Tag Archives: Prognose

Lufthansa Aktie – Jetzt durchstarten oder abstürzen…

Viel gibt es zum Lufthansa Chart eigentlich nicht zu sagen, denn es ist offensichtlich das die Aktie gerade droht in den Bereich der letzten Tiefstände bei ca. 10,75 Euro abzustürzen. Die Top-Formation wurde zuletzt nach unten aufgelöst, womit sich entsprechendes Abwärtspotenzial von ca. 17,5 Prozent eröffnet hat… (mehr …)

Apple – die Luft wird immer dünner…

Apple hat gestern Abend erwartungsgemäß gemischte Zahlen abgeliefert. Dabei konnte der Konzern aus Cupertino wieder einmal ein Rekordergebnis präsentieren. Insgesamt erzielte Apple 18,4 Milliarden Dollar Gewinn der hauptsächlich durch den Verkauf von 76,8 Millionen iPhones entstanden ist. Der Umsatz konnte im abgelaufenen Weihnachtsquartal aber nur noch um 1,7 Prozent auf 75,87 Milliarden Dollar gesteigert werden. Analysten hatten sich hier mit einem Durchschnittswert von 76,5 Milliarden Dollar etwas mehr erwartet. Man kann somit keinesfalls von schlechten Zahlen sprechen, aber der Ausblick auf das kommende Quartal war ziemlich ernüchternd…

Apple rechnet in dem aktuellen Berichtszeitraum mit dem ersten Rückgang beim Umsatz seit einem Jahrzehnt. Dabei fällt die Prognose mit Erlösen im Bereich zwischen 50 und 53 Milliarden US-Dollar relativ niedrig aus. Zum Vergleich – im Vorjahresquartal wurde hier noch ein Wert von knapp 58 Milliarden Dollar erreicht. Auch den Kaliforniern bereitet somit zusehends der starke Dollar sowie konjunkturelle Eintrübung in verschiedensten Regionen dieser Welt ernsthafte Sorgen.

China bleibt auch in Zukunft mit ca. 25 Prozent einer der wichtigsten Absatzmärkte für Apple. Hier erwartet Konzernchef Tim Cook keine negativen Veränderungen, auch wenn die Herausforderungen dieses Ziel zu erreichen offenbar groß sind. Der chinesische Marktanteil von Apples iPhone konnte im vergangenen Jahr von fünf auf nunmehr elf Prozent gesteigert werden. Die iPhone-Verkäufe dort zogen somit in den letzten 12 Monaten um stolze 84 Prozent an. Angesichts der sich zunehmend eintrübenden Wirtschaftslage in China dürfte hier nun aber eine gewisse Sättigung erreicht sein. Fachleute gehen nicht davon aus, dass dieser Marktanteil nun noch signifikant gesteigert werden kann, da die Marktführer Xiaomi und Huawei mit teilweise deutlich günstigeren Geräten am Markt operieren und es den meisten Chinesen schlicht an Kaufkraft fehlt um sich teure Smartphones leisten zu können.

Wie weit fällt die Apple Aktie?

Fazit: Das was der Markt hier bereits seit längerem einpreist ist nun Realität geworden. Der Super-Wachstumszyklus von Apple neigt sich dem Ende zu – zumindest solange Apple keinen neuen Kassenschlager auf den Markt bringt. Damit ist grundsätzlich auch die Aktie in den nächsten Monaten für weitere Rückschläge anfällig. Dennoch bietet die gestern reduzierte Prognose ab einem gewissen Zeitpunkt auch wieder Raum für positive Überraschungen, falls es Tim Cook gelingen sollte die eingedampften Ziele deutlich zu übertreffen. Bis diese Entscheidung fällt werden noch einige Wochen vergehen, in denen die Aktie wahrscheinlich eher zur Schwäche neigen wird.

