Author Archives: Lars

Weiter abwärts – Solarworld, Q-Cells, Solon, Sunways, Phoenix Solar und Solar Millennium

Die Aktien von Solarworld, Q-Cells, Solon, Sunways, Phoenix Solar und Solar Millennium geben weiter teilweise deutlich nach. Die Aktien aus der Solarbranche sind erneut die großen Verlierer der letzten Tage. Wir hatten ja bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die leichten Kursgewinne der letzten Wochen nicht überbewertet werden sollten. Solaraktien dürften ein weiteres sehr schwieriges Jahr vor sich haben. Kürzlich kam dann noch einer der Favoriten diverser Börsenbriefe in den USA unter die Räder. Canadian Solar legte kürzlich die Zahlen zum vierten Quartal vor und enttäuschte die Anleger. Der Umsatz wuchs deutlich, der Gewinn hingegen stagnierte, das Fazit der Anleger lautete am Abend „verkaufen“. Die Aktie verlor über 17 Prozent und belastet den gesamten Sektor zusätzlich.

Das Beispiel Canadian Solar zeigt einmal mehr wie sensibel die Anleger inzwischen auf die weiter sinkenden Gewinnmargen der Solarfirmen reagieren. Die guten Zeiten sind hier offenbar schon länger vorbei und das Überangebot wird die Margen des ein- oder anderen Herstellers auch in Zukunft deutlich belasten. Unser Fazit bleibt weiterhin: Solaraktien sind „out“ bis auf ein paar wenige Ausnahmen, die bei den Maschinenbauern und Projektierern zu finden sind. Natürlich muss man heute fairerweise auch den Gesamtmarkt erwähnen der den Aktien aus dem Solarsektor immer besonders zusetzt. Gelingt die Wende bei den Indizes in den kommenden Tagen sind hier kurzfristige Gewinne wieder möglich.

Das große Zittern für Dialog Semiconductor Aktionäre beginnt!

Am morgigen Freitag ist es nun soweit, das neue iPad 2 kommt in die Apple Stores in den USA. Damit beginnt auch das große Zittern der Dialog Semiconductor Aktionäre ob in der neuen Generation des Apple Tablet PCs wieder der Power-Management-Chip von Dialog verbaut wurde oder nicht? Genau darüber war in den vergangenen Wochen immer wieder kräftig spekuliert worden. Die Antwort dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Am Nachmittag startet der offizielle Verkauf des iPad2 und man kann davon ausgehen, das spätestens eine Stunde danach schon irgendjemand das Gerät in seine Einzelteile zerlegt haben dürfte, und darüber auf Twitter oder Facebook berichten wird was drin ist.

Sollte also auch in der neuen Generation des iPad ein solcher Chip zu finden sein könnte das den zuletzt deutlich zurückgekommenen Aktienkurs der Dialog Semiconductor AG deutlich beflügeln. Finden die Bastler bei Ihrem Teardown allerdings den Chip eines anderen Anbieters droht ein weiterer heftiger Kursverlust. Denn damit wäre der Beweis wohl angetreten, dass Dialog seinen Hauptkunden Apple verloren hat. Fachleute prognostizieren in den nächsten Monaten einen wahren Tablet-PC Boom der dann letztlich in einem deutlichen Überangebot enden könnte.

So wie es momentan aussieht wird Apple in diesem Segment aber weiterhin ganz oben mitspielen. Ist Dialog dann weiterhin mit an Bord, dürfte dies zumindest in diesem Jahr noch einmal zu einem kräftigen Umsatzschub führen. Der morgige Tag ist also mehr als spannend für Dialog Aktionäre. Hopp oder Top!

Deutsche Bank – jetzt kaufen?

Die Aktie der Deutsche Bank scheint derzeit nur noch eine Richtung zu kennen, und dies scheint die falsche zu sein. Heute morgen rutschten die Anteilsscheine am deutschen Branchenprimus bis auf 42,895 Euro ab, bevor sich die Aktie dann wieder aufmachte in Richtung 44,- Euro zu tendieren. Seit mehreren Handelstagen lässt sich beobachten, dass hier offenbar größere Umwälzungen stattfinden. Man könnte auch annehmen, das der Kurs gedrückt werden soll um einer größeren Adresse hier einen guten Einstieg zu ermöglichen, aber das ist reine Spekulation meinerseits. Aus charttechnischer Sicht ist die Situation bei der Deutschen Bank Aktie nun wieder sehr interessant. Mit dem heutigen Erreichen der Unterstützung bei 42,95 Euro wäre theoretisch ein möglicher Wendepunkt „abgearbeitet“, und gleichzeitig die 200-Tage Linie noch einmal getestet worden.

