Author Archives: Lars

Gold – Wende oder Bullenfalle?

Das alles beherrschende Thema der letzten Tage war wohl der starke Bounce beim Goldpreis am Freitag und die theoretische Möglichkeit dass wir nun eine Trendwende sehen werden, die auch deutliche Auswirkungen auf andere Asset-Klassen wie Aktien haben könnte. Vorab sei gesagt…es ist eigentlich noch gar nicht viel passiert! Das was wir gesehen haben war zunächst eine Reaktion auf die zuvor übertriebenen Kursverluste bei Gold- und Silber-Aktien, der genau genommen nicht einmal bis zur wesentlichen Marke bei ca 1.183,- Dollar geführt hat. Was nicht ist kann ja heute oder morgen noch werden, aber auch erst dann wäre eine Bodenbildung auf diesem Niveau auch tatsächlich möglich.

Aus meiner persönlichen Sicht ist es also definitiv noch zu früh die nächste Hausse bei den Edelmetallen auszurufen, solange die Zeichen nicht etwas eindeutiger sind. Dennoch, sprechen einige Faktoren nun dafür, dass genau diese Trendwende in Arbeit sein könnte. Und das macht genau an dieser Stelle auch Sinn, wie ich in Erwartung des finalen Abverkaufs schon dargelegt hatte. Der plötzliche Anstieg beim Goldpreis weckt somit neue Hoffnungen der Gold-Bullen und macht nicht nur die Shorties zunehmend nervös.

Gold Chart Analyse langfristig

Allen sonstigen Faktoren voran, wäre hier nun wohl der langfristige Aufwärtstrend des Goldes zu nennen, der zunächst verletzt wurde, mit der jüngsten Aufwärtsbewegung beim Goldpreis aber einmal mehr bestätigt wurde. Die spannende Frage ist nun ob es sich bei dieser Kursbewegung nun um ein „One Day Wonder“ gehandelt hat, sprich eine Bullenfalle oder ob wir tatsächlich gerade die Trendwende bei den Edelmetallen erleben. Angesichts eines teilweise stark überkauften Aktienmarktes und eines weiterhin – für meinen Geschmack – zu starken Dollars wird die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Kursrücksetzer dieser beiden Anlageklassen nun wieder größer. Gold hingegen würde wohl in einer Korrektur dieser beiden dann die nötige Unterstützung für einen weiteren Anstieg finden.

Ein sehr plausibles Szenario ist somit, dass der Goldpreis, nachdem nun das 50er Fbonacci Retracement des langfristigen Anstiegs abgearbeitet wurde hier tatsächlich wieder dreht und auf mittlere Sicht das 50er Retracement der Abwärtsbewegung ansteuert. Dieses liegt zudem genau am aktuell vorherrschenden Abwärtstrend (schwarze Linie). Hierzu muss aber unbedingt die massive Unterstützung bei ca. 1.180 bis 1.183 Dollar wieder zurückgewonnen werden!

Fazit: Gelingt ein Anstieg des Goldpreises über die Unterstützungslinie bei 1.183,- Dollar und stehen die Chancen für eine echte Trendwende beim Gold sehr gut. Eine starke Gegenbewegung der Edelmetalle ist dann höchstwahrscheinlich. Wie weit diese Bewegung dann führen kann bleibt aber dennoch abzuwarten, bzw. empfiehlt es sich die Positionsgrößen der einzelnen Trading-Positionen von dem Erreichen der einzelnen Etappen abhängig zu machen. Erst das Überschreiten der altbekannten Marke von 1.240,- Dollar setzt dann neues Potenzial bis auf ca. 1.320,- Dollar frei. Darüber wäre die Marke von ca. 1.526,- Dollar das logische Kursziel.

Von einem neuen Aufwärtstrend kann zu diesem Zeitpunkt also noch keinesfalls die Rede sein. Denn, Gold sowie Minenaktien befinden sich weiterhin in einem klaren Abwärtstrend. Aktuell wird lediglich die untere Begrenzung dieses Trends wieder nach oben verlassen. Bleiben sie also weiterhin besonnen und warten sie die richtigen Signale ab, bevor sie sich in diesem Sektor stärker engagieren… Die Zeit für erste Testpositionen, könnte allerdings nun nach einem weiteren Rücksetzer gekommen zu sein.

Lanxess, Bilfinger, Vossloh – Nix für Weicheier…

Die Aktien der hier genannten Firmen bleiben auch weiterhin kräftig unter Druck, nachdem gestern und heute Neuigkeiten zu den aktuellen Zahlen veröffentlicht worden sind. Der Baukonzern Bilfinger kämpft auch nach dem etwas unrühmlichen Abgang von Roland Koch noch mit Altlasten, die tiefe Spuren in der Bilanz des Konzerns hinterlassen haben. Daraufhin ist die Aktie gestern regelrecht abgestürzt und setzt diesen Trend auch heute weiterhin dynamisch fort. Nach einer ersten Betrachtung des nun aktuellen Charts lässt sich vorab wohl nur festhalten, dass bei ca 42,30 Euro die erste Chance auf eine Stabilisierung besteht – mehr aber auch nicht! Insgesamt bleibt die Bilfinger Aktie mit dem jüngsten Kursverlauf eine der schlechtesten im Börsenjahr 2014 und es dürfte dem neuen Management einigermaßen schwer fallen das verloren gegangene Vertrauen nach mehreren Gewinnwarnungen wieder zurück zu gewinnen.

