Author Archives: Lars

Apple gewinnt massiv Marktanteile in den Schlüsselmärkten

Die Apple Aktie hat sich gestern erwartungsgemäß erholt. Dabei verhalf auch eine Meldung über höchstwahrscheinlich deutlich höhere iPhone verkaufe als erwartet. Morgan Stanley Analysten gehen aufgrund der Beobachtungen und Recherche bei der Zuliefer-Kette davon aus, dass Apple im angelaufen Quartal ca 69 Millionen Smartphones verkauft haben könnten.  Das ist bereits die zweite Anhebung der Prognose in kurzer Zeit und würde gegenüber den Vorjahresverkäufen von ca. 51 Millionen iPhones eine sehr deutliche Steigerung bedeuten…

Die Apple Aktie vor dem Earnings Report 01/2015

Apple Aktie Chart 3 Monate

Die Apple Aktie konnte im gestrigen Handel rund drei Prozent zulegen. Damit haben wir nun ein neues und handelbares Setup. Durch den gestrigen Anstieg hat sich nun eine inverse SKS Formation im Chart angedeutet, die demnächst wieder deutlich höhere Kurse erwarten lässt. Bewahrheiten sich die ausgegebenen Umsatz-Ziel von Morgan Stanley, dann dürfte die Aktie ohnehin vor einer Neubewertung stehen und demnächst aus dem aktuellen, leicht abwärts gerichteten, Trend nach oben ausbrechen. Der hier rot eingezeichnete Pfeil stellt lediglich das Risiko dar, dass zuvor noch das offene Gap geschlossen werden könnte.

Erwähnen möchte ich hier noch die gestrige Meldung, dass Apple insbesondere in den asiatischen Märkten stark gewachsen sein dürfte. Das Marktforschungs-Institut Counterpoint Research veröffentlichte heute Nacht seine jüngste Studie aus der hervorgeht, dass Apple es erstmals als westlicher Konzern geschafft hat dem Erzrivalen Samsung sogar im Heimatmarkt Korea einen deutlichen Marktanteil abzuringen. Im November kletterte der Marktanteil des US-Konzerns dort auf stolze 33 Prozent, von zuvor unter 15 Prozent (!). Apple ist jetzt die Nummer zwei hinter Samsung, deren Marktanteil damit auf nur noch 46 Prozent zurückging. Auch in den anderen asiatischen Absatzmärkten wie Japan konnte Apples Marktanteil inzwischen auf 51 Prozent ausgebaut werden…!

Die bereits bekannten Umsatzzahlen von Dialog Semiconductor sind ein weiteres Indiz für ein Rekord-Quartal bei den Californiern. Insgesamt sprechen also immer mehr Faktoren dafür dass es Apple erneut gelingen wird die ohnehin schon sehr hohen Markterwartungen wieder einmal zu übertreffen, was sich dann auch im Aktienkurs widerspiegelt dürfte.

Kommt nun die Vossloh Übernahme nach C.A.T. Oil-Muster?

Es gibt schon immer wieder komische „Zufälle“ an der Börse. Nachdem die Vossloh Aktie bereits seit Tagen an einem Ausbruch nach oben arbeitet, liefen plötzlich Meldungen über die Ticker, dass Großaktionär Thiele nun offenbar eine Komplett-Übernahme des Bahntechnik-Dienstleisters anstreben könnte oder zumindest seinen Anteil nun deutlich erhöhen will. Die letzten Wochen waren eher von Stärke bei der Vossloh Aktie geprägt, somit könnten sich die Hoffnung auf noch tiefere Übernahme-Kurse für den Großaktionär nicht bewahrheitet haben. Die heutige Meldung kommt somit für mich nicht ganz überraschend, der genannte Kaufpreis auch nicht. Der Gewinn liegt ja bekanntlich im Einkauf 😉

Heinz Hermann Thiele, der Eigentümer der Knorr Bremse AG, hält über die KB Holding bereits 29,99 Prozent der Anteilsscheine an der Vossloh AG. Ab 30 Prozent wird laut Übernahmegesetz ein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre fällig. Bislang konnte ich allerdings noch keine offizielle Meldung darüber finden, auch nicht darüber ob tatsächlich eine Komplett-Übernahme angestrebt wird! Internen Kreise zufolge wäre es auch denkbar dass Thiele seinen Anteil erhöhen möchte um ggf. eine feindliche Übernahme eines anderen Interessenten abwehren zu können. An einer Preisermittlung für die Übernahmeofferte werde gearbeitet, hieß es laut Presseberichten. Der genannte Preis von 48,- bis 49,- Euro entspräche dabei ungefähr dem gewichteten Durchschnitt des Börsenkurses während der letzten drei Monate.

