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Die größten Wertvernichter 2011 – Pfleiderer AG

Ebenfalls hart getroffen von der Finanzkrise zeigte sich im abgelaufenen Jahr die Aktie des Traditions-Unternehmens Pfleiderer. Der Möbel- und Bauzulieferer aus dem oberpfälzischem Neumarkt stand in diesem Jahr ebenfalls vor der Insolvenz-Frage. Eigentlich handelte es sich bei dem Holzverarbeiter einst um ein solides Familienunternehmen, dass aber leider durch eine deutlich zu expansive Strategie unter die Räder gekommen ist. Der daraus resultierende hohe Verschuldungsgrad hat das Unternehmen fast in die Insolvenz getrieben. Nur durch massive interne Maßnahmen und eine Übernahmen durch Hedge Fonds konnte dieser Schritt bislang verhindert werden. Inzwischen wird das Unternehmen nur noch mit knapp 13,5 Millionen Euro an der Börse bewertet, und notiert mit einem Aktienkurs von 0,24 Euro. Der Buchwert einer Pfleiderer Aktie wurde im Jahr 2009 noch mit knapp 12,- Euro angegeben. Damals notierte die Aktie noch bei knapp 8,- Euro.

Inzwischen bessert sich die Nachrichtenlage um den Konzern wieder etwas. Weitere Unternehmensteile könnten demnächst abgestoßen werden und die Restrukturierung voran treiben. Man darf aber durchaus gespannt sein ob sich diese auch angesichts der schwachen konjunkturellen Lage, und der noch immer vorhandenen Überkapazitäten auf dem Markt, ausreichend umsetzten lässt. Kürzlich verkaufen die Oberpfälzer die Span- und Faserplattenwerke im US-Bundesstaat North Carolina für 47,5 Millionen Euro an die chilenische Paneles Arauco. Fazit: Die Pfleiderer Aktie könnte durchaus noch einmal auferstehen wenn es gelingt die geplante Sanierung weiterhin zügig umzusetzen. Der ehemalige Weltmarktführer hätte wohl auch eine zweite Chance verdient. Dennoch würden wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht darauf setzen, und erst einmal eine deutliche Verbesserung des operativen Geschäftes abwarten.

Praktiker „30 Prozent auf alles!“

Mal ehrlich – eine Aktie die aufgrund einer drohenden Gewinnwarnung bereits am Freitag deutlich zweistellig gefallen ist, und heute noch einmal ein sattes Minus von knapp 16 Prozent verzeichnet, die packt normalerweise niemand an. Die Rede ist hier natürlich von der Aktie des Baumarktbetreibers Praktiker. Das eigentlich faszinierende bei dieser Aktie ist für mich aber das eigentlich noch gar nichts passiert ist, bzw. das niemand etwas konkretes zu wissen scheint, offenbar aber jeder seine Aktien in den letzten beiden Handelstagen verkauft hat. Angst und Panik waren wohl noch nie gute Ratgeber an der Börse! Grund genug sich heute die Aktie einmal etwas näher anzusehen..

Kürzlich hatte der Baumarktketten-Konkurrent Hornbach noch ganz ansehnliche Zahlen präsentiert, die Aktie darauf hin den Weg weiter in Richtung Norden angetreten. Umso enttäuschender war wohl die Meldung vom Freitag für die Praktiker Aktionäre, in der es hieß  dass das operative Ergebnis werde selbst vor Sonderereffekten nicht besser sondern schlechter als das Letzte sein werde. Konkrete Zahlen werde man aber erst am 27.07.2011 vorlegen, hieß es weiter. Das mutet für meinen Geschmack doch ein wenig befremdlich an. Welchen Grund sollte ein Unternehmen haben so eine bescheuerte Meldung raus zugeben und damit den Aktienkurs um über 30 Prozent einbrechen zu lassen???

