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Volkswagen – Wenn es ganz knüppeldick kommt…!?

Die Volkswagen Aktien ..und dazu zähle ich auch Porsche, halten sich angesichts der doch recht unübersichtlichen Nachrichtenlage seit Wochen erstaunlich stabil. Ich bin weiterhin skeptisch, dass die Aktie bereits jetzt und hier einen nachhaltigen Boden gefunden hat. Zumindest sieht die aktuelle charttechnische Konstellation nicht besonders einladend aus. Zu viele ungeklärte Fragen und ein paar ausserordentlich wichtige Ereignisse erwarten die VW Aktionäre im April…

Ende des Monats will VW Chef Matthias Müller die Jahresbilanz präsentieren, von der im Moment wohl niemand so genau weiß, wie diese ausfallen wird. Welche weiteren Rückstellungen müssen wegen des Abgasskandals gebildet werden, wie hoch wird die Dividende noch ausfallen, oder gibt es überhaupt noch eine? Zudem muss VW nun im kommenden Monate endlich seinen Plan zur Aufarbeitung des Skandals bei den US Behörden vorlegen. Dann müssen offenbar auch konkrete Vorschläge vorgelegt werden, wie man die betroffenen Fahrzeuge umrüsten oder die betroffenen Käufer entschädigen will.

Wohin läuft die Volkswagen Aktie

VW Bodenbildung oder Topformation?

Die Aktie hat inzwischen eine Formation ausgebildet, die mich zumindest mal skeptisch dahingehend werden lässt, ob es das schon gewesen ist. Sollte der DAX in den kommenden Monaten eher zur „Sommergrippe“ neigen und die grundsätzlich Unterstützung eines positiven Börsenumfeldes damit wegfallen, möchte ich in dieser Zeit lieber kein VW Aktionär sein. Der April könnte hier nun die Entscheidung bringen, auch wenn man diese rein charttechnische Sichtweise sicherlich durchaus als übertrieben empfinden kann. An der Börse ist aber grundsätzlich gar nichts unmöglich…!

Ob es nun tatsächlich dazu kommen wird, bleibt auch aus meiner Sicht fraglich, da ein solcher Kursverlauf schon eher extrem wäre. Ich möchte an dieser Stelle eigentlich eher darauf hinweisen, dass ein weiterer Rückgang der Aktie ab hier sehr kritisch betrachtet werden sollte. Ein erstes Warnsignal würde sich ergeben, wenn die Aktie wieder unter die Unterstützung bei 107,- Euro fallen würde. Ein Unterschreiten der hier eingezeichneten grünen Abwärtstrend-Linie würde dann schon in den Bereich unter 100,- Euro führen und „Alarmstufe Rot“ wäre schließlich beim Unterschreiten der roten Nackenlinke dieser möglichen SKS-Formation gegeben. Denn, das rein rechnerische Kursziel dieser Formation wäre dann, nach einem entsprechenden Kursrutsch, tatsächlich im Bereich zwischen 50 und 60,- Euro zu finden.

In Anbetracht der Tatsache das niemand momentan abschließend beurteilen kann wie teuer der Skandal den deutschen Autobauer tatsächlich kommt, stellt somit auch zwingend die Frage ob man unbedingt bei den im April anstehenden Ereignissen dabei sein muss, oder lieber später nochmal vorbeischaut, wenn sich der Rauch wieder etwas gelegt hat. Deutlich bullisher wird es erst wieder wenn die VW Vz Aktie über 122,42 Euro ansteigt.

Apple – Top-Zahlen und ein wenig Finanzakrobatik… Dialog vor Ausbruch?

Zugegeben – die Erwartungen für die jüngsten Zahlen beim iPhone-Hersteller Apple waren im Vorfeld der Veröffentlichung nicht besonders hoch. Aus rein operativer Betrachtung lag die Wahrscheinlichkeit dafür,  dass die Vorgaben getroffen werden, somit bei nahezu 100 Prozent. Und so kam es dann auch… Apple verkaufte 43,7 Millionen iPhones im abgelaufenen Quartal womit der Umsatz erneut um 4,7 Prozent auf 45,65 Milliarden Dollar gesteigert werden konnte. Auch der Quartalsgewinn zog kräftig gegenüber dem Vorjahreswert an. Mit 10,2 Milliarden Dollar lag diese um sieben Prozent über der zweiten Quartals 2013. Vor allem in China, wo Apple seit jüngstem mit China Mobile zusammenarbeitet, liefen die Geschäfte blendend.

