-Sparplänen – also gaaaanz langsam. Aktien habe ich zwischenzeitlich im Depot, da sie ETFs „simulieren“ sollen. Von Lars habe ich ebenfalls gelernt, dass man beim Einstieg in Aktien schon daran denken sollte, dass es Aktien sind und man mit Chartechnik noch ein wenig mehr beim Einstieg herausholen kann. Und: Ein kleines sorry, wegen eines jokes von Dir so viele Worte gemacht zu haben.

    @Lars: Hatte gerade überlegt, das Musterdepot „Wellenreiten“ ganz aufzulösen. Ich kann einfach nicht Wellen reiten. Müsste wohl morgen musterhaft in die Banco Popolare (nicht DB – kilometerweit von der 200 Tagelinie entfernt) einsteigen?! 🙂 Und das macht Arbeit! Insbesondere ständige Arbeit 😉

    Will damit sagen:

    „wir sparen für die Rente oder die Ausbildung unserer Kinder”
    … das Thema liebe ich.

    Der Punkt dabei ist das Sparen. Ich denke, man sollte sich dieses Geld irgendwie regelmäßig bei Seite legen und einen geeigneten Weg dafür finden, es auch wirklich regelmäßig zu tun.

    „Konsumgüterhersteller, Familienunternehmen und Stiftungen“. Im Sinne von Fonds/ETFs sind Stiftungsfonds im allgemeinen eine relativ sichere aber renditearme Anlage. Den Fonds, den ich Dir gezeigt hatte – bei dem verstehe ich nicht, wie der den Chart mit Aktien hinbekommt. Man müsste mal das Verhalten in der Krise sehen. Mein Eindruck bei der letzten kleinen Krise (siehe Mitte 2011) war: Er reduziert Verluste = ist gut aktiv gemanaged.
    Fonds mit Familienunternehmen: Mich hatte das auch mal sehr interessiert. Mein Eindruck war jedoch der, dass allein der Umstand, dass ein Unternehmen von einer Familie geführt wird, dazu führt, dass die Performance entsprechender Fonds etwa so aussieht wie die von MDAX oder SDAX … und würde dem Fondmanager nicht deswegen Geld bezahlen wollen, dass er die familiengeführten extra raussucht. Heißt: MDAX- oder SDAX-ETF für mich.

    Konsumgüterhersteller … krisenstabil … Pharma …: LU0118405827 Der ist mir auch schon aufgefallen, weil von den am besten laufenden Märkten/Regionen in den letzten Jahren sowohl Biotec als auch Thailand Rekordhalter waren. Ob ich in eins der beiden Themen langfristig für die Altersvorsorg, Sparplan für die Ausbildung der Kinder investieren würde …
    Thailand? In dem hier war ich schon: A0Q1LH. Das Thema kennst Du selbst auch. Wie ist da Deine Einschätzung? In 2, 3, 5, 10 Jahren? Ich würde sagen: Das kann noch so weitergehen. Emerging market, der sich entwickelt mit noch Luft nach oben. In China wird die Luft nach oben immer umweltverschmutzter 🙂
    Biotec. Für mich ganz schwierig einzuschätzen. Aus persönlichen Gründen steige ich da nicht ein. Jetzt wo Du mich fragst. Was denke ich? Der Punkt ist der, dass ich diese Unternehmen als so etwas wie „start-ups“ ansehe, wo man Risikokapital anlegt. Das Kapital hat dann 2 Möglichkeiten: Entweder es ist später weg oder man verkauft an ein Großunternehmen mit Gewinn. Ich selbst dachte eher an so etwas wie einen ETF mit den 30 größten Pharmaunternehmen der Welt (die dann die erfolgreichen start-ups vom Markt kaufen). Aber um so länger ich über LU0118405827 nachdenke, die Idee als Fond – eigentlich eine gute Idee! Junge Leute haben eine Idee und gründen ein Biotec Unternehmen in der „Garage“ zum umsetzen. Man investiert in letzter Konsequenz in Ideen – und die haben Zukunft. Erinnert an dot.com, ist dennoch etwas anders -stabiler. Der Fond selber enthält aber im Wesentlichen schon etablierte „biotecs“ (= Google, Amazon, Microsoft in Pharmafirmen übersetzt)

    Konsumgüterhersteller … OP FOOD (WKN: 848665) ist in einem meiner Musterdepots. Dem Depot habe ich den Namen „Denken“ verliehen. Läuft eigentlich prächtig. Nix zu meckern. Ein anderes Produkt aus dem selben Musterdepot „Denken“ ist KR FONDS – DEUTSCHE AKTIEN SPEZIAL A (WKN: A1JJ60). Ist nicht Food sondern eher special, läuft aber auch ganz nett.

    An Deiner Stelle … ich würde gar nicht so lange denken. Wieviel soll monatlich gespart werden, fürs Alter oder die Kinder? Sagen wir 500 als irgendeine Zahl (bei deutlich kleineren Beträgen Sparplan):

    Mach Dir ne Liste:

    LU0118405827
    +/- A0M8HD ?

    Dann – mein Geschmack, ne Anleihe Emerging Markets, und ne Silbermine

    DE000A0RFFT0
    A0DPA9

    Monat 1 500 € such’s Dir aus Monat 2 Monat 3 Monat 4. Und jetzt mein Punkt: Im 5. Monat 500 € in Silver Wheaton, weil Silber gerades so sch… Oder Biotec oben, such Dir ne Begründung aus 😉 Begründung ist eh egal.

    Ich denke, Du hast eine ganze Reihe von wirklich guten Ideen, würde aber, im Sinne eines gemanagten Fonds, gar nicht versuchen, den einen zu finden, der über längere Zeit gut gelaufen ist. Der Fondsmanager wird ja auch älter.
    Im Sinne von Sparplan würde ich den nach Portofoliotheorie (ist für mich: nach antizyklischen Regeln und nicht nach Bauch oder Charttechnik) umsetzen. Etwas diversifiziert aber nicht überdiversifiziert. Das angedachte Depot sollte sich relativ stabil verhalten, ist jedoch nach meinem Geschmack etwas sehr Aktien-lastig um meinen Vorstellungen von „stabil“ entsprechen zu können.

