Tag Archives: Quartalszahlen

Nordex – Jetzt wieder kaufen?

Eine der wenigen Aktien, die mir bei dem Gemetzel der letzten Wochen gefallen hat, ist die des Windanlagenbauers Nordex. Zwar befindet sich der Titel aus charttechnischer Sicht grundsätzlich immer noch in einem eher kritischen Bereich, dennoch bewies die Aktie zuletzt eine gewisse relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt. Dies wohl auch in froher Erwartung auf die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen… (mehr …)

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ThyssenKrupp, Salzgitter, US-Steel und AK Steel – Schlagartige Ernüchterung!

Stahlwerte gehörten in den letzten Wochen zu den großen Gewinnern. Die Profiteure der Rohstoff-Rally legten deutlich zu, konnten aber zuletzt die Gewinne nicht mehr halten. Ich persönlich begrüße diese Entwicklung, da die Rahmenbedingungen für Stahlwerte nach wie vor schwierig bleiben und somit auch kein Anlass zum Jubeln besteht. Heute ist der große Tag an dem sich diese Annahme nur sehr wahrscheinlich zeigen wird. Angefangen mit ThyssenKrupp, deren Kursverlauf ich genauso wenig nachvollziehen konnte wie den der Salzgitter AG, dürfte der Sektor heute deutlich Federn lassen…  (mehr …)

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Apple – die Luft wird immer dünner…

Apple hat gestern Abend erwartungsgemäß gemischte Zahlen abgeliefert. Dabei konnte der Konzern aus Cupertino wieder einmal ein Rekordergebnis präsentieren. Insgesamt erzielte Apple 18,4 Milliarden Dollar Gewinn der hauptsächlich durch den Verkauf von 76,8 Millionen iPhones entstanden ist. Der Umsatz konnte im abgelaufenen Weihnachtsquartal aber nur noch um 1,7 Prozent auf 75,87 Milliarden Dollar gesteigert werden. Analysten hatten sich hier mit einem Durchschnittswert von 76,5 Milliarden Dollar etwas mehr erwartet. Man kann somit keinesfalls von schlechten Zahlen sprechen, aber der Ausblick auf das kommende Quartal war ziemlich ernüchternd…

Apple rechnet in dem aktuellen Berichtszeitraum mit dem ersten Rückgang beim Umsatz seit einem Jahrzehnt. Dabei fällt die Prognose mit Erlösen im Bereich zwischen 50 und 53 Milliarden US-Dollar relativ niedrig aus. Zum Vergleich – im Vorjahresquartal wurde hier noch ein Wert von knapp 58 Milliarden Dollar erreicht. Auch den Kaliforniern bereitet somit zusehends der starke Dollar sowie konjunkturelle Eintrübung in verschiedensten Regionen dieser Welt ernsthafte Sorgen.

China bleibt auch in Zukunft mit ca. 25 Prozent einer der wichtigsten Absatzmärkte für Apple. Hier erwartet Konzernchef Tim Cook keine negativen Veränderungen, auch wenn die Herausforderungen dieses Ziel zu erreichen offenbar groß sind. Der chinesische Marktanteil von Apples iPhone konnte im vergangenen Jahr von fünf auf nunmehr elf Prozent gesteigert werden. Die iPhone-Verkäufe dort zogen somit in den letzten 12 Monaten um stolze 84 Prozent an. Angesichts der sich zunehmend eintrübenden Wirtschaftslage in China dürfte hier nun aber eine gewisse Sättigung erreicht sein. Fachleute gehen nicht davon aus, dass dieser Marktanteil nun noch signifikant gesteigert werden kann, da die Marktführer Xiaomi und Huawei mit teilweise deutlich günstigeren Geräten am Markt operieren und es den meisten Chinesen schlicht an Kaufkraft fehlt um sich teure Smartphones leisten zu können.

Wie weit fällt die Apple Aktie?

Fazit: Das was der Markt hier bereits seit längerem einpreist ist nun Realität geworden. Der Super-Wachstumszyklus von Apple neigt sich dem Ende zu – zumindest solange Apple keinen neuen Kassenschlager auf den Markt bringt. Damit ist grundsätzlich auch die Aktie in den nächsten Monaten für weitere Rückschläge anfällig. Dennoch bietet die gestern reduzierte Prognose ab einem gewissen Zeitpunkt auch wieder Raum für positive Überraschungen, falls es Tim Cook gelingen sollte die eingedampften Ziele deutlich zu übertreffen. Bis diese Entscheidung fällt werden noch einige Wochen vergehen, in denen die Aktie wahrscheinlich eher zur Schwäche neigen wird.