Das US Bankhaus JP Morgan hat zuletzt seine Short-Position in der Aktie immer weiter erhöht. Es dürfte nun also einigermaßen spannend werden zu beobachten wie sich der Aktienkurs nun weiter verhält. Das bisher in den Medien kursierende Übernahmeangebot sollte den Druck auf die Amerikaner nun etwas erhöhen. Würde Thiele dieses Angebot in den kommenden Tagen nachbessern, was ich durchaus für möglich halte, dann dürften die Amerikaner hier wohl einigermaßen in Zugzwang kommen… Ein kleiner Short Squeeze scheint die logische Schlussfolgerung zu sein.

Diesen sollte man dann wohl auch spätestens zum Ausstieg aus der Aktie nutzen. Denn bei Vossloh wachsen die Bäume aus operativer Sicht nicht gerade in den Himmel. Zwar befindet sich der Konzern in einem vielversprechenden Umstrukturierung-Prozess, die guten Ergebnisse dürften aber noch etwas auf sich warten lassen. Die offenbar geplante Übernahme weiterer Anteilsscheine zu diesen Kursen lässt nun aus meiner Sicht wenig Spielraum nach oben. Denn, ähnlich wie bei der zuletzt gesehenen CATOil Übernahme ist eine Aktie mit entsprechend dünnen Umsätzen leicht in einer gewissen Kursregion zu halten, wenn man das möchte…!

Manz mit sehr guten Aussichten!

Der Anlagenbauer Manz machte zuletzt durch einen kräftigen Kurssprung auf sich aufmerksam, der von guten Nachrichten begleitet wurde. Kürzlich konnte ein neuer Großauftrag in Höhe von 40 Millionen Euro für den Bereich Batterien verkündet werden, was einmal mehr verdeutlich, dass der Maschinenbauer seine Expertise in den letzten Jahren konsequent vom Solarbereich auf die Display-Industrie und die Batterie-Herstellung ausgeweitet hat. Zwar ist der Bereich Solar immer noch das mit Abstand stärkste Segment des Unternehmens, jedoch dürften sich die Umsatzanteile in den kommenden Monaten weiter zu Gunsten der anderen beiden Standbeine verschieben…

Langfristig betrachtet ist diese Neuausrichtung auch aus Aktionärssicht sehr zu begrüßen, da insbesondere dem Bereich Batterien in den kommenden Jahren verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden dürfte. Die Produktionsanlagen von Manz ermöglichen hier längere Batterielaufzeiten sowie kleinere Baugrößen und somit entscheidende Wettbewerbsvorteile bei den Kunden. Wer also das Thema Elektromobilität etwas verfolgt kann erahnen welchen Erfolg das Unternehmen als Innovationsführer im Bereich Lithium-Ionen-Akkus haben könnte..!

Firmenchef Dieter Manz blickt dementsprechend optimistisch in die Zukunft: „Das Potenzial für uns als führender Hightech-Maschinenbauer im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien ist immens. Zukunftsmärkte wie die Elektromobilität und die stationäre Energiespeicherung werden die Marktdynamik zusätzlich zu dem bereits bestehenden großen Segment der Batterien für Consumer Electronics weiter vorantreiben. Ich bin davon überzeugt, dass diese Aufträge erst der Anfang sind und wir im Bereich Battery weiter deutlich wachsen werden.“

Besonders positiv sei an dieser Stelle noch hervorgehoben, dass Manz bei Großaufträgen grundsätzlich nur gegen Vorklasse arbeitet. Sprich das Ausfallrisiko durch die mögliche Pleite eines Kunden, oder allgemein sinkende Zahlungsmoral scheint hier deutlich begrenzt zu sein. Sicherlich ein wesentlicher Punkt den nicht alle Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau für sich verbuchen können!