    Das waren schon viele Worte. Dennoch 2 weitere Punkte:

    1. In meinem „Real-Depot“ spare ich (gegenwärtig) nicht. Da geht es lediglich darum, einen Teil einer Summe X – weil auf meiner watch-list gerade so abgestraft erscheinend – in Aktien, Anleihen oder Silber zu tun und umgekehrt, bei Übertreibungen eben auch zu verkaufen. Das ist auch Portofoliotheorie, würde aber gefühlt eher den „für Dich angedachten Sparplan“ für mich umsetzen wollen, wenn ich sparen würde. Ich selbst will gegenwärtig mit der Summe X lediglich herausfinden, ob (mittelfristiges) Traden reine Portofoliotheorie out-performed. Dann stellen wir einen Sack Zucker in den Keller, um… Mich irritiert inzwischen sehr, dass ich das „real“ ausschließlich mit ausschüttenden Papieren mache. Ich denke, meine eigene Strategie passt besser auf Rohstoffe wie Zucker, oder … irgendetwas, das eben nicht ausschüttet. Ich brauch die Ausschüttung gegenwärtig nicht wirklich – die verbraucht nur TANs und Zeit. Ein Sack Zucker im Keller, der „ausschüttet“, würde auch im Keller irgendwann mal ein Problem 😉
    2. Meine beste (?) Anlage war ein Sparplan von ca. 2006 bi 2008 in einen gemanagten Aktienfonds. Rendite war etwa 30% p.a. Ob es die beste war? Altersvorsorge! Die Kinder … Der Sparplan kam wie folgt zustande: Ich sprach mit meiner Frau darüber, ob wir dafür noch eine private Krankenversicherung benötigen. Sie sagte nein. Ich dachte: Meistens ist eine Versicherung teurer als eine eigene Kapitalanlage: Ergo –> Kapitalanlage. In 2008 sagte mir mein Bauch, dass demnächst Europäische Aktienwerte nicht mehr so gut laufen werden. Ich löste den Sparplan auf und verkaufte. Wenig später, Änderung der Rechtslage, wurde die zusätzliche private KV unter Rede quasi unerlässlich. Diese PKV ist jetzt teurer als der sich mit 30% rentierende Sparplan. Eine PKV: Da wird der Ersteinstieg jedes Jahr teurer. Aber jetzt sind wir auch wirklich abgesichert 😉

    Das war jetzt kein Plä­do­yer für Versicherungen. Aber versuche einmal die Rendite eines Sparplans auf Europäische Aktien gegen die Kosten von 20 Jahre Dialyse gegenzurechnen. Wenn das Risiko nicht eintritt, war der Sparplan die bessere Idee. = Welche privaten Risiken kann man durch Eigenkapital abdecken und welche muss man in einer größeren Gemeinschaft absichern?

    Die dümmste Erfindung seit Menschengedenk ist für mich die Kapitallebensversicherung. Die Höhe des Risikos für den Begünstigten durch das Ableben des Versicherten kann jeder sich mal für sich selbst vorstellen – danach ist man eh tot. Das kann man mit einer schlichten Risiko-LV absichern wenn man will oder diese wirklich benötigt. Das Kapital, das ich dem Versicherer überlasse … Neee: Da der so geschickt war, mir eine Kapitallebensversicherung aufzuschwätzen … nee- von dem Kapital kauf ich lieber den Versicherer gleich selbst.

    … Ich halte auch Versicherer für eine gute langfristige Aktieninvestition – weil unweigerlich „Konsumgut“

    Dann noch einen schönen Abend allerseits und

    Gruß

    Thomas

  10. Micha said:

    Grüße,

    ich trade sicherlich nicht auf einer rein technischen Grundlage/Analyse, sondern versuche in etwa auf folgendes zu achten… vorhandener Aufwärtstrend + (signifikanter) Umsatz-, Gewinn- und Margenanstieg + Konsolidierungsphase (Base) + Charttechnik um den Einstiegspunkt zu optimieren. Warum ich z.B. nach der Firma gesucht habe und auch schon vor deinem Artikel gelesen hatte, dass a) das Mittel bereits am 12.8. „ausgeliefert“ wurde b) keine mehr vorhanden sind c) man nicht weiß ob die Heilung durch ZMapp kommt und d) das Unternehmen nicht an der Börse zu handeln ist, ist einzig und allein der, dass ich mir die Frage stelle: WANN und WO kommt Bewegung in den Markt und hier wäre mit Sicherheit mit einer großen Bewegung zu rechnen gewesen (siehe Tekmira kürzlich). Ob die damit Geld verdienen, hätte mich generell Null interessiert, da ich diese Aktie nur unter kurzfristigen Gesichtspunkten – insofern der Chart einen günstigen Einstieg ergeben hätte – getradet hätte (natürlich mit gaaannz engen Stop).

    Ich habe vor geraumer Zeit auch gänzlich ohne – bis mich Lars zur technischen Analyse bekehrt hat – auf die Charttechnik zu achten gehandelt und aus reinen Value-Gesichtspunkten. Sprich ich habe mich deutlich intensiver mit den Abschlüssen/Berichten von UN und deren Bewertung befasst. Auf diese Weise ist es mit der nötigen Geduld mit Sicherheit möglich den DAX oder andere Indizes outzuperformen. Ich bin jedoch der Meinung, dass ich mit der aktuellen Art und Weise deutlich besser sein kann und auch mehr „Spaß“ habe. Für meine Freundin investiere ich eher unter Value-Gesichtspunkten, da sie einen anderen Anlagehorizont bevorzugt.

    Es ist zudem eher zufällig, dass die letzten Werte fasst alle aus dem Bereich Biotechnologie stammen. Generell ist es mir relativ egal, ob das UN mit Arznei, Eiern, Cloud, … sein Geld verdient. Ich tendiere jedoch eher zu kleineren und „unbekannteren“ UN, da gebe ich Dir recht.

    VG Micha

  11. Thomas said:

    @Micha:

    Mit Abstand gelesen, was ich im vorangehenden Kommentar schrieb – und jetzt mit 😉 hier und heute geschrieben:

    Ich selbst will ja nicht in Aktien von Pharmaunternehmen investieren. Genaugenommen vermeide ich dies möglichst, selbst wenn es um ETFs geht.

    Du scheinst mir im wesentlichen kurzfristig in Einzelaktien aus technischen Gründen zu investieren. Über was ich rede sind mehr fundamentale Aspekte der Unternehmen. Derartige Einschätzungen benötigst Du nicht. Es wäre vermutlich das beste, ich würde schlicht ab sofort Kommentare von Dir zu Pharamafirmen unkommentiert lassen.

    Ich hatte schon mehrfach betont, dass ich meine, dass man mit (der Entwicklung von Arzneimitteln gegen) Ebola nicht wirklich Geld verdienen kann. Dass Arzneimittel und Impfstoffe gegen Ebola benötigt werden, ist dabei völlig unstrittig.

