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Conti leidet unter Nokian und Delticom – Merrill Lynch, Deutsche Bank, Lampe und Morgan Stanley bleiben positiv

Ich bin etwas verwundert darüber dass die Nachrichten, die unter anderem auch die Continental Aktie kurzzeitig zu Fall brachten immer noch nicht wirklich wahrgenommen werden. Deswegen möchte ich das hier kurz nachholen um Sie auf dem Laufenden zu halten. Nicht nur die negativen Acea-Zahlen und die Aussagen zu der Entwicklung bzw. dem Automobilabsatz in Europa dürfte für den Kurssturz von über 5 Prozent verantwortlich gewesen sein, sondern viel eher die Meldung des finnischen Mitbewerber Nokian Tyres. Dieser hatte am Dienstag gewarnt, dass der operative Gewinn im zweiten Halbjahr unter dem des Vorjahres liegen werde. Die Nokian Aktien brachen daraufhin um über 11 Prozent an der Heimatbörse ein und lösten eine wahre Flut von Kursstürzen bei nahezu allen namhaften Reifenherstellern aus. Ebenso wie bei Conti gaben auch die Aktien von Pirelli kurzzeitig deutlich nach.

Auch der Online Reifenhändler Delticom hatte heute nicht viel Gutes zu verkünden. Demnach ist der Umsatz wegen des schleppenden Winterreifen Geschäftes um stolze 12 Prozent auf Jahresbasis eingebrochen. Es konnten nun noch 87,2 Millionen Euro im letzten Quartal und damit 280,4 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres umgesetzt werden. Wesentlich dramatischer schlug sich diese Veränderung bei der operativen Marge des Unternehmens nieder. Statt der gewohnten 9,5 Prozent Ebit Marge sank die operative Rendite nun auf nur noch 4,9 Prozent. Die im Sommer bereits gesenkte Jahresprognose musste nun erneut gekappt werden…

Inzwischen hat sich der Continental Aktienkurs wieder etwas erholt, notiert aber immer noch unweit des letzten Tiefs. Wichtig wäre jetzt dass das vorangegangene Tief bei 77,- Euro, das nun unterschritten wurde, kurzfristig wieder überschritten werden kann um den charttechnischen Schaden einigermaßen in Grenzen zu halten. Aus meiner Sicht ist der jüngste Kursverlauf deutlich überzogen gewesen, denn schließlich besteht Continental schon lange nicht mehr nur aus dem Reifengeschäft. Wie wir alle wissen hat Conti in den letzten Quartalen hervorragende Zahlen geliefert. Ich gehe weiterhin davon aus dass das Unternehmen auch bei der nächsten Vorlage der Geschäftszahlen eher positive überraschen wird. Conti Chef Elmar Degenhart sieht sein Unternehmen weiterhin auf Kurs und hat diese Annahme gestern noch einmal bestätigt..

Die Analysten von Merrill Lynch haben das Kursziel für die Continental Aktie kürzlich bei 88,- Euro taxiert, die Deutsche Bank erwartet dass der Aktienkurs noch in den dreistelligen Bereich vordringen kann und bestätigte das Kursziel von 100,- Euro, ebenso wie das Bankhaus Lampe das Kursziel von 105,- Euro. Gestern hat Morgan Stanley den Conti Aktienkurs auf 98,- Euro taxiert. Diese positive Grundstimmung unter den Analysten sollte den Aktienkurs weiterhin stützen…!

DAX…wenn dann jetzt ! VW, Conti, Dürr, K+S, BMW, Salzgitter und Rheinmetall im Fokus

Die Krisenangst ist wieder da, was wohl auch angesichts der teilweise wieder zunehmend dramatisch dargestellten Nachrichten aus Europa kein Wunder ist. In Spanien und Griechenland sind die Menschen erneut gegen die Sparauflagen auf die Straße gegangen. In Deutschland und den USA trüben sich die Konjunkturdaten weiter ein. Und China hält sich mit „befreienden“ Konjunkturprogrammen ebenfalls weiterhin zurück. Woher sollten also nun die nächsten positiven Impulse an den Börsen kommen, zumal wir uns immer weiter auf den Wahltermin in den USA und das Erreichen der sogenannten Fiscal Cliff zu bewegen? Insgesamt ist die Stimmung also direkt nach den beruhigenden Ankündigungen der Notenbanken wieder schnell gekippt und die Sorgen überwiegen einmal mehr.

Die eigentlich spannende Frage ist in diesem Zusammenhang nun also wie schnell sich dieses Mal ein Gewöhnungseffekt bei den Anlegern einstellen kann und wie lange es dauern wird dass auch die positiven Meldungen (ja, die gibt es!) wieder gehört werden…Eine mögliche Befreiung aus dieser Situation lässt leider weiterhin auf sich warten. Spanien konnte sich immer noch nicht durchringen den längst überfälligen Antrag auf Hilfe zu stellen. Die Renditen für die Staatsanleihen des Landes erreichen darauf hin schon bald wieder ein ungesundes Niveau. Die EZB kann und will nicht eingreifen, solange der Antrag nicht vorliegt, also alles wie gehabt. Irgendwann wird sich eine der beiden Seiten wohl bewegen müssen, um ein erneutes Chaos an den Kapitalmärkten zu vermeiden. Dieses Machtspielchen kann sich aber wohl noch etwas hinziehen..!

Auch die teilweise etwas eigenartige Wahrnehmung mancher Marktteilnehmer in der aktuellen Börsenphase darf man durchaus bemerkenswert finden, denn diese liefert nicht selten ein deutlich verzerrtes Bild. Während einige „Fachleute“ sich gerne selber auf die Schulter klopfen und in Ihren Blogs und Foren darüber auslassen wie toll Sie die letzte Börsenphase gemeistert haben und wie treffsicher Sie mit ihren Prognosen gewesen sind (da der DAX ja lediglich leicht konsolidiert hat und/oder Gold gestiegen ist!) sieht die traurige Wahrheit in den Depots so mancher Anleger doch etwas anders aus. Denn, einzelne Aktien haben im Gegensatz zu unser aller liebstem Leitindex inzwischen nicht nur die Gewinne seit den Notenbank- Exzessen wieder vollständig abgegeben, sondern noch einiges darüber hinaus. Auf gut deutsch: Was hilft mir ein leicht korrigierter Dax wenn ich das Depot voller deutscher Standardwerte habe, die offensichtlich ein Eigenleben führen..!

