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VW, Porsche, Daimler und BWM – wie weit geht der Abverkauf?

Es kann niemand sagen, ich hätte nicht rechtzeitig vor genau dem gewarnt was heute mit den Aktien der Automobilhersteller passiert! Wir sehen nun noch einmal satte Abschläge von 3 bis 6 Prozent, nachdem bereits gestern einige Titel dieser Branche zu deutlicher Schwäche geneigt haben. Die Kursziele auf der Oberseite wurden also offensichtlich von den entsprechenden Playern am Markt abgearbeitet und nun wird kräftig heiße Luft aus den Kursen gelassen – was nebenbei bemerkt nur gesund ist, auch wenn es den ein oder anderen Anleger schmerzt. Ich habe ja bereits in meinem Artikel gestern morgen betont, dass auch bei den Autobauern trotz des schwachen Euros, des sinkenden Ölpreises etc. die Bäume nicht in den Himmel wachsen, und die Frage in den Raum gestellt „Wie lange das noch gut gehen kann?“ Die Korrektur war überfällig und eigentlich auch offensichtlich.

Auch der heutige Korrekturtag dürfte ab einem gewissen Punkt bereits wieder gekauft werden, da die Mehrzahl der Anleger inzwischen darauf programmiert ist jeden Dip bedingungslos zu kaufen. Ein solches Verhalten könnte sich aber als großer Fehler herausstellen. Nicht nur die heutige FED Sitzung könnte für deutliche Turbulenzen an den Aktienmärkten sorgen, sondern insbesondere der große Verfallstag am Freitag, auch Hexensabbat genannt! Betrachtet man nun die Chart von VW, BMW, Daimler und Porsche ergibt sich eher das Bild, dass die jüngsten Kursgewinne mindestens um 50% korrigiert werden müssen. Auch das wäre aus charttechnischer Sicht gesund und begrüßenswert! Der langfristige Aufwärtstrend ist dann immer noch nicht gefährdet.

Um bei dem Beispiel Volkswagen Vorzugsaktie von gestern zu bleiben, läge dieses Ziel bei ca. 205 Euro (!) was aus heutige Sicht sicherlich ambitioniert wirkt. Erste Haltemarken befinden sich nun auf dem Weg gen Süden zwischen 235 und 240,- Euro. Hier dürfte die Aktie noch einen Bouncen probieren. Sollte dieser nicht gelingen ist die nächste Unterstützung bei ca. 218,50 Euro zu finden, bevor dann möglicherweise doch die 205,- Euro angesteuert werden. Bei den anderen Automobilaktien sieht das Bild relativ ähnlich aus!

Fazit: Die Aussichten für deutsche oder auch europäische Automobilhersteller bleiben, aus den schon mehrfach hier genannten Gründen, hervorragend. Dennoch war der jüngste Kursanstieg einfach ungesund und musste korrigiert werden. Wie weit diese Korrektur nun gehen kann, bleibt noch abzuwarten. Ich persönlich würde mich hier aber vor Ablauf des Verfallstages am kommenden Freitag keinesfalls zu weit aus dem Fenster lehnen und auf eine Gegenbewegung setzen! Die spannende Frage ist nun auch wie der DAX und andere Sektoren auf den heutigen Kursverfall bei den Auto-Aktien reagieren werden…?

Tesla Chef Elon Musk twittert ein paar Milliarden…

Von wegen bei Twitter wird kein Geld verdient! Während der Zwitscherdienst heute an der Börse kräftig abgestraft wurde, weil sich das Wachstum offenbar etwas verlangsamt hat, gelangen es dem Tesla Chef Elon Musk den Wert seines Unternehmens mit nur zwei Tweets  um ca. 2,7 Milliarden Dollar anzuheben. Das dürfte einigermaßen rekordverdächtig sein und stellt sogar Carl Ikahn´s Twitter Aktivitäten zur Apple Aktie noch in den Schatten. Zumindest was die prozentuale Wertsteigerung in kürzester Zeit anbelangt.

Auch bei der Twitter Aktie konnte man sich heute nicht über mangelnde Bewegung beschweren. Der Twitter-Kurs stürzte am Dienstag zum Handelsstart an der Wall Street um mehr als 13 Prozent auf 42,19 Dollar ab, nachdem das Unternehmen eine Steigerung der aktiven Nutzer von „nur“ 23 Prozent bekannt gegeben hatte. Offensichtlich hatten sich Anleger hier deutlich mehr erwartet. Letztlich wurden aber damit nur die vorangegangenen Kursgewinne von 19 Prozent etwas relativiert.

Die Tesla Aktie hingegen gewann – wie bereits erwähnt – heute knapp 10 Prozent hinzu, nachdem Elon Musk den zuvor im Wall Street Journal erschienenen Artikel dementierte, in dem zu lesen war, dass der Elektroauto-Hersteller ca 25 Prozent weniger Fahrzeuge des Model S in Nordamerika abgesetzt hätte. Musk antwortete auf diesen Artikel über Twitter kurz und bündig: „Article in WSJ re Tesla sales is inkorrect. September was a record high WW and up 65% year-over-year in North America.“ und löste damit eine erneute Rally aus, die einen der größten Tagesgewinne der vergangenen Monate für die Aktie zur Folge hatte.

65 Prozent Absatzsteigerung auf Jahresbasis in Nordamerika kling erst einmal phantastisch…. Diese Daten lassen sich leider aber auch nach der Veröffentlichung des Zahlenwerkes in der kommenden Woche nicht wirklich nachvollziehen. Denn traditionell veröffentlich Tesla nur weltweite Verkaufszahlen und gibt die Ergebnisse der einzelnen Regionen nicht bekannt. Die Aussagen auf Twitter sind somit erst einmal ein genialer Coup und erfüllen Ihren Zweck, auch wenn sich der Firmenchef damit aus meiner Sicht auf sehr dünnem Eis bewegt. Die Frage ob Musk solche Informationen überhaupt vorab hätte herausgeben dürfen, sollen andere klären…!

