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VW, Daimler, Peugeot, Mitsubishi – Die Großoffensive der Behörden läuft!

Es hat schon langsam etwas Lächerliches was so in der deutschen Automobil-Branche abgeht. Gestern noch wurde die VW Aktie dafür gefeiert, dass man sich in den USA offenbar auf einen Vergleich mit den US Behörden geeinigt hat, heute haben die selben Aufsichtsorgane jenseits des Atlantiks die Daimler AG aufs Korn genommen. Berichte dass Daimler nun offiziell aufgefordert wurde „das Zustandekommen der Abgaswerte zu prüfen“ machen Anleger nervös. Nebenbei veröffentlich der Stuttgarter Autobauer auch noch Zahlen zum abgelaufenen Quartal, die ebenfalls nicht für Begeisterung bei den Anlegern sorgen…  (mehr …)

Die Daimler Aktie folgt (endlich) VW und BMW…

Die Daimler Aktie ist gestern kräftig unter Druck gekommen, nachdem sich der Titel bislang im Branchenvergleich eigentlich noch sehr gut gehalten hatte. Immer wenn so etwas passiert – sprich die stabilste Aktie eines Sektors ins Wanken gerät – dann ist das grundsätzlich beachtenswert! Damit scheint der Druck auf die Automobilbauer weiter zuzunehmen, weswegen sich nach wie vor ein erneuter Einstieg in die Aktien der Highflyer der ersten drei Monate des Jahres noch verbietet. Beobachten sie das Treiben entspannt von der Seitenlinie und warten Sie auf den richtigen Moment…

Daimler Aktie Analyse mit Kursziel

Bei der Daimler Aktie ist der richtige Moment allerdings etwas schwerer abzuschätzen, während beispielsweise bei der VW Aktie oder auch einer BMW Aktie relativ klare Ziele auf der Unterseite auszumachen sind. Dennoch hier der Versuch einer ersten Analyse der aktuellen Situation. Momentan halte ich es für sehr naheliegend, dass nun in Kürze die Marke von 81,40 Euro erreicht wird. Hier liegt zum einen eine starke Unterstützungslinie als auch ein offenes Gap auf dem Wege dorthin. Zudem markiert dieser Bereich ungefähr die untere Begrenzung des aktuellen Abwärtstrends der Aktie.

Etwas tiefer unten, bei 80.46 Euro, wartet das 38er Fibonacci Retracement als wahrscheinliches Kursziel der aktuellen Korrekturbewegung. Auch hier würde ich davon ausgehen, dass dieser Bereich demnächst noch erreicht wird um den Chartverlauf der Aktie etwas „gesünder“ aussehen zu lassen. Zudem dürfte der DAX weiterhin unter Druck bleiben, solange das Thema Griechenland nicht im positiven Sinne erledigt ist. Der erneut etwas stärkere Euro sorgt für zusätzlichen Druck – insbesondere auf die Aktien der Autobauer!

Eine Frage sollte man sich in diesem Zusammenhang wohl zusätzlich stellen… Was wird passieren wenn der Euro demnächst einen Freudensprung nach oben vollführt? Sei es weil Griechenland nun austreten wird und den Rest der Währungsgemeinschaft nicht mehr mit seiner desolaten Wirtschaftslage belastet, oder eben weil der Erhalt der Währungsunion in seiner jetzigen Form. Die Möglichkeit dass das „Ereignis Griechenland“ kurzzeitig in Form eines deutlich steigenden Euro gefeiert wird ist aus meiner Sicht durchaus gegeben! Es besteht also nicht zwingend ein Grund zur Eile sich nun wieder bei den Aktien der Autobauer zu engagieren…

VW Aktie – vor dem großen Sprung über 200,- Euro?

Die Volkswagen Aktie hat sich mit einem starken Kursanstieg zurück gemeldet. Nun steht der Titel an einer entscheidenden Marke, weswegen ich heute Ihren Blick für das Potenzial dieser Situation etwas schärfen möchte… Mit der jüngsten Aufwärtsbewegung ist der Titel an die vorerst letzte Hürde bei 180,70 Euro heran gelaufen und sollte, bei einem Ausbruch darüber, deutliches Kurspotenzial bis in den Bereich um die 200,- Euro freisetzen können.

VW Aktie Chart mit Trends und Gaps

Der Ausbruch aus dem Abwärstkanal war das erste bedeutende Zeichen für eine Trendwende der VW Aktie. Dieser verlief unter relativ hohen Umsätzen und mit entsprechender Dynamik. Der Anschließender Rücksetzer von 175,- auf 167,- Euro verlief mustergültig und führte dann beim nächsten Anlauf zu einer Tassen-Formation, die nun das besagte Kurspotenzial in den Bereich um die 200,- Euro freisetzen könnte.

Dieses berechnet sich einmal mehr aus dem Tiefpunkt der „Tasse“ und deren oberen Rand, was in diesem Fall ca. 26 bis 28 Euro entspricht. Dieser Betrag wird zu dem Ausbruchs-Niveau von 175,- Euro hinzu addiert und ergibt somit das zu erwartende Kursziel. Klingt banal, ist aber einer der wesentlichen Faktoren nach denen computergestützte Kaufprogramme von institutionellen Investoren heutzutage arbeiten.  Behalten Sie die VW Aktie also gut im Blickfeld, denn ich gehe davon aus dass sich die hier eingezeichnete orange Trendlinie weiter fortsetzen wird! Und nicht vergessen – im Windschatten der VW Aktie folgt immer auch die Porsche Aktie 😉

Porsche – jetzt wird es richtig spannend…!

