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Die Daimler Aktie folgt (endlich) VW und BMW…

Die Daimler Aktie ist gestern kräftig unter Druck gekommen, nachdem sich der Titel bislang im Branchenvergleich eigentlich noch sehr gut gehalten hatte. Immer wenn so etwas passiert – sprich die stabilste Aktie eines Sektors ins Wanken gerät – dann ist das grundsätzlich beachtenswert! Damit scheint der Druck auf die Automobilbauer weiter zuzunehmen, weswegen sich nach wie vor ein erneuter Einstieg in die Aktien der Highflyer der ersten drei Monate des Jahres noch verbietet. Beobachten sie das Treiben entspannt von der Seitenlinie und warten Sie auf den richtigen Moment…

Daimler Aktie Analyse mit Kursziel

Bei der Daimler Aktie ist der richtige Moment allerdings etwas schwerer abzuschätzen, während beispielsweise bei der VW Aktie oder auch einer BMW Aktie relativ klare Ziele auf der Unterseite auszumachen sind. Dennoch hier der Versuch einer ersten Analyse der aktuellen Situation. Momentan halte ich es für sehr naheliegend, dass nun in Kürze die Marke von 81,40 Euro erreicht wird. Hier liegt zum einen eine starke Unterstützungslinie als auch ein offenes Gap auf dem Wege dorthin. Zudem markiert dieser Bereich ungefähr die untere Begrenzung des aktuellen Abwärtstrends der Aktie.

Etwas tiefer unten, bei 80.46 Euro, wartet das 38er Fibonacci Retracement als wahrscheinliches Kursziel der aktuellen Korrekturbewegung. Auch hier würde ich davon ausgehen, dass dieser Bereich demnächst noch erreicht wird um den Chartverlauf der Aktie etwas „gesünder“ aussehen zu lassen. Zudem dürfte der DAX weiterhin unter Druck bleiben, solange das Thema Griechenland nicht im positiven Sinne erledigt ist. Der erneut etwas stärkere Euro sorgt für zusätzlichen Druck – insbesondere auf die Aktien der Autobauer!

Eine Frage sollte man sich in diesem Zusammenhang wohl zusätzlich stellen… Was wird passieren wenn der Euro demnächst einen Freudensprung nach oben vollführt? Sei es weil Griechenland nun austreten wird und den Rest der Währungsgemeinschaft nicht mehr mit seiner desolaten Wirtschaftslage belastet, oder eben weil der Erhalt der Währungsunion in seiner jetzigen Form. Die Möglichkeit dass das „Ereignis Griechenland“ kurzzeitig in Form eines deutlich steigenden Euro gefeiert wird ist aus meiner Sicht durchaus gegeben! Es besteht also nicht zwingend ein Grund zur Eile sich nun wieder bei den Aktien der Autobauer zu engagieren…

Ausverkauf bei VW, Daimler, Porsche – Die nächsten Zielmarken

Wie bereits in unserer letzten Newsletter Ausgabe geschrieben, wird die Luft an den Märkten spätestens dann deutlich dünner, sobald die Aktien der Autobauer und anderer Konjunkturzykliker ins Rutschen kommen… Genau das scheint nun eingetreten zu sein, weswegen erhöhte Alarmbereitschaft unter den Anlegern gegeben ist. Nicht nur der inzwischen dreimal in Folge schlechter als erwartet ausgefallene IFO-Index macht den Anlegern zusehends Sorge, sondern auch die politische Situation um den Absatzmarkt Russland und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen fangen an erste Wirkungstreffer zu zeigen – leider auf beiden Seiten.  Wie entscheidend der gestrige Handelstag für die deutschen Autobauer war, möchte ich Ihnen hier kurz anhand der Charts noch einmal zeigen:

Volkswagen:

VW Chart Analyse

Porsche:

Porsche Chart Analyse

Bei den Aktien von VW, Porsche und auch Daimler hat sich somit nun eine charttechnische Situation ergeben, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Die mittelfristigen Aufwärtstrends wurden zunächst einmal verletzt, bzw. möglicherweise gebrochen. Ob es sich hierbei um eine nachhaltige Bewegung handelt, oder wir an diesen charttechnischen Marken nun wieder nach oben drehen, bleibt somit vorerst einmal abzuwarten.

