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Der „neue“ VW Skandal hat es in sich…!

Gestern Abend erreichte erneut eine Nachricht die Märkte, die durchaus das Potenzial hat den Markt heute mal wieder etwas durcheinander zu wirbeln. Volkswagen hat offenbar nicht nur bei den kleineren Vierzylinder-Diesel ein „Software-Problem“, sondern auch die Sechszylinder-Diesel-Motoren sollen betroffen sein…

Damit stehen auch die Konzerntöchter Audi und Porsche nun auch direkt im Kreuzfeuer der Kritik. Denn sowohl bei einigen Modellen der Baureihe A6 Quattro, A7 Quattro, A8 und A8L sowie beim Q5 (Q7 nicht!?) und auch dem Porsche Cayenne sowie dem VW Touareg sind die fraglichen Motoren in den letzten Jahren verbaut worden.

Die US-Umweltbehörde EPA gab gestern bekannt, dass der VW Konzern die Manipulations-Software auch in die oben genannten Modelle der 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten installiert haben könnte. Insbesondere betroffen seien hier die Modelljahrgänge 2014 bis 2016, bei denen die gemessenen Abgaswerte bis zu neun mal höher sind als angegeben. Der Volkswagen Konzern wies die Vorwürfe in einer ersten Stellungnahme zurück und sicherte erneut zu vollumfänglich mit der EPA an einer lückenlosen Aufklärung zu arbeiten.

Volkswagen Aktie Chart nach Dieselgate

Damit weitet sich die Dieselgate-Affäre in vielerlei Hinsicht aus. Denn bereits wieder gefasstes Vertrauen dürfte alleine aufgrund der Vermutung erschüttert worden sein, dass VW möglicherweise immer noch nicht ganz mit offenen Karten spielt. Sollte sich der Verdacht der US Umweltbehörde EPA bestätigen, wäre dies wohl dann der finale Beweis dafür, dass es in Sachen „lückenloser Aufklärung“ des Konzerns um die gemachten Fehler nicht so bestellt ist, wie man es nun in einer solch existenzbedrohenden Situation erwarten würde. Noch ist hier allerdings nichts „bewiesen“, aber alleine der Verdachtsmoment ist alles andere als gut für den VW Konzern und natürlich auch die Aktie.

Die VW Vz. Aktie machte gestern einen Freudensprung (siehe Chart) an der Börse und brach aus der zuvor definierten Trading-Range zwischen 103 und 110,- Euro nach oben aus. Grund für diesen Anstieg dürften wohl – neben den guten Porsche Zahlen – die Berichte gewesen sein, das die Verbraucher möglicherweise direkt an den Kosten der Rückrufaktion beteiligt werden und auf den Konzern somit weniger Belastungen zukommen werden. Ob das allerdings angesichts der Situation die richtige Strategie ist, um sich die Autokäufer von morgen zu sichern, darf ernsthaft bezweifelt werden. Kurzfristig würde dies der Bilanz des Konzerns möglicherweise helfen, langfristig aber wohl zum Verlust eines hohen Prozentsatzes an Kunden bedeuten. Deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass man bei Volkswagen diesen Weg wirklich beschrieben will!

Ich gehe nun davon aus, dass die VW Aktie, ebenso wie die Porsche Aktie, die manche Anleger offenbar immer noch mit dem Autobauer Porsche in Zusammenhang bringen, deutlich unter Druck kommen werden und sich der gestrige Ausbruch nach oben als klassischer Fehlausbruch erweisen könnte. Einen Rückfall in die Trading-Range als erste Reaktion auf die Nachrichten halte ich für sehr wahrscheinlich. Ob diese dann unter den neuen Voraussetzungen noch gehalten werden kann, bleibt aber noch abzuwarten und hängt maßgeblich wohl auch von den weiteren Prüfungsergebnissen der EPA ab!

VW und Porsche – War es das jetzt?

Die Aktien der VW-Familie sind heute kräftig unter Druck. VW und Porsche Vorzugsaktien verlieren im frühen Handel knapp sieben Prozent. Die Gründe für diesen deutlich negativen Kursverlauf sind vielschichtig und sollten in der allgemeinen Börsen-Euphorie keinesfalls unbeachtet bleiben…

Steuereffekte, verhaltener Ausblick

Der VW Konzern hatte 2013 ein hervorragendes Jahr, in dem das bisher beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet wurde. Möglich wurde dieser neue Rekord nicht zuletzt auch die Porsche Zahlen, die inzwischen in die Bilanz des Mutterkonzerns einfließen. Leider sind mit der Übernahme aber auch immer noch negative Steuereffekte verbunden die das Ergebnis belasten. Ausschlaggebend für den massenhaften Verkauf der Aktien dürfte aber letztlich wohl der eher schwache Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gewesen sein. Der Konzern erwartet für 2014 nur noch einen Umsatz von 191 bis 203 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 10,5 bis 13,2 Milliarden Euro, was deutlich unter den Konsensschätzungen liegt.

