Author Archives: Lars

SMA Solar – Weiterhin nicht viel zu lachen

Irgendwie gar nicht gut schein es weiterhin beim Wechseltrichter-Hersteller SMA Solar zu laufen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr liefen die Geschäfte eher schleppend und auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit weiterhin rückläufigen Umsätzen. Für das Jahr 2014 bestätigte der Vorstand nun den Verlust in Höhe von 115 Millionen Euro. SMA Chef Pierre Urbon will am kommenden Freitag etwas genauere Informationen zu den Geschäftserwartungen vorlegen, gab aber vorab bereits bekannt, dass man insbesondere aus Deutschland aber auch im restlichen Europa mit einem starken Nachfragerückgang rechnet.

Zunächst sind nun weitere Stellenstreichungen angekündigt worden um dem steigenden Preisdruck und der schwächelnden Nachfrage in der Branche gerecht zu werden. Insgesamt 1.600 Arbeitsplätze sollen nun bis zum 30 Juni diesen Jahres wegfallen, was natürlich tragisch für die betroffenen Familien ist und das Unternehmen auch erst einmal Geld kosten wird! Betriebsbedingte Kündigungen sein nicht ausgeschlossen, hieß es in der gestrigen Meldung die allein rund 1.300 Vollzeit-Arbeitsplätze in Deutschland betrifft.

Für mich persönlich stellt sich hier nun auch die dringende Frage danach, wie die SMA Solar Zahlen wohl aussehen würden, wenn wir uns nicht in einer Niedrig-Euro-Phase befinden würden… Positive Währungseffekte sollten in den kommenden Monaten wohl etwas helfen, lösen aber nicht die eigentlichen Probleme des Konzerns Insgesamt bleibt damit erst einmal nur ein trauriger Ausblick auf den Weltmarktführer bei Photovoltaik-Wechselrichtern und ein wenig hoffnungsvoller Aktienchart. Dennoch interessierte Anleger sollte wohl zunächst ein paar Monate warten bevor sie sich hier neu engagieren. Heute ist die Aktie vorbörslich fast acht Prozent im Minus…

Microsoft nach Zahlen unter Druck – was tun?

Wie kürzlich hier auf Investors Inside schon berichtet, haben u.a. auch die aktuellen Währungsturbulenzen einen deutlichen Einfluss auf die Aktienkurse – in beide Richtungen. So auch beim weltgrößten Softwarehaus Microsoft, das vergangenen Nacht seine Daten zum abgelaufenen Quartal präsentiert hat. Der US IT-Riese hat dennoch mit einem Gewinn in Höhe von 0,71 Dollar und einem Umsatz von 26,47 Milliarden Dollar die Erwartungen des Marktes ganz klar getroffen, aber..

Der Konzernumbau immer mehr weg vom reinen Softwareentwickler und -Vertrieb hin zum Smartphone etc. und Cloud Geschäft trägt erste Früchte und ist angesichts der deutlich rückläufigen Zahlen von Windows Nutzern wohl auch dringend angeraten. Insgesamt war das Geschäft mit dem Microsoft Betriebssystemen im Berichtszeitraum um satte 13 Prozent rückläufig. Auch das Xbox Konsolengeschäft im Weihnachtsquartal war um ca 11 Prozent rückläufig. Hier hatten sich Anleger ebenfalls deutlich mehr erwartet, auch wenn die grundsätzlichen Zahlenvorgaben getroffen wurden.

Die Bilanz hätte ohne diverse Sonderfaktoren, wie bspw. erste Kosten für den Stellenabbau von weltweit 18.000 Arbeitsplätzen nach der Nokia-Übernahme und auch ein paar zusätzlichen Belastungen durch den extrem starken Dollar, eigentlich sehr gut aussehen können. Es wird beim Lesen der Bilanz klar, dass die eingeschlagene Richtung stimmt und sich die Bemühungen in ein paar Quartalen deutlich auszahlen sollten. Wobei hier aus meiner Sicht der „Rückschritt“ zu Windows 10 noch die unsicherste Komponente bleibt, da wohl niemand heute schon beurteilen kann, ob dieses Semi-Kachel-Modell jetzt besser beim Kunden ankommen wird als die vollgekachelte Variante…?

