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Die Bilfinger Aktie vor erneutem Ausbruch in Richtung 54,- Euro?

Das Bankhaus Lampe hat heute sein Kursziel für die Bilfinger Berger Aktie angepasst bzw. die Empfehlung von Halten auf nun Kaufen gesetzt. Zwar sieht man das Kursziel nun nur noch bei 53,- statt zuvor 56,- Euro, aber aus rein charttechnischer Betrachtung könnte das Analysenhaus damit goldrichtig liegen. Auch ich bin ja nun seit längerem schon hier engagiert und vertrete die Meinung, dass man als Aktionär das katastrophale Jahr 2014 abhaken, und nach vorne schauen sollte.

Der Baukonzern konnte zuletzt den Verkauf eines Großteils des Ingenieurbaugeschäfts an die Schweizer Implenia AG verkünden, was ich als ersten Schritt in die richtige Richtung erachte. Letztlich kommt es aber nicht darauf an was man so „erachtet“ sondern viel mehr ist immer wieder das was man tatsächlich sehen kann ausschlaggebend für eine Anlageentscheidung. Und da gibt es erneut ganz hoffnungsvolle Signale …

Anschlussanalyse Bilfinger Berger Aktie

Anschließend an den letzten Artikel zur Bilfinger Aktie in dem ich auf die Rebound Chance hingewiesen habe, und der Vorstellung der Aktie als Turnarround Kandidaten 2015,  möchte ich Ihnen nun kurz die wahrscheinliche Fortsetzung der Geschichte präsentieren. Wie damals beschrieben, ist die Aktie nun an den entscheidenden Ausgangspunkt für die nächste Aufwärtswelle herabgelaufen und hat den Abwärtstrend nach oben verlassen.  Der Re-Test dieses Bereiches verlief ebenfalls mustergültig, sodass man davon ausgehen kann, dass das neue Chartsignal demnächst getriggert wird.

Die Rede ist einmal mehr von einer sogenannten Tassen-Formation, deren Kursziel sich aus dem Abstand zwischen dem Tiefpunkt des Tassen-Bodens und dem Tassenrand bemisst. Im Falle Bilfinger würde dies also bedeuten, dass mit dem Überschreiten des letzten Hochs bei ca 47,85 Euro ein neues Kursziel von 54,20 Euro in greifbare Nähe rückt. Das faszinierende daran ist, dass dieses Kursziel dann genau im Bereich der hier vor Wochen eingezeichneten grünen Linie liegen würde. Einen Test der oberen Begrenzung der übergeordneten Keilformation halte ich somit für immer wahrscheinlicher!

Nordex – Diesmal könnte es klappen…

Die Nordex Aktie hängt nun schon eine geraume Weile in einer charttechnischen Konstellation fest, deren obere Begrenzung wiederholt getestet wurde. So auch heute wieder… Trotz guter Nachrichten und prall gefüllter Auftragsbücher gelang es dem Titel aber bislang nicht aus diese abwärts gerichteten Keilfomation nach oben auszubrechen. Dabei ist es sicherlich einigermaßen faszinierend zu beobachten wie exakt die Algos diese Ziele immer wieder abarbeiten…

Die aktuelle Ausgangslage sieht dennoch vielversprechend aus. Der Ausbruch könnte demnächst gelingen, deutlich höhere Kurse wären dann zu erwarten. Gelingt der Ausbruch über ca 15,83 Euro und wird dieser im Anschluss bestätigt, dann entstünde aus der hier eingezeichneten charttechnischen Konstellation ein rein rechnerisches Kursziel von ca 17,50 Euro. Die Nordex Aktie sollte also in den kommenden Tagen intensiver beobachtet werden!

C.A.T. Oil – nicht vergessen!

Der französische Ölmanager Maurice Dijols/Joma Industrial Source Corp. hat inzwischen 73,4 Prozent der C.A.T. Oil Anteile unter seine Kontrolle gebracht, womit auch klar sein dürfte dass das ehemalige Management des Öl- und Gasdienstleisters den Kampf um das Unternehmen verloren hat. Eine entsprechende Meldung darüber war gestern in der Presse zu finden. Somit haben sich offensichtlich bis heute bereits weitere 25,68 Prozent der Aktionäre entscheiden dass heute auslaufende Übernahmeangebot zu 15,23 Euro je Aktie anzunehmen.

