Weiter abwärts – Solarworld, Q-Cells, Solon, Sunways, Phoenix Solar und Solar Millennium

Die Aktien von Solarworld, Q-Cells, Solon, Sunways, Phoenix Solar und Solar Millennium geben weiter teilweise deutlich nach. Die Aktien aus der Solarbranche sind erneut die großen Verlierer der letzten Tage. Wir hatten ja bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die leichten Kursgewinne der letzten Wochen nicht überbewertet werden sollten. Solaraktien dürften ein weiteres sehr schwieriges Jahr vor sich haben. Kürzlich kam dann noch einer der Favoriten diverser Börsenbriefe in den USA unter die Räder. Canadian Solar legte kürzlich die Zahlen zum vierten Quartal vor und enttäuschte die Anleger. Der Umsatz wuchs deutlich, der Gewinn hingegen stagnierte, das Fazit der Anleger lautete am Abend „verkaufen“. Die Aktie verlor über 17 Prozent und belastet den gesamten Sektor zusätzlich.

Das Beispiel Canadian Solar zeigt einmal mehr wie sensibel die Anleger inzwischen auf die weiter sinkenden Gewinnmargen der Solarfirmen reagieren. Die guten Zeiten sind hier offenbar schon länger vorbei und das Überangebot wird die Margen des ein- oder anderen Herstellers auch in Zukunft deutlich belasten. Unser Fazit bleibt weiterhin: Solaraktien sind „out“ bis auf ein paar wenige Ausnahmen, die bei den Maschinenbauern und Projektierern zu finden sind. Natürlich muss man heute fairerweise auch den Gesamtmarkt erwähnen der den Aktien aus dem Solarsektor immer besonders zusetzt. Gelingt die Wende bei den Indizes in den kommenden Tagen sind hier kurzfristige Gewinne wieder möglich.

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4 Comments

  1. Selma said:

    Hallo
    Warum wird hier nichts mehr über solarhybrid berichtet? Die wurden doch im Bericht vom 31.01.2011 noch für wahrscheinlich zu günstig angepriesen ?! Die Aktie befindet sich seitdem im Sinkflug und hat heute nach Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen 2010 den Tiefpunkt erreicht…

    • Lars said:

      Hallo Selma, ja ich habe gerade anlässlich des heutigen Kursverlaufs darüber nachgedacht. In Kurzform: Die Zahlen für das abgelaufenen waren ganz ok der Ausblick auch gut. Was nicht gut ankam ist das man sich nun verstärkt auf internationale Projekte konzentrieren will und diese Expansion über eine erneute Kapitalerhöhung finanzieren will. Weiterhin ist die Aktie natürlich alleine schon aufgrund der geringen Börsenumsätze hochspekulativ! Den heutigen Kursverlauf halte ich persönlich für völlig übertrieben.

  2. schnitty said:

    Ja, die Maschinenbauer sind ok, aber sie sind ja auch schon höher bewertet als der Rest. Mir gefällt vor allem Phoenix, wo ich massig weit entfernte KOs halte. Man notiert derzeit auf Buchwert (ich gehe dabei von einem erfolgreichen Q4 aus), und man wächst über das Volumen. Die margensensiblen Modulhersteller werden die Preise senken müssen, was aber gut und auch notwendig ist, da so der Durchbruch schneller kommen wird als erwartet. Die Margen von Phoenix sind immer schon gering, was auch logisch ist, da man immer einkaufen muss, ob die Module nun billig, oder teuer sind. Das ist aber auch gut, da man eben auch billig und vor allem unabhängig einkaufen kann, egal ob Dünnschicht (CdTe oder CISG) oder Silizum… kommt nun mit 2011 (glaube ich nicht) oder 2012 (schon eher) ein Durstjahr mit wenig Gewinn, so führ das in den Folgejahren dazu, dass man weit mehr absetzen kann; die Logik hier: ein schlechtes Jahr wird durch stark fallende Modulpreise ausgelöst (man muss aufgrund der Vorlaufzeiten ja etwas mehr bezahlen, macht dann also Verluste), und führ aber im Folgejahr zu großen Gewinnen, da sich die Technik zunehmend selbst trägt. Dazu kommen weitere Katalysatoren wie Batterieforschung und Elektifizierung des Automarktes und Ölpreisschwankungen… Die Entwicklung lässt sich 2009 zeigen: Hier aber als abrupte Extremsituation: während die Preise durch Spanien 2008 relativ hoch waren, musste Phoenix 2009 mit Verlusten arbeiten, da der spanische Markt wegbracht, und durch die Finanzkrise auch die Modulpreise generell in den Keller gingen. Trotz plätzlicher Krise und hoher Vorräte schloss man 2009 mit Gewinn ab und legte den Grundstein für ein Boomjahr 2010.

    Nun gibt es keine plötzliche Krise, man baut also keine Vorräte auf, und trotzdem steht die Aktie weit tiefer….

    Fazit: während vor einigen Monaten noch die Maschinenbauer meine Favoriten waren, sind es jetzt die Projektierer, und hier gibt es als großen unabhängigen Player nur Phoenix Solar. Payom ist klein und intransparent, Aleo und Centrosolar ängen an ihren eigenen Modulen…

    Man sollte die Dummheit des Marktes hier nutzen. Nächste Woche kommen auch noch Zahlen.

    • Lars said:

      Mal schaun ob der Markt wirklich dumm ist 🙂 aber grundsätzlich gebe ich Dir Recht, das Phoenix hochinteressant ist, wenn sie anständige Zahlen liefern können…Zu gegebener Zeit werde ich auch mal wieder eine Position wagen.

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