    Ich denke, dass man, wenn man die Stoffe in der Pipeline einer company gut versteht, damit mittelfristig ein sehr interessantes Anlageobjekt hätte.

    Dein Kommentar

    „Zmapp heißt es wohl von Mapp Bio… und es war wohl der 2. Patient der geheilt wurde. Eine Amerikanerin wurde wohl schon am 19. als gesund betrachtet. ;)“

    war sicherlich als joke gemeint. 🙂

    Nur warum suchst Du nach Informationen der von Dir zitierten Art?

    Mich hatte, nachdem ich den NEJM Artikel gelesen hatte – den ich Dank Deiner Anmerkung fand – interessiert, wie der Chart zu Mapp Bio aussieht. Mich interessierte im Wesentlichen, wie NEJM eventuell auf den Chart „wirkte“. Ich fand keinen Chart. Scheint kein börsennotiertes Unternehemen zu sein?!

    Kurz gesagt: Ich möchte mein „zeitlich und örtlich desorientiert“ deutlich abmildern. Dass Charts von Pharmafirmen erheblich vom Newsflow abhängen, sollte mehr als klar sein – insbesonder bei kleinen und ganz kleinen Unternehmen. Ich selbst würde ganz gern in große, forschende pharmazeutische Unternehmen (langfristig) investieren, fast schon ohne sie näher zu analysieren, weil a) es an sich eine gute Idee ist, sein Geld in Forschung und speziell Arzneimittelforschung zu tun. An sich tut man damit etwas gutes. b)ein sehr krisenfestes Geschäft (krank wird man immer und unabhängig von den Wirtschaftszyklen) – siehe z.B. Langfrist-Chart Fielmann, nicht nur Brille sondern auch Hörgeräte etc. etc. etc.

    Was suchst Du in kleinen/kleineren Arzneimittelhersteller/-Vermarkter genau zu finden? Wenn ich’s wüsste könnte ich evtl. etwas gezieltere Hinweise geben, wo Du welche Information öffentlich zugänglich findest.

    Ich denke auch, dass Du von Lars nicht erwarten kannst, den gap-close bei Mapp Bio zu analysieren, da es offensichtlich keinen Chart dazu gibt.

    So, und jetzt bitte mal lachen 🙂

    • Lars said:

      Hallo zusammen,

      da ich zu den Biotechs nicht wirklich etwas beisteuern kann und das wie bereits erwähnt auch aus Investoren- oder Trader-Sicht nicht so ganz mein Thema ist konzertiere ich mich lieber auf etwas greifbarere Aktien (und natürlich auch Charttechnik u.a. offene Gaps ;-)) Wie in der letzten Woche schon mal angedeutet finde ich die DB Aktie nun durchaus spannend, weil sich immer mehr abzeichnet dass hier eine Bodenbildung stattgefunden hat. Tesla hingegen ist einfach nicht kleinzukriegen, jede noch so spekulative Nachricht wird von den Anlegern gefeiert. Der S&P hat nun die 2000 Punkte Marke erreicht Traraaaaaaaa! Und somit dürfte die Luft nun wieder etwas dünner werden. Sprich ein Fehlausbruch über diese Marke ist doch sehr wahrscheinlich. Also Vorsicht da draussen!

      Der Catch of the Day war ohne Zweifel die Aktie von MIFA. Hier konnte man 50% Tagesperformance erzielen 🙂 was ich durchaus als anständige Rendite empfinde und mit den wilden Swings bei Biotechwerten gleichzusetzen ist. Es muss also gar nicht immer etwas so exotische sein…

      @ Thomas ich würde, wenn Du Lust hast – eher gerne noch einmal das Thema „wir sparen für die Rente oder die Ausbildung unserer Kinder“ vertiefen. Ich habe mir einige von Deinen Vorschlägen nun näher angesehen und finde ein paar auch wirklich spannend, komme aber immer wieder zurück auf Konsumgüterhersteller, Familienunternehmen und Stiftungen… Gibt es davon noch mehr die ich mir mal näher ansehen könnte?

      Gruß, Lars

      Ach ja und da wäre dann noch der hier: LU0118405827 Da könnte ich dann doch nochmal schwach werden 😉

  12. Thomas said:

    @Micha:

    Sehr, sehr ernsthaft:

    „August 22nd, 2014 at 10:47

    Zmapp heißt es wohl von Mapp Bio… und es war wohl der 2. Patient der geheilt wurde.“

    Der oben indirekt gelinkte NEJM Artikel (http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1409817?query=TOC) datiert auf den 20.08.2014. Darin ist die Rede von 2 US-Amerikanern die noch leben und ein nicht namentlich näher erwähnter ältere Spanier im Alter von 75 Jahren, der „mit Zmapp zu Tode geheilt wurde“.

    Was ist Dein Problem? Zeitlich und örtlich desorientiert? NEJM sagte am 20. August, dass MappBio kein Zmapp mehr hätte. MappBio sagte dies bereits am 12. August. Ich finde bei MappBio auf der Homepage eine Menge an Diskussion von ethischen Problemen – jedoch keine Invsetors Relationship.

    Ich bin Arzt. Depomed Inc ist in ZNS. Das ist zwar nicht der größte Markt (das sind Herz-Kreislauf und Onkologie). Ich, als Arzt, würde Dir jedoch eine Investition in ZNS als durchaus empfehlenswert anraten wollen.

    Hinweis vom Amt: Glücksspiel kann abhängig machen.

    Mit freundlichen Grüßen

  13. Thomas said:

    „Warum kann man aus diesen Patienten eigentlich keine Antikörper isolieren und dann als Impfstoff auf den Markt bringen.“

    Kann man, wenn diese Gesunden(?)/Patienten (?) Blut spenden. Nennt sich dann „Serum“ und die Art der Impfung „passive Impfung“.

    Hat 2 Probleme:
    a) In dem Blut/Serum könnte ja noch Ebola (oder HIV, HBV…) drin sein.
    b) So ein Antikörper hat eine recht kurze Halbwertzeit. Und da es ein Antikörper und damit ein Protein von einem anderen Menschen (oder anderen Spezies) ist, kann das zu Antikörper gegen die fremden Antikörper/Proteine führen. Geht – aber im Prinzip nur als Dauertherapie. Macht man so z.B. nach Schlangenbissen…

    Vakzination/(aktive) Impfung … Vacca, Latein und Italienisch = die Muh-Kuh …
    An Kuhpocken verstarb der Bauer nicht, kam aber häufig in der ländlichen Bevölkerung vor. Die davon Widergenesenen starben auch nicht, wenn es dann mal so richtig mit den (Menschen-) Pocken losging. Was tun? Na: Besser vorher kurz die Vacca besuchen – im übertragenen Sinne = Vakzine

  14. Micha said:

    Zmapp heißt es wohl von Mapp Bio… und es war wohl der 2. Patient der geheilt wurde. Eine Amerikanerin wurde wohl schon am 19. als gesund betrachtet. 😉

  15. Thomas said:

    „habe eben vom Laufband aus im Ticker gelesen, dass der erste an Ebola erkrankte Patient (US-Arzt) durch ein neuartiges Medikament – hatte hier dachte mal was von einer kanadischen Firma vernommen – geheilt wurde.“

    Diese Placebo kontrollierte Studie ist ja echt riesig. N=1. Lebt der andere, der Placebo erhalten hat auch noch?