Bilfinger Aktie Chart Analyse

Das ganze Desaster der letzten Monate wird in diesem Chart sichtbar. Mit insgesamt drei kräftigen Abwärts-Gaps gab es für Langfristanleger hier wohl wenige Möglichkeiten überhaupt noch vernünftig aus dieser Position auszusteigen. Dementsprechend hoch dürfte nach wie vor auch der Leidensdruck bei den Anlegern sein, die sich auch weiterhin von diesem Verlustbringer trennen wollen. Das Aufwärtspotenzial schein vorerst begrenzt zu sein. Ein Abrutschen des Kurses bis auf die Unterstützungslinie bei 39,88 Euro halte ich für sehr wahrscheinlich, bzw. ist es durchaus auch möglich, dass der steile Abwärtstrend zumindest noch einmal von oben getestet wird, bevor dann Besserung eintritt. Dies wäre dann wohl erst im Bereich um die 37,50 Euro der Fall.

 

Vosslo Aktie Chart Analyse mit Trend

Eine ähnlich ungute Situation haben wir inzwischen bei der Vossloh Aktie, die ja zunächst kräftig angestiegen ist, dann aber bereits vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen schon wieder deutliche Schwäche signalisiert hat. Gestern fiel die Aktie nun unter das letzte Tief bei 44,56 Euro und hat damit ein kräftiges Verkaufssignal generiert. Auch hier warten nun aus charttechnischer Sicht eher Kurse unter 40,- Euro auf  Erfüllung als ein erneuter, schneller Anstieg. Bitte nicht zu früh ins fallende Messer greifen auch wenn ich persönlich weiterhin davon ausgehe, dass wir bald die schlechtesten Zeiten für diese Aktie gesehen haben könnten.

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VW, BMW, Porsche und Audi drehen auf. Daimler mit Lieferengpässen

Der Auto-Boom in den USA hält an! Nicht zuletzt dem starken Dollar dürfte es geschuldet sein, dass die deutschen Automobilhersteller in Nordamerika immer neue Rekorde feiern. Hinzu kommt noch der Verfall des Ölpreises, der eine zusätzlichen Kaufanreiz  für Autofahrer bietet. Denn, durch die nun dauerhaft niedrigen Benzinpreise entscheiden sich offenbar immer mehr US Autofahrer auch gerne mal für „eine Nummer größer“. Insbesondere die SUVs, ebenso wie Pickups erfreuen sich wieder größerer Beliebtheit. Die Energie-Revolution in den USA macht es möglich das der amerikanische Traum eines u.a. grenzenlosen mobilen Lebens wieder gelebt werden kann.

Dieses Umdenken der amerikanischen Käufer hat Folgen. Im Oktober, der allgemein als einer der schwächten Absatzmonate in den USA gilt konnten nahezu alle deutschen Automobilhersteller erneut deutliche Zuwächse verzeichnen. Audi gelang erneut ein Rekordabsatz von 15.150 Fahrzeugen, was einem satten Zuwachs von 16,5 Prozent entspricht. BMW steigerte seinen Absatz ebenfalls um stolze 11 Prozent und sogar die Kernmarke VW wuchs mit 30.313 abgesetzten Einheiten um 7,8 Prozent. Die Sportwagen-Tochter Porsche verkaufte ebenfalls deutlich mehr SUVs. Insbesondere der Macau trug zum erneut guten Ergebnis des Konzerns bei.

Lediglich bei Daimler lief es nicht ganz so rund. Mit nur 28.600 Neuwagen waren die Stuttgarter zwar ebenfalls gut unterwegs, allerdings bedeutet diese Zahl einen um ca. fünf Prozent rückläufigen Absatz auf Jahresbasis. Über das gesamte Jahr gesehen konnte aber auch Daimler mit sieben Prozent wachsen. Der Grund für den aktuellen Rückgang wurde mit „Lieferengpässen“ angegeben, was ich in unserer logistisch perfekten Welt zumindest komisch finden darf. Bei Daimler sollte man sich die kommenden Absatzzahlen somit wohl etwas genauer ansehen…!

Insgesamt bleiben aber alle deutschen Premium-Hersteller auch weiterhin in der Spur. Der schwache Euro, bzw. starke Dollar dürfte auch in den kommenden Monaten noch einmal für einen kräftigen Schub sorgen, und das nicht nur in Nordamerika. Die niedrigen Benzinpreise beflügeln zudem den Absatz in der Oberklasse wo es zuletzt immer schwieriger wurde die Verkaufszahlen zu steigern. In diesem Segment sind erfahrungsgemäß auch die Margen am besten, was wiederum darauf hindeutet dass wir demnächst ein paar ausserordentlich gute Quartalsergebnisse bei VW, BMW Audi & Co. sehen könnten. Die heute veröffentlichten BMW Zahlen verdeutlichen diesen Trend, auch wenn das gute Ergebnis hier durch höhere Steuern leicht rückläufig war.