Tesla Aktie Chart Analyse mit Trend

Die Zahlenvorlage in der kommenden Woche dürfte somit umso interessanter werden. Ähnlich wie bei der vollmundigen Ankündigung des „Model D“ die sich dann letztlich nur als überarbeitetes Model S entpuppte, könnte die Enttäuschung der Anleger zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit groß sein, wenn man feststellt dass die angenommene Absatzsteigerung von 65% bei weitem nicht auf alle Regionen dieser Welt zutrifft. Wie man in dem Chart sehen kann, kam diese „rettende Meldung“ aber genau zur richtigen Zeit, da der Aktie zuvor ein weiterer Absturz gedroht hat. Die rote Linie stellt den langfristigen Aufwärtstrend dar und wurde bereits unterschritten. Mit einem weiteren Kursrutsch unter die 200,- Dollar Marke wäre wohl auch die 5-Wellen-Abwärstbewegung mustergültig vollendet worden…!

Auch die Anteilverkäufe von Daimler und Toyota dürften zudem nicht ganz zufällig erfolgt sein. Geht man davon aus, dass die beiden Autobauer sehr genau beobachten wie sich die Absatzzahlen der Mitbewerber, bzw. der Unternehmen an denen man beteiligt ist, entwickeln, könnte diese Vorgehensweise zumindest theoretisch untermauern, dass man dort erst einmal nicht von weiteren Kurssteigerungen ausgeht. Grundsätzlich hätte ein Verkauf der Anteile zu den Höchstkursen bei 280,- Dollar mehr Sinn gemacht, wenn es sich einfach nur um ein strategisches Investment gehandelt haben sollte. Es sei denn man hat nun plötzlich festgestellt, dass die Tesla-Erfolgsstory nun allmählich einen Knick bekommt…!? Ob dem so ist, oder aber andere Gründe für den Verkauf gesprochen haben, kann ich nicht abschließend beurteilen. Aber all diese Ereignisse in kurzer Zeit ergeben für mich ein gewisses Bild, dass mich nun sehr vorsichtig werden lässt.

Letztlich sind dies alles noch lose Gedanken und Spekulationen, die aber gerade durch das Einschreiten Elon Musks, kurz vor der Zahlenvorlage als die Aktie eine wichtige Trendlinie nach unten verletzt hatte, Sinn machen könnten. Elon Musk hat mit seiner Aktion einmal mehr viel Hoffnungen der Anleger in den Aktienkurs gepumpt, die enttäuschet werden könnte. Mit der genannten Steigerung um 65 Prozent sind die Erwartungen an die Zahlenvorlage am Montag noch einmal deutlich gestiegen. Vielleicht war dies also nun der zweite entscheidende Fehler den er gemacht hat? Für mich persönlich bedeutet der gestrige Anstieg somit nicht zwingend, dass das im Chart eingezeichnete 5-Wellen-Szenario nun vom Tisch ist. Auch ein weiterer Anstieg der Aktie kann selbstverständlich nicht ausgeschlossen werden, wenn die Wachstumsraten besser sein  sollten als erwartet. Am 3. November wissen wir sicherlich mehr…!

Porsche und VW – Da geht noch was (nach unten)!

Die Porsche Aktie ist ebenfalls so ein Kandidat, bei dem man im Moment etwas Vorsicht walten lassen muss. Denn die charttechnische Situation ist durchaus angespannt und wie ich hier mehrfach berichtet habe wartet auch in diesem Chart noch eine Kurslücke darauf geschlossen zu werden. Wie gestern schon erwähnt treten die Aktien der meisten Autobauer seit Wochen auf der Stelle und können sich nicht klar für eine Richtung entscheiden. Bis auf die BMW Aktie, die inzwischen für meinen Geschmack etwas viele Vorschusslorbeeren erhalten hat, befinden sich alle anderen Automobil- und Zulieferer-Aktien in einer Warteposition.

Warten darauf dass sich die Krim-Krise in Wohlgefallen auflöst und der Euro endlich wieder etwas Schwäche zeigt. Denn sowohl die Situation in der Ukraine/Russland als auch die unterschiedlichen Währungsturbulenzen haben durchaus das Zeug dazu die positiven Effekte der mühsam erarbeitete Erholung im europäischen Automarkt schnell wieder zu zerstören. Ein Blick in die Bilanzen der nächsten Quartale wird uns mehr Aufschluss darüber geben können…! Dementsprechend verständlich ist auch die Zurückhaltung der Anleger wenn es um die Aktien von VW, Porsche oder Daimler geht. Ein kurzer Blick auf die Charts verrät wie die Situation tatsächlich ist:

Porsche Chart mit offenem Gap

Die Porsche Aktie hat zuletzt deutlich nachgegeben und befindet sich in einem intakten Abwärtstrend, den man übergeordnet durchaus auch als Bullenflagge interpretieren könnte. Je nachdem ob dieser Trend nun weiter anhält oder nicht, besteht somit in beide Richtungen kräftiges Potenzial. Wie man auch deutlich sehen kann befand sich die Aktie heute morgen bereits an der ersten wichtigen Unterstützungslinie bei ca. 70,53 Euro, die schon mehrfach gehalten hat. Danach drehte die Aktie wieder dynamisch nach oben und notiert aktuell mit fast drei Prozent im Plus, um den oberen Bereich des Abwärtstrends erneut zu testen.

Aber auch das negative Szenario sollte nicht vergessen werden, denn erst ab Kursen oberhalb von 74,- Euro kann hier wieder etwas Entwarnung gegeben werden. Ein Unterschreiten der 70,53ger  Marke bringt das letzte Tief bei 70,07 Euro ins Spiel. Kann auch dieses Niveau nicht gehalten werden, sollte die Aktie dann zunächst bis in den Bereich um die 67,95 Euro abtauchen, was bereits unterhalb der 200-Tage Linie liegen würde. Auch das Schließen der offenen Kurslücke bei 64,60 Euro wäre dann durchaus denkbar. Langfristig betrachtet – um einen „sauberen“ Chartverlauf zu hinterlassen – würde ich dieses Szenario bevorzugen.

