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E.ON, RWE und Telekom – Dividendentitel sind „out“

Versorgertitel sind „Out“, RWE und E.ON Aktien bleiben weiter unter Druck. Wir hatten ja bereits als die ganze Diskussion um einen möglichen Sektorenwechsel aufkam darauf hingewiesen, dass man nicht alles glauben sollte, was einem die Presse so glauben machen will. Knapp 4 Wochen später sieht die traurige Bilanz dann doch wie erwartet ganz anders aus. Während die Autobauer eine schöne Zwischenrally hinlegen konnten in der man noch einmal überproportionale Gewinne einfahren konnte, ist das Strohfeuer bei den Versorgeraktien schnell wieder erloschen. RWE hat gestern das Zahlenwerk vorgelegt, und dies war durchaus nicht schlecht, aber nun erwartet der Konzern für 2011 einen Rückgang beim betrieblichen Ergebnis von satten 20 Prozent. RWE will nun Sparprogramme ausrufen, sich von Beteiligungen trennen, und Investitionen deutlich zurückfahren um diese Entwicklung aufzufangen.

Die RWE Aktie gab gestern nach der Nachricht kräftig nach und musste Abschläge von 52,- auf 48,50 Euro hinnehmen. E.ON Titel wurden sofort in Sippenhaft genommen und vielen entsprechend mit. Beide Titel haben damit neue Verkaufssignale generiert. Die Underperformer des Jahres 2010 im Dax könnten also auch die Anwärter auf diesen Titel für das Jahr 2011 werden. In einer kürzlich auf Investors Inside geführten Diskussion zum Thema Dividendentitel wurde immer wieder gerne auf die hohe Dividendenrendite der beiden Aktien verwiesen. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das dies unter den gegebenen Umständen nicht das erste Kaufkriterium sein sollte, und es sicherlich falsch ist an einer Strategie die vor zehn Jahren gut war heute noch unbedingt festhalten zu wollen.

Ist es also wirklich ratsam in Versorgeraktien zu investieren, die zwar eine hohe Dividendenrendite aufweise, aber keinerlei sonstige Kurssteigerung der Aktie zeigen. Ganz im Gegenteil, während Anleger mit Automobilaktien bis zu 100 Prozent Rendite einfuhren mussten Anleger die defensive Werte im Depot hatten sogar Verluste hinnehmen. Am 17.02.2011 schrieb ich dazu folgenden Artikel: Sind E.ON und RWE wirklich ein Kauf?

Die Charttechnik versprach in den letzten Wochen kurzzeitig dass für die E.ON-Aktionäre nun wieder bessere Zeiten anbrechen könnten, jedoch sind die Kursgewinne doch eher überschaubar ausgefallen. Ebenso lief es bei der RWE Aktie. Ich traue beiden Titeln auch in diesem Jahr nur sehr moderate Zuwächse zu. Zunächst gehe ich davon aus, dass die zarten Kursgewinne der letzten Wochen erst einmal wieder abverkauft werden könnten, wenn es zu einer Konsolidierung des Gesamtmarktes kommt. Von dort aus könnten beide Titel dann , wie der Rest des Marktes, eine Erholungsrallye zeigen, die bei EON , zumindest kurzfristig, aber nicht über 27,50 Euro und bei RWE nicht über 58,- Euro führen sollte.

Wie immer liegt der Gewinn im Einkauf, sprich ein Investment in Versorgeraktien kann kurzfristig interessant sein, wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt. Beispielsweise könnte ein Trade zu 48 bis 50,- Euro bei der RWE Aktie mit einem Kursziel von ca. 58,- Euro eine Rendite von ungefähr 20 Prozent abwerfen. Auch wenn ich glaube, dass es Blue Chips mit deutlich mehr Potenzial am deutschen Markt gibt, sicherlich keine schlechte Rendite. Vergessen Sie Dividenden, denn am Folgetag der Ausschüttung sind diese meistens voll im Aktienkurs eingepreist, und Sie haben de facto nichts verdient. Das sich das Warten auf eine Dividende nicht unbedingt lohnen muss zeigt heute auch die Dividendenkürzung bei der Telekom…die gewünschte Rendite hätte sich wohl auch innerhalb der letzten 24 Stunden mit Porsche Aktien erzielen lassen.

