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Tesla, Apple, IBM und ein sehr gemischtes Bild für den Gesamtmarkt

Es verspricht mal wieder ein interessanter Handelstag zu werfen. Die morgige EZB Sitzung wirft ihre Schatten bereits seit Montag weit voraus. Entsprechende Turbulenzen bei verschiedenen Währungspaaren und im Rohstoffsektor waren die Folge. Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass Mario Draghi morgen etwas Überraschendes verkünden wird. Die derzeit nervöse Gesamtlage sollte sich somit nach der FED Sitzung auch wieder beruhigen. Viel interessanter sind da schon einige Quartalsberichte und Nachrichten verschiedener Unternehmen…

Allen voran wäre hier wohl Tesla zu nennen, deren Aktie gestern in der Spitze um über zehn Prozent auf 202,- Dollar nachgegeben hatte. Grund für diesen Kursverlauf war die neueste „Empfehlung“ des Fachblattes „Consumer Reports“ die das Model S aufgrund von 1.400 Erfahrungsberichten von Tesla Fahrern  nun nicht mehr zum Kauf empfehlen. Nach drei Jahren stellen sich hier nun wohl doch so einige Kinderkrankheiten ein die Tesla offenbar noch nicht so recht in den Griff bekommen hat. Zusammen mit den eher schleppenden Auslieferungen des neuen Model X entsteht hier also gerade eine Mischung aus Nachrichten die Elon Musk auch mit permanenten Motivations-Tweets nicht mehr aufhalten könnte. Die Aktie erholte sich im späteren Handel wieder etwas, ist aber aus charttechnischer Sicht nun eher auf dem Weg unter die 200,- Dollar Marke. Bei der Tesla Aktie weiß man allerdings nie genau woran man ist….denn wir leben in einer verrückten Börsenwelt!

Interessant sieht hingegen der Apple Chart derzeit aus. Die Aktie probt dem Ausbruch nach oben, der bislang noch nicht so recht gelingen wollte, demnächst aber gute Chancen auf Erfolg hat, falls die Marke von 116,- Dollar nun auch noch überwunden werden kann. Im Hinblick auf die demnächst anstehenden Quartalszahlen und einem ersten Ausblick auf das starke Weihnachtsquartal des Konzerns scheint sich der Markt hier allmählich für wieder steigende Notierungen zu positionieren. Ob dies auch gelingt, bleibt noch abzuwarten. In jedem Falle sollte man die Apple Aktie jetzt aber wieder etwas genauer unter die Lupe nehmen. Ein möglicher Ausbruch nach oben müsste dringen durch das Überschreiten der 120,- Dollar Marke bestätigt werden, um die große SKS- Formation, die ich hier kürzlich beschrieben hatte, zu eliminieren. Fällt der Titel also unter 108,- Dollar, dürfte ein Test der unten 100er Marke nicht weit sein…

IBM hat zum wiederholten Mal bei der Zahlenvorlage gepatzt. Damit bleibt die Aktie auch weiterhin maximal eine Halteposition. Ich würde nicht ausschließen, dass die IBM Aktie nun doch noch unter die 140,- Dollar Marke fällt und als nächstes Kursziel dann der Bereich um die 115,- Dollar möglich ist. Der negative Trend bei den Umsätzen des Konzerns scheint anzuhalten, weswegen sich ein Kauf eher verbietet. Gelingt es nun erneut die Aktie hier im Bereich um die 140,- Dollar zu stabilisieren, oder nicht? Diese Frage dürfte in den kommenden Tagen beantwortet werden. In keinem Falle aber ist die IBM Aktie für mich ein echter „Kauf“. Das Risiko ist aktuell immer noch größer als die Chance!

Auffällig ist derzeit, dass in den USA gerade die Momentum-Aktien deutlich an Dynamik verloren haben. Biotechnologie und Helthcare, die Kurstreiber der vergangenen Monate, bleiben unter Druck. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines deutlichen Kursrutsches dieser Sektoren zusehends, und das zu einem Zeitpunkt an dem sich der S&P 500 an einem sehr entscheidenden Widerstands-Bereich angekommen ist. Der Markt bleibt aus meiner Sicht deutlich anfällig für Korrekturen! Nur 40 Prozent aller Unternehmen die bisher ihr Zahlenwerk für das dritte Quartal vorgelegt haben konnten die Erwartungen des Marktes  übertreffen, der Rest enttäuschte eher. Bleiben Sie also weiterhin etwas vorsichtig und lassen Sie sich nicht zu irgendwelchen Sportankäufen verleitet. Die drei oben genannten Aktien bieten momentan aber interessante Trading Chancen in beide Richtungen!

