Author Archives: Lars

Ist der Kursanstieg bei Klöckner & Co nur ein „One Day Wonder“?

Bei dem Stahlhändler Klöckner & Co sind seit gestern Übernahmegerüchte im Umlauf, nachdem bekannt wurde dass der Essener Stahlhändler Interfer sich mit 7,82 Prozent an den Duisburgern beteiligt hat. Die KlöKo Aktie schloss daraufhin um 15,71 Prozent höher als am Vortag. Ob dieser Kurssprung gerechtfertigt ist, und es sich hier tatsächlich um eine  mögliche Übernahmen des Stahlhändlers durch die von Albrecht Knauf kontrollierte Interfer Holding handeln könnte, werden wir wohl erst in ein paar Wochen oder Monaten erfahren. Für meinen Geschmack ist der Kursanstieg aufgrund bloßer Vermutungen übertrieben, denn die Familie Knauf dürfte hier lediglich eine weitere strategische Beteiligung eingegangen sein. Das Gesamtvermögen der Familie Knauf wird auf ca 2,5 Milliarden Euro geschätzt, wovon wesentliche Teile in einem der führenden deutschen Baustoff- Hersteller investiert sind. Eine Komplettübernahme der Klöckner & Co. AG mit einem möglichen Kaufpreis von über einer Milliarde Euro dürfte sich schon aus diesem Grund schwierig gestalten..

Die Anleger haben hier wohl eher gesehen was sie sehen wollen und nicht das was tatsächlich sein wird. Ausschließen kann man eine Übernahmen freilich nicht, aber ich persönlich gehe eher davon aus dass Klöckner irgendwann von einem wirklich großen Player in der Branche übernommen werden könnte. Die Cash Position des Unternehmen ist neben dem operativen Geschäft immer noch so groß und attraktiv für den Übernehmenden,  dass Klöckner grundsätzlich ein heißer Übernahmekandidat bleibt. Die Familie Knauf dürfte sich schon heute für genau dieses Szenario positioniert haben, was ich durchaus als intelligenten Schachzug bezeichnen würde, denn Klöckner wird bereits seit Jahren als heißer Übernahme-Kandidat gehandelt. Grundsätzlich hat sich also seit gestern nicht viel an der Situation des Unternehmens geändert! Man darf gespannt sein wie sich der Aktienkurs in den kommenden Tagen entwickeln wird…

Apple – wohin geht die Reise?

Die Apple Aktie ist seit Tagen wieder unter Druck und hat zuletzt den steilen Aufwärtstrend wieder verlassen. Dabei wurde auch die langfristige Aufwärtstrend-Linie bei ca. 472,- Dollar wieder nach unten gebrochen, was zunächst einmal ein sehr negatives Zeichen ist. Kurzfristig befindet sich die Aktie damit also erst einmal wieder im Verkaufs-Modus. Dennoch bleibt aus meiner Sicht damit weiterhin alles offen und man sollte als Apple Bulle nicht gleich die berühmte Flinte ins Korn werfen. Nach dem vorangegangenen Absturz ist eine solche „Findungsphase“ nicht unüblich. Wichtig ist nun aus charttechnischer Sicht, dass der grundsätzlich positive Trend gehalten werden kann. Um das etwas zu veranschaulichen habe ich Ihnen hier mal die wichtigsten Wegpunkte im Chart markiert:

Apple Chart Trendkanal

Demnach könnte sich also nun zunächst einmal der hier eingezeichnete Aufwärtstrend etablieren. Hierzu muss der Aktienkurs aber zwingend spätestens an der unteren Begrenzung dieses Trends, bie ca. 454,- Dollar  wieder nach oben drehen. Geschieht dies nicht, ist auch vorstellbar dass sich hier eine neue Schulter-Kopf-Schulter Formation etabliert hat, die dann noch einmal deutlich tiefere Kurse bis in den Bereich um die 440,- Dollar produzieren könnte. Ich persönlich gehe aber davon aus dass der Trendkanal hält, und wir hier kurzfristig wieder schöne Einstiegskurse sehen werden.

Von der Nachrichtenseite gibt es ebenfalls Interessantes zu berichten. So wurde am Wochenende bekannt, dass sowohl Investmentlegende George Soros als auch der Hedgefond Manager David Einhorn ihre Positionen in der Apple Aktie kürzlich kräftig aufgestockt haben. Einhorn, der Apple gerade auf eine stärkere Beteiligung der Aktionäre an den enormen Barreserven des Konzerns verklagt, geht offensichtlich davon aus dass er mit seinem Vorhaben erfolgreich sein wird. Erste Wirkungstreffer konnte der smarte Investor bereits erzielen. Tim Cook zeigte sich in der letzten Woche zumindest einsichtig und gesprächsbereit. Die Einführung von entsprechenden Vorzugsaktien lehnt man bei Apple jedoch zunächst ab.

Dem Aktienkurs würde eine kurzfristige Einigung der beiden Parteien sicherlich auf die Sprünge helfen und Apple damit vom Wachstumsunternehmen zum Value Investment mutieren, dessen Aktien dann von vielen Fonds wieder langfristig ins Depot gelegt werden…! Sollte sich Apple also demnächst zu einer entsprechenden Dividendenpolitik durchringen können, werden Kursschwankungen, wie wir Sie zuletzt gesehen haben, dann wohl künftig eher der Vergangenheit angehören. Der Einstiegszeitpunkt könnte also für Investoren, die die Apple Aktie langfristig halten wollen, deutlich schlechter sein. Die Story bleibt in jedem Fall extrem spannend…unabhängig von den Spekulationen über die künftigen Gewinnmargen oder Marktanteile des Konzerns.

Dialog Semiconductor – Rücksetzer war eine klare Kaufgelegenheit!

Auf allgemeinen Wunsch möchte ich heute morgen hier ein kurzes charttechnisches Update zur Dialog Semiconductor Aktie veröffentlichen. Ansich ist der Chart selbsterklärend…seit einigen Wochen befindet sich die Aktie in einem intakten Abwärtstrend, der allerdings fundamental betrachtet nicht zu erklären ist. Denn Dialog Semiconductor hat zuletzt immer wieder überzeugende Zahlen abgeliefert. Auch die inzwischen deutlich verbesserte Kundenstruktur des Unternehmens, und somit ein deutlich verringertes Ausfallrisiko des Hauptkunden Apple wurde meiner Meinung nach im Kurs noch nicht ausreichend im Aktienkurs eingepreist. Doch solche fundamentalen Überlegungen haben in manchen Phasen nur eine geringe Daseinsberechtigung. Zwar untermauern diese eine grundsätzliche Einschätzung zu einer Aktie, den Ausschlag für eine Kaufentscheidung gibt aber nicht selten die Charttechnik..!

