Tag Archives: Marktbericht

Öl belastet weiter – Deutsche Bank, VW, K+S, Dürr und Daimler im Fokus

Die Börsen bleiben unter Druck, insbesondere so lange der Ölpreis keine nachhaltige Trendwende vorweisen kann. Auch gestern haben wir somit wieder einmal ein regelrechtes Massaker in den USA gesehen. Ich gehe aber auch davon aus, dass diese Bewegungen jenseits des Atlantik eher hausgemacht sind und nicht alle zwingend etwas mit dem Ölpreis-Verfall zu tun haben. Denn letztlich kommen nun nahezu alle Aktien, wie Tesla, Amazon und auch die Biotechnologie Branche unter Druck die die Rallye an den US Börsen jahrelang befeuert haben. Und das ist prinzipiell gut so, denn die teilweise astronomischen Bewertungen dieser Unternehmen nähern sich nun zusehends einem eher „normalen“ Bereich. Auffällig ist aber in diesem Zusammenhang  auch, dass der DAX sich mehr und mehr von der allgemeinen Schwäche der Märkte in Asien und Amerika abkoppeln kann! Somit hier ein kurzes Trading Update zu ein paar interessanten Aktien…

Die Deutsche Bank Aktie hat heute das von mir bereits im Oktober 2015 dargestellte mögliche Kursziel bei ca. 15,35 Euro nun erreicht, bzw. leicht unterschritten. Damit ist nun ein wesentliches Ziel auf der Unterseite abgearbeitet worden. Leider hat sich meine letzte Annahme einer möglichen Umkehr im Bereich um die 16,- Euro nicht bestätigt. Ein gewisses Restrisiko sehe ich hier nun noch bis in den Bereich von ca. 14,85 Euro, wobei alles was wir ab jetzt an weiterem Kursverfall sehen werden, wohl dann auch deutlich überzogen ist. Ausschließen sollte man eine weitere Schwäche aber nicht grundsätzlich. Inzwischen sind die Chancen auf eine technische Gegenreaktion nun deutlich höher als ein weiterer Kurssturz. Nach wie vor ist die Aktie eine die man nicht im Depot haben muss – wenn doch, dann wohl aber jetzt so langsam…

Bei VW läuft es nach wie vor nicht gerade rund. Auf dem amerikanischen Absatzmarkt musste man – wahrscheinlich aufgrund des Abgasskandals – nun einen deutlichen Absatzrückgang hinnehmen. Insgesamt verzeichnete die Automobilbranche den stärksten Monat seit zehn Jahren, was grundsätzlich aufhorchen lässt! Mit den jüngsten Zahlen aus den USA wird aber auch klar, dass die Krise bei dem VW Konzern wohl offenbar doch etwas am Vertrauen der Verbraucher gerüttelt hat! Denn andere Premium Autobauer schafften zumindest noch leichte Zuwachsraten oder nur leichte Rückgänge. Bei VW sackten die Verkäufe hingegen im Januar um stolze 14,6 Prozent ab. Die Aktie ist weiterhin unter Druck und nähert sich nun aus charttechnischer Sicht wieder dem kritischen Bereich um 100,- Euro. Ein Unterschreiten wäre sicherlich extrem negativ zu werten. Heute wurde erst einmal das letzte verbliebene Gap geschlossen, die Charttechnik bleibt negativ!

Die K+S Aktie ist gestern ebenfalls erneut abgeschmiert. Grund hierfür waren die Diskussionen um einen möglichen Rauswurf des Unternehmens aus dem DAX beim alljährlichen Wechsel der Zusammenstellung der Indizes. Am 3. März wird dann darüber entschieden ob möglicherweise der Medienkonzern ProSiebenSAT1 Media diesen Platz einnehmen wird. Bei den Unterföhringern läuft es weiterhin rund, was man von Kali und Salz im Moment nicht gerade behaupten kann. Dennoch würde ich genau an dieser Stelle nun auf eine Gegenbewegung der K+S Aktie setzen. Denn aus charttechnischer Sicht wurde mit 18,30 heute eine wesentliche Unterstützung abgearbeitet, die halten sollte. Rein fundamental betrachtet ist die Aktie ohnehin nicht gerade teuer, auch wenn die Rahmenbedingungen im Moment nicht wirklich optimal sind. Einen neuen Übernahmeversuch durch Potash würde ich im Moment ausschließen. Aus heutige Sicht wäre die Annahme des damaligen Angebotes wohl aber eine gute Idee gewesen…

Völlig überverkauft erscheint mir nun auch die Dürr Aktie auf diesem Niveau zu sein. Zwar ist die Aktie gestern charttechnisch klassisch durchgefallen, die heutige Gegenbewegung lässt aber erahnen, dass es sich hier möglicherweise um eine klassische Bärenfalle gehandelt haben könnten. Achten Sie somit auf die langfristige Unterstützungslinie, die aktuell im Bereich um die 58,- Euro zu finden ist. Ein Rücklauf über 58,35 Euro würde diese Theorie aus meiner Sicht bestätigen..

Ähnlich stellt sich die Situation bei der Daimler Aktie dar. Die Aktie der Stuttgarter ist im Moment wohl der solideste Titel den man im Automobilsektor kaufen kann. Das September Tief wurde bei der Aktie heute erfolgreich getestet, somit stellt sich auch hier die ernsthafte Frage ob ein erster Kauf  sinnvoll sein könnte. Die zuletzt beobachtete relative Schwäche der Aktie hat sich inzwischen in relative Stärke gewandelt…!

Fazit: Viele Charts sehen inzwischen nach Kapitulation aus, was auf der anderen Seite demnächst wieder deutliche Chancen für Mutige bieten könnte. Das Umfeld ist allerdings weiterhin als „äusserst mies“ zu bezeichnen und somit muss man auch entsprechend vorsichtig agieren. Japan und China schwächeln, haben nun aber wieder interessante Rebound-Leves erreicht. Sorge bereitet den Anlegern zusehends aber der erneut stark eingebrochene Ölpreis, der auch gestern wieder hauptsächlich verantwortlich für den Rutsch an der Wall Street gewesen sein dürfte.

Somit bleibt alles bis auf Weiteres wie im Katastrophenmonat Januar – das mögliche Absturzszenario oder aber die Chancen auf eine kräftige Gegenbewegung. In jedem Fall ist hier nun ein kühler Kopf und eine ruhige Hand gefragt, denn auch die oben beschriebenen Situationen bei einzelnen Aktien sind nur ein Anhaltspunkt und in einem Markt wie diesem lediglich als Orientierungshilfe zu sehen. Wer aktuell also lieber gar nichts macht und auf die richtigen Signale wartet ist somit zumindest deutlich entspannter als diejenigen die sich mit diesem Markt rumschlagen müssen..!