Wer auf die konkrete Ankündigung neuer Produkte oder gar bahnbrechender Innovationen gewartet hatte, wurde einmal mehr enttäuscht. Obwohl man ja eigentlich weiß, dass Apple noch nie zusammen mit den Quartalszahlen irgendwelche Produktneuheiten angekündigt hat! Konzernchef Cook bekräftigte lediglich erneut, dass man dieses Jahr wenigstens ein neues Produkt auf den Markt bringen werde. Eine Aussage, die so langsam auch den letzten Gläubiger nur ein müdes Lächeln auf die Lippen zaubern dürfte…!

Dennoch gelang es Apple Chef Tim Cook die Welt erneut positiv zu überraschen. Wieder einmal geht dabei es um die hohen Cash Reserven des Konzerns in Höhe von 151 Milliarden US-Dollar, der nach und nach an die Aktionäre fließen soll. Konkret heißt dies, dass die Dividende nun erneut um 8 Prozent angehoben werden soll und das bestehende Aktienrückkaufprogramm um weitere 30 Milliarden US-Dollar auf nunmehr 90 Milliarden US-Dollar ausgeweitet wird. Beides Maßnahmen die den Aktionären direkt zugute kommen, letztlich aber durchaus auch als Bilanzkosmetik gesehen werden könnten. Denn durch die geringere Aktien Anzahl steigt auch automatisch der Gewinn je Aktie!

Zudem kündigte Apple überraschend einen Aktiensplit an. Die Anteilsscheine sollen im Juni im Verhältnis 7 zu 1 gesplittet werden. Eine neue Aktie wäre dann um die 80 – Dollar wert, was als Ausgangslage für einen weiteren Kursanstieg an die 100,- Dollar Marke nicht so schlecht ist! Die Apple Aktie legte nach der Veröffentlichung dieser Neuigkeiten gestern nachbörslich um bis zu acht Prozent zu und macht damit auch aus charttechnischer Sicht einen bedeutenden Sprung in die richtige Richtung. Denn, das von mir bereits im Februar > HIER < geschilderte Szenario könnte nun sehr schnell Wirklichkeit werden! Unbedingt dabei bleiben!

P.S. …und heute nicht vergessen auf den Ausbruch bei Dialog Semiconductor zu setzen 😉 denn das Zahlenwerk und die Dynamik bei der Apple Aktie sollte sich auch äusserst positiv auf die Kursentwicklung Dialog auswirken. Die Aktie könnte nun neulich nach oben ausbrechen und Kursregionen um die 20,- Euro testen.

Nordex – Kein Grund zur Euphorie…

Der Windanlagenbauer Nordex hat wie erwartet die Ertragswende geschafft. Nach drei Jahren mit Verlusten konnte gestern erstmals wieder Gewinne ausweisen. Zwar fiel dieser Gewinn mit 10,3 Millionen Euro nicht gerade üppig aus, Anleger jedoch hoffen auf eine Fortsetzung der Trendwende. Auch das Unternehmen selber geht angesichts prall gefüllter Orderbücher für die kommenden Monate davon aus, dass das Ergebnis weiter gesteigert werden kann. Im laufenden Geschäftsjahr will man 1,5 Milliarden Euro umsetzen und dabei eine Ebit-Marge zwischen 3,5 und 4,5 Prozent erwirtschaften. Unterm Strich werden dann am Ende des Jahres also ca. 67 Millionen Euro als operativer Gewinn ausgewiesen werden.

Sicherlich sind die jüngsten Zahlen bei Nordex ein Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten. Allerdings muss man sich schon die Frage stellen, ob eine möglicher operativer Gewinn in Höhe von 67 Millionen Euro ohne Kenntnis des tatsächlichen Reingewinns bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro und einer Marktkapitalisierung von 920 Millionen Euro ein grundsätzlich guter Wert sind. Die Sparbemühungen haben gefruchtet und auch die Refinanzierung wird Ihren dauerhaften Beitrag zu diesem Ergebnis leisten. Rein operativ betrachtet hat sich aber offensichtlich gar nicht mal so viel zum Positiven gewendet, wie es die Zahlen vielleicht vermuten lassen.

