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Die Luft wird jetzt sehr dünn für Dialog…

Wegen der mehrfachen Anfragen hier ein kurzes TradingUpdate: Ein kurzer Blick auf die Aktie von Dialog Semiconductor verrät, dass es nun ganz schön eng wird für die Bullen. Nachdem die Übernahme von Atmel nun entschieden wurde, scheint die Luft aus der Aktie einfach raus zu sein. Der Markt will offenbar erst einmal sehen welche Konsequenzen daraus, neben der enormen finanziellen Belastung, tatsächlich entstehen. Zudem benötigen Übernahmen dieser Art einfach eine gewisse Zeit. Die Integration des gekauften Unternehmens wird dauern und zudem wahrscheinlich erst einmal eine Menge Geld kosten. Die aktuelle Schwäche der Apple Aktie schafft zudem ebenso wenig Vertrauen darauf, dass es hier demnächst wieder aufwärts gehen könnte…

Die Dialog semiconductor Aktie bleibt unter Druck

Mit dem heutigen Kursrutsch unter die Unterstützungslinie besteht nun die Gefahr, dass die Aktie in den kommenden Wochen weiter abtauchen wird. Gelingt es kurzfristig also nicht die Aktie wieder über die wichtige Marke von 32,50 Euro zu hieven und fällt diese auch noch unter die Unterstützung bei ca. 31,47 Euro, dann droht ein weiterer Kursrutsch in Richtung 26,50 Euro oder tiefer. Bei ca. 27,50 Euro ist das 76,40er Fibonacci Retracement zu finden, dass ebenfalls Unterstützung bieten könnte. Einen Test der horizontalen Unterstützung bei ca. 26,50 Euro halte ich jetzt aber für das wahrscheinlichste Szenario. Der Abwärtstrend ist weiterhin absolut intakt!

Netflix, Walmart und ASML enttäuschen…

Die Berichtssaison in den USA läuft doch eher schleppend an. Die ohnehin schon im Vorfeld reduzierten Erwartungen werden teilweise deutlich enttäuscht. So geschehen unter anderem beim weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart. Die Aktie des Einzelhandels-Konzerns gab gestern nahezu zehn Prozent ab, nachdem sich die Aktie ohnehin bereits seit längerem in einem intakten Abwärtstrend befindet. Insbesondere der schwache Ausblick auf die kommenden Quartale, aufgrund eines zu starken Dollars, dürfte zu dieser Kursreaktion geführt haben. Die Wal-Mart Aktie befindet sich aktuell an der unteren Begrenzung des vorherrschenden Trendkanals, genau genommen sogar darunter…. Aus charttechnischer Sicht ist nun durchaus noch Luft bis in den Bereich zwischen 50 und  55,- Dollar. Hier sollte man dann aber wohl wieder langfristige Positionen aufbauen. In jedem Falle dürfte aber heute das Gap bei ca. 59,50 noch geschlossen werden!

Eine große Enttäuschung gab es gestern beim Streaming-Anbieter Netflix. Zwar konnte der Konzern weltweit 3,62 Neukunden für sein Programm begeistern, wegen der hohen Kosten für die Eigenproduktion und der stark vorangetriebene Expansion fiel der Gewinn aber deutlich geringer aus als erwartet. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ging der Ertrag von 59,3 auf 29,4 Millionen Dollar zurück und das bei einem gleichzeitig gesteigerten Umsatz von 1,74 Milliarden Dollar (Vorjahr 1,41 Milliarden). Die Netflix Aktie verlor nachbörslich fast sieben Prozent auf 94,- Dollar, erholte sich aber später wieder deutlich. Meine Meinung zu dem Titel bleibt unverändert… nahezu genauso überbewertet und überschätzt wie Tesla…! Ein „gesunder“ Chart sieht anders aus…

