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Deutsche Bank Aktie – Hier droht der Absturz!

Schwach ist sie – die Aktie der Deutschen Bank! Verglichen mit der Performance der kleinen Schwester Commerzbank könnte man auch sagen, das der Kursverlauf in den letzten Wochen geradezu katastrophal war. Nicht enden wollende Skandale und nicht gerade üppige operative Ergebnisse haben dazu geführt, das die Anleger ihre Vertrauen in den deutschen Branchenprimus offensichtlich verloren haben. Und auch wenn die Bank bemüht ist Ihre Altlasten nach und nach abzubauen, tauchen immer wieder neue Verdachtsmomente auf, die den Titel einfach nicht zur Ruhe kommen lassen. Zuletzt dürfte die öffentliche Diskussion um das „merkwürdige“ Goldpreis Fixing der letzten Jahre wohl erneut das Anlegervertrauen auf eine harte Probe gestellt haben. Konkrete Erkenntnisse gibt es hier bislang noch nicht, aber alleine der Verdacht dürfte ausreichen um Anleger erneut deutlich vorsichtiger werden zu lassen. Die kürzlich erfolgte Einigung mit den Kirch-Erben ist da eher nur eine unbedeutende Randnotiz.

DB Chart mit Trends Analyse

Die ganze Misère der Deutschen Bank lässt sich natürlich auch am Aktienkurs ablesen. Der zuletzt gestartete Ausbruchsversuch nach oben sah vielversprechend aus, hat sich aber letztlich als Bullenfalle entpuppt. Spätestens beim Rückfall unter die hier eingezeichneten grünen Linien hätte man also die Reißleine ziehen sollen, um das weitere Geschehen erst einmal in Ruhe zu analysieren. Heut befindet sich die Aktie inzwischen nun in einer, aus charttechnischer Sicht, äusserst gefährlichen Situation. Frei nach dem Motto: „Was nicht steigen will fällt irgendwann“ droht der DB Aktie nun der Abstieg in deutlich tiefere Regionen, wenn das aktuelle Niveau nicht gehalten werden kann.

DB Chart kurzfristig

Deutlich zu erkennen ist die in beiden Charts eingezeichnete rote Abwärtstrend Linie, die nun auf den längerfristigen Aufwärtstrend (ebenfalls rot) trifft. Das legt nahe, dass hier in Kürze eine Entscheidung anstehen sollte, die das charttechnische Bild in den kommenden Monaten bestimmt. Ein Unterschritten des Aufwärtstrends, wie zuletzt gesehen, ist ein erstes deutliches Warnsignal. Gelingt es nun also nicht die Aktie über dieser Linie zu stabilisieren und den kurzfristigen Abwärtstrend zu überwinden, dann droht Ungemach. Die blaue Unterstützungslinie bei 33,60 Euro, an der die Aktie zuletzt immer wieder nach oben drehen konnte, bietet dann die letzte Unterstützung und sollte unbedingt beachtet werden. Eine weitere Unterstützung stellt die hier eingezeichnete schwarze Linie dar, die momentan bei ca. 34,- Euro verläuft.

Die Aktie notiert zudem gerade an der 200-Tage-Linie was sich nun entweder unterstützend auswirken sollte, oder bei einem Unterschreiten ein zusätzliches und deutliches Verkaufssignal liefert. Eine durchaus mögliche Klage gegen die Deutsche Bank wegen des Verdachts auf Manipulation des Goldpreises, dürfte also zur Unzeit kommen und könnte dramatische Auswirkungen auf den Aktienkurs haben. Unbedingt beobachten!

Deutsche Bank – Eingekeilt

Während sich die Aktie der Commerzbank in den letzten Tagen eher zum Highflyer entwickelt hat dümpeln die Anteilsscheine der Deutschen Bank Aktie weiterhin so vor sich hin. Viele Analysten und Fachleute raten nun schon seit Wochen  zum Kauf des deutschen Branchenprimus, doch so richtig abgeben will der Titel dennoch nicht. Die Aktie sei günstig bewertet, und zudem der zweitgünstigste Bankentitel in Europa… war zu lesen. Das mag grundsätzlich ja auch stimmen, ist aber aus meiner persönlichen Sicht, aufgrund der sonstigen „Problemchen“ der Bank, nicht abschließend und seriös zu beurteilen. Aus rein charttechnischer Sicht ist die Situation bei der Aktie weiterhin durchaus schwierig, wenn auch sehr interessant.