Dialog Aktie Chart

 

Das Erreichen der unteren Begrenzung des hier eingezeichneten Abwärtskanals war somit logisch und nur konsequent. Dass es dabei zu einer kurzzeitigen Übertreibung nach unten kam, ist nicht ungewöhnlich. Spätestens die dann im Anschluss eingeleitete Gegenbewegung war somit aufgrund ihrer Dynamik (und der zuvor getroffenen fundamentalen Überlegungen) ein Kaufsignal. Spätestens mit dem erneuten Überschreiten des letzten signifikanten Tiefpunktes bei ca. 13,20 Euro (links) war dann die Umkehrbewegung perfekt. Dieses Niveau sollte nun einen soliden Boden darstellen und ist geeignet um Stopps dort zu positionieren.

Aktuell befindet sich die Aktie nun in der Konsolidierungsphase um den starken Anstieg vom Freitag zu „verdauen“. Auch das ist normal und gesund! Ich gehe davon aus dass nun ein leichter Rücksetzer bis in den Bereich um die 13,50 Euro folgen könnte, bevor dann der Anstieg der Aktie weiter fortgesetzt wird. Nächste Kursziele sind nun das nachhaltige Überwinden der Hürde bei 14,- Euro sowie der Trading Bereich zwischen 14,30 und 14,65 Euro bevor dann die obere Begrenzung des Trendkanals knapp über der 15,- Euro Marke getestet werden kann. Grundsätzlich traue ich der Aktie aber auch einen Ausbruch aus dem vorherrschenden Trend nach oben zu.

Die Commerzbank Aktie bleibt wohl auf lange Sicht eher kein „Kauf“

Ansich sind die heute präsentierten Zahlen der Commerzbank nicht weiter überraschend. Deutschlands zweitgrößte Bank hat weiterhin extreme Probleme im Privatkunden-Geschäft. Alleine in dieser Sparte, in der die Bank eigentlich gegenüber anderen Banken in Zukunft punkten wollte, brach der operative Gewinn um knapp die Hälfte auf nur noch 245 Millionen Euro ein. Weitere Abschreibungen führten dazu dass die CoBa nur noch einen Gewinn von 6 Millionen Euro ausweisen konnte. Na immerhin, dürfte sich so manch leidgeplagter Aktionär beim Lesen dieser Daten gedacht haben…! Dennoch klingt ein Gewinneinbruch um 99 Prozent im ersten Moment schon eher nach einem Pennystock, der kurz davor ist bald Insolvenz anmelden zu müssen, und nicht nach Deutschlands zweitgrößter Privatbank.

Natürlich ist die Commerzbank davon aber weit entfernt! Martin Blessing ist weiterhin bemüht die Bank zurück auf den Pfad der Profitabilität zu führern, betonte aber auch das es noch ein langer Weg werden dürfte, dies zu erreichen. Bis 2016 will der Vorstand nun operativ die Kehrtwende schaffen. Wegen der schlechten Ertragslage werden die Boni der Commerzbanker um bis 20 % gekürzt. Martin Blessing verzichtete sogar komplett auf seinen Prämienzahlung. Ob diese Solidaritätsbekundungen am Ende reichen werden bleibt allerdings abzuwarten. Der Gegenwind für Blessing und seine Mannschaft nimmt weiter zu. Es ist also durchaus möglich dass sich hier ein baldiger Führungswechsel bei der Commerzbank anbahnen könnte, sollten die gesteckten Ziele nicht schnell und effizient umgesetzt werden.

Wie heute in der „WirtschaftsWoche“ zu lesen war, findet auch der Aufsichtsratschef, Klaus-Peter Müller nun langsam deutlichere Worte, um seinem Unmut über die immer noch unbefriedigende Situation bei der Bank etwas Luft zu verschaffen. Zitat: „Eines ist klar: Wenn der Vorstand seine Ziele ohne sehr triftigen Grund verfehlt und die erwartete Leistung nicht bringt, muss der Aufsichtsrat handeln“ Deutlicher kann man es wohl nicht sagen.Auch der Ratingriese Standard & Poor’s zeigte sich heute wenig überzeugt von den Plänen Blessings. Demnach werde der Konzernumbau  deutlich komplexer und zeitraubender sein als zunächst gedacht. S&P drohte heute mit einer weiteren Herabstufung der Bank.

Es bleibt also wohl auch in den kommenden Jahren für Commerzbank Aktionäre – zumindest operativ – alles so wie es ist. Die Ertragslage bleibt schwach, und das bisschen Gewinn dass die Bank abwirft, dürfte auch in Zukunft für Abschreibungen und Aufwendungen für die geplanten Entlassungen verwendet werden. Ob die Restrukturierung dann im Jahr 2016 unter Martin Blessing erfolgreich abgeschlossen werden kann oder nicht, wage ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Zur Commerzbank Aktie habe ich hingegen eine klare Meinung, die ich Ihnen ja zuletzt auch mehrfach hier präsentiert habe.

Die Aktie kann sich am heutige Handelstag sogar relativ gut behaupten, nachdem nun die harten Fakten auf dem Tisch liegen. Mittelfristig ist hier aber wohl nicht mehr allzu viel Positives zu erwarten. Die Aktie bleibt daher, aus meiner persönlichen Sicht, weiterhin eine die man nicht im Depot haben muss! In zwei bis drei Jahren sieht das vielleicht schon wieder anders aus. Bis dahin ist das zu investierende Kapital aber wohl an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt…!

Trading Update Apple, Dialog, SMA Solar Wacker Chemie und … Peugeot!

Trotz meines immer noch angeschlagenen Gesundheitszustandes möchte ich mich heute doch kurz zu einigen Aktien zu Wort melden, bzw. Ihnen ein kurzes Update zu den kürzlich eingegangenen Trading Positionen schreiben… Die närrische und damit auch sehr ruhige Börsenphase ist nun endlich wieder vorbei, was man gestern bereits an den deutlich gestiegenen Handelsumsätzen sehen konnte. Somit hatten wir seit gestern wieder „echte“ Kurse, wenn auch an der ein oder anderen Stelle noch leicht verkatert. Die Aktien, die ich Ihnen in der letzten Woche zur Beobachtung ans Herz gelegt habe, sind allesamt kräftig durchgestartet.