Jetzt auch noch Insiderverkäufe bei Dialog Semiconductor

Heute wurde veröffentlicht, dass Herr Gregorio Reyes, ein Verwaltungs- und Aufsichtsorgan der Dialog Semiconductor AG sich kürzlich von einem Aktienpaket der eigenen Firma getrennt hat. Insgesamt wurden dabei 50.000 Aktien zum Kurswert von 15,334 Euro veräußert. Der Gegenwert der Transaktion beträgt somit 751.670,00 Euro. Nachdem ohnehin sehr schwachen Kursverlauf der Aktie in den letzten Tagen ist dies wohl auch keine vertrauensbildende Nachricht. Der Aktienkurs von Dialog Semiconductor stand noch vor kurzem deutlich höher. Werden hier die Führungsorgane langsam nervös?

Zumal die Gerüchte das Apple bald die Zusammenarbeit aufkündigen, oder zumindest deutlich reduzieren könnte, weiterhin die Runde machen. Ebenso ist die Verzögerung bei der Auslieferung der neuen Apple Produkte etwas seltsam. Natürlich ist das alles sehr spekulativ, und könnte auch mir dem erzwungenen Führungswechsel bei Apple zu tun haben, dennoch besteht auch die Möglichkeit, dass es hier zu Verzögerungen wegen eines- oder mehrerer Lieferantenwechsel gekommen ist. Wie auch immer, da all diese Faktoren zur Zeit wenig greifbar sind sollte man sich wohl eher auf die gute alte Charttechnik verlassen.

Die Dialog Semiconductor Aktie befindet sich immer noch in einem deutlichen Abwärtstrend, ohne größere Anzeichen einer Erholung. Der heute veröffentlichte Insiderverkauf mahnt ebenfalls zur Vorsicht. In unserem letzten Artikel haben wir bereits darauf verwiesen, das wir weiter Abschläge bis mindestens 13,- Euro für sehr wahrscheinlich halten. Die Dynamik der Kursbewegung würde sogar ein Abtauchen bis in den Bereich 11,80 Euro befürchten lassen. Heute werden noch einmal große Stückzahlen der Aktie geschmissen, die 14,- Euro Marke scheint also auch in den letzten beiden Handelstagen keine wirkliche Unterstützung mehr zu bieten. Wir bleiben bei unserer Einschätzung das auch die 13,- Euro Marke wohl noch „abgearbeitet“ werden muss.

Trading Update Porsche, VW, Continental, Daimler und BMW

So, nachdem sich die Erste Aufregung des Tages etwas gelegt hat wird es nun Zeit einmal ganz nüchtern die möglichen Kursziele einzelner Aktien etwas näher zu betrachten. Die Porsche Aktie ist heute in aller Munde und taucht aufgrund der neuen Nachrichten über eine möglicherweise verschobene, oder gar geplatzte, Fusion mit dem Volkswagen-Konzern noch einmal kräftig ab. Gestern haben wir noch darüber berichtet, dass bei der Aktie des Sportwagenbauers wohl ein weiterer Kursrutsch anstehen könnte, der bis in den Bereich um die 56,60 Euro führen könnte. Wir sind jedoch nicht davon ausgegangen, das dieses Szenario so schnell eintreten wird.

Die Porsche Aktie tauchte heute, ausgelöst durch eine große Verkaufsorder und dann der sich anschließenden Stop-Loss-Welle bis 54,80 Euro ab, und befindet sich seitdem auf zaghaftem Erholungskurs. Wir sehen diese Kurse als absolute Kaufgelegenheit an und haben uns dementsprechend positioniert. Wie immer an solchen Tagen herrscht Panik und diverse Fachleute melden sich zu Wort, und rufen bereits deutlich tiefere Kursziele aus. Meistens sind das dann dieselben die noch Tage zuvor zum Kauf der Aktie geraten haben…Entscheidend dürfte sein ob die Aktie heute wieder über 56,60 Euro schließen kann. Wer sich traut sollte hier über eine Erstposition nachdenken.