DAX zurück auf los – Philly FED, Spanien, Goldman Sachs und Fitch belasten

Es war wohl nicht alleine der äusserst schwache Philly Fed Index der die US Börsen gestern zum Absturz brachte, sondern mal wieder die Summe der Dinge, die den Markt gestern den „Risk Off“ Modus einschalten ließ. Zuvor hatte FED Chef Ben Bernanke nicht das erhoffte QE3 Programm ausgerufen sondern „nur“ die Operation Twist verlängert, um sich noch etwas Pulver trocken zu halten. Grundsätzlich hätte diese Maßnahme auch ausreichen können um den Markt weiter zu beruhigen, wenn nicht nahezu alle US Wirtschaftsindikatoren gerade zu diesem Zeitpunkt eingebrochen wären. Der Philly FED Index mit satten minus 16,6 Punkten ließ aber offensichtlich bei den meisten Marktteilnehmern zumindest die Alarmglocken angehen. Weitere schlechte Nachrichten brachten das Fass dann offenbar zum Überlaufen…

Die Renditen spanischer Anleihen sind auch am gestrigen Tage geradezu dramatisch weiter angestiegen. In der Folge wurde an der Wallstreet auch die Nachricht darüber dass Spanien nun mindestens 62 Milliarden Euro brauchen werde um sein marodes Bankensystem zu retten, ebenfalls nicht sehr positiv aufgenommen. Und ich mache heute schon jede Wette das es bei dieser Summe für Spaniens Banken nicht bleiben wird. Wie immer in den letzten Jahren wird dem Steuerzahler Europas die ganze Breite der Katastrophe häppchenweise serviert, um die volle Tragweite der Tragödie , vor allem aber des politischen Versagens, nicht offenbaren zu müssen. Spanien hat den offiziellen Antrag auf Hilfe immer noch nicht gestellt und pokert weiterhin um die Konditionen, ebenso wie Griechenland. Zeit spielt bei den Nehmerländern offenbar eine untergeordnete Rolle…

Heute hat sich die Ratingagentur Fitch erst einmal 15 Banken vorgeknöpft deren Bonität allesamt deutlich, um bis zu drei Stufen, abgestuft wurde. Unter den Betroffenen befindet sich nun auch der deutsche Branchenprimus, die Deutsche Bank. Das Rating für langfristige Schuldtitel ist von zuvor AA3  auf A2 gesenkt worden. Von der Herabstufung waren ebenso die Credit Suisse, UBS, HSBC, Barclays, Royal Bank of Scotland, BNP Paribas, Credit Agricole und Societe Generale betroffen. In den USA traf es alle Großbanken wie JPMorgan, Morgan Stanley, Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs, in Kanada die Royal Bank of Canada. Ich halte auch diese Meldung grundsätzlich für einen möglichen Auslöser für den gestrigen Kursrutsch an den US Börsen, denn insbesondere die Abstufung der US Banken wird jenseits des Atlantiks ernster genommen als die Abstufung „unserer“ Banken in Europa. Und offenbar wussten da manche Marktteilnehmer schon vor der offiziellen Meldung mehr als andere…

 

Die Verkäufe an den US Börsen waren somit auch für mich sehr beeindruckend, da keine ernsthafte Gegenwehr der Bullen erkennbar war, und dies gerade zu einem Zeitpunkt geschehen ist an dem wohl die wenigsten Marktteilnehmer damit gerechnet haben. Vieles deutetet eigentlich auf einen weiteren Anstieg des S&P 500 bis auf 1.403 Punkte hin, bis Goldman Sachs gestern seinen Anlegern empfahl den Verkaufsknopf zu drücken. Auch dies ist ein möglicher Grund für den gestrigen Abverkauf, zumindest stimmt die zeitliche Abfolge der Ereignisse überein. Wie man sieht haben die Goldmänner immer noch einen gewissen Einfluss, trotz aller Skandale der Vergangenheit. Gerade dieser Punkt wäre aber für mich persönlich eher ein Kontraindikation der  bald wieder steigende Kurse erwarten lässt. Nicht selten entstehen solche Empfehlungen aus Eigeninteresse der Bank…

Der Dax ist damit geradezu mustergültig an der oberen Begrenzung des nun weiterhin gültigen Abwärtstrends abgeprallt. Zuvor wurde ein starkes Kaufsignal generiert das sich aus heutige Sicht natürlich als klassisches Fehlsignal interpretieren lässt. Heute muss somit erst einmal abgewartet werden ob es sich eher um ein einmaliges Ereignis handelt und der Markt sich auf diesen Niveaus wieder stabilisieren kann, oder ob wir es nun wieder mit einer generellen Trendwende zu tun haben. Dann wäre wohl auch ein Test der 5.900er Marke in naher Zukunft sehr wahrscheinlich. Grundsätzlich bleibt mit der gestrigen Kursbewegung an den US Börsen für den DAX somit weiterhin die Unterstützung bei ca. 6.230  bz. 6.200 Punkten „kriegsentscheidend“, und dürfte bereits heute wieder in den Fokus der Anleger rücken.

Meistgesucht

  • Fitch|InvestorsInside

Aktuelle Markteinschätzung DAX und S&P 500

Getrieben durch diverse Nachrichten aus allen kritischen Bereichen erleben wir im DAX heute einmal mehr einen extrem unruhigen und volatilen Tag. Nachdem der Deutsche Leitindex gestern noch kräftig zulegen konnte gelang es heute zunächst nicht diese Stärke zu halten, was angesichts der Nachrichtenlage auch nicht weiter verwundert. Die gestrigen Gerüchte um ein weiteres Konjunkturprogramm in China haben sich nicht bestätigt. Dementsprechend sind heute insbesondere wieder die zyklischen Werte deutlich unter Druck. Hinzu kommen einmal mehr beunruhigende Nachrichten aus Spanien sowie eine eher enttäuschende Anleiheauktion in Italien. Bei einer Versteigerung neuer Papiere des Landes mit fünf- und zehnjähriger Laufzeit wurde das Maximalziel deutlich verfehlt. Die Zinsen zogen erneut weiter an.

Gerüchte und deren umgehendes Dementi der EZB zur Bankenrefinanzierung in Spanien machten heute ebenfalls die Runde. Demnach solle sich die Europäische Zentralbank zunächst unzufrieden über die Pläne der Spanier gezeigt haben, der Muttergesellschaft der angeschlagenen Sparkasse Bankia Anleihen im Wert von 19 Milliarden Euro zuzuschießen. Wie immer sorgen solche Nachrichten zunächst für große Verunsicherung an den Märkten und schickten den Dax erneut auf unter 6.300 Zähler. Diese Aussage wurde dann aber von der EZB  umgehend dementiert, was wiederum zu einem Anstieg im Dax bis auf 6.390 Punkte führte. Letztlich hat man als Anleger keine wirkliche Möglichkeit auf solch mediengetriebene Kursbewegungen zu reagieren, und am Ende ist das alles auch nur Grundrauschen. Ein Blick auf die Charts gibt da meistens ein etwas besseres Bild ab.