Bei Apple habe ich bereits am Montag ein Drittel der Gesamtposition verkauft und die kurzfristige Trading-Position vorübergehend aufgelöst. Immerhin ein Kursgewinn von knapp 8 Prozent. Bereits jetzt kann man schon wieder darüber nachdenken wo hier die nächste sinnvolle Marke für einen Wiedereinstieg liegen könnte. Eine genaue Einschätzung dazu kann ich aber erst frühestens heute Nachmittag treffen. Diese werde ich dann ggf. über den Investors Inside Live Ticker veröffentlichen.

Wie erwartet ist die Wacker Chemie Aktie nach oben ausgebrochen. Auslöser war die Nachricht über die Aufhebung der Kurzarbeit in der Polisilizium Sparte, woraufhin die Wacker Aktie das letzte Hoch sogar noch leicht übertreffen konnte. Hier muss nun abgewartet werden ob die Aktie bereits jetzt wirklich weiter ansteigen kann, denn aus charttechnischer Sicht hat sich nun ein klarer Trendkanal etabliert an deren oberen Rand die Aktie nun wieder nach unten drehen könnte. Gesund wäre ein weiterer Rücksetzer nach dem starken Anstieg allemal. Teilgewinnmitnahmen erscheinen an dieser Stelle also durchaus sinnvoll zu sein.

Die SMA Solar Aktie ist ebenfalls kräftig angesprungen, wie ich das erwartet hatte. Mit dem gestrigen Anstieg von 10 Prozent hat sich auch das charttechnische Bild wieder deutlich aufgehellt. Die Nachricht die zu dem Anstieg bei der Aktie geführt hat war ein Interview mit dem Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon, der  – nach zuletzt eher pessimistischen Prognosen – nun davon ausgeht dass dieses Jahr wieder schwarze Zahlen bei SMA geschrieben werden könnten. Insgesamt hat sich die Stimmung für Solaraktien in den letzten Wochen weiter deutlich aufgehellt, sodass man mit ausgewählten Aktien weiterhin durchaus auf ein Comeback setzen kann. SMA Solar bleibt dabei einer meiner ganz großen Favoriten. Kurse unter 20,- Euro dürften sich im Nachhinein als gute Kaufgelegenheit erweisen. Gelingt nun ein weiterer Anstieg über die Hürde bei 21,75 Euro dann winkt eine Rückkehr auf das Niveau vom Jahr 2012,  deutlich über 25,- Euro.

Ebenso spannend wie bei den beiden Werten oben ist die charttechnische Situation bei der Dialog Semiconductor Aktie. Hier wurde zuletzt mit dem Kursrutsch auf 12,15 Euro der untere Rand eines insgesamt abwärts gerichteten Trendkanals mustergültig erreicht, bevor die Aktie dann umgehend wieder nach oben gedreht ist. Im Anschluss hat die Aktie dann den kurzfristigen steigen Abwärtstrend durchbrochen und sollte nun allmählich wieder in Richtung der oberen Begrenzung des übergeordneten Trendkanals laufen. Das Ziel bleibt dabei zunächst die runde Marke von 15,- Euro. Achten Sie auf den kleinen Widerstandsbereich zwischen 13,18 und 13,25 Euro – wird dieser überschritten sollte das dann das Kaufsignal für die hier beschriebenen Kursbewegung sein. Smart Money kauft hier bereits seit Tagen kräftig ein!

Abschließend noch ein kleines Schmankerl, wie der Bayer zu sagen pflegt. Sie erinnern sich bestimmt noch an die Peugeot Aktie, die noch im Dezember zu Kursen unter 4,50 Euro niemand (ausser mir und ein paar Investors Inside Lesern) haben wollte. Gestern ist die Aktie nun, nach der Bekanntgabe der Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr, über die 200-Tage Linie bei 6,30 Euro ausgebrochen. Ein Kursgewinn von fast 45 Prozent seit unserem Einstieg. Das nächste Kursziel liegt damit weiterhin bei 7,30 Euro.

Einige Anleger dürften sich auch gestern, angesichts eines gemeldeten Rekordverlustes in Höhe von 5 Milliarden Euro, etwas verwundert die Augen gerieben haben, als die Aktie erneut um 7,29 Prozent zulegen konnte. Es ist aber genau so wie ich schon im Dezember vermutet hatte. Die Stimmung bei der Aktie war so grottenschlecht dass selbst die kleinste nicht-so-schlechte Nachricht für ein Kursfeuerwerk sorgt. Gestern „glänzte“ Peugeot mit einem niedriger als erwartet ausgefallenen operativen Fehlbetrag. Demnach war am Markt mit einem Verlust vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten von 647 Millionen Euro gerechnet worden. Tatsächlich aber lag dieser Verlust „nur“ bei bei 576 Millionen Euro. Langfristig orientierte Anleger bleiben unbedingt dabei!

DAX – kommt die letzte Abwärtswelle noch, oder nicht? Ein paar Gedanken zum Markt…

Der Dax hat die Korrektur, die von so vielen Marktteilnehmern ersehnt wurde, nun endlich eingeleitet. In den letzten Handelstagen hat der Index etwas Luft abgelassen, um die zuvor überkaufte Lage zu korrigieren. Auslöser waren wieder einmal – wie könnte es anders sein – neue Sorgen über ein mögliches Wiederaufflammen der Euro Krise. Das ohnehin schon angeschlagene Spanien kämpft mit einem Swarzgeld-Skandal der Regierung Rajoy, und in Italien droht Silvio Berlusconi weiterhin mit seiner Rückkehr an die Spitze seines Landes. Keine guten Vorzeichen für die künftige Stabilität und Glaubwürdigkeit der Währungsunion, würde ich mal behaupten…!

Ohne aber weiter auf das politische Wirrwarr in Europa eingehen zu wollen, möchte ich mich heute eher darauf konzentrieren zu überlegen wo diese Bewegung des Deutschen Leitindex nun ihre Ende finden könnte. Denn, das dürfte dann wohl die ultimative Kaufgelegenheit für alle Nachzügler sein, die bislang noch nicht im Aktienmarkt engagiert waren. Zumindest kurzfristig sollte dann ein entsprechend deutlicher Kursanstieg folgen.