DAX 8.000 wir kommen – Google, Apple, Nokia, K+S und Research in Motion im Fokus

Erneut liegt eine durchaus bewegte, aber auch sehr erfolgreiche, Handelswoche hinter uns. Der S&P 500 hat sich damit weiterhin für das von mir im letzten Newsletter noch einmal geschilderte positive Szenario entschieden. Das Erreichen des genannten Kurslevels von 1.525 Punkten wird nun immer wahrscheinlicher. Allerdings befinden wir uns meiner Meinung anch immer noch in der dritten Welle einer Aufwärtsbewegung die demnächst durch die vierte Abwärtswelle – zumindest kurzzeitig – unterbrochen werden sollte. Im Anschluss kann dann das Ziel bei 1.525 Punkten endgültig in Angriff genommen werden. Eine (wahrscheinlich eher leichte) Konsolidierung vor dem finalen Anstieg ist also nach meinen Beobachtungen grundsätzlich noch zu erwarten. Diese kann dann von den Nachzüglern unter den Anleger noch einmal genutzt werden um weitere Positionen aufzubauen. Hier noch einmal der Chart von letzter Woche:

S&P Chart Analyse 130113

 

In der nun kommenden Woche nähert sich die US Berichtssaison nun schon wieder Ihrem Höhepunkt. Mit IBM Google, Apple, Cellgene, Halliburton und Starbucks stehen einige sehr wichtige Unternehmensdaten auf der Agenda, die durchaus das Potenzial haben den Markt nachhaltig in die ein- oder andere Richtung zu bewegen. Bislang wurde die Hausse, wie Sie wissen, nicht von allen Sektoren getragen. Während sich beispielsweise die Finanzwerte, über die ich letzte Woche berichtet habe, nahezu alle hervorragend geschlagen haben, gab es durchaus ein paar Sektoren, die immer noch deutliche Schwäche zeigen. Allen voran wäre hier wohl der Technologiesektor zu erwähnen, aber auch Telekommunikation, Biotechnologie und Rohstoffe gehörten zu den schwächsten Sektoren der letzten Wochen, während sich Industriewerte, Gas und Energie im Allgemeinen sowie der Einzelhandel und das Baugewerbe weiterhin hervorragend entwickelt haben.

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Insbesondere die Quartalszahlen von Google und Apple werden in der kommenden Woche somit Signalwirkung für den Technologiesektor haben. Bei beiden Unternehmen befürchten die Anleger nun schlechtere Ergebnisse als dies von Fachleuten ursprünglich vorausgesagt wurde. Besonderes Augenmerk werden Anleger, selbst im Falle besserer Ergebnisse, auch dem Ausblick auf die kommende Quartal schenken. Nur wenn beide Ergebnisse überzeugen, werden wir wohl im Anschluss eine deutliche Erholungsrally bei beiden Werten sehen. Und natürlich wird dies dann auch den gesamten Technologie-Sektor und den Gesamtmarkt weiter beflügeln..!

Bei dem aktuellen Lieblingswert der Deutschen,  Nokia stehen am Donnerstag Zahlen zur Veröffentlichung an. Die Eckdaten für das vierte Quartal wurden zwar schon vorab veröffentlicht, was auch zu dem starken Anstieg bei der Aktie geführt hat. Mit den detaillierten Zahlen dürften Anleger allerdings noch einmal etwas genauer hinsehen, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Im Schnitt gehen die Analysten nun von einem Gewinn in Höhe von fünf Cent je Aktie aus. Der Umsatz soll rund 8,1 Milliarden Euro betragen haben. Die finalen Verkaufszahlen der neuen Lumia Modelle und damit auch der Ausblick auf Künftiges, werden auch hier aber eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Weiterhin im Rally Modus befindet sich auch die Aktie des Blackberry Hersteller Research in Motion. Mit dem Überschreiten der wichtigen Hürde bei 15,- Dollar wurde nun ein starkes Kaufsignal ausgelöst. Grund hierfür waren erste Testberichte im Internet über das neue Betriebssystem und das Design der neuen BB 10 Modelle, die es offenbar durchaus mit den Produkten von Samsung und Apple aufnehmen können. Bei der RIMM Aktie gilt es zudem weiterhin zu bedenken dass diese eine der am meisten leerverkauften Aktien an der Wall Street war, und somit auch weiteres Short Squeeze Potenzial besitzt! Die offizielle Markteinführung des neuen Blackberry 10 ist für den 30. Januar 2013 geplant. Spätestens an diesem Tag wird der Markt dann wohl darüber entscheiden ob die aktuelle Rally auch weiterhin Bestand haben wird. Investors Inside Leser sitzen hier nun auf einem satten Gewinn von 128 Prozent seit dem 28. September und können diesem Termin wohl einigermaßen gelassen entgegen sehen…

