Author Archives: Lars

bwin Aktie kurz vor dem Ausbruch?

Die Aktie des (noch) österreichischen sportwetten – Anbieters bwin musste zuletzt deutliche Abgaben hinnehmen. Grund hierfür war die Fusion mit Party Gaming zum Gemeinschaftsunternehmen Bwin.Party, und der damit verbundene Wechsel der Aktie an die Londoner Stock Exchange. Eine Zweitnotiz in Österreich ist künftig nicht mehr geplant. Somit haben einige Anleger, wohl vorwiegend aus Österreich, die keine Aktie an einer ausländischen Börse haben wollen, sowie natürlich entsprechende Indexfonds, die den ATX abbilden, ihre Bestände in der bwin Aktie in den vergangenen Wochen abgebaut. Seit zwei Tagen nun befindet sich die Aktie wieder auf deutlichem Erholungskurs.

Ich gehe davon aus, das nun bereits andere Marktteilnehmer die Stücke dankbar zu diesen niedrigen Kursen aufnehmen. Die Umsätze an der Börse in Wien sind zwar immer noch verhältnismäßig gering, nehmen aber nun täglich deutlich zu. In diesem Moment probt die bwin Aktie den Ausbruch nach oben. gelingt es die Marke von 25,80 Euro nun zu überschreiten, dürften – zumindest aus charttechnischer Sicht- weitere deutliche Kursgewinne folgen. Wir hatten ja bereits vor Wochen darauf hingewiesen, dass Kurse unter 30,- Euro für uns absolute Kaufkurse sind um sich an der spannenden Story des weltgrößten Online-Wettanbieters bwin-Party zu beteiligen. Gestern wurde das Kaufsignal bei der Aktie bestätigt, gelingt der Ausbruch wären erste Kursziele  bei 28,- und 29,60 Euro auszumachen.

Schaeffler will Conti Aktien verkaufen

Presseberichten zufolge will sich Schaeffler noch in diesem Monat von einem nennenswerten Aktienpaket des Automobilzulieferers Continental trennen. Die genaue Größe dieses Aktienpaketes steht offenbar noch nicht fest, letztlich will der Automechanik- und Wälzlager-Hersteller aber mehr als 50 Prozent an Conti behalten, hieß es. Derzeit hält das Familienunternehmen noch 75,1 Prozent an dem Hannoveraner Autozulieferer. Diese Meldung ist natürlich nicht ganz ohne, und könnte kurzfristig Druck auf die Aktie bringen. Bereits heute morgen taucht die Conti Aktie erneut bis auf die runde Marke von 60,- Euro ab, nachdem dieser Bereich sich gestern schon als gute Unterstützung erwiesen hat gehe ich davon aus, dass dieser auch heute wieder das Fundament sein wird.

Schaeffler dürfte die Aktien nicht ohne Plan in den Markt geben. Nach eigenen Angaben hat Schaeffler zumindest einen Großteil der Aktien für etwa 63,- Euro in der Bilanz stehen, und sicherlich wird man versuchen diesen Betrag bei einem Verkauf auch weitestgehend zu erreichen. Nach den heute veröffentlichten, hervorragenden Zahlen von Conti stehen die Chancen nicht schlecht, dass Schaeffler sogar etwas mehr für das Aktienpaket bekommen kann.

Im Geschäftsjahr 2010 setzte der Automobilzulieferer und Reifenhersteller insgesamt 26,047 Milliarden Euro um, was einer Steigerung von 29,6 Prozent entspricht. Nach einem negativen EBIT in 2009 von 1,04 Milliarden Euro kann Conti für das vergangene Jahr nun einen deutlich positives EBIT von 1,94 Milliarden Euro verbuchen. Ebenfalls gelang es der Continental AG die Nettofinanzschulden von 8,9 auf jetzt 7,32 Milliarden Euro deutlich zu verringern. Insbesondere den letzten Faktor halte ich für ganz wesentlich! Continental will trotz steigender Rohstoffkosten seine Schulden im laufenden Jahr weiter deutlich reduzieren. Am Ende des Jahres sollen die Verbindlichkeiten um mehr als eine halbe Mrd EUR auf weniger als 7 Mrd EUR schrumpfen, sagte der Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart.

Porsche Aktie vor dem Rebound?