Die beiden Aktiengattungen der Volkswagen AG kommen im Zuge dieser Nachricht ebenfalls heute unter die Räder. Auch hier haben wir eine erste Position in der Stammaktie gewagt, die Vorzugsaktien haben unserer Meinung nach, aus charttechnischer Sicht, noch etwas Luft nach unten. Das hängt aber sicherlich auch schwerpunktmäßig mit der heutigen Entwicklung bei den US Indizes zusammen. Wir bleiben bei unserer Einschätzung das die Marke von 1.300 Punkten im S&P hier eine ganz wesentliche Rolle spielen dürfte. Kann diese heute erfolgreich verteidigt werden stehen die Chancen nicht schlecht, das der Großteil der Korrektur bereits wieder vorbei ist. Natürlich sollte jedem klar sein, dass darauf heute schon zu setzen relativ hoch gepokert ist!! Denn wenn die Kurse in den USA heute weiter nachgeben dürfte der DAX die runde Marke von 7.000 Zählern noch einmal sehen, oder gar darunter abtauchen.

Auch bei der Daimler Aktie hat sich das Chartbild heute weiter ein getrübt. Die Unterstützung bei 50,60 Euro hat nicht gehalten und der Titel tauchte heute morgen bis auf 49,65 Euro ab. Hier könnte sich nun, unter der Voraussetzung eines wieder nach oben drehenden Marktes, ebenfalls ein guter Boden gebildet haben. Gelingt dieser Rebound nicht gerät die nächste Unterstützung knapp über 47,- Euro in den Fokus. Kräftig nachgegeben hat in den letzten Handelstagen ebenfalls die Aktie des Automobilzulieferers Continental. Auch hier hat sich das Chartbild nun deutlich ein getrübt. Gelingt es den Märkten sich zu fangen dürften die aktuellen Kurse um die 58,- Euro eine gute Einstiegsmöglichkeit für eine Erstposition darstellen. Im umgekehrten Fall droht ein weiterer Kursrutsch in Richtung 53,- Euro wo die nächste massive Unterstützung zu finden ist.

Und zu m Abschluss noch eine kurze Einschätzung zur BMW Aktie. Hier beobachten wir seit einigen Wochen intensiv die Vorzugsaktien, die inzwischen auch nach einem erneuten Ausflug über 42,- Euro wieder deutlich zurückgekommen sind. Das Tief lag heute bisher bei 36,70 Euro. Auch hier scheint noch etwas Luft nach unten zu sein. Der Bereich zwischen 35,40 und 35,- Euro erscheint uns hier für eine Erstposition ebenfalls interessant zu sein. Zusammenfassend bleibt also festzuhalten, das der Kursabschlag bei Porsche heute übertrieben erscheint, ebenso wie bei der VW Stammaktie. Die anderen Titel BMW, Daimler, Continental und die VW Vorzugsaktien erscheinen ebenfalls jetzt schon günstig, könnten aber noch etwas nachgeben wenn der Gesamtmarkt weiter fällt. Bleiben Sie also vorsichtig und traden Sie in dieser Situation nur mit überschaubaren Positionsgrößen.

