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Steht die Apple Aktie nun vor einer Trendbeschleunigung…?

Heute möchte ich Ihnen kurz das gestern versprochene Update zur Apple Aktie schicken. Der gesamte Sektor ist gerade höchst interessant, doch dazu später mehr… Die Apple Aktie hat den Ausbruch nach oben, der bereits am Freitag gestartet ist gestern erneut bestätigt. Mit dem Kursanstieg ist die Aktie nun nicht nur aus der Flagge nach oben ausgebrochen sondern hat gleich drei sehr entscheidende Marke hinter sich gelassen. Zum einen wäre da die erwähnte Flagge, die nach oben verlassen wurde. Diese Formation hätte auch darauf hindeuten können, dass die Aktie vor einem weiteren Absturz steht, wurde aber nach oben aufgelöst, was ich als sehr bullish werten würde!

Dann wäre da die sehr wichtige Abwärtstrendlinie, die seit den Hochständen bei 705 ,- Dollar nicht mehr überwunden werden konnte. Auch diese Linie ist nun aber mit der Kursbewegung der letzten zwei Tage überzeugend genommen worden. Ein weiteres bullishes Zeichen, dem man sicherlich noch mehr Relevanz einräumen sollte als dem Verlassen der Flagge nach oben.

Apple Aktie Chart 15 Monate

Zusätzlich wurde der seit September 2012 bestehende Aufwärtstrend (gelb) wieder aufgenommen indem diese Aufwärtstrend- Linie nun ebenfalls zurückerobert werden konnte. Die nächste Ziele der Aktie sind damit aus charttechnischer Sicht klar definiert. Die hier orange eingezeichnete Trendlinie markiert den seit August 2010 gültigen Aufwärtstrend. Diese Linie verbindet die beiden markanten Verlaufstiefs aus dem August 2010 und dem Juni 2011, und verläuft derzeit bei ca. 471,- Dollar.

Letztlich kann das Ziel aber nur sein auch den langfristigen Aufwärtstrend wieder zurück zu erobern, den ich Ihnen hier rot eingezeichnet habe. Dieser Trend verläuft aktuell knapp unter der 500,- Dollar Marke und dürfte den eigentlichen Meilenstein in der weiteren Entwicklung der Aktie darstellen. Vielleicht hält der ein oder andere unter Ihnen Kurse von 500,- Dollar oder mehr,aufgrund der zuletzt sehr pessimistischen Berichte viele sog. Analysten, für unmöglich, ich halte Sie sogar kurzfristig für sehr wahrscheinlich..!

Das zuletzt gerissene Gap (nach der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen) verläuft zwischen 465,85 Dollar und 512,25 Dollar auf der Oberseite. Der gestrige Schlusskurs der Aktie lag bereits bei 456,- Dollar und damit keine 10,- Dollar mehr entfernt von der Unterseite dieser riesigen Kurslücke. Sollte also in den kommenden Tagen, oder vielleicht schon heute,  ein weiterer Anstieg gelingen, ist eine Trendbeschleunigung ab diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich. Damit würden dann auch alle hier eingezeichneten Aufwärtstrend-Linien mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell wieder zurückerobert werden, und die Aktie befände sich wieder in dem langfristigen Aufwärtstrend, der nur mal kurz unterbrochen worden wäre. „Just am Bump in the Road“ würde der Amerikaner hier wohl sagen.

Die psychologische Bedeutung eines solchen Rebounds – zurück in die alte Spur – darf man auf keinen Fall unterschätzen! Analysten würden Ihre pessimistische Haltung zur Apple Aktie dann wohl schneller  aufgeben als man glaubt, und Kleinanleger springen fast schon panisch wieder auf den Rebound des Jahres auf, sofern sie noch nicht wieder investiert sind. Sollte das oben geschilderte Szenario also eintreffen, orakle ich bereits heute dass in absehbarer Zeit wieder über deutlich höhere Kursziele für die Apple Aktie gesprochen wird. Natürlich ist mir völlig klar dass es in diesem Text so einige „Wenn…Dann´s“ gibt, aber das hier geschilderte Szenario halte ich für sehr wahrscheinlich. Ein Restrisiko bleibt wenn beispielsweise der Markt nun insgesamt nach unten wegkippen würde! Aber ich habe wirklich schon wesentlich schlechtere Setups in meiner langjährigen Trader Karriere gesehen…!