Die Porsche Aktie ist in den letzten Tagen mächtig unter die Räder gekommen. Zuerst drückte die Nachricht, dass die Verschmelzung mit VW nun doch auf längere Sicht verschoben sein könnte auf die Stimmung der Anleger, dann kam auch noch der hohe Ölpreis und die Unsicherheiten in den arabischen Ländern hinzu. Der mit diesen Nachrichten verbundene Abverkauf bei der Aktie führte bis auf 54,40 Euro im Tief, somit blieb die Aktie über der Unterstützungsmarke bei 53,65 Euro. Auch ein zweiter Test des Abwärtstrends gestern endete bereits bei 54,87 Euro und damit etwas höher als beim vorangegangenen Rücksetzer. Inzwischen hat sich die Porsche Aktie also wieder etwas stabilisiert.

Den gestrigen Handel beendete die Aktie des Sportwagenbauers bei 56,26 Euro. Gelingt heute, oder in den kommenden Tagen der Sprung über die 57,50 Euro Marke hellt sich das Chartbild wieder etwas auf. Die neue Unterstützungszone dürfte dann um die 55,- Euro liegen, diese könnte auch heute durchaus noch einmal getestet werden. Der hohe Ölpreise dürfte die Autobauer weiterhin belasten. Sollte es von der Seite in den kommenden Tagen wieder zu einer Entlastung kommen, werden die hervorragenden Absatzzahlen der deutschen Autobauer, insbesondere bei Porsche, auch entsprechenden Anklang finden. Gelingt der Porsche Aktie dann die Rückkehr über die Marke von 59,- Euro sind auch Kurse von 70,- Euro oder mehr wieder in greifbarer Nähe.

Roth und Rau – katastrophalen Zahlen, fehlender Ausblick

Nach den katastrophalen Zahlen die der Anlagenbauer Roth und Rau kürzlich veröffentlichen musste wirbt der CEO Dietmar Roth nun um neues Vertrauen. Man habe viel Pech im letzten Jahr gehabt hieß es in einem kürzlich erschienenen Interview mit dem CEO. Die Margen im Turnkey Geschäft seien ständig rückläufig gewesen, und letztlich sind dann auch noch ein paar Kunden pleite gegangen. Dies habe dazu geführt, dass man entsprechende Abschiebungen vornehmen musste. In Zukunft will sich die Roth&Rau AG nun wieder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, das Single-Equipment-Geschäft. Der Chef ist überzeugt, dass sich diese Maßnahmen dann auch wieder positiv auf den Aktienkurs auswirken werden – wann, und ob dies der Fall sein wird ist allerdings noch unklar.

Noch immer fehlt mir persönlich der Beweis von Herrn Roth seinen Aussagen auch Taten folgen lässt. Bereits vor Monaten hat er öffentlich darüber spekuliert, dass er den Aktienkurs für so attraktiv hält, dass er selbst eine größere Position kaufen möchte. Bis heute konnte ich keinerlei adäquaten Insiderkäufe feststellen. Gelegenheiten gab es hingegen genug. Nach dem Interview damals ist die Aktie bis auf 10,80 Euro gefallen. Sieht man sich den momentanen Chart etwas genauer an besteht durchaus eine berechtigte Sorge, dass genau dieses Kursniveau noch einmal erreicht werden könnte. Vielleicht hat Herr Roth ja dann Lust mal ein paar Euro in den Topf zu schmeißen.

Die jüngsten Spekulationen um eine mögliche Übernahme haben den Aktienkurs zunächst regelrecht explodieren lassen. Wie man sieht ist es nicht unbedingt ratsam solche Gerüchte zu kaufen und endet in den überwiegenden Fällen mit herben Kursverlusten. Auch die Tatsache, das man seitens Roth und Rau darauf verweist, das ja noch einige Turnkey Geschäfte in der Pipeline sind, die aber in den Wertberichtigungen bereits enthalten seien sollen stimmt nicht unbedingt positiv für die Aktie, genau wie der bisher fehlende Ausblick auf das Geschäftsjahr. Eventuell sollte man erst einmal den Ausblick abwarten bevor man hier investiert. Der Chart sieht nicht gut aus und lässt weitere Kursverluste erwarten.

Build Your Dreams – Haben BYD Aktionäre und Warren Buffet ausgeträumt?

