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Turnarround Kandidaten 2015 – Bilfinger Berger

Nach meinem Hinweis auf den Neujahrs- oder Januar-Effekt möchte ich die ruhigen Tage nutzen um hier ein paar mögliche Setups vorzustellen bei denen sich ein kurzfristiger Einstieg lohnen sollte. Einige Aktien wurden hier kürzlich bereits besprochen und haben sich wie positiv erwartet entwickelt. Die Bilfinger Berger Aktie erscheint mir auch auf dem aktuellen Niveau weiterhin aussichtsreich zu sein, auch wenn sich der Aktienkurs nun wieder an einer entscheidenden Hürde befindet. Die obere Begrenzung des aktuellen Abwärtstrends…

Bilfinger Berger Aktie mit abgeschlossenere Bodenbildung?

Mit dem jüngsten Anstieg hat sich bei der Aktie des Baukonzerns nun erwartungsgemäß ein Doppelboden ausgebildet. Einzig das dabei hinterlassene Gap zwischen 43,17 und 43,70 Euro trübt dieses Bild noch ein wenig. Dennoch besteht nun die realistische Möglichkeit dass die Aktie in Kürze aus dem hier eingezeichneten Abwärtstrend nach oben  ausbrechen wird und dann als nächstes die hier eingezeichnete grüne Linie ansteuert.

Ein bestätigter Rückfall in den Abwärtstrend wäre hingegen entsprechend negativ zu werten, kann aber zwischenzeitlich auch nicht ausgeschlossen werden. Erst Kurse unterhalb der 45,- Euro wären aber ein deutliches Warnsignal. Letztlich ist und bleibt das erste Kursziel aus meiner Sicht nun das Überwinden der 50,- Euro Marke, womit die Serie tieferer Tiefs und tiefer Hoch durchbrochen wäre.

Spätestens hier könnten Anleger auf einen Turnarround der Aktie im Jahr 2015 mit ersten Kurszielen um die 60,- Euro setzen. Damit wären dann auch die letzten zwei Kurslücken, nach der Gewinnwarnung, wieder geschlossen. Mehr dazu aber erst hier im Blog wenn die Sicht auf die aktuelle Situation etwas klarer geworden ist und die Börsenumsätze nach dem Jahreswechsel wieder angezogen haben. Mutige Anleger positionieren sich bereits jetzt und setzen auf den Neujahrs-Effekt.

Was ist der Neujahrs- oder Januareffekt?

Einige Marktteilnehmer dürften sich in den letzten Tagen etwas verwundert die Augen gerieben haben. Ausgerechnet einige Rohrkrepierer des Jahres 2014 zeigen auf die letzten Tage noch einmal deutliche Stärke. Für die etwas erfahreneren Anleger ist dieses Phänomen allerdings nicht unbedingt aussergewöhnlich, denn es handelt sich teilweise bereits jetzt schon um die ersten Anzeichen des sogenannten  Neujahres- oder Januareffektes, der sich aus finalen Verkäufen und ersten Käufen institutioneller Anleger ergibt.

Schwächere Aktien des alten Jahres werden zum einen verstärkt gekauft und somit auf eine Erholung dieser Sektoren im kommenden Börsenjahr gesetzt. Der Grund für diese offenbar starke Performance liegt aber auch in der Tatsache begründet, dass zuvor von den großen Fonds genau diese Aktien verstärkt abgestoßen wurden, damit man zum Jahresende möglichst wenig “Nieten” im Portfolio aufweisen muss. Diese werden dann teilweise in den ersten Tagen des neuen Jahres wieder zurück gekauft, was die Kurse zusätzlich bis Ende Januar treibt.

Nicht selten geschieht somit genau das was keiner mehr so richtig für möglich gehalten hat. Die Underperformer zeigen tatsächlich ernsthafte Lebenszeichen. Sprich die Kurserholung geht weiter, da es zu einer Art Initialzündung kommt, auf die der Markt lange gewartet hat. Auch aus charttechnischer Sicht verändert sich das Bild schlagartig wieder zum Positiven, was wiederum neue Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Bewegung freisetzt. Kurzum, die Hausse nährt die Hausse. Soweit zur alten Börsen-Theorie…

Welche Sektoren nun aber tatsächlich vor einer Trendwende stehen, lässt sich meistens erst Tage oder gar Wochen später feststellen. Das Tragische dabei ist somit, dass man sich entweder bereits im Vorfeld hier engagieren muss, um die volle Breite der Erholung mitzumachen, oder aber dann etwas später zu teilweise wieder deutlich höheren Kursen. Das Risiko ist in beiden Fällen nicht unerheblich.

