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Deutsche Bank Aktie – Jetzt einen Versuch wert?

Wie schon gestern in meinem vielleicht etwas zu zynischem Artikel erwähnt, war es sinnvoll die tatsächlichen Reaktionen des Marktes auf den Führungswechsel bei der Deutschen Bank zunächst einmal abzuwarten, um nicht zu den „Glücksrittern“ zu gehören, die heute bereits auf ordentlichen Buchverlusten sitzen. Die kräftige Kurslücke der gestrigen Handelseröffnung wurde inzwischen wieder vollständig abverkauft, was ich aber in diesem Ausnahmefall als neutral werten würde. Normalerweise ist ein solches Verhalten bei einer Aktie per se eher verdächtig und nicht selten folgt dann noch einmal eine kräftige Bewegung in die Gegenrichtung…

Das erwarte ich bei der Deutschen Bank Aktie aber aus heutige Sicht nicht, wobei ich es auch nicht völlig ausschließen möchte. Es spricht nach meinen Beobachtungen viel mehr einiges dafür, dass die Meldung vom Wochenende zahlreiche Marktteilnehmer völlig auf dem falschen Fuss erwischt hat. Diese haben nun die Gelegenheit am Schopfe gepackt um ihre schief liegenden Positionen zu schließen, was vorübergehend noch einmal zu starken Abgaben geführt hat. Der tendenziell schwächelnden Gesamtmarkt hat dabei natürlich ordentlich geholfen.

Die Neuausrichtung des Konzerns auf der personellen Ebene kann man durchaus positiv sehen. Zwar regiert hier, aus meiner persönlichen Sicht, momentan noch das Prinzip Hoffnung, auf der anderen Seite werden sich einige Marktteilnehmer auch denken, dass es viel schlimmer ja nicht mehr kommen kann. Der neue Chef wird also – aller Wahrscheinlichkeit nach – von den Aktionären ein paar Vorschusslorbeeren in Form eines steigenden Aktienkurses erhalten. Ob diese dann auch gerechtfertigt sind muss sich noch zeigen!

Wichtig wäre nun ein erneuter Anstieg der Aktie über das 50er Fibonacci Retracement bei ca . 28,30 Euro. Nachdem der Chart dann (fast) bereinigt ist, können spekulativ orientierte Anleger mit einer ersten Position auf den Rebound der Deutschen Bank Aktie setzen. Eine wesentliche Unterstützung liegt bei 26,92 Euro wo ein entsprechender Stopp platziert werden kann.

Commerzbank – noch warten!?

Durch die jüngste politische Situation hat sich die Lage bei der Commerzbank Aktie seit meinem letzten Bericht nun entscheidend verändert, was wieder einmal einen kurzen Blick auf den Chart nötig macht. Die Blutung des Marktes mit weitem Kapital durch die EZB  lässt insbesondere Bankaktien von dieser neuen Situation profitieren. Der drohende Kurssturz bei der Commerzbank konnte somit, dank Mario Draghi abgewendet werden. Mit der heutigen Kursbewegung befindet sich die Commerzbank Aktie nun wieder in einer hervorragenden Ausgangslage auf einen Ausbruch aus dem Abwärtstrend…

Commerzbank Aktie im Chartcheck nach der EZB Sitzung und vor der Griechenland Wahl

Die nun ausgebildete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation lässt nun erwarten, dass dieser Ausbruch demnächst auch gelingen wird. Zwar schwebt das Damoklesschwert GREXIT immer noch über der Aktie, und das sollte bei aller Euphorie auch nicht unterschätzt werden, aber die Vorzeichen für ein solches Szenario haben sich seit gestern deutlich in den positiven Bereich verschoben. Die heutige Euphorie der Märkte sollte aus meiner Sicht nicht überbewertet werden, ein Kauf der Aktie ist u.U. nächste Woche dann sinnvoller.

Fazit: Erst mit dem Sprung über die 12,- Euro Marke wäre ein erstes Signal für den Kauf gegeben. Kurse über ca. 12,40 Euro würden die hier angedeutete SKS Formation dann bestätigen, was rein rechnerisch ein Kursziel von ca. 14,80 Euro zur Folge haben dürfte. Bevor diese Kursziele aber auch tatsächlich abgearbeitet werden ist alles nur Spekulation. Achten Sie also auf die genannten Marken. Ein Stopp sollte dann relativ knapp im Bereich zwischen 11,65 und 11,75 Euro gesetzt werden.

Vossloh – Der nächste Versuch…

Die Vossloh Aktie zeichnet sich heute mal wieder durch eine interessante Konstellation aus, die es zu beachten gilt. Nach dem zuletzt gescheiterten Ausbruchsversuch bis auf 54,- Euro ging es nach Bekanntgabe der Quartalszahlen, erneut steil bergab. Bis auf 42,- Euro verlor der Titel innerhalb kürzester Zeit und notiert aktuell wieder um die 45,- Euro Marke. Mit der heute getriggerte Cup and Handle -Formation könnte nun der endgültige Boden in den Chart eingezeichnet werden. In einem ansonsten sehr schwachen Börsenumfeld ist die Aktie des Bahndienstleisters also mal wieder einen intensiveren Blick wert.

