Author Archives: Lars

ThyssenKrupp – nicht viel zu lachen!

Ich frage mich ja schon seit mehreren Wochen was genau die Anleger an der ThyssenKrupp Story momentan noch glauben macht, dass wir hier in absehbarer Zeit deutlich steigende Kurse sehen werden. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren, wenn die Aktie nun unverhofft zu einem neuen Höhenflug ansetzten sollte. Auch den gestrigen Kursanstieg habe ich auch mal wieder nicht verstanden. Da wird in der Presse berichtet dass der Bieterkreis für die beiden Werke in Amerika immer kleiner wird, der mögliche Verkaufspreis sinkt weiterhin und ein Bieter will sowieso nur eines der beiden Werke kaufen… Das sind wirklich keine guten Nachrichten, liebe Anleger!

Vielleicht wollen die meisten Aktionäre aber auch nur noch eine Erledigung dieses lästigen Problems sehen – und da ist dann jede Lösung recht. Möglicherweise stört es die breite Masse auch nicht, dass noch immer nicht geklärt werden konnte, wer genau dieses Debakel zu verantworten hat. Zwar wurden ein paar „Schuldige“ entlassen, was aber offenbar nicht zur vollständigen Befriedigung einiger Aktionärsvertreter beigetragen hat. Die direkte Kritik an dem Chefauseher Cromme wird nun immer lauter…!

In Bochum fand heute die Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG statt. Aufsichtsratsvorsitzender Cromme räumt zum ersten Mal Fehler ein und versucht das Ganze Debakel um Steel America mit “ Ja, wir haben zu lange vertraut, wir hätten früher handeln können“ zu entschuldigen. Cromme fügt aber dann noch hinzu: „Wir haben die Kraft gehabt, Fehler zu erkennen, zu korrigieren und die Weichen für die Zukunft zu stellen“. Somit ist aus meiner Sicht auch klar geworden, dass Cromme, trotz der immer lauter werdenden Rücktrittsforderungen, weiter machen will.

Der Vorstandschef des Konzerns, Heinrich Hiesinger sprach von großen Herausforderungen für das kommende Geschäftsjahr. Eine durchgreifende Belebung der Weltwirtschaft sei auch in den kommenden 12 Monaten nicht in Sicht, sagte Hiesinger. Weiterhin sei man in der Stahlindustrie Mengenrückgängen und Preisdruck ausgesetzt. Bei ThyssenKrupp geht man zudem von einer „rückläufigen Dynamik“ in der Automobilbranche aus. Hiesinger stellte ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund einer Milliarde Euro in Aussicht, nach 1,4 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2012/2013 werde sich auf dem Vorjahresniveau bei rund 40 Milliarden Euro bewegen. Auch operativ also wenig wirklich erfreuliches…!

So lange die Werke in Amerika nicht definitiv und zu einem akzeptablen Preis verkauft wurden, und Gerhard Cromme an seinem Stuhl klebt, dürfte die ThyssenKrupp Aktie wohl noch eine ganze Weile eher auf niedrigem Niveau vor sich hindümpeln. Erst wenn man auch den Mut hat die Fehler nicht nur einzugestehen sondern auch die Konsequenzen daraus zu ziehen, werden die Anleger wohl wieder neues Vertrauen in die Qualität des Unternehmens fassen. Ein Verkauf der beiden Werke in Amerika wäre als erster Schritt sicherlich schon mal ganz hilfreich, um nicht noch weitere Kosten mit diesen Milliardengräbern zu verursachen. Dem Aktienkurs dürfte eine entsprechende Nachricht – zumindest kurzzeitig – gut tun, ebenso wie ein möglicher Führungswechsel.

Nun hat ThyssenKupp die Bieter aufgefordert seine Offerten noch einmal nachzubessern , weil der Kaufpreis offenbar nicht angemessen erscheint, berichtet heute das Handelsblatt. Laut diesem Bericht will der Essener Stahlkocher beim Verkauf zumindest den Buchwert der beiden Werke erlösen, der inzwischen (nach Abschreibungen in Höhe von knapp 6 Milliarden Euro!) auf ca. 3,9 Milliarden Euro gesunken ist. Angesichts der angespannten Lage und der mangelnden Nachfrage sollte Herr Cromme hier aber wohl nicht zu hoch pokern, sonst steht er am Ende wohlmöglich ganz ohne einen potenziellen Käufer da – und spätestens dann dürfte der Stuhl auf dem er sitzt wohl doch erheblich ins Wanken geraten.