Nun kann man sich natürlich durchaus fragen, auf was der verbleibende Rest von immerhin 26,6 Prozent der Aktionäre spekuliert. Und ganz sicher muss man sich dann auch die Frage stellen, ob ein Teil dieser verbliebenen Aktionäre das Angebot vielleicht doch noch auf den letzten Drücker annehmen werden, oder aber der festen Überzeugung ist, dass das Unternehmen eigentlich deutlich mehr wert ist?!

Das Risiko dabei ist klar… der Schuss kann auch nach hinten los gehen, wenn es zu einem sogenannten Squeeze Out kommt und die Altaktionäre dann eine Abfindung für Ihre Aktien bekommen, die auch unter dem aktuellen Angebotspreis liegt. Die Chance hier mehr rauszuholen, ist aber natürlich theoretisch ebenso gegeben, wenn ich persönlich auch nicht unbedingt der Meinung bin, dass dieses Umfeld mit deutlich fallenden Ölpreisen und einer Russland-Krise das geeignete dafür ist.

Aktuell notiert die Aktie noch bei 14,85 Euro, es würde mich aber nicht wirklich wundern, wenn wir heute den Übernahmepreis von 15,23 Euro ebenfalls noch auf dem Kurszettel sehen. Spätestens hier werden sich dann ein paar „Verbliebene“ überlegen, ob Sie nicht doch schnell noch Kasse machen und sich nicht einer Übernahme-Spekulation mit ungewissem Ausgang hingeben. Genauso wenig wundern würde mich ein fallender Aktienkurs als kleiner „Motivationsschub“ das Angebot doch noch schnell anzunehmen. Sollten Sie also noch CAT Oil Aktien in Ihrem Depot haben, werden Sie heute noch eine Entscheidung treffen müssen. Verkaufen, Halten oder Ihrer depotführenden Bank bis spätestens 24:00 Uhr eine entsprechende Weisung erteilen. Nicht vergessen!

Commerzbank – die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos!

„Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen“. Was sich etwas abgegriffen anhört, trifft den Nagel bei mancher Aktie aber auf den Kopf. Denn bei der Commerzbank Aktie scheint sich nun abzuzeichnen, dass ein Ausbruch aus dem Abwärtstrend nach oben gescheitert sein könnte, und die Aktie nun nach unten abtaucht. Die Hintergründe für diesen Kursverlauf sind relativ klar…

Grundsätzlich gilt…halten Sie bei Bankaktien in den kommenden Wochen lieber die Bälle etwas flacher, denn die Folgen eines möglichen Ausstiegs Griechenlands aus dem Euro, oder auch der eher wahrscheinliche erneute Schuldenschnitt, dürften die Bankaktien in Europa noch einmal kräftig belasten. Wie ich schon mehrfach hier berichtet habe, rechne ich nicht ernsthaft mit dem tatsächlichen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, aber zumindest mit einem deutlichen Haircut in einigen Wochen, da auch ein Verbleib in der Eurozone ohne diese Maßnahme eigentlich nicht mehr möglich ist.

Bereits seit vorgestern werden wieder verstärkt Artikel über das inzwischen sehr geringe Engagement in Griechenland der Deutscher Banken und der CoBa gesichtet, was man schon irgendwie als eine gewisse „Vorbereitung“ darauf sehen kann, was da nun kommen mag. Die dort genannten Summen, die wohlweislich in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, sind aus meiner Sicht immer noch leicht schwindelerregend. Von insgesamt 23,5 Milliarden Euro ist die Rede, wovon der größte Teil in Höhe von 15 Milliarden Euro von der Förderbank KfW gehalten wird. Der Rest sind Bank- und Privatverbindlichkeiten.

Die Commerzbank Aktie vor der harttechnischen Entscheidung - eine Kurzanalyse

Nicht der eigentliche Wahltag in Griechenland ist somit ein guter „Stichtag“ ab dem man europäische Bankaktien wieder kaufen kann, denn wahrscheinlich werden sehr zähe Verhandlungen der einzelnen Parteien in Griechenland und mit Rest-Europa im Anschluss an die Wahl die Aktien der Commerzbank und Deutschen Bank weiterhin belasten, sofern die Linke einen gewissen Prozentsatz der Stimmen für sich verbuchen kann. Nach einer am Mittwochabend veröffentlichten Umfrage kommt das Linksbündnis unter Alexis Tsipras aktuell auf 33,8 Prozent.

