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E.ON und RWE – Warum kaufen Anleger so etwas?

Es ist schon sehr lange her dass ich über die beiden deutschen Energieversorger E.ON und RWE berichtet habe. Wie man an den langfristigen Charts sehen kann war es auch nicht unbedingt notwendig diese beiden Aktien zu erwähnen, da der Abwärtstrend unverändert besteht, und der A(l)bverkauf auch noch nicht zu Ende sein dürfte…

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E.ON und RWE – Es dürfte noch weiter nach unten gehen!

Die Aktien des beiden großen Energiekonzerne E.ON und RWE gehören heute einmal mehr zu den großen Verlierern. Nachdem sich beide Aktien in den letzten Tagen wieder leicht erholen konnten kam heute erneut die Quittung für die Anlage die immer noch an eine nachhaltige Trendwende bei den beiden Aktien glauben. Insbesondere der Vertrauensbonus bei E.ON dürfte heute schwer erschüttert worden sein, nachdem der Konzern verkündet hat nun doch an der Atomsparte festhalten zu wollen/müssen. Angesichts des geplanten Haftungsgesetzes der Bundesregierung sieht sich E.ON Chef Johannes Teyssen offenbar gezwungen, diesen geplanten Schritt zu revidieren um den damit verbundenen Risiken entgegen zu wirken. Die geplante Auslagerung des Atomgeschäftes in eine Gesellschaft namens Uniper ist damit passé. Die Abspaltung von Uniper soll dennoch kommen, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Risiken und Kosten des Rückbaus von Kernkraftwerken und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle verbleiben aber wohl in der E.ON-Bilanz.

E.ON Chart mit neuem Kursziel bei ca 8,50 Euro

Die E.ON Aktie stürzt ab

Was aus meiner Sicht nur recht und billig ist, nachdem die Konzerne über Jahrzehnte Milliarden gescheffelt haben, dürfte dieser Strategiewechsel die Aktionäre wenig erfreuen. Die daraus resultierenden Belastungen sind wohl bis auf Weiteres nicht absehbar und man muss zumindest davon ausgehen, dass sich die Kosten hierfür möglicherweise noch in vielen Jahren in der Bilanz der beiden Konzerne wiederfinden lassen. Ob der Umgang der Regierung mit diesem Thema verfassungswidrig ist – wie die Konzerne behaupten – oder nicht, spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Denn als Anleger haben Sie die Verpflichtung Risiken und Ungewissheiten zu vermeiden und Ihr Kapital zu beschützen. Wohl kein Sektor in Deutschland ist derzeit so unsicher wie dieser, weswegen das Votum für die Aktien auch nur „Verkaufen“ lauten kann!

Bei der RWE Aktie (und auch E.ON) waren Sie ja bereits durch meinen Artikel am 14.08.2015 und einen konkreten Chart davor gewarnt, dass es noch schlimmer kommen könnte. Aus aktuellem Anlass möchte ich Ihnen hier nun den E.ON Chart (s.o.) nachliefern, der noch tiefere Kurse um die 8,50 Euro in naher Zukunft erwarten lässt.

RWE – Letzter Halt 17,55 Euro?

Es ist und bleibt ein Trauerspiel! Zwar waren Investors Inside Leser bereits Anfang 2011 gewarnt, man muss aber zwangsläufig mit den vielen anderen Anlegern, die an die Energieversorger als sichere Altersvorsorge geglaubt haben, mitleiden. Nicht nur die früher üppigen Dividendenrenditen sind inzwischen deutlich zusammengeschmolzen, sondern vor allem die Aktienkurse der beiden großen DAX Schwergewichte E.ON und RWE scheinen weiterhin nur eine Richtung zu kennen. Bei der RWE Aktie zeigt sich die Brisanz der aktuellen Situation am deutlichsten….

RWE Aktie vor weiterem Rücksetzer?