Andererseits ist die Aktie damit nun endgültig wieder in des seit Mai 2010 bestehenden, übergeordneten Abwärtstrend eingetaucht. Die neuen Unsicherheiten und vor allem die erneuten Herabstufungen von Griechenland und Spanien sorgen ebenfalls nicht gerade für gute Stimmung bei Aktionären europäischer Geldinstitute. Wie auch schon in der letzten Periode des starken Euros ist es doch immer wieder verwunderlich warum die amerikanischen Ratingagenturen gerade dann mit solchen Meldungen an den Markt gehen, wenn die europäische Leitwährung gegenüber dem Dollar deutlich an Stärke gewinnen haben! Ein Schelm wer sich böses dabei denkt…Wenigstens entspannt der weiter sinkende Ölpreis heute die Situation ein wenig!

In dem Zusammenhang muss man wohl auch noch einmal einen näheren Blick auf den Verlauf des DAX richten. Heute wurde die Unterstützung bei 7.100 Punkten erneut deutlich unterschritten. Bei derzeit 7.070 bis 7.060 Punkten befindet sich eine weitere wichtige Marke die den Deutschen Leitindex stützen sollte. Natürlich wären bei einem nachhaltigen Bruch auch dieser Marke die runden 7.000 Punkte das nächste Kursziel, und dies scheinen bereits wieder alle auf der Liste zu haben. Die Börse ist ein tückisches Wesen, immer wenn die Mehrzahl der Anleger an ein Szenario glaubt passiert nicht selten dann genau das Gegenteil.

Wir werden sehen was in den nächsten Stunden passieren wird. Insbesondere die um 14:30 Uhr veröffentlichten US Arbeitsmarktdaten könnten heute erneut richtungweisend sein. Die Deutsche Bank Aktie bleibt ein langfristig interessantes Investment, und ganz im Gegensatz zu den Aktien der großen Energieversorger könnte ich mir vorstellen, dass gerade die Aktien aus dem Bankensektor in diesem Jahr zu den großen Gewinnern gehören könnten, und da ist die Deutsche Bank wohl erste Wahl! Gelingt es dem Markt nach oben zu drehen, so wird auch die DB Aktie dieser Richtung folgen. Nachholpotenzial besteht hier allemal! Ab einem Kursniveau von über 44,- Euro entspannt sich die Lage wieder, ab 44,65 Euro dürfte das Schlimmste dann erst einmal wieder überstanden sein.

 

E.ON und RWE bleiben die Underperformer bis 2012

E.ON und RWE Aktionäre bleiben weiterhin auf der Verliererseite. Dachte man noch vor wenigen Monaten, dass die Anlage in Energiekonzerne ein nahezu sicherer Renditebringer ist, so hat sich dies inzwischen offenbar deutlich geändert. Auch wir haben uns in den letzten Wochen eher skeptisch zu den beiden Werten geäußert, da u.a. die Belastungen der neuem Atomsteuer nicht ohne Folgen für die Bilanzen der beiden Konzerne bleiben dürfte. Mit ca einer Milliarde Euro soll diese neue Steuer in Zukunft die Bilanz von E.ON belasten. Heute legte der Energieriese seine endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 vor und die waren alles andere als erfreulich. Unter dem Strich brach der Gewinn 2010 um 30 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ein. Auch der Ausblick enttäuschte die Anleger, die Aktie ging daraufhin weiter auf Talfahrt.

Bei dem Energieversorger rechnet man außerdem damit, dass das Überangebot an Gas in Europa sowie die Ölpreisebindung bei Lieferverträgen in diesem Jahr zu einem Verlust in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro führen dürfte. Im Jahr 2011 werde das bereinigte Ebitda auf 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro sinken, nachdem es 2010 noch 13,346 Milliarden Euro betragen hatte. Auch das Folgejahr 2012 sieht die E.ON Führung als ein sehr schwieriges an und rechnet erst im Geschäftsjahr 2013 wieder mit einer Besserung. Das Fazit unserer Redaktion vom Februar, als alle Medien die sogenannten „Nachzügler“ angepriesen haben wie Sauerbier, bleibt.