Nun gut! Weiter ließ man verlauten, dass Praktiker Wertberichtigungen und zusätzliche Rückstellungen in niedriger dreistelliger Millionenhöhe verbuchen müsse, und dass die Umsatz- und Ertragsentwicklung in Deutschland hinter den Erwartungen zurückbleibe, ebenso wie das schwächere Geschäft in der Region Südost- und Osteuropa. Das Restrukturierungsprogramm „Praktiker 2013“ scheint, zumindest im Moment, noch nicht zu greifen. Dennoch die Kursreaktion dürfte zum jetzigen Zeitpunkt deutlich übertrieben sein. Zumindest kann man darauf setzen, dass sowohl die Unterstützung bei 4.04 Euro gehalten hat, als auch in Kürze wohl eine technische Gegenreaktion bis mindestens 4,50 Euro stattfinden sollte.

Ich halte die Praktiker Aktie auf dem jetzigen Niveau auch unter langfristigen Gesichtspunkten für eine durchaus interessante Aktie. Greift die Restrukturierung in den kommenden Monaten dürften die Ergebnisse bei der Baumarkt-Kette für 2012 und 2013 dann wieder deutlich anziehen. Wir haben heute eine Trading-Position gekauft, und spekulieren gegen den Markt auf einen Rebound!

Es gibt noch Hoffnung bei Pfleiderer..

Bei Pfleiderer war gestern der Tag der ersten großen Entscheidung über die Zukunft des Unterenehmens. Die Gläubiger der 275 Millionen Euro schweren Hybrid-Anleihe des deutschen Holzverarbeiters stimmten mit einer für manche Beobachter überraschend deutlichen Mehrheit für das Rettungskonzept des Vorstands. Nachdem die Alternative zu einer solchen Zustimmung die sehr wahrscheinliche, und unmittelbare, Pleite des Unternehmens gewesen wäre, hatten wir einen solchen Ausgang der Abstimmung erwartet. Demnach müssen die Hybrid-Investoren nun deutliche Verluste in Kauf nehmen indem sie auf einen Großteil der Forderungen aus einer Anleihe, die 2007 an den Markt gebracht wurde verzichten. Im Gegenzug bekommen die Gläubiger nun insgesamt vier Prozent der Aktien der Pfleiderer AG. Wie werthaltig dieses „Investment“ aber in Zukunft sein wird bleibt weiterhin aufgrund der immensen Schuldenlast des Unternehmens fraglich.

Das Konzept des Vorstandes sieht vor den Konzern um mehr als 700 Millionen Euro zu entschulden. Die Gesamtverschuldung liegt bei etwa 1,3 Milliarden Euro. Die weiter benötigten Gelder kommen dann von den finanzierenden Banken und einigen HedgeFonds die auch das Ruder bei Pfleiderer übernehmen werden und somit 80 Prozent der Firmenanteile kontrollieren. Dafür verzichten diese ebenfalls auf ca. 40 Prozent ihrer Forderungen. Der nächste große Termin für Pfleiderer dürfte nun der 21.Juli werden wo in der Hauptversammlung den Aktionären das Konzept schmackhaft gemacht werden soll. Letztlich wird die dann anschließend stattfindende Abstimmung wohl über die Zukunft des Unternehmens entscheiden. Mangels einer echten Alternative gehe ich aber auch da von einer überwiegenden Zustimmung aus. Es gibt noch Hoffnung bei Pfleiderer…

Pfleiderer – nochmal 80 Prozent Verlust?