  16. Micha said:

    Moin,

    habe eben vom Laufband aus im Ticker gelesen, dass der erste an Ebola erkrankte Patient (US-Arzt) durch ein neuartiges Medikament – hatte hier dachte mal was von einer kanadischen Firma vernommen – geheilt wurde. Nun die Fragen… weiß jm. von welcher Firma dieses Medikament ist und wann diese Nachricht erstmalig in den News erschien (gestern oder heute)?

    VG

    • Lars said:

      Guten Morgen Mich,

      nein ich habe da leider auch keine Informationen, aber was mich sowieso etwas wunder ist dass es ja Manschen gibt die Ebola überleben und die danach auch immun gegen die Krankheit sind. Warum kann man aus diesen Patienten eigentlich keine Antikörper isolieren und dann als Impfstoff auf den Markt bringen. Ich habe einfach zu wenig Ahnung von der ganzen Materie 🙂 Ich mach mich jetzt mal auf die Suche nach der Meldung… Gruß, Lars

  17. Thomas said:

    „Hatte wirklich gehofft hier nochmal ein “Schnäppchen” ergattern zu können.“

    Gibt’s zur Zeit bei Zuckerminenaktien und Zuckerstreamern.

  18. Micha said:

    Gruß,

    wollte dich damit nicht stressen, sondern eher rein informativ wissen, ob denn diesbezüglich ernsthaft etwas in Planung ist. 😉

    Von DEN News wüsste ich nichts, aber Chart + abgelieferte Ergebnisse deuten auf einen Ausbruch aus der Konsolidierungsphase hin.

    Es ist mir durchaus bewusst, dass Solarwarte sehr volatil sind. Habe den Stop auch sehr weit belassen, trotzdem kam der Gedanke hinsichtlich Gewinnsicherung auf. Unter das Verlaufshoch November kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen aufgrund meiner mangelnden Kenntnisse, würde ich auch nicht in Erwägung ziehen.

    Was sagst eigentlich zu Gold? Ich bin doch ziemlich erstaunt, dass sich die Minenaktien bei den aktuellen Notationen von Gold so souverän halten. Hatte wirklich gehofft hier nochmal ein „Schnäppchen“ ergattern zu können. 🙁 kommt vlt noch…

    Was TSLA angeht scheinst Du goldrichtig zu liegen. Glückwunsch!

    VG

    • Lars said:

      Hallo Micha,

      ich fühle mich ja auch gar nicht gestresst 😉 Ich arbeite daran und mal schaun wie ich das irgendwann umsetzen kann. Der US-Markt befindet sich nun mal wieder am Top und da ist eine Absicherung grundsätzlich sicherlich sehr ratsam. Bei den Solarwerten ist das allerdings so eine Sache. ich denke ich werde hier jetzt mal deutlich knapper rangehen. Vergiss also meinen Kommentar von heute Morgen 😉 Gold ist und bleibt ein Trauerspiel. Der Ausbruch bei den Minenaktien ist wieder einmal gescheitert und es besteht durchaus die Chance dass man hier bald wieder Schnäppchen machen kann. Tesla hingegen ziert sich mal wieder etwas endlich mal durch zu rutschen. Mal sehen ob ich hier wirklich Recht behalte…

      Für heute mache ich Schluss, bis morgen, Lars

  19. Micha said:

    Abend,

    @Lars: Hast Du dir mal Gedanken bzgl. eines „Forums“ oder dergleichen gemacht? Irgendwie wird das auf Dauer hier unten den Topics etwas unübersichtlich und so könnte man es thematisch auch etwas trennen (z.B. Rohstoffe, Trendfolge, antizyklisch, Watchlist, bla bla bla…).

    Ich wollte zudem nur mal auf SCNR und FLML verweisen (für die kommenden Tage)…

    …und fragen ob es vlt. sinnvoll wäre den Stop bei CSIQ zwecks Innenstab auf Vor-Vortagestief zu setzen mit dem Gedanken maximal – außer bei GAP – im Gewinn ausgestoppt zu werden im Hinblick darauf das es wohl recht wahrscheinlich ist, dass wenn dieses Vor-Vortagestief unterschritten wird nochmal Kurs Richtung GAP bei rund 27 USD genommen wird. Zumindest bin ich eben an genau dieser Überlegung.

    VG

    • Lars said:

      Moin Micha,

      ich bin dran, aber das wird nicht von heute auf morgen gehen und will auch gut überlegt sein wie man das umsetzt. Ich bitte also noch um etwas Geduld. SNCR und FLML sehen interessant aus, vielen Dank dafür, die kommen mal auf die Beobachtungsliste. Gibt es hier irgendwelche News die auf einen Ausbruch hoffen lassen?

      Zu Canadian Solar… ein Stopp empfiehlt sich hier nun schon langsam, allerdings gebe ich zu bedenken, dass Tagesschwankungen von 10 Prozent hier keine Seltenheit sind. Du musst Dich also entscheiden ob Du hier längerfristig auf deutliche höhere Kurse setzen willst, oder aber die schönen Trading-Gewinne einsackst. Die aktuelle Ausgangslage deutet nun nicht unbedingt kurzfristig auf ein Gap-Close hin. Der Ausbruch wurde bestätigt, ist aber noch etwas „dünn“. Bei einem Stopp auf Vortagestief bist Du schnell draussen, siehe gestrige US Eröffnung…

      Möglicherweise wäre ein Stopp unter dem verlaufshoch vom November sinnvoll…

      Gruß, Lars

  20. Thomas said:

    Hallo Lars,

    fangen wir so an: Hab heute 7 Cent an einer Tüte Zucker „verdient“. Zucker hatte heute mal „keinen Bock“ weiter zu fallen. Du scheinst mit Deinen Anmerkungen von heute zur Europäischen Maisernte allerdings den Mais in den USA verschreckt zu haben 🙂

    = alles Zufall, insbesondere auf Tagesbasis, das sind wir uns sicher einig.