Es gab somit heute nicht viel zu lachen für die Aktionäre, ausser an der Stelle als Cromme seiner persönlichen Betroffenheit Ausdruck verlieh, und dies damit untermauerte dass der Aufsichtsrat in der heutigen Sitzung beschlossen hat im Geschäftsjahr 11/12 auf die Hälfte seiner Bezüge zu verzichten. Er selbst bezeichnete den Schritt als Geste der „Betroffenheit und Solidarität“…!

K+S – es schneit wieder …endlich!

Ich weiß ja nicht wie es bei Ihnen gerade aussieht wenn Sie aus dem Fenster sehen, aber in Bayern ist alles von einer dicken Schneeschicht eingehüllt und ich nehme mal an das dies in weiten Teilen Deutschlands auch der Fall sein dürfte. Die Prognosen besagen dass dieser Wetterumschwung noch ein paar Tage anhalten soll, es bleibt kalt und wird endlich mal so richtig schön winterlich. Gut für K+S Aktionäre haben sich wohl einige Anleger heute morgen gedacht. Denn die Aktie des Düngemittel- und Salzherstellers konnte heute wieder etwas zulegen. Noch ist diese Bewegung keinesfalls überzeugend, aber es könnte eine Trendwende werden, wenn es gelingt den Aktienkurs heute über die obere Begrenzung des seit Ende Dezember bestehenden Abwärtstrends zu hieven. Diese Verläuft aktuelle im Bereich um die 33,55 Euro. Für einen überzeugenden Ausbruch wäre allerdings aus meiner Sicht wohl mindestens ein Schlusskurs über der Marke von 33,85, besser noch 34,40 Euro nötig.

K+S Chart Trendwechsel

Sowohl das Volumen insgesamt als auch die Ordergrößen der Kauforders haben nun wieder zugenommen. Der Slow Stochstics Indikator hat bereits gestern in den positiven Bereich gedreht, der MACD dürfte in Kürze folgen. Selbst eine Seitwärtsbewegung in den kommenden Tagen würde das Chartbild nun wieder deutlich aufhellen. Grundsätzlich halte ich die Kali und Salz Aktie auf diesem Niveau und vor allem trotz (oder gerade deshalb!) den negativen Prognosen diverser Fachleute, immer noch für ein hervorragendes Langfrist-Investment. Der Zeitpunkt für den Einstieg in die Aktie mit einer ersten Position könnte schlechter sein… Nach unten scheint das Risiko nun einigermaßen begrenzt, nach oben ist viel Luft, wenn die Aktie anspringen sollte. Die erwartete Dividendenrendite liegt bei aktuell knapp vier Prozent.

Am Ende möchte ich aber nicht verschweigen dass ich seit Wochen schon den Eindruck habe dass hier eine größere Adresse den Aktienkurs in die gewünschte Richtung bewegt. Analysten diverser Bankhäuser sehen den Zielkurs der Aktie mehrheitlich im Bereich zwischen mindestens 35,- und 47,- Euro. Lediglich das Bankhaus Bernstein und die BNP fallen mit ihren Prognose von 29,- und 29,50 Euro deutlich aus dem Rahmen. Equinet sieht den fairen Preis für die K+S Aktie gar bei satten 52,- Euro.

Es bleibt also die Frage wer am Ende Recht behalten wird…Morgen ist Verfallstag und ich persönlich bin sehr gespannt welcher Kurs dann am Ende des Tages auf dem Kurszettel stehen wird!

Commerzbank – das große Zittern!

Das Spekulationsobjekt des Jahres 2012 scheint auch im Jahr 2013 weiterhin für viel Gesprächsstoff zu sorgen. Was ich nicht alles gelesen habe in den letzten Tagen. Von einer erneut ausserplanmäßigen Kapitalerhöhung mit Verwässerungseffekt, bis zu einer deutlichen Gewinnsteigerung von bis zu 70 Prozent im laufenden Jahr war  mal wieder alles dabei. Ich persönlich halte nicht viel davon solchen Gerüchten zu folgen, denn das ist erfahrungsgemäß wenig hilfreich und auch nicht unbedingt gewinnbringend. Viel mehr bleibt die grundsätzliche Frage ob es sich bei der CoBa Aktie um ein solides Investment handelt oder um ein reines Spekulationsobjekt. Ich habe diese Frage für mich bereits vor Wochen eindeutig beantwortet und deswegen halte ich mich seit geraumer Weile auch nur noch strikt an die Charttechnik. Heute sind wir aus diesem Blickwinkel mal wieder an einem sehr interessanten Punkt…!