Sollte die Linke aber keine Mehrheit bekommen und auch keinen vernünftigen Koalitionspartner finden, dann werden wir wohl ziemlich genau ab dem 26ten Januar eine deutliche Erholungsrally bei den Bankaktien sehen. Aktuell ist die Situation also, wie oben dargestellt eine Hop oder Top Szenario, bei der spekulativ orientierte Anleger auf einen Ausbruch nach oben warten und konservative Naturen eher noch abwarten ob sich demnächst tiefere Kurse für einen Einstieg anbieten.

Aus charttechnischer Sicht ist die Marschrichtung bei der Commerzbank Aktie somit eigentlich relativ einfach. Handeln Sie das was Sie sehen und nicht das was Sie glauben! Bereits existierende Long-Positionen sollten an der hier eingezeichneten Aufwärtstrendlinie konsequent abgesichert werden. Fällt diese nachhaltig, ist die Unterseite des Abwärtstrend-Kanals ein mögliches Ziel. Unterstützungen sind bei ca 10,- Euro, 9,92 Euro und um die 9,- Euro zu finden. Neueinsteiger hingegen könnten genau hier nun darauf spekulieren, dass die Aufwärtstrend Linie hält und wir bald einen Bounce nach oben sehen. Der Stopp sollte dann aber ebenfalls eng unterhalb der Trendlinie platziert werden!

 

Google – jetzt wird es spannend…!

Die Google Aktie überzeugte in den letzten Monaten nicht unbedingt jeden Anleger. Dementsprechend hat sich die Aktie auch entwickelt und lieferte zuletzt ein weiteres Fehlsignal. Inzwischen ist klar, dass die Anteilsscheines des Online-Giganten sich in einer äusserst fragilen Lage befinden. Denn der jüngste Abverkauf könnte nun auch den seit mehr als 12 Monaten bestehenden Seitwärtstrend in Gefahr bringen. Noch ist es nicht soweit, aber sollte die Aktie weiter fallen, kann es durchaus sinnvoll sein rechtzeitig zu wissen was dann zu tun ist…

Die Google Aktie vor weiterem Rücksetzer auf 450,- Dollar?

Deutlich zu sehen ist, dass die Korrektur bei der Aktie, seit dem Erreichen der 600,- Dollar Marke, offenbar noch nicht abgeschlossen ist. Der letzte Test der Unterseite des aktuellen Trendkanals könnte somit nicht der letzte gewesen sein und es steht nun zu befürchten, dass die Aktie beim nächsten Anlauf unter diese Unterstützung fallen könnte. Der letzte Anstieg wäre somit ein klassisches Fehlsignal gewesen. Sollte dies der Fall sein wäre wohl ein nochmals kräftiger Abverkauf in Richtung des noch offenen Gaps zu erwarten. Spätestens hier würde ich allerdings unter langfristigen Gesichtspunkten zugreifen. Denn Google ist und bleibt ein Ausnahmeunternehmen mit hervorragenden Bilanzen und Wachstumsaussichten.

Sorge könnte den Anlegern momentan die stark gewachsene Konkurrenz im Bereich der selbstfahrenden Autos bereiten. Gestern stellte Daimler sein Konzept für dieses zukunftsträchtige Segment auf der CES vor und auch Tesla Chef Elon Musk dürfte sich zu einem ernsthaften Konkurrenten in diesem Bereich der Mobilität entwickeln. Audi  konnte gerade mit seinem „Jack“ 900 Kilometer von Silicon Valley bis Las Vegas zurücklegen und erzeugte damit großen Medienrummel. Google ist hier mit seinem Google Car ebenfalls seit geraumer Zeit involviert, verfügt jedoch laut Medienberichten noch nicht über die nötige Expertise und Infrastruktur um ein solches Fahrzeug in Serie zu produzieren. Die Google Aktie wäre aber wohl auch ohne selbstfahrende Autos eine weiterhin zukunftsträchtige Anlage!