Das bisherige Tiefe aus dem ersten Quartal 2003 scheint nun wieder in greifbare Nähe zu rücken. Mit Kursen unterhalb der wichtigen 20,- Euro Marke ist die Aktie aus charttechnischer Sicht so gut wie zum Abschuss freigegeben. Natürlich besteht durchaus noch die realistische Möglichkeit, dass die Aktie genau hier nun wieder nach oben drehen wird, jedoch deutet die Price-Action der vergangenen Tage eher darauf hin, dass genau dieses hier genannte Tief noch einmal getestet wird. Und das könnte nun sehr schnell gehen…

Ob es so kommt und vor allem ob dies dann auch der zu erwartende Tiefpunkt bei der RWE Aktie bleiben wird, ist weiterhin fraglich. In jeden Falle gilt für mich auch auf diesem vermeintlich niedrigen Niveau, dass die Aktien der beiden Energieversorger E.ON und RWE bis zur endgültigen Klärung dieser Frage zu meiden sind, nachdem beide Aktien auch nach jahrelangen Kursverlusten keinerlei ernsthaftes Anzeichen für eine Erholung zeigen. Von den rein operativen „Problemchen“ will ich hier ja gar nicht zu reden…!

E.ON und RWE – kein Ende der Talfahrt?

Aus unserer letzten Newsletter Ausgabe:  „E.ON und RWE legen diese Woche ihre Quartalsbilanzen vor. Analysten erwarten hier nicht viel Gutes, ich auch nicht. Dennoch könnten beide Aktien für einen Einstieg unter langfristigen Gesichtspunkten demnächst interessant werden, sofern ein erneuter Kursrutsch auf die Daten folgen sollte. Auch eine starke Bewegung nach oben könnte hier die Initialzündung für eine Trendwende sein. Allerdings würde ich hier eher von dem Negativ-Szenario ausgehen, da die Phantasie vor den Bundestagswahlen doch sehr begrenzt erscheint. Erst wenn neue Eckdaten zur Energiewende gegen Ende des Jahres feststehen, lässt sich im Deutschen Energiesektor wohl wieder eine halbwegs seriöse Prognose aufstellen…

Letztlich wird kurzfristig alles davon abhängen wie der Markt die gelieferten Zahlen deutet und dabei ist auch dieses Szenario grundsätzlich noch denkbar. Für RWE kann ich mir kurzfristig auch noch Kurse unter 19,- Euro vorstellen… Unbedingt genau beobachten, beide Titel sind vor den Zahlen für mich kein Kauf!“

RWE Aktie Chart kurzfristig

Die Zahlen wurden geliefert und waren in beiden Fällen erwartungsgemäß schlecht. Am RWE Chart kann man die Schwäche wohl am deutlichsten sehen. Jeder Stabilisisierungsversuch der letzten Wochen ist gescheitert. Flaggen wurden immer wieder nach unten aufgelöst, und es sieht so aus als wäre es auch dieses mal der Fall, nachdem der Ausbruch nach oben erneut gescheitert ist. Der E.ON Chart (unten) verspricht aber ebenfalls nicht viel Freude für Anleger. Wie man deutlich sehen kann, gibt es eine deutliche Abwärtstrendlinie, die mit einem erneuten Kursrutsch unter die 12,- Euro Marke wieder aufgenommen wird. Wird also die Unterstützungslinie (orange) hier unterschritten dürfte es ebenfalls noch ein Stockwerk tiefer gehen.

EON Chart Analyse

Weder bei E.ON noch bei RWE lässt sich ein Ende der rückläufigen Gewinne, und damit wohl auch ein Ende des Trauerspiels absehen.Vorläufig halte ich das weitere Abwärtspotenzial nun zwar für nur noch begrenzt. (s.o.) Das mögliche Potenzial auf der Oberseite allerdings auch. Man wird nun erst einmal sehen müssen wie sich die sinkenden Gewinne auf die immer noch attraktive Dividendenrendite der beiden Energiekonzerne auswirken wird. Um die hohe Verschuldung weiter zurück zu fahren dürfte nach meiner Ansicht in diesem Umfeld keine große Alternative zu weiteren Kürzungen bestehen. Wie diese dann von den Anlegern mit Fokus auf eine hohe Dividende verdaut werden bleibt noch abzuwarten.

Beide Aktien verbleiben somit nur auf der Watchlist, sind für bereits investierte Anleger maximal eine Halteposition und sollten knapp unterhalb der relevanten Marken abgesichert werden. Ich hatte mich ja bereits vor einer ganzen Weile (ab Anfang 2011) zu den Perspektiven der beiden Energieversorger etwas genauer geäussert… Den letzten Artikel zu diesem Thema können Sie  > hier < noch einmal nachlesen. An dieser Einschätzung hat sich bis heute auch nicht viel geändert.