Im Oktober schrieben wir zu der BYD Aktie „Zwar waren die Erwartungen des Marktes bereits sehr gedämpft, dennoch zeigten sich Anleger geschockt, und schickten den Titel bereits gestern um über 10% in die Tiefe. Heute zeichnet sich erneut eine ähnlich schlechte Entwicklung der Aktie ab. Die Aktie notiert mit einem satten Minus von 9,3 Prozent in Frankfurt. damit wurden auch charttechnisch wichtige Marken verletzt. Wo, und ob sich die Aktie nun wieder fangen kann dürfte erst einem ungewiss sein. Es sieht nicht unbedingt gut aus, und da hilft auch keine Beteiligung von Warren Buffet, der erst kürzlich nach China gereist ist um gute Stimmung für die Aktie zu verbreiten. Die Story von BYD bleibt interessant, die Aktie mit dem klangvollen Namen ist aber momentan kein Kauf.“

Seitdem hat die BYD Aktie noch einmal satte 50 Prozent an Wert verloren und eine Ende ist derzeit nicht abzusehen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der chinesische Automobilhersteller nun die Preise für die Baureihen F0, F3, F3R, G3 und F6 um bis zu 20 Prozent senken will um zusätzliche Kaufanreize zu schaffen. Ob diese Strategie Erfolg haben wird, und wie sich diese dann auf die nächsten Quartalsergebnisse auswirken wird, bleibt abzuwarten. Wir bleiben hier weiterhin an der Seitenlinie und werden die Entwicklung abwarten. Heute meldet sich die Aktie mit einem Kursgewinn von fast sechs Prozent zurück. Wird erneut die 3,- Euro Marke unterschritten besteht aber weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich um die 2,- Euro.

BMW, Daimler, Porsche, VW und Audi – die US Absatzkrise ist vorbei!

Die deutschen Autobauer sind weiter auf dem Vormarsch. Gestern wurden die jüngsten Absatzzahlen der Automobilbranche in den USA für den Monat Februar bekannt gegeben, und die konnten sich sehen lassen. Der US Markt galt lange als Sorgenkind der Autohersteller, nun scheint sich offenbar auch in den USA wieder echte Kauflaune eingestellt zu haben. Im Kurzabriss heißt das Audi + 24,7 %, VW + 18,5 %, Porsche + 32 %, BMW +10,8% und Daimler + 5 %

Im Februar verkauften die Ingolstädter 7.753 Autos. Das war ein Zuwachs von fast einem Viertel und damit ein neuer Februarrekord, wie die Volkswagen-Tochter mitteilte. Allein die Verkäufe der Luxuslimousine A8 verzehnfachten sich auf 361. Auch der Absatz des hochwertigen Geländewagens Q7 legte weiter kräftig zu. Der Mutterkonzern VW gehörte ebenfalls mal wieder zu dem Absatzspitzenreitern. Mit 21.461 Fahrzeugen wurden 18,5 Prozent mehr Autos als im entsprechenden Vorjahreszeitraum verkauft Topseller waren die TDI Clean Diesel-Modelle. Der Jetta verkaufte sich um 60,8 Prozent besser als im Vorjahr. Der CC-Absatz legte um 68,4 Prozent zu und der Tiguan-Absatz um 28,5 Prozent.

Bald-VW-Tochter Porsche konnte den Absatz sogar noch deutlicher steigern. Im Februar verkauften die Stuttgarter 2.019 Wagen. Das war einen Zuwachs von fast einem Drittel im Vergleich zum Vorjahresmonat und der beste Februarwert seit dem Jahr 2006.Nach wie vor sind die Modelle Cayenne und Panamera die beliebtesten in den USA. Von der neuen Generation des Geländewagens Cayenne, wurden allein 936 Stück verkaufte. Vom Panamera setzten die Schwaben 442 Fahrzeuge in den USA um.

Die Auslieferungen bei BMW und Mini stiegen im Vergleich zum Vorjahr zusammen um 10,8 Prozent auf 19.919 Fahrzeuge Für die britische Tochter Mini war es in den USA sogar der bislang beste Februar mit einem Plus von 22 Prozent auf 3.503 Fahrzeuge. Schlusslicht war diesmal Daimler. Der Absatz stieg zwar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,1 Prozent auf 16.176 Fahrzeuge jedoch schwächte sich damit der Zuwachs im Vergleich zum Januar wieder deutlich ab. Insgesamt bleibt aber das Fazit, dass die Absatzkrise in den USA nun wohl vorbei ist, und dies den deutschen Autobauern in diesem Jahr neue Ansatzrekorde bescheren dürfte.

Quelle: dpa-AFX

Kommt die Fusion zwischen Porsche und VW doch noch 2011?