Auch ein Blick auf den langfristigen Chart verrät, dass hier durchaus noch weiteres Abwärtspotenzial besteht. Die langfristige Aufwärtstrennlinie verläuft aktuell im Bereich um die 82,- Dollar. Die Topformation hat immer noch ein rechnerisches Kursziel (orange) von ca. 73,- Dollar und auch das offene Gap bei 75,- Dollar könnte eine mögliches Ziel der Bären sein. Möglicherweise startet nun also demnächst die dritte Abwärtswelle einer 5-Wellen-Korrektur (rot), nachdem die aktuellen Quartalszahlen und die Prognose vom Markt eingepreist worden sind. Wenn das so ist, dann wissen Sie spätestens jetzt wo die Kursziele der Aktie dann zu finden sind und das auch der Gesamtmarkt noch weiteres Korrekturpotenzial hat!

Entscheidet sich der Markt hingegen nun dafür diese Nachricht eher zu kaufen, muss man genau auf die Hürde bei ca. 104,- Dollar achten. Wird diese nachhaltig und deutlich überwunden, wird auch das Gesamtbild für die Apple Aktie wieder etwas bullisher. Bis dahin bleibt Vorsicht das oberste Gebot, wie bereits mehrfach hier im Blog erwähnt. Denn nach wie vor bestimmen neben der Entwicklung der großen Tech-Werte wie Apple andere Faktoren das Marktgeschehen denen sich nahezu keine Aktie entziehen kann..

K+S – Ein kleines Stückchen noch…

Am 02.09.15 schrieb ich Ihnen „Die Übernahme-Spekulationen bei der K+S Aktie haben sich inzwischen weitestgehend in Rauch aufgelöst. Wie von mir erwartet scheint es eher unwahrscheinlich zu sein, dass ein entsprechender Deal tatsächlich zustande kommt. Die Gründe sind bekannt un müssen nicht noch einmal hier erwähnt werden, denke ich.  Einen Monat zuvor hatte ich bereits darauf hingewiesen: „Bei K+S halte ich die Übernahmephantasien immer noch für einigermaßen gefährlich, was sich inzwischen auch im Chart zeigt. Ich würde hier lieber noch warten bis sich die Lage etwas beruhigt und die Aktie mindestens bis in den Bereich um die 33,50 Euro zurückgekommen ist.“ Nun, knapp einen Monat später, notiert die Aktie im Bereich um die 32,50 Euro und damit nicht nur unterhalb des von mir genannten Kursziels, sondern auch unmittelbar vor der möglichen Entscheidung darüber, ob das damals gerissene Gap demnächst wieder geschlossen wird…“

Mein Fazit lautete somit: „Wer also immer noch auf eine Übernahme bei K+S spekulieren möchte, legt eine entsprechende Abstauberorder im Bereich um die 29,- bis 28,15 Euro ins System und wartet geduldig ab was passiert. Das Chance-Risiko-Verhältnis dürfte auf diesem Niveau deutlich überschaubarer sein, als zu den Kursen der vergangenen Wochen. Sollte die Aktie wider Erwarten doch vorher nach oben drehen, bzw. die rote Trendlinie nicht unterschritten werden, würde ich von einer Spekulation auf steigende Kurse dennoch vorerst absehen. Schon das geringste Gerücht über ein endgültiges Scheitern der Übernahme birgt erhebliches Gefahrenpotenzial für zu früh investierte Anleger, was Ihnen diejenigen die knapp unter 40,- Euro gekauft haben sicherlich bestätigen werden.“

Die Aktie von K+S macht erwartungsgemäß das Gap zu

K+S Aktie vor dem Gap Close

Bald ist es wohl soweit…. Die Aktie notiert bei 28,65 Euro, Tendenz fallend. Das große Gap wurde geschlossen, das kleinere bleibt zunächst offen. Wer will kann nun also eine erste Position wagen und weiter auf eine Übernahme spekulieren. Ein Hinweis dennoch zum Schluss. Dem potenziell Übernehmenden (Potash) geht es offenbar gerade auch nicht so gut, wenn man sich den Chart ansieht. Zudem ist die Prognose für die Handelspreise für das kommende Jahr zuletzt eher mau ausgefallen. Es könnte also durchaus sein, dass sich die US Amerikaner erst einmal auf andere Probleme konzentrieren, bevor sie eine milliardenschwere feindliche Übernahme ernsthaft in Erwägung ziehen…

Aixtron – Jetzt ist es passiert!