E.ON – zurück in den schwarzen Zahlen und dennoch kein Grund zum Jubeln

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Energieriese das EBITDA um stolze 16 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro steigern, was aber vorrangig daran lag dass Sonderbelastungen aus dem Atomausstieg in 2012 nicht mehr in der Höhe des Vorjahres angefallen sind. Zudem konnten die Gasverträge neu verhandelt werden, die zuvor kräftig auf das Ergebnis bei E.ON gedrückt haben. Daraus folgt, dass der bereinigte Überschuss gar um zwei Drittel auf 4,2 Milliarden Euro gesteigert werden konnte und der Gewinn im Geschäftsjahr 2012 auf 2,2 Milliarden Euro anstieg, nachdem im Vorjahr ein Verlust in gleicher Höhe angefallen war. Insgesamt kann man also festhalten das die Zahlen für das abgelaufene Jahr angesichts der Umstände doch noch sehr erfreulich ausgefallen sind.

Wie befürchtet stellt sich Deutschlands größter Energiekonzern E.ON aber künftig auf eher magere Zeiten ein…Auch zwei Jahre nach der Energiewende rechnet man bei E.ON eher mit weiter stagnierenden Umsätzen und Gewinnen. Grund hierfür ist neben den allgemein gesunkenen Großhandelspreisen für Strom die zunehmende Verdrängung der konventionellen Kraftwerke durch den Strom aus Wind- und Sonnenenergie.

Angesichts dieses schwierigen Umfeldes, im Zusammenhang mit der Energiewende, hat der Konzern ein Desinvestitionsprogramm aufgelegt, das nun weiter vorangetrieben werden soll. Demnach will E.ON bis zum Jahr 2014 mehr als 2 Milliarden Euro durch den Verkauf weiterer Firmenteile einnehmen. Unternehmensangaben zufolge will sich der Energieversorger dabei bis Ende nächsten Jahres unter anderem von den deutschen Regionalgesellschaften Westfalen Weser und – Mitte sowie der Beteiligung am Nukleardienstleister Urenco zu trennen.

Investitionen sollen zudem weiter zurückgefahren werden. Bis zum Jahr 2015 sollen bis zu 30 Gas- und Kohlekraftwerke stillgelegt werden und ca. 11.000 Arbeitsplätze wegfallen. Wenn Sie mich fragen hört sich das alles nicht unbedingt nach einem attraktivem Investment an bis all diese ganzen Baustellen geschlossen wurden und man ansatzweise beurteilen kann wo die Zukunft des Unternehmens tatsächlich liegt. Vorstandschef Johannes Teyssen traute sich für das Gesamtjahr keine konkrete Prognose für das laufende Jahr zu.

E.ON und RWE – Wo ist der Boden?

Es hat ein wenig gedauert, doch nun ist es soweit. Die RWE Aktie hat gestern das von mir > hier < Anfang November genannte Kaufniveau bei 28,50 Euro erreicht und unterschritten. Manchmal dauert es halt etwas länger an der Börse… Wohl dem der die Geduld hatte darauf zu warten! Damit kommen die Aktien der beiden deutschen Energieversorger nun wieder auf meine Intensiv-Watchlist. Der letzte Kursrutsch bei den beiden Aktien wurde vorrangig dadurch ausgelöst dass sich das Schweizer Bankhaus UBS kürzlich sehr skeptisch zu den weiteren Aussichten der Konzerne geäussert hat. Das Kursziel für den Branchenprimus E.ON wurde auf 12,60 Euro zusammengestrichen und bei RWE sieht man gar Kurse von 25,- Euro in nächster Zeit kommen. Nicht das ich das Szenario ausschließen möchte, aber ich halte diese Art von Vorhersagen für nur bedingt tauglich um eine solide Anlagestrategie darauf aufzubauen. Dennoch verfehlen solche Analysen Ihre Wirkung nicht – wie man heute sehen kann.