Die meisten Marktteilnehmer oder professionelle Investoren erwarten nun eine typische Pullback Bewegung, die sich in der Regel in 5 Akten abspielt. Vier davon haben wir auch schon (mindestens!) gesehen. Somit würde nur noch die fünfte Welle fehlen, die in der Regel  auch die kräftigste der Bewegungen ist. Soweit zur Theorie, die in den überwiegenden Fällen auch Bestand hat. Diese gilt nach meinem Beobachtungen aber meistens eher in stark fallenden Märkten und nicht zwingend in haussierenden oder in einer Hausse konsolidierende Märkten! Die spannende Frage ist also wie immer…haben wir es mit einer Konsolidierung, oder eine echte Korrektur an den Märkten zu tun?

DAX 8.2.13

Selbstverständlich ist es nicht auszuschließen, dass genau dieses oben beschriebene Szenario so eintreten wird, denn es macht auch aus charttechnischer Sicht durchaus Sinn. Eine weiter Korrektur sollte dann bis in den Bereich um die 7,440 Punkte (das letzte Hoch aus Okt/Nov 2012) , oder zumindest noch unter die 7.500er Marke führen. Damit wäre eine mustergültige Korrektur sozusagen abgearbeitet, und die Kurse könnten wieder steigen. Bingo!

Aber so platt, einfach und berechenbar ist Börse eben meistens nicht, auch wenn ich persönlich der Charttechnik eine besondere Daseinsberechtigung attestieren würde. Zu bedenken ist meiner Meinung nach Folgendes: Die erste Abwärstbewegung im DAX war eher technisch bedingt, um das noch offene Gap, das zum Jahreswechsel gerissen wurde zu schließen (seihe oben). Das war also grundsätzlich ein positives  Zeichen um ein solides Fundament für einen weiteren Anstieg zu legen!

Die zweite Welle nach unten war Herrn Berlusconi geschuldet, der offensichtlich wieder in der Lage ist das Volk für sich zu gewinnen, und in den aktuellen Umfragen nur noch 4 Prozent hinter seinem Kollegen liegt. Was ein Wahlsieg von BungaBunga für Europa bedeuten würde muss ich wohl nicht erläutern. In jedem Falle befürchtet der Markt nun eine ziemlich unruhige Zeit während der gesamten Wahlperiode in Italien – und das wohl zu recht.

Kurzum für mich waren dies zwei völlig voneinander unabhängige Ereignisse die zu dem Kursrutsch im DAX geführt haben. Aus meiner persönlichen Warte besteht hier somit auch (noch) kein Grund zur nachhaltigen Beunruhigung, zumal die Performance einzelner Aktien genau das Gegenteil von dem widerspiegelt, was wir im Index gesehen haben. Teilweise konnten Aktien sogar sehr stark steigende Kurse in dieser Marktphase verzeichnen!

DAX Pullback

Der gestrige Spike nach oben und der anschließende Rutsch zurück auf die Trendline könnten somit bereits die Bewegung 4 und 5 des Pullback dargestellt haben. Sieht man sich beispielsweise die beiden Indizes unserer Nachbarländer, den IBEX und CAC an, dann zeichnet sich dort ein ähnliches Bild ab. Alle fünf Wellen sind durch, auch wenn diese atypisch und verzerrt verlaufen. Nur im italienischen Index ticken die Uhren etwas anders- Hier sehen wir bereits sieben Wellen, was verdeutlicht wie unsicher die Anleger vor den Wahlen in Italien sind. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Grundsätzlich könnten wir uns aber nun bereits wieder in der Aufwärtsbewegung beim DAX befinden, und keiner hat´s gemerkt!

Selbstverständlich ist mir völlig bewusst, dass ich mit dieser Sichtweise der Dinge momentan relativ alleine dastehe! Und natürlich haben diese Betrachtungen auch keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, aber ich halte es für möglich das dieses Mal eben doch alles anders ist. Der Tief des letzten Spike bei 7.563 Punkten ist nun die entscheidende Marke auf der Unterseite, der nicht mehr unterschritten werden sollte. Nach oben hin wäre ein Überschreiten des Höchstpunktes von Welle 4 bei 7.657 Punkten entsprechend bullish zu werten. Die Entscheidung dürfte unmittelbar bevorstehen!….Mein Rat an Sie ist an dieser Stelle ist also: Lassen Sie sich nicht von den Prognosen der Analysten und Börsengurus verunsichern, denn es ist eben nicht immer alles so klar und offensichtlich wie es scheint. Beobachten Sie genau und traden Sie das was Sie sehen!

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich für diese Woche von Ihnen und wünsche ich Ihnen ein ruhiges und erholsames Wochenende sowie stets die richtigen Entscheidungen.

Daimler – Kursziel 46,25 Euro

Heute möchte ich mich aus gegebenem Anlass mal wieder etwas mehr der deutschen Automobilbranche widmen. Denn, die Nachrichten aus der Branche überschlagen sich geradezu und lassen teilweise auch etwas Raum für ungewöhnliche Spekulationen. Zunächst wären da die gestern veröffentlichten Zahlen von Daimler, die zwar die Erwartungen des Marktes offenbar leicht schlagen konnten, insgesamt aber durchaus Anlass zu einer gewissen Skepsis geben. Der Autobauer konnte einen operativen Gewinn von 8,6 Milliarden Euro im letzten Geschäftsjahr verbuchen, was wahrlich kein schlechtes Ergebnis ist. Dennoch waren es rund zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor und ein Anteil von 709 Millionen Euro entfielen alleine auf den Verkauf des 7,5-Prozent-Anteils am Luft- und Rüstungskonzern EADS. Der Umsatz hingegen stieg um knapp sieben Prozent auf 114,3 Milliarden Euro.