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal mein Artikel zur Aixtron Aktie vom 19.06.2015: „Vorsicht bei der Aixtron Aktie… Auffällig ist bereits seit Wochen, dass sich eine gewisse Börsenseite offenbar in den Kopf gesetzt hat die Aixtron Aktie „nach oben zu schreiben“. Ein wenig erinnert mich dies an den zweifelhaften Versuch einen lahmenden Gaul beim Pferderennen über die Ziellinie zu brüllen… Der Vergleich sei mir verziehen, aber in der Vehemenz und der Häufigkeit der geposteten Artikel fällt es zumindest auf. Von gigantischem bis gewaltigem Kurspotenzial ist hier u.a. die Rede… der Chart spricht allerdings eine ganz andere Sprache. Und wir wissen ja, letztlich hat der Kurs/Markt immer recht…

Woher dieses unglaubliche Potenzial kommen sollte, erschließt sich mir leider auch nicht. Denn bis auf ein paar Analysten sieht der Markt hier wohl eher weiter sinkende bis „neutrale“ Kurse und vor allem eine weiterhin schwieriges Umfeld für den LED Maschinenhersteller. Ein deutlich zweistelliges KGV ist ebenso wenig attraktiv wie ein KBV von 2,5 oder andere Kennzahlen die ich hier finden konnte. Wie auch immer…der Chart spricht eine deutliche Sprache. Gelingt es den Optimisten nicht die Kurse um den Bereich von 6,30 Euro wieder zu drehen, sollte die Aktie schnell weiter in Richtung 5,85 Euro abtauchen. Danach wird es dann echt unschön... denn dies ist der letzte charttechnische Halt, bevor es dann noch einmal ein ganzes Stockwerk tiefer gehen kann. Auch die Tiefstände aus den Jahren 2008 und 2009 sind dann zumindest vorstellbar. Muss nicht, kann aber…

Lassen Sie sich also nicht von irgendwelchen Marktschreiern zum Kauf einer Aktie verleiten. Das gilt nicht nur für die Aixtron Aktie, sondern generell! Wenn man Dinge nur oft genug wiederholt werden sie dadurch nicht anders oder gar besser. Als kleine Richtlinie zur Selbsthilfe kann es also durchaus sinnvoll sein, wenn man Artikel mit häufig verwendeten Superlativen konsequent meidet… Für Aixtron Interessenten werden höchstwahrscheinlich auch wieder besser Zeiten kommen, wenn man geduldig auf den richtigen Einstiegszeitpunkt warten kann. Grundsätzlich muss man sich aber die Frage stellen ob es nicht interessanter Aktien auf dem deutschen Kurszettel zu finden gibt?!“

Startet die Nordex Aktie jetzt nochmal richtig durch?

Die Nordex AG wird morgen die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014 vorlegen und man darf durchaus gespannt sein wie diese nun ausfallen werden, nachdem der Hamburger Windturbinen-Bauer im vergangenen Jahr bereits zweimal die eigene Prognose nach oben korrigierte. Die Erwartungen sind insgeheim hoch, was natürlich auch immer Spielraum für Enttäuschungen mit sich bringt. Nordex konnte in den ersten neun Monaten 2014 den Umsatz um etwas mehr als 20 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis stieg in diesem Zeitraum von 31 Millionen Euro auf nicht ganz 60 Millionen Euro ebenso deutlich. Für das vierte Quartal gehen Analysten noch einmal von einem deutlichen Umsatz- und Gewinnschub aus, was angesichts der gemeldeten Aufträge aber erreichbar sein sollte. Erwartet wird ein Umsatz von mindestens 1,7 Milliarden Euro und ca. 80 bis 84 Millionen Euro Gewinn.