Scania Übernahme, Kapitalerhöhung

Volkswagen ist bereits seit dem Jahr 2000 an Scania beteiligt und hält inzwischen insgesamt 89,2 Prozent (direkt und indirekt) der Stimmrechte und 62,6 Prozent des Kapitals an dem Nutzfahrzeugunternehmen. Die Scania Komplettübernahme soll nun massiv vorangetrieben werden. VW will den schwedischen LKW-Hersteller nun ganz übernehmen und ist bereit den Altaktionären einen kräftigen Bonus von 50 Prozent zu bezahlen, um zunächst auf 90 Prozent der Anteile zu kommen. Die ganze Übernahme kosten dann knapp 7 Milliarden Euro. Die VW Aktionäre bezahlen diesen Schritt mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von 2 Milliarden Euro.

Dividende wird erhöht

Um die heute vielleicht etwas in Wallung gekommenen Gemüter zu beruhigen (und natürlich um die Aktionäre an dem tollen Erfolg des Unternehmens zu beteiligen!) will man bei VW nun die Dividende anheben. Angesichts einer gleichzeitig geplanten Kapitalerhöhung, obwohl der Konzern finanziell gut dasteht, dürfte dies aber nur ein kleines Trostpflaster für die Anteilseigner sein. Ausserdem steht aus meiner persönlichen Sicht nun wohl zu befürchten, dass auch nach diesem Rekordjahr der Mitarbeiter-Bonus wieder unverhältnismäßig hoch ausfallen wird…!

Analysten senken den Daumen

Fachleute sind sich größtenteils einig darüber, dass der Kaufpreis für die Scania Anteile viel zu hoch ist und der Ausblick zu schwach war. Von „enttäuschenden Zielen für 2014“ bis „schwacher Ausblick“ oder „kostspielige Übernahme“ war heute alles zu lesen und das dürfte nicht ohne Wirkung auf den Aktienkurs in den nächsten Tagen oder Wochen bleiben. Viele Analysten haben ihre Kursziele und Erwartungen schlagartig nach unten revidiert. Insgesamt kann man sagen dass der Konsens der Beobachter nun eher bei „halten“ als „kaufen“ liegt. Die UBS prescht heute mit dem ersten „SELL“ Rating hervor und senkt das Kursziel für die VW Vorzugsaktie auf 180,- Euro. Es steht zu befürchten, dass andere Analystenhäuser diesem Beispiel demnächst folgen werden.

Während also einige Privatanleger nun wieder selbstverständlich davon ausgehen werden, dass sich der Aktienkurs erneut in Richtung der 200,- Euro Marke, oder darüber bewegen wird, dürften viele institutionelle Anleger langsam etwas vorsichtiger werden und ihre Rechenmodelle noch einmal überarbeiten. Auch ich hatte ja auch bereits vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass der Super-Zyklus für einige Autobauer allmählich sein Ende finden könnte. Währungseffekte spielen hier mittelfristig ebenso eine Rolle wie die abnehmenden Wachstumsraten in China oder aber auch die nach wie vor bestehenden Problemen auf dem amerikanischen Markt.

Insgesamt bleibt also erneut festzuhalten, dass VW/Porsche Anleger sich inzwischen auf etwas dünnerem Eis bewegen. Die Aktie dürfte, mit diesen Vorgaben, in den kommenden 12 Monaten nicht mehr zwingend zu den Dauerläufern im DAX gehören, ebenso wie die Porsche Aktie, die schon ordentlich gelaufen ist. Es ist also möglicherweise an der Zeit sich ein anderes Plätzchen für die kurzfristige Vermehrung des eingesetzten Kapitals zu suchen. Denn sowohl die Nachrichtenlage als auch die Charttechnik mahnen hier nun zu etwas mehr Vorsicht.

Porsche – jetzt wird es richtig spannend…!

Die Porsche Aktie kann heute erneut stark zulegen und notiert aktuell nahe der sehr wichtigen Widerstandszone bei ca.58,50 Euro. Hier liegt zum einen das letzte signifikante Hoch aus dem Sommer 2011 (58,92 Euro), ebenso wie das 61,80er Fibonacci Retracement (58,38 Euro). Gelingt nun ein weiterer Anstieg über diese beiden Marken, wartet nur noch eine kleine Hürde bei 60,52 Euro bevor der Weg dann endgültig frei wäre in Richtung der alten Höchststände von Anfang 2011. Mehr über die möglichen Kursziele und jüngsten Prognosen zu der Aktie können Sie > hier < nachlesen. Die Aktie befindet sich seit August diesen Jahres in einem intakten Aufwärtstrend und ist gerade dabei aus diesem nun nach oben auszubrechen…!

Porsche Chart mit Fibo

Untermauert wird die starke Entwicklung der Aktie durch entsprechend positiven Nachrichten aus dem operativen Geschäft des Sportwagenbauers und natürlich des Mutterkonzwerns VW. Der Konzern befindet sich weiterhin auf Rekordkurs. VW und Audi melden konsequent jeden Monat neue Bestmarken beim Absatz und auch der Sportwagenbauer Porsche hat nun bereits nach 11 Monaten den alten Rekord aus dem Vorjahr eingestellt. Mit insgesamt fast 129.000 Auslieferungen lag das Unternehmen Ende November deutlich über den knapp 119.000 abgesetzten Autos im Jahr 2011. Im vergangenen Monat setzte Porsche somit fast 40 Prozent mehr ab als vor einem Jahr. Einfach weiterhin zuschauen und genießen!