Eine volle Breitseite hat die Pfleiderer Aktie gestern von Analystenseite bekommen. Independent Research senkte das Kursziel des ehemaligen Weltmarktführers auf nur noch 0,07 Euro!!! Nun. auch wir haben uns ja zuletzt sehr skeptisch geäußert, aber das kommt dann doch einem Totalverlust für die Altaktionäre gleich, worauf der Analyst ebenfalls in seiner Studie verwies. Independet verwies weiterhin darauf das ein Fortbestand der Gesellschaft keineswegs gesichert sei, und sein Kursziel von sieben Cent nur dann überhaupt gelte. Ich würde mal sagen vernichtender kann eine Urteil wohl nicht ausfallen. Die Pfleiderer Aktie dürfte weiter fallen. Gestern gab der Kurs erneut um fast zehn Prozent unter inzwischen sehr dünnen Umsätzen nach. Die nächsten Kursziele/Unterstützungen liegen bei 0,47, 0,41 und 0,35 Euro. Lesen Sie dazu auch unseren letzten Artikel: „Pfleiderer – gehen jetzt die Lichter aus?“

Pfleiderer – gehen jetzt die Lichter aus?

Nicht viel Gutes verheißt die gestrige Schlussauktion bei der Pfleiderer Aktie. Nachdem es zuletzt, seit Ausbruch der Krise bei dem Holzverarbeiter recht ruhig geworden ist wurden in der Schlussauktion noch schnell ca. 350.000 Aktien verkauft und schickten den Aktienkurs damit erneut um zehn Prozent tiefer auf ein neuen Tiefstand. Damit generierte die Aktie ein neues, klares Verkaufssignal. Der ehemalige Weltmarktführer wird somit nur noch mit 43 Millionen Euro an der Börse bewertet. Charttechnisch bedingt dürfte nun die Marke von 0,54 Euro in den Fokus der Anleger rücken. Grund für den erneuten Kurssturz könnte die gestern veröffentlichte Einladung zu einer Gläubigerversammlung am 14.Juni sein.

Das Management der Pfleiderer AG schlägt den Gläubigern schon fast zwingend vor, dass die Inhaber der 2007 an den Markt gebrachten Anleihe, die ein Gesamtvolumen von 275 Millionen Euro hatte komplett auf ihre Ansprüche verzichten sollen, und im Gegenzug – nach allen vorgesehenen Kapitalmaßnahmen – zusammen vier Prozent der Aktien des Unternehmens dafür bekommen würden. Stimmen die Gläubiger dem nicht zu stünde auch das restliche Rettungspaket für den angeschlagenen Konzern auf sehr wackeligen Füßen. Am 14 Juni könnte hier also wohl eine finale Entscheidung über eine Fortführung des Unternehmens anstehen. Einige Anleger scheinend diese offenbar nicht abwarten zu wollen…

Die Verlierer der Hausse – Pfleiderer, MPC Capital, Heidelberger Druck

Auf Platz 5, 8 und 17 der größten Geldvernichter des vergangenen Jahres liegen die Aktien von Pfleiderer, MPC, Heidelberger Druck. Alle Unternehmen wurden von der Finanzkrise hart getroffen und haben sich von dem Schock bis heute nicht wieder richtig erholt. Für einen der Kandidaten, der Pfleiderer AG, ist die Luft inzwischen sogar extrem dünn geworden. Nur durch massives Eingreifen von Hedge Fonds und einem vorübergehenden Stillhalteabkommen mit den finanzierenden Banken konnte der hoch verschuldete Holzverarbeiter vor der Insolvenz bewahrt werden. Besagte Hedge-Fonds haben nun auch die Kontrolle über das ehemalige Familienunternehmen übernommen, Altaktionäre wurden somit praktisch von der künftigen Entwicklung bei dem ehemaligen Weltmarktführer ausgeschlossen. Vorstandschef Hans Overdiek räumte kürzlich ein, keinen guten Job bei der Expansion in den USA gemacht zu haben. Die kostspieligen Übernahmen haben dem Unternehmen letztlich wohl das Genick gebrochen. Im Jahr 2010 verlor die Pfleiderer Aktie 60,2 Prozent an Wert, über fünf Jahre betrachtet sogar 84,7 Prozent. Seit Jahresbeginn 2011, als die Aktie noch bei 2,50 Euro stand, mussten die Aktionäre einen weiteren Kurssturz unter die ein Euro Marke verkraften. Pfleiderer bleibt damit wohl der Spitzenreiter auf den Titel der größten Kapitalvernichter.