E.ON – Vom richtigen Setzen eines Stops und dem Ärger über Entgangenes

Die E.ON Aktie tauchte gestern erwartungsgemäß unter die Marke von 13,- Euro, erholte sich aber im Anschluss wieder etwas und konnte den Handel dann einigermaßen komfortabel über dieser Marke beenden. Der offizielle Grund: Zu allem operativen Übel drohen die Gewerkschaften nun auch noch mit einem Generalstreik auf unbefristete Zeit. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten des Unternehmens in Deutschland haben die Gewerkschaften Verdi und IG BCE gestern nun zur Urabstimmung über den Arbeitskampf aufgerufen. Sie fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt für die Mitarbeiter und man darf sich als geneigter Leser solcher Nachrichten schon fragen ob es den Leuten ansatzweise bewusst ist in welcher Lage sich das Unternehmen befindet, und damit auch die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. Ich persönlich halte den Zeitpunkt und die Höhe der Forderung für völlig falsch gewählt, aber das ist nur meine Meinung…Erste Ergebnisse der Abstimmungen werden nun für Freitag erwartet. Demnach könnte ein möglicher Streik bereits in der kommenden Woche beginnen.

Natürlich sind solche Meldungen nicht unbedingt dazu geeignet Jubelstürme bei den Anlegern hervorzurufen, aber man sollte auch berücksichtigen wo sich die Aktie nach dem letzten Absturz inzwischen befindet. Ich gehe mal davon aus das die Gewerkschaften sich mit E.ON nach dem publikumswirksamen Säbelrasseln schließlich irgendwo in der Mitte treffen werden – wie immer. Die Meldung über einen möglichen Streik ist also aus meiner Sicht weder dazu geeignet den Aktienkurs auf diesem ermäßigten Niveau noch weiter nach deutlich unten zu drücken, noch diesen nach einer Einigung deutlich nach oben zu treiben. Zumal das Thema ja bereits seit Tagen bekannt ist… aus börsentechnischer Sicht somit ein alter Hut.

Eigentlich wollte ich heute aber auf etwas ganz anderes hinaus, und das ist der wohl wahre Grund für den kleinen Kursrutsch gestern. Der Kursverlauf der E.ON Aktie war aus meiner Sicht exemplarisch um etwas für die Zukunft zu lernen…Die Aktie tauchte kurz und heftig unter die Marke von 13,- Euro und schoss dann wieder darüber. Die Antwort auf das „Warum?“ ist aus meiner Sicht schnell gefunden… Ein großes deutsches Anlegermagazin schreibt seit mehreren Wochen dass man unbedingt den Stopp bei 13,- Euro beachten sollte. Zudem haben zwei eine große Banken ihr Kursziel gestern auch auf 13,- Euro gesenkt. Das war dann die Steilvorlage, denn professionelle Investoren beobachten solche Nachrichten sehr genau…glauben Sie mir. Es war somit sehr wahrscheinlich dass diese runde Marke noch einmal unterschritten werden musste, alle Stopps abgefischt werden, und der Kurs anschließend wieder anzieht.

EON Chart Baerenflagge

Genau das ist der Grund warum ich hier auf Investors Inside keine Stopps bekannt gebe. Wir haben das hier schon mehrfach diskutiert – es macht einfach keinen Sinn. Denn Sie können sich im Anschluss sicher sein dass dieser Stopp dann auch erreicht wird! Unerfahrene Anleger neigen dazu das Geschriebene dann auch sofort in die Tat umzusetzen und den Stopp genau bei 13,- Euro zu platzieren. Erfahrenere Anleger würden einen Stopp niemals auf eine runde Marke bei 13,- Euro setzen…entweder knapp darüber, oder ein ganzes Stück darunter – je nach Fall! Es war somit für mich nicht weiter verwunderlich dass diese Marke nun gestern unbedingt noch getestet werden musste. Gleichzeitig besteht dadurch nun aber die berechtiget Aussicht darauf das der Aktienkurs nun weiter nach oben laufen wird.