Die Porsche Aktie kann heute erneut stark zulegen und notiert aktuell nahe der sehr wichtigen Widerstandszone bei ca.58,50 Euro. Hier liegt zum einen das letzte signifikante Hoch aus dem Sommer 2011 (58,92 Euro), ebenso wie das 61,80er Fibonacci Retracement (58,38 Euro). Gelingt nun ein weiterer Anstieg über diese beiden Marken, wartet nur noch eine kleine Hürde bei 60,52 Euro bevor der Weg dann endgültig frei wäre in Richtung der alten Höchststände von Anfang 2011. Mehr über die möglichen Kursziele und jüngsten Prognosen zu der Aktie können Sie > hier < nachlesen. Die Aktie befindet sich seit August diesen Jahres in einem intakten Aufwärtstrend und ist gerade dabei aus diesem nun nach oben auszubrechen…!

Porsche Chart mit Fibo

Untermauert wird die starke Entwicklung der Aktie durch entsprechend positiven Nachrichten aus dem operativen Geschäft des Sportwagenbauers und natürlich des Mutterkonzwerns VW. Der Konzern befindet sich weiterhin auf Rekordkurs. VW und Audi melden konsequent jeden Monat neue Bestmarken beim Absatz und auch der Sportwagenbauer Porsche hat nun bereits nach 11 Monaten den alten Rekord aus dem Vorjahr eingestellt. Mit insgesamt fast 129.000 Auslieferungen lag das Unternehmen Ende November deutlich über den knapp 119.000 abgesetzten Autos im Jahr 2011. Im vergangenen Monat setzte Porsche somit fast 40 Prozent mehr ab als vor einem Jahr. Einfach weiterhin zuschauen und genießen!

DAX 8.000 wir kommen? – Bayer, Linde, Merck, VW, Deutschen Bank und ThyssenKrupp im Fokus

Wieder einmal liegt ein etwas turbulenter Wochenstart hinter uns, der die Besonderheiten dieses Marktes erneut deutlich offenbart hat. Die Aufregung um eine mögliche Rückkehr Berlusconis an die Spitze der italienischen Regierung scheint aber nun erst einmal wieder verflogen zu sein. Natürlich sollte man diese Entwicklungen in Italien nun wieder etwas genauer im Auge behalten, um nicht irgendwann im Frühjahr des Jahres 2013 böse überrscht zu werden, aber aus meiner persönlichen Warte stellt das eher persönlich motivierte Ansinnen von Herrn Berlusconi (noch) keine ernsthafte Bedrohung für die Märkte oder den Heilungsprozess des italienischen Haushaltes dar. So hat es dann wohl auch der Markt gestern nach anfänglicher Schockstarre gesehen… In den USA konzentriert man sich weiterhin eher auf die hauseigenen Probleme. Noch immer gibt es keine Einigung, die eine Lösung bei der Vermeidung des sogenannten Fiscal Cliff erkennen lassen würden. Sicherlich ist dies auch ein wesentlich bedeutenderes Ereignis für die Märkte als eine mögliche Rückkehr Bunga Bunga´s…!

Trotz der immer knapper werdenden Zeit, um eine Lösung für den künftigen US Haushalt zu finden, präsentieren sich die Märkte weiterhin sehr stabil. Unterm Strich hat sich das große Bild damit wieder deutlich hin zu einem positiven Trend verändert. Der DAX konnte neue Jahreshöchststände ausbilden und ist eindeutig aus der seit Ende August bestehenden Seitwärtsbewegung ausgebrochen. Die nächste und letzte Hürde, die es nun noch zu überwinden gilt ist die runde Marke von 7.600 Punkten, dann wäre der Weg theoretisch frei bis zu den alten Höchstständen bei 8.157 aus dem Jahr 2007. Allerdings wird dies nur gelingen wenn auch die US Indizes weiterhin mitspielen, wie ich > hier < skizziert hatte.  Der MDax konnte gar jetzt schon ein neues Allzeithoch markieren!

Mit dem Anstieg des der deutschen Indizes auf neue Höchststände geraten viele Fondsmanager und Vermögensverwalter nun endgültig gewaltig unter Druck. Wir können heute wohl davon ausgehen dass der DAX am Ende dieses Jahres 2012 eine hervorragende Performance hingelegt haben wird. Viele institutionelle Investoren, die sich an dieser Benchmark messen lassen müssen, sind aber immer noch nicht ausreichend positioniert -was wohl insbesondere bei den großen Versicherungsgesellschaften mal wieder der Fall sein dürfte. Spätestens zum Jahresende erwarten Fachleute somit nun noch einmal eine Welle der Depotbereinigung (Window Dressing), die auch in den kommenden Wochen bei den guten Werten des Jahres für Unterstützung sorgen sollte. Die Underperformer 2012 hingegen werden wohl auch weiterhin verkauft.

Im Dax stehen die Favoriten für einen solchen Jahresendspurt somit wohl fest. Aktien wie die von Bayer, Linde, Merck und VW, aber auch die der Deutschen Bank sollten allesamt einen guten Jahresausklang erleben. Alleine schon eine weiterhin gute Performance der genannten DAX Schwergewichte würde auch ausreichen um den Index weiterhin in die Höhe zu treiben. Von Analysten neu herumgereichte Kursziele von 8.000 Punkten oder gar mehr, sind aus meiner persönlichen Sicht nun auf Sicht von einigen Wochen nicht mehr unrealistisch…!