Vossloh Aktie Chart Analyse

Das mögliche Kursziel aus dieser Tassen-Formation liegt bei ca. 48,40 bis 48,85 Euro. Noch sieht diese Konstellation allerdings etwas wackelig aus. Vorsichtige Trader setzen erst auf einen Bouncen ab 46,45 Euro. Mit dem überschreiten dieser Hürde könnte man den Chart dann u.U. auch dahingehend deuten, dass eine Umkehrformation in Form einer inversen SKS mit Kursziel 50,- Euro entstanden ist. Neue Spekulationen über eine weitere Aufstockung der Beteiligung an Vossloh durch Großaktionär Heinz Hermann sollten den Aktienkurs zudem nach unten absichern.

Sind CFDs das Richtige für mich? 5 Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie traden

Mit der steigenden Medienaufmerksamkeit, die CFDs zuteil wird, steigt auch das Interesse der Investmentgemeinde an den unkomplizierten Derivaten. Insbesondere die Transparenz und Kosteneffizienz von CFDs (von engl. contract for difference = Differenzkontrakt) macht sie zu einem beliebten Trading-Vehikel, doch das gesteigerte Interesse bedeutet auch, dass einem Teil der Interessenten das nötige Grundwissen fehlt, um langfristig erfolgreich zu sein.

Auch oder gerade bei kurzfristigen Investments wie CFDs gilt: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, Ihre Entscheidungen zu überdenken und mögliche Alternativszenarien in Erwägung zu ziehen, um nicht versehentlich ein zu hohes Risiko einzugehen und nicht einkalkulierte Verluste einzufahren. Um sicherzugehen, dass CFDs das richtige Handelsinstrument für Sie sind, sollten Sie sich daher die folgenden fünf grundsätzlichen Fragen stellen, bevor Sie ein Handelskonto bei einem CFD-Broker eröffnen.

1. Verfügen Sie über ausreichend Kapital?

Die Anleger-Risiko-Pyramide ist eine visuelle Aufgliederung für Investmentportfolios nach Risikoklassen und liefert Anlegern Orientierung, wieviel Kapital in welche Anlageprodukte investiert werden sollte. Basis und Mittelbau der Pyramide bestehen aus Produkten mit geringem bis mittlerem Risiko und relativ gesicherter Rendite wie zum Beispiel Aktien und Staatsanleihen. Produkte mit hohem Risiko wie CFDs finden sich in der Spitze der Pyramide, und das Kapital, das Sie so investieren, sollte ausschließlich Geld sein, welches Sie schmerzfrei verlieren können.

2. Wird ein missglückter Trade Ihnen schlaflose Nächte bereiten?

Auch wenn Sie die letzte Frage mit „Ja“ beantwortet haben, tun Verluste immer weh. Um als Trader erfolgreich zu sein, müssen Sie jedoch in der Lage sein, Misserfolge hinter sich zu lassen und Ihre Urteilsfähigkeit nicht von negativen Emotionen beeinträchtigen zu lassen. Vermeiden Sie reflexhafte Reaktionen und loggen Sie sich im Zweifelsfall lieber aus Ihrem  Handelskonto aus, bevor Sie mit einer emotionalen Entscheidung einen großen Verlust einfahren. Das gleiche gilt übrigens auch für positive Emotionen – auch glückliche Zeiten können Ihren Handel beeinflussen, wenn Sie aus einer positiven Grundstimmung heraus übertrieben optimistisch zur Sache gehen und möglicherweise untypisch hohe Risiken in Kauf nehmen.

3. Was bekommen Sie für Ihr Geld?

Beim CFD Handel profitiert der Broker in erster Linie von der Kommission, dem Spread und den Finanzierungskosten. Als regelmäßig tradender Kunde sind Sie Ihrem Broker daher Gold wert, und viele Unternehmen gehen mit aggressive Werbestrategien auf Kundenfang. An sich ist an Angeboten wie Einsteigerboni nichts auszusetzen, jedoch sollten Sie darauf achten, dass das übrige Angebot stimmt. Bietet der Broker Schulungen an? Wie hoch sind die Spreads, und zwar für vielgehandelte Märkte und Exoten? Wie sind Ihre Einlagen gesichert? Wo befindet sich der Firmensitz des Brokers? Überlegen Sie sich gut, ob ein neuer Tablet-PC das Risiko eines unregulierten Brokers mit Sitz in Zypern wert ist.

4. Diversifizierung – wie sind Ihre restlichen Investments aufgestellt?

Wie eigentlich auch in jedem anderen Bereich des Lebens ist es auch in Investmentfragen wenig sinnvoll, alles auf eine Karte zu setzen. Wie bereits erwähnt, sollten Sie für den CFD Handel nur Kapital aufbringen, dass Sie auch verlieren können, ohne dass sich dafür für Sie schmerzhafte Einschränkungen ergeben. Stellen Sie sicher, dass Ihre restlichen Investments sicher über alle Anlageklassen verteilt sind – angefangen bei Anleihen, Annuitäten und Sparkonten über Immobilien über Treuhandvermögen und Aktien bis hin zu einkommensstarken Rentenpapieren.

5. Brauchen Sie Hilfestellung?

Noch ist kein Profi-Trader vom Himmel gefallen. Viele Broker bieten ein umfangreiches Schulungsangebot zu den Themen Marktanalyse, Handelsplattformen sowie Risiko- und Money-Management für CFD Einsteiger, sowohl vor Ort als auch als Webinar. Doch auch als fortgeschrittener Trader sollten Sie sich nicht scheuen, die gebotene Hilfestellung anzunehmen. Ich habe an anderer Stelle hier im Blog die 10 goldenen Regeln für den Handel mit CFDs für Sie zusammengestellt, die Ihnen den Einstieg in dieses spannende Thema erleichtern sollen…

CFDs sind Hebelprodukte. Der CFD Handel beinhaltet ein hohes Risiko und kann unter Umständen zu Verlusten führen, die Ihre ursprünglichen Einlagen überschreiten.Bitte stellen Sie sicher, dass Sie alle verbundenen Risiken verstanden haben und einschätzen können.