VW Vz Chart langfristig mit Trendlinien

Bei aller Freude über heute wieder leicht steigende Aktienkurse bei den Autobauern und Porsche im Speziellen, bleibe ich somit skeptisch was den kurzfristigen Anstieg der Aktien betrifft. Für heute hat ein Analystenkommentar den weiteren Abverkauf bei Porsche vorerst verhindert. Die Privatbank Berenberg hebt das Kursziel für die Porsche Aktie leicht von 100,- auf 104,- Euro an, was zugegebener Maßen ein ordentlicher Schluck aus der Pulle wäre, und wohl nur gelingen kann wenn auch die VW Stammaktie irgendwann über 200,- Euro notiert. Die VW Vorzugsaktie (siehe Chart2) ist inzwischen deutlich unter den seit Anfang 2013 bestehenden Aufwärtstrend gefallen und hat ebenfalls weiters Abwärtspotenzial bis in den Bereich 165 – 170,- Euro. Aus charttechnischer Sicht ist das prognostizierte Porsche-Kursziel aber keinesfalls in Stein gemeißelt…!

DAX 8.000 wir kommen – Google, Apple, Nokia, K+S und Research in Motion im Fokus

Erneut liegt eine durchaus bewegte, aber auch sehr erfolgreiche, Handelswoche hinter uns. Der S&P 500 hat sich damit weiterhin für das von mir im letzten Newsletter noch einmal geschilderte positive Szenario entschieden. Das Erreichen des genannten Kurslevels von 1.525 Punkten wird nun immer wahrscheinlicher. Allerdings befinden wir uns meiner Meinung anch immer noch in der dritten Welle einer Aufwärtsbewegung die demnächst durch die vierte Abwärtswelle – zumindest kurzzeitig – unterbrochen werden sollte. Im Anschluss kann dann das Ziel bei 1.525 Punkten endgültig in Angriff genommen werden. Eine (wahrscheinlich eher leichte) Konsolidierung vor dem finalen Anstieg ist also nach meinen Beobachtungen grundsätzlich noch zu erwarten. Diese kann dann von den Nachzüglern unter den Anleger noch einmal genutzt werden um weitere Positionen aufzubauen. Hier noch einmal der Chart von letzter Woche:

S&P Chart Analyse 130113

 

In der nun kommenden Woche nähert sich die US Berichtssaison nun schon wieder Ihrem Höhepunkt. Mit IBM Google, Apple, Cellgene, Halliburton und Starbucks stehen einige sehr wichtige Unternehmensdaten auf der Agenda, die durchaus das Potenzial haben den Markt nachhaltig in die ein- oder andere Richtung zu bewegen. Bislang wurde die Hausse, wie Sie wissen, nicht von allen Sektoren getragen. Während sich beispielsweise die Finanzwerte, über die ich letzte Woche berichtet habe, nahezu alle hervorragend geschlagen haben, gab es durchaus ein paar Sektoren, die immer noch deutliche Schwäche zeigen. Allen voran wäre hier wohl der Technologiesektor zu erwähnen, aber auch Telekommunikation, Biotechnologie und Rohstoffe gehörten zu den schwächsten Sektoren der letzten Wochen, während sich Industriewerte, Gas und Energie im Allgemeinen sowie der Einzelhandel und das Baugewerbe weiterhin hervorragend entwickelt haben.

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Insbesondere die Quartalszahlen von Google und Apple werden in der kommenden Woche somit Signalwirkung für den Technologiesektor haben. Bei beiden Unternehmen befürchten die Anleger nun schlechtere Ergebnisse als dies von Fachleuten ursprünglich vorausgesagt wurde. Besonderes Augenmerk werden Anleger, selbst im Falle besserer Ergebnisse, auch dem Ausblick auf die kommende Quartal schenken. Nur wenn beide Ergebnisse überzeugen, werden wir wohl im Anschluss eine deutliche Erholungsrally bei beiden Werten sehen. Und natürlich wird dies dann auch den gesamten Technologie-Sektor und den Gesamtmarkt weiter beflügeln..!

Bei dem aktuellen Lieblingswert der Deutschen,  Nokia stehen am Donnerstag Zahlen zur Veröffentlichung an. Die Eckdaten für das vierte Quartal wurden zwar schon vorab veröffentlicht, was auch zu dem starken Anstieg bei der Aktie geführt hat. Mit den detaillierten Zahlen dürften Anleger allerdings noch einmal etwas genauer hinsehen, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Im Schnitt gehen die Analysten nun von einem Gewinn in Höhe von fünf Cent je Aktie aus. Der Umsatz soll rund 8,1 Milliarden Euro betragen haben. Die finalen Verkaufszahlen der neuen Lumia Modelle und damit auch der Ausblick auf Künftiges, werden auch hier aber eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Weiterhin im Rally Modus befindet sich auch die Aktie des Blackberry Hersteller Research in Motion. Mit dem Überschreiten der wichtigen Hürde bei 15,- Dollar wurde nun ein starkes Kaufsignal ausgelöst. Grund hierfür waren erste Testberichte im Internet über das neue Betriebssystem und das Design der neuen BB 10 Modelle, die es offenbar durchaus mit den Produkten von Samsung und Apple aufnehmen können. Bei der RIMM Aktie gilt es zudem weiterhin zu bedenken dass diese eine der am meisten leerverkauften Aktien an der Wall Street war, und somit auch weiteres Short Squeeze Potenzial besitzt! Die offizielle Markteinführung des neuen Blackberry 10 ist für den 30. Januar 2013 geplant. Spätestens an diesem Tag wird der Markt dann wohl darüber entscheiden ob die aktuelle Rally auch weiterhin Bestand haben wird. Investors Inside Leser sitzen hier nun auf einem satten Gewinn von 128 Prozent seit dem 28. September und können diesem Termin wohl einigermaßen gelassen entgegen sehen…

Reserach in Motion Chart RIM

 