Apple Aktie – Jetzt wieder kaufen?

Die Apple Aktie hat in den letzten Wochen eine nicht ganz unerwartete Konsolidierung eingeleitet. Gestern nun wurde dieser Abwärtstrend nach unten verlassen und wir haben eine vorübergehende Trendbeschleunigung nach unten gesehen, die aber dann im späteren US Handel bereits wieder gekauft wurde. Da der Kursrutsch zuvor exakt bis an das 62iger Fibonacci Retracement geführt hat, könnte diese Bewegung nun abgeschlossen sein, und sich somit als klassisches Fehlsignal entpuppen. Den Beweis für diese Theorie muss die Aktie allerdings heute noch antreten.

Apple Aktie vor erneutem Anstieg?

Zunächst einmal bleibt zu erwähnen, dass die Apple Aktie noch nicht das Verlaufshoch von Anfang September bei 103,75 Dollar getestet hat. Ebenso ist noch ein Gap bei ca 100,- Dollar offen, dass noch geschlossen werden könnte, bevor wir dann aller Wahrscheinlichkeit nach einen weitere Anstieg sehen werden. Und… wir befinden uns immer noch in einer ungebrochenen Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs. Solange diese nicht gebrochen wird ist weiterhin Vorsicht angebracht.

Deutlich zu erkennen ist aber auch, dass die Aktie gestern den mittelfristigen Aufwärtstrend (schwarz) erneut bestätigt hat. Gelingt nun ein weiterer Anstieg in Richtung 107,50 und später 110,- Dollar, stehen die Chancen für eine erneute Trendwende nach oben nicht schlecht. Erst ein Überschreiten der hier eingezeichneten grünen Linie wäre aber als erstes Kaufsignal zu werten. Über 115,- Dollar ist dann der Weg für das von mir skizzierte Szenario im Jahr 2015 frei.

Die Verlierer des Jahres 2014 – Rebound Chancen für 2015?

Eigentlich befand ich mich ja sozusagen im Jahresübergang und wollte meine Konzentration nun erst einmal dem Umbau dieser Seite widmen, was mir aber aufgrund der jüngsten Ereignisse an den Kapitalmärkten etwas erschwert wird. Man ist ja schließlich in erster Linie Trader/Aktienhändler! Wie auch immer… zu meinem Jahresabschluss gehört auch die kurze Aufarbeitung des vergangenen Jahres und die Überarbeitung meiner Waschlisten. Welche Aktien sind noch interessant, welche nicht mehr, weil entweder schon zu gut gelaufen – sprich überbewertet – oder eben in einer negativen Phase, die man nicht kaufen sollte, aus welchen Gründen auch immer…

Und dann gibt es da noch die Kategorie der wirklich verprügelten Aktien…von denen man gundsätzlich ja immer die Finger lassen sollte, (!) weil hier etwas ganz elementares nicht stimmt, oder ein ganzer Markt sich entsprechend stark verändert hat. Manchmal aber handelt es sich auch schlicht um starke Übertreibungen im negativen Sinn und es stellt sich für Langfristanleger später heraus, dass hier wahre Perlen zu Spottpreisen zu haben gewesen wären. Sicherlich trifft dies aber nur auf die wenigsten Aktien zu, die ich hier nun mit Ihrer jeweiligen Jahresperformance aufführen werde.

Hier ist sie, die Liste der offiziellen Verlierer des Jahres 2014 im Russel 2000 Index:

KWK -93.5%. WLT -91.7%. AMZG -89.5%. PHMD -88.2%. EXXI -88%. RGDO -86.8%. REN -85.4%. HERO -84.7%. EOX -84.3%. MCP -94.3%. CVEO -84.2%. BPZ -84.1%. FWM -82.6%. MILL -82.2%. NADL -81.6%. VRNG -81.4%. CYTX -81%. SALT -80.5%. PRKR -80%. MBII -79.7%. NTLS -79.2%. COVS -78.9%. KEG -78.9%. MM 78 MPO -77%. ANR -76.6%. EXEL -76.5%. SZYM -76.3%. CONN -76.2%. ANV -75.5%. GALT -75.5%. ZQK -74.8%. ARO -74.5%. REXX -74.1%. GDP -74%. FUEL -73.8%. QRHC -73.7%. VTG -73.4%. RLOC -73%. XONE -72.2%

Einige Aktien werden vielleicht demnächst von der Börse verschwinden und auch nie wieder dort auftauchen. Andere Unternehmen werden durch Kapitalmaßnahmen versuchen sich am Leben zu erhalten bis wieder bessere Zeiten einkehren. Ein Reverse-Split oder die Ausgabe neuer Aktien und Verwässerung der Altanteile stellt also ebenso ein großes Risiko dar, darauf möchte ich an dieser Stelle noch einmal explizit hinweisen!

