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Apple gewinnt massiv Marktanteile in den Schlüsselmärkten

Die Apple Aktie hat sich gestern erwartungsgemäß erholt. Dabei verhalf auch eine Meldung über höchstwahrscheinlich deutlich höhere iPhone verkaufe als erwartet. Morgan Stanley Analysten gehen aufgrund der Beobachtungen und Recherche bei der Zuliefer-Kette davon aus, dass Apple im angelaufen Quartal ca 69 Millionen Smartphones verkauft haben könnten.  Das ist bereits die zweite Anhebung der Prognose in kurzer Zeit und würde gegenüber den Vorjahresverkäufen von ca. 51 Millionen iPhones eine sehr deutliche Steigerung bedeuten…

Die Apple Aktie vor dem Earnings Report 01/2015

Apple Aktie Chart 3 Monate

Die Apple Aktie konnte im gestrigen Handel rund drei Prozent zulegen. Damit haben wir nun ein neues und handelbares Setup. Durch den gestrigen Anstieg hat sich nun eine inverse SKS Formation im Chart angedeutet, die demnächst wieder deutlich höhere Kurse erwarten lässt. Bewahrheiten sich die ausgegebenen Umsatz-Ziel von Morgan Stanley, dann dürfte die Aktie ohnehin vor einer Neubewertung stehen und demnächst aus dem aktuellen, leicht abwärts gerichteten, Trend nach oben ausbrechen. Der hier rot eingezeichnete Pfeil stellt lediglich das Risiko dar, dass zuvor noch das offene Gap geschlossen werden könnte.

Erwähnen möchte ich hier noch die gestrige Meldung, dass Apple insbesondere in den asiatischen Märkten stark gewachsen sein dürfte. Das Marktforschungs-Institut Counterpoint Research veröffentlichte heute Nacht seine jüngste Studie aus der hervorgeht, dass Apple es erstmals als westlicher Konzern geschafft hat dem Erzrivalen Samsung sogar im Heimatmarkt Korea einen deutlichen Marktanteil abzuringen. Im November kletterte der Marktanteil des US-Konzerns dort auf stolze 33 Prozent, von zuvor unter 15 Prozent (!). Apple ist jetzt die Nummer zwei hinter Samsung, deren Marktanteil damit auf nur noch 46 Prozent zurückging. Auch in den anderen asiatischen Absatzmärkten wie Japan konnte Apples Marktanteil inzwischen auf 51 Prozent ausgebaut werden…!

Die bereits bekannten Umsatzzahlen von Dialog Semiconductor sind ein weiteres Indiz für ein Rekord-Quartal bei den Californiern. Insgesamt sprechen also immer mehr Faktoren dafür dass es Apple erneut gelingen wird die ohnehin schon sehr hohen Markterwartungen wieder einmal zu übertreffen, was sich dann auch im Aktienkurs widerspiegelt dürfte.

Wirtschaftswachstum, Korea, Irland und Wikileaks

Heute korrigierte die EU Kommission noch einmal ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren in der Eurozone deutlich nach oben. Deutschland bleibt der Wachstumsmotor in der Region und profitiert überproportional am Aufschwung. Im Jahr 2012 sollen erstmals seit dem Jahr 2007 in allen 27 EU-Staaten Wirtschaftswachstum geben. Dabei attestierte die Kommission allen Mitgliedstaaten ein durchschnittliches Wachstum von 2,0 Prozent. Allen voran soll Deutschland mit satten 3,7 Prozent in diesem Jahr und 2,2 Prozent für das kommende Jahr weiterhin kräftig zu dieser gemeinschaftlichen Wirtschaftsleistung beitragen. Noch im Mai gingen die Fachleute lediglich von Wachstumsraten von 1,2 und 1.6 Prozent für die deutsche Wirtschaft aus.

Im laufenden Jahr rechnet die EU-Kommission laut ihrer neuesten Konjunkturprognose in den 27 EU-Staaten mit 1,8 Prozent Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts. In den 16 Staaten mit Euro-Währung sollen es 1,7 Prozent sein. Auch hier hatte die Kommission vor Kurzem noch mit deutlich niedrigeren Raten von jeweils ca. einem Prozent Wachstum gerechnet. Für das kommende Jahr rechnet man nun mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent für die Gesamtleistung aller EU Staaten, sowie 1,5 Prozent in der Eurozone. Diese soll dann in 2012 auf 2,0 beziehungsweise 1,8 Prozent steigen. Bleibt festzuhalten, dass es doch offenbar viel besser um Europa bestellt ist, als dies derzeit angenommen wird. Schwache Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal oder auch Spanien könnten das Gesamtergebnis zwischendurch etwas belasten, die Richtung für die Gemeinschaft stimmt aber.

Andere Faktoren belasten das eigentlich eher positive Bild an den Börsen aber zunehmend. Da wäre zum einen natürlich die finanzielle Rettung Irlands, die einen faden Beigeschmack behält. Eigentlich hätte dies den Euro heute etwas stärken sollen, jedoch bleibt die Charttechnik wohl zunächst einmal im Vordergrund. Demnach müsste der Wechselkurs der europäischen Gemeinschaftswährung zum Dollar wohl unbedingt noch das Kursziel von 1.31 abarbeiten, und somit die untere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrends noch einmal bestätigen. Auch fundamental spricht vieles dafür, dass der Wechselkurs hier dann wieder drehen sollte.

Zudem haben die Amerikaner heute ein nicht ganz ungewichtiges Problem mit der Veröffentlichungen der Geheimdokumente auf Wikileaks. Die Auswirkungen dieser Dokumente auf die politischen Beziehungen zwischen einigen Nationen dürften wohl nicht ohne sein. Bereits heute kann man in den ersten Videos und Artikel dazu sehen und lesen das sich die USA nun wieder in der Opferrolle sehen, was einer gewissen Komik nicht entbehrt.

Und dann waren da noch die Gefechtsübungen vor der Küste Koreas. Eigentlich der einzige Faktor der mir persönlich ernsthafte Sorgen bereitet. Wiedermal stehen die Nord- und die Südkoreaner am Rande eines Krieges. Wiedermal wollen beide Seiten ihre Macht demonstrieren, und riskieren dabei eine internationale Eskalation. Die Amerikaner sind inzwischen mit einem Flugzeugträger vor Ort um ebenfalls Entschlossenheit zu demonstrieren. Die Chinesen haben sich heute verhältnismäßig besonnen dazu geäußert, es bleibt also für uns alle, und insbesondere für die Koreaner zu hoffen, dass dieser Konflikt schnellstmöglich beigelegt werden kann!

Zum Abschluss noch etwas Positives. Wir befinden wir uns nun, nach den Feiertagen um Thanksgiving in einer sehr spannenden Phase. Der sogenannten „Black Friday“ hat gezeigt, dass sowohl in Europa als auch in den USA wieder kräftig konsumiert wird. Somit sollte einem guten Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels eigentlich nicht mehr viel im Wege stehen. Hierzulande sprachen einige Vertreter von Einzelhandelsketten gar bislang von extrem guten Umsatzzahlen. In den USA ist das Bild ähnlich, nichts braucht diese Nation so dringend wie einen starken Konsum um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, und dieser Wunsch scheint nun, zumindest im Weihnachtsgeschäft, in Erfüllung zu gehen. In dieser Börsenwoche ist also wieder einmal für Spannung gesorgt!

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