VW und Porsche kurz vor dem Ausbruch! Kursziele 56,- Euro und 170,- Euro

Nicht das ich nicht schon des öfteren darauf hingewiesen hätte *lol* aber die Porsche Aktie ist nun unmittelbar davor neue Höhen zu erklimmen. Auch die Charttechnik verbessert sich zusehends, ebenso wie die Einstellung so mancher Analysten zu der Aktie der Porsche SE Holding. Nur wenige Analysten bleiben hingegen weiterhin bei Ihrer eher vorsichtigen Sichtweise auf die Dinge, offenbar ohne dabei die neuesten Entwicklungen ausreichend zu berücksichtigen… So stuft die DZ Bank die Aktie weiterhin auf „verkaufen“ ein und sieht das Kursziel bei 42,- Euro. Die Commerzbank hingegen hat ihr Ziel für das Papier noch einmal bestätigt und kommt dabei erneut auf einen fairen Wert von 65,- Euro je Porsche Aktie. Das entspricht auch weiterhin eher (!) meiner persönlichen Vorstellung, obwohl die ja noch etwas darüber liegt, wie langjährige Investors Inside Leser wissen.

Der Prozess gegen Ex-Porsche Manager und früheren Finanzchefs Holger Härter entwickelt sich bislang so wie ich es auch erwartet hatte. Es dürfte auch weiterhin einigermaßen schwierig für die Kläger sein der ehemaligen Porsche Führung, im Zusammenhang mit der gescheiterten VW Übernahmen, Unregelmäßigkeiten nachzuweisen. Dabei erhielt Härter zuletzt auch Rückendeckung durch die beteiligten Banken. So hatte ein Mitarbeiter der französischen Bank BNP Paribas vergangenen Donnerstag bestätigt, dass die angeblich von Porsche nicht erwähnte Finanzrisiken für die Kreditentscheidung „nicht erheblich“ gewesen sind. Die Bank hatte in internen Analysen  sogar mit noch höheren Risiken kalkuliert, hieß es. Ein Punkt für Härter würde ich sagen. Die Verhandlungen werden nun erst im Frühjahr 2013 wieder aufgenommen sodass wir Porsche Aktionäre von dieser Seite erst einmal Ruhe haben werden und sich die Aktie in Ruhe entwickeln kann.

Operativ läuft für die Holding weiterhin sowieso alles wie geschmiert. Die Verkaufszahlen von Volkswagen, Porsche, Audi und nahezu aller anderen Tochterunternehmen des VW Konzerns können sich weiterhin sehen lassen. Wir werden ein Rekordjahr bei dem Autobauer sehen und dementsprechend hoch wird auch die Beteiligung der Porsche SE Holding na diesem Erfolg sein, soviel ist aus heutiger Sicht wohl schon mal sicher. Die positive Nachrichtenlage wird den Aktienkurs von VW und Porsche dementsprechend bis zur Vorlage der Q4 Zahlen im Frühling 2013 unterstützen.

Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild mit der schnellen Rückeroberung der 50,- Euro Marke nun wieder deutlich aufgehellt. Die Aktie hat damit schnell in den seit September bestehenden Aufwärtstrend zurück gefunden. Somit rechne ich auch damit, dass Porsche in dieser Woche neue Jahreshochs erklimmt. Dafür müsste müsste die Aktie lediglich das letzte Hoch bei  53,68 Euro überwinden, wovon wir nur noch ein paar Cent entfernt sind!  Kurse um 56,- Euro wären dann das nächste logische Ziel. Bei der VW Aktie ergibt sich ein ähnliches Bild – gelingt der Sprung über das letzte Hoch bei 165,10 Euro liegt das nächste Ziel an der oberen Begrenzung des Aufwärtstrends bei 170,- Euro.

 

VW zieht Q3 Absatzzahlen vor, Bentley und Audi mit neuen Rekorden

Der Volkswagen Konzern hat seinen Absatz in den ersten drei Quartalen dieses Jahres noch einmal um stolze 10,6 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2011 steigern können. Von der Marke VW wurden über 4,2 Millionen Einheiten verkauft. Aber auch im Luxussegment konnte der Konzern wieder deutlich zulegen. Insbesondere bei der Marke Bentley dürfte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um satte 24,4 Prozent die Anleger positiv überraschen. Auch die VW Tochter Audi ist weiterhin auf Rekordjagd. Mit einer Steigerung der Absatzzahlen um 12,8 Prozent läuft es hier weiterhin sogar noch besser als beim Mutterkonzern. Erstmals in der Firmengeschichte hat der Audi Konzern schon nach 9 Monaten die Millionen Marke erreicht. Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung >hier<. Lediglich bei Seat musste ein Rückgang um knapp 10 Prozent auf Jahressicht verzeichnet werden, was aber angesichts der Situation in Spanien und anderen Südländern auch nicht weiter verwundert.