Im Fokus der Anleger stehen in dieser Woche sicherlich auch die Aktien der ThyssenKrupp AG. Heute wird das Unternehmen nun endlich die Zahlen für das zurückliegende Quartal vorlegen. Ich persönlich gehe nicht unbedingt davon aus dass wir Anleger hier mit positiven Überraschungen rechnen können – um es mal vorsichtig auszudrücken! Neben den bekannten Problemen in Nord- und Südamerika kämpft der größte deutsche Stahlkocher auch noch mit einer spontanen Umstrukturierung des Vorstandes und einem Skandal bezüglich jahrelanger Preisabsprachen im Schienengeschäft. Vorstandschef Heinrich Hiesinger versucht diesem ganzen Sumpf nun entschlossen entgegen zu treten, was sicherlich auch gut ist! Die Folgen all dieser Ereignisse werden sich aber wohl noch etwas länger in den Bilanzen des Konzerns widerspiegeln. Die Zahlen werden es zeigen. Ich warte hier weiterhin ab!

Am Mittwoch beginnt die letzte FED Sitzung des Jahres,  von der sich die Anleger nun neue Erkenntnisse  über die Fortführung oder gar Aufstockung der Operation Twist erwarten. Eigentlich würde diese geldpolitische Maßnahme nun zum Jahreswechsel auslaufen. An den Finanzmärkten wird aber fest damit gerechnet, dass Zentralbankchef Ben Bernanke das Stimulierungsprogramm durch eine weitere Finanzspritze ersetzen wird. Sicherlich ist diese Entscheidung, neben dem ganzen Gerangel um die Fiscal Cliff, eine der wichtigsten, die den weiteren Weg der Märkte in den kommenden Wochen beeinflussen wird. Um den Mittwoch herum kann es also noch einmal zu leichten Turbulenzen am Aktienmarkt kommen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass wir erneut eine freundliche Börsenwoche erleben werden.

Dennoch gibt es auch ein paar Faktoren die ich eher negativ werten würde. Hier ist Vorsicht geboten, bzw. sollte intensiv beobachtet werden wie sich die hier genannten Faktoren kurzfristig entwickeln. Noch immer sind die getätigten Börsenumsätze sehr gering. Der Volatilitäts-Index, VIX oder auch das „Angstbarometer“ genannt notiert hingegen auf dem niedrigsten Stand seit langem, was inzwischen auf eine gewisse Sorglosigkeit der Anleger schließen lässt. Das ist ehrlich gesagt etwas beunruhigend! Der Goldpreis gibt, trotz der eigentlich saisonal bedingt positiven Muster, weiterhin nach oder tendiert zumindest schwach, und der Ölpreis, der ebenfalls zu dieser Jahreszeit eher anziehen sollte, war einer der großen Verlierer der letzten Woche. Insgesamt bleibt uns also das bereits seit Monaten bestehende verzerrte Bild der Märkte weiterhin erhalten. Dementsprechend vorsichtig sollte man nach wie vor agieren.

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Was ist los bei Leoni, Wacker Chemie und Aixtron ?

Nach der schlechtesten Woche an der Wall Street seit mehreren Monaten dürfte nun in absehbarer Zeit die Entscheidung anstehen in welche Richtung der Markt in den kommenden Wochen laufen will. Grundsätzlich ist die Bilanzsaison bislang einigermaßen im Rahmen der Erwartungen verlaufen, richtige Enttäuschungen gab es aus meiner Sicht nicht, eher sogar ein paar positive Überraschungen. Dennoch zeigt der Markt weiterhin deutliche Anzeichen von Schwäche, die man auf keinen Fall ignorieren sollte. Die Umsätze an den Börsen sind immer noch sehr dünn, was zudem natürlich Tür und Tor für die Großanleger öffnet, um die Kurse einzelner Aktien in die gewünschte Richtung zu buxieren. So auch heute wieder geschehen bei den Aktien von Leoni, Wacker Chemie und Aixtron. Hier wurden wichtige charttechnische Marken unterschritten, alle drei Aktien sind nun massiv überverkauft.

Die spannende Frage ist nun also ob es den Käufern in den kommenden Tagen gelingen wird die Aktien wieder über die zuvor wichtigen Unterstützungsmarken zu befördern. Denn eine überverkaufte Situation alleine ist noch kein aussagekräftiges Argument für den Kauf einer Aktie. Wie ich heute Morgen schon in den Kommentaren hier auf Investors Inside bemerkt habe stellen solche Kursstürze, wie wir sie bei Wacker Chemie, Aixtron und Leoni gesehen haben, nicht selten das Finale einer Abwärtsbewegung dar. Im Falle Wacker Chemie lag es bereits seit Tagen auf der Hand dass das Tief aus dem Jahr 2008 noch einmal getestet werden sollte. Zudem war die Nachricht dass dasUnternehmen heute in der Siliziumsparte Kurzarbeit einführen will nicht unbedingt förderlich für den Aktienkurs und ein willkommener Anlass den Kurs abstürzen zu lassen.

Bis zum Handelsschluss hat sich die Wacker Aktie nun bereits wieder deutlich von den Tiefständen erholt und notiert nur noch mit ca. 1,7 Prozent im Minus. Eine ähnliche Entwicklung haben wir heute bei Aixtron gesehen. Auch hier konnte das Minus am Ende des Tages wieder deutlich reduziert werden. Dennoch ist es zu früh um jetzt bereits wieder Entwarnung zu geben. Hier sollte nun zunächst aufmerksam beobachtet werden wie sich die Aktie in den kommenden Tagen verhält bevor man über einen Neueinstieg nachdenken kann. Erst ein Anstieg über die 10,- Euro Marke würde die Charttechnik wieder etwas aufhellen.