Nordex Chart Analyse

Positiv ist sicherlich zu bemerken, dass die in Aussicht gestellten Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 bereits durch den aktuellen Auftragsbestand weitestgehend abgesichert sind. Zudem ist es Nordex gelungen wieder Marktanteile zurück zu gewinnen. Vorstandschef Jürgen Zeschky zeigte ebenfalls optimistisch für die Zukunft, hält aber eine Dividendenzahlung erst frühestens im Jahr 2016 für möglich. Alles in allem ist die Gemengelage hier durchaus gemischt und gibt aus meiner persönlichen Warte nicht unbedingt Anlass zu übertriebener Euphorie. Ganz im Gegenteil, wurde die Nachricht gestern im Markt verkauft und die Aktie befindet sich kurzfristig in einem Verkaufssignal.

Angesichts der in Aussicht gestellten Zahlen besteht also kein aktueller Handlungsbedarf, solange die Aktie die Hürde beim 23,60er Fibonacci Retracement. Zunächst müsste der hier eingezeichnete kurzfristige Abwärtstrend (grün) geknackt werden, was in dem momentanen Börsenumfeld schwer werden könnte. Hier also bereits jetzt auf ein Gap Close der offenen Kurslücke zu spekulieren, ist aus meiner Sicht zu früh. Einen erneuten Test des unteren Bereiches (rote Linie oder 50er Retracement) würde ich für wahrscheinlicher halten. Kurse zwischen 9,35 und 10,20 kann man aus meiner Sicht wieder zum Einstig nutzen.

Apple – Schwache Vorstellung!?

Die neue Stärke der Bullen am gestrigen Handelstag war schon ziemlich beindruckend und aus charttechnischer Sicht mustergültig. Dennoch wäre es aus meiner Sicht noch etwas verfrüht hier nun in neue Euphorie zu verfallen, auch wenn der S&P 500 ein weiteres mal an den alten Höchstständen kratzt. Denn ein wesentlicher Faktor für diese neue Euphorie war neben den Charttechnik auch die Erwartung einer deutlich positiven Überraschung bei den Apple Zahlen. Viele Marktteilnehmer dürften sich erhofft haben, dass starke Zahlen bei Apple den gesamten Technologiesektor beflügeln können und damit auch die US Indizes in neue Höhe vorstoßen werden. Leider blieb diese positive Überraschung aber aus…

Apple hat heute Nacht, bzw. gestern Abend nach Börsenschluss in den USA die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres präsentiert, und die waren auf den ersten Blick besser als dies von den meisten Analysten erwartet worden war, aber…Der iPhone-Konzern erzielte mit 9,5 Milliarden Dollar zwar immer noch den vierthöchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte. Im Jahresvergleich bedeutete das jedoch den ersten Gewinnrückgang seit 10 Jahren um 18 Prozent, und das obwohl die Verkäufe von iPhone und iPad weiterhin kräftig gesteigert werden konnten. Apple setzte im vergangenen Quartal 37,4 Millionen iPhones und 19,5 Millionen iPads ab. Vor einem Jahr waren es 35,1 Millionen iPhones und 11,8 Millionen iPads gewesen.

Die Apple Aktie legte in einer ersten Reaktion auf die Daten nachbörslich zunächst deutlich zu, und kletterte bis auf 429,90,- Dollar, um dann aber letztlich nur noch mit einem kleinem Plus von 1,32 Prozent und damit knapp über der 400,- Dollar Marke endgültig aus dem Handel zu gehen. Der Markt ist offensichtlich unentschlossen wie er dieses Zahlenwerk tatsächlich zu werten hat. Erstaunlich dabei ist auch dass die sonstigen Ankündigungen des Konzerns ebenfalls wenige Eindruck bei den Analysten hinterlassen haben. So wurde unter anderem beschlossen das Apple sein Aktienrückkauf-Programm nun noch einmal deutlich um 50 Milliarden Dollar auf 70 Milliarden ausweiten will.

Die Aktionäre sollen zudem nun doch bis Ende 2015 an den hohen Barreserven des Konzerns teilhaben dürfen. Insgesamt will CEO Tim Cook nun 100 Milliarden US-Dollar an Dividende ausschütten und damit rund 55 Milliarden Dollar mehr als bislang angekündigt….Damit kommt Cook den Forderungen diverser Hedge Fonds nach, was grundsätzlich nun wieder etwas mehr Stabilität in die Aktie bringen sollte. Denn Apple entwickelt sich mit der Erhöhung der Dividende immer mehr von einem Wachstumswert zu einem echten Value Titel. Und das sollte langfristig zusätzliche Großinvestoren und Investmentfonds mit entsprechender Ausrichtung auf den Plan rufen.