Wie wird man Profitrader, oder… Über den Traum vom schnellen Geld

Sehr geehrter Herr Röhrig,

seit einiger Zeit verfolge ich Ihre Website sowie Ihren Newsletter und muß sagen, Ihre Ausführungen gefallen mir, da Sie meines Erachtens gut recherchiert wurden und von deutlicher Sachkenntnis zeugen.

Heute las ich folgendes Zitat von Ihnen: Ich selber bin seit 20 Jahren an der Börse aktiv und lebe seit nunmehr fast 10 Jahren ausschließlich von den Erträgen aus dieser Tätigkeit, die gleichzeitig immer mein Hobby war – und noch ist.
Meine Motivation ist ganz ähnlich ausgeprägt, daher hat mich dieser Satz besonders angesprochen. Ich selbst beschäftige mich allerdings erst seit ca. 1 Jahr intensiver mit der Börse – der Wunsch dies zu tun ist hingegen schon einige Jahre alt.

Da auch ich zukünftig möglichst von den Erträgen aus dieser Tätigkeit leben will, frage ich mich, ob ich wohl auch 10 Jahre benötige, um dieses Ziel zu erreichen. Vielleicht können Sie hier helfen, indem Sie mir ggfs. Tipps geben können, wie man aus Ihrer Erfahrung heraus das Thema strategisch und sinnvoll angehen sollte. Sicher können Sie sagen, welche Fehler man vermeiden sollte und wie man möglichst effektiv zum Ziel kommen kann.

Ist es z. Bsp. sinnvoll, die unendliche Fachliteratur zu studieren?, sicher sollte man sich mit der Charttechnik befassen, oder?, welche Hilfsmittel gibt es hierzu?, welche Informationsquellen sind sinnvoll und bezahlbar?, gibt es sinnvolle Schulungen zur Thematik etc.? Wieviel Zeit haben Sie bisher investiert?

Jedenfalls würde es mich freuen, wenn Sie mir hierzu einige Gedanken, Tipps ggfs. Empfehlungen weitergeben könnten, die mich weiterführen und möglicherweise die Zeit bis zum Erfolg verkürzen helfen könnten.

Mit bestem Dank im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Thomas K.

 

Hallo Thomas,

Ich beantworte Deinen Brief gerne in der im Internet üblichen „Du“- Form und hoffe das ist in Ordnung…. Zunächst einmal vielen Dank für Deinen Leserbrief, der sicherlich ein paar Fragen enthält, die viele anderen Leser auf Investors Inside auch interessieren. Danke auch für die Anregung hier eine neue Kategorie „Leserbriefe“ einzuführen, der ich gerne nachgekommen bin.

Letztlich ist die (Wunsch-) Vorstellung eines Lebens als Trader für einige Menschen sehr reizvoll, auch wenn ich an mancher Stelle diesen Traum wohl etwas entzaubern muss. Trading ist vor allem harte Arbeit und es ist in der Regel nicht so dass man ein paar Knöpfchen drückt und damit dann immer Geld verdient, geschweige denn schnell reicht wird…!

(mehr …)

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  • wie wird man pofi trader

Gedanken zum Markt nach dem FOMC Meeting – Neues von Praktiker, Südzucker, HP, Lenovo…

11.07.13, 7:54 Uhr…Es gibt so Tage im Leben eines Börsianers…da steht man auf und versteht die Welt nicht mehr ab dem Moment wo man sein Handelssytem hochfährt. Die taxierten Kurse bei Lang & Schwarz spielen förmlich verrückt und zeigen merkwürdige und übertrieben positive Veränderungen bei einzelnen Aktien an. Bereits gestern gab es eine Darstellungs-Panne beim Dax, somit vermute ich einmal mehr einen Computer-Fehler und denke mir weiter nichts dabei. Denn rein rechnerisch können die angezeigten Kurse gar nicht stimmen…Der Dax Future springt aber auf 8200 Punkte und ich gehe sofort short…Denn auch nach kurzer Recherche kann ich keinen „realistischen“ Grund für einen solch kräftigen Anstieg finden. Ausser natürlich der FOMC Rede von Ben Bernanke, aber da wurde ja eigentlich nichts unerwartetes gesagt.

Der US Notenbank-Chef hat gestern fast schon zwangsweise wieder seinen Gedlbeutel geöffnet – die Anleger damit aber offensichtlich auch nicht mehr wirklich glücklich gemacht. Über die Glaubwürdigkeit der Hü- und Hott-Aussagen der FED haben sich einige Anleger wohl auch mal ein paar grundlegende Gedanken gemacht! Der kleine Anstieg im Dow und S&P 500 am späten Abend wurde sofort wieder verkauft und nachbörslich kam nicht mehr allzu viel Freude auf. Umso unverständlicher ist es, dass man jenseits des Atlantiks dieses Ereignis mehr feiern sollte als in den USA. Wir erinnern uns: Mario Draghis Rede konnte zuletzt auch nur noch kurzzeitig für Euphorie sorgen. Man merkt insgesamt dass die Maßnahmen der Notenbanken immer weniger ziehen werden. Ein Gewöhnungseffekt ist eingetreten.