Anleger zeigten sich gestern im späten US Handel von den vorgelegten Eckdaten enttäuscht und schickten die Microsoft Aktie nachbörslich fast fünf Prozent in den Keller. Mit Kursen um die 45,- Dollar könnte man die charttechnische Lage der Aktie nun als durchaus angespannt bezeichnen. Hier liegt die letzte nennenswerte Unterstützung, die nicht wesentlich unterschritten werden sollte, was wiederum eigentlich ein gutes Kaufniveau für längerfristig orientierte Anleger sein könnte, wenn der Aktienkurs hier wieder nach oben dreht. Nächster Unterstützungsbereich ist dann die Region um die 42,- Dollar.

Der heutige Handelstag sollte wohl noch abgewartet werden, bevor man diese Entscheidung trifft. Grundsätzlich sehe ich das Niveau um die 45,- Dollar als interessanten Bereich für eine Erstposition, mit dem Risiko von ca 3,- Dollar, bzw. entsprechendem Stopp-Loss. Der Markt hat aber in dieser Woche eine wahre Datenflut zu verdauen, die gerade im Tech-Sektor für extreme Bewegungen sorgen kann. Vorsicht bleibt somit zunächst angeraten…!

YY mit dem finalen Shakeout vor dem Ausbruch?

Die YY Aktie haben wir ja hier vor einigen Tagen zuletzt nur beiläufig im Kommentar-Bereich erwähnt. Die aktuellen Kursbewegungen machen nun aber eine etwas intensivere Betrachtung notwendig. Nicht nur dass ich persönlich absolut davon überzeugt bin dass das Unternehmen bei den angestrebten Wachstumsraten viel zu günstig sein dürfte, sondern nicht zuletzt die charttechnische Ausgangslage hat mich vor ein paar Tagen veranlasst in die Aktie einzusteigen. Ausgelöst durch eine inverse SKS Formation befindet sich die Aktie nun wieder in einem gesunden Aufwärtstrend mit der Tendenz diesen demnächst nach oben zu verlassen.

Die YY Aktie vor möglichem Ausbruch

Der heutige Shakeout ist dabei geradezu ein mustergültiges Zeichen dafür, dass dieser Trend demnächst nach oben gebrochen werden könnte. Clevere Anleger wissen, dass eine starke Abwärstbewegung wie heute und an einer so wichtigen Chartmarke, die dann wieder vollständig gekauft wird, meistens nur eins bedeuten kann. Vor dem eigentlichen Ausbruch sollen die schwachen Hände noch einmal rausgeekelt werden… Die sogenannten starken Hände nehmen die Stücke dann gerne in Empfang! Ob es nun so kommt kann man dennoch natürlich nicht mit 100 prozentiger Sicherheit sagen!

Entscheidend dabei ist nun, ob die beiden hier eingezeichneten grünen Linien demnächst überwunden werden. Die zweite grüne Linie von oben links nach unten rechts stellt den mittelfristigen Abwärtstrend dar, den es unbedingt zu überwinden gilt. Dieser Kreuzwiderstand ist zunächst natürlich noch ein entsprechend großes Hindernis und sicherlich benötigen wir für einen Ausbruch mehr Volumen. Mancher Anleger betrachtet YY als überdimensionierte Karaoke-Bude, wer die asiatische Mentalität allerdings ein wenig kennt weiß welches Potenzial hier noch schlummert. Die Price-Action spricht hier nun eine deutliche Sprache. Auf die Watchlist!

JinkoSolar und Canadian Solar mit ersten Lebenszeichen

Die beiden chinesischen Solaraktien zeigen heute erstmals seit längerer Zeit hoffnungsvolle Signale eines möglichen Rebounds, nachdem zuvor alle charttechnischen Marken nach unten verletzt worden sind. Damit besteht nun aber zumindest die Hoffnung darauf, dass es sich bei der beschleunigten Abwärtsbewegung um eine klassische Bärenfalle gehandelt haben könnte. Mehr ist es noch nicht, dennoch sollte man diese beiden Aktien jetzt wohl genauestens im Auge behalten…

Mit einem Kurssprung von über sieben Prozent meldet sich heute die JinkoSolar Aktie zurück, Canadian Solar konnte knapp fünf Prozent zulegen und notiert damit wieder knapp über der wichtigen 20,- Dollar Marke. Der Guggenheim Solar ETF legte ebenfalls 3,6 Prozent zu und deutet einen Trendwechsel an. Aus charttechnischer Sicht sind die Zeichen für einen möglichen Ausbruch nach oben hier am deutlichsten. Die Umsätze hingegen sind weiterhin verhältnismäßig gering.