Nordex Aktie Chart vor dem Jahresbericht 2014

Rein technisch betrachtet ist die Nordex Aktie in bester Verfassung. Auch wenn es manchmal kurzfristig so aussah, als wolle die Aktie den mustergültigen Aufwärtstrend nach unten durchbrechen, gelang es den Bullen doch den Titel ständig auf Kurs zu halten. Und hier sind wir nun – bei einem Aktienkurs um die 18,36 Euro, und damit exakt an der wichtigen und letzten Hürde bevor der Anstieg auf 19,50 und ggf. über die 20 Euro Hürde erfolgen kann. Vieles wird natürlich auch davon abhängen welchen Ausblick der Konzern auf das laufende Geschäftsjahr geben wird. Fachleute sind sich einig, dass es auch weiterhin gut aussieht für den Windanlagenbauer, zumal das US Geschäft hervorragend läuft und durchaus auch durch Währungseffekte positive Auswirkungen spürbar werden sollten.

Es ist also momentan nicht davon auszugehen, dass Nordex morgen so richtig patzen wird. Viel mehr scheint sich der Markt nun auf einen Ausbruch nach oben vorzubereiten, obwohl die Bewertung des Konzerns inzwischen nicht mehr als günstig bezeichnet werden kann. Deswegen sei hier auch kurz das Negativszenario noch erwähnt. Fällt die Aktie auf Tagesschlussbasis (kurzfristige Turbulenzen ausdrücklich ausgenommen) unter die hier eingezeichnete rote Unterstützungslinie, bei ca. 17,60 Euro würde ich dies als ersten Warnhinweis sehen. So richtig negativ wird es dann unterhalb von 16,50 Euro, weswegen man der Aktie durchaus etwas Raum zum Atmen lassen kann. Fazit: Die Story ist intakt und die positiven Nachrichten überwiegen hier deutlich. Die Nordex Aktie hat hier nun das Potenzial noch einmal richtig durchzustarten.

Adidas Aktie – Noch Luft nach oben…

Die Adidas Aktie macht heute einen deutlichen Kurssprung über wichtige charttechnische Marken. Damit ist der Weg aus technischer Sicht nun frei in höhere Kursregionen. Auslöser für diese freundliche Entwicklung waren heute zwei Meldungen, die nun aus Anlegersicht hoffen lassen, dass frischer Wind in die kurzfristige Unternehmensentwicklung kommen wird.

Nach dem das bisherige Konzept unter Firmenlenker Herbert Hainer…sagen wir mal, zuletzt nicht so richtig erfolgreich gewesen ist, wurde die Nachricht über die mögliche Ablösung des Chefs heute von den Anlegern gefeiert. Offenbar befindet sich der Konzern bereits ernsthaft, und nun auch offiziell, auf der Suche nach einem passenden Nachfolger, zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2016. Anleger rechnen also offenbar alleine durch diesen Schritt wieder mit besseren Ergebnissen bei dem Sportartikelhersteller.

Herbert Hainer seinerseits hielt heute mit einer deutlich positiveren Prognose für die kommenden fünf Jahre dagegen. Im März will man einen strategischen Geschäftsplan vorlegen, der die Strategie bis zum Jahr 2020 beinhaltet. Bereits jetzt berichtete das „Manager Magazin“ unter Berufung auf das Umfeld des Unternehmens über eine geplante operative Umsatzrendite von mindestens zehn Prozent. Der Umsatz solle bis dahin von derzeit 14,8 Milliarden auf 20 Milliarden Euro wachsen.