Auch ich hätte in der zweiten Wochenhälfte eher mit verstärktem Window Dressing und wieder anziehenden Kursen gerechnet. Diese Annahme war offensichtlich falsch, was aber nicht heißen soll dass sich dadurch meine grundlegende Strategie geändert hat. Nachdem ich meine Aktienquote zuvor etwas reduziert haben wurde nun in die Schwäche hinein wieder aufgebaut. Dabei sind mir unter anderem nun noch die Dürr Aktien (toller Trendfolger), Anteilsscheine von K+S (ja ich habe meine Meinung geändert!) sowie erste Rückkauf  Positionen bei Continental und VW (muss sein!) etc. ins Depot gefallen. Weitere Kandidaten wie BMW, Rheinmetall oder Salzgitter sind noch nicht ganz da wo ich sie gerne hätte. Ich werde Sie sowohl im Blog als auch über den kostenlosen Newsletter aber auf dem Laufenden halten. Schauen Sie dazu auch bitte gelegentlich auf unseren Live Ticker auf Investors Inside.

Nun aber der aktuelle DAX Chart, der durchaus zur Vorsicht mahnt, aber auch deutliche Chancen bietet!

 

 

Es ist unschwer zu erkennen in welcher Situation wir uns hier aktuell befinden. Mit dem Kursrutsch am Freitag wurde das letzte signifikante Hoch aus dem März diesen Jahres von oben (fast) getestet. Dies liegt bei 7.198 Punkten. Der DAX hat zudem am Freitag in der Nähe der unteren Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrends aufgesetzt. Ansich ein guter Zeitpunkt um eventuell neue Long Engagements einzugehen und auf eine Rückkehr in den Trendkanal zu setzten. Aber eben auch mit deutlichen Risiken verbunden. Im Falle eines Trendbruchs nach unten würden wir wohl sehr schnell eine neue Abwärtswelle sehen, die den wenigsten von uns recht sein kann. Im S&P 500 sieht der Chat exakt genau so aus, allerdings ist hier noch etwas Luft zwischen der Trendlinie und dem letzte Hochpunkt aus dem März.

Hinzu kommt noch eine Beobachtung die ich gemacht habe und auf die ich Sie heute gerne hinweise. Am Freitag war in der letzten Minute des Xetra Handels die Hölle los. Große Verkaufsorders kamen in den Markt und versuchten den Deutschen Leitindex in letzte Sekunde noch zum Absturz bzw. Bruch des Aufwärtstrends zu bewegen. Das Ergebnis können Sie deutlich in den Charts nahezu aller namhaften Aktien erkennen. Für mich zumindest ein deutliches Warnzeichen, auch wenn das sogar etwas Gutes bedeuten könnte. Denn nicht selten werden solche Marken noch mit einem finalen Rutsch erreicht und somit viele Stopps abgefischt, bevor der Trend dann wieder nach oben dreht.

In der letzten Woche waren die Bewegungen in den meisten Aktien zudem davon geprägt dass hier die zuvor überkaufte Situation nunmehr nahtlos in eine überverkaufte gewechselt hat. Die Abgaben fielen sehr kontrolliert (und gewollt?) aus, von Panik oder dergleichen also keine Spur. Aus charttechnischer Sicht haben wir nun in nahezu allen von mir beobachteten Setups eine hervorragende Ausgangssituation für einen wieder nach oben drehenden Markt. Wie Sie sehen können bin ich also im Moment etwas hin- und her gerissen. Mein Ratio sagt mir dass die Kurse, die ich in der letzten Woche zum Einstieg genutzt habe, unter mittelfristigen Gesichtspunkten hervorragend gewählt sind. Nahezu alle Aktien die sich jetzt in meinem Depot befinden haben wichtige Charttechnische Unterstützungen erreicht, Gaps geschlossen, oder befinden sich in einem intakten Trendkanal. Wenn da nicht die Möglichkeit wäre dass die Bären nun die Oberhand gewinnen könnten, würde ich mich einfach zurücklehnen und das Ganze laufen lassen.

Ich kann Ihnen also in dieser Woche nicht wirklich Mut machen sich stark in eine Richtung zu exponieren. Es ist eine Ausgangslage die ich als 50 : 50 bezeichnen würde. Für mich spricht vieles für wieder steigende Kurse, zudem wir am Montag mit etwas Glück den “ First Of Month Jumper Trade “ erwarten können. Zudem haben wir am 1, 2, 3, und 4. Oktober wieder POMO Buy Operations der Federal Reserve Bank auf dem Kalender, bis dann am 5. Oktober erstmalig wieder ein größere Verkauf ansteht. Diese Faktoren sollten den Markt in den nächsten Tagen stützen. Saisonal betrachtet waren die ersten Handelstage in einem neuen Monat überwiegend positiv. Die eigentliche Entscheidung könnte also noch ein paar Tage verschoben werden.

Ich wünsche Ihnen somit insbesondere für die nächsten Tage die richtigen Entscheidungen!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Ich habe mich im Blog in der letzten Woche wieder etwas verstärkt mit der Charttechnik bei der Commerzbank unter dem Titel „The Good, the Bad and the Ugly“ beschäftigt. Ebenso wie mit einem Trade auf die jüngsten Geschäftszahlen bei der Research in Motion Aktie und den Aktien der deutschen Autobauer  Das könnte Sie interessieren…In der kommeden Woche werde ich versuchen möglichst viele charttechnische Updates zu den Depotwerten für Sie zu veröffentlichen. Vorab verweise ich Sie gerne schon mal auf einen älteren Artikel vom 17. August über die Rheinmetall Aktie und einige andere, der immer noch aktuell ist. Zur K+S Aktie habe ich meine Meinung inzwischen revidiert. Hier haben zuletzt einige Analysten für gute Stimmung gesorgt und die Aktie zeigt seit Tagen ausserordentliche Stärke. Wer Lust hat schaut sich auch mal die Facebook Aktie etwas genauer an…!