Auch ein Blick auf den langfristigen Chart verrät, dass hier durchaus noch weiteres Abwärtspotenzial besteht. Die langfristige Aufwärtstrennlinie verläuft aktuell im Bereich um die 82,- Dollar. Die Topformation hat immer noch ein rechnerisches Kursziel (orange) von ca. 73,- Dollar und auch das offene Gap bei 75,- Dollar könnte eine mögliches Ziel der Bären sein. Möglicherweise startet nun also demnächst die dritte Abwärtswelle einer 5-Wellen-Korrektur (rot), nachdem die aktuellen Quartalszahlen und die Prognose vom Markt eingepreist worden sind. Wenn das so ist, dann wissen Sie spätestens jetzt wo die Kursziele der Aktie dann zu finden sind und das auch der Gesamtmarkt noch weiteres Korrekturpotenzial hat!

Entscheidet sich der Markt hingegen nun dafür diese Nachricht eher zu kaufen, muss man genau auf die Hürde bei ca. 104,- Dollar achten. Wird diese nachhaltig und deutlich überwunden, wird auch das Gesamtbild für die Apple Aktie wieder etwas bullisher. Bis dahin bleibt Vorsicht das oberste Gebot, wie bereits mehrfach hier im Blog erwähnt. Denn nach wie vor bestimmen neben der Entwicklung der großen Tech-Werte wie Apple andere Faktoren das Marktgeschehen denen sich nahezu keine Aktie entziehen kann..

Netflix, Walmart und ASML enttäuschen…

Die Berichtssaison in den USA läuft doch eher schleppend an. Die ohnehin schon im Vorfeld reduzierten Erwartungen werden teilweise deutlich enttäuscht. So geschehen unter anderem beim weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart. Die Aktie des Einzelhandels-Konzerns gab gestern nahezu zehn Prozent ab, nachdem sich die Aktie ohnehin bereits seit längerem in einem intakten Abwärtstrend befindet. Insbesondere der schwache Ausblick auf die kommenden Quartale, aufgrund eines zu starken Dollars, dürfte zu dieser Kursreaktion geführt haben. Die Wal-Mart Aktie befindet sich aktuell an der unteren Begrenzung des vorherrschenden Trendkanals, genau genommen sogar darunter…. Aus charttechnischer Sicht ist nun durchaus noch Luft bis in den Bereich zwischen 50 und  55,- Dollar. Hier sollte man dann aber wohl wieder langfristige Positionen aufbauen. In jedem Falle dürfte aber heute das Gap bei ca. 59,50 noch geschlossen werden!

Eine große Enttäuschung gab es gestern beim Streaming-Anbieter Netflix. Zwar konnte der Konzern weltweit 3,62 Neukunden für sein Programm begeistern, wegen der hohen Kosten für die Eigenproduktion und der stark vorangetriebene Expansion fiel der Gewinn aber deutlich geringer aus als erwartet. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ging der Ertrag von 59,3 auf 29,4 Millionen Dollar zurück und das bei einem gleichzeitig gesteigerten Umsatz von 1,74 Milliarden Dollar (Vorjahr 1,41 Milliarden). Die Netflix Aktie verlor nachbörslich fast sieben Prozent auf 94,- Dollar, erholte sich aber später wieder deutlich. Meine Meinung zu dem Titel bleibt unverändert… nahezu genauso überbewertet und überschätzt wie Tesla…! Ein „gesunder“ Chart sieht anders aus…

Netflix Chart seit IPO

Der niederländische Halbleiter-Ausrüster ASML setzte im letztren Quartal 1,55 Milliarden Dollar um und erzielte in diesem Zeitraum einen Gewinn in Höhe von 322 Millionen Dollar. Gegenüber dem zweiter Quartal gingen die Erlöse aber um 6,3 Prozent zurück. Das waren 13 Prozent weniger also in der vergleichbaren Vorjahres-Periode. Dennoch wurden die Erwartungen des Marktes damit um 2 Cent übertroffen. Die Erwartungen des Konzerns für das kommende Quartal belaufen sich nun auf einen Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar. Dabei wird aber der Ordereingang voraussichtlich deutlich sinken, die Bruttomarke bleibt bei ca. 45 Prozent nahezu stabil. Das gelieferte Zahlenwerk lässt erneut Spielraum nach unten für die Aktie. Nachbörslich gab der Titel um ca. 5 Prozent nach. Eine erste Haltemarke würde ich hier nun im Bereich 77,- bis 78,- Dollar sehen.