Commerzbank Chart Dreieck

Die Commerzbank Aktie konnte zwar von dem allgemein freundlichen Börsenumfeld in den letzten Wochen profitieren, bleibt aber aus charttechnischer Sicht weiterhin in einer deutlich angespannten Situation. Zunächst hat sich der Aktienkurs nun im Bereich um die 1,65 Euro stabilisiert. Der vorangegangene Anstieg scheiterte zuletzt jäh an der Widerstandsmarke bei 1,734 Euro. Seitdem hat der Chart eine deutliche Flagge ausgebildet, aus der die Aktie nun in die ein- oder andere Richtung ausbrechen wird. Ein Grund für dieses „Verhalten“ der Aktie war sicherlich auch dass man zunächst abwarten wollte wie sich die großen US Banken im letzten Quartal des Jahres 2012 geschlagen haben. Auch die Ergebnisse von Goldman Sachs und J.P. Morgan Chase , die gestern nachbörslich veröffentlicht wurden, sind erwartungsgemäß gut ausgefallen. Das Börsenumfeld für Bankaktien dürfte damit grundsätzlich freundlich bleiben und die Vorgaben für den heutigen Handelstag könnten durchaus schlechter sein.

Heute Nachmittag erwarten wir die Zahlen der Bank of America und der Citigroup, bei der die Analysten auf Quartalsbasis mit einem deutlichen Gewinnsprung rechnen. Positive Impulse sind also nicht ausgeschlossen. Dennoch würde ich am heutigen Handelstag weiterhin Vorsicht walten lassen bis sich ein klares Signal heraus kristallisiert hat. Nach oben hin stellt die Widerstandszone bei 1,73 bis 1,80 Euro eine wichtige Hürde da, die es zu überwinden gilt. Erst Kurse oberhalb von 1,82 Euro würden die Phantasien vieler Analysten  in Richtung der 2,- Euro Marke rechtfertigen. Nach unten dürfte der Bereich zwischen 1,61 und 1,57 Euro sehr wichtig als Unterstützung für die Aktie sein. Fällt die CoBa Aktie aus dem Dreieck nun nach unten, dann droht ein erneuter Abverkauf bis in den Bereich um die 1,58 Euro. Geht es sogar darunter, dann kann man wohl den aktuellen Ausbruchsversuch erneut als gescheitert ansehen. So oder so, es verspricht mal wieder ein sehr spannender und vor allem entscheidender Tag für Commerzbank Aktionäre zu werden…!

Apple – kalt erwischt!

Eigentlich wollte ich mich gestern schon zur aktuellen Lage bei Apple gemeldet haben. Ich war mir jedoch nicht ganz sicher und habe deshalb den heutigen Tag noch abgewartet. Heute möchte ich aber gerne noch einmal Ihren Blick auf den Chart der Apple Aktie etwas schärfen. Der Kursrutsch unter die so wichtige 500,- Dollar Marke hat sich aus heutiger Sicht als sogenannter „Fakeout“ erwiesen – also ein produzierter Kursrutsch, der auch die letzten Investoren in Panik fliehen lässt, bevor die Aktie dann nach oben dreht.

Ich hatte Ihnen ja bereits in meiner Analyse vom 08.November 2012 > hier < das mögliche Kursziel von 487,- Dollar genannt. Auch der vorangegangen Bounce > hier < war demnach mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Somit war der Kursrutsch auch nicht weiter verwunderlich. Was mich gestern nach dem erreichen des Kursziels aber noch etwas zögern ließ war die Tatsache, dass es der Aktie intraday nicht wieder gelang nach oben zu drehen. Dies legte einfach die Vermutung nahe, dass diese nun auch noch den langjährigen Aufwärtstrend bei ca. 468,- Dollar testen will, bevor die Gegenbewegung einsetzten kann.