Aber wie oben schon erwähnt, kann auch die ein oder andere Perle darunter sein, die man mit viel Fleiß und regelmäßiger Beobachtung in einer eigens dafür eingerichteten Watchlist identifizieren kann. Denn erst dann hat eine entsprechende Position zu gegebener Zeit nichts mehr mit Zockerei oder Glücksspiel zu tun sondern ist eine wohlüberlebte Anlage. Wer sich also die Mühe machen will könnte am Ende reich dafür belohnt werden. Ich habe da schon ein paar mögliche Kandidaten in der Vorauswahl…!

Das Börsenjahr 2015 wird wild..!

Das neue Jahr beginnt deutlich holpriger als dies von den meisten Marktteilnehmern erwartet wurde. Die fast schon sicher geglaubte Jahresendrally ist ausgefallen, bzw. fand offenbar einfach etwas früher statt, und auch die ruhigen Tage zwischen den Jahren brachten nicht den erhofften Kursschub unter den gewohnt dünnen Umsätzen. Damit deutet sich an, was schon vielerorts vermutet wurde. Es könnte ein schwieriges Börsenjahr werden – vielleicht sogar ein entscheidendes. Bereits 2014 war für Anleger alles andere als einfach und dieser Trend könnte sich im kommenden Börsenjahr weiter fortsetzen, bzw. noch verstärken.

Die Volatilität wird, getrieben durch die unterschiedlichsten wirtschaftlichen und politischen Faktoren, die Anleger auch im kommenden Jahr wohl hin und her treiben. Es ist zumindest aus heutiger Sicht eher nicht zu erwarten, dass wir ein ruhiges Börsenjahr erleben werden. Zu viele unberechenbare Faktoren sprechen eher dafür, dass es ein weiters Auf und Ab an den Finanzmärkten geben wird. Allen voran wohl der unerschütterliche Optimismus der Börsenstrategen und das „beeindruckende Wissen“ um ein garantiert positives Börsenjahr. Das mag natürlich auch so kommen, und wäre zumindest aus zyklischer Sicht „normal“, aber man sollte sich dennoch wohl nicht bedingungslos darauf verlassen. Denn die Börse neigt dazu immer genau das Gegenteil von dem zu tun was die breite Masse erwartet…!

Letztlich weiß man also nicht wie ein Börsenjahr verlaufen wird, womit auch Verlaufs- oder Zielprognosen einigermaßen sinnbefreit sind. Dennoch häufen sich in diesen Tagen die Vorhersagen der Profis und selbsternannten Börsengurus in der Fachpresse. Das hat schon eine lange Tradition und wird irgendwie ja auch immer vom Leser erwartet. Viel spannender als das tatsächliche Kursziel ist ja dann auch die jeweilige Begründung dafür, die teilweise einen enormen Gehalt an interessanten Standpunkten hat, bzw. die Zusammenhänge im einzelnen noch einmal darlegt. All diese Argumente haben auch ihre Daseinsberechtigung, bringen Sie als Kleinanleger aber letztlich nicht wirklich weiter, wenn es dann doch anders kommt.

Mein Rat für das Börsenjahr 2015 wäre somit, nicht allzu viel auf solche Prognosen zu geben, ohne die Verfasser in irgend einer Form diskreditieren zu wollen. Die machen ja nur ihren Job! Soll aber heißen… legen Sie sich nicht bereits heute fest…sowohl mit Kurszielen als auch einer vorgefertigten und damit gefährlichen Meinung…sondern bleiben Sie jederzeit flexibel. Machen Sie also am besten schon mal ein paar „geistige Dehnungsübungen“ und bauen diese regelmäßig in Ihren Tagesablauf ein… Sie werden sie brauchen!