Reserach in Motion Chart RIM

 

Fazit: Insbesondere am letzten Handelstag der Woche konnten die US Indizes aus charttechnischer Sicht noch einmal einen echten „Schluck aus der Pulle“ nehmen, was ich umso bullisher werten würde, da wir am kommenden Montag mit dem Martin Luther Kings Day einen Feiertag an den US Börsen haben. Normalerweise ist vor solchen verlängerten Wochenenden eher mit erhöhtem Verkaufsdruck zu rechnen. Zudem war am Freitag erneut Verfallstag für Futures und Optionen! Es ist also davon auszugehen dass hier nun weitere Short Positionen in größerem Umfang, vor dieser vielleicht entscheidenden Woche eingedeckt wurden. Die Nachricht der Woche war am Freitag das die Republikaner im US-Abgeordnetenhaus in der nun kommenden Woche die Schuldengrenze des Landes kurzfristig erhöhen wollen. Das lies die Kurse erneutsteigen und legt nun den Grundstein für eine weiterhin mögliche Rally im Dax, in Richtung der runden 8.000 Punkte Marke… Auch wenn ein kurzzeitiger Rücksetzer an den Börsen nun immer wahrscheinlicher wird, wie oben beschrieben.

Es ist aber auch dann weiterhin ganz entscheidend in welchen Sektoren man zur Zeit investiert ist. Mit einigen Aktien war in den letzten Wochen einfach kein Geld zu verdienen. Ich habe im Blog in den letzten Tagen unter anderem über E.ONThyssenKrupp und Metro dazu berichtet. Andere Aktie wie beispielsweise die von Hochtief, die ich hier vor wenigen Wochen vorgestellt habe, oder auch Daimler befinden sich weiterhin im Vorwärtsgang. Heute möchte ich Sie noch kurz auf meinen Artikel zur Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S aufmerksam machen. Hier zeichnet sich gerade eventeull eine Trendwende ab! Bei der Wacker Chemie Aktie halte ich ebenfalls an dem von mir geschilderten Szenario weiterhin fest.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche und stets die richtigen Entscheidungen.

G20 stockt IWF auf, Frankreich wählt und Apple rockt…!?

Es gibt mal wieder ein paar sehr beherrschende Themen an den Börsen, die leider auch Ihre Spuren in einzelnen Aktienkursen und den Indizes, in der abgelaufenen Woche hinterlassen haben. Allen voran ist hier natürlich Spanien zu nennen, und die damit einher gehenden Unsicherheiten über die Zukunft des Euro. Es dürfte nun langsam auch dem letzten Beteiligten klar sein dass wir uns nicht mal kurzfristig Ruhe erkaufen können. Nachdem nun also das Griechenland Problem gelöst schien (was natürlich keinesfalls der Fall ist!) dauerte es nur wenige Tage um die Krise nun wieder voll entflammen zu lassen. Das Problem mit Spanien wäre natürlich um ein Vielfaches größer und schwerwiegender und ein Scheitern des Landes wäre auch mit dem endgültigen Scheitern des Euro, in seiner jetzigen Form, gleich zu setzen. Wieder einmal haben sich die Spekulanten offensichtlich auf ein Land und ein Thema eingeschossen, und es dürfte erneut schwer werden diesen Spekulationen gegen einen Zerfall der Eurozone Herr zu werden.

Im Fokus der Anleger standen in dieser Woche somit die verschiedenen Anleiheauktionen spanischer Staatsanleihen. Den Höhepunkt dabei sollte die Auktion der 10-jährigen Staatsanleihen am Donnerstag bilden. Diese konnte zwar, wie die vorangegangenen auch, mit Erfolg platziert werden, der dabei erzielte Zinssatz jedoch kann die spanische Regierung wohl keineswegs zufrieden stellen. Die Zinsen von nahezu sechs Prozent sind Gift für das Land und nahe an der Schwelle zur Katastrophe. Das Szenario gleicht passender Weise einem Stierkampf, in dem der Torrero (Spekulanten) nun einen Spieß (hohe Zinsen) nach dem anderen in dem wild schnaubenden Bullen (Spanien) platziert, wobei bis zum Schluss die Frage offen bleibt ob das Tier seinen Verletzungen letztlich erliegen wird, oder der Bulle sich am Ende noch einmal aufrafft, um durch eine geschickte Bewegung den Torrero auf die Hörner zu nehmen und zu überrennen.