Netflix Chart seit IPO

Der niederländische Halbleiter-Ausrüster ASML setzte im letztren Quartal 1,55 Milliarden Dollar um und erzielte in diesem Zeitraum einen Gewinn in Höhe von 322 Millionen Dollar. Gegenüber dem zweiter Quartal gingen die Erlöse aber um 6,3 Prozent zurück. Das waren 13 Prozent weniger also in der vergleichbaren Vorjahres-Periode. Dennoch wurden die Erwartungen des Marktes damit um 2 Cent übertroffen. Die Erwartungen des Konzerns für das kommende Quartal belaufen sich nun auf einen Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar. Dabei wird aber der Ordereingang voraussichtlich deutlich sinken, die Bruttomarke bleibt bei ca. 45 Prozent nahezu stabil. Das gelieferte Zahlenwerk lässt erneut Spielraum nach unten für die Aktie. Nachbörslich gab der Titel um ca. 5 Prozent nach. Eine erste Haltemarke würde ich hier nun im Bereich 77,- bis 78,- Dollar sehen.

Bilfinger – Unmittelbar vor der Entscheidung

Die Bilfinger Aktie ist nach der kleinen Erholung, die wir zuletzt gesehen haben, offenbar wieder auf dem Wege zu neuen Tiefen. Die technische Gegenbewegung  nach den starken Verlusten Anfang Mai wurde inzwischen vollständig wieder abverkauft und auch die Short-Quote einiger Hedgefonds ist immer noch verdächtig hoch. Für die arge gebeutelten Bilfinger Aktionäre bleibt damit nur noch die letzte Hoffnung auf eine baldige Bodenbildung und einen erneut starken Anstieg der Aktie, die dann einen W-Formation darstellt. Andernfalls drohen deutlich tiefer Kursregionen, die wohl niemand nach vor einem Jahr für möglich gehalten hätte…

Mögliche W-Formation bei Bilfinger

Deutlich zu sehen ist das durch die letzte Gewinnwarnung ausgelöste Gap dass zusammen mit der Kurslücke vom Februar diesen Jahres ein sogenanntes Island Gap gebildet hat. Diese Chartformation gilt allgemein als starkes Verkaufssignal. Und so verwundert es auch nicht das der folgende Kursverlauf gen Süden äusserst dynamisch verlaufen ist. Der Stabilisierungsversuch bei ca.  38,- Euro ist aktuell in ernsthafter Gefahr, wobei immer noch die Möglichkeit besteht dass sich hier eine sogenannte W-Formation ausbildet, die dann wieder kaufenswert wäre.

Aktuelle befinden wir uns noch erneut an der Untergrenze der hier im Blog schon mehrfach erwähnten Keilformation. Verschiedene Projektionslinien deuten aber auch darauf hin, dass im Falle eines Bruchs dieser Linie dann mit einem baldigen erreichen der Marke von rund 35,- Euro zu rechnen ist. Sogar ein Ansteuern der ursprünglichen Unterseite der Keilformation wie hier beschrieben, wäre dann denkbar. Abschließend bleibt also festzuhalten, dass die Bilfinger Aktie unmittelbar vor genau dieser Entscheidung stehen dürfte. Dementsprechend ist hier konsequentes Handeln in beide Richtungen angesagt..!

Deutsche Bank – Analyse einer möglichen Trendwende

Die Aktie der Deutschen Bank hat in der jüngsten Vergangenheit sicherlich nicht umbedingt für Freudentränen bei den Anlegern gesorgt. Dennoch zeiht der aktuelle Chart nun erstmals wieder freundliche Signale, die demnächst wieder etwas höhere Kurse erwarten lassen. Nicht dass man hier nun allzu euphorisch werden sollte, aber es besteht zumindest mal wieder die Aussicht auf Besserung und vielleicht sogar die Möglichkeit dass sich die Aktie irgendwann demnächst wieder über der 30,- Euro Marke befindet…

Deutsche Bank Analyse einer möglichen Trendwende

Wie man in dem Chart sehen kann ist die DB Aktie zuletzt deutlich und dynamisch angestiegen. Aktuell befinden wir uns nun im Bereich des letzten Verlaufshoch vom Oktober, dass wieder scharf abverkauft wurde. Gelingt es nun die Aktie über diese Marke zu heben, besteht somit aus meiner Sicht durchaus die berechtigte Hoffnung dass die Aktie dann im Anschluss wieder an die obere Begrenzung, der hier eingezeichneten „broadening Wedge“, herablaufen könnte. Eine ernsthafte Umkehrformation hätten wir damit dann zwar immer noch nicht, aber in diesem Bereich bestünde zumindest die realistische Möglichkeit, dass der Titel diese Chartformation anschließend nach oben verlässt.