Nicht zu vergessen ist dabei auch der Auslöser solcher kurzzeitig populären Maßnahmen, der darauf hindeutet dass es in den USA weiterhin nicht wirklich rund läuft! In Japan das gleiche Spiel. Die Notenbank dort hält ebenfalls an der lockeren Geldpolitik fest. Die Anleger feiern kurz, aber ebenfalls nicht überschwänglich…Der Euro kann erstaunlicher Weise heute um satte 3 Cent zulegen, Gold steigt auf fast 1.300,- Dollar. Ich gehe auch hier kurzfristig short…Nun werden natürlich ein paar Schlaumeier wieder mit dem schönen Spruch: „Never fight the FED“ um die Ecke kommen 😉

Von Unternehmensseite gibt es auch nicht viel Nennenswertes: Praktiker steht offenbar nun doch vor der Pleite. Die Verhandlungen über weitere Finanzierungen der Sanierung seien gescheitert, hieß es vom Unternehmen. Nicht wirklich überraschend… Südzucker wartet mit schwachen Zahlen auf kann aber dennoch vorbörslich zulegen, was wohl am Gesamtmarkt liegt.  Lenovo löst Hewlett Packard als größten Computerhersteller der Welt ab…Nun ja…Das sind wohl aber keine Meldungen die irgendwelche nachhaltigen Einflüsse auf den Markt haben. Da ist die Nachrichtenlage um Jean Claude Junker, der nun wegen des Abhörskandals zurückgetreten ist, schon interessanter, ebenso wie die Meldung dass der Iran heimlich an einer neuen Atomanlage bastelt. Oder aber das China demnächst ernsthafte (Wachstums-) Probleme haben könnte….

Es lässt sich aber aus meiner Sicht einfach nichts greifbares finden, was diese vorbörslichen Kurse rechtfertigen würde. Ganz im Gegenteil! Die schwachen Reaktionen an der Wall Street (auch nachbörslich!) zeigen deutlich, dass man offenbar keine Anleger mehr mit niedrigen Zinsen und Anleihekäufen hinter dem Ofen hervorlocken kann. Es bringt zwar etwas Stabilität, mehr aber auch nicht, und wehe diese Maßnahmen werden reduziert oder gar eingestellt!

Zwar werden wir heute wohl eine positive Eröffnung an den Börsen sehen, die von verschiedenen Anbietern gelieferten Aktienkurse sollte man aber wohl – zumindest vorbörslich – mit einer gewissen Skepsis betrachten. Ansonsten könnte allzu viel Euphorie heute eventuell teuer werden…Für mich persönlich bleibt noch abzuwarten, ob die Tagesgewinne heute tatsächlich gehalten werden können. Einzelne Aktien haben mit kräftigen Gaps eröffnet, die ja – wie Sie wahrscheinlich wissen – oftmals kurzfristig geschlossen werden.

Ein paar von diesen Kurslücken findet man nun auch in dem äusserst zerrissenen Dax Chart. Witzigerweise wurde das Gap auf der Oberseite nun heute mit einem neuen Gap übersprungen. Für solche Fälle habe ich ehrlich gesagt keine Börsenregel parat. Das dicke Gap auf der Unterseite zwischen 7.966 und 8.011 Punkten bleibt weiterhin offen und sollte somit unbedingt noch demnächst geschlossen werden, wenn wir einen weiteren und wirklich nachhaltigen Anstieg im DAX sehen wollen.

Nun, eigentlich wollte ich aber auch nur mal ein paar unsortierte Gedanken hier posten, die mir so morgentlich durch den Kopf gezogen sind. Mehr nicht…denn es liegt mir natürlich fern an einem solchen Tag den Miesepeter zu spielen und damit die allgemeine Euphorie zu trüben…!

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  • lang schwarz trading

Wacker Chemie – Jetzt oder Nie!?

Die Aktie des Tages war gestern wohl die von Wacker Chemie, mit einem satten Anstieg von 7,87 Prozent. Grund für diese plötzliche Kursfreude war zum einen natürlich die gute charttechnische Ausgangslage, über die ich kürzlich hier im Blog berichtet hatte. Vorrangig aber hat nun die Nachricht über die Teil-Einigung Deutschlands mit den Chinesen in punkto Strafzöllen für diese erfreuliche Kursreaktion gesorgt. China hat gestern zugesichert, dass man keine Strafzölle auf Polysilizium erheben werde. Wacker Chemie ist in Europa einer der größten Produzenten von Polysilizium und beliefert damit unter anderem auch einige chinesische Solarunternehmen…

Wacker Chemie Chart mit Fibo

Der Freudensprung hat die Aktie nun aus der seit Monaten bestehenden Seitwärtsrange nach oben ausbrechen lassen. Wie schon im letzten Beitrag zur Wacker Chemie Aktie erwähnt, sollte das Überschreiten der 60,- Euro Marke nun neues Potenzial bis in den Bereich um die 70- Euro freisetzen können. Dazu muss die Aktie aber natürlich nicht nur die Gewinne von gestern verteidigen, sondern auch eine wichtige Hürde überwinden die im Bereich zwischen 62,35 und 63,90 Euro liegt. Gelingt dieses Kunststück nun endlich nach Monaten dann sind die nächsten Kursziele bei 65,50 und 70,70 Euro zu finden.