Ich finde die Story insgesamt sehr stimmig und auch den Aktienkurs auf diesem Niveau äusserst interessant. Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie nun den starken Anstieg der vergangenen Woche nahezu mustergültig korrigiert und dürfte demnächst nach oben durchstarten. Vorausgesetzt wir erleben in den kommenden Tagen keine allzu negativen Überraschungen seitens der Notenbanken. Das Analysenhaus Equinet hat heute das Kursziel 100,- Euro für die Aktie ausgegeben…

 

SGL Carbon im Rally-Modus – Warum eigentlich?

Die SGL Carbon Aktie kann heut einen ordentlichen Schluck aus der Pulle nehmen und notiert aktuell mit einem satten Plus von neun Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Nicht dass ich den investierten Anleger diesen schönen Gewinn nicht gönnen würde, aber ich frage mich schon wie es zu diesem Kursanstieg kam, bzw. wodurch dieser nun gerechtfertigt sein sollte. Die Aktie ist und bleibt teuer, was ich ja auch in der Vergangenheit und erst recht bei Kursen über 40,- Euro immer wieder betont habe…

Daran hat sich bis heute aus meiner Sicht auch zu diesen Kursen nicht viel geändert. Die Nachrichtenlage der letzten Monate zeigt deutlich, dass das Unternehmen Probleme hat ernsthaft profitabel zu sein. Ebenso dürfte sich an der Tatsache dass Kohlefaser-Produkte sehr aufwendig und teuer sind auch in naher Zukunft nichts Wesentliches ändern. Warum diese Aktie also in manchen Medien als Turnarround-Kandidat für das Börsenjahr 2015 gehandelt wird, erschließt sich mir nicht.

Anleger setzen hier höchstwahrscheinlich einmal mehr auf den Chassis-Bau aus Carbon für die Elektromobilität, was zu einem gewissen Grad auch nachvollziehbar ist. Dennoch bin ich immer noch der Meinung dass dieses Verfahren in dem Bereich nicht konkurrenzfähig ist und man wohl früher oder später auf Spezialkunststoffe ausweichen wird. In anderen Bereichen wiederum hat Carbon sehr wohl seine Daseinsberechtigung, in einem Massenmarkt würde ich das allerdings anzweifeln.

Wie auch immer…den heutigen Kursanstieg gilt es zumindest zu respektieren, denn wenn die Herde in eine Richtung läuft ist es unerheblich was der Einzelne darüber denkt. Aus charttechnischer Sicht könnte hier also nun eine Umkehr im Gange sein, die allerdings erst noch bestätigt werden muss, wofür der heutige Anstieg bei Weitem noch nicht ausreicht! Einen Platz auf meiner Watchlist hat sich die SGL Aktie damit verdient – mehr aber auch erst einmal nicht!

Continental – Trading Ziel erreicht…und jetzt?

Die Continental Aktie hat das zuletzt von mir im November ausgegebene Trading-Ziel von 184,47 Euro heute erreicht. Die spannende Frage ist nun also was demnächst passieren wird. gelingt nun ein weiterer Anstieg in Richtung der runden 200,- Euro Marke? Oder war es das jetzt? Normalerweise würde man nun den geplanten und perfekt aufgegangenen Trade schließen und sich über einen schönen Gewinn von knapp 30 Prozent in zwei Monaten freuen. Aber in diesem Falle könnte nun noch deutlich mehr drin sein…

Die Aktie konnte mit dieser Kursbewegung zuletzt das alte Hoch bei 183,28 Euro übertreffen uns hat bereits an der 185,- Euro Marke „gekratzt“.Gelingt es nun diesen Ausbruch zu bestätigen, wäre dies ein entsprechend starkes Signal.  Mit dem Sprung über die 186,33 Euro wäre der erste Schritt dazu aus charttechnischer Sicht getan. Der nächste nennenswerten Widerstände lägen wohl erst im Bereich um die ca. 195,- und 201,30 Euro, wobei ich mich da nicht festlegen möchte, da wir uns dann sozusagen im „Niemandsland“ befinden.

Unabhängig davon befindet sich die Aktie in einem absolut intakten Aufwärtstrend, der sich spätestens mit dem möglichen Überscheiten der 10.000er Marke im DAX nun noch einmal beschleunigen sollte. Aber auch die positive Nachrichtenlage um die Continental AG sowie der günstige Euro/Dollar Wechselkurs, sinkende Rohstoffpreise und die starken Absatzzahlen der Automobilbranche  sollte in den kommenden Monaten voll in der Bilanz des Konzerns sichtbar werden. An dieser Börsenstory stimmt im Moment alles!