Letzte Woche musste man sich hingegen noch ernsthafte Gedanken darüber machen ob wir die 20,- Euro noch unterschreiten werden. Nun wird die Hürde bei 26,- Euro darüber entscheiden ob wir diesen finsteren Gedanken verwerfen können… Das ist doch schon mal was!

Deutsche Bank Aktie – Nach Rückkehr in den Aufwärtstrend kaufen?

Die Kursbewegungen bei der Aktie der Deutschen Bank hatte ja bereits in den letzten Tagen schon relativ deutlich auf eine Trendwende hingedeutet, was hier bei uns auf Investors Inside auch rechtzeitig und mehrfach diskutiert wurde. Bereits der Ausbruch aus der Keilformation vor ein paar Tagen war ein erster Hinweis darauf, das Überschreiten der Widerstandslinie bei 25,65 Euro dann die Bestätigung. Nun ist die Trendwende vollzogen, bzw. die Bodenbildung abgeschlossen und es darf gefragt werden wie es hier nun weiter gehen könnte. Denn mit dem heutigen Anstieg auf ca. 26,60 Euro hat die Aktie den Sprung in den zuvor existenten Aufwärtstrend wieder geschafft, wie man in dem Chart nun deutlich sehen kann.

DB Chart Analyse Trendwende

Die nächste nennenswerte Hürde stellt nun der Bereich zwischen 27,13 und 27,45 Euro dar. Kann auch dieser Überwunden werden ist der Weg zunächst frei bis an die obere Begrenzung des hier eingezeichneten Trends bei ca. 28,50 Euro. Letztlich gehe ich dann (mal wieder! 😉 ) davon aus, das dann im Anschluss zumindest die offene Kurslücke bei 28,81 Euro noch geschlossen werden dürfte, bevor sich die DB Aktie dann u.U. erneut für einen Richtungswechsel entscheidet. Ein erneuter Rückfall der Aktie unter den hier dargestellten Trend wäre kurzfristig kein Beinbruch, da auch hier noch ein paar offene Kurslücken zu finden sind. Interessant ist nun der jeweilige Schlussstand auf Tagesbasis.

Spätestens unterhalb der 25,- Euro Marke sollte aber der Stopp gesetzt werden. Es sieht also mal wieder ganz gut aus bei der permanent verprügelten Aktie des deutschen Branchenprimus. Etwas nachdenklich stimmt einzig der letzte Insiderverkauf von 28.633 Aktien zu 33,30 Dollar. Entweder hat der Nordamerika CEO der Deutschen Bank, Jacques Brand ein echt mieses Timing, oder aber wir müssen uns bald wieder auf fallende Kurse bei der Aktie einstellen, weil u.U. ein neuer Skandal auf die Stimmung drückt, von dem wir heute noch nichts wissen. Vorsicht bleibt hier somit nach wie vor angebracht, aber die Chancen dürften die Risiken so langsam überwiegen.

Deutsche Bank – Geht sie doch noch runter bis 22,- Euro?

Die leichte Erholung der letzten Tage bei der Aktie der Deutschen Bank hat sich mal wieder als nicht nachhaltig erwiesen. Während die amerikanischen Branchenkollegen weiterhin ungehemmt viel Geld verdienen kämpft das deutsche Bankhaus weiterhin mit seinen Altlasten. Immer neue Probleme und Ärger mit verschiedensten Aufsichtsbehörden lassen den Aktienkurs einfach nicht zur Ruhe kommen. Inzwischen hat sich nun auch das charttechnische Bild wieder deutlich eingetrübt. Der Slow Stochastic Indikator signalisiert schon seit Tagen wieder eher fallende Kurse und der MACD ist kurz davor diesem Vorbild zu folgen. Ein Unterschreiten der zuletzt erreichten Tiefstände würde somit wohl deutliches Abwärtspotenzial freisetzen….