Woher aber das letzte Aufbäumen des spanischen Bullen im Moment kommen soll ist mir angesichts der katastrophalen Situation auf dem Arbeitsmarkt, eine platzenden Immobilienblase und den eingeleiteten Reformen, die das Land wohl auf längere Sicht zum Stillstand verurteilen, schleierhaft. Letztlich wird also ein Wunder in Form einer weiteren groß angelegten Geldspritze seitens der EZB oder des IWF das vorläufige Überleben des Bullen sichern müssen. Helfen diese Maßnahmen nicht ist der EFSF, später ESM einsatzbereit. Die Situation ist also heute deutlich anders als noch zu Griechenland-Zeiten, und trifft uns Europäer nicht mehr unvorbereitet. Das sollte bei aller Schwarzmalerei nicht vergessen werden! Auch wenn Spanien ein weitaus größerer „Brocken“ ist…etwas hat sich offensichtlich geändert. Die Menschen scheinen wieder mehr Vertrauen in die politischen Fähigkeiten Ihrer Landesführungen zu haben. Sieht man sich den, unter diesen Umständen sehr stabilen Euro/USD Wechselkurs an, vor allem aber auch die Entwicklung der Krisenwährung Gold, dann wird klar dass wir von einer Panik, wie im letzten Quartal des Jahres 2011, noch sehr weit weg sind.

Somit sollten wir uns auch, bei aller Beunruhigung über die Zukunft des Euro, vorerst etwas mehr den harten Fakten der Weltkonjunktur widmen. Die US Berichtssaison zeichnet bislang ein sehr deutliches Bild von der Konjunkturerholung in den USA. Die Quartalsberichte waren durch die Bank deutlich besser als dies vom Markt erwartet worden ist. Bislang konnten dieser Unternehmensergebnisse aber noch nicht so richtig „verarbeitet“ werden. Bessert sich nun das politische Umfeld demnächst wieder dürfte dieses Versäumnis dann schnell nachgeholt werden. Bankenwerte wie Goldman Sachs, Bank of Amerika und Morgan Stanley zeigen deutliche Erholungstendenzen. Konsumtitel wie Coca Cola und Mc Donalds glänzen erneut, noch besser sieht es aber im Technologiebereich aus.

Intel übertraf die Analystenerwartungen, obwohl höhere Entwicklungsausgaben den Gewinn belasteten. Microsoft konnte seine Gewinne vor allem im Firmenkundengeschäft mit Betriebssoftware steigern. IBM profitiert zunehmend vom Software- und Dienstleistungsgeschäft und von der anhaltend starken Nachfrage aus Schwellenländern, so dass der Netto-Gewinn im vergangenen Quartal auf Jahresbasis um gut neun Prozent zulegen konnte. Alle Unternehmen bestätigen einen soliden Ausblick und rechnen 2012 mit einem weiter anziehenden Wachstum. Spannend dürfte es aber werden wenn Apple am Dienstag seine Zahlen für das abgelaufene Quartal liefert. Offensichtlich sind sich Anleger momentan etwas uneinig über den weiteren Verlauf der Apple Story. Die Apple Aktie fällt seit Tagen im Vorfeld diese Ereignisses. Am Dienstag nachbörslich wird sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit entscheiden ob weiterhin Druck auf  auf den Aktienmärkten lastet oder die Apple Aktie erneut um zehn Prozent oder mehr nach oben schießen kann. Denn fällt Apple unter enttäuschenden Nachrichten, wovon ich nicht ausgehe, dürfte das den gesamten Technologiesektor deutlich belasten. Dazu hier mehr..!

Ein weiterer wichtiger Termin der kommenden Woche sind neben dem G20 Treffen am Wochenende die Erstabstimmung zu den Präsidentschaftswahlen in Frankeich. Der Herausforderer Hollande liegt inzwischen etwas vorne und hat bereits deutliche Richtlinien für die zukünftige Euro-Politik, auch in punkto Stabilitätskriterien, Schulden und Wachstum ausgegeben. Der Ausgang der Wahl in Frankreich könnte somit deutlich weitreichendere Konsequenzen für Europa haben als bisher angenommen. Auch in Deutschland wird die Berichtssaison nun allmählich Fahrt aufnehmen, und man darf auf die harten Fakten aus den Unternehmen sehr gespannt sein. Ich rechne weiterhin mit soliden Ergebnissen auf breiter Basis, mit wenigen Ausreissern. Es erwartet uns also mal wieder eine der spannendsten Wochen an den Aktienmärkten, die in beide Richtungen viel Potenzial bietet.

Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild beim Dax zuletzt wieder etwas aufgehellt. Auch wenn sich dies natürlich jederzeit durch die oben geschilderten Ereignisse wieder ändern kann. Der Rücksetzer bis auf 6.555 Punkte war nahezu mustergültig bevor der DAX dann wieder nach oben drehen konnte. Richtig bearisch wird es also erst, wenn die letzten Tiefs dynamisch gebrochen werden. Unsere Zielzone wurde erreicht, hier konnte der Index aber wieder nach oben drehen. Somit bleibt das große Bild unverändert. Erst wenn das Oktober Hoch bei ca. 6,440 Punkten unterschritten wird, und anschließend auch noch das 61,80 Fibonacci Retracement bei 6.350 Punkten fällt ist der Trend endgültig gebrochen. Nach oben hin liefert ein Anstieg über 6.850 Punkte, mit dem Wiedereinstieg in den bullishen Trendkanal ein erstes Kaufsignal. Doch schon bei ca. 7.000 Punkten wartet eine massive Widerstandszone. Richtig bullish wird es erst wieder über 7.100 Punkten.

Die kommende Woche hat in jedem Falle das Potenzial diese Entscheidung nun herbei zu führen. Die gestern durch die führenden Industrie- und Schwellenländer beschlossene Verdoppelung des Weltwährungsfonds zur Rettung angeschlagener Staaten um 430 Milliarden Dollar auf nun eine Billion US Dollar, sollte wieder für etwas Beruhigung an den Kapitalmärkten sorgen. Wenn Apple also nicht patzt und Frankreich besonnen wählt dann stehen die Chancen für  wieder bessere Kurse an den Börsen sehr gut. Die Berichtssaison sollte diese Entwicklung dann zusätzlich untermauern. Natürlich handelt es sich hierbei eher um ein Wunschszenario… Die Analyse von Einzelaktien werde ich wieder aufnehmen wenn die künftige Richtung klarer ist, und dann auch wieder  Sinn macht. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche!

Starke Zahlen bei IBM – wegweisend für eine ganze Branche?

Der US-Konzern, der früher für seine Computer bekannt war, hat sich längst aus diesem Geschäft verabschiedet um sich auf Geschäftssoftware, Server und Beratung zu spezialisieren. In diesen Bereichen hat sich IBM zu einem der weltweit führenden Unternehmen entwickelt. Diese Spezialisierung hat sich auch im zweiten Quartal als erfolgreich erwiesen, denn Dank hervorragender Vertragsabschlüsse ist IBM nun in der Lage seine Jahresziele anzuheben. Die Befürchtung, dass sich die europäische Schuldenkrise und das Beben in Japan negativ auf die Geschäfte auswirken könnten, hat sich somit nicht bewahrheitet.

Der schwachen Entwicklung in Japan steht ein starkes Wachstum in den Schwellenländern, das für gute Geschäfte vor allem mit dem Finanzsektor sorgt, und ein stabiler Absatz von Großrechnern gegenüber. Auch der europäische Markt hat sich im zweiten Quartal erholt – in Deutschland und Italien wächst der Umsatz wieder. Im zweiten Quartal wurden Verträge in Höhe von 14,3 Milliarden Dollar abgeschlossen, was ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet. Für Anleger stellt sich die Situation also durchweg positiv dar, denn Vertragsabschlüsse gelten als wichtiger Indikator für künftige Geschäfte. Die Folge ist ein Plus von rund zwei Prozent im nachbörslichen Handel, nach dem sich die IBM Aktie nun auf einem Rekordhoch befindet.

Auch bei Auftragsbestand, Nettogewinn und Umsatz hat der Branchenführer positive Zahlen zu vermelden. Laut IBM stieg der Auftragsbestand im letzten Vierteljahr um 15 Milliarden Dollar, der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent und beim Umsatz wurde sogar ein Plus von zwölf Prozent erzielt. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung hob der IBM Konzern nun seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr an. Bisher wurde bei verwässerten Aktien mit einem Gewinn von 12,73 Dollar gerechnet, nun wurden diese Erwartungen auf mindestens 12,87 Dollar nach oben korrigiert.

Die Bilanzsaison der großen Technologieunternehmen hat mit diesen Zahlen einen starken Start erlebt, der der gesamten Branche Mut machen dürfte. In der sharewise-community ist die Stimmung eindeutig. Momentan empfehlen 4 von 5 usern die IBM-Aktie zum Kauf – mit einem durchschnittlichen Kursziel von 132,82€.

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