Trading Update Conti, VW, Daimler, Commerzbank, Aixtron, TUI…

Zu den einzelnen Aktien gibt es eigentlich auch nicht viel Neues zu berichten. Denn an meiner kurzfristigen Sicht hat sich nicht viel geändert. Es ist wieder deutlich mehr Volatilität im Markt und das kann durchaus eine Zusatzrendite bringen, wenn man die Positionen auch mal wieder auflöst um etwas weiter unter dann wieder einzusteigen. Die Automobilaktien sind in dieser Woche kräftig unter Druck gewesen, das wurde auch so von mir erwartet. Allerdings hätte ich gegen Ende der Woche bereits mit etwas mehr Belebung der Aktienkurse von VW. Daimler, Porsche gerechnet. Die Continental Aktie hingegen hat schon deutlich vorgemacht was hier möglich ist, wenn der Markt mal wieder ein oder zwei gute Tage haben sollte. Die Kursziele der Analysten wurden in den letzten Tagen wieder deutlich nach oben korrigiert.

Die Commerzbank Aktie ist und bleibt das Sorgenkind vieler Anleger, und das wohl auch zu Recht. Die Nachrichtenlage um die Einigung mit der EU Kommission auf eine Zerschlagung und Abwicklung der Problemtochter Eurohypo haben nicht zu dem erhofften Kursschub geführt. Sicherlich spielten hier aber vorrangig die Überlegungen der Anleger bezüglich eines griechischen Totalsausfalls, und der Probleme in Portugal uns Spanien, die übergeordnete Rolle. Grundsätzlich sehe ich die Nachrichten bei der Commerzbank äusserst positiv. Gelingt es den europäischen Politikern erneut Vertrauen in die Eurozone zu schaffen, dann sollte sich das auch im Aktienkurs der Commerzbank bald widerspiegeln. Ich habe die Position unter 1,85 Euro noch einmal vergrößert.

Aixtron hat sich in diesem Börsenumfeld eigentlich ganz vernünftig geschlagen was mich weiterhin vermuten lässt dass wir das Schlimmste bei der Aktie überstanden haben. Die Deutsche Bank ist inzwischen sehr positiv für den Titel eingestellt. Ebenso wie wir sieht man dort den Kurs bei 17,- Euro auf Jahressicht. Wir bleiben dabei auch wenn wir nochmal schwächere Tage sehen sollten. Ähnlich verhält es sich mit der Klöckner & Co. Aktie, die ehrlich gesagt die große Enttäuschung der Woche für mich war. Nachdem die Aktie des Stahlhändlers in den Tagen zuvor immer deutliche Stärke gezeigt hatte bracht der Titel dann regelrecht ein. Konjunktursorgen aus China haben den gesamten Sektor erneut belastet. Letztlich bleibt aber die Tatsache das die KlöKo Aktie auf Cash Niveau notiert. Kurse um die 10,- Euro werde ich deswegen zum Nachkauf nutzen.

Veolia läuft einfach. Der Rücksetzer bis auf 12,20 Euro wurde bereits wieder gekauft. Sollten wir in Kürze einen weiteren Anstieg bei den Indizes sehen rechne ich damit dass sich die Aktie über der 13,- Euro Marke etablieren kann. Die Veolia Aktie bleibt einer meiner Favoriten für das Gesamtjahr. Salzgitter und Rheinmetall sind kurzzeitig per StoppLoss aus meinem Depot gewandert. Hier warte ich jetzt wieder auf eine baldige Gelegenheit zum Einstieg. TUI werde ich in den nächsten Tagen ebenfalls aufstocken. Die Nachrichtenlage hat sich deutlich verbessert. Zusätzlich gibt es hier einiges an Phantasien durch die Hapag Lloyd Beteiligung, wie ich Ihnen ja bereits letzte Woche berichtet habe.

Noch ein spekulativer Hinweis zum Abschluss. Die Aktie von Asian Bamboo hat sich inzwischen wieder von den Tiefstständen unter 10,- Euro erholt und notiert  um die 11,50 Euro. Sieht man sich den Chart etwas genauer an, erkennt man nun eine inverse SKS Formation, deren rechte Schulter gerade ausgebildet wird. Steigt die Aktie nun über 12,- Euro besteht die berechtigte Hoffnung auf wesentlich höhere Kurse. Ich bleibe investiert mit einem Kursziel von zunächst 15,- Euro.

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Trading Update VW, Daimler, Porsche und Continental – Comeback der Autobauer?

…Und natürlich die Autobauer! Die Korrektur der letzten Woche musste ich einfach nutzen. Daimler, VW und Porsche wurden gekauft ebenso wie die Continental Aktie. Der kurzzeitige Abverkauf bei den Automobilaktien war zu erwarten, und ich denke es sollte eine gute Idee sein nach einem deutlichen Rücksetzer von 7 bis 9 Prozent nun wieder auf eine Gegenbewegung zu setzen. Wie letzte Woche in unserem Newsletter schon beschrieben sind die Gewinner der letzten Wochen höchstwahrscheinlich auch die Gewinner des Gesamtjahres, auch wenn Herr Dudenhöffer da offensichtlich anderer Meinung ist, oder vielleicht gerade deswegen!

Automobilaktien wurde zudem gerade erneut mehrfach heraufgestuft. Unter anderem hat Goldman Sachs seine Einschätzung noch einmal deutlich nach oben geschraubt. Nicht das ich damit rechnen würde dass die zuletzt genannten Kursziele von 237,- Euro für die VW Vz. , 72,- Euro für Daimler, 66,- für Porsche oder 122,- Euro für Conti, in nächster Zeit erreicht werden, aber ich gehe davon aus dass dies den Sektor zusätzlich weiter unterstützen sollte. Die Wahrheit wird am Ende wiedermal irgendwo in der Mitte liegen.