DB Aktie Chart Analyse

Fazit: Der zuletzt erfolgte Ausbruch aus der abwärts gerichteten Keilformation erfolgte indem eine Kurslücke bei ca 25,45 Euro gerissen wurde. Diese gilt es nun kurzfristig offenbar zu schließen und danach schnellstens wieder in den hier im Chart neu eingezeichneten Trendkanal zurück zu gelangen. Gelingt dies nicht, muss man diese Formation wohl als Bärenflagge interpretieren, die dann Kurse von zunächst 25,- Euro, später sogar unter Umständen 22,- Euro zur Folge hat. Gelingt hingegen heute wieder die Trendwende nach oben, besteht grundsätzlich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir dem nächste einen erneuten fest der oberen Begrenzung dieses neuen Trends sehen werden..

Deutsche Bank – Klassisch gescheitert!

Die Aktie der Deutschen Bank hat den Ausbruch aus dem Dreieck erneut nicht geschafft. Wie zuletzt hier im Blog berichtet, bestand die durchaus realistische Chance eines nachhaltigen Ausbruchs nach oben. Die heutige Meldung des Unternehmens hat die Anleger nun wohl erst einmal wieder verschreckt. Konzernlenker Jain geht davon aus, dass das Ergebnis des laufenden Quartals deutlich geringer ausfallen wird als das des Vorjahresquartals.

Insbesondere das schwächelnde Anleihegeschäft macht dem Branchenprimus zu schaffen, ebenso wie weiterhin hohe Abschreibungen wegen Rechtstreitigkeiten. Wie hoch der tatsächliche Rückgang des Ergebnisses sein wird, blieb aber offen. Zuletzt von diversen Analysten getroffene Aussagen, wie günstig die Aktie sei, sind damit wohl aber erst einmal relativ.

Deutsche Bank Aktie Chart mit Fibo
Nach dem heutigen Kursrutsch hat sich auch die Charttechnik bei der DB Aktie wieder deutlich eingetrübt, sodass man auch nicht ausschließen kann, dass hier demnächst noch einmal die untere Begrenzung des Keils (rot) getestet wird. Auch wenn ich nicht zwingend davon ausgehe, dass diese Korrektur nun wieder so weit führen wird, muss man ein solches Szenario wohl zumindest im Auge behalten. Halt könnte die Aktie nun beim 50er Fibonacci Retracement (34,20 Euro) oder wahrscheinlicher beim 61,80er Retracement (33,7 Euro) finden.

Gelingt dies nicht, gerät die untere Begrenzung des Trends wieder ins Blickfeld der Anleger. Nach oben bleibt die Marke von 35,30 Euro und ca. 36,50 Euro auch weiterhin die Hürde, die es nachhaltig zu überwinden gilt. Letztlich ist es somit für vorsichtige Naturen wahrscheinlich keine schlechte Idee zu warten bis neue Fakten über den tatsächlichen Umfang des Ergebnis-Rückgangs vorliegen… wenn vorher nicht eines der genannten Signale getriggert wird.

K+S, Potash, Mosaic, Uralkali, Yara und Compass Minerals im Chartcheck

Aus aktuellem Anlass möchte ich hier und heute nur noch einmal eine Übersicht über die jüngsten Kursveränderungen bei den wichtigsten Kali-Anbietern posten, den ich persönlich weiterhin sehr interessant finde. Ich möchte die beiden Charts auch gar nicht groß kommentieren, da diese wohl einigermaßen selbsterklärend sind. Die Frage die sich hier am Ende aufdrängt ist wohl die: Auf welche Aktie würden Sie setzen, wenn Sie an einen Rebound der Kali-Anbieter in absehbarer Zeit glauben…?