Aus rein charttechnischer Betrachtung haben alle drei genannten Aktien durchaus noch weiteres Abwärtspotenzial, bis sie auf die nächsten relevanten Unterstützungen treffen. Hier wäre für die Daimler Aktie die horizontale Unterstützung zwischen 58,50 und 59,- Euro als erstes Kursziel zu nennen und für die VW Aktie der Bereich um die 170,- Euro, wo sich der mittelfristige Aufwärtstrend und das 50er Fibaonacci Retracement treffen. Grundsätzlich ist auch ein kurzes Abtauchen bis an die Unterstützungslinie bei ca 166,50 Euro vorstellbar. Bei der Porsche Aktie kann man gar darauf spekulieren, dass das hier eingezeichnete, offene Gap (roter Kreis) noch geschlossen wird.

In jedem Falle ist die aktuelle Situation bei den Automobil-Aktien aus der Sicht eines Traders nach vielen Monaten „Langeweile“ nun wieder hochinteressant….!

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Neue Kursziele für VW, Porsche, Daimler und BMW von Goldman Sachs

Die Analysten von Goldman Sachs haben die Kursziele für alle deutschen Automobilhersteller noch einmal überarbeitet und erneut kräftig nach oben revidiert. Wie gestern bekannte wurde ist das US Investmenthaus offensichtlich optimistischer denn je für den künftigen Verlauf der Aktienkurse von VW, Porsche, Daimler und BMW. Analyst Stefan Burgstaller erhöhte die Kursziele für alle Aktien noch einmal deutlich und empfiehlt diese weiterhin zum Kauf. Sehr optimistisch ist man Goldman Sachs demnach für das Papier der Daimler AG, der man eine hohe Gewinndynamik in den kommenden Jahren attestiert. Das Kursziel sieht Burgstaller bei satten 92,-Euro, was einer deutlichen Steigerung des Aktienkurses um knapp 140 Prozent entsprechen würde.

Ebenso zählt nach wie vor die VW Vorzugsaktie zu dem Favoriten der Goldmänner. Das Kursziel wurde nun noch einmal von 245,- Euro auf 275,- Euro angehoben. Auch die Erwartungen für die Porsche Aktie wurden aufgrund des angehobenen Kursziels bei der VW Aktie nach oben geschraubt. Mit einem Kursziel 76,-  Euro pro Aktie muss man aber wohl das Rating „Neutral“ nicht so ganz nachvollziehen können… Das Kursziel von BMW wurde hingegen nur noch leicht von 112,- auf 116,- Euro angehoben, was natürlich im Vergleich zum heutigen Aktienkurs immer noch eine sehr stattliche Rendite wäre. Dennoch wird klar dass sich die Favoritenrolle bei GS nun ganz klar von BMW zu Daimler verlagert hat.

Insgesamt zeigt sich Goldman Sachs also weiterhin unverändert positiv für den Sektor. Ob die hohe Erwartungen in dem aktuellen Umfeld denn erfüllt werden können bleibt aber fraglich. Letztlich stimmt die Grundtendez mit meiner persönlichen Meinung absolut überein, und die Aussagen von Herrn Burgstaller über die zu erwartende Richtung der Aktienkurse aller genannten Autobauer dürften auch zutreffen. Die ausgegebenen Kursziele hingegen sind aus heutiger Sicht doch sehr ambitioniert. Auf mittlere Sicht könnten diese Marken aber durchaus erreicht werden, wenn es uns gelingt die Euro-Krise irgendwann wirklich hinter uns zu lassen, und uns wieder auf die wahren Werte von Unternehmen besinnen. Denn aus diesem Blickwinkel sind wohl alle der genannten Aktien bereits heute deutlich unterbewertet!

VW, BMW, Porsche, Daimler und Conti – Autoaktien jetzt wieder kaufen?

Nach anfänglichen Verlusten beendet die Wallstreet gestern Ihren Handel dann doch noch einigermaßen versöhnlich wohingegen der DAX einen der schwächsten Tage dieses Jahres hatte. Mit einem satten Minus von 1,77 Prozent rutschte der Deutsche Leitindex deutlich unter die wichtige Marke von 7.000 Punkten. Das sogenannte Window Dressing der institutionellen Investoren ist somit wohl etwas anders ausgefallen als dies die meisten Marktteilnehmer erwartet hatten. Heute wird die spannende Frage sein ob die europäischen Märkte von den positiven Vorgaben erneut profitieren können. Die asiatischen Märkte zeigen ein gemischtes Bild, eine klare Tendenz ist noch nicht zu erkennen. Ich denke aber die Chancen stehen nicht schlecht für einen starken letzten Tag des ersten Quartals, oder aber einen deutlich festeren Auftakt in das kommende Quartal.