Händler bezeichneten die heutigen Meldungen als Einstiegssignal in die Aktie. Investors Inside Leser waren da etwas früher dran 😉 Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal gerne an den Artikel: Adidas – Ausbruch und Trendwende… Mit dem Anstieg um fast sechs Prozent dürfte nun aber der nächste Schritt in die richtige Richtung getan sein. Das offene Gap aus dem Sommer 2014, bei 70,11 Euro sollte demnächst geschlossen werden. Das nächste Kursziel bleibt somit die obere Begrenzung der Keilformation die aktuell im Bereich um die 73,- Euro verläuft. Danach muss man wohl erst einmal sehen welche konkreten Ziele das im März veröffentlichte Strategiepapier tatsächlich enthält.

Continental – solide abgeliefert!

Der Automobilzulieferer Continental hat einmal mehr einen soliden Ausblick auf die kommenden Quartalszahlen abgeliefert. Demnach erwartet der Konzern nun einen leicht gesteigerten Umsatz  von 34,5 Milliarden Euro und einen ebenfalls verbesserten bereinigten Gewinn in Höhe von 3,8 Milliarden für das abgelaufene Geschäftsjahr.Analysten hatten diese zahlen in etwa erwartet, wobei die Gewinnschätzungen mit 3,9 Milliarden etwas darüber gelegen haben. Auch bei der Marge konnten keine neuen Bestwerte erzielt werden. Diese lang nach 11,3 Prozent im Vorjahr jetzt bei „etwas mehr als elf Prozent“.

Was sich erst einmal nicht weltbewegend anhört ist in dem gegebenen Umfeld ein hervorragendes Ergebnis. Unter anderem  negative Währungseffekte verhinderten hier neuen Bestmarken, was angesichts der Verwerfungen im Devisenmarkt, der Russland-Krise und einem derart starken Preisverfall beim Öl aber nicht weiter verwunderlich ist. Letztlich muss man dem Management ein großes Kompliment aussprechen dass diese Effekte die Bilanz mit nur ca. 500 Millionen Euro belastet haben, statt der zuvor einkalkulierten Milliarde.

Erfreulich war sicherlich auch der Ausblick auf das kommenden Geschäftsjahr. Konzernchef Elmar Degenhart rechnet nun mit einem weiterhin soliden Ergebnis für die kommenden 12 Monate. Insgesamt gehe man von einer fünfprozentigen Umsatzsteigerung auf ca 36 Milliarden Euro aus. Die EBIT Marge soll weiterhin im zweistelligen Bereich liegen. Degenhard rechnet dabei mit einem um ca 2 Millionen Autos gesteigerten Automobilabsatz bei ca 89 Millionen Fahrzeugen.

Conti ist und bleibt das Basisinvestment im Automobilsektor. Die breite Aufstellung des Konzerns und das hervorragende Management sollten auch in den kommenden zwölf Monaten für entsprechende Freude bei den Aktionären sorgen, wenn auch die Zeit der großen Kurssprünge erst einmal vorbei sein dürfte. Ich gehe aber weiterhin vom Erreichen des kürzlich hier genannten Kursziels bei der Conti Aktie aus.

Lanxess, Bilfinger, Vossloh – Nix für Weicheier…

Die Aktien der hier genannten Firmen bleiben auch weiterhin kräftig unter Druck, nachdem gestern und heute Neuigkeiten zu den aktuellen Zahlen veröffentlicht worden sind. Der Baukonzern Bilfinger kämpft auch nach dem etwas unrühmlichen Abgang von Roland Koch noch mit Altlasten, die tiefe Spuren in der Bilanz des Konzerns hinterlassen haben. Daraufhin ist die Aktie gestern regelrecht abgestürzt und setzt diesen Trend auch heute weiterhin dynamisch fort. Nach einer ersten Betrachtung des nun aktuellen Charts lässt sich vorab wohl nur festhalten, dass bei ca 42,30 Euro die erste Chance auf eine Stabilisierung besteht – mehr aber auch nicht! Insgesamt bleibt die Bilfinger Aktie mit dem jüngsten Kursverlauf eine der schlechtesten im Börsenjahr 2014 und es dürfte dem neuen Management einigermaßen schwer fallen das verloren gegangene Vertrauen nach mehreren Gewinnwarnungen wieder zurück zu gewinnen.