Die Energieversorger haben nach wie vor einige Probleme zu bewältigen, die im Zuge der spontan durch unsere Regierung eingeleiteten Energiewende entstanden sind. Dennoch muss man den beiden Unternehmen attestieren dass sie sich zügig an die Umsetzung dieser Herausforderungen gemacht haben, und bereits erste Teilerfolge zu verzeichnen sind. Der Prozess insgesamt wird wohl Jahre dauern, aber trotz aller Probleme ist die Aktie von E.ON auf dem aktuellen Niveau wohl massiv unterbewertet. Bei RWE bin ich mir da noch nicht so sicher…! Aus charttechnischer Sicht bietet sich aber nun bei beiden Aktien meiner Meinung nach eine interessante Einstiegsmöglichkeit für Langfrist-Investoren. Das Chance-Risiko-Verhältnis würde ich dabei als günstig bezeichnen.

Die RWE Aktie sollte nun eigentlich nach einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei 27,88 Euro etwas zur Ruhe kommen. Genauer gesagt hat die Aktie heute bei 27,90 Euro nach oben gedreht. Aus charttechnischer Sicht ist der Titel nun massiv überverkauft und eine entsprechende technische Gegenreaktion nun eigentlich überfällig. Auch die E.ON Aktie hat  das letzte Tief, wie > hier < beschrieben, noch einmal getestet, aber auch deutlich unterschritten. Kann die Aktie in den kommenden Tagen wieder in Richtung der 13,65 Euro Marke ansteigen, besteht berechtigte Hoffnung darauf dass die Bodenbildung damit dann abgeschlossen ist.

Wie immer handelt es sich bei dieser Betrachtung der aktuellen Situation nur um eine Momentaufnahme bei der es darum geht einen möglichen Wendepunkt bei einer (oder zwei) Aktie(n) möglichst optimal zu erwischen. Werden die genannten Kursmarken deutlich unterschritten sollte die Position umgehend wieder aufgelöst werden. Die nächsten Unterstützungsmarken bei der RWE Aktie liegen erst bei 25,65 und 21,25 Euro. Für E.ON würden sich bei einem weiteren Rücksetzer dann erst wieder Kurse zwischen 12,50 und 12,60 Euro zum Einstieg anbieten.

E.ON vor dem Absturz und Hochtief im Rally Modus?

Heute melde ich mich nur ganz kurz weil ich noch eine ganze Reihe von Erledigungen zu machen habe , die ich nicht verschieben kann. Die beiden Aktien des Tages sind heute aus meiner Sicht E.ON mit einem sehr negativem Setup und Hochtief mit genau dem Gegenteil davon. Kurz zu E.ON. Die Aktie hat es seit Wochen nicht geschafft den vorangegangenen heftigen Kursverlust wieder etwas zu korrigieren. Seit Mitte November befinden wir uns nun aus charttechnischer Sicht in einer sogenannten Bären-Flagge ,die – so wie es im Moment aussieht – wohl mustergültig nach unten verlassen wird. Der Rücksetzer unter die 14,- Euro Marke sollte heute also keineswegs unterschätzt werden. Ziel der Bewegung könnte nun das letzte Tief bei ca 13.65 Euro oder gar ein weiterer Absturz in Richtung 12,50 Euro sein. Nach der signifikanten Schwäche der Aktie in den letzten Wochen zu urteilen, würde ich mal eher auf die zweite Variante tippen.

EON Chart Baerenflagge

Die Hochtief Aktie hingegen ist heute mit einer zunächst sehr überzeugenden Kursbewegung aus dem seit Mitte Mai 2012 bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausgebrochen. Wie immer bei solchen Bewegungen bleibt aber noch abzuwarten ob dieser dynamische Anstieg auch Bestand haben wird. Denn letztlich wurde dieser heutige Kursanstieg lediglich von einer Analystenempfehlung durch Goldman Sachs mit dem Kursziel 61,- Euro ausgelöst. Nicht das ich mich darüber nicht freuen würde, denn regelmäßige Investors Inside Leser wissen dass ich hier seit Kursen unter 35,- Euro investiert bin, aber ich bin etwas skeptisch ob der ohnehin schon sehr dynamische Anstieg der Aktie in den letzten Wochen nicht mal einer kleinen Korrektur bedarf. Zumal die heutige Bewegung zum Handelsbeginn ein deutliches Gap im Chart hinterlassen hat…! Mit dem heutigen Artikel möchte ich Sie also lediglich auf die charttechnischen Gegebenheiten bei der Aktie aufmerksam machen.