Insbesondere die Aktien der Automobilbranche waren gestern unter Druck. Aber auch andere Zykliker, die zuletzt gut gelaufen sind, wurden offenbar reihenweise aus dem Depots geworfen. Hinzu kam sicherlich noch dass einige Stopp-Loss-Orders gegriffen haben und die Lawine weiter ins Rollen brachten. Ebenso wie der Umstand dass zum Quartalsende traditionell die Aktien die bislang nicht so gut gelaufen sind aus dem Depots der Fonds verbannt werden, was zusätzlichen Druck auf die Märkte brachte. Wie schon in unserem Newsletter vom Wochenende geschrieben sehe ich aber genau in dieser Bewegung nun die Chance für einen kurzfristigen Einstieg und einen kräftigen Rebound des Marktes in den nächsten Tagen.

Und natürlich würde ich hier kurzfristig auch wieder auf die Verlierer von gestern setzten, allen voran die Aktien der Autobauer, die gestern deutlich abgeben mussten. Letztlich haben alle Aktien ihren Kursrutsch an den Unterstützungen, oder leicht darüber, beendet. VW, BMW, Porsche, Daimler und Conti haben also charttechnisch gesehen sauber durchkorrigiert und auch mal wieder etwas Dampf abgelassen, was man an dieser Stelle noch als sehr gesund ansehen kann. Natürlich ist diese Strategie nicht ganz risikolos. Für mich überwiegen hier aber die Chancen inzwischen deutlich die Risiken – zumindest auf kurzfristiger Ebene!

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VW, BMW, Daimler, Conti und Porsche – jetzt wieder kaufen?

Etwas turbulent geht es gerade im deutschen Automobilsektor zu. Die Aktien der Highflyer scheinen weiterhin unter Druck zu sein. Als Grund dafür gibt der Markt eine neue Branchenstudie von Goldman Sachs an und hier insbesondere die Herabstufung der BMW Aktie. Ich persönlich halte diese Erklärung für ziemlichen Nonsens, denn die Goldmänner haben die Aktie der Bayern zwar von der Conviction Buy List genommen, das Kursziel wurde aber lediglich von 119,- auf 115,- Euro zurück genommen. Nochmal zur Erinnerung – der aktuelle Aktienkurs der BMW Aktie ist bei 69,- Euro.

Noch deutlicher fällt das Anlageurteil bei der VW Aktie aus. GS setzt das neue Kursziel für die Vorzugsaktien der Wolfsburger nun mit 237,- Euro an. Immerhin schlappe 100,- Euro über dem aktuellen Kurs, oder besser gesagt 75 Prozent (!) über dem aktuellen Kurs! Insbesondere die weiteren Phantasien durch die Integration von Porsche und die Konsolidierung von MAN haben die Analysten dazu veranlasst das Kursziel noch einmal deutlich um acht bis zehn Prozent anzuheben. Auf Basis des Wertes der gehaltenen Volkswagen-Stammaktien und der Bereinigung um rechtliche Risiken sehen die Analysten das Kursziel für die Porsche Aktie nun  bei  63,00 EUR. Auch wenn ich die genannten Kursziele grundsätzlich für sehr ambitioniert halte gehe ich davon aus dass die Richtung bei den Autobauern weiter nach oben zeigen wird.

Die genannte Studie kann es also nicht sein, oder ich habe hier gravierende Verständnisprobleme 😉 Viel mehr dürfte die aktuelle Kursentwicklung u.a. der von mir schon mehrfach in unserem Newsletter angekündigten, kurzfristigen Sektorrotation geschuldet sein. Sprich die Anleger konzentriert sich gerade mehr auf Aktien die noch nicht so gut gelaufen sind, und nehmen Ihre Gewinne bei den Top-Performern nun auch mal mit. Was aber nicht heißen soll dass die Aktien der Autobauer nun nur noch fallen werden. Das Gegenteil ist wahrscheinlich der Fall. Der aktuelle Rücksetzer dürfte sich als gute Kaufgelegenheit entpuppen, denn die institutionellen Anleger werden diese Stücke nun dankbar auffangen.