 

Deutsche Bank Chart mittelfristig

Wie man deutlich sehen kann befindet sich die Deutsche Bank Aktie seit längerem in einem symmetrischen Dreieck. Zwar wurde die obere Begrenzung dieser Formation kürzlich erneut getestete, es gelang der Aktie aber nicht nach oben auszubrechen. Weiter kommt noch hinzu, dass das noch offenen Gap zwischen 35,28 und 35,68 Euro nicht geschlossen werden konnte, was ich zunächst negativ werten würde. Aus heutiger Sicht ist es somit wohl eher wahrscheinlich, dass die untere Begrenzung des Dreiecks demnächst noch einmal getestet werden könnte. Zumindest ein weiterer Rücksetzer bis in den Bereich des letzten Ausbruchslevels aus dem untergeordneten Trend bei 33,70 Euro, oder aber dem letzten Verlaufshoch knapp unter der Marke von 34,- Euro, erscheint nun sehr wahrscheinlich zu sein.

Ein wirklich positives Signal wäre also erst nach dem Ausbruch aus dem Keil nach oben und dem Schließen der Kurslücke zu erwarten, Dann wartet allerdings bereits bei ca. 36,50 Euro der nächste massive Widerstand! Die DB Aktie bleibt damit weiterhin unter intensiver Beobachtung, ein Einstieg drängt sich aber erst auf wenn die hier genannten Marken abgearbeitet wurden.

Fettes Minus bei der Deutschen Bank…!

Es hatte wohl niemand mit richtig guten Zahlen bei Deutschlands größtem Bankhaus gerechnet, aber was die Deutsche Bank heute abgeliefert hat dürfte dem ein oder anderen Analysten wohl doch sauer aufstoßen. Der Verlust im abgelaufenen Quartal beläuft sich auf 2,1 Milliarden Euro. Nicht nur die Höhe sondern auch der Grund der Sonderbelastungen die die DB im letzten Quartal verbucht hat sind dabei durchaus bemerkenswert. Insgesamt wurde das Ergebnis alleine durch die diversen Rechtsstreitigkeiten (und davon gibt es ja auch weiterhin genug!) um eine Milliarden Euro belastet. Sonstige „Sonderbelastungen“ wie die Kosten für die Umstrukturierung des Bankhauses oder auch des Skandals um manipulierte Referenzzinsen beliefen sich demnach auf weitere 1,9 Milliarden Euro.

Über das Jahr gesehen brach der Gewinn der Deutschen Bank damit um satte 85 Prozent, auf nur noch 655 Millionen Euro ein. Auch die Investmentbank fuhr im abgelaufenen Quartal einen Verlust ein, was ich angesichts des hervorragenden Quartals an den Börsen ebenfalls bemerkenswert finde. Die ohnehin schwächelnde Vermögensverwaltung blieb ebenfalls weiterhin ein Verlustbringer für Deutschlands größtes Bankhaus.

Viele der  heute sehr teuren „Problemfälle“ und Rechtsstreitigkeiten hat Anshu Jain wohl zu einem gewissen Teil direkt mit zu verantworten, da viele Prozesse in seinen ehemaligen Bereich, das Investmentbanking fallen. Ob mit diesem Quartalsergebnis nun aber schon alle Altlasten aufarbeitet wurden, wage ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Ich bleibe aber angesichts der Fülle von Verfehlungen und schwebenden Ermittlungen auch für die kommenden Quartale eher skeptisch. Der Imageverlust durch die verschiedenen Skandale sollte aus meiner persönlichen Sicht nicht unterschätzt werden.

Die beiden Vorstände Jain und Fitschen versprachen den Anlegern heute dennoch eine Dividende in gewohnter Höhe von 75  Cent, um die Anteilseigner weiterhin bei Laune zu halten. Aus meiner Sicht ein weiterer Schritt in die falsche Richtung..! Ob das am Ende reichen wird, um die Aktie auf dem aktuellen Niveau zu halten, bleibt noch abzuwarten. Nach dem heutigen Quartalsergebnis habe ich mein erwartetes Kursziel für die DB Aktie nun von 34 auf 32,50 Euro weiter reduziert – auch wenn der Markt heute Morgen offensichtlich anderer Meinung ist! Die Aussichten dass die DB nun doch erst einmal ohne Kapitalerhöhung ausommen will, reicht manchen Anlegern offenbar.