Dennoch sollte man heute wohl erste einmal abwarten wie der Markt nun tatsächlich auf die neuen Apple Zahlen reagieren wird. Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie weiterhin deutlich angeschlagen. Die Ankündigungen von Tim Cook bald mit neuen und „aufregenden Produktkategorien aus den Bereichen Hardware, Software und Diensten“ überraschen zu wollen, lockt wohl niemand mehr so richtig hinter dem Ofen hervor. Der Markt will endlich Fakten sehen die belegen dass der Apple Konzern nicht seine Innovationskraft verloren hat. Cook hingegen versucht den Spannungsbogen (und den Aktienkurs) durch markige Worte weiterhin hoch zu halten. Ob das allerdings auch reichen wird um den Aktienkurs nachhaltig zu beflügeln, darf zumindest bezweifelt werden.  Und so bleibt uns wohl nichts anderes übrig als weiterhin darauf zu warten welches Urteil der Markt über die „Neuerungen“ bei Apple fällen wird…

bwin.party mit Dividende und Aktienrückkauf, Bet-at-Home „klar unterbewertet“

Auch die Aktien der beiden Sportwettenanbieter bwin.party und bet-at-home meldeten sich in der vergangenen Woche eindrucksvoll zurück.Die Bwin Aktie konnte von der Meldung, dass dem Konkurrenten Full Tilt Poker die Konzession entzogen wurde deutlich profitieren, zudem plant das Unternehmen künftig ordentliche Dividenden an seine Aktionäre auszuzahlen. Die Geschäftsleitung habe sich für eine „progressive“ Dividendenpolitik entschieden, hieß es in der Pressemeldung, und will für das Geschäftsjahr 2011 30 Mio. Euro an Dividende auszahlen. Die ersten 15 Millionen Euro sollen dabei im Oktober als Vorab-Dividende fließen, der Rest im Mai 2012. Darüber hinaus kündigte bwin-party an ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 75 Millionen Pfund aufzulegen.

Als Folge der Anschuldigungen gegen die großen US Poker Anbieter Pokerstars und Full Tilt, wegen Bankbetrug, Geldannahme im Zusammenhang mit illegalem Internet Gaming sowie Verschwörung zur Geldwäsche wurden die Seitenbetreiber kürzlich aufgefordert Ihre Webseiten still zu legen und keine Kundengelder mehr anzunehmen. Von dieser Entwicklung dürfte sowohl die Bwin Party Digital Entertainment AG als auch die Bet-At-Home.com AG  in Zukunft wohl kräftig profitieren. Bei der insgesamt deutlich positiven Nachrichtenlage sollte beide Aktien auch in den kommenden Wochen weiter deutlich zulegen können.

Die Deutsche Bank hat zudem kürzlich das Rating für bwin.party erneut mit “buy” bestätigt und das Kursziel bei 200 britischen Pence angesetzt. Alle Risiken sollten nun mehr als eingepreist, hieß es in der Analyse. Auch wir bleiben auf alle Fälle dabei, die bwin.party Aktie ist viel zu günstig! Gleiches dürfte für die Aktie von bet-at-home gelten. Die Analysten von Lang und Schwarz haben die Aktie kürzlich als klaren Kauf bezeichnet und sehen das Kursziel hier bei stolzen 58,- Euro. „Der Titel ist klar unterbewertet“, hieß es in der Studie..

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Commerzbank – schlechter als ohnehin schon befürchtet…aber!

Heute richten sich natürlich erst einmal alle Augen auf die Commerzbank Aktie. Sowohl die Zahlen zum abgelaufenen Quartal werden heute veröffentlich als auch die Einzelheiten zur Strategie für die kommenden Monate und Jahre soll heute von Firmenlenker Martin Blessing auf der Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Erste Einblicke lieferte das Unternehmen bereits gestern Abend. Selbstverständlich wird es für die beiden Geschäftsjahre 2012 und 2013 keine Dividendenzahlung geben. Ich kann mir auch nicht vorstellen dass die Mehrzahl der Anleger ernsthaft davon ausgegangen ist! Stattdessen will die Commerzbank in den kommenden Jahren kräftig investieren um das Kerngeschäft der Bank weiter zu stärken bzw. auszubauen. Bis 2016 will die CoBa nach eigenen Angaben mehr als 2,0 Milliarden Euro in ihre Kerngeschäftsfelder Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe investieren.