Die Enttäuschung des Tages war aber wohl für viele Anleger die Leoni Aktie. Das Unternehmen ist nicht nur als Automobilzulieferer sondern auch in der Luftfahrtbranche hervorragend positioniert. Nachteilig wirkt sich hier im Moment aus, dass Leoni einen Großteil seines Umsatzes in Europa erwirtschaftet. Der Markt befürchtet also dass sich die schwachen Verkaufszahlen der italienischen, spanischen und französischen Autohersteller negativ auf die Bilanzen bei Leoni auswirken werden. Zu Recht könnte man sagen, denn Peugeot und Co. haben ernsthafte Probleme. Allerdings sollte auch nicht vergessen werden dass diese Schwäche auch durch die Stärke von BMW, VW und Co. teilweise kompensiert wird. Die Leoni Aktie ist zudem auf dem aktuellen Niveau extrem günstig bewertet. Zwar kann auch hier ein weiteres Abrutschen des Aktienkurses nicht ausgeschlossen werden, nachdem die Unterstützung bei 28,- Euro nun unterschritten wurde, aus meiner Sicht überwiegen bei der Leoni Aktie aber eindeutig die mittelfristigen Chancen. Ich gehe davon aus dass auch hier noch einmal final abgefischt wurde, bevor die Aktie wieder nach oben dreht.

VW zieht Q3 Absatzzahlen vor, Bentley und Audi mit neuen Rekorden

Der Volkswagen Konzern hat seinen Absatz in den ersten drei Quartalen dieses Jahres noch einmal um stolze 10,6 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2011 steigern können. Von der Marke VW wurden über 4,2 Millionen Einheiten verkauft. Aber auch im Luxussegment konnte der Konzern wieder deutlich zulegen. Insbesondere bei der Marke Bentley dürfte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um satte 24,4 Prozent die Anleger positiv überraschen. Auch die VW Tochter Audi ist weiterhin auf Rekordjagd. Mit einer Steigerung der Absatzzahlen um 12,8 Prozent läuft es hier weiterhin sogar noch besser als beim Mutterkonzern. Erstmals in der Firmengeschichte hat der Audi Konzern schon nach 9 Monaten die Millionen Marke erreicht. Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung >hier<. Lediglich bei Seat musste ein Rückgang um knapp 10 Prozent auf Jahressicht verzeichnet werden, was aber angesichts der Situation in Spanien und anderen Südländern auch nicht weiter verwundert.

Konzernweit konnten 6,80 Millionen Autos in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 ausgeliefert werden. Die Zahlen waren ursprünglich erst für den kommenden Freitag erwartet worden. Volkswagen hat sich aber bereits gestern Abend dazu entschieden die Absatzzahlen auf der VW Homepage zu veröffentlichen. Möglicherweise auch um weiteren Spekulationen über Gewinnwarnungen oder ähnlichem rechtzeitig entgegen zu wirken. Zuletzt wurden zur Automobilbranche immer mehr negative Pressemeldungen und Analystenkommentare veröffentlicht. Das heute präsentierte Zahlenwerk dürfte seine Wirkung nicht verfehlen und die Gemüter wieder beruhigen. Nach der leichten Korrektur der VW Aktie in den letzten Tagen sollte nun wieder ein neuer Angriff auf das letzte Hoch möglich sein.

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VW , Porsche oder Daimler?

Die deutschen Autobauer präsentieren sich heute wieder etwas stärker. Nachdem bei den Aktien von VW, BMW und Daimler zuvor nahezu alle Gewinne seit Anfang August wieder abgegeben wurden, könnte nun die Trendwende eingeleitet worden sein. Die heutige Nachricht, dass die Absatzkrise der Automobilhersteller in Deutschland ein neuen Tiefpunkt erreicht hat stört die Anleger dabei offensichtlich nicht. Mit nur 250.000 abgesetzten Einheiten war der September einer der schwächsten Monate seit langem. Damit betrug der Rückgang der Verkäufe gegenüber dem Vormonat immerhin stolze 11 Prozent. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn aber nur 1,8 Prozent weniger Autos in Deutschland verkauft als im Vorjahr. Die starken Absatzzahlen in den Schwellenländern und den USA sollten diesen leichten Rückgang mehr als ausgeglichen haben.

Heute werden erneut die Automobilverkäufe aus den USA gemeldet. Mit Spannung wird nun von den meisten Anlegern die Beantwortung der Frage, ob sich der positive Trend auch im September weiter fortsetzen konnte, erwartet. Insbesondere VW hat sich der allgemeinen Schwäche in dem Segment in den letzten Monaten immer wieder entziehen können, während es bei Daimler offensichtlich nicht mehr ganz so rund läuft. Heute wurde zudem bekannt, dass die Stuttgarter, nach den Reduktionen im PKW Segment, nun auch Ihre Produktion in der LKW Sparte weiter auf Eis legen wollen. Die durchaus ambitionierten Ziele des Konzerns, in diesem Jahr eine durchschnittliche Umsatzrendite von 9 Prozent zu erzielen, halte ich unter diesen Umständen doch für einigermaßen gewagt. In den letzten zehn Jahren zuvor lag die durchschnittliche Umsatzrendite des Konzerns bei lediglich 4,3 Prozent. Eine Reduktion dieser Ziele mit der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal halte ich somit nicht für ausgeschlossen.

VW plant hingegen mit seiner LKW-Allianz aus Scania und MAN weitere Synergieeffekte zu heben. Zudem erwarten die Wolfsburger natürlich auch durch die nun erfolgte Integration von Porsche weitere Optimierungsmöglichkeiten in der Produktion. Der sogenannte modulare Querbaukasten soll dies ermöglichen. Zwar müssen auch die Wolfsburger in manchen Absatzgebieten dieser Erde entsprechend hohe Rabatte für Endverbraucher anbieten, jedoch sollte dies mit der eingschlagenen Produktionsstrategie etwas leichter von der Hand gehen als bei so manchem Konkurrenten. Langfristig dürfte sich der Volkswagen Konzern also nach meinem Dafürhalten weitere Wettbewerbsvorteile gegenüber den Kontrahenten sichern. Die Frage ist nun, warum sollte ich mir eine Daimler Aktie kaufen wenn ich auch an der erheblich spannenderen VW-Story beteiligt sein kann?