Dennoch bietet diese Phase an den Finanzmärkten alljährlich sehr hohe Chancen, die man nicht einfach so verstreichen lassen sollte. Ich hatte Ihnen ja bereits im letzten Newsletter, wie auch hier im Blog, ein paar Titel vorgestellt auf die man nun besonderes Augenmerk legen sollte. Gold- und Silberminen Aktien waren unbestritten die großen Verlierer des Jahres 2014, ebenso wie 3D Drucker Aktien, einige Solarwerte und natürlich Stahl- sowie zuletzt Ölaktien. Einzelne Titel in Deutschland scheinen nun auf diesem ermäßigten Niveau wieder durchaus interessant zu sein wie. z-B. Bilfinger, SHW, Adidas, Südzucker, Deutsche Bank, etc.

Natürlich ist die Erfahrung der letzten Jahre und die Regelmäßigkeit dieses Ereignisses keine Garantie dafür dass diese Umschichtungen auch in diesem Jahr wieder stattfinden werden, aber sich eine persönliche Intensiv-Watchlist mit möglichen Kandidaten anzulegen, sollte nicht schaden. Filtern Sie die starken Performer der letzten und ersten Tage des jeweiligen Jahres, sowohl bei den Sektoren als auch bei Einzeltiteln, heraus. Es könnte sich lohnen!

Das sogenannte Window-Dressing treibt teilweise seltsame Blüten, wenn Fondsmanager versuchen auf den letzten Drücker, ihr Depot zum Jahreswechsel gut aussehen zu lassen, indem sie die Verlustbringer noch schnell verkaufen. Dem ahnungslosen Fondsanleger wird im Jahresbericht vorgegaukelt, dass sich diese Positionen erst gar nicht in den Depots befunden haben. Für Trader und aktive Anleger bieten sich hier nun aber wieder Chancen durch verstärkte Aktivität nach den Weihnachtsfeiertagen einen guten Start in das neue Börsenjahr zu bekommen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Investors Inside Lesern nun ein fröhliches Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Börsenjahr mit Ihnen und danke Ihnen für Ihre zahlreichen und regelmäßigen Besuche auf unserer  Seite.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Bilfinger Berger Aktie – jetzt wieder aufwärts?

Bilfinger berger Aktionäre dürften ein lausiges Jahr hinter sich haben. Wohl nur wenige BlueChips haben so mies performed wie die des größten Baukonzerns dieses Landes. Was dazu geführt hat muss man an dieser Stelle nicht noch einmal aufführen, denn diese Ereignisse gehören der Vergangenheit an. Viel wichtiger ist es nun wohl sich auf eine möglicherweise bessere Zukunft zu konzentrieren. Somit macht ein erneuter Blick auf den Chart des Konzerns genau hier und heute wieder einmal Sinn…

Die Aktie hat, wie erwartet nun alle Gewinne des letzten Anstiegs wieder abgegeben uns damit einen möglichen neuen Abwärtstrend generiert, den ich Ihnen bereits frühzeitig in meinem letzten Artikel dargestellt habe. Mit dem gestrigen unterschreiten des letzten Tiefpunktes aus dem November dürften hier noch einmal viele Stopps ausgelöst worden sein, was normalerweise eine letzte Marktbereinigung darstellt, bevor eine Aktie dann wie von Zauberhand wieder anfängt zu steigen. Auch heute wurde noch einmal kräftig „gefischt“ als der Kurs bis auf 41,80 Euro abgesackt ist…

Analysten zeigten sich zuletzt ebenfalls eher skeptisch bezüglich des Kursziels der Aktie, was den Druck auf die Bullen zusätzlich noch einmal deutlich erhöht hat. Nun wissen wir aber auch dass Kurse Nachrichten machen und nicht etwa umgekehrt. Somit würde ich diesen Analysenratings nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Viel mehr stellt sich an diesem Punkt nun die Frage ob die Aktie GENAU hier drehen wird, oder weiter abtaucht unter die 40,- Euro Marke. Ich persönlich halte die Chance für einen Bounce, der dann einen Doppelboden darstellen würde, für relativ hoch und durchaus für Trader handelbar… Vorsichtige Anleger warten erst die Bestätigung dieses möglichen Signals ab.