Die Tesla Aktie schmiert ab – Endlich!

Man möchte es fast hinausschreien – Endlich!! Investierte Anleger mögen mir das verzeihen, aber der ganze Bewertung-Wahnsinn bei der Tesla Aktie MUSS irgendwann ein Ende finden. Und möglicherweise ist es nun – endlich – soweit. Der Chart spricht ja bereits seit längerem dafür…!

Ich habe in den letzten Monaten nie verstanden was Menschen dazu bringt in ein völlig überteuertes Unternehmen zu investieren und dies ja nun auch mehrfach hier  zum Besten gegeben. Letztlich war mir aber auch klar, dass eine Aktie in ungeahnte Höhen steigen kann, solange nur genügend Anleger auf diesen Zug aufspringen wollen, und die Bewertung in diesem Falle wurscht ist. Aber ich war mir immer sicher, dass dieser Zustand nicht ewig anhalten kann. Seit gestern könnte sich diese Sichtweise der Anleger nun dramatisch verändert haben… nicht was das Unternehmen betrifft, aber zumindest den Wert der Aktie.

Die Tesla Aktie verlor nachbörslich über fünf Prozent an Wert und notiert damit erneut deutlich unter der psychologisch wichtigen 200,- Dollar Marke, nachdem nun offiziell bekannt gemacht wurde, dass man dort sehr wahrscheinlich bis zum Jahr 2020 ohne Gewinne fahren wird. Die geplanten Investitionen in verschiedenste Bereiche des Elektroauto-Herstellers dürften alle entstehenden Gewinne bis dahin auffressen.

„Wir könnten jetzt Geld verdienen, wenn wir nicht investieren würden“, sagte Konzernchef Elon Musk bei einem Branchentreffen in Detroit. Dieser Satz reichte um die Aktie nachbörslich um teilweise sieben Prozent abstürzen zu lassen. Hinzu kommt noch dass man offenbar massive Probleme im größten Absatzmarkt China hat  und der deutlich rückläufige Ölpreis ebenfalls nicht sehr hilfreich ist. Ebenso arbeiten diverse renomierte Konzerne wie Audi, Daimler und vor allem GM nun mit eigenen Produkten daran Tesla vom Thron der Marktführerschaft zu stoßen. Insgesamt also eine Mischung die auch dem hartgesottensten Tesla Fan zu denken geben sollte.

Es wäre aus meiner Sicht zu begrüßen wenn hier nun endlich mal etwas heiße Luft aus der Aktie entweichen könnte. Zum einen würde dies natürlich zu gegebener Zeit gute Möglichkeiten eröffnen in diese grundsätzlich interessante Unternehmen – zu realistischen Preisen – zu investieren und zum Anderen dürfte die Tesla Story dann wohl auf wesentlich gesünderen Beinen stehen. Mein Kursziel für die Tesla Aktie bleibt somit bei den von mir kürzlich hier ausgegebenen 143,- Dollar.

Es bleibt natürlich am Ende die Frage ob nicht auch dieser Dip zunächst wieder gekauft wird? Ich denke aber, Geduld sollte sich hier in den kommenden Monaten auszahlen!

 

Greift Apple nun GoPro an und bringt ein neues Produkt?

Eine interessante Kurznachricht lief gestern über die Ticker…. Diese möchte ich Ihnen hier natürlich nicht vorenthalten. Der US Gigant Apple hat gestern die Zulassung für ein zuvor angemeldetes Patent für eine eigne Action-Kamera angemeldet, und dabei angeblich auch auf deutliche Schwächen des Produktes aus dem Hause GoPro hingewiesen. Was genau Apple mit diesem Patent vor hat ist natürlich noch nicht klar und dürfte wie immer bei den Kalifornien eines der bestbehütetsten Geheimnisse bleiben. Man kann  jedoch davon ausgehen, das der Apple-Konzern das enorme Potenzial dieses Produktes erkannt hat. Zudem würde sich ein solches Gerät wohl hervorragend in die bisherigen Produktpalette integrieren lassen.