Alle hier genannten Aktien bleiben somit aus meiner Sicht hervorragende Kandidaten für eine mögliche Jahresendrally. Sowohl um sich gegen einen weiteren Verfall des Euro abzusichern, als auch um vom Rückgang des Ölpreises und von einer starken Wirtschaftsentwicklung in den USA zu profitieren sollte man weiterhin verstärkt auf amerikanische Aktien setzen… oder eben auf exportlastige Unternehmen aus dem Euro-Raum! Die jüngsten Kursrückschläge bei den Aktien haben zudem endlich wieder für interessante Einstiegniveaus gesorgt, die man nun auch nutzen sollte…!

Linde – fällt die Aktie nach der Enttäuschung auf 130,- Euro?

Damit hatten wohl die wenigsten Anleger gerechnet. Die Linde Group überraschte den Markt heute mit einer kräftigen Gewinnwarnung. Die insgesamt schwache Weltkonjunktur ebenso wie der weiter verschärfte Wettbewerbsdruck machen den Unternehmen zunehmend zu schaffen. Zu dem herben Einbruch beim Betriebsergebnis führten aber  letztlich Abschreibungen auf Geschäfte in China und Brasilien. Unter dem Strich verdiente Linde somit nur 194 Millionen Euro statt der zuvor erreichten 337 Millionen Euro im gleichen Quartal des vergangenen Jahres. Auch die Prognose für das Gesamtjahr wurde entsprechend nach unten angepasst. der Aktienkurs des Unternehmens gab im frühen Handel teilweise um mehr als sieben Prozent nach, konnte sich aber bereits wieder etwas erholen.

Anleger sind im Vorfeld der Zahlenvorlage offensichtlich eher von guten bis sehr guten Nachrichten ausgegangen und ließen den Aktienkurs kräftig steigen. Umso enttäuschender dürfte die heutige Bekanntgabe dann tatsächlich gewesen sein. Aus rein charttechnischer Betrachtung ist die Linde Aktie nun deutlich angezählt und eine erste Analyse mahnt deutlich zur Vorsicht.

Linde Aktie Chart Analyse

Das kräftige Down-Gap dürfte so schnell nicht wieder geschlossen werden. Viel mehr ist ein weiterer Kursrutsch unter unter das letzte Tief zu erwarten, nachdem die Aktie nun zum dritten Mal den langfristigen Aufwärtstrend (rot) nach unten verlassen hat. Ich persönlich gehe somit eher davon aus dass die heutige Erholung bei der Aktie in den nächsten Tagen wieder verkauft wird und der Titel dann unter die Unterstützung bei ca 145,- Euro fällt. Ein weiterer Kursrutsch bis auf ca. 135,- Euro, respektive ca. 130,- Euro dürfte die neuen Nachrichten dann ausreichend eingepreist haben. Rein rechnerisch würde das Kursziel gar bei ca 129,- Euro liegen. Spätestens an diesem Punkt  ist die Linde Aktie dann für längerfristig orientierte Investoren u.U. wieder ein Kauf.

Renault – Trendwende vollzogen?

Etwas unbemerkt von deutschem Anlegern hat der französische Automobilhersteller  Renault gestern Abend nach Börsenschluss seine zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt. Trotz der bekannten Probleme aller Autobauer mit dem russischen Absatzmarkt gelang es den Franzosen ein überraschend gutes Konzernergebnis zu präsentieren. Sowohl der Absatz der Fahrzeuge als auch der Konzernumsatz konnten dabei wieder deutlich gesteigert werden.

Mit 612934 verkauften Fahrzeugen und einem Umsatz in Höhe von 8,53 Milliarden Euro erwirtschafteten die Franzosen 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Autobauer, der unter anderem an Nissan und Lada beteiligt ist, hält  an seinen für 2014 gesteckten Zielen weiterhin fest und rechnet in den kommenden Monaten insbesondere wieder mit einer deutlichen Belebung des europäischen Automarktes.

Reanault Chart Analyse

Mit dem heutigen Kursanstieg und der Bestätigung der positiven Tendenz bei Renault dürfte die Bodenbildung nun abgeschlossen sein. Ich halte somit eine entsprechende Bewegung zurück in den alten Trendkanal für durchaus wahrscheinlich. Aus rein rechnerischer Betrachtung hätte die Aktie nun durchaus das Potenzial bis in den Bereich um die 63,- Euro anzusteigen. Ein entsprechender Stopp sollte dann unterhalb des hier eingezeichneten Trendkanals platziert werden. Als erstes Ziel sollte heute mindestens das noch offene Gap bei 58,25 dienen. In einem weiterhin freundlichen Börsenumfeld wäre dann wohl auch der Test des Trendkanals von unten bei ca 60,55 Euro demnächst wieder möglich

Tesla Chef Elon Musk twittert ein paar Milliarden…

Von wegen bei Twitter wird kein Geld verdient! Während der Zwitscherdienst heute an der Börse kräftig abgestraft wurde, weil sich das Wachstum offenbar etwas verlangsamt hat, gelangen es dem Tesla Chef Elon Musk den Wert seines Unternehmens mit nur zwei Tweets  um ca. 2,7 Milliarden Dollar anzuheben. Das dürfte einigermaßen rekordverdächtig sein und stellt sogar Carl Ikahn´s Twitter Aktivitäten zur Apple Aktie noch in den Schatten. Zumindest was die prozentuale Wertsteigerung in kürzester Zeit anbelangt.