C.A.T. Oil – Übernahme?

Die CAT Oil Aktie ist heute vorbörslich mit knapp 15 Prozent im Plus. Eine entsprechende Meldung konnte ich bisher nicht finden, aber die Bewegung ist bemerkenswert und lässt vermuten, dass einige Marktteilnehmer hier bereits mehr wissen als andere. Kommt jetzt die Übernahme oder zumindest ein entsprechendes Pflichtangebot? Ich werde später dazu berichten, sobald ein paar Fakten auf dem Tisch liegen. Für den Moment sollte der Hinweis erst einmal Ihren Blick für die Situation bei CAT Oil schärfen. Was auch immer hier gerade gespielt wird – es könnte das Ende der langen und anstrengenden Wartezeit bedeuten.

Die Umsätze bei der Aktie sind allerdings noch verhältnismäßig gering, was mich an der Übernahme-Theorie ein wenig zweifeln lässt. Für Anleger die zuletzt in Ihren CatOil Positionen gefangen waren, bedeutet dies nun aber eine mögliche Ausstiegschance oder Anpassung Ihrer Positionsgröße. Für die Optimisten unter uns könnte die heutige Kursbewegung eine echte Trendwende hervorbringen, die aus charttechnischer Sicht bis in den Bereich um die 15,70 Euro führen könnte. Wie schon erwähnt – nichts genaues weiß man nicht, aber ich bin mir relativ sicher, dass dem unerwarteten Kursanstieg heute noch eine entsprechende Meldung folgen wird…!

P.S. soeben war ein Leser so freundlich mich aufzuklären was hier los ist. Das Pflichtangebot der Joma Industrial Source Corp. in Höhe von 15,23 Euro wurde heute offiziell eingereicht. Die Annahmefrist für das Angebot wurde vom 08.Dezember bis 08. Januar 2015 festgelegt. Wie schon in meinem letzten Artikel zu der Aktie geschrieben, war es somit eine gute Idee die Aktien um die 12,- Euro einzusammeln, wenn man relativ sicher davon ausgehen kann, dass man mindestens 15,23 Euro dafür bekommen wird… Auch wenn ich persönlich das Angebot für deutlich zu niedrig halte!

Tesla – Kommt jetzt der Absturz auf 143,- Dollar?

Ich bin schon einigermaßen überrascht darüber, dass bei der Tesla Aktie nicht nur der jüngst sehr negative Kursverlauf eine Würdigung in den einschlägigen Medien erfahren hat, sondern  sich offenbar auch niemand so richtig über das aktuelle Chartbild bei der Aktie Gedanken macht. Zumindest habe ich nichts Brauchbares darüber gefunden… Dementsprechend möchte ich zum Beginn der heutigen Handelswoche kurz darauf hinweisen in welch entscheidender Situation sich die Aktie nun befindet. Hopp oder Top ..sozusagen!

Wie schon eben erwähnt, macht sich offenbar kein Charttechniker dieser Welt Gedanken darüber, was eigentlich offensichtlich ist. Mit dem Kursverlauf vom vergangenen Freitag ist die Aktie nun in eine entscheidende Phase eingetreten. Zum einen wurde das offene Gap bei 222,- Dollar geschlossen. Ausserdem wurde die hier eingezeichnete Trendlinie (grün) von oben getestet. Ein Rückfall in die hier eingezeichnete „Broadening Wege“ wäre entsprechend negativ. Und … last but not least…  ergibt sich aus dem Kursverlauf des letzten halben Jahres nun eine übergeordnete SSKSS, Schulter-Schulter-Kopf-Schulter-Schulter Formation, die mit dem Unterschreiten der Marke um die 217,- Dollar aktiviert werden könnte.

Die Tesla Aktie vor dem Absturz

Die Kursziele die sich daraus ergeben würden traut man sich ja fast gar nicht zu nennen, nachdem die Aktie bislang ja nur eine Richtung kannte. Auch auf die Gefahr hin für verrückt gehalten zu werden…. das Hoch lag bei 291,63 Dollar, die Nackenlinie ist bei ca, 217 Dollar, womit sich ein Abwärtspotenzial von ca. 74,- Dollar und ein Kursziel von 143,- Dollar ergeben würde! Abschließend möchte ich auch noch einmal kurz daran erinnern, dass der langfristige Aufwärtstrend bei der Tesla Aktie ebenfalls kürzlich gebrochen wurde. Dieser befindet sich derzeit bei ca 237,- Dollar. Selten habe ich so viele negative Faktoren bei einer Aktie gefunden die immer noch so bedingungslos von Ihren Anhängern geliebt wird!