Firmenteile die nicht zum Kerngeschäft der Bank gehören sollen bis zum Jahr 2016 dementsprechend weiter „wertschonend“ abgebaut werden. Presseberichten zufolge könnte dieser Umbau auch bis zu 10 Prozent aller Arbeitsplätze bei der Commerzbank betreffen. Insbesondere zu diesem Punkt dürfte ein verstärktes Interesse der Öffentlichkeit bestehen. Martin Blessing wird sich auf der heutigen Pressekonferenz wohl die ein oder andere unangenehme Frage stellen lassen müssen.

Das Zahlenwerk zum abgelaufenen Quartal wurde gerade veröffentlicht. Demnach hat Deutschlands zweitgrößte Privatbank im dritten Quartal ein operatives Ergebnis in Höhe von 216 Millionen Euro erwirtschaftet, nach 451 Millionen Euro im Vorquartal. Unterm Strich verdiente die Bank sogar nur noch 78 Millionen Euro. Weiterhin belasten das allgemein sehr niedrige Zinsniveau und die Sorgen um die Konjunktur in Deutschland die Gewinne des Unternehmens, hieß es. Die Kosten für den radikalen Konzernumbau lasten zusätzlich auf den Ergebnissen. Auch im vierten Quartal rechnet die Commerzbank mit weiter sinkenden Gewinnen, was dann wohl so langsam im negativen Bereich enden könnte.

Alles in allem sind das zumindest kurzfristig mal wieder keine guten Aussichten für Commerzbank Aktionäre. Auch wenn die heutigen Zahlen nur schmückendes Beiwerk sein dürften, da der Fokus der Anleger ganz klar auf der künftigen Strategie der Bank liegt, bin ich sehr gespannt wie der Aktienkurs auf diese Neuigkeiten und die Aussagen auf der Pressekonferenz heute reagieren wird. Wie immer besteht auch hier die Möglichkeit dass sich eine gewisse Erleichterung breit machen könnte, da die Katze nun endlich aus dem Sack ist. So richtig daran glauben kann ich aber auch nicht mehr!

Metro Aktie nach Kursrutsch kaufen?

Die Metro Aktie bricht heute nach einer Gewinnwarnung um über 10 Prozent ein. Wegen des schlechten Konsumumfeldes in Europa kappte Deutschlands größter Handelskonzern heute seine Gewinnprognose auf 2 Milliarden Euro, nachdem man seitens des Konzerns noch bis vor kurzem davon ausgegangen war dass die selbst gesteckten Ziel von 2,372 Milliarden Euro Gewinn erreicht werden. An dieser Stelle muss ich noch kurz erwähnen dass ich persönlich die Erreichung dieses Ziels immer angezweifelt habe. Nun ist die Katze sozusagen aus dem Sack. Beim Umsatz möchte Metro Chef Koch allerdings noch keine Abstriche machen. Er hält die zuvor genannten 66,7 Milliarden Euro immer noch für erreichbar, bzw, will diese Marke sogar übertreffen.

Insbesondere die Kaufzurückhaltung bei Non-Food-Produkten macht dem Konzern weiterhin zu schaffen. Soll heißen die Umsätze bei Unterhaltungselektronik, u.a. bei der Tochter Media Markt sind wohl weiterhin rückläufig. Die neue Online Sparte dürfte demnach auch noch nicht den gewünschten Effekt gebracht haben. Auch der negative Geschäftsverlauf, insbesondere in Süd- und Teilen Osteuropas, sei weiterhin spürbar, hieß es in der Pressemitteilung. Aus meiner Sicht ebenfalls eine Tatsache die nicht weiter verwundern dürfte.

Die heutige Kursreaktion der Börsen halte ich trotz aller Negativnachrichten dann doch für etwas übertrieben. Sieht man sich den Verlauf des Metro Aktienkurses in den letzten Monaten an, so wird klar dass hier offensichtlich schon so einiges an schlechten Nachrichten eingepreist wurde. Ein Gewinn von 2 Milliarden Euro ist unter den gegebenen Umständen immer noch recht ordentlich. Die spannende Frage dürfte nun sein was am Ende davon übrig bleibt, wenn der Metro Konzern Ende Oktober seine Zahlen vorlegt. Im zweiten Quartal hatte Metro durch Sondereffekte in dreistelliger Millionenhöhe einen Verlust in Höhe von 28 Millionen Euro ausweisen müssen. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ebit konnte damals um 2,5 Prozent auf 314 Millionen Euro gesteigert werden.