Auch bei der Twitter Aktie konnte man sich heute nicht über mangelnde Bewegung beschweren. Der Twitter-Kurs stürzte am Dienstag zum Handelsstart an der Wall Street um mehr als 13 Prozent auf 42,19 Dollar ab, nachdem das Unternehmen eine Steigerung der aktiven Nutzer von „nur“ 23 Prozent bekannt gegeben hatte. Offensichtlich hatten sich Anleger hier deutlich mehr erwartet. Letztlich wurden aber damit nur die vorangegangenen Kursgewinne von 19 Prozent etwas relativiert.

Die Tesla Aktie hingegen gewann – wie bereits erwähnt – heute knapp 10 Prozent hinzu, nachdem Elon Musk den zuvor im Wall Street Journal erschienenen Artikel dementierte, in dem zu lesen war, dass der Elektroauto-Hersteller ca 25 Prozent weniger Fahrzeuge des Model S in Nordamerika abgesetzt hätte. Musk antwortete auf diesen Artikel über Twitter kurz und bündig: „Article in WSJ re Tesla sales is inkorrect. September was a record high WW and up 65% year-over-year in North America.“ und löste damit eine erneute Rally aus, die einen der größten Tagesgewinne der vergangenen Monate für die Aktie zur Folge hatte.

65 Prozent Absatzsteigerung auf Jahresbasis in Nordamerika kling erst einmal phantastisch…. Diese Daten lassen sich leider aber auch nach der Veröffentlichung des Zahlenwerkes in der kommenden Woche nicht wirklich nachvollziehen. Denn traditionell veröffentlich Tesla nur weltweite Verkaufszahlen und gibt die Ergebnisse der einzelnen Regionen nicht bekannt. Die Aussagen auf Twitter sind somit erst einmal ein genialer Coup und erfüllen Ihren Zweck, auch wenn sich der Firmenchef damit aus meiner Sicht auf sehr dünnem Eis bewegt. Die Frage ob Musk solche Informationen überhaupt vorab hätte herausgeben dürfen, sollen andere klären…!

Tesla Aktie Chart Analyse mit Trend

Die Zahlenvorlage in der kommenden Woche dürfte somit umso interessanter werden. Ähnlich wie bei der vollmundigen Ankündigung des „Model D“ die sich dann letztlich nur als überarbeitetes Model S entpuppte, könnte die Enttäuschung der Anleger zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit groß sein, wenn man feststellt dass die angenommene Absatzsteigerung von 65% bei weitem nicht auf alle Regionen dieser Welt zutrifft. Wie man in dem Chart sehen kann, kam diese „rettende Meldung“ aber genau zur richtigen Zeit, da der Aktie zuvor ein weiterer Absturz gedroht hat. Die rote Linie stellt den langfristigen Aufwärtstrend dar und wurde bereits unterschritten. Mit einem weiteren Kursrutsch unter die 200,- Dollar Marke wäre wohl auch die 5-Wellen-Abwärstbewegung mustergültig vollendet worden…!

Auch die Anteilverkäufe von Daimler und Toyota dürften zudem nicht ganz zufällig erfolgt sein. Geht man davon aus, dass die beiden Autobauer sehr genau beobachten wie sich die Absatzzahlen der Mitbewerber, bzw. der Unternehmen an denen man beteiligt ist, entwickeln, könnte diese Vorgehensweise zumindest theoretisch untermauern, dass man dort erst einmal nicht von weiteren Kurssteigerungen ausgeht. Grundsätzlich hätte ein Verkauf der Anteile zu den Höchstkursen bei 280,- Dollar mehr Sinn gemacht, wenn es sich einfach nur um ein strategisches Investment gehandelt haben sollte. Es sei denn man hat nun plötzlich festgestellt, dass die Tesla-Erfolgsstory nun allmählich einen Knick bekommt…!? Ob dem so ist, oder aber andere Gründe für den Verkauf gesprochen haben, kann ich nicht abschließend beurteilen. Aber all diese Ereignisse in kurzer Zeit ergeben für mich ein gewisses Bild, dass mich nun sehr vorsichtig werden lässt.