Kurzum, die Situation ist brenzlig und megaspannend zugleich. Fällt die Aktie nicht durch die genannte Unterstützung, dann ist hier wohl ein guter Einstieg für eine neue Long-Spekulation zu finden. Entspannung gibt es aber erst wieder wenn die Aktie den langfristigen Aufwärtstrend zurückerobert. Demgegenüber steht, aus meiner Sicht, ein unverhältnismäßig hohes Risiko. Tesla hin Tesla her, das Chartmuster ist absolut negativ zu werten und eine glasklare Top-Formation. Warten Sie klare Signale ab und handelt Sie dann entsprechend auf der einen oder anderen Seite. Mir persönlich erscheint die Short-Seite aus den genannten Gründen deutlich naheliegender zu sein.

P.S. Interessanterweise entspricht das genannten Kursziel von 143,- Dollar ungefähr einer 50-prozentigen Korrektur des gesamten Anstiegs der Aktie, was wiederum aus charttechnischer Sicht mustergültig wäre 😉

Leoni – Endlich!!

Einen echten Befreiungsschlag sehen wir heute nun endlich auch bei der Leon Aktie. Man muss schon sagen dass dieser längst überfällig gewesen ist. Geduld hat sich in diesem Falle also einmal mehr ausgezahlt. Mit dem heutigen Kurssprung von über fünf Prozent wurde nun neues Potenzial für die Aktie freigesetzt. Das offene Gap ist nun zu, womit wir eine, wenn auch zuletzt etwas lahme, V-förmige Erholung gesehen haben. Vieles deutet zudem nicht nur bei der Leon Aktie darauf hin, dass wir uns nun mitten in der  immer wieder gern gesehene Santa Claus Rallye befinden…

Besonders fies war dabei wohl, im Rückspiegel betrachtet, der panikartige Ausverkauf Mitte Oktober, den man hier an der langen roten Kerze erkennen kann. Innerhalb weniger Stunden stürzte die Aktie regelrecht ab um sich direkt im Anschluss dann aufzumachen neue Höhen zu erklimmen. Das ist bitter für diejenigen die in dieser Bewegung Ihre Aktien per Stop-Loss verloren haben, aber aus charttechischer Sicht leider auch mustergültig und ein entsprechend starkes Signal, dass ich damals gekauft habe.

Leoni Aktie Chart mit Setup

Die spannende Frage ist nun wie es mit der Aktie weitergehen wird. Es besteht durchaus die Möglichkeit dass lediglich die offene Kurslücke geschlossen werden sollte. Mein Verkaufssignal wäre hier also eigentlich erreicht, aber… Wieder einmal zeigt sich in dem Chart auch eine gute alte und bekannte Chartformation, die durchaus Anlass zu Hoffnung gibt dass dies erst der Anfang einer nun dynamisch folgenden Bewegung ist.

Die Rede ist natürlich einmal mehr von einer Tassen-Formation, die bei einem nun fortgesetzten Anstieg das theoretische Kurspotenzial von ca. 10,68 Euro ausgehend von der blauen Linie (Tassenrand) hat. Das würde dann ein Kursziel von 60,45 Euro ergeben, was zugleich in der Näher der Höchststände aus dem Juni/Juli diesen Jahres ist. Also, unbedingt beobachten! Vieles wird selbstverständlich davon abhängen, ob es dem DAX dieses mal gelingt sich über der 10.000er Marke zu halten…

Renault und Peugeot – vor kräftigem Schub?

Renault – am Kreuzwiderstand

Ich möchte heute noch einmal, ergänzen zu der letzten Aktien Analyse der Renault Aktie, auf die besondere charttechnische Konstellation hinweisen. Nachdem die Aktie nun wie erwartet die Trendwende vollzogen hat, stehen wir aktuell an einem aus charttechnischer Sicht an einem weiteren sehr entscheidenden Punkt. Heute markiert die Aktie erneut das letzte signifikante Hoch aus dem September 2014, und damit einen wesentlichen Kreuzwiderstand. Sollte nun ein weiterer Anstieg über die Hürde bei 63,44 Euro gelingen, wäre mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen.

