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Ausbruch bei der Manz Aktie mit dem Kursziel 80,- Euro?

Nach einer etwas zähen Bodenbildung-Phase hat sich heute die Manz Aktie zurückgemeldet. Der Spezialmaschinenbauer aus Reutlingen hatte zuletzt mit etwas durchwachsenen Umsatzzahlen zu kämpfen, konnte aber auch entscheidende Großaufträge in dem zukunftsträchtigen Batterie-Segment verkünden, was offenbar nicht nur mich dazu angeregt hat hier eine erste Position zu wagen. Diese Neuausrichtung des Konzerns erhielt nun durch Spekulationen darüber, dass der Großkunde Apple eventuell an einem eigenen Elektroauto namens Titan oder iCar bastelt, neue Nahrung. Immer wieder wurde auch darüber orakelt ob Tesla seine bereits im Bau befindliche Gigafactory mit Maschinen von Manz ausrüsten würde… Beide Ereignisse hätten sicherlich das Potenzial die Manz Aktie in völlig neue Kursregionen vordringen zu lassen.

Auch Firmenchef Dieter Manz ist überaus optimistisch für die Zukunft seines Unternehmens und rechnet damit dass das Potenzial im Bereich der Lithium-Ionen Batterien in den kommenden Jahren immens sein wird. Zu Recht wie ich meine, denn das Thema Elektromobilität kommt gerade so richtig in Schwung und dürfte neben dem „Internet der Dinge“ die Anleger in den kommenden Monaten elektrisieren. Manz ist hier sehr gut aufgestellt und sollte ein gutes Stückchen von dem Milliardenmarkt abbekommen. Die Aktie preist somit bereits jetzt ein wenig dieses möglichen Potenzials ein!

Weitere Anschlusskäufe, die die Aktie zunächst in den Bereich zwischen 69,50 und 70,50 Euro führen, sind jetzt sehr wahrscheinlich sobald die Aktie die 67,50 Euro überschreitet. Danach wird sich entscheiden müssen, ob es gelingt die 200 Tage Linie nun nachhaltig nach oben zu durchbrechen, oder ein weiterer Rückfall droht. Aus charttechnischer Sicht deutet aber vieles darauf hin, dass mit der jüngsten Bewegung nun die Bodenbildung in Form einer inversen SS-K-SS-Formation abgeschlossen ist. Das rechnerische Kursziel aus dieser Bewegung liegt nun deutlich über der 80,- Euro Marke. Ob es denn auch so kommt, kann heute noch nicht seriös prognostiziert werden, aber die Wahrscheinlichkeit dafür würde ich als extrem hoch einschätzen…!

Manz mit sehr guten Aussichten!

Der Anlagenbauer Manz machte zuletzt durch einen kräftigen Kurssprung auf sich aufmerksam, der von guten Nachrichten begleitet wurde. Kürzlich konnte ein neuer Großauftrag in Höhe von 40 Millionen Euro für den Bereich Batterien verkündet werden, was einmal mehr verdeutlich, dass der Maschinenbauer seine Expertise in den letzten Jahren konsequent vom Solarbereich auf die Display-Industrie und die Batterie-Herstellung ausgeweitet hat. Zwar ist der Bereich Solar immer noch das mit Abstand stärkste Segment des Unternehmens, jedoch dürften sich die Umsatzanteile in den kommenden Monaten weiter zu Gunsten der anderen beiden Standbeine verschieben…

Langfristig betrachtet ist diese Neuausrichtung auch aus Aktionärssicht sehr zu begrüßen, da insbesondere dem Bereich Batterien in den kommenden Jahren verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden dürfte. Die Produktionsanlagen von Manz ermöglichen hier längere Batterielaufzeiten sowie kleinere Baugrößen und somit entscheidende Wettbewerbsvorteile bei den Kunden. Wer also das Thema Elektromobilität etwas verfolgt kann erahnen welchen Erfolg das Unternehmen als Innovationsführer im Bereich Lithium-Ionen-Akkus haben könnte..!

Firmenchef Dieter Manz blickt dementsprechend optimistisch in die Zukunft: „Das Potenzial für uns als führender Hightech-Maschinenbauer im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien ist immens. Zukunftsmärkte wie die Elektromobilität und die stationäre Energiespeicherung werden die Marktdynamik zusätzlich zu dem bereits bestehenden großen Segment der Batterien für Consumer Electronics weiter vorantreiben. Ich bin davon überzeugt, dass diese Aufträge erst der Anfang sind und wir im Bereich Battery weiter deutlich wachsen werden.“

Besonders positiv sei an dieser Stelle noch hervorgehoben, dass Manz bei Großaufträgen grundsätzlich nur gegen Vorklasse arbeitet. Sprich das Ausfallrisiko durch die mögliche Pleite eines Kunden, oder allgemein sinkende Zahlungsmoral scheint hier deutlich begrenzt zu sein. Sicherlich ein wesentlicher Punkt den nicht alle Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau für sich verbuchen können!