Letztlich sind dies alles noch lose Gedanken und Spekulationen, die aber gerade durch das Einschreiten Elon Musks, kurz vor der Zahlenvorlage als die Aktie eine wichtige Trendlinie nach unten verletzt hatte, Sinn machen könnten. Elon Musk hat mit seiner Aktion einmal mehr viel Hoffnungen der Anleger in den Aktienkurs gepumpt, die enttäuschet werden könnte. Mit der genannten Steigerung um 65 Prozent sind die Erwartungen an die Zahlenvorlage am Montag noch einmal deutlich gestiegen. Vielleicht war dies also nun der zweite entscheidende Fehler den er gemacht hat? Für mich persönlich bedeutet der gestrige Anstieg somit nicht zwingend, dass das im Chart eingezeichnete 5-Wellen-Szenario nun vom Tisch ist. Auch ein weiterer Anstieg der Aktie kann selbstverständlich nicht ausgeschlossen werden, wenn die Wachstumsraten besser sein  sollten als erwartet. Am 3. November wissen wir sicherlich mehr…!

LPKF Laser – Wie geht es nach dem Crash weiter?

LPKF Laser schockte gestern die Daueroptimisten mit einer satten Gewinnwarnung. Der Aktienkurs rauachte daraufhin in die Tiefe und vernichtete innerhalb weniger Minuten ein gutes Viertel der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Anstelle einer geplanten Erlösspanne zwischen 132 und 140 Millionen Euro kalkuliert das Unternehmen nun nur noch mit ca. 120 bis 125 Millionen Euro. Die erwartete Ebit Marge musste ebenfalls zurückgenommen werden und soll nun nur noch ca. 12 Prozent betragen.

Nicht das mich die Gewinnwarnung ansich überraschen würde, aber die Tatsche das seitens des Unternehmens noch im August hier enorme Verbesserungen beim Umsatz und operativem Gewinn in Aussicht gestellt wurden, muss einen schon etwas nachdenklich stimmen. Bereits damals habe ich die ausgegebenen Ziele in unserem NewsTicker wie folgt kommentiert: „LPKF Laser will 15 bis 17 Prozent Ebit-Marge im Geschäftsjahr erzielen. In den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres lag diese bei nur 3,5 Prozent. Wie soll das funktionieren?“ Auch in dem Artikel vom 21.08 habe ich vor allzu viel Optimismus bei der Aktie gewarnt.

Trotz dieser relativ einfachen Überlegung zeigten sich aber einige Analysten von den Aussichten des Unternehmens sehr überzeugt und haben somit sicherlich auch diverse Privatanleger dazu verleitet hier eine Long-Position zu eröffnen, die ja alleine durch den medialen Rummel auch anfänglich ganz gut lief. Das hier aber eine Enttäuschung nahezu vorprogrammiert, bzw. sehr wahrscheinlich war, wurde offensichtlich von vielen Anlegern außer Acht gelassen. Mann/Frau ist also einmal mehr blind der Herde gefolgt und hat keine eigenen Überlegungen hierzu angestellt. Dabei sprach der Chart doch eine ganz deutliche Sprache…

LPKF Laser Aktie Chart Analyse

Auch wenn mir das für die Anleger dennoch leid tut, lässt sich hier eine gewisse Mitschuld also nicht leugnen und es bleibt zu hoffen dass der ein oder andere daraus wenigstens etwas lernen wird. Da das Kind nun aber bereits in den Brunnen gefallen ist hilft es wenig darüber zu lamentieren. Stattdessen möchte ich gerne kurz aufzeigen, wie es hier nun weiter gehen könnte. Vorab sei gesagt, dass jetzt noch in Panik zu verfallen sicherlich keine gute Strategie und deutlich zu spät ist…!

Wie man deutlich sehen kann befinden wir uns immer noch in einem intakten Abwärtstrend und haben diesen in den letzten Monaten auch nie verlassen. Es gab also keinerlei kaufbares Handelssignal dem man hätte folgen können…! Der gestrige Test der letzten massiven Unterstützungszone bei ca. 13,37 Euro von unten war ebenfalls mustergültig bevor der Aktienkurs dann drastisch nachgegeben hat. Inzwischen befinden wir uns nun in der Nähe des 61,80 er Fibonacci Retracements bei 10,37 Euro und der Unterstützungslinie bei 10,09 Euro, die zusammen eine starke Bastion gegen weitere Angriffe der Bären bilden sollten.

Hier ist nun also der Punkt gekommen auf den ich persönlich gewartet habe. Hält das aktuelle Niveau, kann man jetzt u.U über einen antizyklischen Einstieg in die Aktie, mit dem Kursziel der oberen Begrenzung des Trendkanals nachdenken. Eine technische Gegenreaktion wäre nach den starken Kursverlusten gestern zumindest zu erwarten. Kann der aktuelle Bereich allerdings nicht verteidigt werden, wartet erst um die 8,50 Euro die nächste Auffangzone. Eher vorsichtige Anleger tun somit nun sicherlich gut daran erst einmal auf ein klares Signal zu warten, bzw. möglicherweise auch auf die Veröffentlichung der Guidance für 2015 und 2016 in ca. drei Wochen abzuwarten.

