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Commerzbank – Die Ruhe vor dem Sturm?

Die Absturzgefahr bei der Commerzbank Aktie konnte zunächst gebannt werden. Momentan notiert die Aktie des Geldinstitutes nahezu unverändert um die 11,20 Euro Marke und man darf gespannt sein wie sich die Aktie, morgen nach Bekanntgabe der endgültigen Zahlen für das Geschäftjahr 2014, schlagen wird. Viele Marktbeobachter rechnen erneut mit deutlichen Sonderbelastungen. Der Optimismus hält sich somit in relativ engen Grenzen, worin immer auch eine Chance besteht. Eventuell lohnt ein kurzer Blick auf den Chart um entsprechend vorbereitet zu sein…

Deutlich zu erkennen ist der mittelfristige Abwärtstrend in dem sich die Aktie nun schon eine geraume Weile bewegt. Zuletzt konnte die rote Aufwärtstrend-Linie wieder zurückerobert werden, was erst einmal positiv ist. Zudem könnte man die aktuelle Chartformation durchaus als inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation deuten, die nach oben aufgelöst werden könnte. Hierzu müsste die CoBa Aktie aber nun einen Kursschub über den Widerstand bei 11,76 Euro hinlegen, um diese auch tatsächlich zu aktivieren. Ein mögliches Kursziel daraus läge dann bei ca. 13,60 Euro.

Commerzbank Aktie vor der Entscheidung

Auf der anderen Seite wäre ein Unterschreiten der „Schulter“ bei 10,22 Euro ein erstes Warnsignal, die Formation bei einem weitern Rutsch unter 9,92 Euro endgültig hinfällig. In diesem Falle dürfte dann wohl ein kräftigerer Kursrutsch nach Süden drohen! Ein mögliches Kursziel sehe ich hier im Bereich um die 8,50 Euro. Basierend auf diesen Erkenntnissen könnte sich also ein Long-Trade anbieten, dem man entsprechend konsequent nach unten absichert oder aber ein Short  mit einem Stopp bei ca 11,80 Euro.

Bei aller charttechnischer Hin- und Her- Rechnerei bleibt aber festzuhalten, dass es im Moment weiterhin keinen Handlungsbedarf bei der Aktie gibt. Denn das Damoklesschwert GREXIT schwebt immer noch und  mit ungeahnten Folgen über den Köpfen europäischer Banken. Zudem ist die Situation in der Ukraine weiterhin unklar, was kurzfristig ebenfalls für Turbulenzen sorgen könnte. Wie bereits kürzlich hier geschrieben, halte ich somit Abwarten für die absolut beste Strategie, statt blind zu raten in welche Richtung der Knoten denn platzen könnte… Eine Entscheidung über die künftige Richtung sollte aber aus charttechnischer Sicht nun unmittelbar bevorstehen – dann bleibt immer noch genug Zeit sich hier ggf. zu engagieren!

Commerzbank – jetzt oder nie 9 oder 14,70 Euro

Auch bei der Commerzbank Aktie sehen wir nun endlich wieder hoffnungsvolle Signale in dem Aktienchart. Hier scheint sich nun ebenfalls ein entsprechend bullisches Bild durch eine altbekannte Chartformation zu bilden. Besonders erwähnenswert scheint mir dabei der starke Bouncen Mitte Oktober zu sein, mit dem es gelang die Aktie  in dem mittelfristigen Aufwärtstrend zu halten. Nicht gerade selten sieht man solche Panikverkäufe noch einmal bevor das Pendel dann in genau die entgegengesetzte Richtung ausschlägt.

Commerzbank Aktie Chart vor moeglichem Ausbruch

Durch den Albverkauf und die anschließende Erholung hat sich somit erneut an einer sehr entscheidenden Marke eine Cup and Handle Formation gebildet, die nicht nur das Potenzial hat die Aktie nun aus dem seit März bestehenden Abwärtstrend nach oben zu befördern, sondern auch wieder die alten Höchststände in den Fokus rückt. Das rechnerische Kursziel einer entsprechenden Bewegung läge dann bei ca. 14,70 Euro. Die Wahrscheinlichkeit dafür dass der Ausbruch dieses Mal gelingen kann sehe ich als relativ hoch an, da die hier eingezeichnete Keilformation diesen Ausbruch nun fast schon „zwingend“ macht, wenn der langfristig positive Trend halten soll.