Konzernweit konnten 6,80 Millionen Autos in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 ausgeliefert werden. Die Zahlen waren ursprünglich erst für den kommenden Freitag erwartet worden. Volkswagen hat sich aber bereits gestern Abend dazu entschieden die Absatzzahlen auf der VW Homepage zu veröffentlichen. Möglicherweise auch um weiteren Spekulationen über Gewinnwarnungen oder ähnlichem rechtzeitig entgegen zu wirken. Zuletzt wurden zur Automobilbranche immer mehr negative Pressemeldungen und Analystenkommentare veröffentlicht. Das heute präsentierte Zahlenwerk dürfte seine Wirkung nicht verfehlen und die Gemüter wieder beruhigen. Nach der leichten Korrektur der VW Aktie in den letzten Tagen sollte nun wieder ein neuer Angriff auf das letzte Hoch möglich sein.

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Porsche verachtfacht Gewinn, BMW mit deutlichem Gewinneinbruch

Porsche erzielte im ersten Halbjahr 2012 einen Gewinn der achtmal so hoch ist wie im letzten Jahr. Unterm Strich bleiben 1,15 Milliarden Euro nach zuvor 149 Millionen Euro in der Kasse der Porsche SE. Wie der einmal wurde das Ergebnis durch die gegenseitigen Optionsrechte zwischen VW und Porsche deutlich geschmälert, da die Werte für diese Optionen regelmäßig neu bewertet werden müssen. In diesem Quartal schlugen die Kaufrechte für den zweiten Teil des Sportwagengeschäfts von Porsche mit satten 1,38 Milliarden Euro zu buche. Nun holt die Porsche Muttergesellschaft zum Befreiungsschlag aus. Mit dem Komplettverkauf des Porsche-Sportwagengeschäfts ergibt sich kurzfristig im Konzernabschluss ein einmaliger positiver Ergebniseffekt von bis zu sieben Milliarden Euro, wie die Porsche Automobil Holding SE gestern mitteilte. Dadurch dürfte die Porsche SE dann schuldenfrei sein und zudem einen Großteil der Risiken aus den ausstehenden Klagen gegen das Unternehmen abgedeckt haben. Verbleiben wird nach der Transaktion dann die Hälfte aller VW Stammaktien bei der Porsche SE. Dieser Teil wird momentan mit 18 Milliarden Euro an der Börse bewertet…!

BMW verbucht mit der Vorlage der Quartalszahlen heute einen Gewinneinbruch, sieht sich aber weiterhin im Plan auch in diesem Jahr ein Rekordergebnis erzielen zu können. Dabei fiel der Rückgang beim Gewinn mit einem deutlichen Minus von 28 Prozent schon recht deutlich aus. Im zweiten Quartal wurden nur noch 1,28 Milliarden Euro verdient, deutlich weniger als bspw. bei Porsche! Der operative Gewinn belief sich auf 2,3 Milliarden Euro, was ungefähr 19 Prozent weniger ist als im Vorjahr. Beim Umsatz konnte BMW weiter zulegen. Hier wurde der Wert um 7,3 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro gesteigert. Auch die Gesamtzahl der abgesetzten Autos wurde um 5,4 Prozent auf 475.011 Einheiten gesteigert.

Der Gewinnrückgang wurde zwar von den meisten Marktteilnehmern so erwartet, dennoch bleibt für mich ein fader Beigeschmack dieses Zahlenwerkes. Offensichtlich muss BMW inzwischen deutlich höhere Rabatte auf seine Modelle gewähren als die vergleichbare Konkurrenz von VW oder Audi. Anders ist die Steigerung bei Absatz und Umsatz bei gleichzeitige deutlichem Gewinnrückgang für mich nicht zu erklären. Auch VW, Porsche und Audi hatten kürzlich Zahlen verkündet, die sich wesentlich stabiler präsentieren. Mein Fazit bleibt somit weiterhin wie gehabt: BMW ist der einzige deutsche Autobauer der sich nicht in meinem Depot befindet, und das wird auch so bleiben. Grundsätzlich sollten sich Anleger wohl die Frage stellen ob sie langfristig nicht bei Audi und VW bessere Chancen vorfinden. Insbesondere die nun anstehende Fusion von VW und Porsche bietet in meinen Augen eine ganz neue Chance. Vielleicht lesen Sie dazu den oberen Teil dieses Artikels noch einmal genau…

DAX zurück im Trend – VW, Barrick Gold und Euro im Fokus

Es scheint mal wieder ein ganz entscheidender Tag an den Börsen zu werden…Nachdem sich die europäischen Börsen gestern einmal mehr schwach gezeigt haben konnten die US Indizes die Anfangsverluste weitestgehend wieder ausbügeln. Im S&P 500 die 200 Tage Linie erfolgreich verteidigt werden, wenn auch nur knapp. Der DAX kämpft immer noch mit der Marke von 6.440 Punkten bzw. dem seit Ende Juni bestehenden Aufwärtstrend, der gestern verlassen wurde, bereits heute aber wohl zurückerobert werden kann. Für heute dürfte erst einmal die Schließung des noch offenen Gaps bei 6.472 Punkten auf dem Fahrplan stehen. Was im Anschluss passieren wird ist schwer zu prognostizieren. Die Marke von 6.404 Punkten sollte aber nach Möglichkeit nicht mehr unterschritten werden. Somit haben wir eigentlich eine unveränderte charttechnische Ausgangslage wie am Mittwoch, bei der weiterhin ein Ausbruch in beide Richtungen möglich ist. Der gestrige Handelstag war aus diesem Blickwinkel somit ein „Non Event“. Die Entscheidung über den weiteren Kurs der Börsen wurde auf heute vertagt…