Bei MPC ist seit dem Ausbruch der Krise ebenfalls mächtig der Wurm drin. Die Fondsbranche hat es schwer erwischt und so notiert der einstige Highflyer nur noch um die 4,- Euro Marke. Kurzzeitig war der Titel sogar auf 2,82 Euro abgestürzt. Die Aktie von MPC müsste nun über 1700% zulegen, um vom aktuellen Kurs wieder bis an das Allzeithoch bei 78,86 Euro anzusteigen. Diese Aussage ist natürlich nur theoretischer Natur! MPC belegt den achten Rang auf der Liste der größten Kapitalvernichter des vergangenen Börsenjahres. Auf Fünf-Jahres -Sicht liegt die Performance gar bei minus 94,1 Prozent. Das Emissionshaus hat im Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Zahlen zwar ein positives operatives Ergebnis von rund 5 Mio. Euro erzielt, letztlich blieb aber erneut ein Konzernverlust von 39,1 Mio. Euro. Im Vergleich zum katastrophalen Jahr 2009, in dem der Verlust bei 81,3 Mio. Euro lag, hat sich das Minus somit in etwa halbiert. Sicherlich sind auch diese Zahlen wohl aber noch kein Grund für die Aktionäre in Jubel auszubrechen. Die kleine Zwischenrally der Aktie zum Jahresbeginn wurde nahezu komplett wieder abverkauft!

Ein weiterer Weltmarktführer auf der Liste der schwächsten Werte der letzten Jahre ist die Aktie der Heidelberger Druckmaschinen AG. Zwar konnte der Titel im Börsenjahr 2010 sogar leicht, um 6,9 Prozent zulegen, dennoch sieht der Chart im Fünf-Jahres-Zeitraum mit minus 81,8 Prozent nicht unbedingt gut aus. Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass der Konzern das Schlimmste bereits hinter sich haben dürfte. Großartige Kurssprünge nach oben sind aber wohl auch hier in der nächsten Zeit nicht zu erwarten. Für längerfristig orientierte Anleger die auf eine weitere Erholung des deutschen Maschinenbaus im Allgemeinen und der Druckbranche im Speziellen setzten wollen könnten die derzeitigen Kurse aber auf Sicht von mehreren Jahren interessant sein.

Pfleiderer – jetzt wird nochmal ordentlich gezockt..

Die Pfleiderer Aktie hat heute erneut einen sehr volatilen Kursverlauf hinter sich. Nachdem der Titel zunächst auf 0,763 Euro gefallen ist konnte sich die Aktie dann im weiteren Handelsverlauf wieder bis auf 0,91 Euro erholen.  Ob diese späte Erholung allerdings dauerhaft ist bleibt abzuwarten. Normal wäre eigentlich nach einen solchen Kursverlauf der letzten Tage das sich hier wieder verstärkt die Zocker versammeln. Somit dürfte auch in den nächsten Handelstagen für spannende Unterhaltung bei dem Wert gesorgt sein. Fundamental gab es auch nicht viel neues zu berichten, außer das der noch vor kurzem engagierte Sanierungsspezialist Ernst Pelzer bereits nach wenigen Wochen das Handtuch geworfen hat. Sicherlich kein gutes Zeichen! Nun soll Hans Joachim Ziems sein Glück versuchen und den angeschlagenen Holz- und Bauzulieferer aus der Krise führen. Unabhängig von diesem spontanen Führungswechsel bleibt die Aktie aber vorerst nun im Pennystock-Bereich. Anleger haben in dieser Woche wohl auch die letzten Stücke auf den Markt geworfen nachdem nun klar ist, dass in Zukunft die Hedge Fonds das Heft bei Pfleiderer in der Hand halten. Wie gestern schon geschrieben liegen die nächsten Unterstützungen bei 0,80 und 0,62 Euro.