Wie fast immer fand Konzernlenker Dieter Zetsche, dessen Vertrag gerade um weitere fünf Jahre verlängert wurde, hoffnungsvolle Worte über die Zukunft des Konzerns. Die Parole, dass Daimler bis 2020 wieder die Nummer eins in dem Segment sein möchte, hat weiterhin Bestand. Letztlich will der Premium Hersteller nun mit einem Sparprogramm zu den beiden führenden Herstellern BMW und Audi aufschließen. Operativ scheint man in dem Konzern keine wirklich schlagkräftigen Waffen gegen die Konkurrenz parat zu haben. Wen kümmert es wenn die Aktie weiter steigt…Analysten zeigten sich durchaus positiv überrascht von dem Zahlenwerk und haben zuletzt ihre Kursziele nach oben geschraubt. Das ist ein Grund mal wieder etwas genauer hinzusehen:

Daimler Chart langfristig

 

Wie man deutlich sehen kann gelang es der Daimler Aktie zuletzt mehrere wichtige Widerstände nach oben zu durchbrechen. Gelingt der Aktie nun ein weiterer Anstieg über die letzte Hürde bei derzeit ca. 46,25 Euro wäre der Weg nach oben hin endgültig frei. Ich rechne nun damit dass diese Marke zumindest von unten getestet wird, bevor die eigentliche Entscheidung fällt. Ich gehe aber auch nicht davon aus dass diese im ersten Anlauf genommen werden kann. Dennoch hat sich das Chartbild bei den Stuttgartern in den letzten Wochen nun wieder deutlich aufgehellt. Erst ein Rückfall der Aktie unter die letzte Widerstandsmarke bei ca. 42,- Euro würde dieses positive Bild deutlich eintrüben. Die Chancen scheinen aber momentan die Risiken zu überwiegen.

Apple ist (fast) durch…jetzt auf Dialog, SMA Solar und Wacker Chemie achten

Abschließend zu den heutigen Artikeln, und dem sehr erfolgreichen Tag aus Sicht eines Apple Aktionärs, möchte ich gerne noch ein paar erfreuliche Zeilen von mir geben. Das die Commerzbank, E.ON und RWE aktuell keine wirklichen Highlights am Deutschen Aktienmarkt darstellen ist ja auch nicht wirklich neu… Zudem ist der aktuelle Markt offensichtlich von größeren Adressen „gemacht“, was eine sinnvolle Analyse grundsätzlich etwas erschwert. Es gibt aber dennoch einige Setups die gerade sehr vielversprechend aussehen, und die ich Ihnen hier nicht vorenthalten möchte. Dazu gehört, im direkten Zusammenhang mit dem heutigen Anstieg der Apple Aktie, sicherlich auch die Aktie von Dialog Semiconductor, die zuletzt, und das trotz hervorragender Zahlen zum abgelaufenen Quartal, sehr stark verprügelt worden ist. Zur Apple Aktie hatte ich ja schon heute Morgen alles Wissenswerte geschrieben.

Gestern hat die Dialog Aktie nun bei 12,80 Euro den Boden erneut bestätigt, und ist heute bereits wieder nach oben über die wichtige Marke von 13,- Euro gedreht. Nicht zuletzt die gute Performance der Apple Aktie sorgte auch bei Dialog erneut für etwas besser Stimmung. Dabei sollten Anleger aber nicht vergessen das Apple alleine kein Garant für den Erfolg des Unternehmens ist, auch wenn das US Unternehmen immer noch einen sehr gewichtigen Anteil im Portfolio der Kunden ausmacht. Inzwischen konnte Dialog Semiconductor seine Kundenstruktur deutlich verbessern und ist beispielsweise auch am Erfolg von Samsung direkt beteiligt.

Aus charttechnischer Sicht mehren sich nun die Anzeichen dafür, dass die Aktie bald wieder nach oben, in Richtung der 15,- Euro Marke drehen könnte. Natürlich ist dieses Setup nicht so klar wie so manch anderes, aber zumindest halte ich das Restrisiko hier für sehr überschaubar. Denn die untere Begrenzung des Trendkanals verläuft derzeit bei ca 12,37 Euro und dürfte eine solide Unterstützung bilden, falls die Aktie doch noch einmal abtaucht. In den letzten Tagen bewegte sich die Dialog Aktie in einer engen Trading Range zwischen 13,50 und 12,65 Euro. Der steigende Apple Aktienkurs wurde hier vom Markt noch nicht ausreichend antizipiert. Gelingt nun ein Anstieg über den engen Trendkanal bei ca. 13,30 Euro wäre dies aus meiner Sicht ein erstes ernst zu nehmendes Kaufsignal.

Ausserordentlich robust präsentieren sich auch die beiden „Solarwerte“ SMA Solar und Wacker Chemie in den letzten eher turbulenten Börsentagen. Die Annahme einer Bodenbildung bei der Wacker Chemie Aktie hat sich bislang als richtig erwiesen. Die Aktie drehte an dem beschriebenen Punkt nach oben, und ist damit zunächst wieder über die wichtige Unterstützungslinie, die derzeit bei ca 54,- Euro liegt, angestiegen. Auch am heutigen Handelstag zeigte die Aktie zudem nennenswerte Stärke, was angesichts der Verwerfungen im Dax schon bemerkenswert ist.

Bei SMA Solar sorgen zuletzt Analystenstimmen für Verunsicherung unter den Anlegern. Zudem hat sich ein (eher nicht ernst zu nehmender) Börsenbrief zuletzt etwas skeptisch über die weitere Entwicklung des Unternehmens geäussert. ich halte sowohl die Begründung als auch das ausgegebene Kursziel hier für völlig absurd. Mit dem Kursrutsch von 22,- Euro auf 17,- Euro sollte dieser Pessimismus nun aber eingepreist sein. Bereits gestern konnte die Aktie nun wieder kräftig zulegen und hält sich seitdem auf diesem Niveau. Damit konnte der Kursverfall in der Nähe des 76,40er Fibonacci Retracements gestoppt werden. Der Slow Stochstics Indikator hat bereits wieder auf kaufen gedreht, der MACD dürfte in Kürze folgen, wenn die Korrektur im Dax nicht weiter ausufert. Ich gehe somit davon aus das der vorangegangene Kursverfall eine klassische Überreaktion des Marktes war, der bald wieder nach oben korrigiert werden dürfte. SMA Solar bleibt aufgrund der nachhaltigen Substanz des Unternehmens neben Wacker Chemie meine erste Wette auf eine Erholung der Solarbranche.

Sehen Sie sich die Charts der drei Unternehmen an… Beim nächsten kräftigen Anstieg der Indizes dürften gerade Nebenwerte verstärkt im Fokus der Anleger stehen!  Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Abend…

E.ON und RWE – wie weit geht es abwärts?