Der Anlagenotstand der institutionellen Investoren zwingt diese nun auf Teufel komm raus noch die Highflyer der letzten Monate ins Depot zu nehmen, und das Anlegerverhalten dürfte den Damen und Herren genau in die Hände spielen. Natürlich wird die Gunst der Stunde genutzt um diese Werte noch zusätzlich zu drücken um bis zum Monats- bzw. Quartalsende einen möglichst guten Einstieg in diese Aktien zu ermöglichen. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Gewinner der letzten drei Monate auch die Gewinner dieses Jahres sein.

Anleger reagieren heute auch auf Aussagen der chinesischen Branchenvereinigung CAAM, die ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Demnach wird der chinesische Automarkt im laufenden Jahr nur noch um fünf Prozent wachsen. Ich gehe aber davon aus das sich dieser  Effekt insbesondere bei den deutschen Automobilherstellern, die immer noch enorme Wachstumsraten vorweisen können, nur kurzzeitig in den Aktienkursen widerspiegeln sollte. Natürlich kann ich Ihnen nicht sagen wann diese Bewegung nun zu Ende sein wird, aber ich persönlich rechne schon in Kürze damit. Der Dax hat mustergültig die 7,200 Punkte im ersten Anlauf abgearbeitet und eine Konsolidierung auf diesem Niveau ist jetzt durchaus gesund. Spätestens in der nächsten Handelswoche sollte wieder verstärkter Kaufdruck aufkommen, der dann bis in den April hinein anhalten kann. Die Aktien von VW, BMW, Daimler und Porsche sollten daher in den kommenden Tagen intensiv beobachtet werden.

Daimler, BMW, Porsche und VW – Ist der Boden gefunden?

Die Aktien der Autobauer sind weiterhin unter Druck, und das ist wohl bei den zyklischen Werten auch grundsätzlich in dieser Börsenphase nicht weiter verwunderlich. Dennoch muss man sich anhand der aktuellen Gewinnsituation, und den weiteren Aussichten, wohl die Frage stellen ob ein derartiger Kursverlust gerechtfertigt ist. Grundsätzlich gilt, dass die Absatzmärkte in China und Indien noch für mehrere Jahre die zeitweise schwächeren Verkäufe in den westlichen Absatzmärkten kompensieren dürften. Auch die jüngsten Verkaufszahlen von BMW, Daimler, VW und Porsche aus dem Juli zeigen noch keinerlei Anzeichen von Schwäche, möglicherweise müssen diese Werte in den kommenden Monaten etwas nach unten korrigiert werden, von einem echten Einbruch ist aber nach unserer Auffassung nicht auszugehen. Fundamental betrachtet sind alle Automobilaktien weiterhin extrem günstig bewertet. Selbst im Falle deutlich rückläufiger Absatzzahlen von beispielsweise 20 Prozent, wäre die Bewertung der gesamten Branche immer noch historisch niedrig!

Natürlich hängt die weitere Kursentwicklung der Automobilwerte in naher Zukunft einzig und alleine von dem Marktumfeld ab, sprich einem weiteren Rücksetzer an den Börsen werden sich auch die DAX Schwergewichte nicht entziehen können. Geht man aber davon aus, dass sich die Märkte in naher Zukunft wieder beruhigen werden, sind es dann erneut die zyklischen Werte die die folgende Erholungsbewegung anführen werden. Auch die Analysten-Gemeinde scheint dieser Auffassung zu sein, da die zuvor ausgegebenen Kursziele bislang nur leicht nach unten angepasst wurden. Goldman Sachs hingegen hat kürzlich sogar die Kursziele einzelner Branchenvertreter leicht nach oben angehoben. Auch wenn sich die Kursziele von beispielsweise 109,- Euro für die Porsche Aktie und 254,- Euro für die VW Vorzugsaktien gut lesen teilen wir diese sehr optimistische Einschätzung der Goldman Analysten, in dem gegenwärtigen Marktumfeld, nur bedingt. Wir gehen aber immer noch von deutlich höheren Notierungen bei den Autoaktien zum Jahresende aus.