Ich werde wie immer versuchen Sie dabei bestmöglich mit diesem Blog zu begleiten und freue mich auf ein wildes Börsenjahr 2015. Und denken Sie bitte immer daran…Es ist nicht unbedingt entscheidend wo ein Index am Jahresende oder auch zwischendurch steht, sondern ob Sie die richtigen Aktien zur richtigen Zeit in Ihrem Depot haben!

Jahresprognose für das Börsenjahr 2015 – Ich weiß dass ich nichts weiß…!

Was habe ich nicht alles in diversen Jahresausblicken auf das Börsenjahr 2015 gelesen… Es ist schon immer wieder faszinieren wie sehr sich manche Analysten verbiegen um irgend etwas geistreiches zum kommenden Börsenjahr zu verfassen. Wichtig dabei scheint mir oftmals eher zu sein die Anleger des jeweiligen Geldinstitutes bei Laune zu halten und weniger eine objektive Einschätzung gewisser Gegebenheiten. Positiv muss er sein der Jahresausblick, das ist der wichtigste Punkt! Mögliche Negativfaktoren werden herunter gespielt und die möglicherweise positiven Inkredenzien hervorgehoben und schon hat man ein DAX Kursziel von 12.247 Punkten – beispielsweise.

Ich werde keine Jahresprognose für das kommende Jahr abgeben, wie auch die letzten Jahre nicht. Am Anfang meiner „Blogger-Karriere“ habe ich mir noch die Mühe gemacht alle möglichen Faktoren und Überlegungen meinerseits aufzuschreiben und Ihnen, liebe Leser, diese zu präsentieren. Unter anderem waren meine Beweggründe die, dass eine solche Prognose ja selbstverständlich auch irgendwie dazu gehört, wenn man seine Leser über das ganze Börsenjahr begleitet. Aber letztlich haben solche Prognosen keinerlei Mehrwert für Sie. Zwar kann man sich grundsätzlich Gedanken über die mögliche Richtung der verschiedensten Indizes, Währungen, Rohstoffe oder wasweißich machen, aber letztlich kommt es dann doch immer anders, wie wir wissen.

Kurzum…ich weiß das ich nichts weiß und das ist nach wie vor die erste uns wichtigste Erkenntnis beim Trading, oder besser gesagt der Geldanlage generell. Man weiß eben nicht wo der Dax am Ende des Jahres 2015 stehen wird und schon gar nicht wo er sich bis dahin zwischenzeitlich befinden wird. Das ist schlicht und ergreifend unmöglich. Ich könnte also genau so gut einen Würfel nehmen und mir eine fünfstellige Zahl mit einer Eins an der ersten Stelle würfeln. Denn bereits ab der zweiten Stelle bin ich mir nicht mehr so sicher…. Auch eine weiterhin vierstellige Zahl ist durchaus denkbar, gerade weil dies offenbar niemand auf dem Radar hat!

Aber, ich kann mir gewisse Wahrscheinlichkeiten ausrechnen nach denen ich handle, und diese stetig und konsequent überprüfen. Und genau das machen wir auch im kommenden Jahr hier auf Investors Inside. Die Rahmenbedingungen sind nicht einfach – soviel sei vorab verraten. Einige Faktoren stellen eine ernsthafte Bedrohung für den vorherrschenden Aufwärtstrend dar, andere wiederum können die Börsen auch weiterhin in ungeahnte Höhen treiben. Letztlich kommt es aber nicht darauf an sich breit zu positionieren und auf die ein oder andere Richtung zu setzen, sondern die richtige Aktie zur richtigen Zeit zu besitzen und diese auch konsequent wieder zu verkaufen wenn der Wind wieder dreht!

Im kommenden Jahr wird es einige beherrschende Themen geben, die wir bereits heute kennen. Allen voran der Ölpreis und die Auswirkungen auf Russland, Venezuela und einige arabische Staaten. Die Ukraine-Krise, Neuwahlen in Griechenland, Deflation, der Abwertung-Wettlauf bei den Währungen, Verfall der Rohstoffpreise, aber eben auch Negativzinsen auf Sparguthaben, Anleihekäufe der EZB und Zinserhöhungen in den USA und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Emergin Markets. Die Liste der Einflussfaktoren ist lang, die der unerwarteten Ereignisse die wir heute noch nicht kennen wahrscheinlich ebenso…!?