Ein Bruch dieser Formation nach unten hingegen wäre entsprechend negativ zu werten. Kurse unter 9,- Euro und ein erneuter Test der unteren Begrenzung des Abwärtstrends sind dann sehr wahrscheinlich. Aus heutiger Sicht sollte man sich aber wohl eher auf das positive Szenario konzentrieren…

Commerzbank besser als Deutsche Bank – jede Nachricht wird gefeiert…!

Wenn die Latte erst einmal ganz weit unten liegt, fällt es entsprechend leicht die Finanzwelt positiv zu überraschen. So geschehen wohl heute bei der Commerzbank Aktie deren Anhänger die Zahlenvorlage  die Anleger offenbar bereits vorbörslich begeistert. Das abgeschlagene Bankhaus hat im letzten Quartal 77 Millionen Euro verdient, und damit immerhin mehr als die Deutsche Bank! (…was natürlich mal wieder ein Riesen-Aufhänger für die Presse ist.) Von den Analysten wurden im Vorfeld durchschnittlich 63 Millionen Euro erwartet. Im Vorjahr wurde ein Wert von 67 Millionen Euro erreicht. Hört sich zwar nicht gerade bombastisch an, aber zumindest wurden die geringe Erwartungen übertroffen…! Haupttreiber für dieses Ergebnis war offensichtlich die geringe Steuerlast des Konzerns in Höhe von nur 3 Millionen Euro. (Vorjahr 115 Millionen Euro) Die Kernkapitalqoute konnte im Berichtszeitraum von 8,4 auf 8,6 Prozent gesteigert werden, was aber auch an der reduzierten Bilanzsumme der Bank lag.

Beim operativen Ergebnis hingegen musste ein Rückgang von 50 Prozent von 208 Millionen Euro auf nunmehr 103 Millionen Euro verkündet werden. Zwar profitierte die Bank wohl davon mit ihren schrumpfenden Beständen an Schiffs-, Staats- und Immobilienkrediten weniger Verlust erwirtschaftet zu haben, dennoch ist dieses Ergebnis aus meiner Sicht weit davon entfernt als „gut“ bezeichnet zu werden. Das dritte Quartal fällt somit operativ gesehen deutlich schwächer aus als erwartet, und setzt aus meiner Sicht die Negativserie bei der CoBa unvermindert fort. Insbesondere die weiterhin rückläufigen Kernbank-Aktivitäten und -Ergebnisse sind doch eher besorgniserregend.

Konzernchef Martin Blessing wirbt weiterhin um das Vertrauen der Anleger und führt seinen Sparkurs fort. Rund 5.200 Mitarbeiter der Bank müssen ihren Arbeitsplatz in den kommenden Monaten räumen. Das wird aber auch Kosten produzieren, die den Gewinn auch in den kommenden Quartalen deutlich belasten. Man sollte sich also wohl nicht allzu viel erwarten! Die vorbörslichen Kurse heute signalisieren dass offenbar einige Anleger nicht dieser Meinung sind. Das ist nicht ungewöhnlich in diesen Tagen, in denen schlechte Nachrichten von Unternehmen gefeiert, und ansatzweise getroffene Prognosen oder Erwartungen mit einem Kursfeuerwerk begrüßt werden. Befürchtet wurden im Vorfeld der Zahlen offenbar erneute Katastrophen, die dieses Mal ausgeblieben sind…  Herzlichen Glückwunsch Herr Blessing!..

Commerzbank – neue Risiken voraus!

Nun ist es wohl bald soweit – das was viele Anleger nicht glauben wollten, könnte bald Realität werden. Die Aktie der Commerzbank, wird zum Pennystock. Mit dem gestrigen Kursrutsch unter die wichtige Marke von 1,10 Euro wurde der Weg aus charttechnischer Sicht nun frei gemacht um die Commerzbank Aktie in den kommenden Tagen sogar unter die ein Euro Marke zu drücken. Nach der misslungenen Hauptversammlung, in der einige Aktionäre der Konzernführung MartinBlessing/Klaus Peter Müller das Misstrauen ausgesprochen haben, sind nun offenbar alle Dämme gebrochen. Das Papier rutscht heute weiter ab und notiert mit 1,052 Euro noch einmal deutlich unter dem geplanten Ausgabekurs der neuen Aktien, die demnächst in großer Stückzahl auf dem Markt geworfen werden. Die „Last Line of Defense“ bei 1,116 Euro wurde damit deutlich unterschritten!