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In dem Abverkauf der Branche wurden insgesamt ca. 15 Milliarden Euro Marktkapitalisierung vernichtet. Auffällig ist dabei aber auch dass – ausgehend vom September 2012 – die K+S Aktie mit Abstand am meisten an Wert verloren hat – und das obwohl das Kasseler Unternehmen breiter aufgestellt ist als so mancher Mitbewerber. K+S fördert neben dem reinen Kali-Geschäft auch noch Salz und ist hier Weltmarktführer, zudem werden Magnesiumprodukte abgebaut und vertrieben. Andere Anbieter sind hingegen zu 100 Prozent vom Kalimarkt und den dort erzielten Preisen abhängig. Selbstverständlich spielt bei der Kursentwicklung der K+S Aktie auch die Expansion nach Nordamerika eine tragende Rolle!

Manche Anbieter wie Compass Minerals, die nicht ganz so im Focus der Presse stehen, haben in der Kali-Krise lediglich moderat an Wert verloren, was zeigt dass sich die Aktien der intensiver beobachteten Unternehmen in einer Übertreibungs- bzw. Panikphase befinden dürften, die wieder abgebaut wird sobald die Medien sich wieder mehr auf andere Themen konzentrieren. Und das dürfte ja bald der Fall sein…! Die Aktie von Yara wird hier lediglich mit aufgeführt, weil sie u.a.auch im Kali-Markt tätig ist, aber eine deutlich geringere Abhängigkeit vom Kalipreis hat, was man im Chart somit auch deutlich sehen kann.

Und somit denke ich die Antwort auf die oben gestellte Frage liegt irgendwo in der Mitte. Kali und Salz dürfte – trotzt der Unsicherheiten über die tatsächlichen Kosten für das Legacy Projekt in Kanada – die größten Chancen auf einen kräftigen Rebound haben, während bei einigen anderen Anbietern wie Mosaic und Potash kurzfristig durchaus noch leichtes Abwärtspotenzial vorhanden ist. Die Kursbewegungen der letzten Tage bestätigen diese Theorie.

Am Ende sind alle Spekulationen über die Gründe bzw. die nahe Zukunft der Branche und die Entwicklung der Preise aber sinnlos. Achten Sie darauf was Ihnen die Kursentwicklung bei den einzelnen Aktien verrät, und handeln Sie danach. Die Price-Action bei der K+S Aktie ist aus meiner Warte inzwischen ermutigend. Zudem haben wir hier ein paar kräftige Insider-Käufe gesehen, die mehrere Ursachen haben können. Egal was am Ende dahinter stecken mag, es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigende Kurse zur Folge haben…!

Nokia verkaufen – Kursrutsch und kein Ende?

Auf meinen letzten Artikel zur Nokia Aktie gab es ein paar empörte Kommentare von einigen Lesern, die grundsätzlich anderer Meinung waren. Und natürlich freue ich mich immer über solche Meldungen die eine Diskussion hier im Blog erst möglich machen. Es ging grob gesagt darum dass ich die letzte Präsentation von Nokia auf der Mobilfunkmesse MWC, Mobile World Congress in Barcelona durchaus skeptisch gesehen habe und die vorgestellten Produkte oder Strategien als einigermaßen einfallslos empfunden habe. Den Artikel können Sie > hier < noch einmal nachlesen. Ein paar Tage zuvor habe ich darüber berichtet dass es verschiedene charttechnische Gegebenheiten bei der Nokia Aktie gibt, die darauf hindeuten dass die Aktie eher noch weiter fallen dürfte. Warum die Nokia Aktie weiter fallen dürfte können Sie ebenfalls hier im Blog noch einmal nachlesen. Den passenden Chart vom 21.02.2013 habe ich Ihnen hier noch einmal „beigelegt“:

Nokia Chart 6 Monate

Gestern nun hat die Deutsche Bank das Kursziel für Nokia, nach eben dieser Veranstaltung in Barcelona, von 1,50 auf 1,80 Euro angehoben, die grundsätzliche Einstufung aber weiterhin auf „Sell“ belassen. Die Begründung ähnelt meiner in einigen Punkten sehr, was mir grundsätzlich bestätigt dass meine Deutungen der letzten Nokia Präsentation nicht so falsch gewesen sein können… „Die Finnen seien immer noch stark im schrumpfenden Billighandymarkt engagiert und kämpften im boomenden Smartphone-Geschäft gegen eine Flut sehr attraktiver Konkurrenzprodukte“, schrieb Analyst Kai Korschelt in seiner Studie vom Montag. „Aufgrund unerwartet hoher Einsparungen im operativen Geschäft sowie einer positiven Entwicklung der Netzwerk-Tochter NSN erhöhte der Experte dennoch seine Ergebnisschätzungen für 2013 und 2014.“

Nokia Chart Gap Close

Und so sieht der Nokia Chart heute aus…Die Kurslücke wurde geschlossen, die Aktie ist damit aber unter den Aufwärtstrend getaucht, was grundsätzlich zur Vorsicht mahnt. Der Zielkurs der Deutschen Bank Analysten von 1,80 Euro liegt noch ein ganzes Stück unter meinem. Regelmäßige Investors Inside Leser wissen dass ich bereits seit Monaten eine entsprechende Order im System habe. Dennoch ist auch das von der Deutschen Bank geschilderte Szenario durchaus denkbar, wenn die Aktie nicht wie geplant spätestens im Bereich um die 2,45 Euro wieder nach oben dreht. Bis auf eine kleine Unterstützung bei ca. 2,- Euro wäre dann – zumindest aus charttechnischer Sicht – Luft nach unten bis auf 1,80 Euro.

Ich persönlich gehe momentan davon aus, dass nun – nachdem das Gap mustergültig geschlossen wurde – allmählich wieder etwas Ruhe in den Aktienkurs kommt. Ich halte es aber auch nach wie vor für wahrscheinlich, dass erst einmal alle Zittrigen wieder aus der Aktie gespült werden müssen, bevor es aufwärts gehen kann. Wie schon in den letzten Artikeln erwähnt gilt es hier noch die Stopp-Loss-Marke zu erreichen, die von Börsenmagazinen empfohlen wurden. Bleiben Sie also vorsichtig, und beobachten Sie in den kommenden Tagen sehr aufmerksam was hier passiert! Für heute rechne ich zunächst einmal damit, dass der Aufwärtstrend noch einmal von unten getestet wird, bevor die eigentliche Entscheidung über die weitere Richtung der Aktie fällt.

Trading Update Apple, Dialog, SMA Solar Wacker Chemie und … Peugeot!

Trotz meines immer noch angeschlagenen Gesundheitszustandes möchte ich mich heute doch kurz zu einigen Aktien zu Wort melden, bzw. Ihnen ein kurzes Update zu den kürzlich eingegangenen Trading Positionen schreiben… Die närrische und damit auch sehr ruhige Börsenphase ist nun endlich wieder vorbei, was man gestern bereits an den deutlich gestiegenen Handelsumsätzen sehen konnte. Somit hatten wir seit gestern wieder „echte“ Kurse, wenn auch an der ein oder anderen Stelle noch leicht verkatert. Die Aktien, die ich Ihnen in der letzten Woche zur Beobachtung ans Herz gelegt habe, sind allesamt kräftig durchgestartet.

Bei Apple habe ich bereits am Montag ein Drittel der Gesamtposition verkauft und die kurzfristige Trading-Position vorübergehend aufgelöst. Immerhin ein Kursgewinn von knapp 8 Prozent. Bereits jetzt kann man schon wieder darüber nachdenken wo hier die nächste sinnvolle Marke für einen Wiedereinstieg liegen könnte. Eine genaue Einschätzung dazu kann ich aber erst frühestens heute Nachmittag treffen. Diese werde ich dann ggf. über den Investors Inside Live Ticker veröffentlichen.