Bricht der Autoabsatz also in diesem Jahr nicht wie von Herrn Dudenhöffer erwartet ein, oder kann dieser gar in einem der wichtigsten Absatzmärkte wie den USA deutlich gesteigert werden, dann wäre auch der leichte Rückgang in Europa locker zu verkraften, und deutliche höhere Kursziele gerechtfertigt. Auch Martin Winterkorn, der VW Chef, erwartet als Minimalziel für dieses Jahr mehr verkaufte Autos, mehr Umsatz und mindestens ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Im Zweifel traue ich dieser Aussage deutlich mehr greifbaren Inhalt zu…Mit einem KGV zwischen 7 und 9  sind die genannten Automobilaktien gerade wieder zum Schnäppchenpreis zu haben. Bei Porsche dürfte die Bewertung noch wesentlich günstiger sein!

Insgesamt bleibt damit auch die Continental Aktie  eine der interessantesten Werte aus dem Sektor Automobil. Denn nicht nur dass das Unternehmen im klassischen Geschäft hervorragend aufgestellt ist, sondern auch die zusätzliche Phantasie durch die geplanten Aktivitäten aller Autobauer in Sachen E-Mobilität, sollten der Continental AG für die kommenden Jahre weiter wachsende Umsätze garantieren. Morgan Stanley hat das Kursziel für die Aktie gerade auf 90,- Euro angepasst und den Titel auf „Overweight“ gestuft, was ich für dieses Jahr als realistisch betrachten würde.

VW, BMW, Daimler, Conti und Porsche – jetzt wieder kaufen?

Etwas turbulent geht es gerade im deutschen Automobilsektor zu. Die Aktien der Highflyer scheinen weiterhin unter Druck zu sein. Als Grund dafür gibt der Markt eine neue Branchenstudie von Goldman Sachs an und hier insbesondere die Herabstufung der BMW Aktie. Ich persönlich halte diese Erklärung für ziemlichen Nonsens, denn die Goldmänner haben die Aktie der Bayern zwar von der Conviction Buy List genommen, das Kursziel wurde aber lediglich von 119,- auf 115,- Euro zurück genommen. Nochmal zur Erinnerung – der aktuelle Aktienkurs der BMW Aktie ist bei 69,- Euro.

Noch deutlicher fällt das Anlageurteil bei der VW Aktie aus. GS setzt das neue Kursziel für die Vorzugsaktien der Wolfsburger nun mit 237,- Euro an. Immerhin schlappe 100,- Euro über dem aktuellen Kurs, oder besser gesagt 75 Prozent (!) über dem aktuellen Kurs! Insbesondere die weiteren Phantasien durch die Integration von Porsche und die Konsolidierung von MAN haben die Analysten dazu veranlasst das Kursziel noch einmal deutlich um acht bis zehn Prozent anzuheben. Auf Basis des Wertes der gehaltenen Volkswagen-Stammaktien und der Bereinigung um rechtliche Risiken sehen die Analysten das Kursziel für die Porsche Aktie nun  bei  63,00 EUR. Auch wenn ich die genannten Kursziele grundsätzlich für sehr ambitioniert halte gehe ich davon aus dass die Richtung bei den Autobauern weiter nach oben zeigen wird.

Die genannte Studie kann es also nicht sein, oder ich habe hier gravierende Verständnisprobleme 😉 Viel mehr dürfte die aktuelle Kursentwicklung u.a. der von mir schon mehrfach in unserem Newsletter angekündigten, kurzfristigen Sektorrotation geschuldet sein. Sprich die Anleger konzentriert sich gerade mehr auf Aktien die noch nicht so gut gelaufen sind, und nehmen Ihre Gewinne bei den Top-Performern nun auch mal mit. Was aber nicht heißen soll dass die Aktien der Autobauer nun nur noch fallen werden. Das Gegenteil ist wahrscheinlich der Fall. Der aktuelle Rücksetzer dürfte sich als gute Kaufgelegenheit entpuppen, denn die institutionellen Anleger werden diese Stücke nun dankbar auffangen.

Der Anlagenotstand der institutionellen Investoren zwingt diese nun auf Teufel komm raus noch die Highflyer der letzten Monate ins Depot zu nehmen, und das Anlegerverhalten dürfte den Damen und Herren genau in die Hände spielen. Natürlich wird die Gunst der Stunde genutzt um diese Werte noch zusätzlich zu drücken um bis zum Monats- bzw. Quartalsende einen möglichst guten Einstieg in diese Aktien zu ermöglichen. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Gewinner der letzten drei Monate auch die Gewinner dieses Jahres sein.

Anleger reagieren heute auch auf Aussagen der chinesischen Branchenvereinigung CAAM, die ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Demnach wird der chinesische Automarkt im laufenden Jahr nur noch um fünf Prozent wachsen. Ich gehe aber davon aus das sich dieser  Effekt insbesondere bei den deutschen Automobilherstellern, die immer noch enorme Wachstumsraten vorweisen können, nur kurzzeitig in den Aktienkursen widerspiegeln sollte. Natürlich kann ich Ihnen nicht sagen wann diese Bewegung nun zu Ende sein wird, aber ich persönlich rechne schon in Kürze damit. Der Dax hat mustergültig die 7,200 Punkte im ersten Anlauf abgearbeitet und eine Konsolidierung auf diesem Niveau ist jetzt durchaus gesund. Spätestens in der nächsten Handelswoche sollte wieder verstärkter Kaufdruck aufkommen, der dann bis in den April hinein anhalten kann. Die Aktien von VW, BMW, Daimler und Porsche sollten daher in den kommenden Tagen intensiv beobachtet werden.