Apple Chart langfristig mit Trendkanal
Auch heute kann noch nicht mit Gewissheit gesagt werden ob die aktuelle Bewegung wirklich schon den Turnarround eingeleitet hat. Zwar spricht aus meiner Sicht vieles dafür, sicher bin ich mir aber dennoch nicht. Sehen Sie sich den Chart an! Die Aktie befindet sich nun wieder deutlich innerhalb des langjährigen Aufwärtstrends. Damit sind eventuelle Übertreibungen bei dem Titel vollständig abgebaut worden. Fundamental betrachtet ist Apple, unter der Annahme dass die Stückzahlen beim iPhone iPad uns Co. auch erreicht werden, geradezu ein Schnäppchen.

Und und und…ich muss das hier nicht alles noch einmal aufzählen, die harten Fakten sind bekannt. Ich kann Ihnen also nicht sagen ob dies der Boden ist, aber ich würde mal frech behaupten dass das Risiko auf der Unterseite jetzt nur noch sehr überschaubar ist. Die Chancen bei dem Titel sind aus meiner Sicht aber unverändert hoch. Bei aller Euphorie über den gestoppten Abwärtssog bleibt heute somit festzuhalten, dass erst ab Kursen über 556,- Dollar wieder Entwarnung gegeben werden kann. Wichtig ist jetzt erst einmal dass die letzte Unterstützung bei ca 505,- Dollar wieder nachhaltig überwunden werden kann. Erst dann kann man von einer Stabilisierung bei der Apple Aktie sprechen!

Wacker Chemie – das musste so kommen!

Ich hatte das Thema in den letzten Tagen des öfteren mit einigen Investors Inside Lesern diskutiert. Die Wacker Chemie Aktie war zu schnell zu weit gelaufen und musste dieses Ungleichgewicht schnellstens wieder ausgleichen, bevor die Aktie wirklich nachhaltig und mit solidem Fundament weiter steigen kann. Der Rücksetzer der letzten Handelstage vom Hoch bei über 62,- Euro auf unter 55,- Euro ist somit erwartet worden und dürfte noch nicht abgeschlossen sein. Denn beim Ausbruch am 08.01.2013 ist unterhalb von 53,- Euro mal wieder ein Gap zurückgelassen worden, das es aus meiner Sicht noch zu schließen gilt bevor die Aktie dann wieder nach oben drehen kann. Die aktuelle Bewegung wäre also aus meiner Sicht erst im Bereich 52,60 bis 53,- Euro abgeschlossen.

Wacker Chemie Chart mit Trend

Nach dem prognostizierten Gap-Fill dürfte es dann wieder zu einer starken Gegenbewegung kommen, denn es ist davon auszugehen dass hier einige Short Positionen der Leerverkäufer wieder geschlossen werden.  Aus charttechnischer Sicht wäre dann ein Pullback an die Aufwärtstrend-Lnie bei ca. 60,-  Euro wieder möglich. Sollte die Marke von 52,- Euro hingegen nachhaltig unterschritten werden wäre das o.g. Szenario hinfällig. Analysten haben sich in den letzten Tagen wieder etwas skeptischer zu den möglichen Kurszielen der Wacker Chemie Aktie geäussert. Die Mehrheit sieht das Ziel für die Aktie aber weiterhin im Bereich zwischen 58,- und 60,- Euro. Herzliche Grüße an Wolle…!

Metro dümpelt weiter dahin…

Beim Metro Konzern bleiben die Aussichten wohl bis auf Weiteres eher mau. Heute gab Metro bekannt dass man den Umsatz, im ansonsten eher starken Weihnachtsquartal, lediglich im 0,5 Prozent steigern konnte. Damit wurden knapp 19,4 Milliarden Euro im letzten Quartal umgesetzt. Insgesamt stiegen die Erlöse im Jahr  2012 nur um 1,2 Prozent auf 66,7 Milliarden Euro. Das war in etwa das Ergebnis mit dem die meisten Analysten auch gerechnet hatten. Negative Überraschungen sind somit erst einmal ausgeblieben, was vom Markt nun durchaus positiv interpretiert werden könnte.