Wie erwartet ist die Wacker Chemie Aktie nach oben ausgebrochen. Auslöser war die Nachricht über die Aufhebung der Kurzarbeit in der Polisilizium Sparte, woraufhin die Wacker Aktie das letzte Hoch sogar noch leicht übertreffen konnte. Hier muss nun abgewartet werden ob die Aktie bereits jetzt wirklich weiter ansteigen kann, denn aus charttechnischer Sicht hat sich nun ein klarer Trendkanal etabliert an deren oberen Rand die Aktie nun wieder nach unten drehen könnte. Gesund wäre ein weiterer Rücksetzer nach dem starken Anstieg allemal. Teilgewinnmitnahmen erscheinen an dieser Stelle also durchaus sinnvoll zu sein.

Die SMA Solar Aktie ist ebenfalls kräftig angesprungen, wie ich das erwartet hatte. Mit dem gestrigen Anstieg von 10 Prozent hat sich auch das charttechnische Bild wieder deutlich aufgehellt. Die Nachricht die zu dem Anstieg bei der Aktie geführt hat war ein Interview mit dem Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon, der  – nach zuletzt eher pessimistischen Prognosen – nun davon ausgeht dass dieses Jahr wieder schwarze Zahlen bei SMA geschrieben werden könnten. Insgesamt hat sich die Stimmung für Solaraktien in den letzten Wochen weiter deutlich aufgehellt, sodass man mit ausgewählten Aktien weiterhin durchaus auf ein Comeback setzen kann. SMA Solar bleibt dabei einer meiner ganz großen Favoriten. Kurse unter 20,- Euro dürften sich im Nachhinein als gute Kaufgelegenheit erweisen. Gelingt nun ein weiterer Anstieg über die Hürde bei 21,75 Euro dann winkt eine Rückkehr auf das Niveau vom Jahr 2012,  deutlich über 25,- Euro.

Ebenso spannend wie bei den beiden Werten oben ist die charttechnische Situation bei der Dialog Semiconductor Aktie. Hier wurde zuletzt mit dem Kursrutsch auf 12,15 Euro der untere Rand eines insgesamt abwärts gerichteten Trendkanals mustergültig erreicht, bevor die Aktie dann umgehend wieder nach oben gedreht ist. Im Anschluss hat die Aktie dann den kurzfristigen steigen Abwärtstrend durchbrochen und sollte nun allmählich wieder in Richtung der oberen Begrenzung des übergeordneten Trendkanals laufen. Das Ziel bleibt dabei zunächst die runde Marke von 15,- Euro. Achten Sie auf den kleinen Widerstandsbereich zwischen 13,18 und 13,25 Euro – wird dieser überschritten sollte das dann das Kaufsignal für die hier beschriebenen Kursbewegung sein. Smart Money kauft hier bereits seit Tagen kräftig ein!

Abschließend noch ein kleines Schmankerl, wie der Bayer zu sagen pflegt. Sie erinnern sich bestimmt noch an die Peugeot Aktie, die noch im Dezember zu Kursen unter 4,50 Euro niemand (ausser mir und ein paar Investors Inside Lesern) haben wollte. Gestern ist die Aktie nun, nach der Bekanntgabe der Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr, über die 200-Tage Linie bei 6,30 Euro ausgebrochen. Ein Kursgewinn von fast 45 Prozent seit unserem Einstieg. Das nächste Kursziel liegt damit weiterhin bei 7,30 Euro.

Einige Anleger dürften sich auch gestern, angesichts eines gemeldeten Rekordverlustes in Höhe von 5 Milliarden Euro, etwas verwundert die Augen gerieben haben, als die Aktie erneut um 7,29 Prozent zulegen konnte. Es ist aber genau so wie ich schon im Dezember vermutet hatte. Die Stimmung bei der Aktie war so grottenschlecht dass selbst die kleinste nicht-so-schlechte Nachricht für ein Kursfeuerwerk sorgt. Gestern „glänzte“ Peugeot mit einem niedriger als erwartet ausgefallenen operativen Fehlbetrag. Demnach war am Markt mit einem Verlust vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten von 647 Millionen Euro gerechnet worden. Tatsächlich aber lag dieser Verlust „nur“ bei bei 576 Millionen Euro. Langfristig orientierte Anleger bleiben unbedingt dabei!

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