Neue Nachrichten aus China über ein sich weiter abschwächendes Wirtschaftswachstum sowie die Senkung der Bonitätsnote Italiens durch die US Ratingagantur Moody´s könnten heute erneut die Kurse belasten. Allerdings müssen einem Wachstumsraten von 7,6 Prozent in Zeiten wie diesen, mit ernsthaft rezessiven Tendenzen, wohl noch keine ernsthaften Sorgen machen…Die Meldung über die verfehlten Sparziele der Griechen hingegen dürfte hingegen nun wirklich keinen Marktteilnehmer überraschen oder gar verschrecken. Mit großer Aufmerksamkeit sollte man die Entwicklung des Euro beobachten, der gestern ein neues Tief unter 1,22 Euro markiert hatte und sich damit verdächtig schnell der letzten Tiefmarke von 1,1922 EUR/USD nähert. Dementsprechend schwach zeigte sich auch der Goldpreis in den letzten Tagen wieder. Ich persönlich gehe eher davon aus das es sich in beiden Fällen um kurzzeitige Verwerfungen handelt. Interessant in diesem Zusammenhang könnte ein Blick auf die Aktie von Barrick Gold sein, die gestern noch einmal die letzten Tiefstände getestet hat.

Die Aktie des Tages ist für mich heute einmal mehr die VW Aktie die inzwischen fast schon täglich neue Rekorde verkündet während der französischen Automobilhersteller Peugeot SA offensichtlich langsam ernsthafte Probleme bekommt. Der Autoabsatz der Wolfsburger stieg in China erneut um kräftige 17,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtzuwachs verteilte sich über die einzelnen Marken wie folgt…Mit 982 600 Autos setzte die Marke Volkswagen in China 15,2 Prozent mehr ab. Audi verkaufte 37,8 Prozent mehr oder 193 900 Autos. Skoda konnte einen Zuwachs von 7,6 Prozent auf 120 700 Autos verbuchen. Damit bleibt VW auf Erfolgskurs und wird in diesem Jahr nach dem Rekordjahr 2011 wohl in allen Bereichen neue Bestmarken setzten.

Der niedrige Euro Kurs, gesunkene Rohstoffpreise und Energiekosten dürften bei den Wolfsburgern in den kommenden Monaten noch einmal für einen deutlichen Auftrags- und Gewinnschub sorgen. In den kommenden Jahren werden dann noch die Synergieeffekte bei VW, Audi, Porsche usw. hin zu kommen, die durch die effiziente Nutzung des Baukastensystems gehoben werden können. Insgesamt bleiben die Aussichten für die deutsche Automobilbranche weiterhin sehr positiv. Insbesondere VW Aktionäre können sich wohl weiterhin darauf freuen mit einer Beteiligung an einem TOP Unternehmen die Wirren dieser Krise zu umschiffen.

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VW Rekord, Porsche Rekord, Audi Rekord !

In diesen Tagen fällt es mir nach wie vor ein wenig schwer über Einzelaktien zu berichten, da man den Sinn dieser Tätigkeit angesichts der Verwerfungen an den Kapitalmärkten durchaus anzweifeln kann. Dennoch gibt es immer wieder auch Positives zu berichten, und das kommt einmal mehr von den deutschen Automobilherstellern. Zwar wurde hier im Blog bereits mehrfach alles Wissenswerte dazu gesagt, aber gerade an Tagen wie diesen sollte man sich vielleicht noch einmal in Erinnerung rufen warum man seine Aktien jetzt nicht zu diesen Kursen verschleudern sollte…Der Sportwagenbauer Porsche hat im Mai den besten Monat seiner Firmengeschichte verzeichnet, was gerade in diesem Umfeld wohl eine Erwähnung wert ist. Nach wie vor scheint es bei den Autobauern also noch keinerlei Anzeichen von Krise zu geben, denn auch von Mutterkonzern VW gibt es weiterhin laufend Gutes zu berichten.

Porsche hat im abgelaufenen Monat Mai insgesamt 13.331 Fahrzeuge verkauft, was einem satten Plus von 14,1 Prozent entspricht. Damit steigt der Gesamtabsatz in diesem Jahr auf  56.472 Sportwagen um über 13 Prozent. Bemerkenswert ist hier dass diese Steigerung auf allen globalen Märkten erzielt wurde. Nach 119.000 abgesetzten Sportwagen im Jahr 2011 hat Porsche somit nach nur fünf Monaten fast schon die Hälfte des Vorjahreswerts erreicht. Die Marke von 150.000 produzieren und verkauften Autos rückt damit in greifbare Nähe. Der Zuwachs ist laut Unternehmensangaben bislang in Amerika etwas geringer ausgefallen, man erwartet aber auch in diesem Markt im zweiten Halbjahr nochmal einen deutlichen Schub, wenn das 911er Cabrio dann auch dort verfügbar ist.