Fazit: Insbesondere am letzten Handelstag der Woche konnten die US Indizes aus charttechnischer Sicht noch einmal einen echten „Schluck aus der Pulle“ nehmen, was ich umso bullisher werten würde, da wir am kommenden Montag mit dem Martin Luther Kings Day einen Feiertag an den US Börsen haben. Normalerweise ist vor solchen verlängerten Wochenenden eher mit erhöhtem Verkaufsdruck zu rechnen. Zudem war am Freitag erneut Verfallstag für Futures und Optionen! Es ist also davon auszugehen dass hier nun weitere Short Positionen in größerem Umfang, vor dieser vielleicht entscheidenden Woche eingedeckt wurden. Die Nachricht der Woche war am Freitag das die Republikaner im US-Abgeordnetenhaus in der nun kommenden Woche die Schuldengrenze des Landes kurzfristig erhöhen wollen. Das lies die Kurse erneutsteigen und legt nun den Grundstein für eine weiterhin mögliche Rally im Dax, in Richtung der runden 8.000 Punkte Marke… Auch wenn ein kurzzeitiger Rücksetzer an den Börsen nun immer wahrscheinlicher wird, wie oben beschrieben.

Es ist aber auch dann weiterhin ganz entscheidend in welchen Sektoren man zur Zeit investiert ist. Mit einigen Aktien war in den letzten Wochen einfach kein Geld zu verdienen. Ich habe im Blog in den letzten Tagen unter anderem über E.ONThyssenKrupp und Metro dazu berichtet. Andere Aktie wie beispielsweise die von Hochtief, die ich hier vor wenigen Wochen vorgestellt habe, oder auch Daimler befinden sich weiterhin im Vorwärtsgang. Heute möchte ich Sie noch kurz auf meinen Artikel zur Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S aufmerksam machen. Hier zeichnet sich gerade eventeull eine Trendwende ab! Bei der Wacker Chemie Aktie halte ich ebenfalls an dem von mir geschilderten Szenario weiterhin fest.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche und stets die richtigen Entscheidungen.

Was ist los bei Leoni, Wacker Chemie und Aixtron ?

Nach der schlechtesten Woche an der Wall Street seit mehreren Monaten dürfte nun in absehbarer Zeit die Entscheidung anstehen in welche Richtung der Markt in den kommenden Wochen laufen will. Grundsätzlich ist die Bilanzsaison bislang einigermaßen im Rahmen der Erwartungen verlaufen, richtige Enttäuschungen gab es aus meiner Sicht nicht, eher sogar ein paar positive Überraschungen. Dennoch zeigt der Markt weiterhin deutliche Anzeichen von Schwäche, die man auf keinen Fall ignorieren sollte. Die Umsätze an den Börsen sind immer noch sehr dünn, was zudem natürlich Tür und Tor für die Großanleger öffnet, um die Kurse einzelner Aktien in die gewünschte Richtung zu buxieren. So auch heute wieder geschehen bei den Aktien von Leoni, Wacker Chemie und Aixtron. Hier wurden wichtige charttechnische Marken unterschritten, alle drei Aktien sind nun massiv überverkauft.

Die spannende Frage ist nun also ob es den Käufern in den kommenden Tagen gelingen wird die Aktien wieder über die zuvor wichtigen Unterstützungsmarken zu befördern. Denn eine überverkaufte Situation alleine ist noch kein aussagekräftiges Argument für den Kauf einer Aktie. Wie ich heute Morgen schon in den Kommentaren hier auf Investors Inside bemerkt habe stellen solche Kursstürze, wie wir sie bei Wacker Chemie, Aixtron und Leoni gesehen haben, nicht selten das Finale einer Abwärtsbewegung dar. Im Falle Wacker Chemie lag es bereits seit Tagen auf der Hand dass das Tief aus dem Jahr 2008 noch einmal getestet werden sollte. Zudem war die Nachricht dass dasUnternehmen heute in der Siliziumsparte Kurzarbeit einführen will nicht unbedingt förderlich für den Aktienkurs und ein willkommener Anlass den Kurs abstürzen zu lassen.

Bis zum Handelsschluss hat sich die Wacker Aktie nun bereits wieder deutlich von den Tiefständen erholt und notiert nur noch mit ca. 1,7 Prozent im Minus. Eine ähnliche Entwicklung haben wir heute bei Aixtron gesehen. Auch hier konnte das Minus am Ende des Tages wieder deutlich reduziert werden. Dennoch ist es zu früh um jetzt bereits wieder Entwarnung zu geben. Hier sollte nun zunächst aufmerksam beobachtet werden wie sich die Aktie in den kommenden Tagen verhält bevor man über einen Neueinstieg nachdenken kann. Erst ein Anstieg über die 10,- Euro Marke würde die Charttechnik wieder etwas aufhellen.

Die Enttäuschung des Tages war aber wohl für viele Anleger die Leoni Aktie. Das Unternehmen ist nicht nur als Automobilzulieferer sondern auch in der Luftfahrtbranche hervorragend positioniert. Nachteilig wirkt sich hier im Moment aus, dass Leoni einen Großteil seines Umsatzes in Europa erwirtschaftet. Der Markt befürchtet also dass sich die schwachen Verkaufszahlen der italienischen, spanischen und französischen Autohersteller negativ auf die Bilanzen bei Leoni auswirken werden. Zu Recht könnte man sagen, denn Peugeot und Co. haben ernsthafte Probleme. Allerdings sollte auch nicht vergessen werden dass diese Schwäche auch durch die Stärke von BMW, VW und Co. teilweise kompensiert wird. Die Leoni Aktie ist zudem auf dem aktuellen Niveau extrem günstig bewertet. Zwar kann auch hier ein weiteres Abrutschen des Aktienkurses nicht ausgeschlossen werden, nachdem die Unterstützung bei 28,- Euro nun unterschritten wurde, aus meiner Sicht überwiegen bei der Leoni Aktie aber eindeutig die mittelfristigen Chancen. Ich gehe davon aus dass auch hier noch einmal final abgefischt wurde, bevor die Aktie wieder nach oben dreht.