Vorsicht bei VW, BMW, Porsche und Co. – Daimler jetzt kaufen?

Es ist so einiges passiert in der deutschen Automobilbranche. Allen voran wären hier wohl die jüngsten Daten aus China zu erwähnen, die bei den Anlegern offensichtlich tiefes Stirnrunzeln verursacht haben. Ob zurecht oder nicht bleibt noch abzuwarten, aber die Entwicklungen an den chinesischen Börsen sind zumindest besorgniserregend und der Umgang der chinesischen Regierung mit diesem Problem einmal mehr bemerkenswert. Klar wird hier nun zumindest, dass das Wohl oder Wehe von exportstarken Unternehmen mit Schwerpunkt China deutlicher den Launen der chinesischen Staatsführung unterliegt als so manchem Anleger lieb sein kann. Ob das Auslaufmodell Planwirtschaft also auch für Aktionäre „planbare Ergebnisse“ liefern wird, bleibt eine grundsätzliche Glaubensfrage…!?

Bereits seit längerem geht man davon aus, dass gerade VW im Reich der Mitte demnächst Probleme bekommen könnte, oder bereits hat. Zusammen mit den aktuellen Schwierigkeiten in den USA stellt dies einen Cocktail dar, der gewisses Gefahrenpotenzial für die Zahlenvorlage in der kommenden Woche bietet. Der Aktienkurs spricht seit Monaten ebenfalls eine deutliche Sprache, auch wenn diverse Analysten immer noch auf ihren vor einem Jahr ausgegebenen Kurszielen beharren. Aber das kennen wir ja. Nicht selten laufen Analysten den Kursen hinterher wenn es nach oben geht und reduzieren die Kursziele viel zu spät, wenn (oder besser bevor) es abwärts geht. Hören Sie also besser nicht darauf und handeln Sie nur das was Sie sehen können.

VW Aktie Chart vor Q2 2015

Auch ich kann Ihnen nicht genau sagen  wo dieser Kursverlauf sein Ende finden wird, bevor es dann möglicherweise wieder aufwärts geht. Aber man kann verschiedene Möglichkeiten gedanklich durchspielen, was ich bereist vor Wochen getan habe und entsprechende Orders in mein System eingegeben habe. Soviel sei verraten, die erste dieser Orders wurde gestern knapp nicht ausgeführt. Inzwischen habe ich diese nun aber noch einmal nach unten angepasst, da ich einen Rutsch unter 180,- Euro für nicht mehr ausgeschlossen halte, falls ernsthafte Bremsspuren in der Bilanz zu finden sind.

Unabhängig davon hat Daimler gestern hervorragende Ergebnisse präsentiert, die man nicht ignorieren kann. Allerdings haben sich auch diese guten Zahlen nicht wirklich im Aktienkurs bemerkbar gemacht und so bleibt auch die Daimler Aktie zunächst im vorherrschenden Abwärtstrend gefangen. Die Tendenz geht also eher dahin gute Nachrichten zu verkaufen, was bedeutet, dass im Falle nicht so guter Nachrichten oder gar schlechter, wohl mit einem weiteren Abgabedruck zu rechnen ist. Es ist also grundsätzlich ratsam vor der Zahlenveröffentlichung der Daimler Konkurrenten VW, BMW, Audi und Porsche noch etwas Vorsicht walten zu lassen. Insbesondere bei den Aktien von VW und damit natürlich auch Porsche besteht auch aus charttechnischer Sicht noch weiters Abwärtspotenzial…!

Commerzbank – Gute Zahlen und mal wieder eine Kapitalerhöhung

Wie bereits vor einigen Monaten befürchtet, war es nicht die letzte Kapitalerhöhung bei der Commerzbank, die die Aktionäre heimsucht. Gestern am späten Abend verkündete die Bank dass man ca. 10 Prozent neue Aktien ausgeben will und dafür ca. 1,4 Milliarden Euro an frischem Kapital eingesammelt werden soll, welches dann wiederum zu Stärkung der Kapitaldecke beiträgt. Damit reagiere die Bank auf die strenger gewordenen Kapital-Anforderungen indem die Kernkapitalquote von 9,3 auf nunmehr 10 Prozent angehoben wird. Die neuen Aktien sollen unter Ausschluss des Bezugsrechts vorrangig an institutionelle Investoren vergeben werden.