Der letzte Kursrutsch kommt nun einer Kapitulation des Marktes gleich. Normalerweise kann man bei einer solchen Entwicklung davon ausgehen dass der Aktienkurs sich nach diesem finalen Kursrutsch wieder fangen, oder gar scharf nach oben drehen wird. Auch ein kurzzeitiges Unterschreiten der Ein-Euro-Marke wäre somit eher mustergültig, um noch einmal die letzten Zittrigen abzufischen, bevor es dann wieder aufwärts geht. Im Falle der Commerzbank wäre ich mir da allerdings nicht so sicher. Zumal der geplante Reverse-Splitt durchaus neues Abwärstpotenzial ermöglicht, nachdem er erfolgt ist. Denn, eine Aktie fällt grundsätzlich leichter mal unter eine 10- Euro Marke als unter die alles entscheidende Ein-Euro-Marke! Die Argumentation mag man jetzt vielleicht ein wenig platt finden, beruht aber auf jahrelangen Beobachtungen.

Ich habe in meiner langjährigen Börsenkarriere schon so manchen Reverse-Split erlebt, und darf Ihnen an dieser Stelle berichten dass in den überwiegenden Fällen nur mit einem Ergebnis danach zu rechnen war. Der Kursverfall ging weiter – teilweise sogar deutlich beschleunigt! In manchen Fällen musste bereits nach wenigen Monaten ein erneuter Reverse-Split durchgeführt werden, um zu verhindern dass der Kurs unter eine gewisse Marke rutscht. Nun würde ich natürlich nicht behaupten dass dies auch bei der CoBa so sein muss, aber die psychologische Wirkung eines optisch deutlich höheren Aktienkurses, sollte man nicht unterschätzen…

Eine weitere sehr schlechte Nachricht für den Aktienkurs des zweitgrößten Bankhauses Deutschlands ist an dieser Stelle, dass es nun keinerlei erkennbaren charttechnischen Unterstützungsmarken mehr gibt, an denen man sich orientieren könnte. Die CoBa Aktie betritt mit den heutigen Kursen absolutes Neuland. Wenn nicht einmal mehr die sonst üblichen Parameter für die Handelsprogramme der großen Investmentbanken dieser Welt vorhanden sind, besteht damit die Gefahr dass genau diese Adressen sich demnächst komplett aus der Aktie verabschieden werden. Und aus diesem Blickwinkel ist es herzlich egal ob der Aktienkurs nun bei einem Euro oder zehn Euro steht, denn das Chartbild wird sich auch nach dem Re-Split nicht verändern.

Es bleibt wie es ist, die Commerzbank Aktie bleibt aus meiner Sicht auch weiterhin ein „No Go“. Inzwischen bin ich sogar der Meinung dass selbst kurzfristige Trades hier vorerst nicht nur gefährlich sondern auch äusserst ineffektiv und damit pure Zeitverschwendung sind. Der geplante Reverse-Split birgt aus oben genannten Gründen meiner persönlichen Sicht mehr Risiken als Chancen für die verbliebenen Aktionäre. Ein Neuengagement bei der Aktie sollte somit wohl besser verschoben werden, bis klar ist wie der Markt die Kapitalmaßnahmen bei der CoBa verarbeitet hat. Ab kommendem Mittwoch sollen die zusammengelegten Aktien dann an der Börse gehandelt werden. Die Zahl der ausgegebenen Aktien sinkt damit von gut 5,8 Milliarden Stück auf 583 Millionen Anteilssscheine.

Commerzbank – das große Zittern!

Das Spekulationsobjekt des Jahres 2012 scheint auch im Jahr 2013 weiterhin für viel Gesprächsstoff zu sorgen. Was ich nicht alles gelesen habe in den letzten Tagen. Von einer erneut ausserplanmäßigen Kapitalerhöhung mit Verwässerungseffekt, bis zu einer deutlichen Gewinnsteigerung von bis zu 70 Prozent im laufenden Jahr war  mal wieder alles dabei. Ich persönlich halte nicht viel davon solchen Gerüchten zu folgen, denn das ist erfahrungsgemäß wenig hilfreich und auch nicht unbedingt gewinnbringend. Viel mehr bleibt die grundsätzliche Frage ob es sich bei der CoBa Aktie um ein solides Investment handelt oder um ein reines Spekulationsobjekt. Ich habe diese Frage für mich bereits vor Wochen eindeutig beantwortet und deswegen halte ich mich seit geraumer Weile auch nur noch strikt an die Charttechnik. Heute sind wir aus diesem Blickwinkel mal wieder an einem sehr interessanten Punkt…!