Für die Daimler-Aktie hat die US-Investmentbank das Kursziel von 82,00 auf 79,00 Euro gesenkt sowie die Einstufung unverändert auf „Buy“ belassen. Die Analysten beurteilen den jüngsten Kursrückgang bei allen Werten als attraktive Einstiegsmöglichkeit. Das Kursziel für die BMW Aktie wurde ebenfalls leicht von 127,00 auf 123,00 Euro gesenkt. Trotz dieser sehr positiven Studie sollte man sich aber momentan auch mit der Unterseite der möglichen Kursziele beschäftigen. In einer Schnellanalyse haben wir alle Titel noch einmal unter die Lupe genommen, und sind zu dem Ergebnis gekommen, das das Risiko nach unten inzwischen relativ überschaubar sein dürfte. Immer vorausgesetzt die Börsen versinken nicht im totalen Chaos! Eine mögliche Wachstumsdelle scheint nun ausreichend eingepreist zu sein. Bei VW könnten sich erste, vorsichtige Positionen knapp über der 100,- Euro Marke als lohnender Einstieg erweisen, ebenso wie bei Porsche um die 40,- Euro, BMW knapp über 50,- Euro sowie Daimler knapp unter 35,- Euro.

ElringKlinger – Was ist da los?

Die Aktie von ElringKlinger ist heute nach der Veröffentlichung enttäuschender Zahlen zum abgelaufenen Quartal kräftig unter die Räder gekommen. Marktteilnehmer waren wohl, nicht zuletzt wegen der guten Leoni Zahlen, von einem noch besseren Ergebnis bei dem Automobil-Zulieferer ausgegangen und verkauften heute reihenweise ihre Aktien. Analysten bezeichneten das Zahlenwerk im Peer Group Vergleich als „eher mau“. Der Umsatz war zwar durchaus  solide, das operative Ergebnis  jedoch als enttäuschte. Mit einem satten Abschlag von 8,8 Prozent verabschiedete sich die Elringklinger Aktie heute aus dem Handel und unterschritt dabei gleich zwei wichtige Unterstützungen. Die letzte Auffangzone lag bei 21,60 Euro, der Schlusskurs bei 21,375 Euro. Es steht zu befürchten das der Abverkauf nun noch weiter gehen könnte. Die Unterstützung bei 20,40 Euro liegt seit heute in greifbarer Nähe. Hält auch diese nicht könnten sogar die Tiefststände aus dem März, nach der Atomkatastrophe in Fukushima, noch einmal erreicht werden. Hier ist also in den kommenden Handelstagen Vorsicht geboten!

BMW, VW, Daimler und Porsche – jetzt wird richtig Gas gegeben

Es waren auch gestern einmal mehr die Automobilhersteller die den DAX stützten. Nachdem die Kurse der Autobauer im frühen Handel ebenfalls deutlich eingebrochen waren konnten sich die Aktien von BMW, VW, Daimler und Porsche im späten Handel wieder deutlich erholen und schlossen sogar teilweise deutlich im Plus. Verschiedene sehr positive Nachrichten sorgten offenbar wieder für mehr Zuversicht bei den Anlegern. So verkündete beispielsweise Daimler eine Intensivierung der Entwicklungsarbeit bei Elektromotoren in Zusammenarbeit mit der Firma Bosch. Bis zum Jahr 2012 bereits will man ein gemeinschaftliches Motorenwerk in Betrieb genommen haben, und damit beschreitet Daimler wohl deutlich schneller als erwartet den Markt für alternative Antriebskonzepte. VW glänzte erneut durch Rekord Absatzzahlen. Bei der Kernmarke Volkswagen konnten in den ersten sechs Monaten über 2,5 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, konzernweit waren es gar satte 4 Millionen Fahrzeuge. Ich freue mich schon auf den nächsten Quartalsbericht!

Auch BMW hat weiterhin ambitionierte Ziele. Im laufende Jahr 2011 wollen die Münchener mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf mehr als zehn Prozent steigen. Und last but not least konnte Porsche mit erneut hervorragenden Absatzzahlen glänzen. Die Sportwagenschmiede hat ihren Absatz im Juni um knapp 30 Prozent auf 10.677 Fahrzeuge gesteigert. Der Absatzschlager war dabei wie gewohnt der Geländewagen Cayenne mit 4.994 Verkäufen was einem Zuwachs von 69 Prozent entspricht. Wie bereits mehrfach geschrieben bleiben die Aussichten für die deutsche Automobilbranche hervorragend und ich kann es nur immer wieder betonen, dass es genau die Aktien der genannten Unternehmen sind die mich in unruhigen Zeiten wie diesen ruhig schlafen lassen…

Weiterhin Vorsicht bei Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co.