Dementsprechend ist die Aktie des Geldhauses heute morgen deutlich unter Druck und dürfte wohl im Tagesverlauf weiter fallen. Nicht nur die weitere Verwässerung der ohnehin schon sehr dünnflüssigen Commerzbank Aktien wiegt dabei schwer, sondern viel mehr auch der Umstand dass es der Bank offenbar nicht gelingt auf operativer Ebene die Vorgaben der Basel III Regeln zu erfüllen. Man darf also durchaus gespannt sein, ob dies nun die vorerst letzte Kapitalerhöhung bei der Commerzbank gewesen ist oder nicht…?

Dass man für den neuerlichen Kapitalbedarf das „gute Börsenumfeld“ nutzen wolle, um diese Kapitalmaßnahme jetzt durchzuführen ist in meinen Augen ein eher peinlicher Erklärungsversuch. Dass man diesen Schritt nun erneut wagt, und dabei einmal mehr das Vertrauen der Anleger auf eine harte Probe stellt, indem man gleichzeitig gute Quartalszahlen veröffentlicht, ist hingegen durchaus clever. Operativ konnte die Commerzbank Ihren Überschuss in den ersten drei Monaten des Jahres auf 366 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Der Ertrag legte im gleichen Zeitraum um knapp ein Viertel auf 2,8 Milliarden Euro zu.

Die spannende Frage ist also heute, wie sehr die Anleger der Bank die neuerliche Verwässerung ihrer Altanteile übel nehmen werden, und welche charttechnischen Auswirkungen dies nun auf die künftige Entwicklung des Aktienkurses haben wird. Mit dem vorbörslichen Kursrutsch unter die Marke von 12,50 Euro ist noch nicht allzu viel Porzellan zerschlagen worden, geht es hingegen runter bis auf 11,85 Euro, wäre der aktuelle Aufwärtstrend der Aktie wohl erst einmal wieder beendet und ein Rückfall in den vorherrschenden Abwärtstrendkanal, wie hier beschrieben, droht.  Zudem hätten wir dann eine ähnliche Situation wie bei der Deutschen Bank Aktie, die gerade eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet hat. Noch ist es sicherlich zu früh hier eine abschließende Aussage zu treffen, aber der heutige Handelstag dürfte wegweisend sein..!

Tesla hat ernste Probleme…

Offenbar kämpft Tesla Chef Elon Musk momentan mit mehreren ernstzunehmenden Problemen. Allen voran wäre hier wohl die Meldung über lediglich 120 verkaufte Tesla Fahrzeuge im Januar in der Volksrepublik China zu nennen. Nach den USA sollte sich China nun zum zweitgrößten Absatzmarkt für die Elektroauto-Schmiede entwickeln – tut es aber nicht. Woran genau die mangelnde Kaufwilligkeit chinesischer Kunden liegt, kann nicht mir Sicherheit gesagt werden. Für Tesla jedoch entwickelt sich der schwache Absatz in China allmählich zum echten „Game Changer“ im negativen Sinne.

Die hochgesteckten Ziele, im Jahr 2020 bis zu 500.000 Fahrzeuge der Marke Tesla abzusetzen, müssen damit zumindest einmal mit einem ernsthaften Fragezeichen versehen werden. Momentan liefert Tesla rund 50.000 Fahrzeuge pro Jahr aus, oder besser gesagt ist das die Vorgabe für dieses Jahr, die erst noch erreicht werden muss. Meldungen zufolge hat die Tesla Führung nun den chinesischen Managern das Messer auf die Brust gesetzt und mit Entlassungen oder der Degradierung gedroht, wenn sich die Verkaufszahlen nicht schlagartig nach oben bewegen. Ob´s hilft müssen die nächsten Monate zeigen.