Metro Chart 6 Monate

Weiterhin macht der Konzern die schwache Nachfrage aus Südeuropa für das Ergebnis verantwortlich. Allerdings scheint es auch in den neuen Märkten alles andere als rund zu laufen…! Denn die Metro Group gab zudem heute bekannt dass man sich mit der Tochterfirma Media-Saturn nun ganz aus dem chinesischen Markt zurückziehen werde. Offenbar hat die Kooperation mit dem chinesischen Partner Foxconn doch nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Die chinesischen Großhandels-Aktivitäten bleiben davon aber unberührt. Metro betreibt bislang insgesamt sieben Cash & Carry Märkte in China und will in diese auch weiter ausbauen.

Die Aktie notiert heute vorbörslich etwas schwächer. Der zuvor eingeleitete Ausbruch ist damit vorerst wohl beendet. Bei 24,- Euro ist der erste ernsthafte Widerstand bei der Aktie zu finden. Richtige Entspannung würde wohl aber erst bei Kursen oberhalb von 26,- Euro wieder aufkommen. Auch ein erneuter Test der Region zwischen 20,80 und 21,60 Euro könnte in den kommenden Tagen noch einmal anstehen, wenn der Gesamtmarkt weiter nachgaben sollte. Die Metro Aktie bleibt eine Halte Position für Anleger mit sehr viel Geduld.

E.ON vor dem Absturz und Hochtief im Rally Modus?

Heute melde ich mich nur ganz kurz weil ich noch eine ganze Reihe von Erledigungen zu machen habe , die ich nicht verschieben kann. Die beiden Aktien des Tages sind heute aus meiner Sicht E.ON mit einem sehr negativem Setup und Hochtief mit genau dem Gegenteil davon. Kurz zu E.ON. Die Aktie hat es seit Wochen nicht geschafft den vorangegangenen heftigen Kursverlust wieder etwas zu korrigieren. Seit Mitte November befinden wir uns nun aus charttechnischer Sicht in einer sogenannten Bären-Flagge ,die – so wie es im Moment aussieht – wohl mustergültig nach unten verlassen wird. Der Rücksetzer unter die 14,- Euro Marke sollte heute also keineswegs unterschätzt werden. Ziel der Bewegung könnte nun das letzte Tief bei ca 13.65 Euro oder gar ein weiterer Absturz in Richtung 12,50 Euro sein. Nach der signifikanten Schwäche der Aktie in den letzten Wochen zu urteilen, würde ich mal eher auf die zweite Variante tippen.

EON Chart Baerenflagge

Die Hochtief Aktie hingegen ist heute mit einer zunächst sehr überzeugenden Kursbewegung aus dem seit Mitte Mai 2012 bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausgebrochen. Wie immer bei solchen Bewegungen bleibt aber noch abzuwarten ob dieser dynamische Anstieg auch Bestand haben wird. Denn letztlich wurde dieser heutige Kursanstieg lediglich von einer Analystenempfehlung durch Goldman Sachs mit dem Kursziel 61,- Euro ausgelöst. Nicht das ich mich darüber nicht freuen würde, denn regelmäßige Investors Inside Leser wissen dass ich hier seit Kursen unter 35,- Euro investiert bin, aber ich bin etwas skeptisch ob der ohnehin schon sehr dynamische Anstieg der Aktie in den letzten Wochen nicht mal einer kleinen Korrektur bedarf. Zumal die heutige Bewegung zum Handelsbeginn ein deutliches Gap im Chart hinterlassen hat…! Mit dem heutigen Artikel möchte ich Sie also lediglich auf die charttechnischen Gegebenheiten bei der Aktie aufmerksam machen.

Hochtief Aktie Chart Ausbruch

VW Richtung 200 und Porsche folgt auf 75 Euro?

Erwartungsgemäß blickt der Volkswagen Konzern auf ein Rekordjahr zurück, in dem erstmals die Marke von 9 Millionen abgesetzten Fahrzeugen erreicht werden konnte. Genauer gesagt haben die Wolfsburger 9,07 Millionen Autos verkauft und damit 11,2 Prozent mehr als im Rekordjahr 2011. Damals lag der Jahresendwert bei 8, 16 Millionen verkauften Fahrzeugen. Weiterhin ausschlaggebend für diesen großen Erfolg der Produkte aus dem Hause Volkswagen war die gute Entwicklung in den USA, wo alleine in diesem Jahr ein Absatzplus von Plus von 34,2 Prozent erreicht werden konnte. Das neue Werk in den USA dürfte sich also bereits bezahlt gemacht haben. Die Verkäufe im größten asiatischen Einzelmarkt China legten um 24,5 Prozent zu.