Renault Aktie Chart Analyse am Kreuzwiderstand

Den Trend aus der letzten Analyse habe ich hier nun schwarz eingefärbt und das Thema (hoffentlich) etwas klarer zu machen. Der jüngste Aufwärtstrend (rot/grün) ist weiterhin aktiv, wenn auch zuletzt etwas wackelig. Die Unterseite des alten, schwarzen Trend wurde nun mehrfach getestet, sodass man momentan davon ausgehen kann, dass die Aktie wieder in diesen Trend zurückfinden wird. Die Price-Projektion-Linie (orange) deutet ebenfalls in Richtung der oberen Begrenzung des alten Trends, weswegen ich davon ausgehen würde, dass wir demnächst eine entsprechend dynamische Aufwärtsbewegung sehen könnten. Ein Scheitern an diesem Widerstand wäre hingegen negativ zu werten…

 

Peugeot – endlich ausgebrochen

Bei der Peugeot Aktie haben wir zuletzt ebenfalls deutlich freundlicher Tendenzen gesehen, als in den Wochen zuvor. Kürzlich wurde der Abwärtstrend nach oben verlassen. Seit Tagen sehen wir zudem eine positive Trendfortsetzung, die erwarten lässt, dass wir nun in Richtung des offenen Gap laufen könnten. Auch hier wurden zuletzt einige Widerstände für einen weiteren Anstieg der Aktie aus dem Weg geräumt…

Peugeot Aktie Chart Analyse mittelfristig

 

Noch ist es hier wohl zu früh über konkrete Kursziele zu sprechen, jedoch spricht aus meiner Sicht vieles dafür, dass sich die Aktie dem hier eingezeichneten Kursniveau nun wieder nähern und die Kurslücke schließen wird. Ob im Anschluss auch der Ausbruch aus dem mehrmonatigen Seitwärtstrend gelingen kann bleibt abzuwarten. Generell würde ich der Peugeot Aktie aber gerade unter den momentanen Bedingungen ein hohes Nachholpotenzial, bezogen auf den gesamten Automobilsektor, zubilligen. Die Peugeot Aktie bleibt eine der spekulativsten Automobilaktien, aber auch einem mit entsprechend hohem Gewinnpotenzial.

Adidas – Noch einmal runter bis 54,60 Euro?

Nicht viel hinzuzufügen ist wohl dem aktuellen Chartbild der Adidas Aktie. Wie bereits in meinem letzten Bericht über die Aktie, rechne ich hier erst einmal mit wenigen positiven Impulsen für Langfristanleger. Zumal immer noch zwei kräftige Kurslücken auf der Unterseite auf Schließung warten, bevor dann irgendwann das große Gap von Ende Juli diesen Jahres wieder geschlossen werden kann. Sowohl die bullische Flagge, die sich zuletzt gebildet hatte als auch der aufwärts gerichtete Trendkanal wurden nun nach unten verlassen, was äusserst negativ ist. Sollte also heute die 60,- Euro Marke nicht halten, wissen Sie wohin die Reise bei der Aktie kurzfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit gehen wird…

Adidas Aktie Analyse möglicher Kursverlauf

Bereits investierte Anleger müssen nun also zumindest damit rechnen, dass der Bereich um die 54,60 Euro noch einmal in den Fokus der (Leer-) Verkäufer rücken könnte. Hier wäre dann eine Umkehr erneut möglich, nachdem die beiden offenen Gaps geschlossen wurden. Die dann daraus resultierende inverse SKS Formation ist dann ggf. wieder ein kaufbares Setup. Hält auch dieser Bereich jedoch nicht, wäre auch noch deutlich tiefere Kurse vorstellbar, wie ich es kürzlich bereits beschrieben habe. Meine damals ausgegebene Zielmarke bei 51,80 Euro wurde immer noch nicht abgearbeitet…!

C.A.T. Oil – jetzt mit mehr Chancen als Risiken?