 

 

Der seit dem 24 Mail bestehende, zarte Aufwärtstrend des DAX wurde somit heute zu Handelsbeginn gebrochen. Die lange Kerze nach dem EZB Dementi verdeutlicht aber dass es heute sehr wohl noch möglich ist wieder in diesen Bereich vorzudringen. Hierzu benötigt der Markt aber wohl zur Abwechslung mal eine gute Nachricht! Dies wäre dann ganz klar als kurzfristige Bärenfalle zu werten und ich würde somit davon ausgehen dass im Anschluss wieder die obere Begrenzung dieses Kanals angesteuert werden kann. Wie Sie sehen können läge das Kursziel dann bei ca 6.500 Punkten. Gelingt es heute aber nicht wieder in den Trendkanal zurück zu finden droht ein weiterer Abverkauf bis in den Bereich der 6.270 und später 6.246 Punkte Marke. Am Ende wird auch heute der S&P 500 darüber entscheiden wohin die weitere Reise uns führt. Ich rechne momentan damit dass die Schlusskurse des gestrigen Handelstages bei 1.332,42 Punkten heute noch einmal erreicht werden ( was allerdings vorbörslich schon passiert ist!) Im Anschluss muss sich zeigen ob es gelingen kann die wichtige Marke von 1.335 Punkten heute zurück zu erobern, oder ob auch hier die unterer Begrenzung des aktuellen Trendkanals wieder angesteuert werden soll.

 

Das große Bild bleibt damit somit, wie bereits in unserem kostenlosen Newsletter dargestellt, weiterhin unverändert. Solange der Dax nicht nachhaltig unter das Kursziel von 6.172 Punkten fällt bleibt die Wahrscheinlichkeit für einen Bounce in Richtung 6.600 Punkten bestehen. Das Kursniveau um die 6.370 Punkte spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Ich persönlich gehe weiterhin davon aus dass wir aus rein technischer Betrachtung einen Bounce bis maximal 6.500 Punkten sehen könnten, der dann nach einem erneuten Rücksetzer auf knapp 6.400 Punkte einen erneuten Anstieg bis zur 6.600 Punkte Marke produzieren kann. Erst im Anschluss an diese Bewegungen muss sich dann entscheiden ob der Markt erneut und sehr dynamisch zusammenklappt, oder wir ein ruhiges Hochschieben bis in den Bereich um die 7.000 Punkte sehen werden.

Meistgesucht

  • AktienAnalysen|InvestorsInside

Wochenausblick, Marktbericht DAX & Co.

Heute gerät der Markt durch die Aussagen des chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao  kräftig unter Druck. Hinzu kommt ein wieder anziehender Ölpreis, der mit dem kämpferischen Aussagen des US Präsidenten am Wochenende zusammen hängen dürfte. Bei der Eröffnung der Jahrestagung des Volkskongresses der Kommunistischen Partei Chinas prognostizierte die politische Führung des Landes ein deutlich schwächeres Wirtschaftswachtum Chinas in diesem Jahr. Dieses soll nur noch bei 7,5 Prozent liegen, was für einen westliche Nation immer noch ein stolzer Wert wäre, für den Wachstumsmotor China aber den schwächsten Wert seit acht Jahren bedeutet. Im letzten Jahr ist die Wirtschaft Chinas noch um 9,2 Prozent gewachsen. Insbesondere der Außenhandel, der im vergangenen Jahr noch um 22,5 Prozent zulegen konnte, werde sich in diesem Jahr auf zehn Prozent halbieren, hieß es.

Nachdem auch bereits wenige Tage nach der Einigung nun schon wieder über ein mögliches drittes Rettungspaket für Griechenland diskutiert wird ( Wer hätte das gedacht 🙂 ) ist die Nachrichtenlage insgesamt also deutlich negativ. Auch von konjunktureller Seite dürften in der ersten Hälfte dieser Woche wenig neue Impulse kommen, die den DAX über die Marke von 7.000 Punkten heben könnten. Am Freitag erwarten wir die endgültigen US Arbeitsmarktdaten sowie am Mittwoch wie üblich die Vorläufer dieser Veranstaltung, die Veränderung der ADP Non-Farm Arbeitsplätze. Am Donnerstag folgt dann die EZB Zinsentscheidung sowie die US  Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Ebenfalls am Freitag wird die Handelsbilanz der USA und die aktuelle Arbeitslosenrate erneut veröffentlicht.


Es ist also gut möglich, dass wir in dieser Woche nun einen weiteren Rücksetzer an den Märkten sehen werden. Zumindest die erste Hälfte der Woche könnte etwas turbulent werden. Sollten die US Arbeitsmarktdaten nicht entsprechend positiv ausfallen ist auch eine Korrektur möglich. In der kommenden Woche laufen mal wieder einige Optionen aus, und so ist es nicht unwahrscheinlich dass wir uns wieder in einer Phase größerer Kursschwankungen befinden könnten.

Aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter vom Wochenende: „Die aktuelle Konsolidierungszone verläuft zwischen 6.989 und 6.730 Punkten. Wird diese Zone verlassen dürfte ein stärkerer Ausschlag erfolgen, unabhängig von der Richtung. Ein Anstieg über die Marke von 7.000 Punkten dürfte dann zu Anschlusskäufen führen die den DAX zunächst in den Bereich 7.340 Punkte schieben. Später sind dann auch 7.600 Punkte denkbar. Taucht der DAX aber aus der Konsolidierungs-Zone nach unten ab, dürfte auch dann eine entsprechend dynamische Bewegung folgen, die den Index dann bis zur Unterstützungszone (blaues Rechteck) zwischen 6.498 und 6.375 Punkten führt. Auch ein Rücksetzer bis zum 50er Fibonacci Retracement bei 6.275 Punkten halte ich dann für sehr wahrscheinlich.

DAX, erneut an der 7.000er Marke gescheitert – was erwartet uns im März ?

Guten Morgen liebe Leser, heute beginnt ein neuer spannender Monat an der Börse. Auch der Februar war nach dem fulminanten Januar alles andere als langweilig und ging gestern mit einer bedenklichen Schwäche zu Ende. Nachdem Griechenland nun, nach langem Poker um die Konditionen, gerettet ist :-)) dürften wir von dieser Seite, zumindest für die nächsten Wochen, etwas Ruhe haben. Das Thema wird natürlich schon bald wieder auf den Tisch, kommen und bereits jetzt mehren sich die Stimmen, die sich öffentlich gegen ein drittes Rettungspaket aussprechen. Um so erstaunlicher war allerdings auch die Stärke des Dax im abgelaufenen Monat. Denn betrachtet man mal alle möglichen Risikofaktoren wie Griechenland, Portugal, den Iran und auch die unsägliche Schmuddelkampagne um unseren Bundespräsidenten, dann ist es doch erstaunlich dass sich der Index in dieser Zeit so stabil halten konnte.

Die Berichtssaison zum abgelaufenen Geschäftsjahr hat hier sicherlich seit ihrem Start gute Schützenhilfe geleistet, wenn auch nicht mit dem überzeugenden Ergebnis das von vielen Analysten und Marktteilnehmern erwartet wurde. Insgesamt waren die vorgelegten Zahlenwerke aber doch recht zufriedenstellend. So konnten beispielsweise von den 500 im S&P gelisteten Unternehmen bislang über 60 Prozent positiv überzeugen. Bei den deutschen Standardwerten sah die Bilanz des letzten Jahres ähnlich aus. Die Berichtssaison neigt sich nun aber dem Ende zu, und dürfte somit nicht mehr für frische Impulse an den Kapitalmärkten sorgen. Der Markt hat somit bereits vor Tagen angefangen sich wieder auf die harten konjunkturellen Daten zu fokussieren.