Die Continental Aktie ist unter Druck

Bereits seit Tagen kann man eine  deutliche Schwäche der Continental Aktie beobachten. War die Aktie bis vor kurzem immer der Titel der sich nach einem Rücksetzer des DAX mit am schnellsten wieder erholt hat, ist dies offensichtlich nun anders. Auch der Verkauf von über 600.000 Aktien am Freitag zum Xetra Handelsschluss lässt nicht viel Gutes für die kommende Woche erwarten. Charttechnisch scheinen die Titel des Automobilzulieferers momentan angeschlagen zu sein. Auch wenn heute bereits die untere Begrenzung der Bollinger Bänder erreicht worden ist steht zu befürchten, das der Abverkauf noch etwas weiter gehen könnte. Kurzfristig orientierte Trader können bereits zu den heutigen Kursen auf einen Rebound spekulieren. Unterschreitet die Aktie jedoch demnächst auch noch die Marke von 65,- Euro, bzw. 64,80 Euro, sind  die Unterstützungen bei 62,10 Euro (hier verläuft derzeit auch die 200-Tage-Linie!), eventuell sogar bei 59,40 Euro die nächsten Ziele die wahrscheinlich angelaufen werden. Hier ist also derzeit Vorsicht geboten! Continental bleibt einer unserer Favoriten, die Aktie sollte nach der nächsten Bodenbildung dann wieder ein attraktives Investment darstellen und zum Jahresende wieder deutlich höher notieren.

Schaeffler will Conti Aktien verkaufen

Presseberichten zufolge will sich Schaeffler noch in diesem Monat von einem nennenswerten Aktienpaket des Automobilzulieferers Continental trennen. Die genaue Größe dieses Aktienpaketes steht offenbar noch nicht fest, letztlich will der Automechanik- und Wälzlager-Hersteller aber mehr als 50 Prozent an Conti behalten, hieß es. Derzeit hält das Familienunternehmen noch 75,1 Prozent an dem Hannoveraner Autozulieferer. Diese Meldung ist natürlich nicht ganz ohne, und könnte kurzfristig Druck auf die Aktie bringen. Bereits heute morgen taucht die Conti Aktie erneut bis auf die runde Marke von 60,- Euro ab, nachdem dieser Bereich sich gestern schon als gute Unterstützung erwiesen hat gehe ich davon aus, dass dieser auch heute wieder das Fundament sein wird.

Schaeffler dürfte die Aktien nicht ohne Plan in den Markt geben. Nach eigenen Angaben hat Schaeffler zumindest einen Großteil der Aktien für etwa 63,- Euro in der Bilanz stehen, und sicherlich wird man versuchen diesen Betrag bei einem Verkauf auch weitestgehend zu erreichen. Nach den heute veröffentlichten, hervorragenden Zahlen von Conti stehen die Chancen nicht schlecht, dass Schaeffler sogar etwas mehr für das Aktienpaket bekommen kann.

Im Geschäftsjahr 2010 setzte der Automobilzulieferer und Reifenhersteller insgesamt 26,047 Milliarden Euro um, was einer Steigerung von 29,6 Prozent entspricht. Nach einem negativen EBIT in 2009 von 1,04 Milliarden Euro kann Conti für das vergangene Jahr nun einen deutlich positives EBIT von 1,94 Milliarden Euro verbuchen. Ebenfalls gelang es der Continental AG die Nettofinanzschulden von 8,9 auf jetzt 7,32 Milliarden Euro deutlich zu verringern. Insbesondere den letzten Faktor halte ich für ganz wesentlich! Continental will trotz steigender Rohstoffkosten seine Schulden im laufenden Jahr weiter deutlich reduzieren. Am Ende des Jahres sollen die Verbindlichkeiten um mehr als eine halbe Mrd EUR auf weniger als 7 Mrd EUR schrumpfen, sagte der Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart.

Trading Update Porsche, VW, Continental, Daimler und BMW

So, nachdem sich die Erste Aufregung des Tages etwas gelegt hat wird es nun Zeit einmal ganz nüchtern die möglichen Kursziele einzelner Aktien etwas näher zu betrachten. Die Porsche Aktie ist heute in aller Munde und taucht aufgrund der neuen Nachrichten über eine möglicherweise verschobene, oder gar geplatzte, Fusion mit dem Volkswagen-Konzern noch einmal kräftig ab. Gestern haben wir noch darüber berichtet, dass bei der Aktie des Sportwagenbauers wohl ein weiterer Kursrutsch anstehen könnte, der bis in den Bereich um die 56,60 Euro führen könnte. Wir sind jedoch nicht davon ausgegangen, das dieses Szenario so schnell eintreten wird.

Die Porsche Aktie tauchte heute, ausgelöst durch eine große Verkaufsorder und dann der sich anschließenden Stop-Loss-Welle bis 54,80 Euro ab, und befindet sich seitdem auf zaghaftem Erholungskurs. Wir sehen diese Kurse als absolute Kaufgelegenheit an und haben uns dementsprechend positioniert. Wie immer an solchen Tagen herrscht Panik und diverse Fachleute melden sich zu Wort, und rufen bereits deutlich tiefere Kursziele aus. Meistens sind das dann dieselben die noch Tage zuvor zum Kauf der Aktie geraten haben…Entscheidend dürfte sein ob die Aktie heute wieder über 56,60 Euro schließen kann. Wer sich traut sollte hier über eine Erstposition nachdenken.

Die beiden Aktiengattungen der Volkswagen AG kommen im Zuge dieser Nachricht ebenfalls heute unter die Räder. Auch hier haben wir eine erste Position in der Stammaktie gewagt, die Vorzugsaktien haben unserer Meinung nach, aus charttechnischer Sicht, noch etwas Luft nach unten. Das hängt aber sicherlich auch schwerpunktmäßig mit der heutigen Entwicklung bei den US Indizes zusammen. Wir bleiben bei unserer Einschätzung das die Marke von 1.300 Punkten im S&P hier eine ganz wesentliche Rolle spielen dürfte. Kann diese heute erfolgreich verteidigt werden stehen die Chancen nicht schlecht, das der Großteil der Korrektur bereits wieder vorbei ist. Natürlich sollte jedem klar sein, dass darauf heute schon zu setzen relativ hoch gepokert ist!! Denn wenn die Kurse in den USA heute weiter nachgeben dürfte der DAX die runde Marke von 7.000 Zählern noch einmal sehen, oder gar darunter abtauchen.