Die heutige Zahlen des Energieriesen zeigen deutlich, dass die beiden Aktien wohl zurecht nicht an der Hausse der vergangenen 15 Monate teilgenommen hat. Sowohl die E.ON als auch die RWE Aktie dürften in nächster Zeit wohl zu den Underperformern gehören. Vor 2012 dürfte sich ein Einstieg hier nicht wirklich lohnen, genug Zeit also um vorher mit zyklischen Aktien weiterhin Geld zu verdienen. Die RWE Aktie notiert inzwischen nahe an dem 5-Jahres Tief. Mutige Anleger mit viel Geduld können also auf einen Rebound setzen, ansonsten drängt sich ein Engagement nicht auf, auch nicht für Dividendenjäger!

Solarwerte Q-Cells, Solarworld, Solon und Phoenix – Analysten werden skeptischer

Während sich die Analysten bei der Aktie von Phoenix Solar noch uneinig sind fallen die Urteile bei Solarworld und Q-Cells in der letzten Zeit eher bescheiden aus. Allen voran sehen auch wir die Aktie von Q-Cells eher kritisch. Trotz eines kürzlich verkündeten Großauftrages bleibt die Aktie charttechnisch angeschlagen und kann auch nicht von der Meldung profitieren. Q-Cells Nordamerika und die US-Firma Sunpower haben gestern einen Vertrag über die Lieferung von Solarzellen mit einer Leistung von 83 Megawatt unterzeichnet. Ein Kauf drängt sich unserer Meinung nach hier in nächster Zeit trotzdem nicht auf. Wenn Sie investiert sind achten Sie auf die Marke von 2,60 Euro, die nicht unterschritten werden sollte!

Die Solarworld Aktie wurde zwar von der UBS in ihrer letzten Analyse von „sell“ auf „neutral“ heraufgestuft, aber das Kursziel bei 8,50 Euro belassen, was ungefähr dem momentanen Kursniveau entspricht. Auch hier scheint sich also ein Einstieg in die Aktie nicht unbedingt aufzudrängen. Zwar würden wir der Solarworld Aktie die beste Überlebensfähigkeit in einem hart umkämpften Markt attestieren, dennoch ist auch hier aufgrund der weiteren Unsicherheiten in der Branche allgemein, und der Charttechnik im besonderen, unter kurzfristigen Gesichtspunkten wohl nicht ratsam. Der Chart zeigt zudem noch ein Gap bei 7,82 Euro das demnächst geschlossen werden könnte.

Die Commerzbank sieht die Aktie von Phoenix Solar inzwischen nicht mehr so positiv und hat das Kursziel nun von 38 Euro auf 24 Euro gesenkt. Man rechnet mit einem Gewinneinbruch in diesem Jahr aufgrund der schwächeren Positionierung des Konzerns in Wachstumsregionen der Solarbranche. Die UBS hingegen ist der Meinung, dass der Titel nach wie vor ein klarer Kauf ist und belassen Ihr Kursziel bei 39,- Euro. Die Analysten verwiesen noch einmal darauf, das Phoenix Solar einer der günstigsten Photovoltaik-Papiere sei. Und das ist wohl richtig, vorausgesetzt es gelingt dem Konzern die Wachstumsziele zu erreichen.

Auch wir halten die Aktie von Phoenix Solar für eine der interessantesten aus dem deutschen Solarsektor, und sicherlich die interessanteste von den drei hier beschriebenen Aktien. Sieht man sich jedoch den Chart an stellt man fest, das hier offenbar keine Eile für einen Einstig geboten ist. Vorsichtige Anleger warten bis der gesamte Solarsektor wieder etwas anspringt, und setzen dann gezielt auf entsprechend günstige oder wachstumsstarke Titel aus der Branche. Die chinesischen Branchevertreter wie u.a. Yingli, Trina, LDK Solar sind in den letzten Tagen auch alle unter die Räder gekommen. Achten Sie auf deren Entwicklung, denn dort werden Sie als erstes erkennen können ob der Solarsektor wieder anspringt, oder nicht! Suntech Power konnte nachbörslich gestern nach guten Zahlen deutlich zulegen…

Conergy – ist der Rauswurf aus dem TecDAX der Todesstoß?