Die Rede des FED Präsidenten Ben Bernanke, der gestern den Markt etwas durch gerüttelt hat, spielte dabei für die künftige Entwicklung der Indizes keine ganz unwesentliche Rolle. Bernanke warnte eindringlich vor allzu viel Euphorie an den Aktienmärkten und ließ durchblicken, dass man seitens der FED in absehbarer Zeit nun wohl doch nicht an ein weiteres Liquiditätsprogramm a la QE3 denke. Denn insbesondere eine deutlich inflationäre Entwicklung bereitet dem Fed Chef nun offensichtliche Kopfschmerzen. Der Markt zeigte sich prompt verstimmt, denn auch der zuvor aufgelegte umfangreiche Tender der Europäischen Zentralbank über 500 Milliarden Euro konnte die Börsen nicht mehr so recht stimulieren. Am härtesten trafen dies Aussagen der Fed erneut den Rohstoffmarkt. Insbesondere Gold und Silber brachen geradezu dramatisch ein. Hier ist für die kommenden Wochen erst einmal Vorsicht angesagt.

Meine Erwartungen für den Monat März bleibt somit unverändert. Ich rechne immer noch damit, dass es in diesem Monat bereits etwas ungemütlicher werden könnte. Die Zeit des ruhigen und stetigen Anstiegs der Indizes dürfte erst einmal vorbei sein. Wir befinden uns nun in der ersten nennenswerten Konsolidierungsphase seit dem Ausbruch der Börsen der kurz vor Weihnachten 2011 begann. Deutliche Ausschläge in beide Richtungen sind nun möglich. Nachdem der DAX nun zum zweiten Mal an der 7.000er Marke gescheitert ist stehen die Chancen für eine etwas umfangreichere Korrektur an den Märkten nicht schlecht. Diese würde dann auch allen Akteuren, die bislang doch eher mit zwei weinenden Augen an der Seitenlinie standen, einen Einstieg ermöglichen.

Eine genauere Chartanalyse des Dax, sowie meine Beurteilung zu den kommenden Bewegungen am Markt erhalten Sie wie gewohnt mit dem nächsten Investors Inside Newsletter.

Meistgesucht

  • inflationäre entwicklung

Mornincall – ruhiger Handel in Asien und Europa am Martin Luther Kings Day

Der Dax ist am Freitag erneut an der wichtigen Hürde von 6.200 Punkten gescheitert, und hat damit die Wichtigkeit dieser Marke für den weiteren Verlauf in diesem Jahr untermauert. Natürlich wurden die jüngsten Kursbewegungen von der „überraschenden“ Abstufung diverser Euro-Länder durch Standard & Poors ausgelöst, somit ist der letzte Anlauf auf die 6.200er Marke nicht unbedingt aus technischer Sicht gescheitert und ein baldiges Überwinden weiterhin möglich. Die Ratingagentur hat insgesamt 14 Länder mit negativem Ausblick versehen. Ein erneuter Rundumschlag aus den USA. Wir hatten in der Wochenendausgabe unseres kostenlosen Newsletters ausführlich darüber berichtet. Der DAX schloss daraufhin am Freitag mit einem verhältnismäßig geringem Minus von 0,58 Prozent bei 6.143 Punkten.

Heute sind die europäischen Börsen ganz auf sich gestellt, denn in den USA ist, bedingt durch den Martin Luther Kings Day,  ein landesweiter Feiertag, und die dortigen Börsen bleiben geschlossen. Welche tatsächlichen Auswirkungen also die Ratings von S&P haben werden, und wie die Finanzwelt diese Abstufung Europas sieht werden wir wohl erst am Dienstag Nachmittag erfahren. In Asien kann man die Verluste heute morgen als durchaus moderat bezeichnen, sodass zumindest für den Montag wohl kein weiterer dramatischer Rücksetzer im DAX zu erwarten ist. Die Marke von 6.100 Punkten sollte zunächst eine solide Unterstützung darstellen. Der RSI hat angesichts der negativen Performance vom Freitag wieder etwas Abstand vom überkauften Bereich genommen, und gibt somit theoretischen Spielraum für eine Bewegung nach oben.

Grundsätzlich sollte man nun wieder etwas vorsichtiger werden. Die Stimmung kann nun schnell wieder kippen, und das zarte Pflänzchen der Erholung durch eine entsprechend dynamische Bewegung nach unten wieder zerstören. Die US Berichtssaison kommt in dieser Woche ebenfalls so richtig auf Touren. Unter anderem müssen diverse US Großbanken und Investmenthäuser ihre Daten zum letzten Quartal des Jahres 2011 vorlegen. JP Morgan hat bereits in der letzten Woche gepatzt. Ein weiterer Anstieg der Indizes in dieser Woche wären hingegen ein sehr starkes bullishes Signal dafür dass schlechte Nachrichten nun allmählich vom Markt ignoriert werden. Happy Trading!

Marktanalyse – Warum trotz Papandreou eine Rally möglich ist

Wir haben hier in den letzten beiden Tagen im wesentlichen über Politik diskutiert, was in Anbetracht des „Ei“ das uns Herr Papandreou allen gelegt hat auch durchaus angemessen ist.
Ich sehe aber die Gefahr, dass diese berechtigten negativen Sichten auf die politische Lage – die auch ich ja eindeutig habe – nun eins-zu-eins in Investitionsentscheidungen umgesetzt werden und das halte ich für einen Fehler.

Deswegen möchte ich mit diesem Beitrag – so rational wie möglich – Politik und Anlageentscheidungen gedanklich entflechten.

1. Papandreou hat Europa und unseren Depots tatsächlich keinen Gefallen getan. Denn nach dem EU Gipfel war eine glaubwürdige Grundlage geschaffen, auf der man aufbauen konnte. Der Markt war zur Jahresendrally bereit und auch die institutionellen Anleger wären wohl bereit gewesen auf einer stabilen Grundlage wieder zu investieren. Dieses Szenario ist nun – zumindest bis zur Volksbefragung – definitiv vom Tisch ! Vom Tisch ist aber damit keineswegs die Möglichkeit einer Rally, sondern nur das ruhige, verlässliche Hochschieben das wir Ende 2010 hatten. Sicher ist, die brutale Volatilität mit Swings um mehrere Prozent an einem Tag bleibt uns nun erhalten. Papandreou sei es gedankt.

2. Der Markt hat trotz aller Verluste aber auf den Einschlag vernünftig und konstruktiv reagiert. Wir haben im DAX die 5700 gehalten und haben daher nur einen Reset auf die Zeit kurz vor dem EU Gipfel durchgeführt, wir sind aber nicht in die Panik der Monate August und September zurück gefallen. Das ist eindeutig Positiv ! Der Markt honoriert also die nun gezeigte Einigkeit und vor allem Ernsthaftigkeit in der EU und auf dieser Ernsthaftigkeit basiert kurstreibende Hoffnung. Erst wenn sich Frankreich und Deutschland zerstreiten würden oder die EU Politik wieder in das inkonsequente Handeln des letzten Jahres zurück fallen würde, würde das Mr. Market wohl zum Anlass nehmen wirklich abzutauchen und die Tiefststände zu testen.