    Und um nicht missverstanden zu werden: In welchen Rohstoff investiern, aus technischen Gründen, können wir gern Mitte November gern erneut diskutieren. Wenn die Zuckerorder heute nicht ausgeführt worden wäre, hätte ich wegen Deines „Zurufs“ evtl. doch auf Mais umdisponiert – ernsthaft.

    Ansonsten wie von Dir beschrieben.
    a) Fällt in den nächsten 3 Monaten der Zucker um 20%, wird halt zum Testsack Zucker noch ein etwas größerer nachgekauft und der Verlust auf 10% halbiert – und noch ein Versuch, das ganze in 3 Jahren zum doppelten Preis zu verkaufen.
    b) Die größe des Kellers ist hier ein limitierender Faktor. Ich wollte mein „Anleihe-Aktien-Realdepot“ nicht auflösen. Nochmals monatliche in einer 2. Tranche zu investieren (und 3 Jahre auf den ersten Verkauf zu warten, so dass wieder Platz im Keller ist) – dafür ist mein Keller dann doch wohl zu klein. Daher die 1000 € lediglich pro Quartal in Rohstoffe.

    „Das Einzige worüber ich mir gerade so meine Gedanken mache ist ob wir es hier nur mit einer kleinen Zwischenerholung an den Märkten zu tun haben und die “richtige” Korrektur noch kommt? Wenn das so sein sollte, dann sind auch Rohstoffe jeglicher Art wahrscheinlich davon betroffen.“

    Zum ersten Satz später. Zu den Rohstoffen: Lege mal einen Chart der Deutschen Bank 2007-2010 über den von Kakao (oder Gold). Bei Kakao sieht das so aus, als dachte Kakao kurzfristig darüber nach, der DB zu folgen, hat dann aber schnell festgestellt, dass es Kakao und nicht DB heißt – und eben halt keine Bank ist. Kurz: Einzelne Rohstoffe sind erheblich unkorreliert vom Aktienmarkt oder Gesamtmarkt. In Deutschland selbst war 2008-09 eigentlich nicht wirklich eine Wirtschaftskrise (trotz des GDP-Rückgangs) – eher ein kurzfristige Krise der Finanzierung der Realwirtschaft.

    Zudem: In „Charttechnik des Roger-Index“ ausgedrückt: (Von ca. 2002) bis 2008 (Peak bei knapp 6000) herrschte da Übertreibung. In 1000 Tagelinie ausgedrückt: Ab 2008 hat die 1000 Tageline einen Knick erhalten und verläuft seitdem eigentlich parallel zur x-Achse, so um die 3500-3700. Die Technik, in 200 Tagelinie formuliert, sieht zwar heute nicht gut aus, aber Rohstoffe gegenwärtig überteuert … eher nicht. Und das trotz Bemühungen der FED. Oder: Gegenwärtig hinken Rohstoffe, trotz real existierender und laufender Wirtschaft, den Aktien hinterher.

    DAX Korrektur mit anschließeder Bullenfalle und dann ganz nach unten? Wie weit? 8.000-8.300 würde ich immer noch eine leichte Korrektur nennen (der DAX ist eventuell tatsächlich schon überteuert), das ist vom Hoch aber kaum 20% entfernt. Mir fielen noch 7.500 und so richtig doll ca. 5.500 als Marken ein. Weniger sollte eigentlich nicht wirklich möglich sein – selbst wenn ein Tsunami über DE rollen sollte… Und wo soll der herkommen? Emerging Markets Aktien laufen, seitdem sie verprügelt wurden, doch inzwischen schon ein paar Monate wieder ganz gut und der s&P 500 hat auch nicht so recht „Bock auf Krise“ – eher ein Genuss für einen Trendfolger.

    Große Sorge, mittelfristig: Zinserhöhungen. Da kracht es dann wirklich an vielen Enden. Zumal – wir leben in einer schon ewig langen Phase der ständig fallenden Zinsen. Man ist das schon gar nicht mehr gewohnt, an steigende Zinsen zu denken. Für Aktien sehe ich da aber nur die Gefahr einer kleine bzw. kurzfristigen Korrektur – höhere Zinsen sind im Endeffekt nur bei gut laufender Wirtschaft durchsetzbar. Gold und Silber bei steigenden Zinsen? Gold eher „neutral“ (keine 5-10% Erträge – wie dann das Tagesgeldkonto – bringender Inflationsschutz), Silber – würde sagen: Gute Zeiten dann für Silber (sofern die Wirtschaft so gut läuft, dass sie 5% Zinsen verträgt), Inflationsschutz, der von der Wirtschaft verbraucht wird.

  21. Thomas said:

    „…die eigentliche Frage ist doch eher ob man hier so schnell mit einer deutlichen Erholung rechnen kann?“

    Letztes: Bei mir für Rohstoffe eigentlich keine Frage. Der Zucker im Depot soll steigen, ja, aber in Dimensionen von „Verdoppeln in zwei oder drei Jahren“ – dann sind wir bei 30% p.a. Performance

    Warum sich Zuckerpreise in 3 Jahren verdoppeln sollten? Woher soll ich das wissen? Sieh Dir z.B. einen Kakao Chart in Form von ABN0CF an. Was trieb 2009 die Preise? Nach dem Zusammenbruch 2011: Was treibt seit Anfang 2013 die Preise? Ebola? (Weltproduktion Kakao zu 2/3-80% Westafrika). Kann man das vorhersehen?

    Die Frage des Einstiegs, also technisch heute Mais kaufen und Zucker noch weiter abwarten, spielt dann eine eher untergeordnete Rolle – aber nicht gar keine Rolle =>

    Als Masochist in einen ungebrochenen Abwärtstrend einsteigen in der gewissen Erwartung: Viel wird’s nicht mehr sein?

    vs.

    … ah … Rhodium, ja, nach 3 Jahren Warten: Das könnte nun wirklich der Boden sein.

    Der Einstieg erfolgt mit 2. Erkenntnis lediglich etwas später – hier bei im Grunde bereits schon wieder gestiegenen Preisen. Den Peak oben erwischt man praktisch nie – den unten eben genauso selten 😉

    Meinen **Einstieg** bei Rohstoffen durch technische Analyse zu verbessern? Wenn ich Dich im November darauf ansprechen kann: Gern!

    • Lars said:

      Habe ich gerade gefunden: So viel zum Thema Trading 🙂

      „There are only a few “guarantees” in trading. They are as follows:

      1. You will lose money.

      2. You may pick a bottom or a top once or twice, but you won’t hang on through the whipsaws enough to make any decent profit, and your losses will always outweigh your winners.