…Was ist nur aus den guten alten und völlig überzogenen Renditeversprechen Josef Ackermanns geworden?

Kurzupdate Rheinmetall, Peugeot, ThyssenKrupp, Deutsche Bank, Commerzbank E.on und VW

Es ist schon fast Weihnachten und ich habe meine Aktivitäten hier im Blog etwas runter gefahren, wie Sie vielleicht in den letzten Tagen schon gemerkt haben. Trotzdem gibt es auch in diesen Tagen noch ein paar bemerkenswerte Nachrichten, die ich hier nun kurz zusammenfassen möchte. Das wichtigste des Tages sozusagen…

– Die Citigroup senkt Rheinmetall auf „Neutral“ und sieht das Kursziel bei 35,- Euro. Die Reaktion der Aktie heute dürfte deutlich übertrieben sein und die Aktie in ein paar Tagen wieder deutlich höher stehen. Auf- oder Abstufungen von Aktien durch Analysten sollten der letzte Grund sein warum man sich an einem Unternehmen beteiligt!

– Peugeot sichert sich eine neue Kreditlinien in Höhe von 11.5 Milliarden Euro zur Refinanzierung. Bereits gestern hatte Peugeot-Citroen seine Zusammenarbeit mit General Motors (Motors Liquidation) besiegelt. Plattformen sollen künftig gemeinsam entwickelt und der Einkauf in Europa zusammengelegt werden. In spätestens fünf Jahren wollen die beiden Partner dadurch insgesamt 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr sparen. Der Einstieg um die 4,40 Euro auf dem Höhepunkt der schlechten Stimmung hat sich somit als richtig erwiesen. Unsere Newsletter Leser waren rechtzeitig dabei.

– ThyssenKrupp sollte sowohl aus charttechnischer Sicht als auch fundamental bald korrigieren. Zudem wurde gestern bereits bekannt, dass nun auch noch die Deutsche Bahn eine Schadenersatzklage gegen den Konzern beim Landgericht Frankfurt eingereicht hat. Dem deutschen Stahlkocher drohen damit, zusätzlich zu den enormen Belastungen aus der gescheiterten Amerika-Expansion, Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe. Der Rebound Trade seit der Veröffentlichung der Quartalszahlen wurde gestern abgeschlossen und die Position vollständig verkauft.

– Die Deutsche Bank Zentrale wird erneut von der Staatsanwaltschaft durchsucht. Dieses Mal wurden Unterlagen die den Kirch Prozess betreffen sicher gestellt. Das damit zusammenhängende Ermittlungsverfahren wegen versuchten Prozessbetrugs richtet sich weiterhin gegen die früheren Bankchefs Josef Ackermann und Rolf Breuer, ebenso wie Ex-Aufsichtsratschef Clemens Börsig und den ehemaligen Personalvorstand Tessen von Heydebreck wegen des Verdachtes auf Falschaussage. Weiterhin nur Image schädigende Nachrichten aus dem Hause DB…Ich fühle mich mit dem Verkauf meiner Position vor wenigen Tagen immer noch sehr wohl.

– Die Commerzbank Aktie präsentiert sich auch heute wieder stabil. Wie bereits hier geschrieben muss die Aktie nun die Hürde bei 1,52 Euro überwinden um noch einen kräftigen Endspurt hinlegen zu können. Wichtig ist und bleibt, dass die 1,48 Euro jetzt nicht mehr nachhaltig unterschritten wird. Laufen lassen…!

– E.on hat mit einem Investmentfonds aus Schweden EQT ein Joint Venture geschlossen. Demnach wird die Abfallsparte nur noch zu 49 Prozent den Düsseldorfern gehören. Im Gegenzug will EQT 500 Millionen Euro in das Gemeinschaftsunternehmen stecken. Die Restrukturierung des Konzerns wird weiter konsequent umgesetzt. Ich erwarte hier weiterhin eher höhere Kurse im kommenden Jahr.

– VW will auch im Nutzfahrzeuggeschäft künftig um 5 Prozent jährlich wachsen. Den Aktionären gefällts und die Aktie markierte heute ein neues Jahreshoch bei 172,95 Euro. Der Anstieg dürfte auch in den kommenden Tagen weiter gehen. Kursziel ist nun die Zone 180 bis 186,- Euro. Schon jetzt sehen viele Analysten Kursziele über 200,- Euro in Kürze. Das sollte aber dann spätestens um diese Marke herum zur Vorsicht mahnen.