Die Antwort darauf ist relativ einfach: Sollte ich eigentlich nicht! Aber, beide Aktien sind auf dem aktuellen Niveau sehr günstig bewertet. Hinzu kommt noch dass ich mit einer Daimler Aktie eine wesentlich höhere Dividende erzielen kann, was zusätzlich für etwas mehr Stabilität in einem Depot sorgt. Während die für 2013 geschätzte Ausschüttung von VW bei ca. 3 Prozent liegen wird, zahlen die Stuttgarter eine satte Dividende von 7 Prozent. Diese Annahme beruht natürlich darauf, dass die gesteckten Ziele auch erreicht werden können. Grundsätzlich ist es natürlich so, dass man die Dividendenzahlung in der Höhe keinesfalls als sicher angesehen sollte. Dennoch, aus meiner persönlichen Sicht gibt es einfach zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze bei einer Investition in Daimler oder VW. Während der „gemeine“ Daimler Aktionär auf regelmäßige Erträge setzt, wettet der VW Aktionär auf die Wachstumsstory VW und will seine Erträge in erster Linie durch Kurssteigerungen des Aktienkurses erzielen.

Aktionäre müssen sich also lediglich entscheiden welche der beiden Anlagestrategien, sozusagen Value oder Growth am ehesten ihrem Naturell entspricht. Während ich hier so schreibe kommen gerade die ersten Daten aus den USA rein…VW plus 34,4 Prozent auf Jahressicht damit ein sattes Plus von 37,2 Prozent, Audi plus 26,5 Prozent und 18,5 Prozent auf Jahressicht, Porsche plus 26 Prozent im September, usw….Daimler und BMW konnten im einstelligen Prozentbereich zulegen. Für mich persönlich fällt die Antwort damit eindeutig aus! Wer es etwas spekulativer mag wettet mittels der Porsche Aktie auf die weiterhin positive Entwicklung der VW Aktie und natürlich einen guten Ausgang der noch ausstehenden Klagen gegen die SE. Das kommt aus meiner Sicht in gewisser Weise einer gehebelten Beteiligung an der VW Story gleich…

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DAX…wenn dann jetzt ! VW, Conti, Dürr, K+S, BMW, Salzgitter und Rheinmetall im Fokus

Die Krisenangst ist wieder da, was wohl auch angesichts der teilweise wieder zunehmend dramatisch dargestellten Nachrichten aus Europa kein Wunder ist. In Spanien und Griechenland sind die Menschen erneut gegen die Sparauflagen auf die Straße gegangen. In Deutschland und den USA trüben sich die Konjunkturdaten weiter ein. Und China hält sich mit „befreienden“ Konjunkturprogrammen ebenfalls weiterhin zurück. Woher sollten also nun die nächsten positiven Impulse an den Börsen kommen, zumal wir uns immer weiter auf den Wahltermin in den USA und das Erreichen der sogenannten Fiscal Cliff zu bewegen? Insgesamt ist die Stimmung also direkt nach den beruhigenden Ankündigungen der Notenbanken wieder schnell gekippt und die Sorgen überwiegen einmal mehr.

Die eigentlich spannende Frage ist in diesem Zusammenhang nun also wie schnell sich dieses Mal ein Gewöhnungseffekt bei den Anlegern einstellen kann und wie lange es dauern wird dass auch die positiven Meldungen (ja, die gibt es!) wieder gehört werden…Eine mögliche Befreiung aus dieser Situation lässt leider weiterhin auf sich warten. Spanien konnte sich immer noch nicht durchringen den längst überfälligen Antrag auf Hilfe zu stellen. Die Renditen für die Staatsanleihen des Landes erreichen darauf hin schon bald wieder ein ungesundes Niveau. Die EZB kann und will nicht eingreifen, solange der Antrag nicht vorliegt, also alles wie gehabt. Irgendwann wird sich eine der beiden Seiten wohl bewegen müssen, um ein erneutes Chaos an den Kapitalmärkten zu vermeiden. Dieses Machtspielchen kann sich aber wohl noch etwas hinziehen..!

Auch die teilweise etwas eigenartige Wahrnehmung mancher Marktteilnehmer in der aktuellen Börsenphase darf man durchaus bemerkenswert finden, denn diese liefert nicht selten ein deutlich verzerrtes Bild. Während einige „Fachleute“ sich gerne selber auf die Schulter klopfen und in Ihren Blogs und Foren darüber auslassen wie toll Sie die letzte Börsenphase gemeistert haben und wie treffsicher Sie mit ihren Prognosen gewesen sind (da der DAX ja lediglich leicht konsolidiert hat und/oder Gold gestiegen ist!) sieht die traurige Wahrheit in den Depots so mancher Anleger doch etwas anders aus. Denn, einzelne Aktien haben im Gegensatz zu unser aller liebstem Leitindex inzwischen nicht nur die Gewinne seit den Notenbank- Exzessen wieder vollständig abgegeben, sondern noch einiges darüber hinaus. Auf gut deutsch: Was hilft mir ein leicht korrigierter Dax wenn ich das Depot voller deutscher Standardwerte habe, die offensichtlich ein Eigenleben führen..!

Auch ich hätte in der zweiten Wochenhälfte eher mit verstärktem Window Dressing und wieder anziehenden Kursen gerechnet. Diese Annahme war offensichtlich falsch, was aber nicht heißen soll dass sich dadurch meine grundlegende Strategie geändert hat. Nachdem ich meine Aktienquote zuvor etwas reduziert haben wurde nun in die Schwäche hinein wieder aufgebaut. Dabei sind mir unter anderem nun noch die Dürr Aktien (toller Trendfolger), Anteilsscheine von K+S (ja ich habe meine Meinung geändert!) sowie erste Rückkauf  Positionen bei Continental und VW (muss sein!) etc. ins Depot gefallen. Weitere Kandidaten wie BMW, Rheinmetall oder Salzgitter sind noch nicht ganz da wo ich sie gerne hätte. Ich werde Sie sowohl im Blog als auch über den kostenlosen Newsletter aber auf dem Laufenden halten. Schauen Sie dazu auch bitte gelegentlich auf unseren Live Ticker auf Investors Inside.