Es würde also durchaus sehr viel Sinn machen, wenn Apple eine eigene Actionkamera auf dem Markt bringt! Wie auch immer Apple sich hier entscheiden wird, wenn es zu einer hausinternen Produktion eines Produktes, ähnlich der GoPro Action-Kameras kommen sollte, so dürfte es ein leichtes sein dieses Produkt entsprechend gut zu vermarkten und die Konkurrenz vom Markt zu blasen. Noch ist das natürlich alles sehr spekulativ, jedoch sollte man diese Nachricht meiner Meinung nach unbedingt im Hinterkopf behalten. Die GoPro Aktie verlor gestern dramatisch an Wert und könnte in den kommenden Tagen diesen Absturz fortsetzen. Die aktuelle Bewertung halte ich persönlich ohnehin für etwas…ambitioniert!

Aurubis und Freeport McMoRan als Vorbote für Schlimmeres?

Wer sich gestern über den doch recht deutlich negativen Kursverlauf bei der Aurubis Aktie gewundert hat, finden die Antwort auf die Frage: „Warum?“ ganz schnell in folgendem Chart… Ebenso erwischte es den US amerikanischen Mitbewerber Freeport McMoran und viele anderer Rohstoffunternehmen, ins besondere natürlich die Kupfer-Produzenten.

Was Sie hier sehen ist der langfristige Kupfer Chart. Nachdem der Kupfer-Preis nun geschlagene vier Jahre mit dem Abwärtstrend gekämpft hat, ist er schließlich aus dem fallenden Dreieck nach unten ausgebrochen und hat diesen Trend gestern dann sehr überzeugend bestätigt. Das ist zum einen natürlich nicht gut für die oben genannten Kupfer-Produzenten und weckt zum anderen völlig neue Befürchtungen, die die meisten Anleger so noch gar nicht auf dem Radar haben dürften.

Kupfer Preis stürzt ab

Langfristige Preisentwicklung des Kupfer-Preises

Die Rede ist von einer deutlichen Abschwächung der Weltwirtschaft, die hier nun bereits im zweiten wesentlichen Sektor eingepreist wird. Somit liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei dem geradezu dramatischen Ölpreisverfall der letzten Wochen eben nicht nur um eine Spekulation der Saudis, einen Angriff der Amerikaner oder ähnliches gehandelt haben könnte. Die Börsen in den USA reagierten gestern entsprechend auf diesen neuen Bedrohungsfaktor und schickten die Indizes deutlich in die Tiefe, bevor eine spätere Erholung eintrat.

Die Aktien aus dem Sektor verloren geradezu dramatisch an Wert und dürften sich so schnell wohl auch nicht von diesem Schock erholen. Viel mehr bleibt die Frage offen ob sich der Kupfer Preis auf diesem Niveau wieder fangen kann, oder aber auch das letzte wesentliche Verlaufstief noch unterschreiten wird, bevor wir erneut historisch tiefe Kurse sehen werden.

Bleiben Sie also vorsichtig da draussen – insbesondere in diesen Sektoren!

Südzucker – Die Hoffnung stirbt zum Schluss

Nicht dass die heute veröffentlichten Zahlen der Südzucker AG wirklich noch irgend einen Aktionär wirklich negativ überraschen könnten, aber ein paar Punkte waren dann doch sehr bemerkenswert. Die niedrigen Zucker- und Ethanol-Preise setzen der Bilanz des Nahrungsmittelkonzerns weiterhin schwer zu. So bracht der Gewinn im dritten Quartal um satte 84 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ein! In dem Berichtszeitraum verdienten die Mannheimer nur noch 27 Millionen Euro, was aber sogar noch leicht über den Schätzungen der Analysten im Vorfeld gelegen hat.

Der stolze Gewinnrückgang führte nach Abzug von Steuern und Leistungen Dritter sogar  zu einem Verlust in Höhe von 9 Millionen Euro, nach einem respektablen Gewinn in Höhe von 111 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Auch der Umsatz war um 9,4  Prozent rückläufig. Die Konzernführung bestätigte dennoch ihre ausgegebenen Ziele für das Gesamtjahr und erwartet einen Gesamtumsatz von ca. 7 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn in Höhe von ca 200 Millionen Euro. Die Prognose für das Erreichen dieser Ziele dürfte aber wohl eher einem gewissen Wunschdenken entsprungen sein…

Es bleibt somit alles wie es ist. Das Umfeld ist für den Konzern bereits seit längerem als katastrophal zu bezeichnen. Sowohl der Zuckermarkt als auch der Markt für BioEthanol liegen am Boden und das dürfte sich auch im neuen Geschäftsjahr nicht wesentlich ändern. Der Ölpreisverfall ist hier ebenfalls nicht unbedingt als hilfreich zu bezeichnen, da Ethanol auf diesem Nieveau nicht mehr konurrenzfähig ist. Auch aus charttechnischer Sicht ist die Aktie eher auf dem erneuten Weg in Richtung der 10,- Euro Marke als im Begriffe ernsthaft aus dem seit Monaten bestehenden Abwärtstrend nach oben auszubrechen. Aktuell liegt die Aktie vorbörslich mit ca. 2,3 Prozent im Plus…aber das muss ja nicht so bleiben.