Interessant ist an dieser Stelle vielleicht auch, dass das Put-Call-Ratio bei der Aktie von über 20 darauf hindeutet dass wir hier demnächst einen schönen Short-Sueeze sehen könnten, wenn die Aktie weiter steigen sollte. Wer hier Short ist lässt sich erahnen wenn man die letzten Analysten-Kommetare mal etwas genauer beobachtet… Kurspotenzial nach oben ist somit also nicht nur aus charttechnischer Sicht vorhanden. Zudem hat die Aktie während der ganzen DAX-Turbulenzen der letzten Wochen relative Stärke bewiesen, weswegen ich das Risiko nach unten für überschaubar halten würde. Die Ausgangslage für einen erfolgreichen Trade könnte also insgesamt deutlich schlechter sein…

Solar-Party bei FirstSolar, Suntech, Trina, Yingli und LDK Solar, was machen Solarworld und Co.?

US Solaraktien legten gestern eine saftige Rally hin. Allen voran die amerikanische First Solar, deren Aktienkurs um stolze 45 Prozent zulegen konnte. Grund für diesen Kurssprung war die nach oben angepasste Prognose des größten Solarmodulherstellers der USA. So rechnet man bei FirstSolar nun für das laufende Jahr mit einem Gewinn je Aktie zwischen 4,0 und 4,5 Dollar, ohne Sonderposten. Die durchschnittliche Analystenschätzung beläuft sich aktuell noch auf ca. 3,50 Dollar je Aktie. Somit liegt die neue Prognose deutlich über den Erwartungen und wurde gestern in den Aktienkurs eingearbeitet. Auch für die kommenden beiden Geschäftsjahre zeigte sich das Unternehmen optimistischer als die Experten und erwartet höhere Erträge als bislang kalkuliert. Man darf gespannt sein ob die gesteckten Ziele auch tatsächlich erreicht werden können…?

Die restliche Solarbranche, insbesondere die chinesischen Solarwerte wie Trina Solar, Yingli, LDK und Suntech konnten ebenfalls kräftig zulegen. Zum einen beflügelten hier die Aussagen von FirstSolar die Aktienkurse, in der Annahme dass auch chinesische Hersteller nun wieder besseren Zeiten entgegen gehen, und zum anderen machten mal wieder Gerüchte die Runde das Investment-Legende Warren Buffet sich für die kürzlich in die Pleite gegangene Suntech Power interessieren würde.

Ich persönlich halte nicht viel von solchen Spekulationen und glaube auch nicht daran dass sich Buffet wirklich für Suntech interessiert. Viel mehr dürfte eines seiner Tochterunternehmen – wenn an den Gerüchten überhaupt etwas dran ist – wohl eher Interesse an den wenigen profitablen Geschäftsbereichen, die nicht mit Schulden überladen sind, haben. Das hieße aber dann wohl auch das der Rest des Unternehmens nach der Filetierung in die Abwicklungsabteilung geschickt wird. Der Aktionär des Unternehmens geht wie immer leer aus…! Kein Grund also die Suntech Aktie zu kaufen, die gestern um satte 29 Prozent zulegen konnte.

Spekulationen auf Gerüchte bleiben ein gewagtes Spiel, insbesondere wenn es sich dabei um eine so angeschlagene Branche wie die Solarindustrie handelt. Die deutschen „Solarwerte“ wie SMA Solar oder auch Wacker Chemie konnten von dem Umfeld gestern ebenfalls kräftig profitieren, andere werden diese Entwicklung heute höchstwahrscheinlich noch nachholen. Woher der plötzliche Optimistmus bei FirstSolar kommt ist für mich persönlich noch ein Rätsel und so recht daran glauben kann ich nicht.

Ich prognostiziere somit mal wieder eine kurze Party mit einem längerem Kater danach, wie die letzten fünf Male auch! Für alle Glücksritter die sich nun erneut in die Aktien dieser Branche locken lassen, gilt…Wer schnell genug ist hat gute Chancen auf schnelle Gewinne, sollte aber die Party rechtzeitig wieder verlassen. Und das gilt auch für die deutschen Branchenvertreter!

VW Aktie mit erneutem Kursrutsch – Trendwende oder finaler Abverkauf?

Die Volkswagen Aktie hat heute einen durchaus bewegten Tag  an dem sich aus meiner Sicht entscheiden wird ob wir es hier nun mit einer Trendwende zu tun haben oder aber der finale Abverkauf stattgefunden hat, der in Kürze wieder deutlich steigende Kurse erwarten lässt. Unterm Strich ist der heutige Kursrutsch für mich eher ein Zeichen für das positive Szenario. Mit dem Kursverfall bis auf 150,40 Euro wurden sicherlich noch einmal diverse Stopp Loss Orders abgegriffen und die sogenannten „Zittrigen“ aus der Aktie gedrängt. Denn, die Kursbewegung hat nicht nur das Verlassen der seit Tagen gültigen Flagge nach unten simuliert sondern auch die wichtige 200-Tage Linie kurzzeitig verletzt. Ein klassisches Verkaufssignal also das man konsequenter Weise auch verkaufen muss!

VW Aktie Flagge

Nicht selten schlägt aber der Markt genau solche Kapriolen bevor eine schnelle Wende zum Besseren einsetzt….Aus fundamentaler Betrachtung gibt es ohnehin kein Grund sich bei der VW Aktie ernsthafte Sorgen zu machen – es sei denn man rechnet in Kürze mit einem Absturz des Gesamtmarktes. Aber auch danach sieht es im Moment noch nicht wirklich aus. Die Deutsche Bank hat heute Ihre Kauf-Votum für die VW Vorzugsaktie Aktie mit Kursziel 200,- Euro erneut bekräftigt. Ähnlich sehe ich das persönlich auch. Meine zuvor platzierte Abstauberorder wurde somit heute ausgeführt.