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VW und Audi mit erneutem China Rekord, Daimler verliert Ankeraktionär, neue Klage gegen Porsche

Schlag auf Schlag rauschen die guten und auch weniger guten Nachrichten momentan aus der Automobilindustrie herein. Während Daimler einen wichtigen Ankeraktionär verloren hat muss sich Porsche mit einer neuen (aber schon erwarteten) Klage rumschlagen. Nur der VW Konzern feiert einen Rekord nach dem anderen und lässt sich bei dem Erreichen der automobilen Weltherrschaft weder aus der Ruhe noch aus dem Konzept bringen. Heute wurden die neuen Daten aus China verkündet. Demnach hat VW seinen Absatz dort über die letzten neuen Monate wieder deutlich gesteigert. Mit insgesamt 1.52 Millionen abgesetzten Einheiten legte der VW Absatz in China also erneut um satte 17,2 Prozent zu. Die Premium Tochter Audi konnte den China Absatz gar um 31 Prozent (297.100 Autos) gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern.

Soweit zu den guten Nachrichten. Für Daimler läuft es derzeit offenbar alles andere als rund. Nach den warnenden Worten von Herrn Zetsche und den angekündigten Sparmaßnahmen hat nun offenbar einer der Ankeraktionäre die Geduld und das Vertrauen verloren. Angesichts der äusserst dürftigen Performance der Daimler Aktie in den letzten Monaten kann man das wohl auch gut verstehen. Nach heutigen Presseberichten hat das Emirat Abu Dhabi seinen gesamten Anteil  an Daimler abgegeben. Offenbar auch weil die Beteiligung sich wegen langfristiger Absicherungsgeschäfte negativ auf die Bilanz auswirke.  Was schon länger öffentlich diskutiert wurde ist nun also eingetreten. Ich glaube es gab erst vor kurzem ein Dementi von Daimler dazu, zumindest hat man gesagt man wisse von nichts. Das dazu! Abu Dhabi hat in jedem Fall sein Schnittchen bei dem Deal gemacht. Eingekauft wurden die Papiere im Jahr 2009 für durchschnittlich 20,27 Euro.

Der Staatsfonds Aabar besitze also keine direkten Stimmrechte mehr an dem Dax -Konzern hält aber noch an Zugriffsrechten auf bis zu 12,75 Prozent der Aktien des Konzerns fest. Nachdem die Katze nun aus dem Sack ist könnte dies sogar positive Folgen für den Aktienkurs haben. Zum einen dürfte dies unter Umständen erklären warum sich der Aktienkurs von Daimler in den letzten Wochen kaum von der Stelle bewegt hat und zum anderen hat sich der FreeFloat dadurch wieder deutlich erhöht, was am Ende auch die Möglichkeit einer (feindlichen?) Übernahme von Daimler wieder erhöht. Im Gegensatz zu den anderen deutschen Herstellern VW, Porsche, Audi und BMW steht Daimler diesbezüglich auf etwas wackeligen Füssen. Für Aktionäre hingegen könnte dieses mögliche Szenario sehr interessant sein, denn für knapp 40 Milliarden Euro ist Daimler doch eigentlich ein Schnäppchen, oder?

Die heutige Meldung über eine erneute Klage der Merckle-Unternehmensgruppe gegen Porsche in Höhe von 213 Millionen Euro habe ich zur Kenntnis genommen. Allerdings sollte man dazu noch erwähnen dass dieses Vorhaben der Merckle Erben nicht neu und schon länger bekannt ist. Bereits im Januar dieses Jahres war bekannt geworden, dass die Merckle-Erben Porsche mit Güteanträgen zu freiwilligen Schadenersatzzahlungen bewegen wollten. Eine aussergerichtliche Einigung ließ sich nicht erzielen da man offenbar bei Porsche die Forderungen als unbegründet angesehen hat. Auch die jetzt eingereichte  Klage hält man natürlich für unbegründet und wird sich entsprechend dagegen verteidigen. Meine Einstellung zu den ausstehenden Klagen gegen Porsche kenne  Sie ja schon. Ich glaube nicht dass man dem Unternehmen irgendwelche Unregelmäßigkeiten wird nachweisen können.

Aus meiner persönlichen Sicht haben nur zwei allzu menschliche Dinge  vorrangig zu den Verlusten vieler Anleger geführt…Gier und Fahrlässigkeit! Und damit meine ich ausdrücklich nicht Porsche! Ich kann nur dringend empfehlen das ganze mediale Grundrauschen zu unterdrücken und sich momentan auf die Price Action und die Charttechnik bei der Porsche Aktie zu konzentrieren, mehr dazu lesen Sie >hier<

VW , Porsche oder Daimler?

Die deutschen Autobauer präsentieren sich heute wieder etwas stärker. Nachdem bei den Aktien von VW, BMW und Daimler zuvor nahezu alle Gewinne seit Anfang August wieder abgegeben wurden, könnte nun die Trendwende eingeleitet worden sein. Die heutige Nachricht, dass die Absatzkrise der Automobilhersteller in Deutschland ein neuen Tiefpunkt erreicht hat stört die Anleger dabei offensichtlich nicht. Mit nur 250.000 abgesetzten Einheiten war der September einer der schwächsten Monate seit langem. Damit betrug der Rückgang der Verkäufe gegenüber dem Vormonat immerhin stolze 11 Prozent. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn aber nur 1,8 Prozent weniger Autos in Deutschland verkauft als im Vorjahr. Die starken Absatzzahlen in den Schwellenländern und den USA sollten diesen leichten Rückgang mehr als ausgeglichen haben.

Heute werden erneut die Automobilverkäufe aus den USA gemeldet. Mit Spannung wird nun von den meisten Anlegern die Beantwortung der Frage, ob sich der positive Trend auch im September weiter fortsetzen konnte, erwartet. Insbesondere VW hat sich der allgemeinen Schwäche in dem Segment in den letzten Monaten immer wieder entziehen können, während es bei Daimler offensichtlich nicht mehr ganz so rund läuft. Heute wurde zudem bekannt, dass die Stuttgarter, nach den Reduktionen im PKW Segment, nun auch Ihre Produktion in der LKW Sparte weiter auf Eis legen wollen. Die durchaus ambitionierten Ziele des Konzerns, in diesem Jahr eine durchschnittliche Umsatzrendite von 9 Prozent zu erzielen, halte ich unter diesen Umständen doch für einigermaßen gewagt. In den letzten zehn Jahren zuvor lag die durchschnittliche Umsatzrendite des Konzerns bei lediglich 4,3 Prozent. Eine Reduktion dieser Ziele mit der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal halte ich somit nicht für ausgeschlossen.