JinkoSolar Aktie mit ersten Ausbruchs Versuch

Jinko Solar Chartanalyse mit Trends

Somit muss noch abgewartet werden ob nun wieder verstärkt auf ein Comeback der Solaraktien im Börsenjahr 2015 setzen werden. Zunehmende Umsätze in den einzelnen Aktien würde diese Annahme zunächst bestätigen, und natürlich muss auch der Gesamtmarkt auch mitspielen. Der Ausbruchsversuch, den ich Ihnen hier anhand des JinkoSolar Aktiencharts verdeutlichen möchte,e ist natürlich noch sehr „jung“ und könnte auch jederzeit wieder in sich zusammenbrechen. Dennoch sind die Aktien aus dem Sektor inzwischen deutlich überverkauft und sollten zumindest eine technische Gegenreaktion zeigen. Erst ein Ausbruch über die Hürden bei ca 19,23 und 20,08 Dollar würden die Theorie bestätigen eines Trendwechsels. Unbedingt beobachten!

Der ultimative Seadrill, Paragon, Transocean, Statoil, Haliburton, Schlumberger – Thread…

Nachdem die Dickussionen zu einzelnen Aktien aus dem Bereich der Ölindustrie-Zulieferer sowie natürlich auch der Ölpreisentwicklung selbst schon seit geraumer zeit einen gewissen Umfang angenommen haben, möchte ich heute hier einen eigenen Artikel zu dem Thema schreiben, zumal eine Trendwende bzw. Bodenbildung beim Öl in diesem Jahr zu den interessantesten Anlageideen gehören dürfte…

Die oben genannten Aktien sind allesamt vom Markt extrem abgestraft worden, womit die Ausgangslage für Kursgewinne im Fall eines steigenden Ölpreises durchaus gegeben ist. Nicht jedes Unternehmen wird sich gleich stark von den Tiefständen lösen können und u.U. wird das ein oder andere diesen Ölpreis-Verfall aufgrund hoher Finanzierungskosten nicht überleben. Andere wiederum könnten gestärkt aus dieser Krise hervorgehen und sich durch diese Konsolidierung der Branche neue Marktanteile sichern.

 

Ölpreis Entwicklung 2005 bis 2015

Welches Unternehmen zu welcher Kategorie gehört, lässt sich derzeit nur erahnen. Maßgebend wird die Dauer des Preisverfalls sein und natürlich auch die Tiefe des Preissturzes beim Öl. Während große und solide finanzierte Unternehmen sehr gute Überlebenschancen haben ist der Hebel bei den kleineren Unternehmen zwar entsprechend größer, aber natürlich auch das Risiko! Ich bin aber unabhängig davon der Meinung dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um sich ernsthaft mit einer Vorauswahl der geeigneten Kandidaten zu beschäftigen…

Ich freue mich auf anregende Diskussionen und interessante Perspektiven 😉

Hier noch eine kleine Liste der interessantesten Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung über 2 Milliarden US Dollar aus dem Segment Oil & Gas Equipment und Oil & Gas Drilling auf dem US Markt. Selbstverständlich sind auch Beiträge zu europäischen Aktien wie bspw. Statoil, Fred Olsen oder auch CAT Oil sowie Anregungen zu den russischen Ölaktien Gazprom, Lukoil und Rosneft etc. jederzeit herzlich willkommen 😉

Apple – Ready for TakeOff?

Niemand weiß wie die Apple Aktie am Dienstag, bzw. Mittwoch auf die Veröffentlichung der Quartalsbilanz reagieren wird! Dennoch geht es – wie immer – um das Spiel mit Wahrscheinlichkeiten und die liegen aus charttechnischer Sicht ebenso auf der Oberseite wie aus fundamentalen Gesichtspunkten. Die jüngsten Nachrichten aus der Apple Zulieferkette, und vor allen aus den asiatischen Absatzmärkten, lassen erwarten dass Apple erneut das beste Quartal „ever“ erzielt haben dürfte und dieses mal die hoch gesteckten Erwartungen noch deutliche übertreffen wird als jemals zuvor.

Die Apple Aktie im Chartcheck vor den Quartalszahlen

Am Freitag ist die Aktie nun bereits aus dem vorherrschenden Abwärtstrend nach oben ausgebrochen, was grundsätzlich sehr positiv zu werten ist. gelingt nun auch noch ein weiterer Anstieg auf Tagesschluss-Basis über die Hürde bei 114,84 Dollar, wäre der Weg für einen Ausbruch nach oben aus charttechnischer Sicht endgültig frei. Mögliche Kursziele liegen dann bei ca. 125,- Dollar je Aktie. Je nachdem wie weit Apple die ohnehin schon hochgeschraubten Umsatzziele und Absatzziele für das iPhone toppen kann, sind kurzfristig sogar 130,- Dollar drin.