Auch bei der Daimler Aktie hat sich das Chartbild heute weiter ein getrübt. Die Unterstützung bei 50,60 Euro hat nicht gehalten und der Titel tauchte heute morgen bis auf 49,65 Euro ab. Hier könnte sich nun, unter der Voraussetzung eines wieder nach oben drehenden Marktes, ebenfalls ein guter Boden gebildet haben. Gelingt dieser Rebound nicht gerät die nächste Unterstützung knapp über 47,- Euro in den Fokus. Kräftig nachgegeben hat in den letzten Handelstagen ebenfalls die Aktie des Automobilzulieferers Continental. Auch hier hat sich das Chartbild nun deutlich ein getrübt. Gelingt es den Märkten sich zu fangen dürften die aktuellen Kurse um die 58,- Euro eine gute Einstiegsmöglichkeit für eine Erstposition darstellen. Im umgekehrten Fall droht ein weiterer Kursrutsch in Richtung 53,- Euro wo die nächste massive Unterstützung zu finden ist.

Und zu m Abschluss noch eine kurze Einschätzung zur BMW Aktie. Hier beobachten wir seit einigen Wochen intensiv die Vorzugsaktien, die inzwischen auch nach einem erneuten Ausflug über 42,- Euro wieder deutlich zurückgekommen sind. Das Tief lag heute bisher bei 36,70 Euro. Auch hier scheint noch etwas Luft nach unten zu sein. Der Bereich zwischen 35,40 und 35,- Euro erscheint uns hier für eine Erstposition ebenfalls interessant zu sein. Zusammenfassend bleibt also festzuhalten, das der Kursabschlag bei Porsche heute übertrieben erscheint, ebenso wie bei der VW Stammaktie. Die anderen Titel BMW, Daimler, Continental und die VW Vorzugsaktien erscheinen ebenfalls jetzt schon günstig, könnten aber noch etwas nachgeben wenn der Gesamtmarkt weiter fällt. Bleiben Sie also vorsichtig und traden Sie in dieser Situation nur mit überschaubaren Positionsgrößen.

 

Trading Update VW, Conti, Porsche, Bwin, Solar Millennium und Dialog Semiconductor

Vergessen Sie die Versorger Aktien, die Ihnen gerade so schön als die nächsten Nachzügler von der Presse angepriesen werden. Zwar ist es richtig, dass diese im Vergleich zu den anderen Blue Chips eher noch gar nicht an der Hausse teilgenommen haben, aber dies hat wohl auch mehrere Gründe, und ist mir als Kaufargument auch etwas zu dünn. Sollte die Börse irgendwann wieder etwas nachgeben, oder sagen wir eher korrigieren, dann könnte es sinnvoll sein auf die defensiven Titel wie Pharma- und Versorgeraktien aufzuspringen. Nach meiner Erfahrung ist es aber eher sinnvoll dann der Börse eine Zeit lang den Rücken zu kehren oder gar short zu gehen, anstatt das Risiko eines Einzelinvestments in Kauf zu nehmen.

Es dürfte also nicht weiter tragisch sein wenn Sie in diesen Sektoren momentan noch nicht investiert sind. Als ernsthafter Fehler hingegen könnte es sich erweisen die konjunktursensitiven Werte wie beispielsweise die Automobilhersteller jetzt zu verkaufen. In meiner kürzlich erschienenen Newsletter Ausgabe vom 25.01.2011 habe ich ja bereits darauf hingewiesen, dass die zyklischen Aktien alles andere als „Out“ sind! und Ihnen darüber berichtet, dass ich bei Continental, VW und Porsche nach dem Rücksetzer, den ich Anfang Januar angekündigt hatte, nun wieder eingestiegen bin. Heute stehen diese Aktien schon wieder deutlich höher, und sollten auch im Börsenjahr 2011 eine weiterhin gute Performance abwerfen.

Versorger-Aktien sind seitdem wieder deutlich zurückgekommen und verharren immer noch auf niedrigem Niveau bzw, werden wohl bald wieder da stehen wo sie hergekommen sind bevor der große Sektorenwechsel in den Medien angekündigt wurde. Glauben Sie also bitte nicht alles was in der Presse steht! Das einzige was in diesen Tagen wirklich relevant für die weitere Entwicklung einzelner Titel ist sind die US Indizes. Gestern und heute testete der Dow Jones die Marke von 12.000 Punkten und der S&P 500 die wichtige Hürde bei 1.300 Punkten. Gelingt nun der Ausbruch über diese Marken dürften die Aktien die die Hausse bisher angeführt haben auch weiterhin ganz weit vorne liegen. Die konservativen Branchen werden weiterhin wohl eher unterperformen (schönes neudeutsches Wort :-))

Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, wenn die Märkte nun nachhaltig nach unten abprallen, dürfte auf breiter Front verkauft werden. Zykliker, Nicht-Zykliker, alles! Aber auch dann werden es im Anschluss wieder die zyklischen Werte sein die als erstes und am deutlichsten anspringen, während die Erholung bei den sogenannten konservativen Werten deutlich länger dauert. Die prognostizierte Dividendenrendite der Versorger etc. kann den entgangenen Gewinn dann niemals ausgleichen, und ruhiger schlafen Sie deswegen auch nicht ;.-) Letztlich bringt mich diese ganze öffentliche Diskussion dann auch wieder zum Thema Gold, über das ich gestern bereits etwas geschrieben habe, und die Diskussion um eine mögliche Erholung bei Immobilienaktien, die wahrscheinlich so schnell nicht eintreten wird.

Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken und stellen Sie sich die Frage welche Unternehmen von der momentanen Situation am meisten profitieren werden. Oder besser gesagt machen Sie sich zunächst ein objektives Bild von der aktuellen Situation, und entscheiden Sie dann! Ich gebe Ihnen in den kommenden Tagen einen kleinen Einblick in meine Watchlist die lauter Werte beinhaltet die aus den unterschiedlichsten Gründen in Kürze interessant werden könnten.. Und ich möchte betonen, dass diese für mich jetzt (noch) kein Kauf sind, es sich aber lohnen kann diese etwas intensiver zu beobachten. Vorerst fühle ich mich mit den aktuellen Trading-Positionen bei VW, Conti, Porsche, bwin.de, Solar Millennium und Dialog Semiconductor sehr wohl.