VW plant hingegen mit seiner LKW-Allianz aus Scania und MAN weitere Synergieeffekte zu heben. Zudem erwarten die Wolfsburger natürlich auch durch die nun erfolgte Integration von Porsche weitere Optimierungsmöglichkeiten in der Produktion. Der sogenannte modulare Querbaukasten soll dies ermöglichen. Zwar müssen auch die Wolfsburger in manchen Absatzgebieten dieser Erde entsprechend hohe Rabatte für Endverbraucher anbieten, jedoch sollte dies mit der eingschlagenen Produktionsstrategie etwas leichter von der Hand gehen als bei so manchem Konkurrenten. Langfristig dürfte sich der Volkswagen Konzern also nach meinem Dafürhalten weitere Wettbewerbsvorteile gegenüber den Kontrahenten sichern. Die Frage ist nun, warum sollte ich mir eine Daimler Aktie kaufen wenn ich auch an der erheblich spannenderen VW-Story beteiligt sein kann?

Die Antwort darauf ist relativ einfach: Sollte ich eigentlich nicht! Aber, beide Aktien sind auf dem aktuellen Niveau sehr günstig bewertet. Hinzu kommt noch dass ich mit einer Daimler Aktie eine wesentlich höhere Dividende erzielen kann, was zusätzlich für etwas mehr Stabilität in einem Depot sorgt. Während die für 2013 geschätzte Ausschüttung von VW bei ca. 3 Prozent liegen wird, zahlen die Stuttgarter eine satte Dividende von 7 Prozent. Diese Annahme beruht natürlich darauf, dass die gesteckten Ziele auch erreicht werden können. Grundsätzlich ist es natürlich so, dass man die Dividendenzahlung in der Höhe keinesfalls als sicher angesehen sollte. Dennoch, aus meiner persönlichen Sicht gibt es einfach zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze bei einer Investition in Daimler oder VW. Während der „gemeine“ Daimler Aktionär auf regelmäßige Erträge setzt, wettet der VW Aktionär auf die Wachstumsstory VW und will seine Erträge in erster Linie durch Kurssteigerungen des Aktienkurses erzielen.

Aktionäre müssen sich also lediglich entscheiden welche der beiden Anlagestrategien, sozusagen Value oder Growth am ehesten ihrem Naturell entspricht. Während ich hier so schreibe kommen gerade die ersten Daten aus den USA rein…VW plus 34,4 Prozent auf Jahressicht damit ein sattes Plus von 37,2 Prozent, Audi plus 26,5 Prozent und 18,5 Prozent auf Jahressicht, Porsche plus 26 Prozent im September, usw….Daimler und BMW konnten im einstelligen Prozentbereich zulegen. Für mich persönlich fällt die Antwort damit eindeutig aus! Wer es etwas spekulativer mag wettet mittels der Porsche Aktie auf die weiterhin positive Entwicklung der VW Aktie und natürlich einen guten Ausgang der noch ausstehenden Klagen gegen die SE. Das kommt aus meiner Sicht in gewisser Weise einer gehebelten Beteiligung an der VW Story gleich…

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Trading Update Commerzbank, Deutsche Bank, Jungheinrich, Stada, Vestas, Molycorp, VW uvm.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

Alle anderen Werte haben sich ebenfalls erwartungsgemäß entwickelt. Bankaktien wie die der Deutschen Bank gehörten zu den großen Wochengewinnern. Auch die Commerzbank Aktie arbeitet erneut an einem Ausbruch nach oben. Die 38 Tage Linie spielt dabei offensichtlich eine tragende Rolle und hat zuletzt mehrfach als Boden fungiert. Der Knoten bei der zweitgrößten deutschen Privatbank könnte nun mit der Rede von Mario Draghi am kommenden Donnerstag endgültig platzen. Denn unbegrenzte Anleihekäufe der Euro Krisenstaaten würden viele Unsicherheiten bei der Aktie beseitigen. Zudem arbeitet die Konzernführung weiterhin mit Hochdruck daran die Bank weiter zu verschlanken und künftig effizienter und weniger anfällig zu machen. Sicherlich werden dies Änderungen kurzfristig keine Wunder bewirken, aber die eingeschlagene Richtung stimmt.

Gold- und Silberaktien gehörten ebenfalls zu den großen Gewinnern der abgelaufenen Woche. Sehen sie sich die Charts von Barrick Gold, Goldcorp, Kinross, Iamgold, Hecla Mining & Co. etwas genauer an. Hier wurde bei nahezu allen Werten ein Ausbruch aus den seit Monaten bestehendenTrendformationen nach oben geschafft. Ich habe Ihnen exemplarisch für die Branche mal den Chart des GDX oben eingefügt. Ob dieser Ausbruch gehalten werden kann, oder die Aktien noch einmal in Ihre Trend zurück fallen werden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Zusammenfassend bleibt aber festzuhalten dass es deutlich schlechtere Setups gibt und das Risiko nach unten momentan überschaubar zu sein scheint. Der Kursverlauf bei den Aktien aus diesem Sektor hat zudem Signalwirkung – der Markt spekuliert offensichtlich weiterhin auf eine baldige Intervention der Notenbanken. Und somit kommen wir zu den letzten beiden Sektoren den ich heute gerne besprechen möchte…

