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Klöckner & Co. im stahlharten Abwärtstrend, Kursziel unter 7,- Euro?

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere Investors Inside Leser daran, dass ich vor fast zwei Jahren vor allzu viel Euphorie wegen der Übernahmegerüchte der Klöckner & Co. AG durch den Finanzinvestor Albrecht Knauf gewarnt hatte. Seitdem befindet sich die Aktie nun in einem mustergültigen Abwärtstrend. Zuletzt habe ich noch einmal darauf hingewiesen dass die Klöko Aktie maximal eine Halteposition ist, die aber durchaus noch ordentliches Risikopotenzial besitzt. Leider haben sich die damaligen Befürchtungen dann bewahrheitet, nachdem die Aktie inzwischen auch noch unter die wichtige Unterstützung bei 8,- Euro gefallen ist…

Die Klöckner Aktie im klaren Abwärsttrend

Von einer nachhaltigen Trendwende ist hier auch nach der jüngsten Zahlenveröffentlichung immer noch nicht viel zu sehen und Firmenlenker Gilbert Rühl warnte zuletzt erneut vor schwierigen Zeiten für den Stahlhändler. Das langfristige Chartbild ist somit stimmig mit der Entwicklung des Unternehmens, wie ich bereist in dem Artikel vom 21.06.2013 dargestellt habe. In diesem Zuge möchte ich gerne noch einmal darauf verweisen diesen Artikel zu lesen in dem ich ein Kursziel von nur noch 5,70 Euro als Worst-Case-Szenario ausgemacht hatte – wenn die Marke von 8,- Euro nachhaltig unterschritten wird. Nicht dass ich nun zwingend von einem solchen Kursziel ausgehen würde, aber man sollte es vielleicht im Hinterkopf behalten.

Aktuell stellt sich die Situation wie folgt dar… Die Aktie befindet sich gerade innerhalb der fünften Welle eines intakten Abwärtstrends, deren Kursziel mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo im Bereich zwischen 7,- Euro und 6,50 Euro liegt. Spätestens hier sollte es dann zu einer deutlichen Gegenbewegung kommen. Erste vorsichtige Käufe wären u.U. dann mit dem maximalen Risiko von ca. 5,70 Euro im Hinterkopf wieder möglich. Vorher sollte man diese Aktie aus meiner Sicht besser nicht anfassen. Es sei denn es werden kurzfristig wieder Kurse über 9,- Euro erreicht. Doch danach sieht es momentan wirklich nicht aus..!

Klöckner & Co. – wenig Phantasie für steigende Kurse

Auch in diesem Jahr wird der Stahlhändler Klöckner & Co. wohl aller Voraussicht nach rote Zahlen schreiben…Der Finanzvorstand Markus Ketter hat in einem Interview am Wochenende gesagt, dass sein Unternehmen noch ein sehr starkes zweites Halbjahr benötigen würde um überhaupt ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen zu können. Damit  sind die Vorgaben für die Aktionäre wohl auch jetzt schon relativ klar. Denn von einer deutlichen Belebung in der Stahlbranche kann man wohl auch in den kommenden 6 Monaten nicht unbedingt ausgehen. Gerade im krisengeschütelten Europa sind die Bestellungen weiterhin rückläufig und die Preise verharren auf niedrigem Niveau. Dieser Faktor lässt sich höchstwahrscheinlich auch nicht durch stärkere Umsätze in Nordamerika kompensieren.

Um den Finanzinvestor Albrecht Knauf ist es ebenfalls ruhig geworden. Viele Anleger hatten wohl darauf gehofft, dass hier bald weitere Details an die Öffentlichkeit dringen werden. Weitere Käufe von großen Aktienpaketen würden den Aktienkurs zudem gut nach unten absichern…allerdings war davon zuletzt nicht viel zu erkennen. Wie hier schon zuvor berichtet, gehe ich davon aus dass die Holding von Herrn Knauf ebenfalls daran interessiert ist, einen möglichst günstigen Einstandskurs für weitere Anteile zu erzielen. Man sollte sich also nicht allzu viel Unterstützung für die Aktie erhoffen, wenn auch die Spekulation einer größeren Beteiligung an Klöckner & Co. oder gar Übernahme grundsätzlich interessant bleibt.

Die letzte Erholungsbewegung bei der Aktie würde ich persönlich somit eher als rein technisch bedingt betrachten. Der kurzfristige Abwärtstrend bleibt auch nach dem letzten Anstieg voll intakt. Erst bei Kursen über 9,35 Euro wäre ein Ausbruch nach oben tatsächlich wieder möglich. Die aktuelle Unterstützungslinie verläuft hingegen bei ca. 8,25 Euro. Sollte diese irgendwann fallen, sind aus charttechnischer Sicht dann sogar noch einmal Kurse im Bereich zwischen 6,50 und 7,- Euro zu erwarten. Die Klöckner Aktie bleibt daher für mich auch weiterhin erst ein Kauf zu nochmals deutlich niedrigeren Kursen, im Zuge einer Korrektur des Gesamtmarktes. Insgesamt bietet der Titel auf Sicht der nächsten Monate wenig Phantasie für deutlich steigende Kurse.