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Investors Inside Newsletter – Sind die Zykliker Out?

Aus unserem Newsletter vom 25.01.2011: Die Börsen bleiben im Januar turbulent. Der Rücksetzer der letzten Tagen bei den Zyklikern war teilweise heftig, und sollte nun aber vorerst abgeschlossen sein. Am Donnerstag letzter Woche schrieb ich Ihnen..“Insbesondere der Abverkauf bei der VW Aktie scheint heute völlig übertrieben zu sein. Noch in der vergangenen Woche notierten die Vorzüge bei 133,- Euro, heute im Tief bei 115,55 Euro. Dies sollte im Wesentlichen der Rücksetzer gewesen sein, auf den wir seit Anfang Januar hingewiesen hatten. Bei 117,- Euro liegt die derzeitige starke Unterstützung der Volkswagen Vorzugsaktie, diese müsste auf Tagesschlussbasis nach Möglichkeit wieder überschritten werden.  Kurse unter dieser Marke könnten also sowohl kurzfristig als auch mittelfristig interessant sein. Wie die vergangenen Wochen gezeigt haben kommt eine Erholung der Aktie dann wieder genau so schnell und unvermutet, wie dieser Ausverkauf, wenn der Abgeber fertig ist.“

Kurzum, einige dieser Aussagen waren sehr zutreffend, jedoch habe auch ich zu dem Zeitpunkt nicht mit einem Abverkauf bis auf 110,- Euro gerechnet. Erfreulicher Weise konnte ich gestern zu genau diesen Kursen  die VW Vorzugsaktien mit einer zweiten und dritten Position aufgestockt, da ich den Abverkauf wie geschrieben für deutlich übertrieben halte, habe ich in diesem Fall auch konsequent aufgestockt. Ebenso erschien mir der gestrige Kursverfall bei der Porsche und der Continental Aktie etwas übertrieben zu sein. Bei Conti bin ich zu 55,60 Euro zum Zuge gekommen, was ich für einen langfristig hervorragenden Einstiegskurs halte, bei Porsche zu 63,55 Euro. Allerdings werde ich im Gegensatz zur VW Aktie bei Porsche wohl kurzfristige Trading Gewinne mitnehmen bzw. Gewinne eng absichern, da ich hier immer noch von einem bald möglichen Gap Close bei 60,50 Euro ausgehe, oder dies zumindest für sehr wahrscheinlich halte. Vorher sollte die Aktie aber im Optimalfall noch einmal an die 70,- Euro Marke heranlaufen.

Die VW Vorzüge dürften bald wieder deutlich über 120,- Euro notieren, wenn die Hürde von 117,- Euro heute genommen werden kann. Lesen Sie dazu auch die neuesten Einschätzungen von JP Morgan zu Zyklikern. Der Titel verzeichnete gestern im Handelsverlauf einen deutlichen Rebound und hat den Tag mit 115,65 Euro auf Tageshoch beendet. Das Tagestief ist bei 109,40 Euro und damit weit unter dem fallenden unteren Ende des Bollinger-Bandes, das bei 114,71 Euro endet. Die DAX-notierte Vorzugsaktie von Volkswagen hat damit Chancen auf eine Gegenbewegung nach oben. Ein Rebreak über 116,95/117,40 Euro wäre ein Trading-Kaufsignal, das dieses Szenario unterstützt. Zwischen 120,20 Euro und 122,05 Euro warten dann weitere charttechnische Hürden.

Auch wenn alle Welt nun vom Sektorenwechsel redet sollten Sie sich bei Ihren Anlageentscheidungen davon nicht allzu sehr beeinflussen lassen. Zykliker wie Automobilwerte, Rohstofftitel, Stahlaktien, Halbleiter und Softwarehersteller bleiben weiterhin sehr interessant, und gehören zu meinen Favoriten für das Börsenjahr 2011. Sicherlich gibt es in einigen Branchen Nachholbedarf wie z.B. bei den Versorgern und Bankentiteln, aber Vorsicht! Insbesonder bei den beiden genannten Branchen kommt es auf die richtige Auswahl der Depottitel an. Nur weil eine Branche gerade „en vogue“ ist sollten Sie diese Aktien nicht blind kaufen, ohne vorher Ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. So kann beispielsweise ein Investment in die Aktien der Deutschen Bank zum richtigen Zeitpunkt sehr lukrativ sein, (wir haben die Aktien gestern vorerst verkauft!) hingegen würde ich mir die Commerzbank Aktie nach wie vor nicht ins Depot legen.

Kurzfristig interessant, für spekulative Naturen, könnte hingegen die Aktie von Bwin sein. Bwin Party Digital Entertainment wird das Unternehmen demnächst heißen, wenn der österreichische Wettenanbieter bwin mit der britischen Party Gaming fusioniert hat. Mit der Verschmelzung der beiden Unternehmen, die innerhalb des ersten Quartals diesen Jahres abgeschlossen sein soll, entsteht der weltweit größte Online-Glücksspielkonzern. Die heutigen bwin Aktionäre werden dann 51,7 Prozent des neuen Unternehmens halten, die Party-Gaming-Aktionäre rund 48,3 Prozent. Dies ist der Plan von Bwin-Chef Norbert Teufelberger, diesem müssen allerdings noch die Aktionäre auf der Hauptversammlung am Freitag, den 28. Januar 2011 zustimmen… Weiterlesen!

 

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

P.S. Wir haben mal wieder unseren alljährlichen Brokertest durchgeführt und möchten ihnen die Ergebnisse nicht vorenthalten. In erster Linie zählt bei unserer Brokerwahl die Kostenstruktur eines Brokers bei angenommenen 100 bis 500 Trades pro Jahr. Natürlich haben die altbekannten Broker wie DAB, Consors und Comdirect auch Ihre Daseinsberechtigung und bieten zudem meistens sehr bedienungsfreundliche und informative Oberflächen. Für längerfristig orientierte Anleger die weniger als 100 Transaktionen pro Jahr machen bleibt also die Qual der Wahl zwischen Altbewährtem und Innovativem. Erfahren Sie bei welchem Broker sich richtig Geld sparen, oder sogar verdienen lässt!