Auch in Europa hat sich der Konzern im direkten Vergleich mit der Konkurrenz gut behauptet. Hier fiel das Absatzminus mit  0,3 Prozent sehr moderat aus. VW verkaufte insbesondere in Ost-Europa, wo der Absatz um 17,6 Prozent gesteigert werden konnte, weiterhin sehr gut. Dieser Anstieg hat die vorübergehende Schwäche der Verkäufe in West-Europa kompensiert. Sollte sich also der westeuropäische Absatzmarkt nun wieder stabilisieren, wäre im kommenden Jahr wohl wieder eine positive Bilanz in Europa zu erwarten.

VW Chart mit Trend
VW feiert nun offiziell das beste Jahr aller Zeiten und auch die Anleger sollten weiterhin von der positiven Entwicklung bei Deutschlands stärkstem Atuobauer profitieren können. Zwar zeigte sich Martin Winterkorn für das nun laufende Geschäftsjahr zuletzt nur noch verhalten optimistisch, was eine deutliche Steigerung des Absatzes anbelangt, jedoch gehe ich davon aus dass der Konzern – selbst im Falle eines stagnierenden Absatzes – neue Rekordwerte beim Unternehmensergebnis erzielen wird. Die Investitionen der Vergangenheit in des modulare Baukastensystem und neue Werke, ebenso wie die Porsche Übernahme (und natürlich auch Ducati) dürften ihre volle Wirkung ab diesem Geschäftsjahr nun entfalten.

Hinzu kommt noch die allgemeine Erwartung dass sich auch die gesamte Weltwirtschaft im kommenden Jahr von der Krise in Europa erholen wird. Die VW-Aktie dürfte dank dieser Faktoren und der weiterhin sehr guten Nachrichtenlage den Anstieg fortsetzen. Die nächste technische Hürde liegt bei ca. 182,45 Euro. Kann auch diese überwunden werden dürfte der Angriff auf die runde 200er Marke beginnen. Wie Sie in obigem Chart sehen können dürfte sich der Aufwärtstrend nun zwar etwas abflachen, der Trend aber weiterhin intakt sein.

Investierte Leser sollten ihre Gewinne somit weiterhin laufen lassen, vorsichtige Investoren den Stopp nun etwas knapper auf ca. 167,- Euro nachziehen. Mein persönliches Kursziel für das laufende Jahr bleibt bei 220,- bis 240,- Euro., wenn keine größeren politischen Störfeuer dazwischen kommen. Die Porsche Aktie steigt natürlich dann mit der des Mutterkonzerns mit und dürfte mein Ziel bei 75,- Euro in diesem Zuge dann auch erreichen.

Achten Sie auf Research in Motion und Apple..!

Besonderes Augenmerk sollten Sie nun den Aktien von Research in Motion und Apple widmen, die ich hier vor nicht allzu langer Zeit näher vorgestellt habe. Bei Apple mehren sich die Zeichen dass der Markt inzwischen zuviel Negatives eingepreist haben könnte. Heute machen erneut Gerüchte die Runde, dass Apple die Bestellungen für die Bauteile des neuen iPHone 5 deutlich reduziert hat, was auf eine entsprechend schwache Nachfrage schließen lassen würde. In der letzten Woche war wiederum gegenteiliges zu lesen. Die Aktie bleibt medial getrieben – nichts genaues weiß man nicht, aber auch hier dürften in den letzten Wochen eine Menge Shorties eingestiegen sein. Ein entsprechend starker Kursanstieg bei der Aktie steht hier aus meiner Sicht nun unmittelbar bevor, wenn mit den Zahlen für das entscheidende Weihnachtsquartal, die in Kürze veröffentlicht werden. Spekulativ orientierte Anleger positionieren sich bereits jetzt vor dem Veröffentlichungstermin am 23.01.2013, konservative Naturen warten weiterhin ab.