Unter langfristigen Gesichtspunkten erscheint mir eine erste Position in der Aktie auf dem heutigen Niveau sehr interessant zu sein…Mal abwarten wie das Spiel in der kommenden Woche weiter geht, wenn sich die Gemüter wieder etwas beruhigt haben und die Anleger am Wochenende in Ruhe darüber nachdenken konnten.

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Commerzbank – es geht voran !

Die Commerzbank Aktie ist in diesen Tagen mal wieder ein hervorragendes Beispiel dafür das die Börse eben nicht unbedingt das tut was die breite Masse von ihr erwartet. Seit zwei Tagen zeigt der Dax deutliche Schwäche und rutschte gestern sogar deutlich unter die Marke von 7.000 Punkten. Natürlich blieb das nicht ohne Folgen für die Bankenwerte. Zuvor standen wirklich alle Zeichen bei der Commerzbank Aktie auf Ausbruch, jedoch hätte mich wohl die schwache Performance nach dem überschreiten der 200-Tage-Linie bereits etwas stutzig machen sollen. Statt der erwarteten und deutlichen Kursbewegung nach oben begann die Aktie sich an der besagten Linie entlang zu hangeln.

Das charttechnische Bild hat sich durch diese Bewegung in den letzten Tagen somit wieder deutlich eingetrübt. Gestern dann gab auch die Commerzbank Aktie in dem schwachen Börsenumfeld weiter nach und notiert nun inzwischen wieder auf einem Kursniveau, dass durchaus das Potenzial hat eine stärkere Kursbewegung in beide Richtungen auszulösen. Dabei war die Nachrichtenlage zu der Aktie gar nicht mal so schlecht…

Commerzbank Chef Martin Blessing will die Bank weiterhin gesund schrumpfen. Wie die Medien gestern berichteten plant man bei der Commerzbank auch bald wieder die Ausschüttung einer Dividende, aber eben erst im Jahr 2013, was einige Anleger wohl enttäuscht hat. Denn die erste Zahlung einer Dividende ist damit frühestens im zweiten Quartal 2014 zu ertwarten. Ich halte es allerdings für deutlich zu kurz gedacht, die Aktie aus diesem Grund nun zu verkaufen. Denn an dem Gewinnziel 2015 von 4 Milliarden Euro hingegen will man weiter festhalten. Dies entspräche dann aus heutige Sicht einem KGV von 2,5, somit ist wohl eine Dividendenzahlung von ein paar Cents für Langfristanleger eher zu vernachlässigen.

Ebenso ist man beim Abbau der Risiken insgesamt, und speziell bei der Immobilientochter Eurohypo, gut voran gekommen. Enttäuscht dürften sich die Anleger wohl aber über die Tatsache gezeigt haben, dass die Eurohypo im Ganzen als unverkäuflich gilt. Allerdings muss man sich wirklich ernsthaft die Frage stellen wer denn geglaubt hat dass eine völlig defizitäre Eurohypo kurzfristig an den Mann zu bringen ist? Der Bereich Gewerbeimmobilien-Finanzierung soll künftig ebenfalls um rund die Hälfte reduziert werden, ebenso wie das Schiffsportfolio der Commerzbank dass um weitere 5 Milliarden Euro schrumpfen soll.

Blessing betonte gestern noch einmal das solide Kerngeschäft der Bank, und dass man die von der Europäischen Bankenaufsicht EBA festgestellte Kapitallücke aus eigener Kraft schliessen werde. Ich glaube dem Mann weiterhin, auch wenn mein Vertrauen durch die letzte spontane Kapitalerhöhung auf eine harte Probe gestellt wurde. An meiner Einschätzung zu der Aktie hat sich somit weiterhin nichts grundlegendes geändert. Den Rücksetzer sehe ich persönlich noch einmal als gute Chance günstig in einen künftig soliden Bankentitel zu investieren.

Trading Update zu VW – Zeit für Gewinnmitnahmen?