Ich hatte ja bereits in der vergangenen Woche davor gewarnt nun allzu euphorisch bei den Aktien von Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co. zu werden, und mich damit wieder einmal gegen die allgemeine Meinung gestellt. Wie man sieht habe ich mit meiner Prognose Recht behalten und möchte auch weiterhin zur Vorsicht mahnen. Die Aktien sind nach der atomaren Katastrophe in Japan zunächst deutlich angesprungen, und gingen sofort in eine erneute Übertreibjungphase über – das konnte nicht gut gehen! Wer schon länger an der Börse aktiv ist weiß, dass solche Bewegungen meistens nur ein bis zwei Tage Bestand haben.

Auch heute, nachdem nun wieder etwas Ernüchterung eingetreten sein dürfte, sehe ich den Sektor der Solarwerte weiterhin erst einmal schwierig. Die Probleme sind bekannt, sinkende Margen, hohe Konkurrenz, etc. ändern sich auch mit einem Wechsel der Atompolitik nicht! Aktien wie die von Conergy gehören nach wie vor nur in die Depots von sehr spekulativ orientierten Tradern, aber sicherlich nicht in die von fundamental orientierten Langfristinvestoren. Ebenso kritische sehe ich die Titel von Solon und auch Q-Cells. die Conergy Aktie muss zudem nun den TecDAX verlassen und dürfte damit wohl in Zukunft noch weniger Anlegerinteresse auf sich ziehen.

Ein schönes Beispiel für die neue Euphorie ist wohl auch die Nordex Aktie, die auch heute wieder – nach einem kräftigen Rücksetzer am Freitag – deutlich zulegen kann. Auch Analysten äußern sich inzwischen immer kritischer zu der Aktie des Herstellers für Windkraftanlagen. Die fundamentalen Perspektiven hätten sich nicht so deutlich verbessert, wie viele Anleger momentan offenbar glaubten, schrieben Analysten der WestLB in einer Studie vom Freitag, und senkten das Kursziel auf 4,70 Euro. Auch die UBS setzte die Nordex Aktie kürzlich auf „sell“. Dieser Meinung kann ich mich ebenfalls nur anschließen. Langfristig dürfte die Aktien aus den beiden Sektoren selbst im Falle eines Supergaus in Japan vorerst nur mäßiges Potenzial haben.

Die Situation in Japan ist keineswegs geklärt und es ist immer noch nicht sicher, ob es hier noch zu einem positiven Ausgang für uns alle kommen wird. Auch in anderen Sektoren wie der High-Tech Branche und bei den Automobilaktien scheint sich bereits wieder übermäßiger Optimismus breit zu machen. Der Dax hat inzwischen bereits wieder 350 Punkte gut gemacht, vergessen sollte man dabei aber nicht, dass ein Großteil der heutigen Kursbewegung der Sondersituation bei der Telekom geschuldet ist!. Lassen Sie sich nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen und warten Sie weiter ab!

Schon wieder alles vorbei? VW, BMW, Daimler und Porsche im Aufwind

Das war es noch nicht! Auch wenn die Indizes uns heute bereits wieder steigende Kurse signalisieren glaube ich persönlich nicht daran, dass wir den Boden schon gesehen haben. Dies hat mehrere Gründe, die ich Ihnen heute hier kurz übermitteln will. Allem voran sei gesagt, dass der gestrige Kursanstieg wohl eher etwas mit den US Arbeitsmarktdaten zu tun hatte als mit einer fundamentalen Erholung. Die Arbeitsmarktdaten waren zwar leicht besser als erwartet, aber wirklich nicht der Brüller. Kein Grund also für dauerhafte Euphorie! Heute sorgten Interventionen am Devisenmarkt dafür, dass sich der Yen wieder etwas abschwächte. Ohne diesen Eingriff wären die Aktienkurse wohl nicht so deutlich gestiegen.