Nun aber der aktuelle DAX Chart, der durchaus zur Vorsicht mahnt, aber auch deutliche Chancen bietet!

 

 

Es ist unschwer zu erkennen in welcher Situation wir uns hier aktuell befinden. Mit dem Kursrutsch am Freitag wurde das letzte signifikante Hoch aus dem März diesen Jahres von oben (fast) getestet. Dies liegt bei 7.198 Punkten. Der DAX hat zudem am Freitag in der Nähe der unteren Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrends aufgesetzt. Ansich ein guter Zeitpunkt um eventuell neue Long Engagements einzugehen und auf eine Rückkehr in den Trendkanal zu setzten. Aber eben auch mit deutlichen Risiken verbunden. Im Falle eines Trendbruchs nach unten würden wir wohl sehr schnell eine neue Abwärtswelle sehen, die den wenigsten von uns recht sein kann. Im S&P 500 sieht der Chat exakt genau so aus, allerdings ist hier noch etwas Luft zwischen der Trendlinie und dem letzte Hochpunkt aus dem März.

Hinzu kommt noch eine Beobachtung die ich gemacht habe und auf die ich Sie heute gerne hinweise. Am Freitag war in der letzten Minute des Xetra Handels die Hölle los. Große Verkaufsorders kamen in den Markt und versuchten den Deutschen Leitindex in letzte Sekunde noch zum Absturz bzw. Bruch des Aufwärtstrends zu bewegen. Das Ergebnis können Sie deutlich in den Charts nahezu aller namhaften Aktien erkennen. Für mich zumindest ein deutliches Warnzeichen, auch wenn das sogar etwas Gutes bedeuten könnte. Denn nicht selten werden solche Marken noch mit einem finalen Rutsch erreicht und somit viele Stopps abgefischt, bevor der Trend dann wieder nach oben dreht.

In der letzten Woche waren die Bewegungen in den meisten Aktien zudem davon geprägt dass hier die zuvor überkaufte Situation nunmehr nahtlos in eine überverkaufte gewechselt hat. Die Abgaben fielen sehr kontrolliert (und gewollt?) aus, von Panik oder dergleichen also keine Spur. Aus charttechnischer Sicht haben wir nun in nahezu allen von mir beobachteten Setups eine hervorragende Ausgangssituation für einen wieder nach oben drehenden Markt. Wie Sie sehen können bin ich also im Moment etwas hin- und her gerissen. Mein Ratio sagt mir dass die Kurse, die ich in der letzten Woche zum Einstieg genutzt habe, unter mittelfristigen Gesichtspunkten hervorragend gewählt sind. Nahezu alle Aktien die sich jetzt in meinem Depot befinden haben wichtige Charttechnische Unterstützungen erreicht, Gaps geschlossen, oder befinden sich in einem intakten Trendkanal. Wenn da nicht die Möglichkeit wäre dass die Bären nun die Oberhand gewinnen könnten, würde ich mich einfach zurücklehnen und das Ganze laufen lassen.

Ich kann Ihnen also in dieser Woche nicht wirklich Mut machen sich stark in eine Richtung zu exponieren. Es ist eine Ausgangslage die ich als 50 : 50 bezeichnen würde. Für mich spricht vieles für wieder steigende Kurse, zudem wir am Montag mit etwas Glück den “ First Of Month Jumper Trade “ erwarten können. Zudem haben wir am 1, 2, 3, und 4. Oktober wieder POMO Buy Operations der Federal Reserve Bank auf dem Kalender, bis dann am 5. Oktober erstmalig wieder ein größere Verkauf ansteht. Diese Faktoren sollten den Markt in den nächsten Tagen stützen. Saisonal betrachtet waren die ersten Handelstage in einem neuen Monat überwiegend positiv. Die eigentliche Entscheidung könnte also noch ein paar Tage verschoben werden.

Ich wünsche Ihnen somit insbesondere für die nächsten Tage die richtigen Entscheidungen!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Ich habe mich im Blog in der letzten Woche wieder etwas verstärkt mit der Charttechnik bei der Commerzbank unter dem Titel „The Good, the Bad and the Ugly“ beschäftigt. Ebenso wie mit einem Trade auf die jüngsten Geschäftszahlen bei der Research in Motion Aktie und den Aktien der deutschen Autobauer  Das könnte Sie interessieren…In der kommeden Woche werde ich versuchen möglichst viele charttechnische Updates zu den Depotwerten für Sie zu veröffentlichen. Vorab verweise ich Sie gerne schon mal auf einen älteren Artikel vom 17. August über die Rheinmetall Aktie und einige andere, der immer noch aktuell ist. Zur K+S Aktie habe ich meine Meinung inzwischen revidiert. Hier haben zuletzt einige Analysten für gute Stimmung gesorgt und die Aktie zeigt seit Tagen ausserordentliche Stärke. Wer Lust hat schaut sich auch mal die Facebook Aktie etwas genauer an…!