      3. You will ride an emotional roller coaster more intense than when you first hit puberty.

      4. You will get excited when you win.

      5. You will get pissed when you lose.

      6. You will get more pissed and trade worse when you don’t reflect and learn.

      7. You’ll cry.

      8. You will stop all of that s&*^ just listed.

      9. You will be profitable.

      10. It will have all been worth it.“

      Charles King

    • Lars said:

      Hallo Thomas,

      Du hast ja völlig Recht, den optimalen Zeitpunkt erwischt man nie und letztlich wollte ich auch nur ein paar Dinge zu bedenken geben, ohne Anspruch auf Richtigkeit. Das Einzige worüber ich mir gerade so meine Gedanken mache ist ob wir es hier nur mit einer kleinen Zwischenerholung an den Märkten zu tun haben und die „richtige“ Korrektur noch kommt? Wenn das so sein sollte, dann sind auch Rohstoffe jeglicher Art wahrscheinlich davon betroffen. Also würde ich zumindest vorsichtig an die Sache rangehen und dann wenn wir eindeutige Tendenzen haben kräftig aufstocken. Sprich zu dem einen Test-Sack Zucker dann noch einen zweiten, dritten oder gar vierten hinzustellen, wenn das die Größe Deines Kellers zulässt 😉

      Ähnlich sehe ich das momentan auch mit Gold und Silber, sowie Aktien… „Als Masochist in einen ungebrochenen Abwärtstrend einsteigen in der gewissen Erwartung: Viel wird’s nicht mehr sein?“ Ja vielleicht, vielleicht auch nicht. Wir wissen es eben nicht!

      Gruß, Lars

  22. Thomas said:

    „Ich bin ein echter Freund des antizyklischen Investierens. Siehe beispielsweise Apple als Sie keiner mehr haben wollte – und heute!“

    Dazu was grundsätzliches: Ich predige für Rohstoffe antizyklisches Investieren (siehe bei mir „Silbersparplan“). Dies hat was damit zu tun, dass man die „Dinger“ ja 2, 3 oder 5 Jahre liegen lassen kann. Einfach gesagt: Billig gekauft kann man sicher sein, zumindest einen Inflationsschutz im Depot zu haben. Prozyklisch bei Rohstoffen halte ich dagegen für „selbstmörderisch“, wenn man nicht der große Rohstoffexperte ist.

    Aktien: Apple pleite ist vielleicht gegenwärtig nicht sehr wahrscheinlich aber man kann so eine SKW Stahl nicht einfach kaufen, weil sie gerade gefallen ist. Man muss dann fundamental weiteranalysieren, auf die Nachrichten achten etc. etc. etc.

    Am 8. Aug. schrieb ich mir einen eigenen Kommentar:

    „Heute wäre (technisch betrachtet) ein guter Einstiegszeitpunkt in die Swisscom gewesen. Wir meinen jedoch, dass die Gewinnaussichten, Verluste scheinen gut abgesichert, zu klein sind, um überhaupt in Swisscom zu investieren. Wir unterlassen es daher, weiter auf die Swisscom zu achten.“

    Jo – 8. August wäre schon ganz gut gewesen 😉 Sind aber bis jetzt nur 5% 🙂 Ich ärgere mich aber immer über so etwas: Swisscom ist eine an sich liebenswerte Dividendenkuh – buy-and-hold – warum nehm ich nicht mal ein bisschen Technik sondern hol mir Aktien/ETFs immer noch nach antizyklischen Regeln ins Depot?

  23. Thomas said:

    Der Sack Zucker steht bereits im Keller. War eine limit-Order und Zucker fällt ja weiter wie erwartet :-).

    Frage Mais erübrigt sich dann eigentlich für ein viertel Jahr 🙂

    Dennoch a) Ich könnte Einkaufsregeln auch so gestalten („Sieht schon ganz schön verprügelt aus, und dürfte nicht mehr so weit fallen,..“ = Sieht ähnlich verprügelt wie Zucker aus, hat aber weniger Abwärtpotential = Kaufe Mais, warte mit Zucker ab. Ließe sich auch gut umsetzen …)

    b) ……. Als ich mir (Rohstoffindex-) Zertifikate zum Spielen raussuchte … Reis, Weizen, Mais: Zu Reis gab/gibt es keine vernünftigen Zertifikate und vom Chart ist Weizen deutlich langweiliger als Mais … also Mais und nicht Weizen (Gedanke so ähnlich, wie kein Gold dafür aber Silber)

    c) Weltmaisernte … habe keine Zahlen würde aber sagen, dass Europa da gerade mal mit so gefühlten 10% dazu beiträgt. Ist ja eher das Grundnahrungsmittel in Amerika. Tortilla Krieg, brasilianisches Benzin und Erntedankfest in den USA … kommen zu Mais in meinen Sinn.

    d) Newsflow und Rohstoffe: Interessiert mich eigentlich nicht wirklich. Die Preise, lange unten, steigen bei Rohstoffen abrupt und häufig ohne erst mal klar ersichtlichen Grund (siehe auch 50 US$ bei Silber, 10.000 bei Rhodium). Weizen? Nunja, sind da nicht die größten Produzenten Russland und die Ukraine? Da sind wir dann mitten im Newsflow 🙂

    e)“Ob man nun also kaufen muss wenn jeder seine Silos für kleines Geld auffüllen kann …“ Nunja, ob der Mais ins Silo gehört? Mit seit ca. 3-4.000 Jahren bekannter BioTech (Hefe basiert) kann man aus Reis-, Mais-, Weizenstärke und Zucker ‚Aljohol‘ machen, nach Destillieren „Bio-„ethanol/E10, Schnaps oder Wodka 😉 Soll heißen: Rohstoffe haben die für mich erfreuliche Eigenschaft, dass sie nicht „pleite“ gehen können. Tief genug gefallen ergibt sich plötzlich anderer Bedarf.

  24. Thomas said:

    Weil Zertifikat sehe ich da keinen Einfluss auf den Maispreis. Das Zertifikat, das ich für Mais nehmen würde, ist ABN3KU = Mais ohne Quanto.
    Chart schicken? Geht es auch mit der WKN (ABN3KU)?

    • Lars said:

      Geht natürlich auch, wobei mir immer der tatsächliche Preis immer lieber ist…Sieht schon ganz schön verprügelt aus, und dürfte nicht mehr so weit fallen,aber ehrlich gesagt ist das nicht so ganz mein Thema und deswegen ist eine Prognose meinerseits auch nicht angeraten, bzw. wäre etwas unseriös.