In Japan kämpft eine handvoll mutiger Männer immer noch verzweifelt gegen den drohenden Supergau. Ich weiß nicht ob diese Bemühungen letztlich von Erfolg gekrönt sein werden, aber ich drücke den Japanern wirklich täglich ganz fest die Daumen, dass es gelingen möge. In jedem Fall verdienen die 50 Arbeiter, die dort Ihr Leben zum wohle der Allgemeinheit riskieren unseren größten Respekt und Anerkennung! Sollte es nicht gelingen die Kühlung der Atomkraftwerke wieder in Gang zu setzen droht wohl innerhalb der nächsten 48 Stunden die atomare Katastrophe. Was dies dann letztlich für die Menschen in Japan bedeutet kann man sich nur ansatzweise vorstellen. Der Großraum Tokio wäre in Gefahr, 35 Millionen Menschen müssten evakuiert werden, was wohl ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Das Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 hatte eine ähnlich zerstörerische Kraft, die Schäden damals wurde auf ca. 100 Milliarden Euro beziffert. Die japanische Börse knickte damals in der Folge um 25 Prozent ein. Allerdings geschah dies nicht von heute auf morgen sondern im Verlauf der folgenden 4-5 Monate bis der Nikkei dann zu einer fulminanten Erholungsrallye ansetzte. Die heutige Situation ist von der Schadenshöhe vielleicht ähnlich oder höher einzuschätzen, allerdings kommt noch die atomare Problematik hinzu, die ganze Landstriche und Industrien eventuell auf Jahrzehnte beeinträchtigen könnte, sprich unbewohnbar macht. Wer also heute an eine sich schnell wieder erholende Börse in Japan glaubt der könnte sich ganz bitter irren. Unabhängig von der Situation in den AKWs Fukushima hat heute noch niemand einen Überblick über die wirtschaftlichen Auswirkungen.

Die Börsen in den USA sowie die europäischen Indizes dürften sich letztlich dann etwas schneller wieder von dem Japan Schock erholen. Natürlich ist der direkte Einfluss hier nicht so groß, auch wenn meiner Meinung nach die Auswirkungen der Unterbrechung von Lieferketten hier von manchen Fachleuten deutlich unterschätzt wird. Man sollte auch hier erst einmal vorsichtig bleiben, bis klar ist was wirklich in Japan passiert ist, und noch passieren wird. Die Börse in Tokyo könnte in den kommenden Tagen durchaus noch einmal sehr heftig reagieren, was auch die anderen Indizes in Mitleidenschaft ziehen dürfte. Man sollte immer bedenken, dass das Schlimmste hier nur durch einen massiven Eingriff der japanischen Notenbank verhindert werden konnte, und diese Liquidität auch irgendwann wieder aus den Märkten gezogen wird.

Auch wenn der Dax heute erneut die Marke von 6.700 Punkten überschreiten konnte bleibt die Situation aus charttechnischer Sicht extrem angespannt. Die 6.350 Punkte dürften wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit noch abgearbeitet werden, im schlechtesten Fall sehen wir auch noch den Bereich um die 6.100 Punkte. Kurzfristig gehe ich aber von einem erneuten oder mehrfachen Test der 6.500 Punkte aus, und hoffe mal das der Index in diesem Bereich einen soliden Boden ausbilden wird. Bereits gestern haben wir über die bald möglichen Probleme der High-Tech Branche berichtet, ebenso negativ könnte sich die Situation auf die Aktien der Autobauer auswirken, die zwar bis zu einem gewissen Grad von der Situation profitieren könnten, aber auch nur dann wenn die Lieferketten nicht unterbrochen werden. Hier habe ich zumindest meine Zweifel, dass dies nicht der Fall sein wird…die nächsten beiden Quartale werden dies wohl zeigen!

Bleiben Sie auch vorsichtig bei den Solaraktien und treffen Sie keine überhasteten Entscheidungen!

Daimler, VW, BMW und Porsche – wie soll man sich nun verhalten?

Die Geschehnisse in Japan und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt wohl überhaupt noch nicht kalkulierbar. Somit stellt sich die Frage ob man diese nicht überschaubaren Risiken tragen will, wenn die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Rückgang der Indizes zumindest überwiegend gegeben ist. Natürlich scheinen einzelne Titel, wie beispielsweise die der Autobauer aufgrund der zu erwartenden Gewinne, bereits jetzt wieder sehr günstig zu sein. Solche Faktoren werden von der Börse aber im Allgemeinen in Krisensituationen völlig außer Acht gelassen. Zumindest für VW und Porsche Aktionäre kann sich also aus meiner Sicht etwas Geduld und Durchhaltevermögen kurzfristig auszahlen, wenn sich die Krise nicht verschärft.

