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Apple – wohin geht die Reise?

Die Apple Aktie ist seit Tagen wieder unter Druck und hat zuletzt den steilen Aufwärtstrend wieder verlassen. Dabei wurde auch die langfristige Aufwärtstrend-Linie bei ca. 472,- Dollar wieder nach unten gebrochen, was zunächst einmal ein sehr negatives Zeichen ist. Kurzfristig befindet sich die Aktie damit also erst einmal wieder im Verkaufs-Modus. Dennoch bleibt aus meiner Sicht damit weiterhin alles offen und man sollte als Apple Bulle nicht gleich die berühmte Flinte ins Korn werfen. Nach dem vorangegangenen Absturz ist eine solche „Findungsphase“ nicht unüblich. Wichtig ist nun aus charttechnischer Sicht, dass der grundsätzlich positive Trend gehalten werden kann. Um das etwas zu veranschaulichen habe ich Ihnen hier mal die wichtigsten Wegpunkte im Chart markiert:

Apple Chart Trendkanal

Demnach könnte sich also nun zunächst einmal der hier eingezeichnete Aufwärtstrend etablieren. Hierzu muss der Aktienkurs aber zwingend spätestens an der unteren Begrenzung dieses Trends, bie ca. 454,- Dollar  wieder nach oben drehen. Geschieht dies nicht, ist auch vorstellbar dass sich hier eine neue Schulter-Kopf-Schulter Formation etabliert hat, die dann noch einmal deutlich tiefere Kurse bis in den Bereich um die 440,- Dollar produzieren könnte. Ich persönlich gehe aber davon aus dass der Trendkanal hält, und wir hier kurzfristig wieder schöne Einstiegskurse sehen werden.

Von der Nachrichtenseite gibt es ebenfalls Interessantes zu berichten. So wurde am Wochenende bekannt, dass sowohl Investmentlegende George Soros als auch der Hedgefond Manager David Einhorn ihre Positionen in der Apple Aktie kürzlich kräftig aufgestockt haben. Einhorn, der Apple gerade auf eine stärkere Beteiligung der Aktionäre an den enormen Barreserven des Konzerns verklagt, geht offensichtlich davon aus dass er mit seinem Vorhaben erfolgreich sein wird. Erste Wirkungstreffer konnte der smarte Investor bereits erzielen. Tim Cook zeigte sich in der letzten Woche zumindest einsichtig und gesprächsbereit. Die Einführung von entsprechenden Vorzugsaktien lehnt man bei Apple jedoch zunächst ab.

Dem Aktienkurs würde eine kurzfristige Einigung der beiden Parteien sicherlich auf die Sprünge helfen und Apple damit vom Wachstumsunternehmen zum Value Investment mutieren, dessen Aktien dann von vielen Fonds wieder langfristig ins Depot gelegt werden…! Sollte sich Apple also demnächst zu einer entsprechenden Dividendenpolitik durchringen können, werden Kursschwankungen, wie wir Sie zuletzt gesehen haben, dann wohl künftig eher der Vergangenheit angehören. Der Einstiegszeitpunkt könnte also für Investoren, die die Apple Aktie langfristig halten wollen, deutlich schlechter sein. Die Story bleibt in jedem Fall extrem spannend…unabhängig von den Spekulationen über die künftigen Gewinnmargen oder Marktanteile des Konzerns.

Cash is king!

heute kann ich leider nur sehr kurz zu den aktuellen Vorgängen an den Börsen Stellung nehmen, weil ich leider immer noch nicht wieder über einen Internetzugang verfüge. Ich gehe aber fest davon aus, dass sich dies in den kommenden Tagen ändern sollte.

Der Freitag war mal wieder nichts für schwache Nerven. Die Dynamik des erneuten Ausverkaufe an den Finanzmärkten sollte einem schon zu denken geben. Trotz aller Bemühungen der EZB und der Rettungsmaßnahmen für Griechenland stürzt der Kurs des Euro ins scheinbar Bodenlose und reißt damit natürlich auch die Aktienkurse mit nach unten. Inzwischen sind wir am 18 Monats Tief angekommen. Die Aussagen von Josef Ackermann halte ich für bedenklich, ebenso wie die jüngsten Äußerungen von Jean Claude Trichet, der diese Krise als die schlimmste seit dem ersten Weltkrieg bezeichnete.

Möglicher Weise hat der EZB Chef damit recht, dennoch dürften sich die Rahmenbedingungen zur Bewältigung einer solchen Krise inzwischen doch etwas geändert haben. Nach wie vor ist extreme Vorsicht angebracht und auch einen weiteren Ausverkauf halte ich in der kommenden Handelswoche für möglich. Ungefähr ein Drittel meiner offenen Positionen hat sich am Freitag per Stopp-Loss wieder aus meinem Depot verabschiedet, ein weiteres Drittel habe ich dann vorübergehend erst einmal verkauft und warte nun ab bis die Lage sich etwas beruhigt.

Erst wenn der Verfall des Euro gestoppt werden kann dürften sich auch die Märkte wieder beruhigen und entsprechend stabilisieren. Grundsätzlich bin ich eher der Meinung, dass der Boden nun nicht mehr weit entfernt sein sollte. Auch aus charttechnischer Sicht spricht vieles bei Kursen von 1,22 bis 1,24 für eine Bodenbildung der europäischen Leitwährung. Dennoch darf man die derzeitige Panik nicht unterschätzen. Bricht auch diese Marke und hält die Dynamik dieser Bewegung entsprechend an,  sind sogar Umtauschverhältnisse von 1,05 Euro je Dollar noch möglich.

Erwähnenswert sind sicherlich auch noch zwei weitere Nachrichten, die am Wochenende Schlagzeilen gemacht haben, und hier hat mich neben den Unruhen in Bangkok, die für eine Destabilisierung der gesamten Region sorgen könnten, die Ankündigung Arnold Schwarzeneggers beunruhigt nun starke Kürzungen im Solzialsektor vornehmen zu wollen, da diese einfach nicht mehr finanzierbar seien. Schon seit längerem ist bekannt, dass Kalifornien sich in einer Schieflage befindet. Nun scheint hier ähnliches zu passieren wie in Griechenland, mit dem feinen Unterschied, dass die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft um ein vielfaches dramatischer wären.

Bleiben Sie also vorsichtig und halten Sie vorerst möglichst viel Cash, der nächste Anstieg kommt bestimmt, wann kann aber wohl keiner im Moment so genau sagen. Allerdings ist dann auch eine heftige Erholungsrally wieder möglich die wir wieder nutzen werden..

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