Für Trader ergeben sich hier kurzfristig aber durchaus interessante Perspektiven, denn aus meiner persönlichen Sicht sind die Chancen ab diesem Niveau nun deutlich größer als die weiteren Risiken. Ein kurzfristiger long Einstieg bei einem erneuten Re-Test der hier eingezeichneten (unteren) roten Linie könnte sich also lohnen. Seit Monaten ist aus meiner Sicht also genau dieser Punkt nun der erste wirklich interessante Einstiegszeitpunkt in die LPKF Laser Aktie, den ich für grundsätzlich kaufbar halte.

Apple eilt von Rekord zu Rekord und übertrifft mal wieder alle Erwartungen

Apple hat gestern nach US Börsenschluss die Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert und konnte dabei einem mehr überzeugen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie lag der Tech-Gigant aus Cupertino deutlich über den Konsenz-Schätzungen der Analysten. Der Gewinn konnte im Berichtszeitraum von 1,18 auf 1,42 Dollar je Aktie gesteigert werden, was einem Gesamtertrag in Höhe von 8,46 Milliarden Dollar entspricht. Der Umsatz legte von 37,47 um satte 12 Prozent auf nunmehr 42,1 Milliarden US-Dollar zu. Im vierten Quartal wurden 39,27 Millionen und damit 16 Prozent mehr iPhones abgesetzt, nach zuletzt 33,8 Millionen Einheiten im Vorjahresquartal.

Soweit zu den harten Fakten, die nicht nur sehenswert sind, sondern einmal mehr jeden Apple-Skeptiker Lügen strafen. Kein „Bendgate“ oder anderen Kuriositäten aus der illustren Welt des Internet konnte dem Erfolg des seit September im Handel befindlichen iPHone 6 etwas anhaben. Tim Cook sprach gar vom besten Verkaufsstart einer iPhone-Generation „ever“. Seit knapp einer Woche werden die neuen Geräte nun auch in China angeboten, was diesen Effekt wohl noch verstärken sollte. Für das Weihnachts-Qaurtal geht der Konzern somit von einem gigantischen Umsatz in Höhe von 63,5 bis 66,5 Milliarden Dollar aus.

Apple Aktie nach Q4 Ergebnis

Die Apple Aktie reagierte gestern nachbörslich mit einem eher verhaltenen Kursanstieg um „nur“ 3,68% auf 101,27 Dollar, was aber nicht darüber hinweg täuschen kann, dass sowohl die gelieferten Zahlen als auch der Ausblick auf das kommende Quartal hervorragend gewesen sind. Der Markt braucht hier offenbar, nach den eher durchwachsenen Zahlen von Google, Netflix und IBM, ein wenig länger um neuen Mut zu schöpfen. Aus rein charttechnischer Betrachtung wäre nun ein weiterer Anstieg über die jüngste Abwärtstrendlinie wichtig um dann kurzfristig neues Potenzial bis in den Bereich um die 108,- Dollar freizusetzen.

Damit wäre dann auch meine bereits im Februar diesen Jahres aufgestellte Prognose für den Apple Aktienkurs fast vollständig erreicht, denn die Aktie hat den u.a. auch hier noch einmal prognostizierten „großen Sprung“ vollzogen. Dennoch habe ich nicht vor zu diesen Kursen, die wir in Kürze erreicht haben dürften zu verkaufen, da ich davon ausgehe dass der Lauf für die Aktie noch weiter gehen wird. Ich erwarte ehrlich gesagt keine großen Dinge von der Apple Watch, um so mehr bin ich aber von dem neuen Bezahlsystem Apple Pay angetan, dass das Zeug dazu hat das gesamte Thema Mobile Payment, in Zeiten der totalen Überwachung durch die Staaten, grundlegend zu revolutionieren.

Wie auch immer…wir dürfen noch so einiges von Apple erwarten, sowohl bezüglich der Absatzzahlen der „klassischen“ Apple Produkte als auch neuer Einnahmequellen…und natürlich als Aktionäre!

Vossloh – Nächstes Kursziel bei 64,28 Euro ?

Die Vossloh Aktie bereitet weiterhin viel Freude. Ich hoffe möglichst viele Investors Inside Leser sind meiner ersten Aktien Analyse gefolgt und haben zu Kursen unter 45,- Euro gekauft. Nachdem der Ausbruch der Aktie aus dem Abwärtstrend gelungen ist und nun auch bestätigt wurde, hat sich inzwischen erneut eine charttechnische Konstellation aufgetan, die deutlich höhere Kurse in naher Zukunft erwarten lässt. Die Rede ist einmal mehr von einer Untertassen-Formation, deren „Henkel“ durch die heutige Kursbewegung erfolgreich gebildet wurde. Gelingt nun der nachhaltige Ausbruch über die Marke von 54,- Euro, respektive 54,43 Euro, dann löst dies die hier beschriebene Formation aus charttechnischer Sicht aus. Erneut ergibt sich dann möglicherweise ein gute Trading Chance für die Nachzügler unter Ihnen durch einen sogenannten Measured Move mit einem rechnerischen Kursziel von 64,28 Euro.