Sollte es dem Gesamtmarkt heute gelingen weiterhin freundlich zu tendieren, oder gar die eher schwachen Vorgaben von gestern wieder auszugleichen, dann stehen die Chancen für den Start einer sogenannten Santa Claus Rally nicht schlecht. Nicht nur das dieses Event heute in meinem Börsenkalender steht, sondern auch die Tatsache dass es deutlich mehr bullishe Signale gibt als umgekehrt haben mich veranlasst meine Investitionsquote auch weiterhin nahezu unverändert hoch zu halten. Insbesondere der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich weiterhin von seiner besten Seite. Morgen erwartet uns mit dem finalen Hexensabbat des Jahres wohl noch einmal ein eher turbulenter Tag. Auch hier rechne ich aber eher damit den ein oder anderen Short Squeeze zu sehen als stark nachgebende Aktienkurse. Auffällig bleibt die Schwäche bei Gold und Silber… doch dazu mehr in den Weihnachtstagen…!

Deutsche Bank verkaufen, Commerzbank kaufen?

Die Aktie der Deutschen Bank ist seit Tagen wieder massiv unter Druck und das nicht ohne Grund. Egal ob man nun den Libor Skandal oder die zuletzt durchgeführte Großrazzia bei der Bank, den Verdacht gegen den Vorstand oder die kürzlich ausgesprochene Gewinnwarnung nimmt, es lässt sich nicht mehr viel Positives finden. Dabei läuft es rein operativ gar nicht mal so schlecht, aber „Sonderfaktoren“ dürften auch in naher Zukunft weiterhin die Ergebnisse der Deutschen Bank belasten. Lange Rede kurzer Sinn, ich habe mich gestern bereits entschlossen mich von meiner zugegeben bei 23,15 Euro günstig erstandenen Position bei der DB zu trennen. Heute ist die Aktie dann zum Handelsbeginn weiter gefallen und hat damit den bestehenden Aufwärtstrend verletzt. Ein deutliches Warnsignal!

DB Chart Trendbruch

Vielleicht kenne Sie das Gefühl, mit einer Position in Ihrem Depot komfortabel im Plus zu sein, und sich deswegen nur schwer davon trennen zu können weil Sie eigentlich noch höhere Kurse erwartet hatten? Mein ursprünglicher Plan, bzw. mein Trading Ziel für einen aktiven Verkauf der Position lag knapp unter der 40,- Euro Marke. Zuletzt habe ich ja auch darüber berichtet, dass hier langfristig noch sehr viel mehr drin sein könnte, aber diese Sichtweise hat sich nun grundlegend geändert. Der Verkauf der Aktien ist mir somit sehr leicht gefallen… Selbst für den Fall dass die Aktie nun doch weiter steigen sollte – was ich nicht glaube – würde ich keinen Wiedereinstieg wagen, solange sich diese negativen Nachrichten nicht in Wohlgefallen aufgelöst haben, oder im Aktienkurs „verarbeitet“ wurden. Eine solche „Verarbeitung“ wäre aus rein charttechnischer Sicht mindestens ein Rückgang bis in den Bereich um die 28,- Euro.

Grundsätzlich erwarte bei der DB Aktie also in der nächsten Zeit hier nicht mehr mehr viel Gutes. Das mag sich auch wieder ändern aber, der momentan verursachte Imageschaden durch die Ereignisse der letzten Wochen, dürfte auch irgendwann auf der Kundenseite durchschlagen und könnte dann die künftigen Ergebnisse der Bank belasten. Denn, derzeit gibt es wohl keinen Banken-Skandal an dem die „Deutsche“ nicht beteiligt ist! Das wirft nicht nur ein eindeutiges Bild auf den ganzen Sumpf der Branche in den letzten Jahren und insbesondere auf den deutschen Branchenprimus (auch unter Herrn Ackermann!?), sondern irgendwie auch auf unsere Nation. Das ist im Übrigen die gleiche Nation die gerade dabei ist dem Rest der Welt zu erzählen wie „sauber“ man sich für die Zukunft aufstellen sollte…! Passt irgendwie nicht zusammen!