Die Conergy Aktie fällt immer tiefer. Gestern erreichte der Aktienkurs ein neues All-Time-Low bei 0,334 Euro und zerstörte damit wohl vorläufig auch die Hoffnungen vieler Anleger hier in absehbarer Zeit wieder deutlich höhere Notierungen zu sehen. Der Rauswurf aus dem TecDAX dürfte nun der endgültige Todesstoß für die Aktie sein..Ich hatte ja bereits in unserem letzten Artikel darauf hingewiesen, dass es sich bei der Conergy Aktie um einen Kandidaten für einen Totalverlust handeln könnte. Die aktuelle Situation des Unternehmens bedeutet für die Altaktionäre eher die Wahl zwischen Pest und Cholera bedeutet.

Berichte über die “Rettung” des Unternehmens hatten im Dezember die Runde gemacht. Die vermeintliche Rettung von Conergy stellt sich aber als teures Vergnügen für die Aktionäre heraus. „Das Grundkapital soll in einem ersten Schritt von 400 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro gesenkt werden. Damit verringert sich die Zahl der Aktien auf nur noch ein Achtel der Ursprungsposition, was letztlich einer effektiven Reduktion der Aktien um  87,5 Prozent entspricht.“ (20.Dezember 2010)

Ich hatte damals zu Kursen um die 60 Cent geraten dringen die Restbestände in der Aktie abzubauen so schmerzlich dies auch sein möge, und hoffe einige Leser sind diesem Rat gefolgt. Kurszfristig gehe ich davon aus, das das Leiden hier weitergehen wird und wir noch tiefere Kurse in absehbarer Zeit sehen werden. Der Chart verrät, das es nun zunächst bis auf 0,32 und 0,29 Euro runter gehen dürfte. Ob hier dann Schluss ist wage ich derzeit nicht zu sagen. Auch die Charttechnik kann bei einer Aktie wie Conergy nicht mehr wirklich angewendet werden. Das Fazit bleibt aber das gleiche wie bereits im Dezember: Finger weg!

 

Investors Inside ist der Finance Blog of the Year 2011 – herzlichen Dank!

Nun ist es offiziell – Investors Inside ist der Finance Blog of the Year 2011. Heute morgen teilte mir der Veranstalter des Wettbewerbs, smava mit, das ich die diesjährige Wahl um den begehrten Titel „Finanzblog des Jahres“ gewonnen habe, worüber ich mich natürlich sehr freue. Besonders stolz bin ich darauf, dass so viele Leser die tägliche Arbeit die wir hier leisten zu schätzen wissen, und kräftig für uns abgestimmt haben. Vielen Dank an dieser Stelle an alle die mich bei der Wahl durch ihre Stimme unterstützt haben!

Natürlich werden wir auch in Zukunft unseren immer größer werdenden Kreis von börseninteressierten Lesern mit unabhängigen Informationen über das aktuelle Marktgeschehen versorgen und unseren Service für Sie weiterhin ständig verbessern. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ganz herzlich bei smava für die Veranstaltung dieses Wettbewerbs bedanken der, meiner Meinung nach, der ganzen Finanzblogger-Szene in Deutschland eine neue Qualität gibt.
smava

 

Danke, auch an die Jury für die hervorragende Auswahl der Teilnehmer in der Endrunde der besten Finanzblogs, und meinen herzlichsten Glückwunsch an den Zweitplatzierten Tim Schäfer sowie Herrn Dr. Hansjörg Leichsenring zu einem hervorragendem dritten Platz, ebenso wie natürlich auch an die anderen Finalisten. Ich freue mich nun auf ein weiteres spannendes Börsenjahr mit Ihnen, in dem ich nun offiziell den Titel „Finance Blog of the Year 2011“ tragen darf.