Sollte es nun gelingen zum Handelsschluss wieder über die untere Begrenzung der zuvor gültigen Flagge bei 153,55 Euro zu kommen, stehen die Chancen nicht schlecht dass wir es hier mit einem klassischen Fehlsignal zu tun gehabt haben und sich die Flagge in Kürze nach oben auflösen wird. Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter die wichtige Marke bei 150,- Euro wird man die eingegangenen Positionen wohl wieder schnell auflösen müssen. Wer sich also für die Aktie interessiert findet heute ein interessantes Setup vor, dass sich auch mittelfristig lohnen könnte. Selbstverständlich aber bitte nur mit entsprechend konsequenter Risikokontrolle!

Der Commerzbank Supergau – und was wir daraus lernen können!

An einem Tag wie heute lohnt es durchaus noch einmal einen Artikel über die Commerzbank zu verfassen. Die Gerüchte um eine neue Kapitalerhöhung haben sich zum Leidwesen der Aktionäre leider erneut bestätigt. Damit aber nicht genug, statt der 700 bis 800 Millionen Euro, die gestern noch im Raum standen, erhöht die Commerzbank ihr Kapital ein weiteres Mal im satte 2,5 Milliarden Euro, und schockiert damit den markt erneut. Der Absturz der Aktie nach der Meldung war geradezu mustergültig. Sie erinnern sich – ich hatte vor kurzem die möglichen Kursziele genannt, wenn ich auch damals nicht davon ausgegangen bin dass ein erneuter Kapitalschritt dazu führen würde. Damals ging es eher um die charttechnische Ausgangslage die einen Kursrutsch bis maximal 1,17 Euro erahnen ließ. Das heutige Tief von 1.201 Euro ist nur unwesentlich von dieser Marke entfernt. Charttechnik ist eben keine genaue Wissenschaft, auch wenn sie gute Anhaltspunkte liefert. Hier noch einmal der Link zu dem Artikel vom 21.02.2013

Unabhängig davon dass ich diese erneute Kapitalerhöhung als echten Tritt in die …der Aktionäre betrachte, kann man wohl davon ausgehen dass dies das vorerst letzte Kapitel des Commerzbank Dramas gewesen sein dürfte. Mit dem Geld möchte die CoBa Führung nun die letzten Staatshilfen zurückzahlen – wahrscheinlich um wieder etwas freier agieren zu können. Geplant ist, die stillen Einlagen des Rettungsfonds SoFFin über 1,6 Milliarden Euro vorzeitig zurückzahlen und die stillen Einlagen der Allianz über 750 Millionen Euro auslösen. Leider steht zu befürchten, dass damit auch wieder alte Exzesse bei der Bank Einzug halten könnten, wenn auch nicht in der Form in der wir sie vor dem Ausbruch der Krise gesehen haben.

Auch Martin Blessing hat sich mit der Salamitaktik der letzten Monate, schlechte Nachrichten zu produzieren, und dabei alle Bedürfnisse der Aktionäre komplett zu ignorieren, sicherlich keinen Gefallen getan. Man kann also durchaus davon ausgehen dass es in absehbarer Zeit zu einem Führungswechsel bei der Bank kommt. Der Markt wird dieses Ereignis dann höchstwahrscheinlich auch mit einem Kurssprung nach oben belohnen – frei nach dem Motto schlechter kann es ja nicht mehr werden!

Letztlich hilft das aber heute keinem Anleger, der daran geglaubt hat dass hier der Turnarround nicht mehr allzu weit entfernt ist. Zunächst einmal sitzen all diejenigen, die keine Stopp Orders im System hatten erneut auf hohen Verlusten. Selbst für diejenigen die sich strikt an Ihre Risikokontrolle gehalten haben dürfte es, angesichts des heutigen Kursrutsches, schwer gewesen sein hier noch mit nur einem blauen Auge rechtzeitig raus zu kommen. Von den Altaktionären möchte ich an dieser Stelle gar nicht reden…

CoBa Kap Erhöhung


Was lernen wir aus dieser Geschichte?

– Zunächst einmal bleibt ein angeschlagenes Unternehmen mit schlechter Ertragslage ein schlechtes Investment – zumindest so lange bis das Gegenteil duch harte Fakten in Form von soliden Zahlen belegt werden kann. Auch bei mir hat diese Erkenntnis etwas lange gedauert, als ich im letzten Sommer die Segel gestrichen habe! Seitdem habe ich die Commerzbank Aktie konsequent gemieden und nur noch halbherzig beobachtet.

– die zweite Lehre aus dem heutige Kursdebakel ist wohl auch dass man keiner Aktie oder keinem Unternehmen blind vertrauen sollte – niemals! Beispiele hierfür gibt es zu Hauf und wird es immer wieder geben. Eines der prominenteste ist wohl zur Zeit die Apple Aktie. Wer hier bei 700,- Dollar eingestiegen ist hat aus heutiger Sicht ein ziemlich großes Problem. Auch solche Unternehmen mit Substanz und einem exzellenten Geschäftsmodell, sowie einer hervorragenden Marktstellung bleiben eben von den Wirren des Marktes nicht verschont!

– Charttechnik funktioniert! Unter normalen Umständen hätte ich mit einem Kursrutsch bis an den längerfristigen Aufwärtstrend gerechnet. Die aussergewöhnliche Situation heute hat aber zu einer entsprechenden Kursreaktion geführt, die dann von den Computerprogrammen aufgegriffen wurde und den Aktienkurs noch ein ganzes Stück tiefer befördert hat. Die von mir dargestellte Schulter-Kopf-Schulter Formation dürfte hier eine nicht ganz unwesentliche Rolle gespielt haben…Wie bei jeder anderen Aktie auch, gilt es sich bei einem Trade vorher genau zu überlegen wo das maximale Risiko liegt. Im positiven Sinne können solchen Überlegungen sogar dazu führen einen Einstieg in eine Aktie gezielt danach zu planen, um Überreaktionen des Marktes auszunutzen.