Rohstoffaktien, sollten eigentlich auch von einer möglichen Lockerung der Geldpolitik profitieren können. Die Flutung des Marktes mit frischem Geld hat traditionell zur Folge dass Rohstoffaktien im Allgemeinen, ebenso wie Gold- und Silber Aktien im Speziellen, deutlich zulegen können. Bislang ist aber bei Rohstoffwerten eher das Gegenteil der Fall (siehe Chart 1 Year Performance weiter unten), was man durchaus noch als Kontraindikation betrachten kann. Allerdings muss man dazu sagen dass im Gegensatz zu Gold die Rohstoffpreise zuletzt deutlich unter Druck waren, was wiederum bereits im letzten Quartal auf die Gewinnmarken der großen Rohstoffkonzerne gedrückt hat. Fachleute gehen aber davon aus dass wir bis zum Jahresende noch eine kräftige Erholung bei den meisten Rohstoffwerten sehen werden. Ich sehe das genau so, ohne jetzt auf die einzelnen Faktoren bei der Preisentwicklung eingehen zu wollen. Zudem sind einige Rohstoffwerte historisch günstig bewertet und bieten eine ausgezeichnete Dividendenrendite. Allerdings zeigt der Trend noch nach unten, eine Bodenbildung sollte unbedingt abgewartet werden. Wer also auf  diesen Sektor und eine Jahresendrally – ausgelöst durch die Maßnahmen der Notenbanken – setzen möchte der sollte sich bald entsprechend positionieren. Ich werde in Kürze hierzu eine Aktien Analyse auf Investors Inside veröffentlichen..

Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer sind Automobilaktien  in der letzten Woche kräftig unter die Räder gekommen. Im letzten Newsletter hatten ich Sie ja darüber informiert dass ich mit einer kurzfristigen Schwäche rechne. Auch dieser Trend könnte noch ein paar Tage anhalten, bevor er dreht. Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre eine weitere Korrektur um die 5 bis 10 Prozent durchaus noch möglich. Dann allerdings sehe ich mit Blick auf das Jahresende 2012 wieder hervorragende Einstiegsgelegenheiten in dem Sektor. Daimler unter 37,- Euro, BMW unter 55,- und VW Vz bei ca. 132,- Euro wären für mich nun erste Zielmarken um über einen Neueinstieg nachzudenken.

Wird Mario Draghi liefern was er versprochen hat?

Die vergangene Handelswoche war mal wieder eher unspektakulär. Große Kursbewegungen blieben aus, und auch der Rücksetzer vom Donnerstag erwies sich einmal mehr als kurzes Intermezzo der Bären, die weiterhin nicht überzeugen können bzw. trotz der immer noch sehr dünnen Börsenumsätze eine weitere Chance verpasst haben das Bild zu drehen. Ben Bernankes Rede am Freitag brachte das erwartete Ergebnis – nämlich gar keines. Und das war am Ende auch gut so, denn eine konkrete Ankündigung für Anleihekäufe oder ähnliches hätte wahrscheinlich sogar mit einer „Sell the News“ Reaktion des Marktes geendet. Meine Erwartung dahingehend dass wir eher eine Bestätigung der bisherigen Aussagen der FED sehen werden, und damit die Hoffnung der Marktteilnehmer weiterhin aufrecht erhalten wird, hat sich somit bestätigt. Der Markt geht nach der Rede Benankes nun fest davon aus dass ein weiters QE3 Programm noch im September beschlossen wird…!

Am kommenden Donnerstag wird Mario Draghi seinen vollmundigen Worten „alles zu tun“ auch Taten folgen lassen müssen. Der Markt erwartet das sich der EZB Chef auch gegen den Widerstand Weidmanns und der Bundesbank dazu entschlossen haben könnte erste konkrete Details zu seinem Anleihekaufprogramm bekannt zu geben. Ich gehe davon aus dass zumindest mögliche Varianten vorgestellt werden, wenn diese auch noch an die ESM Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichtes gebunden sein dürften. Im Gegensatz zur Rede Bernankes ist das Enttäuschungspotenzial bei einer Verfehlung dieser Erwartungen aber auch deutlich höher. Denn letztlich hängt nicht nur Europa sondern auch die US Wirtschaft und der Rest der Welt an der Zukunft und Stabilität Europas. Mario Draghi dürfte sich dieser Verantwortung durchaus bewusst ist. Nicht zuletzt die Absage der Teilnahme an dem Notenbänker Treffen in Jackson Hole, wegen eines überhöhten Arbeitspensums, lässt darauf schließen dass hier nun auch an konkreten Umsetzungen zur Stabilisierung der Situation in Europa gearbeitet wird.


Für die kommende Woche erwarte ich zudem dass wir nun endlich eine deutliche Zunahme der Handelsaktivitäten an den Börsen sehen werden. Viele Marktteilnehmer sind aus Ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt und dürften Ihre Tätigkeit bald wieder aufnehmen. Die Volatilität könnte also kurzfristig noch einmal etwas zunehmen. Am Montag wird in den USA der Labor Day gefeiert, die Börsen bleiben somit traditionell geschlossen. Gerade die positive Reaktion des US Marktes am Freitag – nach der Rede Bernankes – und vor allem vor dem langen Wochenende in Amerika, spricht weiterhin für steigende Aktienkurse am Anfang der Woche. Marktteilnehmer die immer noch an der Seitenlinie stehen, ebenso wie die Halter von Short-Positionen werden spätestens nach der Rede Draghis am Donnerstag extrem nervös werden, wenn der EZB Chef liefert was er versprochen hat.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

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In diesem Sinne, es bleibt gerade in den kommenden Wochen ganz entscheidend wann man in welchem Sektor investiert ist. Ich werde Sie wie immer bei der Auswahl unterstützen und Sie natürlich auch auf Investors Inside regelmäßig über die wichtigsten Veränderungen auf dem Laufenden halten. Für den DAX hat sich in den letzten 8 Tagen nichts zu meiner Einschätzung von letzter Woche geändert. Somit gibt es hier auch nichts Neues zu berichten. Zunächst einmal wünsche ich Ihnen somit noch ein schönes Rest-Wochenende und einen guten Start in die kommende Handelswoche.

Daimler solide, MAN patzt…und VW?