Commerzbank Chart Dreieck

Die Commerzbank Aktie konnte zwar von dem allgemein freundlichen Börsenumfeld in den letzten Wochen profitieren, bleibt aber aus charttechnischer Sicht weiterhin in einer deutlich angespannten Situation. Zunächst hat sich der Aktienkurs nun im Bereich um die 1,65 Euro stabilisiert. Der vorangegangene Anstieg scheiterte zuletzt jäh an der Widerstandsmarke bei 1,734 Euro. Seitdem hat der Chart eine deutliche Flagge ausgebildet, aus der die Aktie nun in die ein- oder andere Richtung ausbrechen wird. Ein Grund für dieses „Verhalten“ der Aktie war sicherlich auch dass man zunächst abwarten wollte wie sich die großen US Banken im letzten Quartal des Jahres 2012 geschlagen haben. Auch die Ergebnisse von Goldman Sachs und J.P. Morgan Chase , die gestern nachbörslich veröffentlicht wurden, sind erwartungsgemäß gut ausgefallen. Das Börsenumfeld für Bankaktien dürfte damit grundsätzlich freundlich bleiben und die Vorgaben für den heutigen Handelstag könnten durchaus schlechter sein.

Heute Nachmittag erwarten wir die Zahlen der Bank of America und der Citigroup, bei der die Analysten auf Quartalsbasis mit einem deutlichen Gewinnsprung rechnen. Positive Impulse sind also nicht ausgeschlossen. Dennoch würde ich am heutigen Handelstag weiterhin Vorsicht walten lassen bis sich ein klares Signal heraus kristallisiert hat. Nach oben hin stellt die Widerstandszone bei 1,73 bis 1,80 Euro eine wichtige Hürde da, die es zu überwinden gilt. Erst Kurse oberhalb von 1,82 Euro würden die Phantasien vieler Analysten  in Richtung der 2,- Euro Marke rechtfertigen. Nach unten dürfte der Bereich zwischen 1,61 und 1,57 Euro sehr wichtig als Unterstützung für die Aktie sein. Fällt die CoBa Aktie aus dem Dreieck nun nach unten, dann droht ein erneuter Abverkauf bis in den Bereich um die 1,58 Euro. Geht es sogar darunter, dann kann man wohl den aktuellen Ausbruchsversuch erneut als gescheitert ansehen. So oder so, es verspricht mal wieder ein sehr spannender und vor allem entscheidender Tag für Commerzbank Aktionäre zu werden…!

Commerzbank – wieder abgeprallt?

Die Commerzbank Aktie konnte zwar gestern einen überzeugenden Start in das neue Börsenjahr hinlegen, scheiterte dann aber im Tagesverlauf wieder einmal an charttechnisch wichtigen Marken. Zunächst gewann die Aktie kräftig und konnte bis auf 1,512 Euro zulegen, bevor Anleger dann am Nachmittag bereits wieder Gewinne mitgenommen haben. Damit wurde die so wichtige Marke von 1.515 Euro erneut nicht nachhaltig überschritten. Zudem ist die Aktie damit an der oberen Begrenzung des seit September 2012 bestehenden Abwärtstrends gescheitert, was darauf hindeutet das nun wieder eine Serie schwächerer Handelstage folgen sollte. Eine Konsolidierung bis in den Bereich um die 1,44 Euro ist dabei zunächst das Ziel.

Commerzbank Chart Trendkanal

Auch im neuen Jahr bleibt damit für Commerzbank Aktionäre alles wie es ist. Die Aktie verharrt in Ihrer Trading Range zwischen derzeit 1,29 und 1,52 Euro. Ein Ausbruch will nicht gelingen. Eine leichte Unterstützung bietet aktuell die untere Begrenzung des seit Mitte November bestehenden Aufwärtstrends bei ca. 1,43 bis 1,44 Euro. Wird dieser allerdings gebrochnem wäre eine erneuter Test der unteren Begrenzung des übergeordneten Trendkanals bei 1,29 Euro sehr wahrscheinlich. Die Strategie für Trader bleibt damit die gleiche wie auch schon in den vorangegangenen Monaten. Positionen werden am oberen Ende des Kanals aufgelöst und an den Unterstützungen gekauft.