Bilfinger Aktie Chart Analyse

Das ganze Desaster der letzten Monate wird in diesem Chart sichtbar. Mit insgesamt drei kräftigen Abwärts-Gaps gab es für Langfristanleger hier wohl wenige Möglichkeiten überhaupt noch vernünftig aus dieser Position auszusteigen. Dementsprechend hoch dürfte nach wie vor auch der Leidensdruck bei den Anlegern sein, die sich auch weiterhin von diesem Verlustbringer trennen wollen. Das Aufwärtspotenzial schein vorerst begrenzt zu sein. Ein Abrutschen des Kurses bis auf die Unterstützungslinie bei 39,88 Euro halte ich für sehr wahrscheinlich, bzw. ist es durchaus auch möglich, dass der steile Abwärtstrend zumindest noch einmal von oben getestet wird, bevor dann Besserung eintritt. Dies wäre dann wohl erst im Bereich um die 37,50 Euro der Fall.

 

Vosslo Aktie Chart Analyse mit Trend

Eine ähnlich ungute Situation haben wir inzwischen bei der Vossloh Aktie, die ja zunächst kräftig angestiegen ist, dann aber bereits vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen schon wieder deutliche Schwäche signalisiert hat. Gestern fiel die Aktie nun unter das letzte Tief bei 44,56 Euro und hat damit ein kräftiges Verkaufssignal generiert. Auch hier warten nun aus charttechnischer Sicht eher Kurse unter 40,- Euro auf  Erfüllung als ein erneuter, schneller Anstieg. Bitte nicht zu früh ins fallende Messer greifen auch wenn ich persönlich weiterhin davon ausgehe, dass wir bald die schlechtesten Zeiten für diese Aktie gesehen haben könnten.

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JA Solar, Yingli, Trina, Canadian Solar und Jinko Solar – Erst einmal Pause machen!

Gestern konnte das chinesische Solarunternehmen JA Solar überraschend gute Zahlen vorlegen und beflügelte damit einmal mehr den gesamten Sektor. Dabei waren die gelieferten Daten alles andere als berauschend, bedenkt man das es JA Solar nun erstmalig seit 10 Quartalen gelungen ist überhaupt wieder einen kleinen Gewinn auszuweisen. Der Umsatz wurde im Berichtszeitraum auf 357 Millionen Dollar gesteigert, Analysten hatten hier einen Wert von 292 Millionen Dollar erwartet. Der Gewinn legte auf 0,16 Dollar je Aktie zu, was auch dank einer deutlich verbesserten Bruttomarge von numehr 15 Prozent möglich war. Aus meiner Sicht noch ein Grund in Euphorie zu verfallen, solange sich dieses Ereignis möglicherweise als Eintagsfliege entpuppen könnte. Eine Bestätigung dieser positiven Tendenz steht also noch aus, bzw. muss mit den nächsten Quartalszahlen geliefert werden. Erst dann kann man wohl von einem „echten“ Turnarround ausgehen..!

Der Markt ließ sich im späteren Handel das Zahlenwerk offensichtlich auch noch einmal durch den Kopf rauschen, die Tagesgewinne wurden fast vollständig wieder abgegeben, und die Aktie schloss letztlich mit einem kleinen Plus von nur noch zwei Prozent. Zuvor konnte der Titel um über 10 Prozent in die Höhe schießen und zog somit auch den gesamten US-Solarsektor mit nach oben. Trotz aller Skepsis muss man hier wohl anerkennen, dass die Aktie nun aus dem abwärts gerichteten Trendkanal nach oben ausgebrochen ist, wenn auch bislang nur sehr knapp und wenig überzeugend. Ein Rückfall unter die 11,- Dollar Marke macht das Szenario umgehend wieder hinfällig. Der heutige Handelstag dürfte somit deutlich mehr Aussagekraft haben als die Erstreaktion gestern!