Klöckner & Co. – Eine hübsche Braut in rot ?

Der Stahlhändler Klöckner & Co. ist im letzten Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Vor allem wegen der schwachen Stahlnachfrage in Europa und des weiter anhaltenden Preisdrucks in der Stahlbranche, aber auch aufgrund von hohen Restrukturierungskosten, musste der Konzern einen Fehlbetrag in Höhe von 195 Millionen Euro verbucht. Bereits im Vorjahr hatte KlöCo einen Gewinn von „nur“ zwölf Millionen Euro erzielt, was die Aktionäre damals reihenweise aus der Aktie fliehen ließ. Bis heute hat sich der Aktienkurs davon eigentlich nicht nennenswert erholt. Analysten sind im Schnitt von einem Verlust in Höhe von 140 Millionen Euro ausgegangen. Der Umsatz konnte durch den Zukauf des US Händlers MacSteel um 4,1 Prozent auf 7,388 Milliarden Euro gesteigert werden. Dennoch sank das operative Ergebnis von 217 auf 62 Millionen Euro.

Auffällig dabei war das insbesondere das letzte Quartal des Jahres zu diesem hohen Verlust beigetragen hat. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis erfüllten die Erwartungen nicht und damit zeigt der Trend eindeutig weiterhin nach unten. Unternehmenschef Gisbert Rühl versprühte heute mal wieder etwas mehr Optimismus, indem er für das laufende Jahr Licht am Ende des Tunnels sieht und ein positives Konzernergebnis für 2013 erwartet. So richtig überzeugend finde ich diese Prognose nicht, denn das Licht sieht Herr Rühl schon länger, aber der Tunnel ist offensichtlich seeeeeehr lang…

Man darf also durchaus gespannt sein wie sich die Veröffentlichung des Zahlenwerkes heute auf den Aktienkurs auswirken wird. Letztlich könnten die Spekulationen um die Übernahme weiterer Aktienpakete durch den Gips-Milliardär Albrecht Knauf wahrscheinlich das Schlimmste verhindern. Der Baustoff-Unternehmer hat seine Beteiligung in Höhe von 7,82 Prozent an der Klöckner & Co AG bislang als strategisches Investment bezeichnet und angekündigt diesen Anteil weiter aufstocken zu wollen. Der Markt spekuliert indes auf eine Fusion oder gar Übernahmen von Klöckner durch Knauf Interfer. Sollte diese Spekulation allerdings bald aus dem Klöckner Aktienkurs entweichen, da es sich wirklich nur um eine strategische Beteiligung der Knauf Gruppe handelt, dürften auch die heute veröffentlichten Zahlen im Kurs spätestens dann eingepreist werden. Vielleicht ja auch schon früher…?

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Ist der Kursanstieg bei Klöckner & Co nur ein „One Day Wonder“?

Bei dem Stahlhändler Klöckner & Co sind seit gestern Übernahmegerüchte im Umlauf, nachdem bekannt wurde dass der Essener Stahlhändler Interfer sich mit 7,82 Prozent an den Duisburgern beteiligt hat. Die KlöKo Aktie schloss daraufhin um 15,71 Prozent höher als am Vortag. Ob dieser Kurssprung gerechtfertigt ist, und es sich hier tatsächlich um eine  mögliche Übernahmen des Stahlhändlers durch die von Albrecht Knauf kontrollierte Interfer Holding handeln könnte, werden wir wohl erst in ein paar Wochen oder Monaten erfahren. Für meinen Geschmack ist der Kursanstieg aufgrund bloßer Vermutungen übertrieben, denn die Familie Knauf dürfte hier lediglich eine weitere strategische Beteiligung eingegangen sein. Das Gesamtvermögen der Familie Knauf wird auf ca 2,5 Milliarden Euro geschätzt, wovon wesentliche Teile in einem der führenden deutschen Baustoff- Hersteller investiert sind. Eine Komplettübernahme der Klöckner & Co. AG mit einem möglichen Kaufpreis von über einer Milliarde Euro dürfte sich schon aus diesem Grund schwierig gestalten..

Die Anleger haben hier wohl eher gesehen was sie sehen wollen und nicht das was tatsächlich sein wird. Ausschließen kann man eine Übernahmen freilich nicht, aber ich persönlich gehe eher davon aus dass Klöckner irgendwann von einem wirklich großen Player in der Branche übernommen werden könnte. Die Cash Position des Unternehmen ist neben dem operativen Geschäft immer noch so groß und attraktiv für den Übernehmenden,  dass Klöckner grundsätzlich ein heißer Übernahmekandidat bleibt. Die Familie Knauf dürfte sich schon heute für genau dieses Szenario positioniert haben, was ich durchaus als intelligenten Schachzug bezeichnen würde, denn Klöckner wird bereits seit Jahren als heißer Übernahme-Kandidat gehandelt. Grundsätzlich hat sich also seit gestern nicht viel an der Situation des Unternehmens geändert! Man darf gespannt sein wie sich der Aktienkurs in den kommenden Tagen entwickeln wird…

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