– Ein Unternehmen, dass mehrere Kapitalerhöhungen durchführen muss um zu überleben, wird NIEMALS wieder die alten Höchststände erreichen! Noch immer lese ich entsprechende Einträge in Börsenforen, und kann es kaum glauben. Noch einmal sei an dieser Stelle gesagt dass das rein rechnerisch gar nicht hinhauen kann. Ich habe ehrlich gesagt gerade keinen genauen Überblick darüber wie viele Kapitalerhöhungen in welchem Umfang es hier in den letzten Jahren gegeben hat, aber bei der letzten Hochrechnung war es am Ende ein Faktor von ca. neun!! D. h. bis GESTERN gab es ca. neunmal so viel Aktien wie zu dem Zeitpunkt als die Commerzbank Aktie noch bei knapp 30,- Euro notierte.

– Soll heißen, mit der heutigen Maßnahme muss man den Wert wohl künftig eher durch knapp 12 teilen, um ungefähr auf einen vergleichbaren Höchstkurs aus dem Jahr 2007 zu kommen. Liebe Anleger, dies ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis, dass rein mathematisch betrachtet, Kurse um 2,50 Euro wohl auf lange Sicht das maximal erreichbare Ziel bleiben werden. Damals lief bei der Commerzbank aber noch einiges besser, wie wir alle wissen, also wäre ein gewisser Abschlag heute wohl gerechtfertigt. Die Charts vieler Broker haben die Veränderungen der letzten Jahre leider oftmals nicht eingepreist, was dem unbedarften Anleger entsprechendes Kurspotenzial signalisiert. Hier werden immer noch unbereinigte Kurse abgebildet, die es aus heutiger Sicht eigentlich nie gegeben hat. Mit der heutigen Meldung wurde soeben auch bekannt, dass die CoBa plant je zehn „alte“ Aktien zu einer Neuen zusammenzulegen. Damit dürfte sich der Aktienkurs auf dem Papier dann etwa verzehnfachen, und künftig nicht mehr ganz so „wertlos“ aussehen. Wundern Sie sich also nicht wenn die alten Höchststände dann mit knapp 300,- Euro in den Charts dargestellt werden.

Am Ende bleibt somit für mich zunächst die traurige Erkenntnis, dass man sich als Commerzbank Anleger auch künftig eine gewissen Willkür ausgesetzt sein dürfte…zumindest sollte man das wohl nach den Erfahrungen der letzten Monate in seine Trading-Planung mit einkalkulieren. Die Aktie ist und bleibt für mich daher bis auf Weiteres ein reiner Trading-Kandidat und wird in meinem Depot,wohl nie mehr zum längerfristigen Investment mutieren. Mit dem heutigen Kursrutsch besteht nun zunächst wieder die Chance auf einen erfolgreichen Long-Trade, und somit auch die Chancen sich einen Teil der zuvor verlorenen Gelder zurück zu holen. Aber bitte unbedingt mit engmaschiger Risikokontrolle!!! Im etwas ungünstigeren Fall wird die Aktie weiter unter Druck bleiben bis die heutige Nachricht entsprechend verarbeitet wurde. Dann kann es auch durchaus noch einmal zu einem kleinen Rutsch auf das charttechnische Ziel bei ca. 1,17 Euro kommen.

Trading Update zur Apple Aktie – Measured Move Target aktiviert !

Am Abend noch ein kurzes Update zur Apple Aktie. So wie es aussieht ist das von mir erwartete Setup bei der Aktie, dass ich Ihnen in unserem kostenlosen Newsletter vom Wochenende geschildert habe in vollem Gange. Auch heute präsentiert sich die Aktie wieder entsprechend schwach und rutscht unter die genannte Nackenlinie der SKS Formation. Sollte der Aktienkurs nicht bis zum Handelsschluss in den USA wieder über der Marke von 655,- Dollar notieren wäre somit das nächste Kursziel auch charttechnischer Sicht bei ca. 605 Dollar zu sehen. Ich schreibe hier ausdrücklich das nächste Kursziel, denn sollte diese Zahl wirklich erreicht werden wäre die Apple Aktie damit unter den mittelfristigen Aufwärtstrend gefallen und würde somit sogar weiteres Abwärtspotenzial bis auf ca. 530,- Dollar besitzen.

Ich persönlich gehe zum jetzigen Zeitpunkt nicht davon aus das die 530,- Dollar erreicht werden, wie ich ja bereits geschrieben habe. Jedoch sollte man diese Möglichkeit auch bei einer Apple Aktie niemals ausschließen. Es kann also nicht schaden sich die Situation bei Apple nun täglich sehr genau anzusehen. Mein erstes Ziel (evtl. schon morgen) liegt bei 624 und 618,- Dollar, bevor es dann weiter in Richtung des Measured Move Targets bei 605,- gehen kann. Auch ein Unterschreiten der runden Marke von 600,- Dollar würde mich noch nicht schockieren. Kurse um die 598,- Dollar  würde ich aus heutiger Sicht als perfekten Einstiegszeitpunkt für eine spekulative Position betrachten. Sollte sich an dieser Sichtweise etwas ändern werde ich Sie natürlich hier im Blog rechtzeitig darüber informieren.