Wie auch immer…die Deutsche Bank hat´s vergeigt. Der Chart sieht nicht mehr gut aus und eine deutliche Korrektur ist wohl überfällig. Ich bin raus und komme somit zum zweiten Branchenvertreter – der Commerzbank. Ganz anders als bei der DB sieht der Chart hier nun wieder einigermaßen vielversprechend aus. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich zuletzt eher nicht mehr so zuversichtlich war was den grundsätzlichen Werdegang der CoBa betrifft…aber kurzfristig ergeben sich hier nun durchaus wieder interessante Perspektiven…!

Commerzbank Chart mit Fibo und Trends

Wie man deutlich sehen kann befindet sich die Aktie nun wieder in einem aufwärts gerichtetem Keil, der aber momentan von einem kräftigen Widerstand gekreuzt wird. Die hier etwas dicker eingezeichnete Linie ist die Abwärtstrend-Linie vom letzten Hoch bei 2,20 Euro. Wird dieser Widerstand nun gebrochen wäre eine schnelle Kursbewegung in Richtung des nächsten Widerstands (Abwärtstrend seit Mitte September) bis ca. 1,515 Euro zu erwarten. Erst hier fällt dann die eigentliche Entscheidung darüber ob es nun gelingen kann die Aktie wieder in Höhere Regionen zu katapultieren, wie ich > hier < bereits beschrieben habe. Bis dahin ist alles nur Rauschen. Kurzfristig gilt also – ein Sprung über 1,43 Euro löst die Kursbewegung bis 1,50 Euro aus, die ich nun zunächst für sehr wahrscheinlich halte. Die 200-Tage Linie verläuft derzeit bei ca. 1,45 Euro. Über dieser Linie wäre das Gesamtbild dann wieder deutlich bullisher!

Deutsche Bank vs. Commerzbank – Konsolidierung der Bankenlandschaft voraus?

Die Commerzbank Aktie kommt erwartungsgemäß auch in der aktuellen Erholungsbewegung nicht so richtig aus der Hüfte. Nicht nur die immer lauter werdende Kritik an der Phantasielosigkeit des Rettungsplans für die Bank lasten weiterhin schwer auf dem Aktienkurs, sondern auch der charttechnische Schaden, der seit der Pressekonferenz von Blessing & Co. entstanden ist. Zu unbeherzt und wenig kreativ… urteilen die meisten Analysten, andere, wie Börsenlegende Bernecker, beispielsweise haben sich gar völlig entsetzt gezeigt, ob des mangelnden Ideenreichtums unter den Führungskräften bei der CoBa.. Aktuelle und sehr lesenswerte Stimmen dazu finden Sie unter anderem auch in der Kolumne meines geschätzten Blogger-Kollegen Dirk Elsner im „The Wall Street-Journal“ > hier <.

Wie geht es nun weiter bei der Commerzbank, wollen die Anleger wissen. War es das jetzt mit dem aktuellen Rücksetzer?  Oder kommt alles noch viel schlimmer? Wir haben noch ein paar harte Jahre vor uns!….Na und, werden die meisten wohl sagen, denn der gemeine Commerzbank Aktionär ist leidgeprüft und hart im Nehmen. Fest steht dass Commerzbank Aktionäre, neben anderen Charaktereigenschaften wohl eine ganz besonders brauchen, – Geduld! Inzwischen geht mancher Fachmann davon aus dass das die Talsohle in der europäischen Schuldenkrise nun durchschritten ist. Ich persönlich bin mir da in Zeiten des Kaputtsparens ganzer Länder, der Immobilienblasen, teilweise exorbitanter Arbeitslosenquoten, rückläufiger Firmengewinne und möglichen Schuldenschnitten noch nicht ganz so sicher! Dennoch raten immer mehr Analysten zum langfristigen Kauf von Bankaktien – auch Commerzbank Aktien!

Deutsche Bank Chef Anshu Jain sieht die globale Bankenbranche vor neuen Herausforderungen und einer Konsolidierung. Auch für mich stellt sich die Frage – welche Bank wird langfristig überleben, wenn es ganz knüppeldick kommt? Die Deutsche Bank zähle ich in jedem Fall zu den Überlebenden. Sollte Deutschlands erstes Bankhaus irgendwann pleite gehen, dann finden wir uns in einem ganz anderen wirtschaftlichen Umfeld wieder, glauben Sie mir! Ich denke diesen Fall kann man ausschließen. Bei der Commerzbank bin ich mir zwar nicht sicher, aber ich würde ein solches Szenario ebenfalls ausschließen. Dennoch dürfte der Weg aus der Krise für die CoBa deutlich steiniger sein als der des Branchenprimus.