Pfleiderer – das wars dann wohl, erstmal!

Erneut gibt die Pfleiderer Aktie zweistellig ab! Grund für diesen weiteren Kursrutsch, der die Aktie des angeschlagenen Unternehmens nun auch unter die letzte Unterstützung bei 1,35 Euro geführt hat ist wohl die Meldung vom vergangenen Freitag. Zwar konnte man seitens des Bau- und Möbelzulieferers nun eine Verlängerung des Stillhalteabkommens mit seinen Gläubigern bis Anfang Mai erreichen, und weitere 100 Millionen Euro an Kapitalspritzen erhalten, dies reicht aber offenbar nicht aus, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bekommen.

Neben einer Hybridanleihe wird nun eine Kapitalerhöhung geplant an der die Altaktionäre dann nur zu einem sehr geringen Teil beteiligt werden sollen. Letztlich würde das Unternehmen nach Durchführung all dieser Maßnahmen in die Hände der beteiligten HedgeFonds und Banken fallen. Lediglich knapp fünf bis zehn Prozent des Unternehmen dürften dann den Altaktionären und Hybridkapitalgebern gehören während die Hedge Fonds rund 60 Prozent an Pfleiderer halten, und die Banken rund 30 Prozent.

Wie leider so oft in solchen Fällen werden die Aktionäre bei Übernahme durch einen oder mehrere Hedge Fonds wohl die Leidtragenden sein. Ich schätze mal das wars dann auch für die letzten Aktionäre in Sachen Vertrauen. Weitere Unterstützungen könnten nun bei 1,18 bzw. 0,92 Euro liegen, allerdings ist das alles nur noch Makulatur unter den gegebenen Umständen. Ich hoffe unsere Leser sind den Empfehlungen der letzten Wochen gefolgt und haben die Restbestände an stärkeren Tagen eher verkauft!

Achterbahnfahrt bei Pfleiderer

Die Aktie des angeschlagenen Pleiderer Konzerns sorgt nach dem Freudensprung am Freitag mal wieder für deutliche Ernüchterung. Mit einem satten Minus von 8,5 Prozent dürften nun auch die Optimisten heute wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen sein. Immer noch kämpft das Unternehmen um das nackte Überleben – nicht mehr und nicht weniger! Wer also geglaubt hat, dass nach den jüngsten Meldungen über die Einigung mit den finanzierenden Banken und den Hedge Fonds alles wieder im Lot sei, der könnte sich bitter irren. Nach Presseberichten werden die Gläubiger wohl auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Ersten Berichten zufolge handelt es sich dabei um eine Größenordnung von und 40 Prozent der vorrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 800 Millionen Euro. Pfleiderer soll nun auch weitere 100 Millionen Euro an Krediten erhalten, hieß es weiter.

Ebenso plant der Spanplattenhersteller eine Kapitalerhöhung mit der die Verbindlichkeiten des Konzerns deutlich reduziert werden sollen.Der Wert der heutigen Aktien dürfte dabei noch einmal deutlich verwässert werden, was wohl auch den heutigen Kursverlauf etwas erklären könnte. Nach den Kapitalmaßnahmen könnten dann Hedge-Fonds das Ruder bei dem ehemaligen Familienunternehmen übernehmen, was letztlich auch zu einer Zerschlagung oder Filetierung des Konzerns führen könnte.

Mit den eingeleiteten Maßnahmen ist die Insolvenz der Pfleiderer AG vorerst wohl abgewendet. Laut einem Bericht in den Nürnberger Nachrichten soll es seitens der finanzierenden Banken keine weiteren Auflagen geben. Grundsätzlich habe man sich mit den Gläubigern auf ein Restrukturierungs- und Finanzkonzept geeinigt, welche mittelfristigen Auswirkungen all dies aber für die heutigen Aktionäre haben wird ist wohl noch nicht absehbar. Anleger haben in den letzten beiden Tagen die höheren Kurse verstärkt zum Ausstieg genutzt. Wahrscheinlich keine schlechte Idee!