      Aber mal was ganz anderes: „Das europäische Analystenhaus Strategie Grains schätzte die europäische Maisernte im August auf 68 Mio. t und damit 1,6 Mio. t größer als in der Juliprognose. Das wäre für die Europäer die bislang zweitgrößte Maisernte nach 2011 (68,6 Mio. t). Die europäische Maisernte des Jahres 2013 (64,4 Mio. t) wird mit dieser Prognose um 3,8 Mio. t oder gut sechs Prozent übertroffen.“

      Das dürfte sich also so schnell nicht unbedingt positiv auf die Preise auswirken. Ob man nun also kaufen muss wenn jeder seine Silos für kleines Geld auffüllen kann ist eine grundsätzliche Frage… bzw. die eigentliche Frage ist doch eher ob man hier so schnell mit einer deutlichen Erholung rechnen kann?

  25. Thomas said:

    Als Antizykliker muss man ja nicht unbeding auch noch Masochist sein 🙂

    Zucker, trotz Order, ist immer noch nicht in meinem Depot. Im Maßstab 1000 Tageline sind, ähnlich „billig“ wie Zucker gegenwärtig Baumwolle, Mais und Silber („überteuert“ demnach Kakao und Palldium). Von den weiteren 3 „billigen“ sieht sowohl Baumwolle als auch Mais nach „Bodenbildung“ aus. Bei Mais kann man zudem sagen: ‚Tiefa geht’s nimma‘.

    Was sagt der Obercharttechniker zu Mais? 🙂 🙂

    • Lars said:

      Zu Mais habe ich ja keine Meinung weil wie gestern geschrieben ethisch betrachtet kein zwingendes Investment. Aber schick mir doch mal nen Chart….

  26. Thomas said:

    Hallo Lars,

    ohne Charttechniker zu sein würde ich sagen, dass sich Zucker in einem wunderschönen, ungebrochenem Abwärtstrend befindet, der noch so um ca. 20% weiter nach unten gehen kann bzw. wahrscheinlich gehen wird. Man kann da auch erst einmal noch die 20% abwarten…

    Der springende Punkt ist der: Du zitierst prozyklische Tradingregeln („D.h. regelkonform wird darunter verkauft und darüber gekauft, …“). Ich habe nur festgestellt, dass prozyklisches Traden mit Rohstoffen sich eher als „Schuss nach hinten“ erweißt (z.B. ich steige bei Silber bei 45 US$ ein, weil es gerade so einen tollen Trend hat …). Ich hatte bei meiner Simulation antizyklisches Investment getestet. Es führte dazu dass ich Mais (im Abwärtstrend) kaufte und ziemlich genau 2 Jahre später zum doppelten des Einkaufspreis (und oberhalb der 200 Tagelinie – genau oberhalb der 1000 Tage Linie verkaufte) verkaufte.

    Die Regeln in meinem realen Aktien/ETF-Depot sind ebenfalls antizyklisch. Im Wellenreiterdepot versuch ich’s prozyklisch (mit z.B. sich nach langem Abwärtstrend mit nun steigendem Rhodium).

    • Lars said:

      Richtig! Also ich wollte nur sagen dass man bei Zucker noch vorsichtig sein sollte, ebenso wie bei einer Südzucker Aktie, die durchaus noch unter die 10,- Euro fallen kann, aber natürlich nicht muss!. Ich halte die Aktie ebenso wie Mr. Dax, Dirk Müller für grundsätzlich spannend, aber eben jetzt noch nicht.

      Ich bin ein echter Freund des antizyklischen Investierens. Siehe beispielsweise Apple als Sie keiner mehr haben wollte – und heute! Meine Erfahrung ist eben dass man damit richtig Geld verdienen kann, wenn man den Zeitpunkt halbwegs gut erwischt. Sprich ich kaufe Aktien gerne weit unterhalb der 200-Tage-Linie und verkaufe auch mal wenn sich die Aktie zu weit von dieser Linie entfernt hat. Ein gutes Beispiel hier ist wohl auch Tesla… Schaun wir mal 😉

      Das Trendfolge-System hat aber genauso seine Daseinsberechtigung und somit finde ich es auch sehr gut dass Du mit Deinen Depots beide Strategien abdeckst!

  27. Thomas said:

    Moin Lars,

    die Frage von meinem letzten Post war:

    „Macht hier der monatliche Einkauf (und auch das Verkaufskriterium) nach 200 Tage-Linie Sinn? Wie denkst Du darüber?“

    Für das Depot habe ich zur Zeit die Kauf-/Verkaufsregel Preis vor genau 10 Monate. Das sind dann aber wohl eher kleine/feine Unterschiede?! 1000 Tagelinie bei Rohstoffen scheint mir Sinn zu machen.

    Beste Grüße

    Thomas

    • Lars said:

      Hallo Thomas,

      ehrlich gesagt kann ich dazu nicht viel sagen weil die 200-Tage-Linie immer einen ganz entscheidenden Punkt bei nahezu jedem Investment darstellt. D.h. regelkonform wird darunter verkauft und darüber gekauft, bzw. eine dynamische Bewegung durch diese Linie entsprechend gehandelt. Grundsätzlich gilt das also auch für Rohstoffe. Ich habe Dir heute mal den Zucker Chart „mitgebracht“ Was kannst Du hierauf erkennen? http://www.investorsinside.de/wp-content/uploads/2014/08/Zucker-Chart-langfristig.jpg

      viele Grüße, Lars

  28. Thomas said:

    „Aber einen Trade zur rechten Zeit könnte die Aktie durchaus wert sein.“ „Hier noch kurz eine vielleicht interessante Meldung zu SKW Stahl:“

    Gestatte mir dazu eine Anmerkung: Ich denke, die Fundamentalanalyse hilft nicht für das kurzfristige Handel/Traden. Der link von Dir sagt etwas ähnliches, wie ich beim Versuch SKW fundamental zu analysieren. Dass ich Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Buchwerts hatte, sagte ich ja bereits. Ob der „Restwert“ nun bei 1,50 €, 10 Cent oder schon im negativen liegt, spielt letztendlich keine Rolle – heute zahlt der Markt gern 3,85 und nicht „nur“ 3,50 wie gestern dafür … Ich war, in ähnlicher Lage, mal kurz davor, mit „Washington Mutal“ (you remember 🙂 ) während der Finanzkrise herumzuzocken …

    Fundamental: Ein Wert aus meinem Depot: Buchwert von American Capital Agency um knapp 2 Dollar während des letzten Quartals gestiegen. Ich erwarte jetzt, dass sich der Handelswert (wie bei einem mREIT üblich) dem Buchwert langsam annähert. Das tut er gegenwärtig wenn auch sehr laaaangsam – ich hoffe, noch vor dem Q3-Bericht da ich nämlich davor gern für 26 US$ verkaufen möchte. Ich bin hier schon gut im plus (4x bei jeweils ca. 20 US$ gekauft), bei 26 US$ wären das dann ca. 25-30% — ganz laaaangsam „verdient“ 😉

    Buchwert von einem mREIT (habe mir den Q2-Bericht von AGNC sorgfältig durchgelesen)?