Bei der Deutschen Bank erwartet man langfristig eine Entwicklung hin zu ein paar starken und dann sehr großen Universalbanken. Diese werden durch Zusammenschlüsse und Fusionen entstehen, so Anshu Jain. Sollte es wirklich so kommen, was ich ehrlich gesagt nicht hoffe, da dies dann wieder andere große Nachteile für die Verbraucher mit sich bringen dürfte, wird die Commerzbank wohl nicht zu den neuen „Big Playern“ gehören. Viel mehr könnte die CoBa irgendwann das  Ziel einer Übernahme sein. Aber wohl auch erst dann wenn die schlechten Assets der Bank in irgendwelchen schwarzen Löcher verschwunden sind. Es bleibt wie es ist – die Commerzbank Aktie bleibt zweite Wahl unter den deutschen Banken. Die jüngste „Performance“ der Aktie hat ganz deutlich gezeigt dass es sich hier um ein rein spekulatives Investment handelt, während man mit einer DB Aktie einen Teil an einem „Global Players“ erwirbt.

Wie ich Ihnen in meinem letzten Newsletter schon geschrieben habe, ist aus meiner Sicht nun die Zeit in der man sich verstärkt auf Qualitätsaktien konzentrieren sollte…! Die Commerzbank Aktie verbleibt dennoch – wenn auch zu einem nun deutlich geringeren Teil – als spekulativen Depotbeimischung im Depot. Vielleicht fällt Herrn Blessing ja doch noch etwas Kreativeres ein?!

Chartcheck Commerzbank und Deutsche Bank – Wird der Aufwärtstrend bestätigt?

Mit zu den stärksten Aktien am Markt gehören heute wieder einmal die Bankenwerte. Bereits am Freitag konnten die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank von den guten Daten der US Mitbewerber Wells Fargo und JP Morgan profitieren. In der nun gestarteten Börsenwoche werden noch die Quartalsberichte einiger US Schwergewichte aus der Finanzindustrie erwartet, wie beispielsweise die der Citigroup heute. Fallen die weiteren Daten ähnlich gut aus wie bei den beiden Vorgängern dürfte dies auch die positive Entwicklung bei den deutschen Bankaktien unterstützen. Hinzu kommt noch dass sich sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank nun in einer äusserst interessanten charttechnischen Situation befinden.

 

 

Die Commerzbank Aktie knabbert aktuell gerade an der so wichtigen Marke von 1,496 Euro. Diese gilt es nun zu überwinden nachdem zuvor bereits die Widerstandszone zwischen 1,465 und 1,48 Euro genommen werden konnte. Gelingt nun auch noch der weitere Anstieg bis über die nächste Widerstandslinie bei 1,516 Euro wäre der Weg frei bis zum noch offenen Gap zwischen 1,55 und 1,562 Euro. Hier verläuft zusätzlich noch das 23,60er Fibonacci Retracement, weswegen ich der Aktie einen Test dieser Marke in nächste Zeit eine hohe Wahrscheinlichkeit einräumen würde. Kleiner Tipp zum Schluss: In der heutigen Xetra Schlussauktion wurden weitere 25,5 Millionen Aktien von einer großen Adresse eingesammelt 😉

 

 

Die Aktie der Deutschen Bank läuft weiterhin wie an der Schnur gezogen entlang des seit Juni bestehenden Aufwärtstrends nach oben. Dabei stellt jetzt die runde Marke bei 33,- Euro eine  wesentliche Hürde dar, die es zu überwinden gilt. Gelingt dies in den kommenden Tagen wären die nächsten Widerstände bei 34,10 und 35,42 zu finden, bevor dann ein weiterer Anstieg in Richtung des letzten Hochs bei 39,54 Euro erfolgen kann. Insgesamt bleibt aber auch festzuhalten dass der Gesamtmarkt weiterhin deutlich bärische Tendenzen zeigt. Die grundsätzliche Frage welche Richtung der Markt und damit höchstwahrscheinlich auch die Bankaktien, an dieser entscheidenden Wegmarke nun einschlagen, kann also noch nicht abschießend beantwortet werden.