Pfleiderer Aktie – weiterhin klar im Abwärtstrend

Nach einem kurzen Ausflug in Richtung Norden befindet sich die Pfleiderer Aktie bereits wieder auf dem Weg in die anderer Richtung. Wir hatten ja in unserem letzten Artikel bereits darauf hingewiesen, dass es für einen Turanrround der Aktie wohl noch zu früh ist. Die Risiken sind weiterhin sehr hoch, und glaubt man den Pressemeldungen ist auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals hier noch möglich. Die Charttechnik hat sich bei dem  Bau- und Möbelzulieferer zwar kurzzeitig aufgehellt, der Trend bleibt weiterhin deutlich negativ.

Das Unternehmen ist nun bemüht mit den finanzierenden Banken bis Ende März eine Lösung zu erarbeiten, wobei es noch abzuwarten beliebt ob dem von der Pfleiderer Führung vorgeschlagenen Schuldenerlass zugestimmt wird. Ausserdem müsste sich der Konzern dann auch noch von seinem Nordamerikageschäft trennen, das zwar momentan defizitär ist, aber letztlich auch bei wieder anziehender Konjunktur in den USA Marktanteile sichern würde.

Die von uns ermittelte Trading-Range zwischen 1,78 und 1,35 Euro hat weiterhin Bestand. Nachdem die Aktie an der oberen Begrenzung mehrfach abgeprallt ist könnte nun die Unterseite erneut getestet werden. Hält diese Marke nicht dürften dann als nächstes die jüngsten Kursziele einiger Analysten abgearbeitet werden die bei ca einem Euro liegen. Wir lassen weiterhin die Finger von der Aktie, die weiterhin bei dem derzeitig schwachen Börsenumfeld anfällig für weitere Abschläge sein dürfte. Fällt der DAX auf 7.000 Punkte oder gar darunter dürfte das heute von Equinet ausgegebene Kursziel von einem Euro schnell erreicht werden.

Solon, Vivacon, Pfleiderer – welchens Schweinchen hätten Sie gerne?

Es scheint bald wieder soweit zu sein. Jedes mal gegen Ende einer längeren Aufwärtsbewegung an den Börsen werden noch schnell ein paar Säue durchs Dorf getrieben. Diese „Säue“ heißen in den letzten Tagen unter anderem Solon, Vivacon, und  Pfleiderer, über die wir ja auch zuletzt berichtet hatten. Die Kursverläufe dieser Aktien sind mit normalen, fundamental begründeten, Argumenten wohl nicht zu erklären. Bei Vivacon hatten Anleger auf eine deutliche und nachhaltige Wende des operativen Geschäftes im Vorfeld der gestern veröffentlichten Zahlen gesetzt, und wurden enttäuscht. Das kann man noch irgendwie nachvollziehen, auch wenn der vorangegangene Kursanstieg von ca. 100 Prozent bei einem Fast-Pleite-Unternehmen etwas heftig erscheint. Die Pleite sei nun abgewendet hieß es in der Presse, einen echten Beweis dafür konnte das Unternehmen mir persönlich mit dem Zahlenwerk aber nicht liefern.