3. Durch die beiden Abtaucher des DAX bis 5000 ist der Markt im DAX technisch vollständig bereinigt. Erste schwache Hände die nun nach dem Gipfel auf den Zug aufgesprungen sind, sind durch die Volte von Papandreou nun wieder heraus gekegelt worden. Wer nun im DAX Long ist, gehört eher zu den sogenannten „starken“ Händen die wissen was sie tun und so schnell nicht verkaufen. Das ist eine positive Grundlage, auf der Rallys aufgebaut werden.

4. Das allgemeine Sentiment ist durch die Geschehnisse in Griechenland nun wieder sehr negativ, auch das birgt Chancen. Mr. Market liebt es Dinge zu tun, die den maximalen Schmerz bei den Marktteilnehmern verursachen. Und was wäre besser, als all denen wegzulaufen, die nun aus Sicherheitsdenken an der Seitenlinie stehen.

Alles in allem bin ich also der Überzeugung, dass der DAX im Bereich bei ca. 5700 eine gute Grundlage hat. Und wir von hier immer wieder Chancen auf massive Rallys haben. Allerdings glaube ich nicht, dass man diese Rallys einfach kaufen und liegen lassen kann, man muss vielmehr Gewinne schnell mitnehmen, denn der nächste Absturz kommt politisch induziert bestimmt. Zumindest bis zum Referendum oder einer anderen – heute nicht absehbaren – Auflösung des griechischen Dramas wird das so bleiben. Wer aber gute Nerven hat, kann in meinen Augen bei 5700 auch mittelfristige Positionen eingehen. Denn nach meiner Meinung wird der DAX nur dann wieder nachhaltig unter diese Marke tauchen, wenn Zweifel an der neu gefundenen Einigkeit und Ernsthaftigkeit der wichtigen handelnden Nationen aufkommen.

Um meine Meinung zu unterstreichen, möchte ich Ihnen auch einen Einblick in meine aktuelle Aufstellung im Investmentdepot geben. Ich bin Stand Heute Vormittag:
20% Long Deutsche Aktien
15% Long Internationale Aktien
10% Long Rohstoffaktien
15% Long Gold und Silber
40% Cash

Das heisst, ich bin 60% Long in einer mittelfristigen Sicht bis Jahresende – trotz Papandreou. Jeder möge seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.
Und das ist keineswegs ein Widerspruch zu meiner Wut über das was uns die Griechen zumuten. Für die Frage eines sinnvollen Trades ist aber Wut kein Masstab. Sondern nur die Frage, was von dieser Wut im Markt nun schon eingepreist ist.

Zum Abschluss ist mir auch noch eine politische Aussage wichtig.

So verwerflich und unsolidarisch das Handeln Papandreous in meinen Augen auch ist. Langfristig bietet sich Europa durch diese Krise eine grosse Chance. Denn jedem Beobachter ist doch klar, dass die heutige EU mit ihrem Demokratie-Defizit und ihren Ungleichgewichten keine dauerhafte Zukunft hat. Zu grosser, schmerzhafter Veränderung bedarf es aber immer einer Krise, die grosse Schritte plötzlich erst möglich macht. Vielleicht sorgt diese Schuldenkrise als Katalysator dafür, dass wir vom jetzigen instabilen Zustand wieder in einen langfristig stabilen Zustand Europas überwechseln.

Das bedeutet entweder eine Rückkehr zu den Nationalstaaten mit eigenen Währungen, die sich wie zu Zeiten des EWR freundschaftlich verbunden sind. Das wäre in meinen Augen für Europa die zweitbeste Lösung, aber wenigstens eine stabile.

Oder die Vereinigten Staaten von Europa, mit einer echten und wirklich demokratisch legitimierten Zentralregierung, die für Aussenpolitik und Verteidigung alleine zuständig ist und im Bereich Finanzen und Wirtschaft den einzelnen Ländern einen verbindlichen Rahmen setzt. Für mich persönlich die ideale Lösung.

Vielleicht wird hier im Nebel der Schlacht also gerade Positives in Gang gesetzt, das unseren Kindern mal in der Welt helfen wird. Wenn die dann 2030 über Ihren Schulbüchern hocken, wird da vielleicht stehen, dass die Vereinigten Staaten von Europa Ihre Initialzündung durch die Schuldenkrise des Jahres 2011 hatten.

Schaun mer mal …….. (HS)

PS: und während ich diesen Artikel bei 5860 begonnen habe und dazwischen auch mal ausser Haus musste, schiesst der Markt durch die Decke und steht bei 6050. Das nennt man wohl Volatilität ….. Die Leser sollten sich darauf einrichten, dass uns solche Swings tagtäglich begleiten werden, mindestens bis zum Referendum in Griechenland oder einer andersartigen finalen Lösung.

Alles oder Nichts?

In der europäischen Politik wird die Gangart inzwischen deutlich härter. Man merkt das es nun ans Eingemachte geht, und die Zeiten des politischen Rumgeeiere (endlich!) vorbei sind. Es scheint nun in den Köpfen angekommen zu sein, dass man sich um eine Entscheidung nicht mehr länger drücken kann. Einigen Politikern dürfte aber genau dass heftige Magenschmerzen zu bereiten, und so werden in diesen Tagen hektisch Treffen, Gipfel, Videokonferenzen, und Verhandlungen abgehalten. Jeder möchte noch schnell seine Pfründe sichern, was aber nicht möglich sein wird. Wie bereits in dem letzten Newsletter beschrieben muss nun einer die Führungsrolle übernehmen, um den aufgescheuchten Hühnerhaufen unter Kontrolle zu bekommen. Und das kann eigentlich nur Deutschland als Hauptzahler und Stütze dieser Gemeinschaft sein.

Die politische Situation treibt dann bisweilen auch seltsame Blüten. Die Franzosen scheinen am meisten Druck zu haben und schlagen eine Banklizenz für den EFSF vor, was ich persönlich für schlicht und ergreifend weltfremd und nicht umsetzbar halte. In jedem Falle soll der Fonds nun gehebelt werden um die Wirkung zu vervielfachen, Wolfgang Schäuble spricht von einer „Teilkasko“-Lösung, und will private Gläubiger verstärkt mit ins Boot holen. Ob sich diese allerdings in dem gewünschten Umfang an der Rettung Europas beteiligen werden bleibt abzuwarten. Ich muss an dieser Stelle auch nicht wirklich näher darauf eingehen, da ich davon ausgehe, dass jeder die Nachrichten der letzten Tage verfolgt hat. Dennoch möchte ich hier gerne auf unseren Artikel „Angst vor der eigenen Courage“ und die dazugehörigen Kommentare verweisen. Für mich persönlich bleibt aber das Fazit dieser sehr bewegten Woche, dass ich leider immer noch kein glaubwürdiges Konzept zur Hebelung des EFSF gesehen habe. Die politische Uneinigkeit Europas scheint hingegen auf Ihren Höhepunkt zu zusteuern.