Auch bei der E.ON Aktie scheiden sich zur zeit die Geister. Während die einen sagen die Aktie ist viel zu billig (ich gehöre dazu) sehen die anderen den Kurs der Aktie noch viel tiefer fallen. Leider spricht die Charttechnik hier im Moment eine ganz deutliche Sprache. Und diese gilt es in jedem Fall zu respektieren! Zudem haben immer mehr Analysten in den letzten Tagen ihre Kursziele für die Aktie, teilweise deutlich, zurückgenommen, was natürlich nicht ohne Wirkung auf den Aktienkurs geblieben ist. Heute hat beispielsweise Berenberger das Kursziel für die Aktie bei 11,60 Euro festgelegt und den Titel auf „sell“ gesetzt. Warburg hingegen sieht den fairen Wert der Aktie derzeit bei 17,- Euro. Wer am Ende Recht behalten wird kann nicht abschließend beurteilt werden. Im Durchschnitt ergibt sich damit aus allen Ratings der letzten Tage ein mittleres Kursziel von ca 13,- Euro für die E.ON Aktie…!

Nach unten gibt es im Moment nur noch eine wirkliche Unterstützungslinien für die E.ON Aktie, und diese liegt beim letzten Tiefpunkt aus dem September 2012 als die Aktie bei 12,504 Euro notierte. Um den nächsten Haltepunkt zu ermitteln muss man schon den langfristigen Chart bemühen. Hier wartet noch das Zehn-Jahres-Tief aus dem März 2003 bei 11.374 Euro auf den Re-Test, das ich persönlich als den wirklich maximalen Punkt für einen möglichen Bounce der Aktie ansehen würde. Kursziele von 11,- Euro, die man in den letzten Tagen vermehrt von den verschiedensten Bankhäuser lesen konnte, halte ich alleine schon aus diesem Grund für unrealistisch. Aber…!

EON Chart 10 Jahre

Natürlich ist auch ein Abtauchen des Aktienkurses unter diese letzte Bastion der Charttechnik vorstellbar, bzw. darf nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Das würde heißen wir bewegen uns spätestens unterhalb der Marke bei 11,374 Euro irgendwo im Niemandsland, was den zu erwartenden Drehpunkt bei der Aktie anbelangt. In diesem Worst-Case-Szenario würde dann wohl erst wieder die Unterseite des seit dem Jahr 2009 bestehenden Abwärtstrends greifen, den ich Ihnen hier einmal eingezeichnet habe. Fällt die Aktie also in dem bisherigen Tempo weiter, dann dürfte dieser Punkt spätestens Anfang März diesen Jahres bei ca. 9,50 Euro erreicht sein.

Nicht das ich ernsthaft davon ausgehen würde das wir die Erfüllung dieses Szenarios noch sehen werden, aber man sollte es vielleicht im Hinterkopf behalten. Grundsätzlich bin ich weiterhin der Meinung das die Aktie bereits jetzt schon viel zu billig ist. Aber, eines der Dinge die ich in den letzten 20 Jahren Börse gelernt habe ist das Trends – egal in welche Richtung – meistens länger anhalten als man sich als Anleger vorstellen kann! Für langfristig orientierte Investoren, die an ein baldiges Comeback der Aktien glauben, kann es somit sinnvoll sein bereits jetzt eine erste Position in der Aktie zu eröffnen und diese dann an den jeweiligen – hier genannten – Punkten weiter auszubauen (falls es so kommt!), wenn man bereit ist einen weiteren Kursrutsch auch auszuhalten.

RWE Chart 10 Jahre

Bedenken sollte man aber meiner Meinung bei dieser Anlageentscheidung auch, dass der Mitbewerber RWE aktuell bereits charttechnisch gesehen durchgefallen ist. Wie man in dem 10-Jahres-Chart der RWE Aktie deutlich sehen kann, besteht hier – zumindest aus dem charttechnischen Blickwinkel – noch deutliches Abwärtspotenzial, dem sich dann eine E.ON Aktie sicherlich auch nicht dauerhaft entziehen kann. Die nächste Haltemarke bei RWE liegen erst wieder bei 25,57, nachdem die bei 27,88 Euro offensichtlich nicht gehalten hat. Danach wäre theoretisch Luft bis auf 21,24 oder gar 17,52 Euro.

Man darf also durchaus gespannt sein ob die hier genannten Marken bei den beiden Aktien von E.ON und RWE noch erreicht werden. Die gute Nachricht an dieser Stelle ist vielleicht, dass der Spuk dann wahrscheinlich im Jahr 2013 vorbei sein wird, und irgendwann in diesem Jahr das Fundament für einen soliden Anstieg der beiden Aktien über viele Jahre hinweg gesetzt werden kann. Wann das sein wird kann aus heutiger Sicht allerdings nicht seriös beurteilt werden. Aber der Zeitpunkt wird kommen – da bin ich mir sicher! Heute wollte ich Ihren Blick einmal auf die langfristigen Perspektiven der beiden Aktien richten, da man ja als Anleger manchmal dazu neigt die Dinge zu kurzfristig zu (über-)sehen….Wie Sie oben lesen können bin ich mir selber nicht so ganz klar darüber welcher der optimale Einstiegszeitpunkt in die E.ON Aktie sein könnte, aber ich lasse es Sie wissen wenn ich mich entschieden habe, und halte Sie hier im Blog auf dem Laufenden…!

Commerzbank – das war es (wahrscheinlich) noch nicht…!

Eine  weitere Aktie über die es sich heute mal wieder zur berichten lohnt ist die der Commerzbank. Ich hatte Ihnen ja zuletzt ein Update zur aktuellen charttechnischen Lage geschickt. Demnach wahr die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten und deutlichen Rücksetzer bei der Aktie sehr hoch. Sehr zum Leidwesen vieler Commerzbank Aktionäre habe ich mit dieser Annahme auch recht behalten. Nach der Veröffentlichung der wirklich extrem schwachen Quartalszahlen ging die Commerzbank Aktie auf Tauchstation. Anleger die noch in der Woche zuvor von Kursen um die 2,- Euro geträumt hatten wurden schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Der Tiefstkurs gestern lag bei 1,452 Euro, und damit bereits sehr deutlich innerhalb des seit September bestehenden Abwärtstrends, wie > hier < schon beschrieben…!