Ich finde die Story insgesamt sehr stimmig und auch den Aktienkurs auf diesem Niveau äusserst interessant. Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie nun den starken Anstieg der vergangenen Woche nahezu mustergültig korrigiert und dürfte demnächst nach oben durchstarten. Vorausgesetzt wir erleben in den kommenden Tagen keine allzu negativen Überraschungen seitens der Notenbanken. Das Analysenhaus Equinet hat heute das Kursziel 100,- Euro für die Aktie ausgegeben…

 

SGL Carbon im Rally-Modus – Warum eigentlich?

Die SGL Carbon Aktie kann heut einen ordentlichen Schluck aus der Pulle nehmen und notiert aktuell mit einem satten Plus von neun Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Nicht dass ich den investierten Anleger diesen schönen Gewinn nicht gönnen würde, aber ich frage mich schon wie es zu diesem Kursanstieg kam, bzw. wodurch dieser nun gerechtfertigt sein sollte. Die Aktie ist und bleibt teuer, was ich ja auch in der Vergangenheit und erst recht bei Kursen über 40,- Euro immer wieder betont habe…

Daran hat sich bis heute aus meiner Sicht auch zu diesen Kursen nicht viel geändert. Die Nachrichtenlage der letzten Monate zeigt deutlich, dass das Unternehmen Probleme hat ernsthaft profitabel zu sein. Ebenso dürfte sich an der Tatsache dass Kohlefaser-Produkte sehr aufwendig und teuer sind auch in naher Zukunft nichts Wesentliches ändern. Warum diese Aktie also in manchen Medien als Turnarround-Kandidat für das Börsenjahr 2015 gehandelt wird, erschließt sich mir nicht.

Anleger setzen hier höchstwahrscheinlich einmal mehr auf den Chassis-Bau aus Carbon für die Elektromobilität, was zu einem gewissen Grad auch nachvollziehbar ist. Dennoch bin ich immer noch der Meinung dass dieses Verfahren in dem Bereich nicht konkurrenzfähig ist und man wohl früher oder später auf Spezialkunststoffe ausweichen wird. In anderen Bereichen wiederum hat Carbon sehr wohl seine Daseinsberechtigung, in einem Massenmarkt würde ich das allerdings anzweifeln.

Wie auch immer…den heutigen Kursanstieg gilt es zumindest zu respektieren, denn wenn die Herde in eine Richtung läuft ist es unerheblich was der Einzelne darüber denkt. Aus charttechnischer Sicht könnte hier also nun eine Umkehr im Gange sein, die allerdings erst noch bestätigt werden muss, wofür der heutige Anstieg bei Weitem noch nicht ausreicht! Einen Platz auf meiner Watchlist hat sich die SGL Aktie damit verdient – mehr aber auch erst einmal nicht!

Trading Update BYD – vorerst ausgeträumt?

Die Aktie des chinesischen Elektroauto- und Batterieproduzenten Build Your Dreams konnte zuletzt von Gerüchten profitieren. Demnach soll die chinesische Regierung offenbar den Kauf von Elektroautos auch weiterhin unterstützen, und die Beschränkungen, die in einigen chinesischen Großstädten eingeführt worden sind, um den Verkehrsinfarkt zu verhindern, speziell für Elektroautos wieder lockern. Laut dem Bericht können Käufer von Elektroautos somit auch in Zukunft auf Ausnahmeregelungen bezüglich der Zulassungsbegrenzung von Fahrzeugen in chinesischen Ballungszentren hoffen. Analysten erwarten nun einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Fahrzeugen mit Elektromotor, wovon BYD überdurchschnittlich profitieren sollte.

Zudem hat sich das Unternehmen in den letzten Monaten verstärkt darauf konzentriert europäische Kommunen mit Elektrobussen, für den öffentlichen Nahverkehr auszustatten und in diesem Bereich deutliche Fortschritte erzielt. Die für das nächste Jahr geplante Herstellung eines Elektro-Kleinwagens in Zusammenarbeit mit Daimler weckt zusätzliche Phantasien. Dennoch sind die Umsätze bei dem chinesischen Autobauer im laufenden Jahr weiter rückläufig. In den ersten zehn Monaten verkaufte der Autobauer „nur“ 326.379 Fahrzeuge. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von 23,5 Prozent. Letztes Jahr wurden im gleichen Zeitraum noch 426.800 Autos verkauft.