Den jüngsten Medienberichten zufolge plant Porsche-Chef Matthias Müller doch noch in diesem Jahr die Verschmelzung der beiden Konzerne und bezeichnete die heutige Übernahmen der Porsche Holding Salzburg als wesentlichen Meilenstein in die richtige Richtung. „Wir sind nach wie vor zuversichtlich“, sagte Müller der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag am Rande des Genfer Autosalons. „Wir waren immer auf einem guten Weg in Sachen Verschmelzung. Die Voraussetzungen dafür werden von uns zügig geschaffen.“ Der heutige Verkauf der Salzburger Porsche Holding von den beiden Unternehmerfamilien Porsche und Piech stellt für die geplante Fusion die Weichen. Der Verkaufserlös von 3,3 Milliarden Euro soll zum Großteil dann in die demnächst anstehende Kapitalerhöhung bei Porsche fließen. Die beiden Familien haben zugesagt insgesamt 2,5 Milliarden Euro hierfür bereit zu stellen.

Bis spätestens Ende Mai 2011 soll die Transaktion abgeschlossen sein. Der momentan noch drückende Schuldenberg von ca. sechs Milliarden Euro dürfte danach nahezu vollständig abgetragen sein, sodass man bei dem Sportwagenbauer dann wieder positiv nach vorne sehen kann um das operative Geschäft weiter anzutreiben. „Die Klagen, die da im Raum stehen, betreffen die Vergangenheit. Unsere Aufgabenstellung ist es primär, den Blick nach vorne zu richten. Ich glaube, dass Porsche seine Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft hat“, sagte Müller weiter. Man darf also gespannt sein! Für mich hört sich diese Meldung nicht so als wäre die Fusion der beiden Konzerne auf unbestimmte Zeit verschoben. Viel mehr sollte man davon ausgehen, dass die VW Porsche Führung immer für eine (positive) Überraschung gut ist!

Porsche steigert den Absatz kräftig über alle Baureihen

Nach den hervorragenden VW Zahlen vom Freitag wurden heute die Absatzzahlen der Sportwagen-Tochter Porsche verkündet, und die konnten sich wirklich sehen lassen! Der Sportwagenbauer hat im Geschäftsjahr 2010 deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Absatz über alle vier Baureihen ist kräftig um 57 Prozent auf 40.446 Einheiten gestiegen. Vorstandschef Matthias Müller verkündete „Porsche ist abermals profitabel gewachsen. Dieser Trend werde sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2011 fortsetzen!“ Erstaunlich dabei ist, dass gerade in den Märkten in denen den Zuffenhausenern eher schwaches Wachstum nachgesagt wurde die größten Absatzsteigerungen erzielt wurde. So verzeichnete man den stärksten Absatz in Europa mit einem Zuwachs von 62 Prozent und in Deutschland mit einer Steigerung um fast 50 Prozent. Insgesamt seien in dem Berichtszeitraum rund 42.000 Sport- und Geländewagen bei Porsche produziert worden, hieß es in der Meldung. Auch diese Zahl entspricht einer deutlichen Steigerung um rund 18 Prozent.

YRC Worldwide – Tag der Entscheidung?

Heute ist der 28.02.2011 und damit der Tag auf den YRC Worldwide Aktionäre mit Spannung gewartet haben. Nach den zuletzt deutlich besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum abgelaufenen vierten Quartal 2010 konnte die Aktie nur kurzzeitig kräftig zweistellig zulegen bevor dann eine erneuter Abverkauf einsetzte. Noch immer geht es bei dieser Aktie um „Alles oder Nichts“, sprich auch eine Insolvenz ist noch nicht vom Tisch. Es geht um über 30.000 Arbeitsplätze die es zu erhalten gilt! Grund für den erneuten Kursverlust ist eine Finanzlücke in Höhe von 300 Millionen Euro die es zu schließen gilt. Die YRCW Führung muss mit den finanzierenden Banken die Kredite verlängern bzw. umschulden. Ich gehe davon aus, das dies auch gelingen wird. Der Rest ist Spekulation, deswegen beschränke ich mich heute auf die charttechnische Situation bei der Aktie:

Nach dem starken Anstieg setzte eine noch stärkere Korrektur bei der Aktie ein die den Titel von 5,29 Dollar auf 3,16 Euro zurückfallen ließ. Dabei wurden nahezu alle relevanten Fibonacci Retracements „abgearbeitet“ Das erscheint etwas heftig – ist aber durchaus regelkonform! Das letzte, 100ter Retracement wurde nicht mehr erreicht und die Aktie ist nach oben abgedreht, was erst einmal als leicht bullish zu werten ist.