Zahlenreigen bei E.ON, K+S, Linde, VW, Deutsche Post, Klöckner & Co und Münchener Rück

Positive Signale aus den USA konnten in der vergangenen Woche wegen des immer weiter steigenden Ölpreises nicht die erwünschte Wirkung an den Aktienmärkten entfalten. Dabei fielen die US Arbeitsmarktdaten am Freitag erstaunlich positiv aus. Sowohl die aktuelle Zahl der  Non-Farm-Gehaltsabrechnungen lag deutlich über den Erwartungen, als auch die US Arbeitslosenrate die nun bei 8,90 Prozent liegen soll. Erwartet wurde eigentlich ein erneuter leichter Anstieg von 9 auf 9,10 Prozent. Vorsichtige Anleger orakelten darauf hin bereits, das die FED nun nach der Stabilisierung des Arbeitsmarktes bald die Zinsen anheben könnte. Von einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes in den USA zu sprechen halte ich für deutlich verfrüht, von einer baldigen Änderung der US Zinspolitik auszugehen noch viel mehr.

Ebenfalls deutlich positiv präsentierte sich der ISM Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA. Zum wiederholten Mal in Folge signalisiert der Index für US Industriewerte wieder Wachstum. Mit 61,4 Punkten lag der Wert nun so hoch wie seit dem Jahr 2004 nicht mehr. Auch in Europa ist die Stimmung des verarbeitenden Gewerbes weiterhin hervorragend. Die Einkaufsmanager-Indizes von Italien, Deutschland, Frankreich und Euroland gesamt steigen weiter an. In der kommenden Woche werden wieder einige spannende Konjunktur- und Unternehmensdaten erwartet die durchaus kursbewegend sein können. Sowohl bei den Auftragseingängen der Industrie also auch beim Verbrauchervertrauen erwarten wir positive Signale. Spannend dürfte natürlich auch sein wie sich die US Arbeitsmarktdaten weiterhin entwickeln werden.

Von Unternehmensseite warten Anleger mit Spannung auf die Zahlen des Energieversorgers E.ON für das Gesamtjahr 2010 am Mittwoch, sowie die des Düngemittel-Herstellers K+S am Donnerstag. Ebenfalls am Donnerstag wird die Linde AG den 2010er Bericht, sowie Volkswagen die endgültigen Zahlen für 2010 präsentieren. Vorab hatte der Autobauer bereits verkündet, dass man mit 7,1 Milliarden Euro den Gewinn verdreifachen konnte. Es folgen noch Zahlen der Deutschen Post, was für Aktionäre der Deutschen Bank auch sehr interessant sein dürfte, sowie die Zahlen des Rückversicherers Münchener Rück. Aus der zweiten Reihe werden die Ergebnisse von Salzgitter, Klöckner & Co., EADS, Tognum, Symrise und Maschinenbauer GEA ihre Anleger wohl überwiegend erfreuen.

Alles in allem rechne ich eher mit einer positiven Woche, wenn sich der Ölpreis wieder etwas beruhigt. Natürlich bedingt dies auch eine Beruhigung der Situation in Nordafrika. Sicherlich ist es aber ratsam nach wie vor sehr vorsichtig zu agieren, und eingegangene Positionen genau zu beobachten, oder auf negative Veränderungen entsprechend entschlossen zu reagieren. Es bleibt holprig – von einer größeren Korrektur ist aber trotz des hohen Ölpreises wohl erst einmal nicht auszugehen.

Porsche, Daimler, VW und BMW setzen auf Elektromobilität mit SGL Carbon und BYD

Der Sportwagenbauer Porsche hat im Geschäftsjahr 2010 deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Absatz über alle vier Baureihen ist kräftig um 57 Prozent auf 40.446 Einheiten gestiegen. Vorstandschef Matthias Müller verkündete „Porsche ist abermals profitabel gewachsen. Dieser Trend werde sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2011 fortsetzen!“ Erstaunlich dabei ist, dass gerade in den Märkten in denen den Zuffenhausenern eher schwaches Wachstum nachgesagt wurde die größten Absatzsteigerungen erzielt wurde. So verzeichnete man den stärksten Absatz in Europa mit einem Zuwachs von 62 Prozent und in Deutschland mit einer Steigerung um fast 50 Prozent. Insgesamt seien in dem Berichtszeitraum rund 42.000 Sport- und Geländewagen bei Porsche produziert worden, hieß es in der Meldung. Auch diese Zahl entspricht einer deutlichen Steigerung um rund 18 Prozent.