Wir haben uns nach unserem letzten Einstieg bei 1.17 Euro nun vorübergehend von der Aktie getrennt, und nach dem letzten deutlichen Anstieg auf 1,94 Euro, vorerst Gewinne mitgenommen. Der Bereich um die 2,- Euro dürfte aus charttechnischer Sicht vorerst schwer zu überwinden sein. Langfristig bleibt BYD eine interessante Spekulation auf den Wandel der Automobilindustrie hin zu alternativen Antriebskonzepten. Kurzfristig rechnen wir noch einmal mit einem Rücksetzer aufgrund der schwächeren Nachfrage. Zudem empfiehlt es sich abzuwarten ob sich die Gerüchte auch tatsächlich bestätigen.

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Porsche, Daimler, VW und BMW setzen auf Elektromobilität mit SGL Carbon und BYD

Der Sportwagenbauer Porsche hat im Geschäftsjahr 2010 deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Absatz über alle vier Baureihen ist kräftig um 57 Prozent auf 40.446 Einheiten gestiegen. Vorstandschef Matthias Müller verkündete „Porsche ist abermals profitabel gewachsen. Dieser Trend werde sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2011 fortsetzen!“ Erstaunlich dabei ist, dass gerade in den Märkten in denen den Zuffenhausenern eher schwaches Wachstum nachgesagt wurde die größten Absatzsteigerungen erzielt wurde. So verzeichnete man den stärksten Absatz in Europa mit einem Zuwachs von 62 Prozent und in Deutschland mit einer Steigerung um fast 50 Prozent. Insgesamt seien in dem Berichtszeitraum rund 42.000 Sport- und Geländewagen bei Porsche produziert worden, hieß es in der Meldung. Auch diese Zahl entspricht einer deutlichen Steigerung um rund 18 Prozent.

Der Sportwagenbauer verkündete also kürzlich Zahlen die durchaus aufhorchen lassen sollten. Insbesondere der Geländewagen Cayenne und der Panamera verkaufen sich hervorragend. In den USA sind die beiden Modellreihen zum Kassenschlager avanciert. Kurzfristig dürften auch bei Porsche die Sorgen um den aktuellen Ölpreis im Vordergrund stehen, mittelfristig werden sich die Anleger wieder auf die Fundamentaldaten sowie die Aussichten auf ein weiteres sehr positives Jahr für die Deutsche Automobilindustrie besinnen. Der gesamte Sektor befindet sich weiterhin auf dem Wachstumspfad. allen voran die deutschen Premium-Hersteller. Kurse um die 55,- Euro könnten sich daher als attraktive Einstiegschance erweisen. Sollte sich die Lage in den arabischen Ländern demnächst beruhigen rechnen wir bei allen deutschen Herstellern wieder mit einem ordentlichen Kursschub.

Bei VW und BMW ist die Lage ähnlich. Der gerade laufende Genfer Autosalon , sollte zusätzlich zu den jüngsten Zahlenwerken, die allesamt sehr positiv ausgefallen sind, nun für neue Impulse sorgen. Neben den neuen Modellen wie dem Golf Cabriolet sowie der Studie des Hippie-Kultfahrzeugs „Bulli“ dürfte nun klar sein wohin die Reise in der Automobilproduktion gehen soll. Die deutschen Autobauer werden in der Zukunft ein gehöriges Wort im kommenden Boom-Markt Elektromobilität mitreden. Ein weiterer Beweis für die Neuausrichtung hin zur Elektromobilität dürfte der in dieser Woche bekannt gegebene Einstieg von VW bei dem Carbonhersteller, SGL Carbon sein. Bereits vor Monaten hatte sich die BMW AG hier engagiert. Daimler hingegen setzt verstärkt auf die Kooperation mit dem chinesischen Elektoauto- und Akkuhersteller, Build Your Dreams, BYD.

Die Daimler Aktie ist von allen Autobauern in den letzten Wochen am heftigsten unter die Räder gekommen. Grund waren die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen. Anleger hatten sich hier offenbar mehr erwartet, obwohl das Zahlenwerk durchaus ansehnlich war. Ebenso belastend hat wohl die Tatsache, dass die Stuttgarter mit dem geringsten Zuwachs aller deutschen Automobilhersteller beim Absatz das Schlusslicht gebildet haben. Dennoch sind wir der Meinung, dass dieser Rücksetzer angesichts der Perspektiven keinesfalls gerechtfertigt ist. Bei allen Aktien bleiben wir unverändert bei unserer Einschätzung, und sehen den aktuellen Rücksetzer als hervorragende Kaufgelegenheit an! Bei Porsche kommt noch die Fusionsphantasie mit VW hinzu die für mich noch lange nicht vom Tisch ist. Dann würde man letztlich wohl über die Porsche Aktie eine Beteiligung am VW Konzern mit einem Rabatt von ca. 30 Prozent erwerben.

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