Aus meiner Sicht bleibt hier nun festzuhalten, dass die Dynamik in dem gesamten Sektor zuletzt deutlich nachgelassen hat, was eine weitere Korrektur sehr wahrscheinlich werden lässt. Die ehemaligen Highflyer Jinko Solar und Canadian Solar haben beide Doppeltops ausgebildet und befinden sich seitdem auf dem Rückzug, ebenso wie die Yingli Green Energie Aktie, die den abwärts gerichteten Keil kürzlich nach unten verlassen hat. Yingli ist wahrscheinlich auch die erste Aktie aus dem Sektor die über die Klippe stürzt… Die Trina Solar Aktie ist kurz davor ebenfalls nach unten abzutauchen. Nach mehreren hundert Prozent Kurszuwachs benötigt der chinesische Solarsektor nun einfach mal wieder eine kleine Verschnaufpause, die man durchaus als gesund bezeichnen kann.

Es ist also nicht unbedingt an der Zeit sich in diesem Sektor nun noch allzu weit aus dem Fenster zu lehnen, da die Wahrscheinlichkeiten für eine weiterführende Korrektur aus meiner Sicht momentan deutlich höher sind als ein starker Anstieg. Intraday-Trades machen aber, insbesondere bei der JinkoSolar Aktie, immer wieder Sinn und können auch weiterhin eingegangen werden. Nach einer nun möglichen Korrektur dürfte auch der gesamte Sektor dann wieder interessante sein.

K+S, Potash, Mosaic – Rebound oder nur ein kurzes Aufflackern?

Kali und Salz muss heute einen Gewinneinbruch für das Gesamtjahr 2013 verkünden – So richtig überrascht sein dürfte davon aber wohl niemand! Die anhaltenden Querelen um den Kali-Streit zwischen Belaruskali und Uralkali hatten zuletzt deutlich auf die weltweiten Kali-Preise gedrückt, was zur Folge hatte, dass K+S nun ein Konzernergebnis knapp unterhalb der Marke von 400 Millionen Euro erwartet wird.

Letztlich wurde die zuletzt im November 2013 aufgegebene Prognose damit erneut bekräftigt, weswegen sich die Kursausschläge nach unten auch einigermaßen in Grenzen halten sollten. Im Gegenteil – die Aktie konnte zuletzt stark ansteigen und das Ergebnis dürfte all jene Analysten die hier zuletzt Katastrophen heraufbeschworen haben, durchaus nachdenklich stimmen. Kursziele von 12,- bis 16,- Euro sollten wir bei der Aktie also nicht mehr sehen! Die Unsicherheiten sind mit der heutigen Nachricht raus und die Fakten liegen auf dem Tisch.

K+S Aktie Chart 6 Monate

Man darf also gespannt sein wie sich die K+S Aktie, die sich seit dem Absturz im August 2013 mit nunmehr komfortablen 45 Prozent Gewinn im Investors Inside Depot befindet, heute entwickeln wird. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg seit gestern frei bis zum offenen Gap über 26,50 Euro… Wie einige Leser hier wissen, bin ich ein echter Freund von geschlossenen Gaps und erwarte nun das genau das in Kürze auch geschieht. Danach muss man weiter sehen wie sich die Situation in Russland und damit auch die Kali-Preise entwickeln.