CoBa Chart Check

Die anschließende Gegenbewegung bis auf 1,526 würde ich zunächst einmal als technische Gegenreaktion in einem „normalen“ Umfang bezeichnen. Hier besteht also aus meiner Sicht alleine aufgrund dieser Tatsache kein Anlass zu übertriebenem Optimismus. Viel mehr muss man sich nun eher Sorgen darüber machen, dass sich hier nun eine etwas komisch anmutende SKS Formnation bildet, die die Aktie dann in noch viel tiefere Regionen führen könnte. Aber dazu zu gegebener Zeit mehr…Offenbar werden nun aber auch die großen Akteure bei der CoBa Aktie zunehmend nervös sieht man sich die Xetra Schlussauktionen der letzten Tage etwas genauer an. Gestern wurden noch schnell über 10 Millionen Stücke in den letzten Sekunden gehandelt..!

Fazit: Der Rücksetzer in den „alten“ Trend ist bedenklich! Nachdem auch die operativen Zahlen derzeit wenig Anlass zur Hoffnung auf baldige Besserung bei der Commerzbank bieten, besteht nun die Möglichkeit dass die Aktie endgültig wieder in diesen Trend zurücklaufen, und eventuell sogar die Unterseite dieser Keilformation erneut testen könnte. Diese Linie verläuft aktuell bei ca, 1,33 Euro. Was ausdrücklich nicht heißen soll das diese Marke nun auch zwingend erreicht werden muss, aber es liegt im Bereich des Möglichen! Zunächst rechne ich nun damit, dass die im Chart eingezeichnete Trendlinie noch einmal von oben getestet wird. Das würde bedeuten dass bei ca 1,47 Euro spekulative Trading Positionen eingegangen werden können. Ob Sie sich hier auf die long Seite stellen, oder short gehen wollen bleibt Ihnen überlassen…!

Apple – jetzt oder nie!

Ich habe mich gestern sehr bewusst aus der allgemeinen Diskussion um die lange überfällige Korrektur an den Märkten rausgehalten und einfach mal gar nichts geschrieben. Wenn alle Welt auf eine Korrektur wartet, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass wir stattdessen genau das sehen was wir gestern gesehen haben eben sehr hoch. Eine kleine Korrektur mit anschließendem Bounce und neuen Hochständen – zumindest in den USA. Eine klassische Bärenfalle also, die zunächst angedeutet hat das die Indizes nun abstürzen werden, es sich dann aber spontan doch anders überlegt hat. Somit dürften mal wieder einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuss erwischt worden sein.

Bildschirmfoto 2013-02-06 um 08.03.22

Sowohl im Dow Jones als auch im S&P 500 wurden gestern kurzzeitig neue Höchststände produziert, die dazu geführt haben dass die von vielen Marktteilnehmern befürchtete Top Bildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter Formation nun aus charttechnischer Betrachtung aufgehoben wurde. Das heißt das Ziel für den S&P 500 bleibt weiterhin das in unserem kostenlosem Börsenbrief mehrfach beschriebene Niveau um die 1.525 Punkte Marke. Besonders auffällig war hingegen gestern die Stärke des Nasdaq, der in den letzten Monaten seinen beiden Index-Kollegen permanent hinterher gehinkt ist. Hier könnte sich nun ein echter Trendwechsel abzeichnen, der nicht zuletzt durch den Bounce bei der Apple Aktie angeführt wird. Achten Sie in den kommenden Tagen somit verstärkt auf die Performance der führenden Tech-Titel an der Wall Street!

Chart Apple Aktie kurzfristig

 

Wie Sie sehen können gab es bei der Apple Aktie gestern eine Kursbewegung, die nun darauf schließen lässt dass hier eine mögliche Trendwende eingeleitet wurde (zum Vergrößeren des Chart bitte 2 x draufklicken!). Dieser starke Anstieg deutet aus meiner Sicht sehr darauf hin, dass sich hier eine abschließende W-Formation bildet, die mit dem Überschreiten der Widerstandszone um die 462,- Dollar dann abgeschlossen wäre.  Die alles entscheidende Frage ist nun also, wie es bei Apple ab heute weiter gehen wird. Denn selbst nachdem diese mögliche Formation vollendet sein sollte, wartet noch ein Riesen Gap, das es zu schließen gilt auf die Aktie. Anleger sollten somit in den nächsten Tagen verstärkt auf die Kursmarke bei 466,- Dollar achten.

Hier wird sich aller Voraussicht nach spätestens entscheiden ob die Apple Aktie nun erfolgreich einen Boden ausgebildet hat, oder erneut nach unten abtauchen wird. Gelingt der Anstieg über die Marke von 466,- Dollar, dann winkt mutigen Anlegern eine schnelle Kursbewegung bis in den Bereich um die 513,- Dollar (Gap-Close), oder zumindest bis zur Abwärtstrend-Linie, die aktuell bei ca. 498,- Dollar verläuft. Fällt der Titel hingegen bereits heute wieder ab ,muss man davon ausgehen das die Abwärtsbewegung noch eine Weile anhalten wird. Entscheidend dafür ist die Abwärtstrendlinie, die ich Ihnen > hier < in den Chart eingezeichnet habe. Diese muss heute unbedingt überwunden werden…!

Die beste Strategie und das beste Timing für den Handel mit binären Optionen

Nachdem ich in den letzten Wochen sehr viele Anfragen zum Thema binäre Optionen, bzw. der richtigen  oder effektivsten Strategie bekommen habe, möchte ich auf dieses Thema noch einmal etwas genauer eingehen. Grundsätzlich sollte man den Handel von binären, oder 60 Sekunden Optionen, eher als Finanzwette betrachten, die gegen den Anbieter solcher Optionen eingegangen wird. Das ist insofern wichtig zu verstehen, da der Anbieter natürlich daran interessiert ist die eingegangene Wette gegen Sie zu gewinnen. Was aber auf keinen Fall heißen soll das es sich hierbei um unseriöse Methoden handelt, oder Sie keine Chance hätten dagegen zu halten! Es geht also darum das Risiko beim Handeln möglichst zu minimieren, damit Sie als Gewinner aus dem jeweiligen Trade hervorgehen. Und da gibt es durchaus ein paar Verhaltensregeln die es zu beachten gilt und tatsächlich sehr hohe Renditen ermöglichen…!