Hochtief Aktie Chart Ausbruch

E.ON und RWE – wenig Phantasie aber viel Euphorie

Wie erwartet schlecht könnte man auf den ersten Blick bei den heute veröffentlichten E.ON Zahlen sagen, ich würde sogar meinen dass die Zahlen grottenschlecht waren. Aber offensichtlich hat sich der Markt hier noch Schlimmeres erwartet, anders ist der heutige Kursanstieg für mich nicht zu erklären. Für das Geschäftsjahr 2011 musste E.ON unterm Strich einen Konzernfehlbetrag von knapp 1,9 Milliarden Euro ausweisen. Noch im Vorjahr hatte der Konzern einen Gewinn von 6,2 Milliarden Euro erzielt. Erstmals in der langen Firmengeschichte schriebt der Energiekonzern also tief rote Zahlen. Natürlich wurde dieser Einbruch durch die plötzliche Energiewende unserer Bundesregierung, und der damit verbundenen sofortigen Stilllegung einiger Atomkraftwerke initiiert, der Ergebnisrückgang im Gashandel um 630 Millionen Euro trifft den Konzern aber nicht unbedingt schuldlos.

Die Tatsache dass nun alle Fakten auf dem Tisch liegen kann ja bekanntlich manchmal schon wahre Wunder an der Börse bewirken…Wie auch immer, ich bin noch gespannt ob die heutige Erleichterungs-Rally wirklich nachhaltig sein wird, oder ob sich der Anstieg auf über 18,- Euro eher mit dem allgemeinen Börsenumfeld erklären lässt. Konzernchef Johannes Teyssen geht davon aus dass E.ON die Talsohle durchschritten hat. Hohe Ergebniszuwächse bei den erneuerbaren Energien, im russischen Kraftwerksgeschäft und in der Gasproduktion zeigten, dass der Konzern die richtigen Wachstumsfelder definiert habe, so Teyssen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Firmenchef wieder eine Verbesserung des Ergebnisses die sich in den Folgejahren fortsetzen soll. Ob E.ON das Versprechen eines besseren operativen Ergebnisses halten kann bleibt dabei abzuwarten, denn der Konzernüberschuss soll mit 2,3 bis 2,7 Milliarden Euro nur auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Auch wenn die Aktie heute aus charttechnischer Sicht ausgebrochen ist besteht meiner Meinung nach keine Eile sich nun in diesen Titel hinein zu stürzen. Für spekulative Naturen kann ein kurzfristige Trade sehr interessant sein, für Langfristanleger ist die Aktie in meinen Augen weiterhin ein heißes Eisen. Denn es ist keinesfalls in Stein gemeißelt dass die großen Energiekonzerne der Vergangenheit auch die führenden Anbieter in der Zukunft sein werden. Kleinere und flexiblere Unternehmen werden höchstwahrscheinlich mittelfristig Teilbereiche effizienter und flexibler abdecken können. Ich denke es ist wichtig sich gedanklich von dem „alten Modell“ zu verabschieden und die Urgesteine der deutschen Stromversorgung nicht über zu bewerten. Wie immer gibt es im Laufe der Geschichte eine Zeit vor und nach einem bedeutendem Ereignis. Und wer darauf setzt dass E.ON oder RWE ihre alten Höchststände wiedersehen, könnte bitter enttäuscht werden. Denken Sie bspw. an die „Volksaktie“ der Telekom…!

Des einen Freud des anderen Leid – K+S, E.ON und RWE

Nun ist er da der strenge Winter – endlich (!) werden Kali und Salz Aktionäre sagen. Denn die bislang zu milden Tage und durchwachsenen Nachrichten aus der Branche wollten die Aktienkurs des Salz- und Düngemittelherstellers einfach nicht steigen lassen. Zumindest das Wetter hat sich nun deutlich geändert. Der strenge Wintereinbruch in Osteuropa und natürlich auch hierzulande lässt Anlegerherzen wieder etwas höher schlagen. Ob dies gerechtfertigt ist wird sich zeigen müssen. Gestern hat die Aktie nun endlich ein Kaufsignal generiert indem sie über 38,- Euro angestiegen ist. Bei 39,- Euro war dann aber schon wieder Schluss. Das kurzfristige Ziel liegt nun bei bei 41,60 Euro, etwas über dem Hoch vom November 2012. Diese muss unbedingt überwunden werde, da ansonsten jederzeit die Gefahr eines Rücksetzers unter 38,- Euro droht. Die K+S Aktie befindet sich auch nach dem gestrigen Anstieg immer noch in einem seit Anfang August 2011 gültigem Abwärtstrend. Für eine nachhaltige Aufhellung dieses Chartbildes müssen die Bullen nun als noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