Mario Draghi hat einmal mehr Turbulenzen an den Märkten verursacht, was in diesem Fall zu einem äusserst ungünstigen Zeitpunkt geschah, nachdem zuvor nicht nur die 10.000er Marke im Dax erneut erobert werden konnte, sondern auch einige der beobachteten Aktien ernsthafte Zeichen eines Ausbruchs gezeigt haben. Nach einem turbulenten Handelstag gibt somit eine ganze Reihe von Aktien die sich durch relative Stärke oder auch besondere Schwäche in diesem Umfeld hervorgetan haben und die meiner Meinung nach nun intensiver beobachtet werden sollten.

Allen voran wäre da wohl der gestrige Bouncen bei CAT Oil zu erwähnen… Die Aktie hat sich von den Tiefständen unter der 12,- Euro Marke gelöst in dem allgemein schwächeren Börsenumfeld gegen den Trend entwickelt. Mit einem kräftigen Plus von 5,5 Prozent notiert die Aktie nun wieder in der Nähe der wichtigen Unterstützung bei 13,35 Euro. die es zu überwinden gilt. Bemerkenswert ist dieser Kursanstieg sicherlich auch deswegen, weil das gesamte Restumfeld der Aktien, die auch nur ansatzweise etwas mit dem Ölförderung zu tun haben, ansonsten auch weiterhin sehr schwach tendiert.

Das mag auch daran liegen, dass einige Marktteilnehmer erkannt haben, dass die Kursverluste der letzten Wochen deutlich übertrieben, und unter Umständen durch Spekulanten getrieben gewesen sein dürften. Denn das Unternehmen hat – trotz des dramatischen Rubel-Verfalls und des deutlich nachgebenden Ölpreises – auch zuletzt noch hervorragende Zahlen abgeliefert. Und mal ehrlich – wer wünscht sich als Aktionäre nicht ein ein Unternehmen im Depot dass sogar in so einer Situation noch Gewinne schreiben kann. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Ein Anstieg des Aktienkurses von C.A.T. Oil über die Marke von 13,35 Euro wäre nun ein erstes Kaufsignal, das zudem das kurzfristige Trendbild der Rohstoffaktie spürbar verbessern würde. Erst ein Überschreiten der hier eingezeichneten grünen Abwärtstrend-Linie bringt aber die „charttechnische Erlösung“ für die Bullen. Hierzu wäre ein kurzfristiger Bouncen beim Ölpreis sicherlich hilfreich. Die Aktie bleibt aber auch, wegen der Übernahme-Phantasie durch Joma Industrial Source Corp., ein ganz heißer Kandidat für einen weiteren Kursanstieg bis auf ca. 15,- Euro. Der Anfang wurde gestern gemacht, nun darf man gespannt sein wie es hier heute weiter gehen wird…

Vossloh – Das wars dann wohl…

Die Vossloh Aktie kam gestern erneut an der wichtigen Hürde von 54,50 Euro unter Druck und ging mit einem satten Minus von 11 Prozent aus dem Handel. Grund war hier die Neuausrichtung des Konzerns bzw. Ankündigung sich nun von der Lokomotiven-Sparte trennen zu wollen. Man wolle sich künftig verstärkt auf die „Kernbereiche“ Schienenbefestigungen, Weichen und Gleis-Dienstleistungen konzentrieren, hieß es in der Meldung. Dass die Transportation-Sparte seit gestern nun offiziell als „Nischengeschäft“ bezeichnet wird war neu und verwundert da ebenso wie die offensichtlich mangelnde Kreativität des Managements, dem offenbar nicht viel anderes zur Sanierung des Konzerns eingefallen ist, als einen Teil des Tafelsilbers zu veräussern.

Letztlich steuert die Lokomotiven-Sparte knapp 500 Millionen Euro zum Gesamtumsatz von ca. 1,3 Milliarden Euro bei! Der dann neu geschaffene Konzern wäre  somit zwar möglicherweise um etwas Bares reicher, aber auch um fast 40 Prozent kleiner. Ob oder wann ein Käufer hierfür gefunden werden kann ist noch ungewiss, welchen Preis man für den Konzernteil aufrufen will ebenso. Somit entwickelt sich Vossloh immer mehr zu einer Blackbox, die man als Anleger nicht mehr einschätzen kann. Die Konsequenz daraus ist klar und die ersten Auswirkungen haben wir gestern gesehen. Der Kursverfall könnte somit weiter gehen, was nicht zuletzt auch wegen der geringen Börsenumsätze bei der Aktie immer wahrscheinlicher wird.