Commerzbank vs Deutsche Bank – Wer restrukturiert schneller und solider?

Die Commerzbank hat im abgelaufenen Quartal wieder deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr hatten hohe Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen das Ergebnis noch deutlich belastet. Nun rechnet man bei der CoBa wieder mit einem Quartalsgewinn in Höhe von 450 Millionen Euro. Die genauen Zahlen gibt es zwar erst am 09. August, dennoch gab das Unternehmen bereits gestern erste Eckdaten bekannt. Demnach verdiente die Commerzbank im ersten halben Jahr nun ca. 900 Millionen Euro nach 1,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Belastet wurde das Ergebnis auch in diesem Quartal durch weitere „Aufräumarbeiten“. So mussten auf den Verkauf der ukrainischen Tochterbank Forum, die nun an die Smart Group veräussert wird, Abschreibungen in Höhe von 86 Millionen Euro vorgenommen werden. Weitere Belastungen in Höhe von geschätzten 200 Millionen Euro werden in den kommenden Quartalen noch auf die CoBa zukommen wenn die Transaktion dann abgeschlossen wird. Der Verkauf hat laut Angaben der Commerzbank aber nur geringe Auswirkungen auf das Kernkapital der Bank. Martin Blessing sieht sein Unternehmen hier weiterhin auf einem guten Weg. Die harte Kernkapitalquote lag Ende März bei 11,3 Prozent. Für Ende Juni 2012 rechnet die Commerzbank mit einer Steigerung auf 12 Prozent.

Auch die Deutsche Bank will die Kapitalanforderungen nach Basel III weiterhin aus eigener Kraft erfüllen, schafft es aber nach eigenen Angaben bis Anfang 2013 nur auf 7,2 Prozent, was deutlich unter den Vergleichswerten anderer Geldhäuser liegt. Zwar wäre dies gerade genug um die Anforderungen der Aufsichtsbehörden zu erfüllen, Anleger und Analysten befürchten aber wegen dieser schwachen Quote weiterhin eine Kapitalerhöhung. Die Konzernleitung setzt hingegen darauf die Kapitalanforderungen durch den Abbau von Risikopositionen und die erzielten Gewinne zu stärken. So wurde heute bekannt dass man das Engagement in spanischen Staatsanleihen im letzten Quartal von 1,4 Milliarden auf nun 873 Millionen Euro reduziert hat. Auch in den übrigen Krisenländern Portugal, Irland, und Griechenland wurde das Engagement weiter zurückgefahren. Einzig in Italien hat die DB in den letzten drei Monaten die Investitionen von 2 auf 2,5 Milliarden Euro erhöht.

Im Fokus stehen heute aber zunächst einmal die Geschäftszahlen des deutschen Branchenprimus. Die Deutsche Bank musste heute einen geradezu dramatischen Gewinneinbruch im Investmentbanking bekannt geben. Demnach brach der Vorsteuergewinn um satte 63 Prozent gegenüber  dem Vorjahr, auf nur noch 357 Millionen Euro ein. Die Eurokrise würde weiterhin hohe Belastungen für das Unternehmen mit sich bringen, hieß es in dem Pressebericht. Eine gravierende Verbesserung der Situation erwarten die beiden neuen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen in nächster Zeit nicht.

Angesichts der weiteren Kapitalanforderungen die auch aus den Gewinnen (welchen?) der Deutsche Bank realisiert werden sollen und den sehr wahrscheinlichen Strafzahlungen aus dem Libor Skandal, die demnächst auf das Unternehmen zukommen werden, scheint mir das Polster der Bank inzwischen sehr dünn zu sein. Eine baldige Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank sollte man wohl aus diesem Grunde nicht mehr kategorisch ausschließen. Die Commerzbank hingegen mausert sich weiterhin zu einem soliden Bankhaus im klassischen Sinn, auch wenn der eigeschlagene Weg noch etwas steinig bleiben dürfte. Letztlich haben beide Banken die Erwartungen damit verfehlt. Insgesamt gewinne ich aber inzwischen den Eindruck dass die Truppe um Blessing etwas solider und schneller restrukturiert als die um Fitschen und Jain und das dürfte in diesen Zeiten ein ganz wesentlicher Faktor sein…!

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