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Porsche, VW, Conti und HeidelbergCement bleiben ein Kauf

Porsche, VW, Conti und HeidelbergCement bleiben ein Kauf! Gestern hatten wir unseren Lesern geraten bei den Autobauern und -zulieferern einen engen Stopp zu setzen, und das war wohl auch die richtige Entscheidung. Trotz weiterhin hervorragender Nachrichten aus dem Sektor kam es heute erneut zu einer Verkaufswelle bei den Zyklikern. Wie immer an solchen Tagen muss man sich entscheiden wo man dann wieder einsteigt wenn der Kurs solcher Qualitätsaktien um einige Prozentpunkte nachgegeben hat. Nach wie vor gehe ich in den nächsten Tagen oder Wochen von einer leichten Korrektur des Marktes aus, nachdem aber heute sowohl der ISM Index als auch die Arbeitsmarktdaten aus den USA heute besser als erwartet ausgefallen sind, habe ich mich für einen erneuten Einstieg entschieden. Noch sieht alles gut aus, und man sollte die guten Tage bzw. die Kurserholungen nach volatilem Handel weiterhin mitnehmen. Natürlich immer nur mit überschaubarem Risiko und entsprechenden Stopps.

Grundsätzlich bleiben alle oben genannten Werte unsere Favoriten für das kommende Jahr. Die Verkaufszahlen aus den USA bewiesen, dass ein Ende des Automobil Booms wohl noch lange nicht in Sicht ist. Porsche konnte im Vergleich zum Vorjahr satte 29 Prozent Autos mehr verkaufen. Insgesamt wurden 25.320 Fahrzeuge in die USA geliefert, Der Verkaufsschlager war 2010 der Geländewagen Cayenne, mit 8.343 Stück sowie der Panamera mit 7.741 ausgelieferten Einheiten. Etwas Probleme bereitet weiterhin der 911er dessen Absatz um 16 Prozent auf 5.735 Fahrzeuge fiel. Auch für den Mutterkonzern Volkswagen läuft nach wie vor alles rund. Die Wolfsburger haben so viele Autos verkauft wie seit sieben Jahren nicht mehr. Der  Absatz konnte ebenfalls deutlich um gut 20 Prozent auf 256.830 Fahrzeuge gesteigert werden.

Die Conti Aktie fiel heute erneut auf die Unterstützung bei 58,50 Euro zurück was aber nicht überbewertet werde sollte. Charttechnisch ist diese Marke extrem relevant. Fällt der Titel nachhaltig unter 58,.- Euro drohen weitere Abschläge. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich diese Kurse weiterhin für kurzfristig orientiere Trader als hervorragende Einstiegsmarke anbietet. Sollte der Markt nun wieder ansteigen bleibt 61,60 Euro das erste Ziel. Bei HeidelCement drückte heute die Nachricht, dass die US Regierung den Ausbau des amerikanischen Autobahnnetzes eingeschränkt könnte etwas auf die Stimmung. Ich halten den Abschlag von vier Prozent für übertrieben, auch Mitbewerber Holcim und Lafarge litten heute unter der Nachricht. Ob jedoch ein solcher Beschluss gefasst wird, und welche Auswirkungen dies dann tatsächlich auf HeidelbergCement haben wird ist weiterhin mehr als ungewiss.

Ich schreibe gerade die Jahresprognose für das Börsenjahr 2011 fertig, die ich morgen dann an unsere Newsletter-Leser verschicken werde…

TradingUpdate BMW und Continental, Porsche, VW

Das Umfeld für Automobilaktien bleibt weiterhin sehr freundlich. Wir haben unsere Leser ja bereits frühzeitig darauf eingestimmt, dass auch das Jahr 2011 das Jahr der Automobilaktien werden dürfte. Dies scheint sich auch bereits in den ersten Handelstagen des neuen Jahres deutlich zu bewahrheiten. Porsche konnte gestern 14,8 Prozent zulegen, VW etwas über 5 Prozent, die Stammaktien sogar über 6 Prozent. Diese beiden unternehmen bleiben unsere Top Favoriten aus dem Sektor für das kommende Jahr. Die Porsche Aktie sollte jetzt kurzfristig über die 70,- Euro Marke gehen können. Bei VW dürfte bei weiter freundlichem Börsenumfeld ebenfalls noch einmal ein Kursschub einsetzen der die Stammaktien über 118,- Euro und die Vorzugsaktien über 132,- Euro hieven dürfte

Aber auch die Aktien anderer Automobilkonzerne legen kräftig weiter zu. BMW Aktien kletterten gestern über 3 Prozent in die Höhe. Hier sind die Vorzugsaktien immer noch sehr interessant, diese notieren mit einem Abschlag von über 30% zu den Stammaktien. Unsere Depotposition bei BMW befindet sich seit unserem Einstieg vor wenigen Tagen bereits mit über fünf Prozent im Plus, und ich gehe davon aus, das heute die 40,- Euro Marke wieder zurückerobert werden kann.

Die Continental Aktie tut sich noch etwas schwer und kämpfte bis gestern mit der 60,- Euro Marke. Heute dürfte ein neues Kaufsignal bei der Conti Aktie generiert werden. Gelingt nun ein Anstieg über 61,50 Euro dürfte schnell die Barriere bei 62,80 Euro getestet werden. Ein Überwinden dieser Marke hätte dann ein Kursziel von ca. 69,- Euro zur Folge. Bleiben Sie auf jeden Fall vorerst bei allen Titeln dabei, hier sind auch in den kommenden Tagen noch schöne Gewinne möglich. Bis Ende des Monats gehe ich weiterhin von einer leichten Korrektur des Marktes aus, die natürlich dann auch an den Automobilwerten nicht spurlos vorbeigehen wird. Heute Abend könnte ein guter Zeitpunkt sein die Stopps entsprechend zu setzen…

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