Trading Update Commerzbank, Deutsche Bank, Jungheinrich, Stada, Vestas, Molycorp, VW uvm.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

Alle anderen Werte haben sich ebenfalls erwartungsgemäß entwickelt. Bankaktien wie die der Deutschen Bank gehörten zu den großen Wochengewinnern. Auch die Commerzbank Aktie arbeitet erneut an einem Ausbruch nach oben. Die 38 Tage Linie spielt dabei offensichtlich eine tragende Rolle und hat zuletzt mehrfach als Boden fungiert. Der Knoten bei der zweitgrößten deutschen Privatbank könnte nun mit der Rede von Mario Draghi am kommenden Donnerstag endgültig platzen. Denn unbegrenzte Anleihekäufe der Euro Krisenstaaten würden viele Unsicherheiten bei der Aktie beseitigen. Zudem arbeitet die Konzernführung weiterhin mit Hochdruck daran die Bank weiter zu verschlanken und künftig effizienter und weniger anfällig zu machen. Sicherlich werden dies Änderungen kurzfristig keine Wunder bewirken, aber die eingeschlagene Richtung stimmt.

Gold- und Silberaktien gehörten ebenfalls zu den großen Gewinnern der abgelaufenen Woche. Sehen sie sich die Charts von Barrick Gold, Goldcorp, Kinross, Iamgold, Hecla Mining & Co. etwas genauer an. Hier wurde bei nahezu allen Werten ein Ausbruch aus den seit Monaten bestehendenTrendformationen nach oben geschafft. Ich habe Ihnen exemplarisch für die Branche mal den Chart des GDX oben eingefügt. Ob dieser Ausbruch gehalten werden kann, oder die Aktien noch einmal in Ihre Trend zurück fallen werden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Zusammenfassend bleibt aber festzuhalten dass es deutlich schlechtere Setups gibt und das Risiko nach unten momentan überschaubar zu sein scheint. Der Kursverlauf bei den Aktien aus diesem Sektor hat zudem Signalwirkung – der Markt spekuliert offensichtlich weiterhin auf eine baldige Intervention der Notenbanken. Und somit kommen wir zu den letzten beiden Sektoren den ich heute gerne besprechen möchte…

Rohstoffaktien, sollten eigentlich auch von einer möglichen Lockerung der Geldpolitik profitieren können. Die Flutung des Marktes mit frischem Geld hat traditionell zur Folge dass Rohstoffaktien im Allgemeinen, ebenso wie Gold- und Silber Aktien im Speziellen, deutlich zulegen können. Bislang ist aber bei Rohstoffwerten eher das Gegenteil der Fall (siehe Chart 1 Year Performance weiter unten), was man durchaus noch als Kontraindikation betrachten kann. Allerdings muss man dazu sagen dass im Gegensatz zu Gold die Rohstoffpreise zuletzt deutlich unter Druck waren, was wiederum bereits im letzten Quartal auf die Gewinnmarken der großen Rohstoffkonzerne gedrückt hat. Fachleute gehen aber davon aus dass wir bis zum Jahresende noch eine kräftige Erholung bei den meisten Rohstoffwerten sehen werden. Ich sehe das genau so, ohne jetzt auf die einzelnen Faktoren bei der Preisentwicklung eingehen zu wollen. Zudem sind einige Rohstoffwerte historisch günstig bewertet und bieten eine ausgezeichnete Dividendenrendite. Allerdings zeigt der Trend noch nach unten, eine Bodenbildung sollte unbedingt abgewartet werden. Wer also auf  diesen Sektor und eine Jahresendrally – ausgelöst durch die Maßnahmen der Notenbanken – setzen möchte der sollte sich bald entsprechend positionieren. Ich werde in Kürze hierzu eine Aktien Analyse auf Investors Inside veröffentlichen..

Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer sind Automobilaktien  in der letzten Woche kräftig unter die Räder gekommen. Im letzten Newsletter hatten ich Sie ja darüber informiert dass ich mit einer kurzfristigen Schwäche rechne. Auch dieser Trend könnte noch ein paar Tage anhalten, bevor er dreht. Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre eine weitere Korrektur um die 5 bis 10 Prozent durchaus noch möglich. Dann allerdings sehe ich mit Blick auf das Jahresende 2012 wieder hervorragende Einstiegsgelegenheiten in dem Sektor. Daimler unter 37,- Euro, BMW unter 55,- und VW Vz bei ca. 132,- Euro wären für mich nun erste Zielmarken um über einen Neueinstieg nachzudenken.

Wird Mario Draghi liefern was er versprochen hat?

Die vergangene Handelswoche war mal wieder eher unspektakulär. Große Kursbewegungen blieben aus, und auch der Rücksetzer vom Donnerstag erwies sich einmal mehr als kurzes Intermezzo der Bären, die weiterhin nicht überzeugen können bzw. trotz der immer noch sehr dünnen Börsenumsätze eine weitere Chance verpasst haben das Bild zu drehen. Ben Bernankes Rede am Freitag brachte das erwartete Ergebnis – nämlich gar keines. Und das war am Ende auch gut so, denn eine konkrete Ankündigung für Anleihekäufe oder ähnliches hätte wahrscheinlich sogar mit einer „Sell the News“ Reaktion des Marktes geendet. Meine Erwartung dahingehend dass wir eher eine Bestätigung der bisherigen Aussagen der FED sehen werden, und damit die Hoffnung der Marktteilnehmer weiterhin aufrecht erhalten wird, hat sich somit bestätigt. Der Markt geht nach der Rede Benankes nun fest davon aus dass ein weiters QE3 Programm noch im September beschlossen wird…!