Eher schlecht wirken sich nun aber die klirrende Kälte, und unerwarteten Schneefälle, auf die beiden großen Energieversorger E.ON und RWE aus. Denn die ohnehin schon schwer gebeutelten Unternehmen müssen nun offenbar vorübergehend auch noch auf Umsätze aus dem Gasgeschäft verzichten. Russland kündigte gestern an weniger Gas liefern zu wollen, da man diese Ressourcen nun, wegen des harten Wintereinbruchs, im eigenen Land benötige. Um bis zu 30 Prozent wollen die Russen die Erdgas-Lieferungen nun erst einmal drosseln. Die Versorger reagierten gestern prompt und verkündeten dass man nach wie vor die volle Vertragsmenge geliefert bekomme, und die Lager entsprechend gut gefüllt sein, um auch Engpässe zu bewältigen. Es bleibt also abzuwarten ob und wie lange dieser Wintereinbruch anhalten wird. Kurzfristig sollt die Situation keine ernsthafte Bedrohung für die Umsatzziele deutscher Energieversorger darstellen. Dauert die Kälteperiode aber länger wird man die Auswirkungen wahrscheinlich auch in dem nächsten Quartalsbericht sehen können.

Veolia Environment – Dividendentitel mit Zukunftsphantasie

Der französische Konzern Veolia Environment leidet bereits seit längerem unter der schlechten Profitabilität des operativen Geschäfts und der hohen Verschuldung. Auf der heutigen Investorenkonferenz hat das Unternehmen nun bekannt gegeben wie man dieser, auch für die Aktionäre unbefriedigenden, Situation künftig entgegen treten will. Veolia ist in den Bereichen Wasser Ent- und Versorgung, Müllentsorgung und -Verwertung  sowie Energie- und Verkehrsdienstleistungen tätig, die wir allesamt unter langfristigen Gesichtspunkten für grundsätzlich sehr interessant halten.

Zum Abbau seines hohen Schuldenbergs trennt sich der Umweltdienstleister nun innerhalb der nächsten zwei Jahre von Unternehmenswerte im Umfang von knapp fünf Milliarden Euro. Bislang ist man hier von lediglich 1,3 Milliarden Euro ausgegangen. Unter Anderem soll nun das britischen Wassergeschäfts und des Hausmüll-Geschäfts in den USA auf dem Prüfstand stehen. Mit dem Umbau will sich das Unternehmen verschlanken und seine Schulden bis Ende 2013 auf weniger als zwölf Milliarden Euro senken. Die verkauften Einheiten sollen dann zu jährlichen Einsparungen in Höhe von 120 Millionen Euro führen.

Die Aktie kann heute erneut knapp zwei Prozent zulegen und befindet sich somit weiterhin in einem seit Ende November bestehenden Aufwärtstrend. Grundsätzlich besteht bei der Veolia Aktie enormes Nachholpotenzial. Die Aktie hat alleine in diesem Jahr fast zwei Drittel des Wertes verloren. Das Lehman-Tief lag knapp unter der 16,- Euro Marke. Aktuell notiert der Wert knapp unter 10,- Euro. Wir trauen der Veolia Aktie einen weiteren Anstieg zu. Spätestens bei 11,- Euro sollte aber eine etwas längere Konsolidierung einsetzen. Für langfristig orientierte Anleger könnte der Französische Umweltdienstleister eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen. Die Unternehmensführung plant für die nächsten beiden Jahre mit einer Dividende in Höhe von 0,70 Euro, was auf Basis des derzeitigen Börsenkurs von 9,51 Euro einer aktuellen Dividendenrendite von 7,36 Prozent entspricht.

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Trading Update E.on und RWE – jetzt Kaufen?