Bei der arg gebeutelten Pfleiderer AG  sehnen sich die Anleger nach Rettung und der Hoffnung auf bessere Zeiten. Gestern konnte die Aktie um 16 Prozent zulegen und rettete somit das Chartbild vorübergehend. Zuvor sah eher alles nach einem Absturz in Richtung einem Euro aus. Ob diese neu eingeschlagene Richtung nun beibehalten werden kann darf zumindest bezweifelt werden. Die gestrige Meldung, dass man nun den Sanierungsspezialisten Hans Joachim Ziems für eine Restrukturierung des Konzerns gewinnen konnte ist sicherlich positiv zu werten. Ob sich hier nun allerdings schnelle Erfolge einstellen werden..? Ich bin gespannt! Normalerweise ist ein beliebter Spruch bei Sanierern „Erstmal wird alles noch viel schlimmer, bevor es dann besser wird.“

Nüchtern betrachtet befindet sich der Aktienkurs aktuell in einer Trading-Range zwischen 1,25 und 1,78 Euro und steht ziemlich genau in der Mitte dieser. Die nächsten Handelstage werden zeigen welche dieser Marken erreicht werden soll. Man sollte beachten, dass die gestrigen Umsätze in der Aktie nicht allzu hoch waren, und auch die Positionsgrößen eher darauf schließen lassen, dass hier verstärkt Trader, und nicht etwa Großinvestoren, am Werk sind.

Das heftigste Beispiel für die Sau-durchs-Dorf-Theorie lieferte gestern wohl die Solon Aktie. Das Unternehmen hat nach wie vor die gleichen Probleme wie vorher! Der Aktienkurs legte gestern noch einmal um satte 42 Prozent zu, nachdem die Aktie seit dem 04.02 bereits kräftig gestiegen ist. Inzwischen hat sich der Aktienkurs nun mehr als verdoppelt. Erstaunlich dabei ist nicht unbedingt die Tatsache an sich, sondern viel mehr die Dynamik mit der dies passiert. Die Kursbewegung deutet also eher auf einen Short Squeeze hin. Nachrichten die diesen Kursverlauf wirklich begründen würden gibt es nicht. Ich hatte ja bereits mein Unverständnis darüber geäußert. Wie auch immer, für diejenigen die dabei waren freut es mich, aber bitte daran denken auch irgendwann wieder ab zuspringen! Solon könnte aus charttechnischen Gründen noch bis 6,- Euro steigen, und wäre spätestens dann für mich persönlich wohl eher ein außerordentlich interessanter Short-Kandidat. Mal schauen wer das nächste Schweinchen wird…

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Pfleiderer engagiert Restrukturierungsexperten Hans-Joachim Ziems

Die Aktie des Holzverarbeiters Pfleiderer kann heute im frühen Handel wieder deutlich zulegen.  Laut Presseberichten ist es der Pfleiderer Führung gelungen den Kölner Restrukturierungsexperten Hans-Joachim Ziems zur Unterstützung der Sanierung des Konzernes zu engagieren. In den Übergangsjahren 2002 und 2003 führte Ziems die Fernsehgruppe ProSiebenSat.1, nachdem der Medienunternehmer Leo Kirch Insolvenz angemeldet hatte. Ziems soll demnach künftig den für das Ressort Restrukturierung zuständigen Pfleiderer Vorstand Ernst Pelzer bei seiner Arbeit unterstützen. Ob diese Meldung heute einen entsprechenden Aufschlag bei der Aktie rechtfertigt bleibt abzuwarten. Die Restrukturierung des Konzerns wird sicherlich nicht von heute auf morgen möglich sein.

Charttechnisch bleibt die Pfleiderer Aktie extrem angeschlagen. Auch unser in der vergangenen Woche ausgegebenes Kursziel von 1,35 Euro je Aktie wurde schneller erreicht, also dies den Aktionären lieb sein dürfte. Die nächste Unterstützen liegt nun im Bereich 1,18 bis 1,26 Euro. Ich rechne damit, dass dieser Bereich noch einmal getestete werden könnte bevor sich die Pfleiderer Aktie dann eventuell stabilisieren kann. Die heutige Meldung ist zwar sicherlich gut und könnte neues Vertrauen in eine Zukunft des Pfleiderer Konzerns schaffen, allzu euphorisch sollte man aber wohl deswegen nicht werden. Es besteht aber zumindest nun eine gute Chance auf eine baldige Bodenbildung der Aktie!

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