 

Bei unserer Rebound Spekulation Research in Motion, gab bereits am Freitag einen erneut kräftigen Kursanstieg von 13,76 Prozent, nachdem viele Marktteilnehmer nun doch auf eine erfolgreiche Einführung der neuen Geräte und des neuen Betriebssystems am Monatsende spekulieren. In verschiedenen Gadget-Blogs in den USA wurden erste Hinweise darauf veröffentlicht, dass das neue Erfolgsmodell Blackberry Z10 in einem sehr schlanken und ansprechenden Design (ähnlich dem iPhone 5) auf dem Markt kommen soll. Die RIMM Aktie gehört immer noch zu den am meisten geshorteten Aktien der Wall Street. Eine entsprechende Fortführung des Short Squeeze erscheint somit in den nächsten Tagen möglich zu sein. Ich bin sehr gespannt wie es hier weiter gehen wird! Vorbörsliche Indikatoren deuten auf erneut deutlich steigende Kurse hin…!

Die Woche der Finanzaktien: Bank of America, JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup, Capital One, Morgan Stanley

In der zurückliegenden Handelswoche hat der Markt den vorangegangenen starken Anstieg seit Dezember erwartungsgemäß weiter konsolidiert. Lediglich die Bankenwerte sowie auch die deutschen Autobauer konnten sich diesem Trend weitestgehend entziehen. Aber auch in den anderen Branchen fielen die Korrekturen bislang noch vergleichsweise harmlos aus, sodass keineswegs von einer Korrektur die Rede sein kann. Viel mehr ist die aktuelle Bewegung als durchaus gesunder Rücksetzer in einem ansonsten weiterhin bullishem Umfeld zu sehen. Jegliche Bemühungen der Bären wieder Kontrolle über diesen Markt zu bekommen sind bislang kläglich gescheitert.

Der S&P 500 befindet sich weiterhin in einem robusten Aufwärtstrend dessen Muster ich als typische 5-Wellen-Hausse sehen würde, die ich Ihnen hier noch einmal (blau) eingezeichnet habe. Demnach sollte und die laufenden Konsolidierung noch einmal bis in den Bereich um die 1.450 Punkte zurück führen und damit die vierte Welle dieser Bewegung vollenden. Im Anschluss sollten die Kurse wieder steigen und vielleicht sogar ein neues Hoch ausbilden. Erstes Ziel für dieses Szenario wäre dann die Marke bei 1.486 Punkten. Gelingt also der nachhaltige Sprung über das letzte Hoch bei ca 1.475 Punkten, wäre dies als sehr bullishes Signal zu werten. Dann halte ich auch das Erreichen der im letzten Newsletter genannten 1.525 Punkte im S&P 500 für sehr wahrscheinlich.

S&P Chart Analyse 130113
Natürlich soll auch das negative Szenario nicht ausser Acht gelassen werden – wie immer! Fällt die aktuelle Konsolidierung doch stärker aus als erwartet, (orange Linie) und scheitert der Index dann im Anschluss an der hier genannten 1.450 Punkte Marke, so droht ein weiterer Rücksetzer, der sogar dazu führen könnte, dass sich hier nun eine erneute Topbildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter Formation abzeichnet. Diesem Szenario würde ich allerdings unter den gegebenen Umständen eine Wahrscheinlichkeit von unter 30 Prozent einräumen! Denn, in der kommenden Woche werden nahezu alle namhaften US Finanzwerte Ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentieren.

Bank of America, JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup, Capital One und Morgan Stanley dürften auf ein sehr erfolgreiches Quartal zurückblicken und die gute Stimmung im Finanzsektor weiter auf hohem Niveau halten. In der letzten Woche hat bereits Wells Fargo mit dem besten Unternehmensergebnis seit dem Bestehen des Unternehmens einen leichten Vorgeschmack darauf gegeben welche Größenordnung an Unternehmensgewinnen uns in der US Finanzindustrie bevor stehen könnten. Die Börsen sind im letzten Quartal hervorragend gelaufen und die Gewinne bei den Banken werden dies wohl auch widerspiegeln. Von dieser Seite sollte der Markt also eigentlich kräftige Unterstützung erfahren. Ebenso wie die für die nächste Woche geplanten Liquiditätsspritzen der FED! An jedem Tag der neuen Woche pumpt die Federeal Reserve Bank in Form der sogenannten POMO Aktionen frisches Geld in dem Markt!