Noch immer hat sich der Markt nicht entscheiden in welche Richtung er in den kommenden Wochen tendieren möchte, auch wenn sich das Bild in den letzten beiden Handelstagen wieder deutlich eingetrübt hat!  Bei den beiden Energieversorgern E.on und RWE scheint hingegen die Richtung  der Aktien bereits jetzt klar zu sein…Oder? Die jüngste Solarhype ist wieder -wie schon die letzte- geplatzt wie eine Seifenblase. Je mehr öffentliche Diskussionen zur deutschen Energiewende geführt werden desto skeptischer scheinen die Anleger in Aktien der regenerativen Energien wieder zu werden. Und das wohl auch nicht ohne Grund, zumindest was die Photovoltaik anbelangt…Die Euphorie ist also verflogen und so langsam kehrt wieder etwas mehr Vernunft ein, das ist grundsätzlich ja auch zu begrüßen.

Die direkten Gegenspieler der „grünen Branchen“ heißen RWE und E.on. Bei de Aktien sind zuletzt, bedingt durch die geplante Doppelbesteuerung mittels einer zusätzlichen Brennelementsteuer, sowie natürlich den bereits angeschalteten AKWs weiterhin deutlich unter Druck. Die beiden Betreiber von Atomkraftwerken lassen nun rechtliche Schritte gegen die Bundesregierung prüfen. Finanzminister Wolfgang Schäuble will bis 2016 jährlich 1,3 Milliarden Euro von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall kassieren, laut europarechtliche Bestimmungen, ist die eine doppelte Besteuerung sowohl des Brennstoffs als auch des erzeugten Stroms aber verboten. So gesehen ist also die Schadensersatzforderung der Betreiber nicht allzu unrealistisch…was sich natürlich im Erfolgsfall auch deutlich positiv auf die Aktienkurse auswirken würde!

Einer neue Studie der LBBW zufolge wird der Atomaustieg für die Energieriesen RWE und E.on Kosten durch die Energiewende in Höhe von bis zu 22 Milliarden Euro bedeuten, die bis zum Jahr 2022 entstehen könnten. Insbesondere bei E.ON sollen sich die geplanten Maßnahmen künftig deutlich negativ auswirken, wohin gegen bei RWE die negativen Folgen noch leichter abgefedert werden können, da man über viele Braunkohlekraftwerke verfügt, die einen größeren Teil der Ertragsverluste ausgleichen können. Die RWE Aktie hat gestern dennoch die charttechnisch wichtige Marke von 40,- Euro nach unten durchbrochen. Grund genug sich die Aktie einmal näher anzusehen:

Vorausschicken möchte ich, dass RWE unser Favorit wäre wenn wir in die Branche einsteigen würden, und das nicht nur aus oben genannten Gründen. Die Aktie befindet sich inzwischen auf einem Sieben-Jahres-Tief, dennoch hat sich die charttechnische Situation seit gestern noch einmal deutlich verschärft. Nach dem Unterschreiten der 40,- Euro Marke ist nun 38,80 Euro das nächste Ziel, die nächste nennenswerte Unterstützung wartet bei 37,50 Euro. Je nach Marktlage, sprich allgemeinen Börsenumfeld, kann ein erster Kauf an der Unterstützungsmarke für langfristige Investoren dann sinnvoll sein. Bei E.on stellt sich die Situation nach unserer Meinung ebenfalls wie folgt dar:

Die E.on Aktie notiert inzwischen auf einem bedeutenden Tiefstand. Heute kann man die Aktie des Energieversorgers zu Kursen kaufen die man letztmalig Anfang 2009, nach dem Kursrutsch bezahlen musste. Im März 2009 wurde der tiefste Kurs der letzten acht Jahre mit ca 17,75,- Euro verzeichnet. Inzwischen notiert die E.ON Aktie im Bereich um die 19,- Euro (hier liegt eine Unterstützung!) mit weiter fallender Tendenz. E.ON ist mit Ruhrgas im Gasmarkt hervorragend aufgestellt und dürfte einer der Haputprofiteure der Energiewende hin zu Gas sein. Wird der Kurs von 17,75,- Euro nun auch noch unterschritten wäre die nächste „echte“ Unterstützung erst wieder bei den Tiefständen aus dem Jahr 2003 zu finden, die knapp unter der 14,- Euro Marke zu finden sind! Auch hier könnte es sich aber bereits zu Kursen um die 18,- Euro lohnen auf einen Rebound der Aktie zu spekulieren. Zur Verdeutlichung dieser Theorien habe ich heute mal die 10-Jahres Charts beigefügt.