Eine vernünftige Stopptechnik ist und bleibt natürlich wichtig, auch wenn ich bei meiner Swing-Trading-Strategie eher dazu neige, diese lediglich im Kopf , bzw. meinem Trading Tagebuch zu haben, und nicht ins System einzugeben. Im Falle E.ON hätte der automatische Ausstieg also bereits spätestens mit dem Abrutschen aus der > hier < mehrfach erwähnten Bärenflagge, unter 14,11 Euro erfolgen müssen. Die dann neu entstandene kleine Flagge um die 14,- Euro wäre eine weitere Möglichkeit gewesen. Spätestens mit dem Unterschreiten des letzten Tiefs bei 13,61 Euro hätte aber die Reißleine gezogen werden müssen und nicht erst bei 13,- Euro, denn da ist die Aktie bereits wieder so überverkauft dass man erneut über einen Einstieg nachdenken muss.

Der eigentlich spannende Teil bei der Aktie kommt somit erst jetzt. Heute konnte die E.ON Aktie bereits wieder zwei Prozent zulegen, ein weiterer Anstieg bis auf 13,60 Euro wäre nun wieder ein sehr positives Zeichen das man unbedingt beachten sollte…!

E.ON vor dem Absturz und Hochtief im Rally Modus?

Heute melde ich mich nur ganz kurz weil ich noch eine ganze Reihe von Erledigungen zu machen habe , die ich nicht verschieben kann. Die beiden Aktien des Tages sind heute aus meiner Sicht E.ON mit einem sehr negativem Setup und Hochtief mit genau dem Gegenteil davon. Kurz zu E.ON. Die Aktie hat es seit Wochen nicht geschafft den vorangegangenen heftigen Kursverlust wieder etwas zu korrigieren. Seit Mitte November befinden wir uns nun aus charttechnischer Sicht in einer sogenannten Bären-Flagge ,die – so wie es im Moment aussieht – wohl mustergültig nach unten verlassen wird. Der Rücksetzer unter die 14,- Euro Marke sollte heute also keineswegs unterschätzt werden. Ziel der Bewegung könnte nun das letzte Tief bei ca 13.65 Euro oder gar ein weiterer Absturz in Richtung 12,50 Euro sein. Nach der signifikanten Schwäche der Aktie in den letzten Wochen zu urteilen, würde ich mal eher auf die zweite Variante tippen.

EON Chart Baerenflagge

Die Hochtief Aktie hingegen ist heute mit einer zunächst sehr überzeugenden Kursbewegung aus dem seit Mitte Mai 2012 bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausgebrochen. Wie immer bei solchen Bewegungen bleibt aber noch abzuwarten ob dieser dynamische Anstieg auch Bestand haben wird. Denn letztlich wurde dieser heutige Kursanstieg lediglich von einer Analystenempfehlung durch Goldman Sachs mit dem Kursziel 61,- Euro ausgelöst. Nicht das ich mich darüber nicht freuen würde, denn regelmäßige Investors Inside Leser wissen dass ich hier seit Kursen unter 35,- Euro investiert bin, aber ich bin etwas skeptisch ob der ohnehin schon sehr dynamische Anstieg der Aktie in den letzten Wochen nicht mal einer kleinen Korrektur bedarf. Zumal die heutige Bewegung zum Handelsbeginn ein deutliches Gap im Chart hinterlassen hat…! Mit dem heutigen Artikel möchte ich Sie also lediglich auf die charttechnischen Gegebenheiten bei der Aktie aufmerksam machen.

Hochtief Aktie Chart Ausbruch

Trading Update Commerzbank, Porsche, K+S und Bauer

Die Aktie der letzten Woche war für mich persönlich die Porsche Aktie, die kräftig davon profitieren konnte dass die erste Klage von Investoren gegen die Holding abgewiesen wurde. Die Klagerisiken geben die Fachleute heute immer noch mit weit über 6 Milliarden Euro an, (teilweise bis zu 8 Milliarden, je nach Betrachtungsweise). Diese wurden in den vergangenen Monaten auch voll im Porsche Aktienkurs eingepreist. Sollten andere Klagen nun auch scheitern würde ein entsprechender Bewertungsaufschlag bei der SE fällig. Selbst im Falle dass am Ende der Verhandlungen ein Vergleich erzielt würde, wäre aus meiner Sicht hier ein weiterer Aufschlag von mindestens 50 Prozent auf den aktuellen Aktienkurs dann gerechtfertigt. Aber das kann noch etwas dauern…! Hinzu kommt natürlich noch die Phantasie durch den VW Anteil. Ich habe mir die Aktie am Wochenende noch einmal sehr genau angesehen…Lesen Sie dazu mehr >hier<