Commerzbank – schlechter als ohnehin schon befürchtet…aber!

Heute richten sich natürlich erst einmal alle Augen auf die Commerzbank Aktie. Sowohl die Zahlen zum abgelaufenen Quartal werden heute veröffentlich als auch die Einzelheiten zur Strategie für die kommenden Monate und Jahre soll heute von Firmenlenker Martin Blessing auf der Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Erste Einblicke lieferte das Unternehmen bereits gestern Abend. Selbstverständlich wird es für die beiden Geschäftsjahre 2012 und 2013 keine Dividendenzahlung geben. Ich kann mir auch nicht vorstellen dass die Mehrzahl der Anleger ernsthaft davon ausgegangen ist! Stattdessen will die Commerzbank in den kommenden Jahren kräftig investieren um das Kerngeschäft der Bank weiter zu stärken bzw. auszubauen. Bis 2016 will die CoBa nach eigenen Angaben mehr als 2,0 Milliarden Euro in ihre Kerngeschäftsfelder Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe investieren.

Firmenteile die nicht zum Kerngeschäft der Bank gehören sollen bis zum Jahr 2016 dementsprechend weiter „wertschonend“ abgebaut werden. Presseberichten zufolge könnte dieser Umbau auch bis zu 10 Prozent aller Arbeitsplätze bei der Commerzbank betreffen. Insbesondere zu diesem Punkt dürfte ein verstärktes Interesse der Öffentlichkeit bestehen. Martin Blessing wird sich auf der heutigen Pressekonferenz wohl die ein oder andere unangenehme Frage stellen lassen müssen.

Das Zahlenwerk zum abgelaufenen Quartal wurde gerade veröffentlicht. Demnach hat Deutschlands zweitgrößte Privatbank im dritten Quartal ein operatives Ergebnis in Höhe von 216 Millionen Euro erwirtschaftet, nach 451 Millionen Euro im Vorquartal. Unterm Strich verdiente die Bank sogar nur noch 78 Millionen Euro. Weiterhin belasten das allgemein sehr niedrige Zinsniveau und die Sorgen um die Konjunktur in Deutschland die Gewinne des Unternehmens, hieß es. Die Kosten für den radikalen Konzernumbau lasten zusätzlich auf den Ergebnissen. Auch im vierten Quartal rechnet die Commerzbank mit weiter sinkenden Gewinnen, was dann wohl so langsam im negativen Bereich enden könnte.

Alles in allem sind das zumindest kurzfristig mal wieder keine guten Aussichten für Commerzbank Aktionäre. Auch wenn die heutigen Zahlen nur schmückendes Beiwerk sein dürften, da der Fokus der Anleger ganz klar auf der künftigen Strategie der Bank liegt, bin ich sehr gespannt wie der Aktienkurs auf diese Neuigkeiten und die Aussagen auf der Pressekonferenz heute reagieren wird. Wie immer besteht auch hier die Möglichkeit dass sich eine gewisse Erleichterung breit machen könnte, da die Katze nun endlich aus dem Sack ist. So richtig daran glauben kann ich aber auch nicht mehr!

Commerzbank will und muss sparen, Deutsche Bank profitiert von Kurszielanhebung

Erfreuliche Nachrichten für Commerzbank Aktionäre, schlechte für einen Teil der Commerzbank Mitarbeiter. Die Commerzbank will in den kommenden Jahren kräftig sparen. Insgesamt soll dabei rund eine Milliarde Euro in den kommenden Jahren eingespart werden. Am 08.November will Commerzbank Chef Martin Blessing die neue Strategie des Konzerns vorstellen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Nicht die aktuellen Kosten sind mit diesen geplanten Maßnahme gemeint, sondern viel mehr die zu erwartenden Kostensteigerungen in den kommenden Jahren! Der Hebung dieses Sparpotentials liegt eine Berechnung zugrunde wonach sich die Kosten im Allgemeinen um ca. 3 bis 5 Prozent jährlich erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen sollen ersten unkommentierten Presseberichten zufolge insgesamt 1000 bis 1800 Stellen im Privatkundengeschäft auf dem Prüfstand stehen. Ich kann nicht sagen dass mich diese Meldung nun überrascht oder gar verwundert und schon gar nicht begeistert, aber dem Markt gefällts. CoBa Aktionäre zeigen sich heute erfreut von den Plänen der Bank und lassen den Aktienkurs wieder deutlich freundlicher tendieren, als noch am Freitag. Damit hat sich auch das charttechnische Bild wieder deutlich aufgehellt. Das Erreichen der Zielmarke bei 1,655 Euro erscheint nun wieder möglich zu sein.