 

Die Porsche und VW Aktien fallen bis…

Die letzten beiden Handelstage sind bei der Porsche Aktie erwartungsgemäß verlaufen. Heute wurde die letzte Unterstützung bei ca 63,50 Euro deutlich unterschritten und somit ist der Weg frei für den von uns seit langem erwarteten Gap-Close bei 60,50 Euro. Je nach Dynamik dieser Bewegung ist es sogar vorstellbar, das die Porsche Aktie noch weiter abrutschen kann. Zumindest kurzfristig steigt damit die Gefahr eines Sell-Off bis auf ca. 56,60 Euro. Auch wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich an ein solches Szenario glaube sollte man dies wohl zumindest im Hinterkopf behalten. Je nachdem wie weit sich die Krise im nahen Osten nun ausweiten wird, wird sich dies auch auf die Aktien, insbesondere zyklische Werte, auswirken. Da spielen fundamentale Betrachtungsweisen erst einmal eine untergeordnete Rolle.

Fundamental hat sich bei der Porsche Aktie nicht viel verändert. Zuletzt drückten erneute Meldungen über drohende Sammelklagen im Milliardenhöhe noch einmal auf die Stimmung der Anleger, dennoch sollte dabei wohl bedacht werden, dass solche Prozesse, so sie denn überhaupt geführt werden, dann Jahre dauern werden und für die gegenwärtige Situation des Konzerns nicht unbedingt relevant sind. Viel sinnvoller dürfte es sein sich mit der operativen Situation des Unternehmens und den gegenseitigen Beteiligungsverhältnissen vom und am VW Konzern auseinander zu setzen. Und hier stehen alle Zeichen wohl weiterhin auf Wachstum. Bei der Volkswagen Aktie wirkt die politische Situation dennoch ebenso drückend auf den Kurs aus wie bei dem Sportwagenbauer. Unsere Einschätzung zu dem erwartetem Kursverlauf der VW Aktie haben wir ja bereits gestern hier veröffentlicht.

Solar Millennium – achten Sie auf diese Marke

Die Solar Millennium Aktie konnte sich in den vergangenen Tagen einigermaßen über der wichtigen Marke von 17,- Euro halten. Dies ist wohl auch den dünnen Umsätzen in der Aktie geschuldet die Änhänger der Aktie immer wieder zum Kauf verleiten sobald diese etwas nachgibt. Dennoch, heute wurde die 17,- Euro Marke erneut deutlich unterschritten und fiel bis auf 16,40 Euro. Bereits bei 15,80 Euro verläuft die letzte wichtige Unterstützung bei der Aktie. ich gehe davon aus, das auch diese noch in den kommenden Tagen getestet werden könnte. Hält diese Marke dann nicht sind Kurse um die 14,- Euro das Ziel. Mit dem heutigen Kursrutsch wurde ein erneutes Verkaufssignal generiert, es ist also weiterhin äusserste Vorsicht geboten! Der Trend bleibt weiterhin negativ. auch von der Nachrichtenseite sind wohl in nächster zeit keine entscheidenden Meldungen zu erwarten. Ein Engagement in der Aktie drängt sich daher vorerst nicht auf.

Pfleiderer Aktie – weiterhin klar im Abwärtstrend

Nach einem kurzen Ausflug in Richtung Norden befindet sich die Pfleiderer Aktie bereits wieder auf dem Weg in die anderer Richtung. Wir hatten ja in unserem letzten Artikel bereits darauf hingewiesen, dass es für einen Turanrround der Aktie wohl noch zu früh ist. Die Risiken sind weiterhin sehr hoch, und glaubt man den Pressemeldungen ist auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals hier noch möglich. Die Charttechnik hat sich bei dem  Bau- und Möbelzulieferer zwar kurzzeitig aufgehellt, der Trend bleibt weiterhin deutlich negativ.

Das Unternehmen ist nun bemüht mit den finanzierenden Banken bis Ende März eine Lösung zu erarbeiten, wobei es noch abzuwarten beliebt ob dem von der Pfleiderer Führung vorgeschlagenen Schuldenerlass zugestimmt wird. Ausserdem müsste sich der Konzern dann auch noch von seinem Nordamerikageschäft trennen, das zwar momentan defizitär ist, aber letztlich auch bei wieder anziehender Konjunktur in den USA Marktanteile sichern würde.