Der Sportwagenbauer verkündete also kürzlich Zahlen die durchaus aufhorchen lassen sollten. Insbesondere der Geländewagen Cayenne und der Panamera verkaufen sich hervorragend. In den USA sind die beiden Modellreihen zum Kassenschlager avanciert. Kurzfristig dürften auch bei Porsche die Sorgen um den aktuellen Ölpreis im Vordergrund stehen, mittelfristig werden sich die Anleger wieder auf die Fundamentaldaten sowie die Aussichten auf ein weiteres sehr positives Jahr für die Deutsche Automobilindustrie besinnen. Der gesamte Sektor befindet sich weiterhin auf dem Wachstumspfad. allen voran die deutschen Premium-Hersteller. Kurse um die 55,- Euro könnten sich daher als attraktive Einstiegschance erweisen. Sollte sich die Lage in den arabischen Ländern demnächst beruhigen rechnen wir bei allen deutschen Herstellern wieder mit einem ordentlichen Kursschub.

Bei VW und BMW ist die Lage ähnlich. Der gerade laufende Genfer Autosalon , sollte zusätzlich zu den jüngsten Zahlenwerken, die allesamt sehr positiv ausgefallen sind, nun für neue Impulse sorgen. Neben den neuen Modellen wie dem Golf Cabriolet sowie der Studie des Hippie-Kultfahrzeugs „Bulli“ dürfte nun klar sein wohin die Reise in der Automobilproduktion gehen soll. Die deutschen Autobauer werden in der Zukunft ein gehöriges Wort im kommenden Boom-Markt Elektromobilität mitreden. Ein weiterer Beweis für die Neuausrichtung hin zur Elektromobilität dürfte der in dieser Woche bekannt gegebene Einstieg von VW bei dem Carbonhersteller, SGL Carbon sein. Bereits vor Monaten hatte sich die BMW AG hier engagiert. Daimler hingegen setzt verstärkt auf die Kooperation mit dem chinesischen Elektoauto- und Akkuhersteller, Build Your Dreams, BYD.

Die Daimler Aktie ist von allen Autobauern in den letzten Wochen am heftigsten unter die Räder gekommen. Grund waren die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen. Anleger hatten sich hier offenbar mehr erwartet, obwohl das Zahlenwerk durchaus ansehnlich war. Ebenso belastend hat wohl die Tatsache, dass die Stuttgarter mit dem geringsten Zuwachs aller deutschen Automobilhersteller beim Absatz das Schlusslicht gebildet haben. Dennoch sind wir der Meinung, dass dieser Rücksetzer angesichts der Perspektiven keinesfalls gerechtfertigt ist. Bei allen Aktien bleiben wir unverändert bei unserer Einschätzung, und sehen den aktuellen Rücksetzer als hervorragende Kaufgelegenheit an! Bei Porsche kommt noch die Fusionsphantasie mit VW hinzu die für mich noch lange nicht vom Tisch ist. Dann würde man letztlich wohl über die Porsche Aktie eine Beteiligung am VW Konzern mit einem Rabatt von ca. 30 Prozent erwerben.

smava sucht den besten Finanzblog des Jahres 2011

smava sucht auch in diesem Jahr erneut den besten Finanzblogger des Jahres. Bei der Wahl zum  „Finance Blog of the Year“ wurden im Vorfeld der nun laufenden Endausscheidung 54 deutschsprachige Finanzblogs nominiert. Die nun von der Jury ausgewählten 15 besten Finanzblogs treten den  Kampf um die ersten drei Plätze an. Noch bis zum 07.03.2011 können auch Sie hier für ihren Favoriten um den begehrten Titel abstimmen.

Die Abstimmung ist denkbar einfach und dauert nur fünf Sekunden. Natürlich würden wir uns  freuen wenn Sie unseren Blog Investors Inside bei dieser Wahl unterstützen würden. Bereits im Jahr 2008 konnten wir bei dem Wettbewerb einen hervorragenden zweiten Platz belegen, und hoffen natürlich, dass wir, mit Ihrer Unterstützung auch in diesem Jahr wieder den Sprung auf das Siegertreppchen schaffen können.