Einen kurzen Blick in die nahe Zukunft würde ich mir aber, aufgrund meines persönlichen Börsenkalenders, dennoch zutrauen…Historisch betrachtet folgt auf ein positives Börsenjahr in fast 80 Prozent der Fälle auch ein freundlicher Januar (zumindest die erste Hälfte!). Der Neujahres-Effekt sollte bereist ab dem 2ten Januar dafür sorgen, dass einige Verlierer-Aktien 2014, insbesondere bei den Nebenwerten, eine ordentliche Performance aufweisen. Diese Phase sollte aber nur bis ca. 20ten Januar anhalten, denn spätestens hier ist saisonal bedingt – und auch wegen der Griechenland-Wahl – wieder mit ersten ernsthaften Turbulenzen zu rechnen. Ich werde berichten…

In diesem Sinne freue ich mich auf ein weiters spannendes Börsenjahr mit Ihnen, dass nicht minder aufregend sein dürfte als das Jahr 2014. Bleiben Sie wachsam und aktiv und verlassen Sie sich nicht blind auf irgendwelche Prognosen. Das gilt natürlich auch für meinen Januar-Ausblick! 😉

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien bereits heute einen guten Rutsch in das Neue Jahr, viel Erfolg und vor allem Gesundheit!

viele Grüße

Ihr, Lars Röhrig

3D Systems, Stratasys, Voxeljet, ExOne – Rally bei 3D Drucker Aktien

Mit einem echten Kursfeuerwerk meldeten sich die Aktien der 3D Drucker Hersteller am Freitag zurück. Nicht das es hier etwa entscheidende Neuigkeiten gegeben hätte, aber dieser Sektor dürfte einer der ganz großen Rebound Kandidaten für das Jahr 2015 sein, obwohl ich persönlich die Aktien, auch auf diesem ermäßigten Niveau, für immer noch zu teuer halte. Möglicherweise wird der ein oder andere Kandidat noch in seine Bewertung hineinwachsen, aber die Konkurrenz schläft nicht und es ist heute noch nicht wirklich absehbar welches Unternehmen letztlich das Rennen in diesem inzwischen hart umkämpften Markt machen wird. Das sollten Anleger in diesem Segment zumindest immer im Hinterkopf behalten!

Wie in meinem Artikel vom 24,12,2014 über den Neujahrs- bzw. Januareffekt beschrieben, gehören aber u.a. die Aktien von 3 D Systems, ExOne und Vogeljet damit zu denjenigen die mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Neujahres-Effekt profitieren werden. Und so kam es dann auch… Die Aktie von 3D Systems gewann im Freitagshandel fast acht Prozent, ExOne 17,3 Prozent und die Vogeljet konnte gar 26,34 Prozent zulegen. Der Platzhirsch Stratasys legte „nur“ 3,40 Prozent zu, bietet aber letztlich immer noch die solidesten Fundamentaldaten der hier genannten Unternehmen.

3D Drucker Aktien mit kleinem Hoffnungsschimmer zum Jahreswechsel

Aber Vorsicht…aus rein charttechnischer Sicht ist hier auch jetzt noch nicht wirklich etwas nennenswertes bei den Aktien passiert, wie man in dem 3D Systems Chart offensichtlich erkennen kann. Ein möglicher Doppelboden deuten sich an – mehr ist es im Moment noch nicht. Die zuletzt gesehenen Kursgewinne sind zunächst mal als rein technische Reaktion auf den vorangegangenen Ausverkauf zu werten und das Ganze könnte sich auch als Fehlsignal entpuppen.

Shortseller haben aller Wahrscheinlichkeit nach vor dem Jahresende Ihre Positionen glatt gestellt und die Gewinne gesichert. Die Frage ist nun ob diese Positionen demnächst wieder eröffnet werden, oder der Markt auf die Gegenrichtung spekuliert. Es bleib somit noch abzuwarten, ob sich diese starke Erholungsbewegung nun fortsetzen wird, und mit welcher Dynamik dies passiert. In jedem Falle gehört der Sektor nun aber wieder auf die Intensiv-Watchlist, wenn dies nicht ohnehin schon seit meinem letzten Artikel der Fall ist…!