Auf der Unterseite dürfte die Aktie relativ gut unterstützt sein, denn selbst wenn die Erwartungen nicht deutlich übertroffen werden können, bzw. der Markt sich entscheidet die guten Nachrichten zunächst zu verkaufen, wäre es naheliegend, dass die Aktie die beiden hier eingezeichneten offenen Gaps schließt und spätestens im Bereich um die 100,- Dollar eine massive charttechnische Unterstützung findet. Somit scheint das Chance-Risiko-Verhältnis bei der Aktie nach wie vor extrem günstig zu sein.

Betrachtet man dann die reinen Zahlen und möglichen Absatzmarken von alleine ca 70 Millionen abgesetzten iPhones im letzten Quartal, verdient Apple sicherlich eine deutlich höhere Bewertung an der Börse als dies bislang der Fall ist. Einzig belastender Faktor könnte wohl der momentan extrem starke Dollar sein oder noch werden… Vergessen Sie aber grundsätzlich die psychologische Hürde dass ein Unternehmen nicht mehr als eine Billion Dollar wert sein kann…es kann und wird irgendwann… mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit!

Die Devisenmärkte bestimmen das Marktgeschehen …

In diesem Artikel möchte ich kurz auf ein paar aktuelle Veränderungen in den Devisenmärkten eingehen… Denn, sowohl die Währungspaare EUR/CHF, EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD, als auch die Märkte in Kanada, den USA und den Emerging Marktes sind aktuell extrem in Bewegung, was wiederum in naher Zukunft deutliche Auswirkungen auf die anderen Aktienmärkte haben dürfte…

Was war los im Schweizer Franken?

Sowohl die letzte als auch die aktuelle Woche sind voller Ereignisse, die sich auf den Forex-Markt auswirken. Der entscheidende Schritt der SNB das Cap bei 1,20 CHF/€ aufzugeben, kam so überraschend, dass es mehrere Forex-Broker, weiterführende Information gibt es bei Qtrade in die Insolvenz gerissen und einigen Investment-Banken Verluste beschert hat.

Im Angesicht der geplanten EZB-Maßnahmen, war dieser Schritt zwar nicht abzusehen, doch ist er verständlich, denn die SNB hatte mit viel Gegenwind bei den Interventionen zu kämpfen gehabt. Diese fielen nicht mehr punktuell aus, sondern mussten kontinuierlich stattfinden. Sollte die EZB diese Woche ihr QE-Programm ankündigen, hätten die Schweizer mit gehörig mehr Aufwand zu kämpfen. Und sie hatten nicht Unrecht.

Devisenmarkt Entwicklung der Handelsvolumen

Bild: Der Umsatz pro Handelstag steigt jedes Jahr an. Aktuell werden mehr als 5 Billionen US-Dollar täglich gehandelt. Bildquelle: Investorsinside

Viele Medien sehen Parallelen zum damaligen (1992) Absturz des britischen Pfund, bei dem Spekulanten wie George Soros das Band zum Reißen gebracht haben. Doch dabei sind zwei Unterschiede festzustellen. Die Bank of England hat sich damals bis zum letzten geweigert das Band aufzugeben und verlor dadurch Milliarden. Zudem verlor das Pfund im Zuge des Reißens an Wert, während der Franken aufgewertet hat. Die Kritik der Medien an der Vorgehensweise der SNB scheint hier daher vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen…

(mehr …)

Adidas – Ausbruch und Trendwende?

Die Adidas Aktie kann heute ebenfalls stark zulegen. Nachdem die Bodenbildung-Phase zunächst etwas schleppend verlaufen ist, konnte sich die Aktie heute mit einem deutliche Kurssprung zurück melden. Das zuvor vielversprechende Setup hatte diese Bewegung ja bereits angedeutet. Grund für den Ausbruch ist – neben dem schon bekannten – die heutige Meldung darüber, dass der Konzern die zuletzt gesteckten und deutlich gesenkten Ziele tatsächlich auch erreicht hat. Zudem konnte der Verkauf des Bootsschuherstellers Rockport für 280 Millionen Euro in bar abgeschlossen werden. Die Transaktion wird noch in diesem Jahr in die Bilanz des Sportartikelherstellers, in Form von Abschreibungen in zweistelliger Millionenhöhe einfließen.

Die Adidas Aktie vor der Trendwende?