Vossloh Aktie Chart Analyse Kursziel

Das zusätzlich Interessante an einem solchen Kursverlauf wäre, dass die Aktie mit einem solch dynamischen Anstieg kurzfristig wieder in die seit Jahren bestehende Keilformation zurückfinden würde. Nicht selten erfolgt nach einem Ausbruch aus einer solchen Formation nach unten dann letztendlich ein entsprechend starker Anstieg in die Gegenrichtung. Bei aller Begeisterung über den jüngsten Kursverlauf ist es aber sicherlich noch zu früh sich bereits heute darüber ernsthafte Gedanken zu machen. Das Ziel von 64,28 Euro hingegen erscheint nun bald in greifbarer Nähe zu sein.

Die hier genannte Marke hat zudem in den Jahren 2011, 2012 und 2013 bereits des öfteren als Unterstützung für den Aktienkurs gedient, weswegen ein Test dieser wichtigen Marke von unten nun zusätzlich wahrscheinlich wird. Achten Sie also in den kommenden Tagen auf einen weiteren Ausbruch der Aktie, mit entsprechenden Anschlusskäufen und Volumen, der zumindest in den Bereich um die 60,- Euro führen sollte – wahrscheinlich aber sogar bis knapp über die 64,- Euro Marke. Störend empfinde ich persönlich lediglich die beiden noch offenen Gaps, die der starke Anstieg hier zuletzt hinterlassen hat. Man darf also gespannt sein ob auch dieses Setup so mustergültig aufgehen wird wie das letzte…

Bilfinger – Short Squeeze nur noch eine Frage der Zeit?

Die Bilfinger Aktie, die wir hier in den letzten Wochen des öfteren besprochen haben, tut heute das was von uns erwartet wurde. Nachdem gestern am Abend bereits bekannt wurde, dass der Finanzinvestor Cervian seine Beteiligung an Deutschlands Bauunternehmen auf über 25 Prozent aufgestockt hat, konnte sich die Aktie heute erfolgreich aus dem Abwärtstrend lösen und notiert nahe der entscheidenden 50,- Euro Marke. Nicht die Beteiligung ansich ist dabei der eigentlich interessante Faktor, sondern viel mehr die Aussicht darauf dass demnächst am Markt ein Umdenken über die Zukunft des Konzerns stattfinden könnte und andere auf diesen Zug aufspringen werden.

Die Erhöhung der Beteiligung sorgt nun mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Bilfinger Aktie wieder verstärkt in den Fokus institutioneller Anleger rücken könnte. Zum anderen werden dadurch wohl in absehbarer Zeit die Investment-Gesellschaften, die diese Aktie zuletzt leerverkauft haben bald unter Zugzwang kommen. Mit dem deutlichen Überscheiten der Hürde bei 50,46 Euro wäre somit wohl auch mit einem entsprechenden Short Squeeze zu rechnen, der die Aktie dann sehr schnell in den Bereich des ersten von drei großen, offenen Gaps zwischen 54,65 und 59,48 Euro katapultieren könnte. Noch ist es aber sicherlich zu früh von einem solchen Kursverlauf auszugehen.

Bilfinger Berger Aktie Chart Analyse mit Trend und Gaps

Festzuhalten bleibt vorerst: Zuletzt haben die Leerverkäufer wie Marshall Wache LLP, JP Morgan Asset Management ihre Positionen zwar leicht reduziert, mit den verliehenen Stücken dürften diese aber wohl spätestens ab Kursen um die 52,- Euro kräftig unter Wasser stehen. Der Abwärtstrend könnte, wie man in dem Chart deutlich sehen kann, in Kürze nach oben verlassen werden, was durchaus ein ernstzunehmendes Kaufsignal darstellen würde. Das Handelsvolumen hat zwar in den letzten Tagen wieder deutlich zugenommen, deutet jedoch noch nicht auf exzessiven Kaufdruck hin.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass erst ein weiterer Anstieg über die hier genannten Marken das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich verbessert. Ein Verbleib der Aktie in dem hier eingezeichneten Trendkanal ist auch mit dem heutigen Anstieg noch nicht vom Tisch. In jedem Falle aber stellt die Aktie auf diesem Niveau wieder  eine der interessantesten Spekulationen in diesen ansonsten eher trüben Börsentagen für Trader und Langfristanleger dar.

Gold und Euro – Der finale Abverkauf?

Das Sentiment für Gold könnte schlechter nicht sein. Die Goldbullen sind verstummt oder stimmen nun in den Chor der Bären ein. Keiner mag mehr so richtig daran glauben dass sich das Edelmetall und damit auch der kleine Bruder Silber demnächst wieder erholen könnten. Über die Ursachen dieser Entwicklung wird hingegen weiterhin kräftig spekuliert. Ein wesentlicher Grund für den Kursverfall ist nach meiner Ansicht schlicht und ergreifend im EUR/USD Wechselkurs zu sehen. Auch hier wäre es theoretisch aber möglich dass wir den finalen Abverkauf nun allmählich gesehen haben. Damit will ich ausdrücklich nicht dazu ermutigen sich in diesem Sektor nun verstärkt zu engagieren, sondern lediglich auf die Möglichkeit hinweisen, dass eine baldige Trendwende, trotz aller widriger Umstände, nicht ausgeschlossen ist.