Es ist mal wieder an der Zeit für ein Update zu den deutschen Autobauern. Gestern war der große Tag des Volkswagen Konzerns. Firmenlenker Martin Winterkorn konnte sich über eine Sonderprämie in Höhe von 11,4 Millionen Euro für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2011 freuen, der Konzern erwirtschaftete in dieser Zeit ein absolutes Rekordergebnis von 15,8 Milliarden Euro, und damit mehr als doppelt soviel wie im Vorjahr. Winterkorn verdiente also insgesamt 17,4 Millionen Euro und hält damit auch hier die Spitzenposition aller DAX Chefs. Auch die Mitarbeiter durften sich somit über eine stattliche Sonderprämie in Höhe von 7.500,- Euro freuen.

Ob diese Summen angemessen erscheint – darüber lässt sich wirklich streiten. Denn letztlich kam dieses stattliche Konzernergebnis, nachdem sich offenbar auch die Boni bemessen, durch Sondereffekte zustande und nicht nur aus dem operativen Geschäft. Vielleicht ist auch das der Grund dafür, dass die Dividende für die Aktionäre mit drei Euro pro Volkswagen-Stammaktie geradezu bescheiden ausfällt. Neben der eher schmalen Dividende drückte gestern auch der etwas verhaltene Ausblick auf das Gesamtjahr 2012 etwas auf die Stimmung der Aktionäre. Winterkorn sprach von hohen Investitionskosten und Marktrisiken die sich kurzfristig negativ auf die Bilanz des Konzerns auswirken könnten.

Der Gesamtkonzern will seine Produktion künftig auf einem gemeinsame Baukastensystem aufbauen, auf dem rund 40 verschiedene Modelle hergestellt werden können. Die VW Fabriken müssen somit kräftig umgerüstet werden, um eine weitere Produktionssteigerung zu gewährleisten. Allein dieser Umbau wird den VW Konzern ein Viertel seiner gesamten Investitionssumme (ca. 62,4 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2016 kosten. Das erklärte Ziel des Konzerns ist es, der größte Autobauer der Welt zu werden, und diesem Ziel ist der VW Konzern inzwischen einen großen Schritt näher gekommen. Mit einem Absatz von 8,3 Millionen Autos war der Konzern dem US-Branchenprimus General Motors (9 Millionen abgesetzte Fahrzeuge) dicht auf den Fersen. Spätestens im Jahr 2018 wollen die Wolfsburger die Nummer Eins weltweit sein.

Dennoch, als Aktionär muss man sich so langsam wohl die Frage stellen ob mit der Volkswagen Aktie in absehbarer Zeit noch viel Geld zu verdienen sein wird. Die Aussichten auf Gewinne sind in meinen Augen nun erst einmal deutlich eingeschränkt, auch wenn die Produkte des Konzerns offenbar immer noch laufen wie geschnitten Brot. Der Umbau und die damit verbundenen Kosten, ebenso wie die Gewinnverteilung sind bei mir persönlich nicht gut angekommen. Aus charttechnischer Sicht scheint ebenfalls im Bereich 144,- bis 146,- Euro der Deckel drauf zu sein. Beflügelnde Nachrichten sind in nächster Zeit wohl auch nicht zu erwarten. Mein persönliches Fazit war gestern somit dass die besten Zeiten für VW Aktionäre erste einmal vorbei sein könnten.

Natürlich kann man die Aktie weiter halten, da VW eines der Top Unternehmen im DAX ist und langfristig mit der neu eingeschlagenen Strategie wohl erfolgreich sein wird. Ich persönlich gehe aber davon aus dass wir in den kommenden Wochen schwächere Notierungen bei den beiden Aktiengattungen von Volkswagen sehen werden, und habe verkauft. Man soll ja die Party bekanntlich immer verlassen wenn es am schönsten ist! Ein baldiger Rücksetzer bis auf 134,- Euro sollte mich jetzt nicht überraschen. Hält diese Marke dann nicht, sind sogar 121,- Euro in absehbarer Zeit noch einmal möglich. Hier würde ich dann unter Umständen wieder eine Position bei Deutschlands größtem Autobauer wagen.

Veolia Environment – Dividendentitel mit Zukunftsphantasie

Der französische Konzern Veolia Environment leidet bereits seit längerem unter der schlechten Profitabilität des operativen Geschäfts und der hohen Verschuldung. Auf der heutigen Investorenkonferenz hat das Unternehmen nun bekannt gegeben wie man dieser, auch für die Aktionäre unbefriedigenden, Situation künftig entgegen treten will. Veolia ist in den Bereichen Wasser Ent- und Versorgung, Müllentsorgung und -Verwertung  sowie Energie- und Verkehrsdienstleistungen tätig, die wir allesamt unter langfristigen Gesichtspunkten für grundsätzlich sehr interessant halten.