Eine weitere Pressemeldung darf man ebenfalls als sehr spannend empfinden. Offenbar wirbt Apple gerade Mitarbeiter des Autobauers ab, was vermuten lässt dass auch Apple Pläne haben könnte sich in diesem Zukunftsmarkt zu etablieren. In welcher Form dies allerdings geschehen wird ist noch reine Spekulation. Möglicherweise arbeiten die Kalifornier ebenfalls an einem selbstfahrenden Auto oder dergleichen. Ich gehe eher davon aus, dass zunächst das System CarPlay zur Marktreife gebracht werden soll. Dennoch ist der Mitarbeiterwechsel von ca 50 Angestellten Tesla hin zu Apple durchaus bemerkenswert und lässt zumindest einen gewissen Know-How-Transfer in Sachen E-Mobilität erwarten, der sich für Apple einmal mehr auszahlen wird…

Für heute sind erst einmal alle Augen auf die Quartalszahlen von Tesla gerichtet. Erwartet wird dass der Vorjahresgewinn je Aktie in Höhe von ca. 0,33 Dollar im vierten Quartal zumindest wieder erreicht wurde, was nebenbei bemerkt nicht gerade ein großer Wurf wäre. Für das Gesamtjahr gingen Analysten davon aus, dass im Geschäftsjahr 2014 ca. 35.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert wurden. Im Jahr 2013 waren es noch 22.500 Fahrzeuge. Allerdings wurde diese Prognose bereits im November auf ca 33.000 Einheiten korrigiert. Auch der Markteintritt für das langersehnte Model X wird immer weiter nach hinten verschoben was zusätzliche Unsicherheiten schafft, bzw. das Steigerungspotenzial beim Absatz und Gewinn deutlich drosselt.

Kurzum, die Vorgaben könnten besser sein. Man darf also gespannt sein was Elon Musk dieses mal wieder für ein großes, weißes Kaninchen aus dem Hut zaubern wird um die Menge zu begeistern… Ich persönlich würde mich mit einer Tesla-Position vor den Zahlen nicht unbedingt wohl fühlen, denn das Entäuschungspotenzial scheint durchaus gegeben zu sein. Zudem lockt auch die Charttechnik bei der Tesla Aktie nicht gerade zum Einstieg, sondern eher zum Abstieg, mit einer fünften Abwärstwelle in einem intakten Abwärtstrend…

Die letzten beiden Wellen hatten jeweils ein Potenzial von ca 60,- Dollar, womit wir im Falle einer dritten Welle tatsächlich in den von mir vor Monaten prognostizierten Bereich kommen würden.

Lanxess, Bilfinger, Vossloh – Nix für Weicheier…

Die Aktien der hier genannten Firmen bleiben auch weiterhin kräftig unter Druck, nachdem gestern und heute Neuigkeiten zu den aktuellen Zahlen veröffentlicht worden sind. Der Baukonzern Bilfinger kämpft auch nach dem etwas unrühmlichen Abgang von Roland Koch noch mit Altlasten, die tiefe Spuren in der Bilanz des Konzerns hinterlassen haben. Daraufhin ist die Aktie gestern regelrecht abgestürzt und setzt diesen Trend auch heute weiterhin dynamisch fort. Nach einer ersten Betrachtung des nun aktuellen Charts lässt sich vorab wohl nur festhalten, dass bei ca 42,30 Euro die erste Chance auf eine Stabilisierung besteht – mehr aber auch nicht! Insgesamt bleibt die Bilfinger Aktie mit dem jüngsten Kursverlauf eine der schlechtesten im Börsenjahr 2014 und es dürfte dem neuen Management einigermaßen schwer fallen das verloren gegangene Vertrauen nach mehreren Gewinnwarnungen wieder zurück zu gewinnen.

Bilfinger Aktie Chart Analyse

Das ganze Desaster der letzten Monate wird in diesem Chart sichtbar. Mit insgesamt drei kräftigen Abwärts-Gaps gab es für Langfristanleger hier wohl wenige Möglichkeiten überhaupt noch vernünftig aus dieser Position auszusteigen. Dementsprechend hoch dürfte nach wie vor auch der Leidensdruck bei den Anlegern sein, die sich auch weiterhin von diesem Verlustbringer trennen wollen. Das Aufwärtspotenzial schein vorerst begrenzt zu sein. Ein Abrutschen des Kurses bis auf die Unterstützungslinie bei 39,88 Euro halte ich für sehr wahrscheinlich, bzw. ist es durchaus auch möglich, dass der steile Abwärtstrend zumindest noch einmal von oben getestet wird, bevor dann Besserung eintritt. Dies wäre dann wohl erst im Bereich um die 37,50 Euro der Fall.