All dies hat an den Börsen zu einer sehr bewegten Woche geführt, die aber letztlich noch so ausgegangen ist wie wir das auch letztes Wochenende erwartet haben. Die Märkte klettern weiter die Mauer der Angst empor! Am Dienstag, nach der Ankündigung von Herrn Schäuble das es keine ultimative Lösung geben wird, gingen die Märkte noch einmal kräftig auf Tauchstation, um dann bereits am Mittwoch wieder kräftig zu steigen als Herr Schäuble verkündete, er habe nun die ultimative Lösung gefunden. Am Donnerstag schickte unsere Kanzlerin durch die geplante Verschiebung der Entscheidung dann die Märkte erneut in den Keller. Beide Tage waren im Nachhinein betrachtet hervorragende Kaufchancen unter kurzfristigen Gesichtspunkten. Letztlich interessant ist aber der Blick auf das große Bild und die weiteren Aussichten für das Jahresende wenn wir davon ausgehen das in der kommenden Woche nun die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Mit dem starken Ausklang der Börsen am Freitag setzen offensichtlich auch die Aktienmärkte nun also auf einen positiven Ausgang der Eurokrise. Der obige Chart, den ich mir aus einem der letzten Newsletter von Jochen Steffens „geliehen“ habe sieht man sehr deutlich in welch entscheidender Situation wir uns nun befinden. „Es könnte sich eine regelgerechte, inverse und multiple Schulter-Kopf-Schulter-Formation herausbilden. „Multiple Formation“ deswegen, weil sie eine Besonderheit aufweist: Sowohl jeweils zwei, also insgesamt vier Schultern (S) und einen doppelten Kopf (K). Es wäre somit eine Schulter-Schulter-Kopf-Kopf-Schulter-Schulter-Formation, eine SSKKSS. Diese gilt durchaus als wichtige und starke Bodenformation.“

Zur Vollendung dieser Formation hätte der Dax im Optimalfall noch einmal auf ein Niveau um die 5.500 Punkte abtauchen müssen, was in dieser Woche zwar nicht erreicht wurde, aber der Rücksetzer auf 5.750 Punkte und der anschließende starke Anstieg hat durchaus ebenso eine gewisse Relevanz. Nun muss ein weiterer deutlicher Anstieg über die Marke von 6.000, bzw. besser noch 6.100 Punkte folgen um die Formation abzuschließen. Dann wären kurzfristig 6.500 Punkte für den Deutschen Leitindex drin, und zum Jahresende sogar Notierungen um die 7.000 Punkte Marke. Aus heutige Sicht hört sich die Prognose zwar sehr mutig an ist aber durchaus wahrscheinlich. Natürlich wird dies nur geschehen wenn die politischen Entscheidungen der kommenden Wochen in die richtige Richtung gehen. Und natürlich wird dieser mögliche Anstieg auch dann immer wieder von politischen Störfeuern begleitet werden. Der Markt bleibt in jedem Falle volatil, und das vielleicht für Monate oder gar Jahre…

Die großen Gewinner in dieser Woche waren einmal mehr die zyklischen Aktien die sich allesamt deutlich besser Entwickelt haben als der Gesamtmarkt. Auch hier werden durch die Politik die Weichen für die Zukunft gestellt. Kommt eine Rezession oder nicht? Meine Meinung dazu kenne Sie ja bereits. Die jüngsten Wirtschaftsdaten deuten keineswegs darauf hin, dass wir wirklich in eine ernsthafte Rezession schliddern werden. Sämtliche Vergleiche mit der Lehman Krise hinken nach meiner persönlichen Auffassung an mehreren Stellen. Auch die US Wirtschaft sendet immer mehr positive Signale. beispielsweise konnte sich der Philly Fed Index, der die Konjunkturstimmung in der industriereichsten Region der USA widerspiegelt, so stark erholen wie seit über 30 Jahren nicht mehr!

Die US Berichtssaison verläuft ebenfalls sehr zufriedenstellend für Anleger. Die abgelieferten Zahlenwerke kann man durchaus als solide bezeichnen, und auch der Ausblick der meisten Unternehmen ist eher verhalten positiv. Bis auf die gemischten Bankbilanzen von Goldman Sachs & C0. konnten insbesondere die Sektoren Konsumgüter, IT weiter deutlich zulegen. Aber auch Schwergewichte wie General Electric zeigten ein Bild vom Gesamtzustand der amerikanischen Wirtschaft dass nicht unbedingt zu der Berichterstattung in den Medien passt. Dazu passt auch der weiter nachgebende Gold- und Silberpreis. Die Risikoaversion der Anleger scheint weiter abzunehmen, und das Geld fließt aus dieser Anlageklasse allmählich wieder zurück in den Aktienmarkt. Dieser Trend sollte noch ein wenig anhalten. Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal an unseren Newsletter vom 25.09.2011 zum Thema Gold und Silber.

Ungeachtet dessen werden die Damen und Herrn nun bis spätestens Mittwoch zu einem Ergebnis kommen müssen, ob sie wollen oder nicht! Denn sollte nun nicht geliefert werden was versprochen wurde könnten die Folgen daraus dramatisch und unkontrollierbar werden. Sowohl die internationalen Finanzmärkte als europäischen Banken würden einen Fehlschlag wohl äußerst negativ quittieren. Die Ratingagenturen haben zuletzt noch einmal den Druck erhöht, indem die Kreditwürdigkeit Spaniens von Moody`s gleich um zwei Stufen gesenkt wurde, und insgesamt 24 italienische Banken von Standard & Poors abgestuft wurden. Auch für Frankreich stehen hier die Zeichen auf Sturm, denn es droht in Kürze die Top Bonität zu verlieren, wenn keine finale Lösung für die Schuldenproblematik Europas gefunden wird. Da hilft es auch nur wenig dass man nun laut darüber nachdenkt den US Agenturen künftig ein Rating europäischer Länder zu verbieten.

Alles oder Nichts! Gelingt es also die politische Krise zu überwinden, dürfte sich auch das Rezessionsgespenst schnell wieder in Luft auflösen, aber eben nur dann…Wir haben eine Hopp oder Top Situation, und dass sollte man als Trader oder Anleger niemals vergessen. Es gibt eine gesunde 50:50 Chance dass auf einen positiven Ausgang, und ich bleibe solange optimistisch bis mir der Markt etwas anderes aufzeigt.

Ich wünsche Ihnen schon jetzt eine erfolgreiche Woche und unseren Politikern weise Entscheidungen am Sonntag, und am Mittwoch!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

Angst vor der eigenen Courage…

Im ersten Anlauf wurde eine weitergehende Erholung der Börsen einmal mehr ausgebremst. Dies lag zum einen an den etwas schwächeren Konjunkturdaten aus den USA aber wohl hauptsächlich an den erneuten, sehr unbedachten Äußerungen einiger Politiker, dass am kommenden Wochenende nicht mit einer endgültigen Lösung zu rechnen ist. Natürlich ist damit nicht zu rechnen! Jahrzehnte lange Misswirtschaft lässt sich nicht mal schnell an einem Wochenende lösen. Ich denke auch nicht das der Markt dies erwartet hatte. Aber bereits im Vorfeld der eigentlichen Veranstaltung jegliche Hoffnung auf Besserung im Keime zu ersticken halte ich persönlich für das mit Abstand ungeschicktest Vorgehen dass man in einer solchen Situation an den Tag legen kann.