 

Aktuelle Situation: Im weiteren Verlauf bildete die Aktie dann eine Umkehrformation aus, die nun, bei positiver Nachrichtenlage, bis zum 61,80 Retracement führen sollte. Dieses liegt bei 3,85 Dollar. Kurzfristig wäre auch ein Test der nächsten Marke (50ger Retracement) bei 4,05 Dollar möglich. Hierzu muss es aber zunächst gelingen den Aktienkurs wieder in den mittelfristigen Aufwärtstrend (grüne Linie) zurück zu bringen. Gelingt dies heute stehen die Chancen nicht schlecht, das das Schlimmste vorerst überstanden ist. Prallt die Aktie hier wieder ab besteht immer noch berechtigter Anlass zu Hoffnung auf eine inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation die den Titel dann im zweiten Anlauf über die wichtigen Marken heben könnte.

Fazit: Der Chart der YRCW Worldwide Aktie sieht für spekulativ orientierte Trader sehr interessant aus. Die Nachrichtenlage bei YRCW spricht ebenfalls eine deutliche Sprache, ebenso wie die immer positiver werdenden Kommentare einiger US Analysten zu dem Wert. Der gesamte Transportsektor Nordamerikas zeigt weiterhin starke Erholungstendenzen, insbesondere die Frachtraten. Gelingt es dem Unternehmen im nächsten oder übernächsten Quartal wieder schwarze Zahlen zu schreiben, dürfte die Aktie vor einer kompletten Neubewertung stehen. YRCW bleibt eine heiße Wette auf die Rückkehr eines der größten Logistik- und Transportunternehmen Nordamerikas zu Profitabilität. Anleger sollten sich bewusst sein, das theoretisch auch ein Totalverlust des hier eingesetzten Kapitals möglich ist, und dementsprechend vorsichtig agieren.

 

Trading Update – Kauf Deutsche Bank, Daimler und Vale!

Auch diese Woche steht ganz im Zeichen der politischen Unruhen in Libyen sowie dem damit verbundenen Ölpreisanstieg. Nachdem der Preis pro Barrel am Freitag noch deutlich nachgegeben hat, und damit eine Beruhigung der Märkte eingetreten ist, stieg dieser übers Wochenende erneut kräftig an und verhindert somit erst einmal eine Fortsetzung der Erholung an den internationalen Aktienmärkten. Die Vorgaben aus Asien sind dennoch gut, und lassen zumindest auf eine weitere Stabilisierung hoffen. In unserem Aktien Newsletter hatten wir ja bereits am Wochenende unser Einschätzung zur weiteren Entwicklung berichtet!

Für den DAX heißt es in dieser Wochen nun, dass die Marke von 7.200 Punkten zurückerobert werden muss. Bereits am Freitag drehte der Index bei 7.194 Punkten wieder nach unten ab, somit dürfte diese Hürde entscheidend für die weitere Entwicklung sein. Es besteht durchaus auch eine realistische Chance, dass der Index hier erneut nach unten abprallen wird. Fällt dieser dann im Wochenverlauf unter 7,091 Punkte ist auch ein weiterer, und sehr dynamischer Rücksetzer bis in den Bereich um die 6.800 Punkte nicht mehr ausgeschlossen. Bleiben Sie also vorsichtig!

Wir haben und trotz aller Vorsicht heute entschlossen, neben Porsche und VW Aktien nun weitere Trading-Positionen kurzfristig aufzunehmen, und setzten damit natürlich auch auf einen weiteren Anstieg der Indizes. Die erste Position die wir heute gekauft haben sind die Aktien von Daimler, die uns nach dem Rücksetzer der letzten Wochen nun wieder sehr attraktiv erscheinen. Charttechnisch bildet die Unterstützung bei 50,60 einen wichtiges Fundament das am Freitag verteidigt werden konnte. Wir glauben weiterhin an zyklische Aktien insbesondere an die Autobauer!