Einige dieser grundsätzlichen Regeln hatte ich ja bereits in einem Artikel im vergangenen Jahr hier veröffentlicht. Die grundsätzliche Funktionsweise von binären Optionen haben ich ebenfalls schon erklärt. Die „10 goldenen Regeln“ haben nach wie vor Gültigkeit, bzw. haben sich für mich bewährt. Heute möchte ich noch etwas tiefer in die Materie einsteigen.  Grundsätzlich gilt, je liquider der jeweilige Markt ist in dem ich mich bewege, desto kontrollierbarer ist auch das Risiko, und entsprechend hoch die Wahrscheinlichkeit für einen satten Gewinn. Das heißt, beschränken Sie sich auf die Instrumente von denen man weiß das die Umsätze, während Sie handeln, permanent hoch sind. Und beachten Sie dabei die internationalen Handelszeiten, denn nicht jeder hochliquide Wert wird zu jeder Tages- und Nachtzeit auch gleichhoch gehandelt. Berücksichtigt man diese einfachen Gegebenheiten dann läuft man nicht Gefahr dass sich der Kurs des jeweiligen Instrumentes kurz vor Ablauf der Option plötzlich in die falsche Richtung läuft. Auch hier ist also das richtige Timing ganz entscheidend für Ihren Erfolg!


Das richtige Timing für den Handel von binären Optionen auf Aktien:

Achten Sie immer drauf an welcher Börse der jeweilige Wert hauptsächlich gehandelt wird. In der Regel werden Aktien nur sechs bis acht Stunden täglich an der jeweiligen Heimatbörse gehandelt. Somit gilt als optimale Zeit um US Aktien zu handeln die Stunden zwischen 9:30 Uhr und 16:00 Uhr Ortszeit, was hierzulande einem Handelsfenster zwischen 15:30 Uhr und 22:00 Uhr entspricht. Sollten Sie also beispielsweise eine Spekulation auf die Apple Aktie eingehen, so ist es aus meiner Erfahrung nicht ratsam dies schon in den frühen Stunden hier in Europa zu riskieren, da die Umsätze schlicht und ergreifend zu gering, und damit die Kursschwankungen zu hoch sind. Gleiches gilt natürlich auch für asiatische Aktien. Hier ist der Trade noch weniger kontrollierbar, weswegen ich hier ganz auf Trades mit asiatischen Werten verzichte.

Das beste Timing für einen Trade auf Währungspaare/Devisen:

Ganz anders stellt sich die Situation im Forex Markt dar. Dieser Markt ist zu jeder Zeit hoch liquide, ausser am Wochenende. Auch hier ist es aber wichtig die Trades möglichst so zu legen dass sie in den „Überschneidungsphasen“ stattfinden, denn dann sind die Umsätze besonders hoch. So wird z.B. in den frühen Morgenstunden in Deutschland, also zwischen 7:00 und 10:00 Uhr, sowohl in Asien noch sehr aktiv gehandelt, während in Europa die meisten Trader bereits ihre ersten Positionen eröffnen. Das schafft zusätzliches Volumen und mehr Stabilität. Gleiches gilt hier auch für das Zeitfenster zwischen der Handelseröffnung in New York, gegen 14:00 Uhr und dem Handelsende in Europa um ca. 17:00 Uhr. Hier  überlappen sich die Handelszeiträume und schaffen somit ein etwas solidere Basis für profitable Trades.

Darüber hinaus sollten Trader bedenken, dass die lokalen Währungen in den gerade aktiven Zeitzonen am häufigsten gehandelt werden. So wird etwa der Euro  gegen den US-Dollar am häufigsten gehandelt, wenn die Börsen in Frankfurt und New York gleichzeitig geöffnet haben, während eine Spekulation auf das Währungspaar JPY/USD eher erst in den späten Handelsstunden in den USA sinnvoll ist. usw…

Die richtige Strategie für den Handel  mit Rohstoffen:

Für den Handel mit Rohstoffen gilt im Prinzip ähnliches wie bei Devisen. Die Auswahl der meisten Broker für binäre Optionen ist hier aber ohnehin sehr begrenzt. Grundsätzlich gelten für den Handel mit den gängigsten Rohstoffen wie Gold, Silber, Öl und Kupfer etwas andere Zeitfenster wie für Devisen. Allerdings wird Rohöl im Prinzip weltweit und ständig ge- und verkauft, ebenso wie Gold. Für die Edelmetalle sind vor allem die Börsen in London und die Vereinigten Staaten wichtig. Zudem spielen gerade beim Goldpreis oftmals die US Konjunkturdaten, die in der Regel zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr veröffentlicht werden, eine gewichtige Rolle. Ich beschränke mich hier auf den Handel der beiden liquidesten Märkte Öl und Gold und handle grundsätzlich nur zu US Börsenzeiten.

Die beste Strategie für die Spekulation mit binären Optionen auf Indizes:

Fast schon selbsterklärend nach den oberen Kapiteln ist natürlich auch der letzte Absatz. Beim Trading auf die künftige Entwicklung von Indizes macht es nur Sinn den jeweiligen Index auch zu den „Öffnungszeiten“ zu handeln. Das Angebot der zu handelnden Indizes ist beispielsweise bei  IQ Option sehr umfangreich. Hier kann man rund um die Uhr den jeweiligen asiatischen, europäischen und amerikanischen Index handeln. Ebenso wie natürlich spezielle Länder und Regionen wie bspw. Brasilien, Russland, Australien, Indien usw., was durchaus Sinn machen kann, wenn man auf verschiedene Ereignisse in diesen Ländern setzen möchte. Auch in diesen Fällen gilt es aber natürlich sich vorher über die aktuellen Handelszeiten zu informieren und diese möglichst optimal in die Trading Strategie zu integrieren.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen weiterführenden Erklärungen das Thema „Handel mit binären Optionen“ insgesamt, und die speziellen Gegebenheiten in einzelnen Märkten etwas näher bringen. Die beste Strategie ist aber am Ende nur so gut wie der Broker bei dem Sie diese umsetzen werden. Auch hier gilt Liquidität ist alles, und deswegen würde ich persönlich den Handel dieser Optionen nur bei einem der  Marktführer eingehen. Hier erhält man zudem deutschsprachige Unterstützung, was nicht überall der Fall ist. Der für mich aber wichtigste Punkt ist die problemlose Auszahlung der Gewinne und die unkomplizierte Zahlungsabwicklung. 

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