Für das Gesamtjahr rechnet Porsche-Deutschland-Chef Klaus Zeller nun damit dass sich der Panamera weiterhin als feste Größe in der Oberklasse positionieren wird, was ebenfalls zu entsprechenden Umsätzen führen sollte. Insgesamt beweisen die Daten dass Porsche nach wie vor hervorragend positioniert ist und mit seiner Modellpalette den Zeitgeist genau getroffen hat. Der Cayenne bleibt der Verkaufsschlager des Konzerns.

Volkswagen will nach jüngsten berichten im Sommer sogar wieder Sonderschichten fahren um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein entsprechender Antrag auf Mehrarbeit liegt laut Presseberichten beim Betriebsrat der Wolfsburger auf dem Tisch. Auch diese Meldung hört sich für mich nicht unbedingt danach an dass man bei VW bald mit einem Einruch beim Absatz rechnet 😉 Die zuletzt etwas schwächere Nutzfahrzeugsparte des Wolfsburger Konzerns hat sich zuletzt mit einem Gesamtplus in diesem Jahr von 3,5 Prozent wieder deutlich freundlicher gezeigt. Vor allem der Transporter Crafter mit einem Plus von 37 Prozent und der Pick-up Amarok  mit plus 32 Prozent zählten hier zu den Verkaufsschlagern. Und Audi hat seinen weltweiten Absatz im Mai ebenfalls um stolze 13,7 Prozent auf knapp 130.000 Autos gesteigert.

Mir ist also nach wie vor nicht ganz klar aus welchen Quellen der Markt, oder besser gesagt einige Fachleute, immer wieder einen möglichen Einbruch des Absatzes beziehen. Zwar haben sich die Lagerbestände zwischenzeitlich etwas negativ entwickelt und auch die Preise in einigen Märkten, von einem Einbruch kann aber wohl noch keine Rede sein. Währungseffekte sollten zudem helfen die direkten Auswirkungen daraus zu einem Teil abzupuffern. Die Autohersteller düften einer der größten Profiteure des momentanen Euro-Verfalls sein. Am Ende hängt die weitere Entwicklung der Branche natürlich auch an der Lösung der Euro Krise, mit all ihren möglichen Auswirkungen auf die Absatzmärkte. Das ist für mich dann aber auch schon der einzige Grund der mich hier etwas nachdenklich stimmt. Bezogen auf die Umsätze bei den genannten Autobauern haben wir bereits heute historisch niedrige Aktienkurse, und das sollte bei all dem politischen Grundrauschen nicht vergessen werden. ich halte es da eher mit der Deutsche Bank und der Commerzbank die ihr Kursziele für die VW Vz. von 200,- Euro  und 68,- Euro für Porsche noch einmal bekräftigt haben…

VW Tochter Audi kauft Ducati, und macht BMW damit ernsthafte Konkurrenz

Die letzten Tage waren mal wieder sehr ereignisreich bei Deutschlands größten und erfolgreichstem Autobauer VW. Volkswagen Tochter Audi übernimmt den italienischen Motorradhersteller Ducati für 860 Millionen Euro. Damit integriert der VW Konzern inzwischen die zwölfte Marke und wächst weiter rasant. Ob es sich hierbei laut verschiedener Presseberichte um ein Geburtstagsgeschenk Ferdinand Piechs handelt, dass er sich zum 75 sten gegönnt hat, darf aber ernsthaft bezweifelt werden. Ich würde mal behaupten der Mann tut nichts ohne Grund, und schon gar nichts aus irgendwelchen emotionalen Sentimentalitäten heraus. Bereits seit Wochen ist diese mögliche Übernahme ein offenes Geheimnis gewesen.

Für mich persönlich ist dies eher kein Zufall und schon gar nicht eine Spontanhandlung Piechs. Bereits vor 25 Jahren hat der Patriarch damit begonnen Audi zu dem umzubauen was es heute ist – Ein Premium Hersteller a la BMW. Und so war dieser letzte Schritt eigentlich auch nur konsequent. Denn bislang bot BMW als einigster deutscher Automobilhersteller auch Zweiräder an. Nun wurde offensichtlich entschieden dass man in Ingolstadt auch Motorräder anbieten möchte, und somit dem Erzrivalen BMW auch in diesem Segment Marktanteile abringen will. Es ist wohl auch kein Zufall dass die Konzerntochter Audi nun diese Sparte gekauft hat. Damit sind die beiden Marken nun endgültig auf Augenhöhe!

Fachleute bemängeln die Strategie Piechs weiteres Neuland zu betreten, einige gehen sogar soweit diese Akquisition als reines Hobby  oder Spielzeug Piechs abzutun. Ferdinand Dudenhöffer bezeichnete den Kauf von Ducati als „nicht ernst zu nehmende Neuerwerbung“ und verweist dabei auf die Kosten für den Kauf sowie die fehlende Vertriebsstruktur. Und wieder einmal sehe ich das komplett anders als Herr Dudenhöffer, denn Ducati hat bereits heute eine gut funktionierende Vertriebsstruktur, und ist hochprofitabel. Die Motorräder der Marke Ducati gelten als mit das Beste was man kaufen kann. Hinzu kommt gerade durch die Integration in den VW Konzern dass die Marke Ducati in Zukunft deutliches zusätzliches Vertriebspotenzial durch die bereits bestehenden Vertriebsstrukturen des VW Konzerns haben sollte.