Die von uns ermittelte Trading-Range zwischen 1,78 und 1,35 Euro hat weiterhin Bestand. Nachdem die Aktie an der oberen Begrenzung mehrfach abgeprallt ist könnte nun die Unterseite erneut getestet werden. Hält diese Marke nicht dürften dann als nächstes die jüngsten Kursziele einiger Analysten abgearbeitet werden die bei ca einem Euro liegen. Wir lassen weiterhin die Finger von der Aktie, die weiterhin bei dem derzeitig schwachen Börsenumfeld anfällig für weitere Abschläge sein dürfte. Fällt der DAX auf 7.000 Punkte oder gar darunter dürfte das heute von Equinet ausgegebene Kursziel von einem Euro schnell erreicht werden.

Manz Automationen schmiert ab, Centrotherm sowie Roth und Rau gleich mit!

Die Aktie von Manz Automationen muss heute kräftig Federn lassen. Mit einem Kursrutsch von fast sieben Prozent gehört der Anlagenbauer zu den schwächsten Werten im deutschen Solarsektor. Grund für den plötzlichen Kursrutsch war eine deutliche Herabstufung der Investmentbank Macquarie die Ihr Rating-Urteil auf „underperform“ gesenkt haben und ein neues Kursziel von 42,- Euro je Aktie ausgeben. Die zu erwartende sinkende Nachfrage sowie weitere Preisdruck in den europäischen Absatzmärkten könnten die Aktienkurse der Analgenbauer belasten, hieß es weiter. Die Aktien von Centrotherm und Roth und Rau machten sich darauf hin auch auf in Richtung Süden. Bei Roth und Rau wurde diese stark negative Kursbewegung aber wohl in erster Linie durch die heute veröffentlichten schlechten Zahlen verursacht.

Wer unseren Blog bereits seit längerem kennt weiß dass wir die Manz Aktie bereits seit knapp 18 Monaten schon für überbewertet halten und die Beobachtung erst wieder aufnehmen wollten wenn sich diese einem annehmbaren Niveau genähert hat. Heute ist es soweit! Charttechnisch ist die Manz Aktie damit erst einmal schwer angeschlagen und es drohen weitere Abschläge bis auf 43,- sowie 40,60 Euro. Mit einem KGV für 2011 von fast 18 ist der Titel nach wie vor einer der teuersten aus dem Sektor. Ob es auch dieses Mal wieder zu einem baldigen Rebound der Aktie kommt muss natürlich abgewartet werden. Zunächst bleiben wir bei unserer Meinung von vor eineinhalb Jahren, dass erst bei Kursen unter 40,- Euro hier ein Einstieg lohnenswert sein dürfte, und werden den Titel weiter beobachten.

Dialog Semiconductor – wo ist der Boden?

Ich hatte bereits vor einigen Tagen auf die angespannte charttechnische Lage bei Dialog Semiconductor verwiesen. Damals schrieb ich… Kurse von unter 14,- Euro würden uns also in naher Zukunft nicht überraschen. Zuletzt gesellten sich auch noch wirklich beunruhigende Gerüchte für Dialog Aktionäre hinzu. Angeblich sollen die Chips der Firma in der neuen Generation von Apple nicht mehr verbaut werden, was natürlich eine Katastrophe wäre und den Kurs der Aktie dann wohl auch zu Recht komplett abstürzen lassen würde. Dialog Semiconductor dürfte ohne die Apple Phantasie maximal die Hälfte wert sein, denke ich. Aber ich möchte auch betonen, dass es sich hierbei nur um Gerüchte handelt die bislang keineswegs bestätigt wurden, und die ich auch für eher unwahrscheinlich halte. Aber man weiß ja nie…