Commerzbank – Durchgefallen…und jetzt?

Die Börsen werden im Vorfeld der Wahlen in Griechenland, vor allem aber mit der nun beginnenden Earnings Season in den USA wieder zunehmend nervöser. Während Alcoa heute Nacht mit wirklich guten Zahlen überraschen konnte bleibt es noch abzuwarten ob auch die großen US Bankhäuser erneut Rekorde verkünden können. Dementsprechend volatil zeigen sich auch die Aktienkurse der europäischen Bankhäuser im Vorfeld der Bekanntgabe. Über die charttechnische Lage bei der Commerzbank Aktie hatte ich kürzlich berichtet, möchte aber heute noch einmal etwas näher darauf eingehen, da ich einige Fragen dazu per Email bekommen habe.

In meinem letzten Artikel schrieb ich: „Aus charttechnischer Sicht ist die Marschrichtung bei der Commerzbank Aktie eigentlich relativ einfach. Handeln Sie das was Sie sehen und nicht das was Sie glauben! Bereits existierende Long-Positionen sollten an der hier eingezeichneten Aufwärtstrendlinie konsequent abgesichert werden. Fällt diese nachhaltig, ist die Unterseite des Abwärtstrend-Kanals ein mögliches Ziel. Unterstützungen sind bei ca 10,- Euro, 9,92 Euro und um die 9,- Euro zu finden. Neueinsteiger hingegen könnten genau hier nun darauf spekulieren, dass die Aufwärtstrend Linie hält und wir bald einen Bounce nach oben sehen. Der Stopp sollte dann aber ebenfalls eng unterhalb der Trendlinie platziert werden!“

Die Commerzbank Aktie vor der harttechnischen Entscheidung - eine Kurzanalyse

Wie sich herausstellte hat die Trendlinie nun vorerst nicht gehalten, bleibt aber noch in greifbarer Nähe. Einen echten Bruch dieses Trends würde ich persönlich erst ab Kursen unterhalb von 10,- Euro auf Tagesschluss-Basis sehen. In diesem Bereich  findet man zudem den letzten Tiefpunkt aus dem August des vergangenen Jahres, der zusammen mit dem Tief vom Oktober und der aktuellen Bewegung noch eine inverse SKS Umkehr-Formation bilden könnte…!?

Noch ist also nicht aller Tage Abend und sowohl eine Spekulation auf nun wieder steigende Kurse als auch Short Positionen mit Kursziel 8,50 Euro haben durchaus ihre Berechtigung. Es bleibt aber grundsätzlich dabei – im Vorfeld der Griechenland Wahlen muss man hier wirklich nicht engagiert sein. Wer bei der CoBa Aktie doch erste Positionen eingehen möchte, sollte das kurzfristige Risiko im Auge behalten. „Echte“ Signale hätten wir erst wieder unterhalb von 9,92 Euro oder oberhalb von ca. 11,65 Euro. Bis zum Erreichen einer dieser Punkte ist es somit ratsam eher an der Seitenlinie zu verharren. Handeln Sie also weiterhin nur das was sie sehen!

Continental – solide abgeliefert!

Der Automobilzulieferer Continental hat einmal mehr einen soliden Ausblick auf die kommenden Quartalszahlen abgeliefert. Demnach erwartet der Konzern nun einen leicht gesteigerten Umsatz  von 34,5 Milliarden Euro und einen ebenfalls verbesserten bereinigten Gewinn in Höhe von 3,8 Milliarden für das abgelaufene Geschäftsjahr.Analysten hatten diese zahlen in etwa erwartet, wobei die Gewinnschätzungen mit 3,9 Milliarden etwas darüber gelegen haben. Auch bei der Marge konnten keine neuen Bestwerte erzielt werden. Diese lang nach 11,3 Prozent im Vorjahr jetzt bei „etwas mehr als elf Prozent“.