Wie auch immer, mit dem Kauf betritt VW wieder einmal Neuland, und das macht die Story neben den permanenten deutlichen Absatzsteigerungen für mich persönlich nur noch interessanter. Was Herr Dudenhöffer vielleicht auch nicht so recht bedacht hat, ist das enorme Potenzial dass sich durch das Thema E-Mobilität, insbesondere im Motorrad Bereich in den kommenden Jahren deutlich positiv entwickeln sollte…VW stellt sich somit auch in diesem Markt bereits jetzt die richtigen Weichen. Als nächstes steht wohl die komplette Integration von MAN auf dem Plan Piechs. Auch hier gibt es interessantes zu berichten. Doch dazu später mehr…Die VW Aktie konnte in den letzten Tagen wieder kräftig zulegen und haben ein frisches Kaufsignal generiert. Gelingt nun der weitere Anstieg über die Marke von 135,- Euro ist der Weg in Richtung 144,70 Euro zunächst wieder frei.

Daimler verliert den Anschluss zu Audi, BMW und natürlich VW!

Was schon seit längerem zu erwarten war ist nun passiert. Daimler hat den Anschluss an die Weltspritze verloren. Zum ersten mal verkaufte der Premium Hersteller Audi mehr Fahrzeuge als die Stuttgarter Kollegen. Während die Ingolstädter in den vergangenen elf Monaten 1,19 Millionen Autos abgesetzt haben, weisen die Verkaufszahlen bei Mercedes gerade mal 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge auf. Man kann also davon ausgehen das sich dieses Ergebnis bis zum Jahresende nicht mehr deutlich zu Gunsten von Daimler verschieben wird. Jahrzehnte lang war Daimler der unangefochtene Platzhirsch vor Audi und BMW im Premium Segment. Nun hat Audi bereits überholt, dicht gefolgt von BMW im Verfolgerfeld.

Es hat sich etwas grundlegendes geändert in den letzten Jahren. Die Innovationskraft von Mercedes aus meiner persönlichen Sicht immer weiter nachgelassen, bzw. die „anderen“ haben deutlich aufgeholt, was die Entwicklung und vor allem auch die Verarbeitung der Fahrzeuge anbelangt. Wo früher keine Marke mit dem Automobilhersteller aus Stuttgart mithalten konnte, tummeln sich nun diverse Anbieter mit ähnlich guten Produkten. Ein wesentlicher Grund für diese Kräfteverschiebung dürfte auch in der neuen Käuferschicht liegen, die zunehmend jünger wird. BMW und Audi Fahrzeuge sind halt immer noch etwas jugendlicher, dynamischer, sportlicher – zumindest wird das von der breiten Masse so empfunden.

Hinzu kommt noch dass insbesondere die Chinesen offenbar auf Audis stehen.  In der Volksrepublik steigerte Audi allein im November den Absatz um 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt hat Audi auf dem weltweit größten Wachstumsmarkt dieses Jahr 283.600 Fahrzeuge abgesetzt. Beim Rivalen Mercedes waren es mit 170.112 verkauften Autos deutlich weniger. Das durchschnittliche jährliche Wachstum in den letzten 10 Jahren betrug bei Audi 6,4 Prozent. BMW legte ebenfalls deutlich um 4,7 Prozent zu, Daimler bildet mit einem Miniwachstum um die 1,5 Prozent bereits seit Jahren das Schlusslicht. VW schlägt inzwischen alle Rekorde, wird hier aber nur erwähnt weil es sich bei diesem Vergleich um das Premium Segment dreht.

Für das kommenden Jahr erwartet die Branche weiteres Wachstum, und man sieht durchaus optimistisch in die Zukunft. Vor allem in den asiatischen Märkten, den USA und Südamerika will man noch einmal zulegen, in Westeuropa wird dagegen muss man wohl eher mit stagnieren oder sogar leicht schrumpfen Umsätzen rechnen. Diese sollten sich aber durch die stärkeren Regionen relativ leicht kompensieren lassen. Welche Rolle Daimler in den kommenden Jahren dabei spielen wird ist weiterhin ungewiss. Wir würden im Zweifel lieber auf die Gewinner der letzten Jahre setzen, auch wenn die Daimler Aktie natürlich theoretisch das größte Nachholpotenzial hat. Aber dazu müssten eben auch die Verkaufszahlen mit den anderem Schritt halten…

VW, Audi und Porsche starten in den USA durch

VW-Chef Martin Winterkorn eröffnete gestern das neue Werk in der Südstaaten-Stadt Chattanooga und will nun massiv auf den amerikanischen Markt drängen, der bislang aus Sicht der Wolfsburger eher als unterentwickelt gilt. Dies dürfte ein wesentlicher Schritt sein um den Volkswagen Konzern, und seine Führung, dem gesteckten Ziel im Jahr 2018 der größte Autobauer der Welt zu werden näher zu kommen. Gerade in den USA, einem der wichtigsten und am härtesten umkämpften Automärkten der Welt, muss man vor Ort sein um wirklich mitspielen zu können, und so versucht VW nun etwas amerikanischer zu werden.