 

Vosslo Aktie Chart Analyse mit Trend

Eine ähnlich ungute Situation haben wir inzwischen bei der Vossloh Aktie, die ja zunächst kräftig angestiegen ist, dann aber bereits vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen schon wieder deutliche Schwäche signalisiert hat. Gestern fiel die Aktie nun unter das letzte Tief bei 44,56 Euro und hat damit ein kräftiges Verkaufssignal generiert. Auch hier warten nun aus charttechnischer Sicht eher Kurse unter 40,- Euro auf  Erfüllung als ein erneuter, schneller Anstieg. Bitte nicht zu früh ins fallende Messer greifen auch wenn ich persönlich weiterhin davon ausgehe, dass wir bald die schlechtesten Zeiten für diese Aktie gesehen haben könnten.

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Commerzbank – Es wird eng für die Bullen

Die Commerzbank konnte heute auf den ersten Blick besser als erwartete Zahlen verkünden. Deutschlands zweitgrößte Bank konnte erneut schwarze Zahlen für das abgelaufene Quartal vorweisen. Unterm Strich verblieben rund 200 Millionen Euro Gewinn, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust in Höhe von 98 Millionen Euro angefallen war. Dennoch ist die Aktie heute kräftig unter Druck und nähert sich damit einem aus charttechnischer Sicht kritischen Bereich. Analysten hatten im Vorfeld der Veröffentlichung mit knapp 231 Millionen Euro Überschuss gerechnet.

Positiv war auch der weitere Abbau der Immobilien-, Schiffs- und Staatskredite auf den ersten Blick. Zum Ende des Quartals schlummerten noch Papiere im Umfang von knapp 102 Milliarden Euro in der Bilanz der Bad Bank, was 14 Milliarden weniger als noch drei Monate zuvor ist. Der Bestand von Krediten und Papieren ist somit innerhalb eines Jahres um 29 Prozent gesunken, was durchaus eine sehr respektable Leistung ist. Allerdings rührt ein Teil der jüngsten Verbesserung auch hier nur daher, dass  das Management einige Wertpapiere und Schuldscheindarlehen wieder in die Kernbank überführte. Bis zum Jahr 2016 will die CoBa hier „nur“ noch 75 Milliarden Euro in den Büchern stehen haben…!

CoBa Chart mit Trends

Die charttechnische Lage bei der Aktie bleibt nach dem heutigen Kursrücksetzer angespannt. Auch wenn die Aussichten auf eine weitere Erholung und Gesundung der Bank durchaus gegeben sind muss man das aktuelle Chartbild mit etwas Vorsicht genießen. Mit dem heutigen Rutsch unter die Unterstützung bei ca. 12,60 Euro gerät nun die massive Unterstützungszone um die 11,86 Euro wieder in den Fokus der Anleger. Hält diese nicht, besteht weiteres deutliches Abwärtspotenzial. Als Orientierungshilfe für dann mögliche Kursziele dient die hier eingezeichnete rote Linie.

Bleibt die Commerzbank Aktie hingegen in den hier eingezeichneten blauen Trendkanal dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass wir demnächst einen erneuten Anlauf auf die Oberseite dieses Seitwärtstrends sehen werden. Die kurzfristige Marschrichtung ist somit relativ klar. Interessierte Anleger kaufen unter 12,-Euro (11,85 bis 11,95) mit Kursziel bei knapp 14,- Euro. Engen Stopp unterhalb des letzten Verlaufshochs bei 11,83 Euro unbedingt beachten! Dann u.U. auf die Short-Seite wechseln!?

Deutsche Bank – Gewinn runter, Aktie rauf

Der Gewinn der Deutschen Bank ist im ersten Quartal erneut rückläufig gewesen. Zur Freude der Aktionäre aber „nur“ um 30 Prozent und nicht wie im Vorfeld erwartet um 40 Prozent oder mehr. Die Ansprüche der Anteilseigner scheinen offenbar mit jedem Quartalsergebnis weiter zu sinken und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Aktie der Deutschen Bank heute vorbörslich mit zwei Prozent im Plus notiert. Die Gesamterträge waren ebenfalls um 11 Prozent auf 8,39 Milliarden Euro rückläufig. Schlecht, aber viel besser als befürchtet ist also die Kurz-Zusammenfassung des heute gelieferten Zahlenwerkes. Die DB Aktie dürfte somit heute im frühen Handel zu den Gewinnern gehören.