Nachdem wir hier auf Investors Inside nun zwei mal einen kräftigen Bouncen bei der Aktie auf der Long-Seite getradet haben, wird die Aktie nach den jüngsten Meldungen nun bis auf Weiteres von unserer Intensiv-Waschlist genommen. Leider hat sich der Ausbruch über die 54,50 Euro zweimal hintereinander nicht ergeben, bzw. hat das Management aus meiner persönlichen Sicht hier auch ein extrem schlechtes Händchen bei der Unternehmenskommunikation bewiesen. Das Timing war beide Male sehr „unglücklich“ und die gestern verkündete Strategie überzeugt wenig.

SHW AG – Die vergessene Auto Aktie

Demnächst könnte es soweit sein. Die SHW Aktie hat an der aktuellen Rally bislang noch nicht wirklich teilgenommen. Der Aktienkurs hat sich zwar seit den Tiefständen bei 28,73 Euro deutlich erholt, jedoch geriet diese Erholungsbewegung zuletzt wieder deutlich ins Stocken, während andere Automobilzulieferer deutlich besser performed haben. Sicherlich ist dieser Kursverlauf den zuletzt eher schwachen Quartalszahlen geschuldet, aber auch die geringen Umsätze in der Aktie lassen darauf schließen dass die Aktie irgendwie aus dem Fokus der Anleger verschwunden ist. Das könnte sich aber bald ändern, denn der Titel steht vor einem entscheidenden Signal.

Ausgelöst wurde die jüngste Aufwärtsbewegung einmal mehr durch eine Cup and Handle-Formation (hier in dunkelgrün eingezeichnet), die den Titel eigentlich bis auf 38,93 Euro steigen lassen sollte. Dieser Anstieg gelang jedoch nicht ganz im ersten Anlauf. Durch die aktuelle Konsolidierung der Aktie hat sich nun eine zweite, größere Tassen-Formation (hellgrün) fast vollständig ausgebildet, die die SHW Aktie demnächst bis in den Bereich um die 47,90 Euro katapultieren könnte. Die geringen Umsätze und Stärke dieses harttechnischen Signals wirken dabei dann unter Umständen wie ein „Brandbeschleuniger“…

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten für die Aktie liegt momentan irgendwo im Bereich zwischen 47,- und 54,- Euro, was ebenso in dieses Bild passen würde. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht die also einer erwarteten Kurssteigerung von 25 bis 40 Prozent. Fazit: Der Chart sieht vielversprechend aus und der mittelfristige Abwärtstrend wurde bereits vor Wochen nach oben gebrochen. Ich habe schon schlechtere Setups gesehen…

Bilfinger Aktie – Gar nicht mehr so bullish…

Die Bilfinger Aktie konnte sich nach dem mehrfachen Kursschock zuletzt wieder deutlich erholen. Dennoch gelang es nicht, die Aktienkurs nun wieder über die wichtige 50,- Euro Marke zu hieven wo der Titel nun punktgenau nach unten abgeprallt ist. Eine „normale“ Konsolidierung des jüngsten Anstieges um 50% Prozent wird damit immer wahrscheinlicher. Hinzu kommt noch, dass sich die Aktie immer noch in einer charttechnischen Formation befindet, die auch neue Tiefstände nicht unmöglich erschienen lassen. Noch ist es sicherlich etwas zu früh sich ernsthafte Gedanken über dieses Szenario zu machen, ein erster Blick für den „Hinterkopf“ kann aber nicht schaden…

Bilfinger Berger Aktie Chartanalyse

Deutlich im Chart zusehen ist der jüngste Aufwärtstrend, der nun aber erneut dynamisch nach unten gebrochen wurde. Damit rückt das 50er Fibionacci Retracement bei ca. 46,- Euro als erste Auflaufstation nun wieder in den Fokus der Anleger. Übergeordnet befindet sich die Aktie in einer abwärts gerichteten „broadening Wedge“. Ein Unterschreiten des „normalen“ Korrekturbereiches um die 46,- Euro ist also mitunter dann als sehr negativ zu werten und legt einen erneuten Test der unteren Begrenzung dieser Keilformation nahe. Damit wäre dann auch eine neue Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs komplettiert, womit sich ein weiterer Abwärtstrend etabliert hätte, den ich Ihnen hier im Chart schon einmal angedeutet habe.

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