Dialog Semiconductor selber konnte im zuletzt abgelaufenen Berichtszeitraum weiterhin von der hohen Nachfrage profitieren und verbesserte die Kennzahlen in nahezu allen Bereichen. Der Umsatz legte um 36,3 Prozent auf den neuen Rekordwert von 296,6 Millionen US-Dollar zu, das Betriebsergebnis wurde von 28,7 auf 45,3 Millionen US-Dollar gesteigert. Der Konzerngewinn wuchs von 32,7 auf 42,5 Millionen US-Dollar. Vom Hoch Mitte Januar bei knapp 20,00 Euro hat die Aktie mittlerweile rund 27 Prozent abgegeben. Anhand der zuletzt gelieferten Zahlen und der weiteren Aussichten des Unternehmens (wenn Apple die Partnerschaft nicht kündigen sollte!) sehen wir hier weiterhin im Bereich 13,- bis 14,- Euro gute Einstiegskurse. Der Chart verweist kurzfristig auf einen baldigen Test der 13,- Euro Marke!

Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen!

Trading Update VW, Porsche BMW und Daimler

Die erwartete Korrektur scheint nun eingetroffen zu sein. Zunächst muss wohl erst einmal abgewartet werden wie die amerikanischen Märkte nun auf die Vorgaben aus Asien und Europa reagieren werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die politischen Unruhen im Nahen Osten sowie der damit deutlich gestiegene Ölpreis an den US Börsen spurlos vorüber gehen werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitergehenden Korrektur an den Finanzmärkten steigt dann natürlich mit einer ebenfalls stark rückläufigen Wallstreet. Zunächst würde ich mal die runde Marke von 1.300 Punkten im S&P 500 für ein Minimalziel halten. Diese sollte zumindest getestete werden, eventuell ist aber auch ein Abschlag in den kommenden Tagen bis auf 1.240 Punkte möglich. Für den DAX bedeutet dies dann wohl einen weiteren Rückgang bis auf 7,190 respektive 7.135  und eventuell 7.000 Punkte.

Die zyklischen Autobauer reagieren heute verhältnismäßig gelassen auf die Indexbewegungen. Größtenteils befinden sich die Titel von VW, BMW und Daimler nach anfänglichen Verlusten wieder im Plus. Auch wenn dies kurzfristig erfreulich aussieht sollte man aber weiterhin vorsichtig sein, und diese Positionen entsprechend eng absichern. Wir haben uns hier bereits gestern entschieden alle noch offenen Positionen glatt zu stellen, da wir eher von einem weiteren Rücksetzer ausgehen. Die Porsche Aktie präsentiert sich heute erneut als schwächster Wert aus dem Sektor. Letztlich werden hier wohl auch die jüngsten Nachrichten über weitere drohende Klagen in Milliardenhöhe mal wieder den Ausschlag für den Kursverlauf gegeben haben. Meine Einstellung zu diesem Thema kennen Sie ja bereits!

Anbei nun ein paar Betrachtungen zur Charttechnik der einzelnen Aktien. Die Volkswagen Vz. Aktie hat gestern ein Verkaufssignal generiert, dieses sollte die Aktie zunächst in den Bereich um die 114,- bis 115,- Euro führen. Betrachtet man den längerfristigen Chart so kann man erkennen, dass sich die Aktie seit den Höchstständen im Dezember in einem intakten Abwärtstrend befindet. Dieser wurde zwar bereits mehrfach nach oben verlassen jedoch fand die Aktie immer wieder den Weg zurück in den Trend. Dieser verläuft derzeit zwischen 123,- und 108,- Euro, die Aktie befand sich also heute morgen in der Mitte dieses Trends. Fällt die Aktie in den kommenden Tagen unter die Marke von 115,- Euro so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das untere Ende des Trends erneut getestet wird deutlich. Achten Sie also bitte verstärkt auf diese Marken.