Es ist schon etwas traurig was aus Deutschlands Vorzeige-Bank und deren Aktie geworden ist, aber nach wie vor kämpft das Unternehmen mit sehr hohen regulatorischen Kosten, Prozessen und Skandalen. Zudem machten zuletzt Gerüchte die Runde dass die Deutsche Bank demnächst eine Mega-Kapitalerhöhung um bis zu 10 Milliarden Euro durchführen könnte. Die Kern-Kapitalqoute des deutschen Branchenprimus ist erneut leicht auf 9,5 Prozent gesunken. Ob diese Kapitalerhöhung kommen wird oder nicht kann somit nicht seriös prognostiziert werden, aber Fachleute gehen davon aus, dass diese Maßnahme bereits im Aktienkurs eingepreist wurde.

Ich bin da eher skeptisch ob sich eine Kapitalerhöhung in diesem Umfang einfach so im Vorfeld „einpreisen“ lässt! Wie auch immer,Im Vorfeld des EZB-Stresstests muss das eigene Kernkapital verbessert werden. Vorab hat man heute schon mal beschlossen ein Options-Genussschein in Milliardenhöhe zu emittieren.In mehreren Schritten sollen dann bis zu 5 Milliarden Euro zur Erhöhung des Kernkapitals eingesammelt werden. Damit gehe ich auch davon aus dass das Thema Kapitalerhöhung erst einmal vom Tisch sein sollte, was kurzfristig wiederum gut für den Aktienkurs ist. Sollte die Kapitalerhöhung in diesem Umfang also eingepreist worden sein, dann sehen wir heute eine deutliche Kursreaktion nachdem nun „nur“ 5 Milliarden Euro auf anderem Wege eingesammelt werden sollen.

Bevor Sie jetzt nun aber in Euphorie verfallen, sei noch angemerkt dass der US Finanzsektor im gestrigen Handel deutliche Schwäche gezeigt hat und somit grundsätzlich etwas Vorsicht geboten ist. Zudem war der Ausblick des Führungsduos Jain und Fitschen erneut eher verhalten. Aus der Konzernzentrale war lediglich zu vernehmen: „Man komme bei den 2015er Zielen Schritt für Schritt voran und liege in Schlüsselbereichen über Plan“…Soll heißen, der Weg zu nachhaltigen Steigerungen auf der operativen Seite, scheint noch lang zu sein…!

JA Solar, Yingli, Trina, Canadian Solar und Jinko Solar – Erst einmal Pause machen!

Gestern konnte das chinesische Solarunternehmen JA Solar überraschend gute Zahlen vorlegen und beflügelte damit einmal mehr den gesamten Sektor. Dabei waren die gelieferten Daten alles andere als berauschend, bedenkt man das es JA Solar nun erstmalig seit 10 Quartalen gelungen ist überhaupt wieder einen kleinen Gewinn auszuweisen. Der Umsatz wurde im Berichtszeitraum auf 357 Millionen Dollar gesteigert, Analysten hatten hier einen Wert von 292 Millionen Dollar erwartet. Der Gewinn legte auf 0,16 Dollar je Aktie zu, was auch dank einer deutlich verbesserten Bruttomarge von numehr 15 Prozent möglich war. Aus meiner Sicht noch ein Grund in Euphorie zu verfallen, solange sich dieses Ereignis möglicherweise als Eintagsfliege entpuppen könnte. Eine Bestätigung dieser positiven Tendenz steht also noch aus, bzw. muss mit den nächsten Quartalszahlen geliefert werden. Erst dann kann man wohl von einem „echten“ Turnarround ausgehen..!

Der Markt ließ sich im späteren Handel das Zahlenwerk offensichtlich auch noch einmal durch den Kopf rauschen, die Tagesgewinne wurden fast vollständig wieder abgegeben, und die Aktie schloss letztlich mit einem kleinen Plus von nur noch zwei Prozent. Zuvor konnte der Titel um über 10 Prozent in die Höhe schießen und zog somit auch den gesamten US-Solarsektor mit nach oben. Trotz aller Skepsis muss man hier wohl anerkennen, dass die Aktie nun aus dem abwärts gerichteten Trendkanal nach oben ausgebrochen ist, wenn auch bislang nur sehr knapp und wenig überzeugend. Ein Rückfall unter die 11,- Dollar Marke macht das Szenario umgehend wieder hinfällig. Der heutige Handelstag dürfte somit deutlich mehr Aussagekraft haben als die Erstreaktion gestern!