Nachdem Daimler die Zahlen zum abgelaufenen Quartal bereits vorgelegt hat ist heute VW an der Reihe. Das Zahlenwerk der Stuttgarter kann man als durchaus solide bezeichnen, so richtig begeistern wollen mich die Daten aber nicht. Der Markt hatte offenbar Schlimmeres erwartet und feierte die Daten von Daimler gestern mit einem kräftigen Anstieg der Aktie. Das lag aber wohl auch daran dass die Aktie zuvor kräftig verprügelt worden ist und eine Gegenbewegung längst überfällig war. Daimler hat im letzten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten, hält aber an der Gesamtjahresprognose weiterhin fest. Die Bestätigung der Umsatz- und Gewinnziele für das Gesamtjahr war dann auch der treibende Faktor beim Aktienkurs, denn die im Vorfeld der Zahlen befürchtete Gewinnwarnung für das Gesamtjahr blieb somit aus.

Auch der Volkswagen AG traut der Markt weiterhin viel zu. Zwar musste die VW Tochter, MAN gestern einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses berichten, bei den PKW-Töchtern sollte es aber weiterhin gut laufen. Die Gesamtauslieferungen der VW Gruppe sollten um mindestens 8,1  Prozent auf 2,29 Millionen Fahrzeuge gesteigert worden sein. Das operative Ergebnis des Konzerns soll trotz hoher Investitionen um gut ein Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert worden sein, wohingegen der Umsatz kräftig um 18 Prozent auf gut 47,5 Milliarden Euro zugelegt hat. Bei den tatsächlichen VW Zahlen wird es aber viel mehr auf den Gesamtjahresausblick ankommen. Ich gehe davon aus dass man sich seitens VW weiterhin vorsichtiger äussern wird was die Jahresziele anbelangt, am Ende werden diese aber wohl wieder übertroffen werden…

Insgesamt bleibt festzuhalten dass die makroökonomischen Bedingungen auch für die Premium Autobauer nun so langsam als herausfordernd bezeichnet werden können. Dennoch gehe ich immer noch davon aus dass die Top Autobauer dieser Welt Ihre Guidance für das laufende Jahr erfüllen werden. Letztlich wird auch der niedrige Euro Kurs und die deutlich zurück gegangenen Rohstoff- und Energiepreise einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Bei der VW Aktie wird es dann aber eigentlich erst ab dem dritten Quartals so richtig interessant, wenn auch die Porsche Daten mit in die Bilanz einfließen werden.

Gewinnwarnung bei Infineon, Salzgitter… Siemens und Daimler?

Anleger ziehen sich immer weiter aus Ihren Investments zurück, die Umsätze an den Börsen sind entsprechend dünn. Zudem haben wir in den kommenden Wochen die „Saure-Gurken-Zeit“ in der viele Marktteilnehmer im Urlaub sind. Dieser Faktor dürfte die Börsenumsätze weiterhin sehr gering und die Volatilität hoch halten, was es wiederum den Kaufprogrammen der institutionellen Investoren deutlich einfacher macht den Markt in die gewünschte Richtung zu bewegen.

Auffällig ist heute dass es nun in manchen Branchen tatsächlich schon zu den ersten Gewinnwarnungen kommt. Infineon hat gestern regelrecht schockiert. Die Aktie fiel nach nun deutlich schlechterem Ausblick um über 12 Prozent. Auch bei Siemens munkelt der Markt dass das Unternehmen demnächst eine Gewinnwarnung herausgeben könnte. Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter geht nun davon aus dass man im Gesamtjahr 2012 einen Verlust in der Stahlsparte verbuchen muss, was den gesamten Stahlsektor heute belastet. Insgesamt dürfte die Reaktion auf die Salzgitter Meldung heute aber mehr als übertrieben sein. Warum man seitens des Unternehmens gerade in einem solchem Börsenumfeld eine nahezu überflüssige Warnung herausgibt darf somit durchaus gefragt werden. Ich erinnere noch einmal kurz daran dass die Salzgitter Aktie sich auf einem Sieben-Jahres-Tief befindet, und der Konzern seine Gesamtjahresprognose heute erneut bestätigt hat. Mal sehen ob wir in den kommenden Tagen hier Insiderkäufe sehen werden…?

Grundsätzlich muss man davon ausgehen dass die Eurokrise Ihre Spuren in den Bilanzen vieler Unternehmen hinterlassen haben dürfte. Somit rechnen Fachleute inzwischen auch mit einem eher verhaltenen Start in die nun bald beginnende Berichtssaison. Für viele Branchen werden die Ziele wohl leicht nach unten revidiert werden müssen, ein echter Einbruch, wie ihn uns die Medien teilweise verkaufen wollen, sieht jedoch anders aus. Aussagen wie die des Siemens Finanzvorstandes Joe Kaesser helfen nicht unbedingt um weiteres Vertrauen in deutsche Unternehmen zu schaffen. Probleme in einzelnen Abteilungen des Konzerns, die zudem wohl absehbar waren, sollten nicht so dargestellt werden als sei es in allen Bereichen grundsätzlich schwierig geworden.

Analysten reduzieren nun wieder reihenweise und teilweise sehr deutlich ihre Kursziele für Aktien die sie zuvor noch zum Kauf empfohlen haben. So auch heute geschehen bei Daimler. Der Automobilsektor gerät in den letzten Tagen zunehmend unter Beschuss. Dabei dürfte dieser wohl einer der wenigen sein der im zweiten Quartal noch hervorragende Ergebnisse liefern wird. Auch auch auf mittlere Sicht sieht es bei den deutschen Premium Herstellern weiterhin gut aus. Die heraufbeschworene Schwäche in China ist wohl eher Jammern auf sehr hohem Niveau. Die hier getroffenen Aussagen sind aus meiner Sicht eher klassischen Kontraindikationen die man in den letzten Krisen immer wieder beobachten konnte. Wir haben es grundsätzlich also mit Stimmungen zu tun die deutlich schlechter ist als die tatsächliche Lage dies erwarten lässt. Normalerweise spricht nun vieles dafür dass man sich ausgesuchte Aktien wieder ins Depot legen sollte, wären da nicht die große Unbekannten…

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