Was sich erst einmal nicht weltbewegend anhört ist in dem gegebenen Umfeld ein hervorragendes Ergebnis. Unter anderem  negative Währungseffekte verhinderten hier neuen Bestmarken, was angesichts der Verwerfungen im Devisenmarkt, der Russland-Krise und einem derart starken Preisverfall beim Öl aber nicht weiter verwunderlich ist. Letztlich muss man dem Management ein großes Kompliment aussprechen dass diese Effekte die Bilanz mit nur ca. 500 Millionen Euro belastet haben, statt der zuvor einkalkulierten Milliarde.

Erfreulich war sicherlich auch der Ausblick auf das kommenden Geschäftsjahr. Konzernchef Elmar Degenhart rechnet nun mit einem weiterhin soliden Ergebnis für die kommenden 12 Monate. Insgesamt gehe man von einer fünfprozentigen Umsatzsteigerung auf ca 36 Milliarden Euro aus. Die EBIT Marge soll weiterhin im zweistelligen Bereich liegen. Degenhard rechnet dabei mit einem um ca 2 Millionen Autos gesteigerten Automobilabsatz bei ca 89 Millionen Fahrzeugen.

Conti ist und bleibt das Basisinvestment im Automobilsektor. Die breite Aufstellung des Konzerns und das hervorragende Management sollten auch in den kommenden zwölf Monaten für entsprechende Freude bei den Aktionären sorgen, wenn auch die Zeit der großen Kurssprünge erst einmal vorbei sein dürfte. Ich gehe aber weiterhin vom Erreichen des kürzlich hier genannten Kursziels bei der Conti Aktie aus.

Dialog als Vorbote für starke Apple Zahlen?

Weiterhin richtig rund läuft es bei Dialog Semiconductor. Der Hersteller von hochintegrierten Halbleiterlösungen für Powermanagement, Stromwandler, LED-Festkörperbeleuchtung und Bluetooth Smart Wireless Technologie hat im letzten Quartal den Umsatz noch einmal um fast ein Viertel auf nun 435 Millionen Euro gesteigert werden. Damit liegt der Konzern etwas über dem oberen Ende seiner ursprünglichen Prognose von 390 bis 430 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2014 lagen die Gesamterlöse damit rund 28 Prozent über dem Vorjahreswert, bei rund 1,16 Milliarden Euro.

Man kann davon ausgeht, dass der US Konzern Apple nach wie vor der Hauptkunde von Dialog Semiconductor ist, lediglich die prozentualen Schätzungen der Fachleute bezüglich des Umsatzanteils gehen hier etwas auseinander. Im Schnitt sollen es aber immer noch so um die 80 Prozent sein. Damit wird auch ziemlich schnell deutlich, dass auch der US Technologie-Riese ein ziemlich gutes Quartal gehabt haben muss.

Nicht dass diese Erkenntnis neu wäre, aber mit ca. 25 Prozent Zuwachs im iPhone Geschäft hätten die Analysten nun eine handfeste Zahl zur Berechnung Ihrer Kursziele für die Apple Aktie. Man darf also gespannt sein, wie die Apple Aktie und die Analysenhäuser heute und in den kommenden Tagen auf diese Nachricht reagieren.

Ob für die Dialog Aktie allerdings auf dem aktuellen Niveau noch so große Sprünge drin sind, muss aus meiner Sicht erst einmal abgewartet werden. Schließlich ist der Titel in den letzten Monaten bereits ordentlich gelaufen. Vieles von dem was wir heute lesen konnten dürfte also bereits im aktuellen Aktienkurs eingepreist sein. Auch eine „Sell the News“-Reaktion halte ich somit für durchaus möglich. Einen Ausbruch nach oben kann man aber nicht zwingend ausschließen, da die charttechnische Konstellation durchaus dafür spricht.

Fazit: Langfristig bleibt die Dialog Semiconductor auch weiterhin einer der aussichtsreichsten Titel am deutschen Aktienmarkt. Kurzfristig ist die Aktie etwas überkauft und sollte demnächst konsolidieren. Die Apple Aktie hingegen hat auf Basis der heute veröffentlichten Zuwächse beim Zulieferer noch deutliches Potenzial nach oben.

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