Es dürfte uns und den Politikern klar sein, dass das Ausbleiben einer Lösung, oder zumindest eines vernünftigen Ansatzes, der von allen Mitgliedsstaaten gleichermaßen getragen wird, auch an den Börsen für eine große Enttäuschung sorgen würde. Das allerdings bereits im Vorfeld versucht wird die Erwartungen zu senken stimmt nachdenklich. Letztlich hat Herr Schäuble damit eigentlich nur erreicht, dass gestern die Kurse massiv gefallen sind, und noch einmal fallen werden wenn er und seine Kollegen nicht liefern sollten was sie vollmundig angekündigt haben. Und das wiederum kostete, bereits gestern und nicht erst nach dem Wochenende, nahezu alle großen und mittleren Konzerne in Deutschland Marktkapitalisierung in ordentlicher Milliardenhöhe, und Anleger ebenfalls viel Geld. Herzlichen Glückwunsch!

Auch die Amerikaner zeigten sich somit „not amused“ und schickten die Indizes um durchschnittlich zwei Prozent nach unten. Auffällig war aber dass beispielsweise die Bankenwerte in den USA sich deutlich stärker präsentierten als in Europa. Was natürlich anhand der erneut grottenschlechten Performance der Commerzbank und Deutschen Bank Aktie auch nicht weiter schwer war. Dennoch lief der gesamte Rücksetzer bei den Amerikanern sehr kontrolliert ab, und führte den S&P 500 letztlich nur soweit die Tiefe um das Gap vom letzten Freitag zu schließen. Der Index schloss im Anschluss minimal über der wichtigen Marke von 1.200 Punkten. Aus charttechnischer Sicht ist hier also noch alles drin, und bislang kein Trendwechsel erkennbar.

Heute morgen lese ich schon wieder neue Schreckensnachrichten aus China (Achtung Ironie!) Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2011 verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum „nur“ um 9,1%. Volkswirte hatten im Mittel ein Plus von 9,2% erwartet. Das Wachstum der chinesischen Industrieproduktion hat sich hingegen überraschend beschleunigt. Die Produktion stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,8%, Volkswirte hatten im Mittel für September ein Jahreswachstum von 13,3% prognostiziert. Ich bin mal gespannt wie viele Artikel es demnächst wieder zum Thema drohende Rezession gibt…Die asiatischen Märkte befinden sich, nach den schlechten Vorgaben aus Europa und den USA,  allesamt im Minus. Dementsprechend wird auch der DAX heute erneut leichter erwartet.

Das Wohl und Wehe der Welt hängt im Moment an der Entwicklung in Europa. Und wenn alles auf Europa ankommt, dann spielt Deutschland bzw. deutsche Politiker derzeit eine geradezu weltbewegende Rolle. Ob das ein Grund zur Beruhigung darstellt, und ob sich die Damen und Herren dessen bewusst sind, lassen wir einmal dahingestellt, aber eines ist klar, es fehlt in der Bundesregierung Personal mit ökonomischem Sachverstand, und dem nötigen Feingefühl, und ich fürchte genau das werden wir dann auch in den Beschlüssen am Wochenende widergespiegelt sehen…

Climbing the Wall of Worry…?

Der DAX macht nun wieder einen sehr stabilen Eindruck, und zeigte zuletzt deutliche Stärke im direkten Vergleich zu anderen europäischen Indizes. Nachdem nun die 61,80 Fibonacci Linie mehrfach getestet wurde, gehe ich davon aus dass diese in Kürze überwunden werden kann. Somit wäre das nächste Kursziel für den Dax, nach der 6.100er Marke, der Bereich um die 6.300 bis 6.330 Punkte (50ger Fibonacci). Damit wäre dann auch die Bodenbildungsphase im Deutschen Leitindex endgültig abgeschlossen. Auch beim S&P 500 hat sich das Bild nun wieder deutlich aufgehellt. Gelingt ein Anstieg über die Marke von 1.240 Punkten, gilt der Bärenmarkt bereits wieder offiziell als beendet. An den genannten Marken dürfte es allerdings noch einmal zu härteren Auseinandersetzungen zwischen Bullen und Bären kommen, und der Sieger steht keinesfalls schon fest!

Am Freitag gelang es den Indizes, diesseits und jenseits des Atlantiks, wieder auf Kursniveaus zu schließen, die nun durchaus sogar wieder die Erwartungen an eine mögliche Jahresendrally zulassen. Anleger die bislang an der Seitenlinie gestanden haben werden nun mehr und mehr gezwungen sein sich der Rally anzuschließen, um eine weitergehende Erholung nicht vollends zu verpassen. Dieser Umstand könnte auch in den nächsten Handelstagen für weiteren Kaufdruck sorgen. Es scheint nun dass, neben der Hoffnung auf baldige Besserung, die schlechten Nachrichten immer mehr ignoriert werden. Dieses Phänomen kann man oftmals nach einer Bodenbildung beobachten.

Das Bärenlager dürfte nun also zunehmend nervös werden, und immer mehr Short-Positionen eindecken, was zusätzlichen Kaufzwang auslöst. Zudem dürften die Nachrichten, dass die EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Jahresende wieder ihre Zinsen senken wird, und Ben Bernanke sich ebenfalls kurzfristig weitere stimulierende Maßnahmen vorbehält, für weiteren Druck auf die Bären sorgen. All dieser Umstände sollten sich in den kommenden Wochen unterstützend auf die Aktienmärkte auswirken. Die nächsten politischen Großereignisse wie das Treffen der EU Spitzen und das G20 Treffen Anfang November bergen aber auch große Gefahren für beide Lager.

Dieser zunehmende Pessimismus bei der Mehrzahl der Marktteilnehmer, und die immer noch niedrigen Umsätze an den Börsen passen ebenfalls sehr gut zu dieser Theorie. Viele Marktteilnehmer trauen sich nicht wieder in den Markt, oder warten auf den nächsten starken Rücksetzer, der aber erst einmal nicht kommt. Wie Ken Fischer, die Investmentlegende aus den USA in einem Interview einmal gesagt hat, handelt es sich hier um ein immer wiederkehrendes Phänomen an den Börsen. Er nennt es „markets climb the wall of worry“ Eine bereits sehr alte Theorie die auf den Ergebnissen der “Verhaltensforschung” von Mark Hulbert basiert.