    Das ist grob die Differenz aus einem großen Haufen Schulden (Hypotheken) und einem etwas kleineren Haufen Schulden (kurzfristige Verbindlichkeiten), bei AGNC grob in der Dimension 60 Mrd US$ – 50 Mrd US$ = 10 Mrd US$ … (= heute die Hypotheken zum Marktwert verkaufen und die kurfristigen Verbindlichkeiten tilgen = 10 Mrd in cash) und dadurch eigentlich eine recht heiße Wette auf Zinsen in den USA. Mir wird es da langsam zu heiß***, obschon ich dem Management von AGNC zutraue, auch durch schwierigeres „Zinsgewässer“ zu segeln, ohne das Schiff zu versenken.

    (*** In dem Moment, in dem die kurzfristigen Zinsen anziehen, ist die große Gefahr für einen mREIT, dass die Papiere mit 30 Jahren Laufzeit extrem an Wert verlieren – es sind weniger die verschlechterten Gewinnerwartungen wegen den dann höheren Kosten für die kurzfristigen Zinsen, die mich beunruhigen. Thema so ähnlich wie die „Eigenkapitalquote von Banken“)

    • Lars said:

      Moin Thomas,

      ich sehe ehrlich gesagt kein besonderes moralisches Problem darin dass ein Privatanleger mit einer Kiste O-Saft oder einem Sack Zucker handeln möchte. Zumal wenn dies über Zertifikate abgewickelt wird, die eben keinen Einfluss auf den tatsächlichen Preis des hinterlegten Rohstoffs haben. Wenn allerdings eine Großbank mit zig Milliarden auf die Entwicklung eines Rohstoffs aus dem Bereich Grundnahrungsmittel spekuliert und dabei billigend in Kauf nimmt dass die ärmsten der Armen ihre Familien nicht mehr ernähren können, ist das wohl ethisch gesehen eine absolute Schweinerei.

      Ich persönlich bin aber grundsätzlich nicht der Meinung dass man jedes Geschäft an der Börse zwingend machen muss. So habe ich bspw. weder auf irgend welche Fukushima Aktien spekuliert noch beschäftige ich mich ernsthaft mit dem Sektor Rüstung. Ich trade auch nicht auf irgendwelche kriegerische Auseinandersetzungen, ebenso wenig wie ich auf die Pleite eines Staates wetten würde. Mir persönlich ist es sogar zuwider auf das Thema Ebola zu spekulieren, wenn ich ganz ehrlich sein darf. Kurzum, alles was mit dem Leid anderer Menschen verbunden ist für mich tabu.

      Es gibt viele interessante Aktien aus den verschiedensten Sektoren hierzu. Das Universum der Anlagemöglichkeiten ist aber so riesig, dass man sich nicht auf jede dieser Möglichkeiten einlassen muss. Smith & Wesson Holding Corporation ist z.B. auch so ein Unternehmen dessen Aktienkurs gerade jetzt wieder spannend ist. Wer möchte kann sich das ja mal ansehen. Für mich ist das aus genannten Gründen nichts.

      Letztlich muss hier jeder seine eigenen Grenzen ziehen. Ich würde mir aber auch kein Urteil über andere deswegen erlauben, weil das wirklich jedermann für sich selber entscheiden sollte. Und das meine ich auch ehrlich ganz wertneutral! Ich habe hier lediglich über meine ganz persönlichen moralischen Vorstellungen geschrieben…

      VG, Lars

    • Lars said:

      Moin Thomas,

      das muss ich mir nachher mal in Ruhe nochmal durchlesen 🙂 … interessante Rechenmodelle…Was war denn die Frage?

      @ Micha… Du hast keine Meldung bei Tesla verpasst, sondern die Aktie ist einfach mal wieder „reif“ für eine Korrektur (siehe Chart) Ob nun nur das offene Gap geschlossen wird oder zumindest der untere Rand des Trendkanals demnächst wieder ins Spiel kommt bleibt aber noch abzuwarten. Viel interessanter als Tesla sind jetzt aber wohl die beiden Aktien von BITA und KNDI 😉

      Gruß, Lars

      • Lars said:

        Depomed ist ja gestern richtig abgegangen… Sieht stark aus der Ausbruch! Nur die eher mageren Umsätze in der Aktie würden mich hier stören.

  29. Lars said:

    Hallo und guten Morgen Thomas,

    ja Du hast sicherlich Recht, es deutet vieles darauf hin dass bei SKW massiv geschlampt wurde und offenbar auch die gesamte Führungsebene entweder keine davon Ahnung hatte was im eigenen Laden vorgeht, oder eine gewisse „Vogel-Strauß-Politik“ betrieben hat. So richtig erfahren werden wir es wohl nie! Aber es bleibt natürlich ein ganz fader Beigeschmack bei der ganzen Geschichte, denn eigentlich handelt es sich hier um ein ordentlich aufgestelltes Unternehmen. An Deiner Rechnung habe ich grundsätzlich gar nichts auszusetzen, im Gegenteil. ich finde es sehr gut dass Du Dir die Mühe gemacht hast mal etwas näher hinzusehen und fundamental betrachtet spricht hier gerade wohl nicht allzu viel für ein Engagement.

    Dennoch…sollten die zu erwartenden Zahlen wirklich so sein wie hier erwähnt, gibt es nun auch noch die Möglichkeit dass die Banken bei der Restrukturierung mitspielen werden, mangels Alternativlösung und was sind auch schon 50 Millionen Euro in der heutigen Zeit 🙂 Hier ist also prinzipiell alles möglich. Wobei ich die SKW Aktie vorerst keinesfalls als solides Investment betrachte, denn das kann jetzt erst einmal dauern. Aber einen Trade zur rechten Zeit könnte die Aktie durchaus wert sein.

    • Lars said:

      Guten Morgen liebe Leser,

      Hier noch kurz eine vielleicht interessante Meldung zu SKW Stahl: http://bit.ly/1pE4LwV zum Beginn dieser offensichtlich spannenden Börsenwoche…

      VG, Lars

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