Am kommenden Donnerstag wird Mario Draghi seinen vollmundigen Worten „alles zu tun“ auch Taten folgen lassen müssen. Der Markt erwartet das sich der EZB Chef auch gegen den Widerstand Weidmanns und der Bundesbank dazu entschlossen haben könnte erste konkrete Details zu seinem Anleihekaufprogramm bekannt zu geben. Ich gehe davon aus dass zumindest mögliche Varianten vorgestellt werden, wenn diese auch noch an die ESM Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichtes gebunden sein dürften. Im Gegensatz zur Rede Bernankes ist das Enttäuschungspotenzial bei einer Verfehlung dieser Erwartungen aber auch deutlich höher. Denn letztlich hängt nicht nur Europa sondern auch die US Wirtschaft und der Rest der Welt an der Zukunft und Stabilität Europas. Mario Draghi dürfte sich dieser Verantwortung durchaus bewusst ist. Nicht zuletzt die Absage der Teilnahme an dem Notenbänker Treffen in Jackson Hole, wegen eines überhöhten Arbeitspensums, lässt darauf schließen dass hier nun auch an konkreten Umsetzungen zur Stabilisierung der Situation in Europa gearbeitet wird.


Für die kommende Woche erwarte ich zudem dass wir nun endlich eine deutliche Zunahme der Handelsaktivitäten an den Börsen sehen werden. Viele Marktteilnehmer sind aus Ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt und dürften Ihre Tätigkeit bald wieder aufnehmen. Die Volatilität könnte also kurzfristig noch einmal etwas zunehmen. Am Montag wird in den USA der Labor Day gefeiert, die Börsen bleiben somit traditionell geschlossen. Gerade die positive Reaktion des US Marktes am Freitag – nach der Rede Bernankes – und vor allem vor dem langen Wochenende in Amerika, spricht weiterhin für steigende Aktienkurse am Anfang der Woche. Marktteilnehmer die immer noch an der Seitenlinie stehen, ebenso wie die Halter von Short-Positionen werden spätestens nach der Rede Draghis am Donnerstag extrem nervös werden, wenn der EZB Chef liefert was er versprochen hat.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

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In diesem Sinne, es bleibt gerade in den kommenden Wochen ganz entscheidend wann man in welchem Sektor investiert ist. Ich werde Sie wie immer bei der Auswahl unterstützen und Sie natürlich auch auf Investors Inside regelmäßig über die wichtigsten Veränderungen auf dem Laufenden halten. Für den DAX hat sich in den letzten 8 Tagen nichts zu meiner Einschätzung von letzter Woche geändert. Somit gibt es hier auch nichts Neues zu berichten. Zunächst einmal wünsche ich Ihnen somit noch ein schönes Rest-Wochenende und einen guten Start in die kommende Handelswoche.

Porsche verachtfacht Gewinn, BMW mit deutlichem Gewinneinbruch

Porsche erzielte im ersten Halbjahr 2012 einen Gewinn der achtmal so hoch ist wie im letzten Jahr. Unterm Strich bleiben 1,15 Milliarden Euro nach zuvor 149 Millionen Euro in der Kasse der Porsche SE. Wie der einmal wurde das Ergebnis durch die gegenseitigen Optionsrechte zwischen VW und Porsche deutlich geschmälert, da die Werte für diese Optionen regelmäßig neu bewertet werden müssen. In diesem Quartal schlugen die Kaufrechte für den zweiten Teil des Sportwagengeschäfts von Porsche mit satten 1,38 Milliarden Euro zu buche. Nun holt die Porsche Muttergesellschaft zum Befreiungsschlag aus. Mit dem Komplettverkauf des Porsche-Sportwagengeschäfts ergibt sich kurzfristig im Konzernabschluss ein einmaliger positiver Ergebniseffekt von bis zu sieben Milliarden Euro, wie die Porsche Automobil Holding SE gestern mitteilte. Dadurch dürfte die Porsche SE dann schuldenfrei sein und zudem einen Großteil der Risiken aus den ausstehenden Klagen gegen das Unternehmen abgedeckt haben. Verbleiben wird nach der Transaktion dann die Hälfte aller VW Stammaktien bei der Porsche SE. Dieser Teil wird momentan mit 18 Milliarden Euro an der Börse bewertet…!

BMW verbucht mit der Vorlage der Quartalszahlen heute einen Gewinneinbruch, sieht sich aber weiterhin im Plan auch in diesem Jahr ein Rekordergebnis erzielen zu können. Dabei fiel der Rückgang beim Gewinn mit einem deutlichen Minus von 28 Prozent schon recht deutlich aus. Im zweiten Quartal wurden nur noch 1,28 Milliarden Euro verdient, deutlich weniger als bspw. bei Porsche! Der operative Gewinn belief sich auf 2,3 Milliarden Euro, was ungefähr 19 Prozent weniger ist als im Vorjahr. Beim Umsatz konnte BMW weiter zulegen. Hier wurde der Wert um 7,3 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro gesteigert. Auch die Gesamtzahl der abgesetzten Autos wurde um 5,4 Prozent auf 475.011 Einheiten gesteigert.

Der Gewinnrückgang wurde zwar von den meisten Marktteilnehmern so erwartet, dennoch bleibt für mich ein fader Beigeschmack dieses Zahlenwerkes. Offensichtlich muss BMW inzwischen deutlich höhere Rabatte auf seine Modelle gewähren als die vergleichbare Konkurrenz von VW oder Audi. Anders ist die Steigerung bei Absatz und Umsatz bei gleichzeitige deutlichem Gewinnrückgang für mich nicht zu erklären. Auch VW, Porsche und Audi hatten kürzlich Zahlen verkündet, die sich wesentlich stabiler präsentieren. Mein Fazit bleibt somit weiterhin wie gehabt: BMW ist der einzige deutsche Autobauer der sich nicht in meinem Depot befindet, und das wird auch so bleiben. Grundsätzlich sollten sich Anleger wohl die Frage stellen ob sie langfristig nicht bei Audi und VW bessere Chancen vorfinden. Insbesondere die nun anstehende Fusion von VW und Porsche bietet in meinen Augen eine ganz neue Chance. Vielleicht lesen Sie dazu den oberen Teil dieses Artikels noch einmal genau…

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