Ein Beispiel für eine Aktie bei der es besser sein könnte noch etwas abzuwarten ist die Aktie des Düngemittelherstellers Kali und Salz. Die K+S Aktie konnte sich bereits seit Wochen nicht nennenswert in irgend eine Richtung bewegen. Auch die Kursausschläge in der letzten Woche bewegten sich eher im Cent-Bereich. Hier war also nicht viel zu verdienen. Ich habe am Dienstag folgenden Artikel auf Investors Inside dazu veröffentlicht, den Sie bitte unbedingt lesen sollten. Aus charttechnischer Sicht ist diese Erklärung zum „Verhalten“ dieser Aktie einleuchtend. Zum Vergrößern des Charts bitte klicken!

 

 

Am Freitag kam zudem in der letzten Handelsstunde noch einmal deutliche Druck bei der K+S Aktie auf. In der Xetra Schlussauktion wurden insgesamt 770.000 Aktien in den Markt gekippt. Ein ungewöhnlich hohes Volumen! Soll heißen, der leichte, und sehr mühsame Anstieg, den wir nun in den letzten Tagen gesehen haben könnte sich als Bärenflagge erweisen. Wenn in den kommenden Tagen das letzet Tief bei 38,30 Euro und anschließend auch die glatte Marke von 38,- Euro unterschritten wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen des von mir geschilderten Szenarios deutlich. Richtig kritisch dürfte es unter 37,50 Euro werden. Die anschließende Kursbewegung kann dann durchaus sehr dynamisch ablaufen.

In den kommenden Tagen ist es somit ganz entscheidend welche Aktien man im Depot hat. Die Gewinner der letzten Wochen werden gekauft, die Verlierer verkauft. Manchmal ist Börse doch so einfach! Aus meiner persönlichen Sicht macht es somit durchaus Sinn jetzt die Anzahl der offenen Positionen kurzzeitig etwas zu reduzieren. Soll heißen die Aktien die zuletzt gar nicht gelaufen sind eher zu verkaufen und die Positionen die sich gut entwickelt haben in den kommenden Wochen weiter überzugewichten. Damit reduzieren Sie zum einen die Anzahl der Aktien auf die Sie „aufpassen“ müssen und zum anderen erhöhen Sie die Chance noch am Quartalsendspurt teilhaben zu können. Der Rücksetzer der letzten Woche bietet zudem nun gute Möglichkeiten dies zu tun.

Spannend ist aus meiner persönlichen Sicht natürlich auch die Frage wo der Markt die Commerzbank Aktie einsortieren wird. Auf Jahressicht gehörte die Aktie der zweitgrößten deutschen Bank sicherlich nicht zu den Gewinnern. Kurzfristig betrachtet hingegen schon. Sowohl die Eindeckungskäufe in Höhe von über 16 Millionen Stück gegen 13:00 Uhr als auch die überzeugende Schlussauktion mit weiteren 13,7 Millionen gekauften Aktien, lassen mich aber eher davon ausgehen dass institutionelle Investoren nun verstärkt auf eine Fortsetzung der jüngsten Rally spekulieren werden. Etwas ärgerlich finde ich inzwischen die immer wiederkehrenden Negativprognosen von Herrn Blessing, die nicht gerade förderlich für einen weiteren Anstieg sind, bzw. immer wieder für Verunsicherung unter den Anlegern sorgen. Aber dazu habe ich mich ja bereits in der letzten Woche geäussert…

 

P.S. noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Caterpillar hat am Freitag Zahlen gemeldet. Danach hat der baumaschinenhersteller in dem „schwachen“ Umfeld beim Umsatz um 13 Prozent zulegen können. Insbesondere die Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt und der Absatz in Asien haben sich kräftig erholt. Während die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 27 Prozent aufwarten konnte, erreichte das Unternehmen in Nordamerika eine Verbesserung um 24 Prozent. Schauen Sie sich doch die Bauer AG Aktie noch einmal näher an 😉

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