Seit 1980 beobachtet Hulbert dabei die Performance und aktuelle Markteinschätzung von über 160 US Börsenbriefen. Letztendlich leitet Hulbert dann anhand der Performance und der „Stimmungslage“ des einzelnen Börsenbriefes, sowie deren Prognosen, einen Indikator ab. Diese bilden, zusammen mit allen anderen Börsenbriefen einen – meistens antizyklischen – Stimmungs-Indikator. Vereinfacht gesagt ist dieser Indikator eine einfache Darstellung massenpsychologischer Phänomene, die aber für die Börse extrem aussagekräftig ist. Auch hierzulande kann man diese Stimmungsschwankungen anhand einzelner Börsenbriefe gerade wieder sehr schön beobachten.

Letztlich bleibt also auch von uns das Fazit, selbst nach genauer Abwägung aller Wahrscheinlichkeiten, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine seriöse Prognose für die kommenden Wochen nicht möglich ist. Es bleibt dem Anleger nichts anderes übrig als täglich zu überprüfen ob die eingeschlagene Strategie noch richtig ist. Der Markt wird uns – wie immer – die Richtung weisen! Aber für den Moment sieht es sehr danach aus dass die Kurse an der Mauer der Angst hochklettern, was typischer Weise für das erste Drittel einer neuen Hausse sprechen würde. Wie weit diese neue Bewegung dann tatsächlich tragen kann bleibt abzuwarten. Achten Sie also auf die oben erwähnten Marken!

Marktupdate DAX und S&P 500 – Ampeln auf Gelb !

Hier ein kurzes Marktupdate zur Eröffnung am heutigen Mittwoch.

Nachdem wir nun eine Woche lang jeden Tag in den Indizes hoch geschoben sind, steigt nun das Risiko eines kurzfristigen Rücksetzers erheblich. Denn bei aller Euphorie darüber, dass der DAX endlich mal wieder einen kraftvollen Anstieg gezeigt hat, dürfen wir nicht vergessen, dass wir im S&P 500 immer noch in der Trading-Range sind. Es ist also noch nichts Entscheidendes passiert.

Weitere Warnsignale sind aktuell:
– Eine deutlich überkaufte Markttechnik
– Das Scheitern des S&P500 an der 1200er Marke gestern
– Ein sehr deutliches „Selling on Strength“ Signal im S&P 500 gestern – das Signal, dass die grossen Marktteilnehmer eher auf der Verkaufsseite waren

Ich richte mich daher nun gedanklich auf einen Rücksetzer ein, der uns im S&P 500 wieder in Richtung 1150 und im DAX Richtung 5500 bringen könnte. In Anbetracht des Momentums des Marktes nach oben sollte man dieses Signal aber nur als Warnsignal verstehen, mehr nicht. Es ist keineswegs unmöglich, dass wir von hier weiter hochschieben.

Wie es dann nach einem Rücksetzer bis 1150 bzw 5500 weitergeht ist unklar. Nach meiner Analyse ist der Anstieg der letzten Tage aber Markttechnisch signifikant und unterscheidet sich im DAX positiv von allen Bewegungen , die wir seit dem Start des Absturzes Ende Juli gesehen habe. Insofern besteht eine gute Chance, dass ein derartiger Rücksetzer im Sinne „Buy the Dip“ eine Kaufgelegenheit ist. Ich neige auch eher zu dieser Sicht, werde aber aufgrund dieses reinen Bauchgefühls keinen Positionen eingehen, sondern die Frage erst entscheiden, nachdem der Rücksetzer einen Boden gefunden hat. Im S&P 500 ist die Lage sowieso unklarer als im DAX. Dort ist ein Fallen bis zum unteren Ende der Trading Range bei ca. 1120 alles andere als unmöglich.

Für Heute und die nächsten Tage gilt also: bei aller Freude über steigende Kurse darf nun die Defensive auf keinen Fall vernachlässigt werden !

Noch ein Faktor, den man im Auge behalten sollte. Nachdem die Märkte auf die Aussagen der Politik zur Rekapitalisierung der Banken der Eurozone so positiv reagiert haben, sollte die Politik nun aber auch liefern. Sollte beim anstehenden EU Gipfel nur ein typisch wackelweicher Kompromiss heraus kommen, ist mit einer deutlichen „Sell the News“ Reaktion zu rechnen.

Noch ein Hinweis in ganz anderer Sache. Nachdem Chinas Aktienmärkte seit Monaten schwach sind, hat dort die Politik vor Kurzem mit der Absicht über den Staatsfonds Bankaktien zu kaufen ein Signal gegeben, das gestern schon an den Märkten angekommen ist. Es könnte also sein, dass die Schwäche des chinesischen Marktes nun zu Ende geht. Ich empfehle daher, diesen Markt nun unbedingt im Auge zu behalten ! (HS)

DAX und S&P 500 Marktausblick – Der Tag der Wahrheit

Ein kurzes Update zum Abend, weil wir an einer äusserst wichtigen Wegsscheide stehen….

Der S&P 500 hat mit 1099 knapp unter der 1100er Marke geschlossen ! Damit scheint mein hier beschriebenes Szenario einzutreffen und wir scheinen in Richtung 1000 abzustürzen. Die Fallhöhe beträgt also noch ca. 10% !

Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass Mr. Market so eine Marke unbedingt sehen will, nur um dann wieder zu drehen. Es besteht also durchaus die Chance, dass wir Morgen von der 1100 abprallen. Allerdings sehe ich derzeit absolut keinen Indikator, der für morgige Stärke sprechen würde. Technisch zeigen alle mir bekannten mittelfristigen Signale nach unten, auch wenn wir sicher kurzfristig überverkauft sind ! Trotzdem sollte man die Fähigkeit von Mr. Market respektieren uns auf dem falschen Fuss zu erwischen.

Morgen ist also der Tag der Wahrheit. Denn entweder geht die Schwäche weiter, dann werden unterhalb 1100 im S&P 500 unzählige Stops getriggert, die uns dann Morgen ganz schnell um mehrere Prozent nach unten treiben. Oder wir drehen doch, dann sollte sich eine kleine Intraday Rally anschliessen.

Auf jeden Fall sollte sich keiner einer Illusion hingeben. Wenn der S&P 500 die 1000 erreicht – was nun wahrscheinlich ist – dann notiert der DAX unter 5000, wahrscheinlich auch unter 4800. Meine persönliche Untergrenze für den DAX liegt erst bei 4500. Denn mit dieser Bewegung nach unten würden die letzten Optimisten aus dem Markt geschüttelt, die fest daran geglaubt haben, dass wir mit 5000 den Boden schon gesehen hatten. Dann, bei 4500, ist der DAX für mich wahrscheinlich ein Kauf und die Chance einer Jahresendrally da.

Und übrigens, falls sich einige fragen was gerade an den Märkten gespielt wird ….. Primär nicht Griechenland, sondern China und Konjunktur ! Man kann es an den Rohstoffpreisen und Minenwerten wunderbar beobachten, hier geht es primär nicht mehr um Griechenland. Der Markt preisst eine weltweite Rezession ein, verbunden mit Problemen in China. Die letzten Konjunktursignale aus China waren negativ. Deshalb ist der Markt so schwach. Die Krise frisst sich nun von den Finanzwerten in die konjunktursensiblen Bereiche durch.

All Hands : Brace for Impact !

(HS)

Top