Adidas Aktie mit vielversprechendem Setup

Eine der aktuell vielversprechendsten Setups findet man wohl bei der Adidas Aktie, die ebenfalls einer der ganz großen Verlierer des Börsenjahres 2014 gewesen ist. Der von mir erwartete Rücksetzer und Gap Close auf der Unterseite wurde nun inzwischen mustergültig abgearbeitet. Dabei hat die Aktie nun eine offensichtliche, inverses SKS-Formation ausgebildet, die den Titel demnächst wieder in deutliche höhere Kursregionen führen könnte. Entscheidend dabei ist, ob die hier eingezeichnete orange Unterstützungslinie nun ein weiteres Mal halten wird…

Die Adidas Aktie sollte zu den Turanarround Kandidaten 2015 zählen

Nicht nur die aktuelle Rubelschwäche und Probleme im Absatzmarkt Russland haben zu der schlechten Performance der Aktie geführt sondern zuvor gemachte Fehler und ein teilweise enttäuschender Absatz der Produkte, bzw. wohl teilweise auch die überspitzten Erwartungen an den Konzern im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Für das kommende Jahr gehen Analysten ebenfalls von eher rückläufige Margen und weiterhin hohen Belastungen durch die üppigen Investitionen in den USA aus. Die große Sorge dass Nike dem deutschen Sportartikel-Hersteller weitere Marktanteile abringen könnte, zwingt den Konzern wohl auch künftig entsprechend hohe Expansion-Kosten auf.

Insgesamt also kein Stimmungsumfeld in dem man große Kurssprünge erwarten sollte. Jedoch ist der Adidas Konzern unter CashFlow-Gesichtspunkten eher sehr günstig bewertet. Der Abverkauf der vergangenen Wochen dürfte voraussichtlich etwas übertrieben gewesen sein und ein Bouncen erscheint hier nun aus den oben genannten Gründen möglich. Ob es im Börsenjahr 2015 gelingen wird auch das massive Gap aus dem Juli 2014 wieder zu schließen bleibt hingegen noch abzuwarten…!

Lanxess – auch im Jahr 2015 mit Vorsicht zu genießen

Einer der eher schwierigen Kandidaten für einem möglichen Turnarround ist sicherlich die Langes Aktie. Leidvoll geprüfte Aktionäre wissen das sich der Titel nach dem Höhenflug im Jahr 2013 im letzten Jahr fast nur noch negativ entwickelt hat. Die aktuelle Charttechnik lässt auch jetzt keine wesentliche Besserung dieses Zustands erwarten, da sich die Aktie inzwischen weit unterhalb des langfristigen Aufwärtstrends bewegt und wesentliche Kursziele auf der Unterseite einfach noch nicht abgearbeitet wurden.

Lanxess Aktie auch im Börsenjahr 2015 eher mit Vorsicht zu genießen.

So befindet sich die Aktie beispielsweise immer noch in dem seit März 2014 bestehenden nicht nur intaktem, sondern zuletzt auch beschleunigtem Abwärtstrend, von gelegentlichen Ausbruchsversuchen, die allesamt gescheitert sind, mal ganz abgesehen. Auch die jüngste Erholung sieht nicht wirklich überzeigend aus, weswegen man weiterhin eher davon ausgehen sollte, dass die Aktie den Bereich der letzten beiden markanten Tiefs aus dem August 2010 und Oktober 2011 noch einmal testen könnte, bevor dann möglicherweise neue Aufwärtsimpulse zu erwarten sind.

Das Kursniveau zwischen 31,25 und 33,18 Euro bleibt somit bis auf weiteres mein persönliches Ziel für einen möglichen Einstieg in die Aktie, wenn auch der aktuelle Bereich um die 37,- Euro eine erste Unterstützungslinie darzustellen scheint. Auf der Oberseite sind erst stabile Kurse über ca. 41,- Euro und später 42,36 Euro wieder ein erstes, ernsthaftes Kaufsignal. Im Falle der Lanxess Aktie sollte man also erst einmal klare Kaufsignale abwarten oder ggf. per Abstauberlimit auf einen finalen Rücksetzer für einen günstigeren Einstieg spekulieren.

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