Ein wesentlicher Grund für den Kursverlauf der Aktie ist neben dem Karten-Debakel wohl auch >hier< zu finden. Samsung überzeugt mit seinen Produkten immer mehr Kunden und feiert Rekorde. Das dürfte auch zu Lasten von Apple gehen…Bereits am 12.09.2012 habe ich ja mit diesem Artikel mal vorsichtig darauf hingewiesen dass so etwas demnächst passieren könnte…! Sollte Apple auch noch nachhaltig unter 600,- Dollar fallen und dabei das Tempo beschleunigen, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit die US Börse insgesamt deutlich belasten. Verläuft die Konsolidierung allerdings weiterhin in dieser schonenden Form, muss man wohl keine Angst haben dass Apple nun die Börsen deutlich in den Keller ziehen wird. Dann wäre auch diese Bewegung wohl eher eine willkommene Abkühlung eines überhitzten Aktienkurses, die das Fundament für einen weiteren und gesunden Anstieg im Anschluss legen kann.

Trading Update Commerzbank, Deutsche Bank, Jungheinrich, Stada, Vestas, Molycorp, VW uvm.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

Alle anderen Werte haben sich ebenfalls erwartungsgemäß entwickelt. Bankaktien wie die der Deutschen Bank gehörten zu den großen Wochengewinnern. Auch die Commerzbank Aktie arbeitet erneut an einem Ausbruch nach oben. Die 38 Tage Linie spielt dabei offensichtlich eine tragende Rolle und hat zuletzt mehrfach als Boden fungiert. Der Knoten bei der zweitgrößten deutschen Privatbank könnte nun mit der Rede von Mario Draghi am kommenden Donnerstag endgültig platzen. Denn unbegrenzte Anleihekäufe der Euro Krisenstaaten würden viele Unsicherheiten bei der Aktie beseitigen. Zudem arbeitet die Konzernführung weiterhin mit Hochdruck daran die Bank weiter zu verschlanken und künftig effizienter und weniger anfällig zu machen. Sicherlich werden dies Änderungen kurzfristig keine Wunder bewirken, aber die eingeschlagene Richtung stimmt.

Gold- und Silberaktien gehörten ebenfalls zu den großen Gewinnern der abgelaufenen Woche. Sehen sie sich die Charts von Barrick Gold, Goldcorp, Kinross, Iamgold, Hecla Mining & Co. etwas genauer an. Hier wurde bei nahezu allen Werten ein Ausbruch aus den seit Monaten bestehendenTrendformationen nach oben geschafft. Ich habe Ihnen exemplarisch für die Branche mal den Chart des GDX oben eingefügt. Ob dieser Ausbruch gehalten werden kann, oder die Aktien noch einmal in Ihre Trend zurück fallen werden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Zusammenfassend bleibt aber festzuhalten dass es deutlich schlechtere Setups gibt und das Risiko nach unten momentan überschaubar zu sein scheint. Der Kursverlauf bei den Aktien aus diesem Sektor hat zudem Signalwirkung – der Markt spekuliert offensichtlich weiterhin auf eine baldige Intervention der Notenbanken. Und somit kommen wir zu den letzten beiden Sektoren den ich heute gerne besprechen möchte…

Rohstoffaktien, sollten eigentlich auch von einer möglichen Lockerung der Geldpolitik profitieren können. Die Flutung des Marktes mit frischem Geld hat traditionell zur Folge dass Rohstoffaktien im Allgemeinen, ebenso wie Gold- und Silber Aktien im Speziellen, deutlich zulegen können. Bislang ist aber bei Rohstoffwerten eher das Gegenteil der Fall (siehe Chart 1 Year Performance weiter unten), was man durchaus noch als Kontraindikation betrachten kann. Allerdings muss man dazu sagen dass im Gegensatz zu Gold die Rohstoffpreise zuletzt deutlich unter Druck waren, was wiederum bereits im letzten Quartal auf die Gewinnmarken der großen Rohstoffkonzerne gedrückt hat. Fachleute gehen aber davon aus dass wir bis zum Jahresende noch eine kräftige Erholung bei den meisten Rohstoffwerten sehen werden. Ich sehe das genau so, ohne jetzt auf die einzelnen Faktoren bei der Preisentwicklung eingehen zu wollen. Zudem sind einige Rohstoffwerte historisch günstig bewertet und bieten eine ausgezeichnete Dividendenrendite. Allerdings zeigt der Trend noch nach unten, eine Bodenbildung sollte unbedingt abgewartet werden. Wer also auf  diesen Sektor und eine Jahresendrally – ausgelöst durch die Maßnahmen der Notenbanken – setzen möchte der sollte sich bald entsprechend positionieren. Ich werde in Kürze hierzu eine Aktien Analyse auf Investors Inside veröffentlichen..

Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer sind Automobilaktien  in der letzten Woche kräftig unter die Räder gekommen. Im letzten Newsletter hatten ich Sie ja darüber informiert dass ich mit einer kurzfristigen Schwäche rechne. Auch dieser Trend könnte noch ein paar Tage anhalten, bevor er dreht. Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre eine weitere Korrektur um die 5 bis 10 Prozent durchaus noch möglich. Dann allerdings sehe ich mit Blick auf das Jahresende 2012 wieder hervorragende Einstiegsgelegenheiten in dem Sektor. Daimler unter 37,- Euro, BMW unter 55,- und VW Vz bei ca. 132,- Euro wären für mich nun erste Zielmarken um über einen Neueinstieg nachzudenken.

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