Aus meiner Sicht bleibt hier nun festzuhalten, dass die Dynamik in dem gesamten Sektor zuletzt deutlich nachgelassen hat, was eine weitere Korrektur sehr wahrscheinlich werden lässt. Die ehemaligen Highflyer Jinko Solar und Canadian Solar haben beide Doppeltops ausgebildet und befinden sich seitdem auf dem Rückzug, ebenso wie die Yingli Green Energie Aktie, die den abwärts gerichteten Keil kürzlich nach unten verlassen hat. Yingli ist wahrscheinlich auch die erste Aktie aus dem Sektor die über die Klippe stürzt… Die Trina Solar Aktie ist kurz davor ebenfalls nach unten abzutauchen. Nach mehreren hundert Prozent Kurszuwachs benötigt der chinesische Solarsektor nun einfach mal wieder eine kleine Verschnaufpause, die man durchaus als gesund bezeichnen kann.

Es ist also nicht unbedingt an der Zeit sich in diesem Sektor nun noch allzu weit aus dem Fenster zu lehnen, da die Wahrscheinlichkeiten für eine weiterführende Korrektur aus meiner Sicht momentan deutlich höher sind als ein starker Anstieg. Intraday-Trades machen aber, insbesondere bei der JinkoSolar Aktie, immer wieder Sinn und können auch weiterhin eingegangen werden. Nach einer nun möglichen Korrektur dürfte auch der gesamte Sektor dann wieder interessante sein.

Deutsche Bank – überraschend stark nach katastrophalen Zahlen!

Die Aktie der Deutschen Bank ist heute nach der Zahlenvorlage zunächst kräftig unter Druck gekommen, hält sich aber im weiteren Verlauf überraschend stark. Anshu Jain hatte ja bereits angekündigt, dass mit einem schwachen Ergebnis bei den Quartalszahlen zu rechnen ist, dass dieses allerdings so schwach ausfällt dürfte doch den ein oder anderen Anleger überrascht haben… Insbesondere die Rückstellungen für die juristischen Auseinandersetzungen des Bankhauses, haben den Gewinn regelrecht pulverisiert. Im letzten Quartal wurden weitere 1,2 Milliarden Euro für diverse Rechtsstreitigkeiten rückgestellt, womit diese Position nun inzwischen mit stolzen 4,1 Milliarden Euro in der Bilanz steht.

Je Aktie ist im vergangenen Quartal ein Überschuss von 0,04 Euro angefallen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 0,80 Euro je Anteilsschein. Insgesamt ist der Gewinn des deutschen Branchenprimus damit von 754 Millionen Euro auf nur noch 51 Millionen Euro zusammengeschmolzen, was einem Rückgang von satten 93 Prozent entspricht! Auch der Gesamtertrag ist von 8,65 Milliarden Euro auf knapp 7,75 Milliarden Euro zurück gegangen. Die Risikovorsorge des Geldhauses fiel geringer aus als noch drei Monate zuvor, die Kernkapitalquote beziffert die Deutsche Bank aktuell auf 9,7 Prozent.

DB Chart mit Trends

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Soweit zu den Fakten… offenbar haben Deutsche Bank Anleger aber inzwischen ein ziemlich dickes Fell, denn der Aktienkurs gab nur kurzzeitig etwas nach. Die Deutsche Bank Aktie hat damit einen weiteren Schock erneut souverän verdaut. Wie man in dem Chart sehen kann, hat sowohl der kurzfristige Aufwärtstrend (schwarz) gehalten, als auch die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends (hellgrün). Vorausgesetzt das bleibt so, befindet sich der Titel somit immer noch in einer hervorragenden Position um bald das zulaufende Dreieck nach oben zu verlassen.

Die spannende Frage ist nun wie die Analysten auf das Zahlenwerk reagieren werden. Die Aktie einfach nur weiterhin als fundamental günstig einzustufen, dürfte nach diesem Quartalsbericht wohl eher ein gewagtes Argument für den Kauf des Titels sein. Aus rein charttechnischer Betrachtung ergibt sich aber weiterhin ein unverändert freundliches Bild.

Mann muss die gelieferten Zahlen der Deutschen Bank sicherlich nicht begeistert feiern, aber die heutige Stärke sollte man respektieren. Sollte die Aktie also demnächst wieder über der blauen Unterstützungslinie bei 35,68 Euro notieren, wäre aus heutiger Sicht ein baldiger Ausbruch nach oben sehr wahrscheinlich, da nun alle schlechten Nachrichten im Kurs verarbeitet wurden. Frei nach dem Motto…“Schlechter gehts nimmer!“, könnte sich ein kurzfristiger Einstieg in die Aktie somit nun lohnen. Ein Stopp in der Nähe der Unterstützung bei 32,- Euro sichert ab!

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