Marktphasen wie diese werden nicht selten mit einem fast schon panikartigen Ausverkauf beendet. Möglicherweise werden wir genau diesen Abverkauf demnächst erleben, der dann möglicherweise einen guten Einstiegszeitpunkt für erste Positionen in dem Sektor darstellt. Denn, gerade beim Goldpreis haben wir schon des öfteren beobachten können, dass extreme Bewegungen an sehr wichtigen Marken nicht selten direkt im Anschluss einen entsprechend starken Ausschlag in die Gegenrichtung produzieren.

Gold Chart langfristig

Das eigentlich Spannende an der derzeitigen Situation ist aber, dass der Goldpreis nun endlich am langfristigen Aufwärtstrend angekommen ist, wie man in dem Chart sehen kann. Dabei ist es natürlich noch etwas Auslegungssache welche Linie man hier als relevanter erachtet, weswegen ich mal zwei Trend hier eingezeichnet habe. Egal ob man nun also die rote Linie als maßgebend ansehen möchte oder die etwas dünnere schwarze, dürfte damit klar werden wie entscheidend die momentane Entwicklung für Goldanleger ist. Ein Bruch (dauerhafter) dieses Trends hätte wohl auch die endgültige Kapitulation der Goldfans zur Folge, ein Bounce an dieser Stele hingegen wäre ein erstes Indiz für eine mögliche Trendwende.

Euro US Dollar Chart langfristig

Nicht minder spannend in diesem Zusammenhang sieht die Situation aktuell beim EUR/USD Wechselkurs aus. Auch hier wurden zuletzt alle wichtigen Unterstützungen ohne große Gegenwehr durchschlagen. Was für den EZB Chef Draghi eine durchaus gewollte Entwicklung sein dürfte ist aber aus Sicht der Goldanleger eher unerfreulich. Es ist aber keine Euro Schwäche mit der wir es hier zu tun haben sondern viel mehr eine enorme Dollar Stärke! Je stärker der Dollar nun wird desto weniger werden Anleger in den Wert des Goldes vertrauen. Für die weitere Entwicklung des Goldpreises ist also der EUR/USD Wechselkurs von essenzieller Bedeutung.

Ich persönlich bin zunächst davon ausgegangen, dass der Euro sich im Bereich um die 1,266 Dollar fangen würde. Dies Unterstützung ist nun seit heute passé, die nächste Marke bei 1,259 wurde bereits getestet. Die nächsten Unterstützungslinien dürften nun bei 1,241 und im Bereich um die 1,22 Euro liegen. Hält das aktuelle Niveau beim Euro also nicht, könnte es auch für den Goldpreis kurzfristig eng werden. Gelingt hingegen eine Stabilisierung des Währungspaars auf diesem Niveau, stehen auch hier die Chancen für einen nachhaltigen Bounce beim Gold nicht schlecht. Die kommenden Stunden werden nun also endlich zeigen wohin die Reise für die Goldbullen geht!

3 D Systems, ExOne, Voxeljet – Kaufchance oder Absturz?

Gut sieht anders aus!. So oder so ähnlich könnte man wohl die charttechnische Lage der zuvor gehypten 3D Drucker Aktien bezeichnen. Seit den Hochständen kurz nach dem Jahreswechsel kennen die meisten Aktien aus dem Sektor und andere Momentum-Aktien nur noch eine Richtung. Die löbliche Ausnahme stellt momentan lediglich die Stratasys Aktie dar, die sich zuletzt wieder deutlich von dem Rücksetzer erholen konnte. Die spannende Frage ist nun, ob die drei oben genannten es dem neuen Marktführer gleichtun werden oder nicht. Alle drei Aktie befinden sich aktuell aus charttechnischer Sicht eher in einer angespannt bis kritischen Lage. Doch sehen Sie selbst:

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Bei 3D Systems ist noch ein erneuter Test des Mehrfachbodens mit anschließendem Bounce möglich, Bei ExOne sieht der Chart hingegen nun schon deutlich schlechter aus und lässt zumindest erahnen dass die Mehrfach-Boden-Theorie auch bei 3D Systems nicht funktionieren könnte. Die im Verhältnis deutlich kleinere Voxejet kämpft zwar noch mit dem Abwärtstrend, dürfte aber im Falle einer weiteren Eintrübung des Sektors ebenso schnell neue Tiefstände sehen, da die Aktie deutlich volatiler ist als die anderen beiden Vetreter ihrer Zunft.

Unter den gegebenen Umständen kann es also durchaus ratsam sein sich hier nicht vorzeitig die Finger zu verbrennen, indem man glaubt zu wissen wo der Boden erreicht ist. Das haben sicherlich viel Anleger bspw. bei ExOne um die 25,- Dollar gemacht und liegen heute bereits mehr als zehn Prozent im Minus. Warten Sie deshalb geduldig ab wohin die Reise geht und entscheiden Sie erst wenn Sie erste echte Anzeichen der Stabilisierung sehen. In jedem Falle sollten die Aktien jetzt aber den Weg in Ihre Watchlist finden, damit Sie das Geschehen regelmäßig verfolgen können!

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