Lediglich saisonal betrachtet befinden wir uns auch in der nun kommenden Woche eher in einem schwächeren Umfeld. In den letzten Jahrzehnten hat die nun anlaufende Woche, in der wir neben vielen Unternehmensdaten auch noch den Verfallstag am Freitag erleben werden, in den überwiegenden Fällen schwächere Ergebnisse produziert. Allerdings sollte man weiterhin davon ausgehen dass sich damit die Konsolidierungsbewegung lediglich noch etwas weiter fortsetzen wird, bevor die Indizes dann wieder Fahrt aufnehmen. Einzelne Sektoren, wie oben beschrieben, werden aller Voraussicht nach dabei sogar deutlich gegen den allgemeinen Trend positiv tendieren. Die Commerzbank würde ich allerdings nach den jüngsten Gerüchten um eine weitere Kapitalerhöhung erst einmal ausklammern.

Commerzbank – Wieder nur ein Fakeout?

Ich will es ja nicht verschreien, aber auch der gestrige Ausbruch der Commerzbank Aktie könnte ein erneutes Fehlsignal oder auch Bullenfalle gewesen sein. Heute gibt die Aktie bereits zum Handelsbeginn wieder kräftig nach. Aktuell ( 10:45 Uhr )notiert die Commerzbank Aktie bei nur noch 1,581 Euro, und damit knapp 6,89 Prozent tiefer als zum Xetra Handelsschluss gestern. Die Aktie hat nun einen Teil des vorangegangenen Anstiegs von 1,475 auf 1,733 Euro wieder korrigiert. Die aktuelle Kursbewegung von etwas über 50 Prozent entspricht dabei zwar noch dem „normalen Verhalten“ einer Aktie, nach einem so schnellen Anstieg, dennoch ist hier nun wohl mal wieder erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich… Um den zuletzt eingeschlagenen Aufwärtstrend zu bestätigen, wäre es nun aus meiner Sicht entscheidend dass die Aktie heute nicht unter der kritischen Marke von 1,65 Euro aus dem Handel geht.

Commerzbank Fakout

Wird hingegen die Marke von 1,60 Euro nun auch auf Tagesschlussbasis unterschritten, besteht der dringende Verdacht dass wir hier nur einen erneuten „Fakeout“ gesehen haben. Dann dürften die Aktie auch die Unterstützung bei 1,515 Euro erneut zügig testen. Es droht ein erneutes Abtauchen in den seit September letzten Jahres bestehenden Abwärtstrend. Bei der CoBa Aktie also erst einmal wieder etwas Vorsicht angesagt, bis die künftige Richtung klarer definiert werden kann. Wiedermal ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man sich von vorübergehend freundlichen Aktienkursen bei spekulativen Werten nicht einlullen lassen sollte!

Dialog Semiconductor – Vorbote für starke Zahlen bei Apple?

Dialog Semiconductor hat heute seine Umsatzprognose für das Schlussquartal des Jahres überraschend angehoben. Statt den bislang in Aussicht gestellten bis zu 235 Millionen US-Dollar Umsatz rechnet der Halbleiterhersteller nun mit Erlösen von 268 Millionen Dollar. Grund für diese frohe Botschaft ist die unerwartet hohe Nachfrage an Smartphones und Tabletts im letzten Quartal. Das lässt natürlich auch die Aktionäre von Apple und Samsung heute aufhorchen. Denn gerade im Falle Apple scheint sich die Anlegergemeinde zuletzt nicht mehr so sicher gewesen zu sein ob die gesteckten Ziele auch erreicht werden können.

Dialog hat nun einen weiteren Hinweis darauf gegeben dass das Weihnachtsgeschäft für die Branche sogar ausserordentlich gut gelaufen sein dürfte. Samsung hat mit den kürzlich veröffentlichten Zahlen ebenfalls alle Erwartungen deutlich übertroffen. Die Frage ist also warum alle Welt davon ausgeht dass bei der Vorlage der Apple Zahlen ernsthaft gepatzt werden sollte?

Die Dialog Aktie konnte bereits vorbörslich kräftig zulegen und dürfte mit der heutigen Bewegung die Bodenbildung abgeschlossen haben. Mit der Meldung sind zudem wohl auch alle Zweifel der letzten Wochen an der künftigen Entwicklung des Unternehmens erst einmal ausgeräumt worden. Denn, auf das Gesamtjahr gerechnet bedeutet die angehobene Prognose nun ein Umsatzplus von ca. 47 Prozent auf geschätzte 774 Millionen Dollar. Zuvor lag die  – von einigen Analysten angezweifelte – Zielmarke hier bei bis zu 741 Millionen Dollar. Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr will Dialog Semiconductor am 20. Februar vorlegen.

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