Für Aktionäre der Deutschen Bank sollte der positive Trend nach dem kleinen Rücksetzer am Freitag ebenfalls weiter gehen. Charttechnisch betrachtet stehen die Ampeln weiterhin auf grün. Auch die positiven Analystenstimmen mehren sich nun allmählich wieder. So hat beispielsweise die Société Générale das Kursziel der Deutschen-Bank-Aktie heute von 36,- auf 42,- Euro angehoben. Der Aufwärtstrend der Aktie ist unverändert intakt. Damit ergibt sich nun die Chance, dass die Aktie wieder nach oben dreht und kurzfristig „wie geplant“ in Richtung 35,40 und später in Richtung 39,50 Euro ansteigt. Erst ein Abrutschen unter die Unterstützung bei 32,80 Euro würde das bereits in der letzten Woche hier auf Investors Inside geschilderte Szenario negieren. Beide Aktien befinden sich nach wie vor in einer sehr interessanten Ausgangslage für einen erfolgreichen Jahresendspurt am Aktienmarkt. Mehr dazu können Sie >hier< noch einmal nachlesen.

Commerzbank – neues Spiel, neues Glück

Die leicht veränderten Rahmenbedingungen in Europa haben auch bei der Commerzbank Aktie wieder für ein etwas freundlicheres Bild gesorgt. Sowohl der „erfolgreiche“ Banken Stresstest für spanische Banken, als auch die Option dass bald das gesamte Land unter den Rettungsschirm schlüpfen könnte, haben den Bankaktien in Europa zuletzt wieder etwas Auftrieb gegeben. Die Finanzlücke der spanischen Geldhäuser wurde gestern mit 59,3 Milliarden Euro beziffert und liegt damit im Rahmen der Erwartungen des Marktes. Allerdings auch nicht wirklich unter der zunächst angenommenen Marke von 60 Milliarden Euro. Einige Marktteilnehmer sind im Vorfeld der Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse aber wohl von bis zu 100 Milliarden Euro ausgegangen und empfinden das Ergebnis nun offenbar als erfreulich niedrig. Ich enthalte mich an dieser Stelle und möchte das lieber nicht kommentieren…

Insbesondere für die Commerzbank ist das aber grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung. Die zweitgrößte deutsche Privatbank ist immer noch extrem stark in Spanien engagiert, das Risiko damit entsprechend hoch. Sollte es nun tatsächlich bei diesem Kapitalbedarf für spanische Banken bleiben und entschließt sich das Land irgendwann doch noch unter den
Rettungsschirm zu schlüpfen, wären damit für die CoBa und andere Banken zumindest die Risiken von Totalausfällen von Krediten o.ä. wohl erst einmal minimiert.

 

 

Somit hat sich auch das charttechnische Bild der CoBa Aktie zuletzt wieder etwas aufgehellt. Mit dem Überschreiten der Marke von 1,45 Euro wurde heute eine wichtige Marke zurück erobert. Noch kann hier allerdings keine Entwarnung gegeben werden. Erst ein nachhaltiger Bruch des Widerstands bei 1,50 Euro dürfte – nach dem enttäuschenden Kursverlauf der letzten Tage – wieder dafür sorgen, dass Anleger erneut das dringend nötige Vertrauen für einen weiteren Anstieg aufbringen werden. Der Slow Stochastics Indikator hat bereits wieder in den positiven Bereich gedreht, der kurzfristige Abwärtstrend wurde heute verlassen. Gelingt nun ein neuer Anlauf auf die 200-Tage-Linie, die aktuell bei ca. 1,53 Euro verläuft, dann wäre der Weg bis zum letzten Hoch bei 1,65 Euro erneut frei.

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