Während die anderen Branchenvertreter wie BMW, Daimler und vor allem aber Toyota dies bereits vor längerer Zeit erkannt haben dauerte diese Einsicht bei VW etwas länger. Beziehungsweise gab es bereits mal ein Werk des VW Konzerns zwischen 1978 und 1988 in Pennsylvania. Damals wurde der Golf dort produziert, musste aber letztlich wegen der hohen Produktionskosten und der starken Konkurrenz aus Asien wieder eingestellt werden.  Nun will Winterkorn den amerikanischen Markt erneut mit jährlich ca. 150.000 zusätzlichen und speziell auf den amerikanischen Markt zugeschnittenen Autos versorgen.

Dieses Mal ist es anders, der VW Konzern will nun nicht mehr nur deutscher Exporteur sein sondern ein bisschen Amerikaner werden. Das zeigt sich in dem neuen Werbekonzept und natürlich auch den dort produzierten Autos, die speziell auf den amerikanischen Kunden zugeschnitten sind. Mit dem Passat unter 20.000,- Dollar hat man das passende Produkt. Der Wagen ist größer und breiter als der deutsche Passat, kann aber wegen niedriger Lohnkosten in den USA von 15 Dollar pro Stunde (10,50 Euro) deutlich billiger als ein Golf in Deutschland angeboten werden. Auch die Innenausstattung und andere Einzelheiten sind billiger.

Winterkorn gab sich überzeugt, dass der 4,90-Meter-Riese den Geschmack der Amerikaner treffen wird. VW rechnet bei guter Nachfrage kurzfristig mit einer Produktionserweiterung des Werkes auf 250.000 Autos, auch Audi ist als möglicher Co-Produzent in dem neuen Werk im Gespräch. Porsche hingegen wird nicht in den USA produzieren hieß es, was aber auch wegen der deutlich geringeren Stückkzahlen und der besseren Marge nicht erforderlich sein dürfte. Alles in allem mal wieder gute Perspektiven für die Zukunft des VW-Audi-Porsche Konzerns. Man darf auf die ersten Produktions- und Absatzzahlen aus dem neuen Werk gespannt sein…

BMW, Daimler, Porsche, VW und Audi – die US Absatzkrise ist vorbei!

Die deutschen Autobauer sind weiter auf dem Vormarsch. Gestern wurden die jüngsten Absatzzahlen der Automobilbranche in den USA für den Monat Februar bekannt gegeben, und die konnten sich sehen lassen. Der US Markt galt lange als Sorgenkind der Autohersteller, nun scheint sich offenbar auch in den USA wieder echte Kauflaune eingestellt zu haben. Im Kurzabriss heißt das Audi + 24,7 %, VW + 18,5 %, Porsche + 32 %, BMW +10,8% und Daimler + 5 %

Im Februar verkauften die Ingolstädter 7.753 Autos. Das war ein Zuwachs von fast einem Viertel und damit ein neuer Februarrekord, wie die Volkswagen-Tochter mitteilte. Allein die Verkäufe der Luxuslimousine A8 verzehnfachten sich auf 361. Auch der Absatz des hochwertigen Geländewagens Q7 legte weiter kräftig zu. Der Mutterkonzern VW gehörte ebenfalls mal wieder zu dem Absatzspitzenreitern. Mit 21.461 Fahrzeugen wurden 18,5 Prozent mehr Autos als im entsprechenden Vorjahreszeitraum verkauft Topseller waren die TDI Clean Diesel-Modelle. Der Jetta verkaufte sich um 60,8 Prozent besser als im Vorjahr. Der CC-Absatz legte um 68,4 Prozent zu und der Tiguan-Absatz um 28,5 Prozent.

Bald-VW-Tochter Porsche konnte den Absatz sogar noch deutlicher steigern. Im Februar verkauften die Stuttgarter 2.019 Wagen. Das war einen Zuwachs von fast einem Drittel im Vergleich zum Vorjahresmonat und der beste Februarwert seit dem Jahr 2006.Nach wie vor sind die Modelle Cayenne und Panamera die beliebtesten in den USA. Von der neuen Generation des Geländewagens Cayenne, wurden allein 936 Stück verkaufte. Vom Panamera setzten die Schwaben 442 Fahrzeuge in den USA um.

Die Auslieferungen bei BMW und Mini stiegen im Vergleich zum Vorjahr zusammen um 10,8 Prozent auf 19.919 Fahrzeuge Für die britische Tochter Mini war es in den USA sogar der bislang beste Februar mit einem Plus von 22 Prozent auf 3.503 Fahrzeuge. Schlusslicht war diesmal Daimler. Der Absatz stieg zwar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,1 Prozent auf 16.176 Fahrzeuge jedoch schwächte sich damit der Zuwachs im Vergleich zum Januar wieder deutlich ab. Insgesamt bleibt aber das Fazit, dass die Absatzkrise in den USA nun wohl vorbei ist, und dies den deutschen Autobauern in diesem Jahr neue Ansatzrekorde bescheren dürfte.

Quelle: dpa-AFX

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