Die Daimler Aktie präsentiert sich in den letzten Handelstagen relativ stark, nachdem die vorangegangenen Verkäufe die Aktie bereits auf ein deutlich reduziertes Niveau gedrückt haben. Dennoch gehe ich davon aus, das auch hier nochmal ein kleiner Rücksetzer kommen kann der die Aktie eventuell kurzfristig unter die 50,- Euro Marke befördert. Unser Kaufziel bleibt hier vorerst bei 50,60 Euro. Bei der BMW Aktie würden wir weiterhin die Vorzugsaktien favorisieren. Diese sollte im Zuge einer Gesamtmarktkorrektur noch einmal bis in den Bereich 36,- bis 37,- Euro fallen. Die aktuelle Unterstützung verläuft bei ca 38,40 Euro. Wird diese unterschritten wird unser Kauflimit bei 36,05 Euro aktiv.

Und zum Schluss unser Sorgenkind, Porsche. Die Aktie hat zuletzt erneut unter schlechten Nachrichten gelitten und deutlich nachgegeben. Die Marke von 70,- Euro erweist sich wie von uns erwartet weiterhin als „harte Nuss“ Erst wenn die 72,- Euro Marke überschritten werden kann hellt sich das Chartbild wieder deutlich auf. Momentan kämpft der Titel aber eher mit dem Abwärtstrend. Die Bollinger Bänder haben sich in den letzten Tagen deutlich zusammengezogen, an deren Unterseite sich die Porsche Aktie inzwischen befindet. Damit ist die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach unten deutlich gestiegen. Das Gap bei ca. 60,50 Euro ist immer noch offen und könnte in den nächsten Tagen geschlossen werden. Je nach Gesamtmarktlage ist dann sogar ein weiteres Abtauchen bis in den Bereich um die 56,60 Euro möglich – wovon wir derzeit aber noch nicht ausgehen. Alles unter 60,- Euro wären für uns dann klare Einkaufskurse!

Grundsätzlich belieben wir natürlich bei unserer positiven Einstellung zum deutschen Automobilsektor, eine mögliche Korrektur sollte somit eher die Möglichkeit bieten hier langfristig noch einmal günstig einzusteigen!

Q-Cells, Neubewertung, oder Sell on Good News?

Die Q-Cells SE feiert ein Comeback in die schwarzen Zahlen. Nach zuletzt noch deutlichen Verlusten im operativem Geschäft hat man heute positive vorläufige Geschäftsjahren für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 präsentiert. Demnach konnte der Umsatz in dem Zeitraum um satte 70 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro gesteigert werden. Unterm Strich bleib ein positives Ergebnis in >Höhe von 82,3 Millionen Euro nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein sattes Minus in Höhe von 362,5 Millionen Euro angefallen war. Mindestens genauso spannende wie die tatsächlichen Zahlen, die zugegebener Maßen deutlich besser sind als ich das erwartet hatte, ist aber wohl auch die aktuelle finanzielle Situation des Konzerns.

Durch einen signifikanten Abbau des Net Working Capital, insbesondere im Systemgeschäft, auf nunmehr nur noch rund 340 Mio. Euro wurden die liquiden Mittel des Unternehmens im vierten Quartal um 22 % auf 474 Millionen Euro erhöht, die Verbindlichkeiten hingegen konnten um über 25 Prozent, auf rund 804 Mio. Euro gesenkt werden. Im abgelaufenen vierten Quartal 2010 hat sich die Nettoverschuldung von Q-Cells auf nur  330 Mio. Euro mehr als halbiert. Bleibt das Fazit, dass Q-Cells die Zahlen dramatisch verbessert hat, und die Aktie somit vor einer Neubewertung stehen könnte. Die Vorschusslorbeeren die die Aktie in den letzten Tagen erhalten hat waren also gerechtfertigt.

Nun dürfte es spannend werden ob es kurzfristig gelingt die wichtige Hürde bei ca 3,46 Euro zu überwinden. Die Aktie ist momentan etwas überkauft und sollte im Zuge einer Korrektur des Gesamtmarktes nun erst einmal wieder etwas zurückkommen. Nach dem Anstieg der letzten Wochen wäre also auch zunächst das Szenario „Sell on Good News“ denkbar, bevor die Aktie weiter steigen kann.

Der Anfang der lang ersehnten Korrektur?