Ebenfalls charttechnisch interessant erscheint nun die Aktie der Deutschen Bank. Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass auch diese im Zuge einer Gesamtmarktkorrektur noch einmal deutlich unter die 45,- Euro rutschen könnte. Kurzfristig zeichnet sich aber nun ab, das der Boden bei 45,50 Euro wohl erst einmal gefunden wurde. Diese Marke wurde in den letzten 10 Handelstagen viermal verteidigt, somit spricht vieles dafür, dass es sich um ein interessantes Einstiegsniveau handeln könnte. Wir haben heute eine erste Position Deutsche Bank Aktien zu 45,55 Euro gekauft.

Schon lange auf unserer Intensiv-Watchlist ist die Aktie des Rohstoffkonzerns Vale aus Brasilien. Bereits am Freitag haben wir hier eine Erstposition knapp über 21,- Euro gewagt, und diese heute noch einmal kräftig aufgestockt. Heute wurde bekannt gegeben, dass der Rohstoffriese im abgelaufenen Geschäftsjahr 17,264 Milliarden US Dollar verdient hat, und damit eine Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 von 222.75 Prozent erreichte. Allgemein erwartet ein Gewinn zwischen 10 und 12 Milliarden UD Dollar. In der Presse hieß es heute „Der brasilianische Konzern verdreifacht seinen Überschuss auf den höchsten Wert, den je ein Bergbaukonzern dieser Welt erzielt hat!“ Mehr muss man dazu nicht sagen…

Enttäuschung bei Bayer Aktionären!

Enttäuschung bei Bayer Aktionären! Belastungen in Milliardenhöhe wegen Schering drücken beim Chemie- und Pharmakonzern Bayer auf die Zahlen. Zwar konnte die Bayer Führung das Erreichen der selbst gesteckten Ziele verkünden, dennoch bleibt der Chemieriese damit wohl hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Der Gewinn schrumpfte sogar von 1,36 auf glatte 1,3 Milliarden Euro. Grund hierfür waren in erster Linie die hohen Sonderbelastungen durch Rechtsstreitigkeiten und den Verzicht auf die Marke Schering, in Höhe von 1,7 Milliarden Euro.

Der Umsatz konnte hingegen um 12,6 Prozent auf 35,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Bayer verwies hier insbesondere auf das erfolgreiche Kunststoffgeschäft des Konzerns. In dem Segmenten  HealthCare lief es dagegen nicht so gut, ebenso wie im Bereich CropScience, was ein wenig überrascht. Für das laufende Jahr prognostiziert Vorstandschef Marijn Dekkers nur noch moderate Zuwächse von 35 bis 36 Milliarden Euro beim Umsatz sowie ca 7,5 Milliarden Euro beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung.

Das Zahlenwerk dürfte gezeigt haben, das der Konzern offenbar momentan an seine Grenzen stößt. Zwar werden die Sonderbelastungen in der nächsten Bilanz nicht mehr anfallen, und somit sollte auch das Nettoergebnis künftig besser aussehen, dennoch dürfte hier in nächster Zeit nicht mehr allzu viel Performance der Aktie zu erwarten sein. Charttechnisch hat der Titel in der letzten Woche ein Verkaufssignal generiert, und konnte sich auch am Freitag trotz des wieder deutlich gefallenen Ölpreises nicht erholen. Fällt die Bayer Aktie unter 54,80 Euro drohen weitere Abschläge in Richtung 53,50 und 52,25 Euro.

Stimmen Sie für Investors Inside bei der Wahl zum Finance Blog of the Year 2011

Es ist mal wieder soweit! smava veranstaltet erneut die Wahl zum „Finance Blog of the Year„. Und ich freue mich natürlich sehr Ihnen mitteilen zu können, das Investors Inside von der Jury soeben unter die besten 15 deutschsprachigen Finanzblogs gewählt wurde, und damit auch in diesem Jahr wieder an der Endausscheidung um die begehrten ersten drei Plätze teilnimmt. Wie immer an dieser Stelle möchte ich Sie alle natürlich bitten kräftig mit abzustimmen und bewerbe mich bei Ihnen, liebe Leser um Ihre Stimme. Die Abstimmung ist denkbar einfach und kostet Sie nur ca. 5 Sekunden Ihrer Zeit. Bitte einfach auf das schöne, große smava Finance Blog of the Year Logo klicken, das Kreuzchen (an der richtigen Stelle natürlich 🙂 ) setzen, und fertig!

smava

Vielen Dank schon einmal vorab für Ihre Unterstützung, ich werde sie natürlich über den Verlauf der Wahl sowie das endgültige Ergebnis auf dem Laufenden halten…

Ihr, Lars Röhrig

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