Zum Abbau seines hohen Schuldenbergs trennt sich der Umweltdienstleister nun innerhalb der nächsten zwei Jahre von Unternehmenswerte im Umfang von knapp fünf Milliarden Euro. Bislang ist man hier von lediglich 1,3 Milliarden Euro ausgegangen. Unter Anderem soll nun das britischen Wassergeschäfts und des Hausmüll-Geschäfts in den USA auf dem Prüfstand stehen. Mit dem Umbau will sich das Unternehmen verschlanken und seine Schulden bis Ende 2013 auf weniger als zwölf Milliarden Euro senken. Die verkauften Einheiten sollen dann zu jährlichen Einsparungen in Höhe von 120 Millionen Euro führen.

Die Aktie kann heute erneut knapp zwei Prozent zulegen und befindet sich somit weiterhin in einem seit Ende November bestehenden Aufwärtstrend. Grundsätzlich besteht bei der Veolia Aktie enormes Nachholpotenzial. Die Aktie hat alleine in diesem Jahr fast zwei Drittel des Wertes verloren. Das Lehman-Tief lag knapp unter der 16,- Euro Marke. Aktuell notiert der Wert knapp unter 10,- Euro. Wir trauen der Veolia Aktie einen weiteren Anstieg zu. Spätestens bei 11,- Euro sollte aber eine etwas längere Konsolidierung einsetzen. Für langfristig orientierte Anleger könnte der Französische Umweltdienstleister eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen. Die Unternehmensführung plant für die nächsten beiden Jahre mit einer Dividende in Höhe von 0,70 Euro, was auf Basis des derzeitigen Börsenkurs von 9,51 Euro einer aktuellen Dividendenrendite von 7,36 Prozent entspricht.

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Insiderverkäufe bei Tomorrow Focus…

Bei der Aktie von Tomorrow Focus tut sich was…Erst kürzlich beschloss das Unternehmen zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte eine Dividende in Höhe von 0,05 Euro je Aktie zu zahlen. Die geschäftliche Entwicklung war sehr erfreulich, der Internetmedienkonzern ist gut in das neue Jahr gestartet. Dennoch scheinen einige Gesellschafter der Meinung zu sein, das der Zenit für die Aktie nun bereits überschritten sein könnte, und verkaufen Ihre Aktien.

Die Münchner vermeldeten erst kürzlich gute Geschäftszahlen für das erste Quartal des Jahres 2011. Demnach stieg der Umsatz, bereinigt um den Umsatz der im November 2010 veräußerten Playboy Deutschland GmbH, um 31,3 Prozent von 26,2 Millionen Euro auf 34,4 Millionen Euro. So konnten sich im ersten Quartal alle drei Segmente, Advertising, Technologie und Transaction mit Umsatzsteigerungen von 40,6, 35,1 und 12,8 Prozent deutlich positiv verändern. Auch die Töchter ElitePartner und das Portal fur Reisen und Urlaub Holidaycheck entwickeln sich weiterhin erfreulich.

Am Freitag wurde per Pflichtmitteilung über Insidertransaktionen bekannt, dass Stefan Winners und Christoph Schuh sich kürzlich umfangreich von Aktien der Tomorrow Focus AG getrennt haben. So verkaufte Stefan Winners insgesamt 40.000 Aktien zu Kursen unter 5,- Euro und Christoph Schuh insgesamt 32.477 Aktien.

Sieht man sich den Chart der Aktie und die aktuelle Börsenbewertung an kann man erahnen warum die Altgesellschafter hier jetzt offenbar Kasse machen. Nach oben scheint die Luft begrenzt zu sein. Nach dem erneuten Anstieg am Freitag um knapp vier Prozent erscheint der Titel überkauft und befindet sich an der oberen Begrenzung der Bollinger Bänder, bzw. hat diese bereits nach oben verlassen, was in den überwiegenden Fällen zu einer deutlichen Gegenreaktion führen sollte. Bereits bei 5,49 Euro wartet zudem ein massiver Widerstand, die Unterstützung der Aktie befindet sich aktuell aber erst bei 4,20 Euro also rund 25% unter dem aktuellen Kurs. Insgesamt erscheint die Aktie trotz der erfreulichen Zahlen mit einem KGV von 23 zu teuer!

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