Ich möchte Sie heute – aus gegebenem Anlass – auch noch einmal auf den Mitbewerber Potash aufmerksam machen, dessen Aktie kürzlich ebenfalls nach oben ausgebrochen ist. Mein Fazit in dem letzten Artikel vom 16.12.2013 lautete dazu:

Zu den momentanen Euro/Dollar Wechselkursen erscheint mir somit der kanadische Marktführer Potash Corp. eine interessante Alternative oder Ergänzung zu sein um auf einem Rebound in der Branche zu setzen, falls sich die Gerüchte um eine neue Kali-Allianz in Russland bestätigen. Potash produziert im Gegensatz zu K+S deutlich günstiger und hat kürzlich ein umfangreiches Sparprogramm ausgerufen. Zudem will das Unternehmen auch in Zukunft eine stattliche Rendite von 4,4 Prozent in Form der Dividende ausschütten, was die Wartezeit etwas versüßt. Insgesamt scheint hier das Chance-Risiko-Verhältnis für Anleger somit etwas günstiger zu sein als bei den deutschen Kollegen. Dennoch werde ich in jedem Falle auch weiterhin an meiner K+S Position festhalten.

Auch hier gehe ich davon aus, dass das offene Gap bei 36,-  Dollar demnächst wieder geschlossen werden könnte und die Bodenbildung damit abgeschlossen ist. Ähnliches kann man bei „The Mosaik Company“ beobachten. Der Sektor bleibt einer der spannendsten Rebound Spekulationen des Jahres 2014…

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Über Tapering, Sektorrotation, Dr. Copper und den richtigen Einstieg in die richtigen Märkte für 2014

Heute habe ich leider keine Zeit um einen neuen Artikel hier zu veröffentlichen, deswegen schicke ich Ihnen einen kleinen Auszug aus unserem kostenlosen Investors Inside Newsletter vom 15.12.2013…mit unveränderter Gültigkeit!

„…Kurzfristig kann es also in der kommenden Woche und bis in die zweiten Dezember-Hälfte oder sogar bis Mitte Januar noch einmal durchaus etwas volatil werden. Diese Annahme hat ihren Grund neben dem oben genannten auch, wegen des noch offenen Verfallstages und der nun immer dünner werdenden Umsätze. Stärkere Kursausschläge bei einzelnen Aktien sind in den kommenden drei Wochen, auch rein saisonal bedingt, grundsätzlich zu erwarten. Was zum einen ein Risiko für noch investierte Anleger darstellt ist auf der anderen Seite die Chance für noch nicht oder nicht ausreichend investierte Anleger nun endlich einen Fuss in diesen Markt zu bekommen. Aber Vorsicht vor übereilten Handlungen..!

Kurzfristig:

Einen Ausverkauf der Börse muss man also auch in den kommenden Wochen nicht zwingend befürchten, da selbst eine kurzfristige Rückführung der Liquiditätsschwemme sehr behutsam um eher langfristig erfolgen wird. Viel mehr wäre nun ein weiterer kontrollierter Rückgang der Indizes und Aktien bis auf attraktive Einstiegs-Niveaus zu wünschen. Die Marke von 9.000 DAX-Punkten scheint hier im Moment eine tragende Rolle zu spielen. Sollte diese aber in den kommenden Handelswochen unterschritten werden, wäre ein weiterer Rückgang bis auf das Niveau um die 8.770 Punkte oder gar 8.578 Punkte durchaus möglich, bis wahrscheinlich. Achten Sie deshalb genau auf die Unterstützung bei 8.986 Punkten. Ein Unterschritten wäre ein erstes deutliches Warnzeichen!

Ich beschäftige mich in dieser Zeit somit intensiv mit der Analyse von Aktien um dann gut für den Einstieg nach dem Abstieg gerüstet zu sein. Hierzu gehören auch Aktien die in diesem Jahr teilweise gar nicht so recht vom Fleck gekommen sind, da nun immer mehr erkennbar wird dass aktuell, sowohl in Europa als auch in den USA, eine Sektorrotation in diese schwachen Sektoren stattfindet. In der letzten Woche habe ich mich u.a. etwas intensiver mit den Aktien von Nordex, Klöckner & Co. sowie Dialog Semiconductor auseinander gesetzt, die ich allesamt für grundsätzlich interessant halte, aber unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen. Die Dialog Aktie bleibt, nicht zuletzt wegen der Kooperation von Apple mit China Mobile, einer meiner absoluten Favoriten für das kommende Börsenjahr…

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