Das könnte nun der Anfang einer Konsolidierung werden. Der DAX hat seit den Höchstständen heute fast 130 Punkte konsolidiert. Zwar dürfte dabei auch der heute ausgefallene Handel in den USA, aufgrund des Feiertages, eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen, dennoch lässt die Dynamik und das Chartbild drauf schließen das es sich hierbei nun um eine Trendumkehr handeln könnte.  Die Unruhen im Nahen Osten scheinen langsam doch eine gewisse Wirkung zu zeigen, es hätte mich auch gewundert wenn dies nicht irgendwann der Fall sein würde. Auch wenn politische Börsen ja bekanntlich kurze Beine haben sollte man in den kommenden Tagen wohl weiterhin Vorsicht walten lassen.

Die Kurse einzelner Aktien sind noch nicht dramatisch zurückgekommen was einem noch einmal die Gelegenheit gibt zu vernünftigen Preisen die noch bestehenden Positionen weiter zu reduzieren. Sollten die asiatischen Märkte heute Nacht entsprechend reagieren und sich damit auch die Vorgaben für den amerikanischen Markt deutlich eintrüben, könnten sich die Situation nun weiter verschärfen. Wie bereits in den vergangenen Tagen in unserem Aktien Newsletter geschrieben gehen wir von einer Korrektur des Deutschen Leitindex von ca. 5 bis 10 Prozent aus. In den vergangenen Wochen wurden solche Rücksetzer immer wieder schnell gekauft, und natürlich besteht auch dieses Mal wieder die Möglichkeit, dass dies passieren wird. Eine Korrektur des überkauften Marktes wäre aber dringend erforderlich, um dann später einen weiteren, und vor allem gesunden, Anstieg der Indizes zu untermauern.

Inzwischen sprechen einige Anzeichen dafür, und nur noch wenige dagegen das dieses Szenario nun eintritt. Nun muss also abgewartet werden ob die Amerikaner diesen neuen Trend morgen bestätigen werden oder nicht. Halten Sie Ihr Pulver weiterhin trocken und warten Sie auf die richtigen Signale. Nach oben ist die Luft inzwischen deutlich dünner geworden. Die einzelnen Aktien aus unserer Watchlist weisen kurzfristig nach unserem Dafürhalten gerade ein negatives Chance-Risiko-Verhältnis auf. Der heutige Handelstag hat zudem diverse Verkaufssignale in den Charts hinterlassen. Die Umsätze sind ebenfalls weiter zurückgegangen, somit wird der Gesamtmarkt auch deutlich anfälliger für Angriffe der Bären. Die in der letzten Woche aufgetauchten Dojis im Chart des Deutsche Leitindex könnten jetzt mit etwas Verzögerung ihre Daseinsberechtigung in der Charttechnik eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Washington Mutual – Das Warten auf ein Wunder!

Wir haben schon länger nicht mehr über die Aktie von Washington Mutual berichtet da wir diese seit unserem Verkauf  auch nicht mehr unter intensiver Beobachtung haben. Verfolgt man die einschlägigen Aktienboards so gibt es offenbar immer noch eine ganze Anzahl von Anlegern die hier auf ein kleines Wunder warten. Auch wir haben zuletzt wieder vermehrt Emails und Anfragen zu dem Titel bekommen. Ich kann es relativ kurz machen – zwar schwankt der Titel auf diesem deutlich niedrigerem Niveau immer mal wieder etwas stärker, was für Trader mit starken Nerven sicherlich interessant ist, der große Wurf dürfte aber, für Anleger die hier auf eine dicke Abfindung gehofft haben, nicht mehr drin sein. Die Aktie bleibt ein reines Zockerpapier. Ich gehe auch nicht davon aus, das hier noch einmal entscheidende News veröffentlicht werden die mich meine Meinung zu der WaMu Aktie grundsätzlich überdenken lassen. Am Markt dürfte es deutlich interessanter Papiere geben die eine echte Überlebenschance haben.

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