Auf in die Berichtssaison – Alcoa, und dann… JP Morgan, Wells Fargo, Intel, Google und IBM

Die Bilanzsaison in den USA ist seit gestern Abend eröffnet, nachdem diese bei uns erst kürzlich zu Ende gegangen ist! Somit werden die Impulse aus den einzelnen Unternehmen wieder etwas mehr in den Vordergrund rutschen und es muss sich zeigen ob die konjunkturelle Belebung in den USA wirklich Bestand hat. Den Anfang machte – wie immer- der weltgrößte Aluminium Hersteller Alcoa, der durchaus positiv überraschen konnte. Em Ende zeigte sich der Markt aber doch etwas enttäuscht. Die Alcoa Aktie fiel nachbörslich leicht.

Alcoa hat im ersten Quartal einen Nettogewinn in Höhe von 149 Millionen Dollar ausgewiesen. Im Vorjahr stand hier lediglich ein Betrag in Höhe von 115 Millionen Dollar zu Buche. Firmenchef Klaus Kleinfeld bezeichnete das Ergebnis selber als „starkes Quartal“ für Alcoa. Dennoch sollte wohl nicht vergessen werden, dass dieses offiziell um stolze 58 Prozent gesteigerte Ergebnis auch nur durch entsprechende Einsparungen und einer satten Steuergutschrift erreicht werden konnte. Der Umsatz hingegen gab um 3 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar ab. Zudem leidet der Konzern leidet unverändert unter dem starken Preisverfall bei Aluminium…

Ich gehe nicht davon aus dass der Markt von Alcoa größere Sprünge erwartet hatte, und somit dürfte das mögliche Enttäuschungspotenzial auch eher gering sein, auch wenn der Konzern als Gradmesser für den Zustand der amerikanischen Wirtschaft betrachtet wird. Spannender dürfte da schon die Zahlen der Großbanken werden, die wir diese Woche noch sehen werden. Denn eine weitere Gesundung dieses Sektoren dürfte in der aktuellen Lage grundsätzlich wohl eine etwas höhere Bedeutung zukommen als den Quartalsergebnissen eines Industrieunternehmens.

Die US-Großbanken JP Morgan Chase & Co sowie Wells Fargo machen den Anfang und legen ihre Geschäftszahlen gegen Ende diese Woche vor. Positive Ergebnisse dürften auch die Aktienkurse der deutschen Banken etwas unterstützen, die zuletzt wieder deutlich unter Druck geraten sind. Nicht minder spannend wird in der dann darauf folgenden Woche die Zahlenvorlage der Technologieschwergewichte Intel, Google und IBM. So richtig Fahrt nimmt die US Berichtssaisonaber erst in der zweiten Monatshälfte auf.

Wier immer wenn die Quartalsberichte der US Unternehmen veröffentlicht werden sollte aber in den kommenden Wochen mit einer erhöhten Volatilität an den Märkten gerechnet werden. Grundsätzlich bleibe ich, wie im Newsletter vor einer Woche bereits angekündigt, bei meiner eher defensiven Haltung, obwohl einige Sektoren bereits jetzt wieder sehr attraktiv aussehen. Sollte sich hier kurzfristig etwas an meiner Sichtweise auf die Dinge ändern, werde ich Sie auf dem Laufenden halten.

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