Bwin legt weiter zu…Analysten sehen das Kursziel bei 56,50 Euro

Gestern hatten wir in unserem Börsenblog rechtzeitig auf den möglichen Ausbruch bei der Aktie des österreichischen Wettanbieters Bwin hingewiesen. Letztlich ging die Aktie dann mit einem satten Zuwachs von über sieben Prozent aus dem Handel, und generierte damit ein starkes Kaufsignal. Die Aktie hat in den letzten 12 Monaten stark an Wert verloren, genauer gesagt hat sich der Aktienkurs in dieser Zeit halbiert. An sich ist diese Tatsache natürlich noch kein Kaufargument, jedoch dürfte die Bwin Aktie mit einem geschätzten KGV für 2012 von unter 10 deutlich zu günstig sein. Genügend Aufhol-Potenzial sollte also da sein, bzw. wir würden das Chance-Risiko-Verhältnis bei der Aktie momentan als extrem attraktiv bezeichnen.

Die charttechnische Situation bei der Aktie hat sich ebenfalls wieder deutlich aufgehellt. Inzwischen notiert der Titel somit an dem oberen Bollinger-Band, gelingt der weitere Ausbruch heute winken Kurse bis zunächst 30,- Euro je Aktie. Unterstützt wurde die gestrige Kursbewegung auch von der Meldung, dass Fusionspartner Party Gaming die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft hat, sowie von einigen positiven Analystenkommentaren. Bwin wird von AlphaValue weiterhin zum Kauf empfohlen. Das Kursziel wurde um 30 Cent auf 33,60 € erhöht. Lockere 56,50 € als Kursziel nennt Goodbody Stockbrokers bei der jüngsten Kaufempfehlung. Eine heiße Wette auf den bald weltgrößten Wettanbieter..Na dann mal los!

Anbei noch einmal ein Auszug unserer Kursprognose für die Bwin-Aktie von gestern: „Die Umsätze an der Börse in Wien sind zwar immer noch verhältnismäßig gering, nehmen aber nun täglich deutlich zu. In diesem Moment probt die Bwin Aktie den Ausbruch nach oben. gelingt es die Marke von 25,80 Euro nun zu überschreiten, dürften – zumindest aus charttechnischer Sicht- weitere deutliche Kursgewinne folgen. Wir hatten ja bereits vor Wochen darauf hingewiesen, dass Kurse unter 30,- Euro für uns absolute Kaufkurse sind um sich an der spannenden Story des weltgrößten Online-Wettanbieters Bwin-Party zu beteiligen. Gestern wurde das Kaufsignal bei der Aktie bestätigt, gelingt der Ausbruch wären erste Kursziele  bei 28,- und 29,60 Euro auszumachen.“

Süss Microtec und Gigaset rein, Manz und Conergy raus – Aus dem SolarDax wird wieder mehr TecDax

Die Deutsche Börse gab nach der Sitzung des Arbeitskreises Aktienindizes am Donnerstagabend in Frankfurt die Indexveränderungen bekannt. Demnach werden die Aktien von Süss Microtec und Gigaset demnächst in den TecDax aufsteigen und dort die Papiere der Solarunternehmen Manz Automation ersetzen. Die Aktie von Süss Microtec gehört bereits seit längerem zu den Lieblingsaktien von Nebenwertefans Der Anbieter von Geräte- und Prozesslösungen für den Halbleitermarkt feiert damit sein Comeback. Bereits in den Jahren 2003 bis 2005 waren die Süss Microtec Aktien schon einmal im Tec Dax gelkistet.

Ebenfalls geadelt durch einen Aufstieg in den TecDax wurde die ehemalige Beteiligungsgesellschaft Arques die sich in Zukunft unter dem heutigen Namen Gigaset verstärkt in dem Telekommunikationsmarkt engagieren will. Grundsätzlich ist die Neuordnung des TecDax wohl zu begrüßen, um den Index in Zukunft etwas weniger anfällig für schlechte Nachrichten aus der Solarbranche zu machen. Manz ist zwar eher ein kleinerer Player und Conergy kämpft nach wie vor um das Überleben, der Aufstieg von Unternehmen aus anderen Technologie-Branchen lässt aber hoffen, das aus dem SolarDax nun wieder mehr TecDax werden könnte.

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