Im Januar haben nahezu alle Fachleute zum Kauf der E.on und RWE Aktie, und zum Verkauf von zyklischen Aktien, geraten während ich den Lesern von Investors Inside nahegelegt habe genau das nicht zu tun. Jetzt ist es umgekehrt, zumindest was die Energieversorger betrifft, für Zykliker bin ich weiterhin optimistisch. Die Zeit für Versorger-Aktien scheint bald gekommen zu sein. Bleiben Sie wachsam und nehmen Sie die beiden Werte auf Ihre Intensiv-Beobachtungsliste. Einige Leser unseres Börsen Newsletters werden mich jetzt wahrscheinlich wieder mal für durchgeknallt halten 🙂 ich freue mich auf die Diskussionen!

„Eine der erfolgreichsten Anlagestrategien ist es nicht dem Mainstream zu folgen, sondern viel mehr beeinflusst durch die eigenen Überlegungen, und oftmals antizyklisch zu agieren!“
Lars Röhrig (kleiner Scherz!)

E.ON und RWE vs. Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy

Es sieht weiterhin nicht gut aus für die Aktien der großen Energieversorger E.ON und RWE. Nachdem nun am Wochenende der lang diskutierte Plan für einen Atomausstieg Deutschlands verabschiedet wurde steht zu befürchten, dass die Aktien in den kommenden Wochen noch weiter nachgeben werden. Bis spätestens 2022 soll in Deutschlands der letzte Atommeiler abgeschaltet sein, bis dahin will der Staat aber weiterhin noch die Brennelemente-Steuer von den Anbietern kassieren. Das ist wohl der schlimmste anzunehmende Fall für E.ON und RWE sowie natürlich deren Aktionäre. Wir hatten ja bereits im Januar davor gewarnt bei den beiden Werten allzu optimistisch zu sein. Sie erinnern sich, im Januar haben einige Fachleute verstärkt einen Sektorenwechsel weg von Zyklikern, hin zu den konservativen Werten empfohlen…

Damals, als noch niemand wusste, das die gesamte Diskussion um einen Atomausstieg überhaupt entstehen würde war uns bereits klar, dass es für die Energieversorgern nicht werden würde. Die Ereignisse in Fukushima haben dem Ganzen natürlich noch zusätzlich eine neue Qualität verliehen. Nun ist die Katze aus dem Sack und man muss die beiden Anbieter wohl noch einmal komplett neu bewerten. Auch wenn ich nicht glaube, dass EON und RWE sich so einfach kampflos ergeben werden, sprich ich rechne fest damit, dass hier nun Milliarden-Klagen auf den Bund (also auf die Steuerzahler) zukommen werden.

Fasziniert darf man heute mal wieder von der allgemeinen Euphorie bei den Solarwerten sein. Bereits nach der atomaren Katastrophe in Fukushima haben die Aktien einen ungeahnten Run hingelegt, der aber wenige Tage später wieder in sich zusammen fiel. Offenbar wieder schnell vergessen sind die aktuellen Probleme der Branche wie weiterhin sinkende Margen und eine enorm große und starke Konkurrenz aus China. Einzig die Möglichkeit, dass sich unsere Regierung die Höhe der Einspeisevergütung noch einmal durch den Kopf gehen lässt, könnte hier das Gesamtbild wohl momentan etwas aufhellen. Konsequent wäre dies nun allemal, darf man aber wohl nicht unbedingt erwarten … Ich bin gespannt wie weit die neue Euphorie nun dieses mal die Aktien von Q-Cells, Solon, Conergy und Co. treiben kann…

Es ist also grundsätzlich zu begrüßen, das nun etwas mehr Klarheit bezüglich des weiteren Kurses der deutschen Regierung in der Energiefrage herrscht, eine schonende Umsetzung für die deutsche Wirtschaft wäre wünschenswert. Letztlich hat die Arbeit nun erst begonnen und ich hege die Hoffnung, das dieser Weg auch konsequent eingehalten und vor allem vernünftig umgesetzt wird. Für EON Und RWE dürfte die Zukunft aber wohl holprig werden, und für die Solarwerte….?

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