Insbesondere die Daimler Aktie ist momentan aus charttechnischer Betrachtung bereits schwer angeschlagen, wohingegen sich die VW und BMW Aktien noch ganz ordentlich halten. Bei VW wirkt sich wohl aktuell zusätzlich zum hervorragenden Geschäft die Konkurrenzsituation zu Toyota positiv aus. Die Wolfsburger wollen der größte Autobauer der Welt werden, und sind diesem Ziel durch die traurigen Ereignisse in Japan eventuell einen Schritt näher gekommen. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die VW Führung dieses Ziel lieber im ehrlichen Wettbewerb erringen möchte!!! Charttechnisch betrachtet gehe ich davon aus, dass bei den VW Vorzügen in den kommenden Tagen Verkäufe bis in den Bereich um die 108,- Euro erfolgen könnten, bei den Stammaktien wäre auch ein Abtauchen unter die runde Marke von 100,- Euro ebenfalls zumindest möglich.

Bei Daimler stellt sich dieses Bild noch etwas extremer dar. Das nächste logische Kursziel ist hier nun, bei weiter fallenden Börsen, die Marke von 43,80 Euro. Bleibt also für die Daimler Anhänger zu hoffen, dass diese Marke nicht auch noch getestet wird. Ebenfalls eher in guter Verfassung scheint die Aktie von BMW zu sein, die das aktuelle Kursniveau aufgrund der zuletzt sehr positiven Nachrichten auch ordentlich halten kann. Bei Porsche bin ich nach wie vor davon überzeugt das die Aktie, unter der Maßgabe das die Fusion mit VW noch in absehbarer Zeit vollzogen wird, deutlich zu günstig sein dürfte. Auch Fachleute gehen hier davon aus, das man sich auf dem aktuellen Kursniveau letztlich mit einem satten Abschlag von ca. 30 Prozent an der spannenden VW Story beteiligen kann. Kurse um die 50,- Euro dürften sich mittelfristig wohl wieder als hervorragende Einstiegschance erweisen.

Generell gilt – wer ruhig schlafen will sollte wohl erst einmal verkaufen und abwarten, oder aber auf einen kurzfristigen Rebound setzen und dann reduzieren. Wer nicht investiert ist wartet weiterhin auf ein klares Signal, bzw. die Nachrichten die die tatsächliche Situation in Japan glaubwürdig erklären.

Kommt die Fusion zwischen Porsche und VW doch noch 2011?

Den jüngsten Medienberichten zufolge plant Porsche-Chef Matthias Müller doch noch in diesem Jahr die Verschmelzung der beiden Konzerne und bezeichnete die heutige Übernahmen der Porsche Holding Salzburg als wesentlichen Meilenstein in die richtige Richtung. „Wir sind nach wie vor zuversichtlich“, sagte Müller der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag am Rande des Genfer Autosalons. „Wir waren immer auf einem guten Weg in Sachen Verschmelzung. Die Voraussetzungen dafür werden von uns zügig geschaffen.“ Der heutige Verkauf der Salzburger Porsche Holding von den beiden Unternehmerfamilien Porsche und Piech stellt für die geplante Fusion die Weichen. Der Verkaufserlös von 3,3 Milliarden Euro soll zum Großteil dann in die demnächst anstehende Kapitalerhöhung bei Porsche fließen. Die beiden Familien haben zugesagt insgesamt 2,5 Milliarden Euro hierfür bereit zu stellen.

Bis spätestens Ende Mai 2011 soll die Transaktion abgeschlossen sein. Der momentan noch drückende Schuldenberg von ca. sechs Milliarden Euro dürfte danach nahezu vollständig abgetragen sein, sodass man bei dem Sportwagenbauer dann wieder positiv nach vorne sehen kann um das operative Geschäft weiter anzutreiben. „Die Klagen, die da im Raum stehen, betreffen die Vergangenheit. Unsere Aufgabenstellung ist es primär, den Blick nach vorne zu richten. Ich glaube, dass Porsche seine Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft hat“, sagte Müller weiter. Man darf also gespannt sein! Für mich hört sich diese Meldung nicht so als wäre die Fusion der beiden Konzerne auf unbestimmte Zeit verschoben. Viel mehr sollte man davon ausgehen, dass die VW Porsche Führung immer für eine (positive) Überraschung gut ist!

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