Der Umsatz des Konzerns konnte im Berichtszeitraum um sechs Prozent auf 14,8 Milliarden Euro gesteigert werden. Das reduzierte Gewinnziel von 650 Millionen Euro damit aber erreicht. Ohne die außerordentlichen Belastungen durch das schwächelnde Russlandgeschäft bzw. die Abwertung des Rubel wären hier wohl noch deutlich mehr drin gewesen. Der russische Aktienmarkt befindet sich aber bereits seit einigen Tagen wieder auf Erholungskurs, sodass man davon ausgehen kann dass hier für Adidas u.U. bereits das Schlimmste überstanden sein könnte.

Der Chart sieht nun wieder vielversprechend aus. Die Trendwende scheint in vollem Gange zu sein und dürfte durch die heutige Kursbewegung in den kommenden Tagen weiter an Dynamik gewinnen. Letztlich bleibt das Überwinden der hier eingezeichneten, grünen Abwärtstrend-Linie das erklärte Ziel. Gelingt also der weitere Anstieg auf über 62,- Euro ist es naheliegend, dass die offene Kurslücke bei 62,94 Euro ebenfalls demnächst geschlossen wird. Danach kommt der eigentlich spannende Teil…einen kleinen Rücksetzer auf die Trendlinie mit anschließendem Ausbruch in Richtung der 70,- Euro halte ich für eine durchaus wahrscheinliche Variante…!

 

Commerzbank – noch warten!?

Durch die jüngste politische Situation hat sich die Lage bei der Commerzbank Aktie seit meinem letzten Bericht nun entscheidend verändert, was wieder einmal einen kurzen Blick auf den Chart nötig macht. Die Blutung des Marktes mit weitem Kapital durch die EZB  lässt insbesondere Bankaktien von dieser neuen Situation profitieren. Der drohende Kurssturz bei der Commerzbank konnte somit, dank Mario Draghi abgewendet werden. Mit der heutigen Kursbewegung befindet sich die Commerzbank Aktie nun wieder in einer hervorragenden Ausgangslage auf einen Ausbruch aus dem Abwärtstrend…

Commerzbank Aktie im Chartcheck nach der EZB Sitzung und vor der Griechenland Wahl

Die nun ausgebildete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation lässt nun erwarten, dass dieser Ausbruch demnächst auch gelingen wird. Zwar schwebt das Damoklesschwert GREXIT immer noch über der Aktie, und das sollte bei aller Euphorie auch nicht unterschätzt werden, aber die Vorzeichen für ein solches Szenario haben sich seit gestern deutlich in den positiven Bereich verschoben. Die heutige Euphorie der Märkte sollte aus meiner Sicht nicht überbewertet werden, ein Kauf der Aktie ist u.U. nächste Woche dann sinnvoller.

Fazit: Erst mit dem Sprung über die 12,- Euro Marke wäre ein erstes Signal für den Kauf gegeben. Kurse über ca. 12,40 Euro würden die hier angedeutete SKS Formation dann bestätigen, was rein rechnerisch ein Kursziel von ca. 14,80 Euro zur Folge haben dürfte. Bevor diese Kursziele aber auch tatsächlich abgearbeitet werden ist alles nur Spekulation. Achten Sie also auf die genannten Marken. Ein Stopp sollte dann relativ knapp im Bereich zwischen 11,65 und 11,75 Euro gesetzt werden.

Nach Mario ist vor Griechenland und Apple, Google, Yahoo, Alibaba

Die Katze ist aus dem Sack…Mario Draghi hat seine berühmte Bazooka ausgepackt und flutet den Markt ab dem 15. März mit 60 Milliarden Euro im Monat. Der Zusatz „bis auf Weiteres“ war hier wohl ebenso wichtig wie der dass das Anleihe-Kaufprogramm wenigstens bis September 2016 laufen wird. Insgesamt bleibt wieder einmal festzuhalten, dass Mario Draghi ein genialer Marketing-Mann ist, auch wenn ich persönlich nicht mit allem was dort beschlossen wird einverstanden bin. Die vom Markt erwarteten 50 Milliarden Euro pro Monat wurden einfach um weitere 10 erhöht, womit dann alle glücklich sind …so einfach ist das! Was Börsianer gestern in Verzückung versetzt hat, verursacht bei den meisten Ökonomen eher ein tiefes Stirnrunzeln und hoffentlich nicht bei unseren Kindern  und Kindeskindern einmal eine tiefe Depression…

Wie dem auch sei, wir müssen mit den aktuellen Gegebenheiten leben und das Beste daraus machen. So bietet das erste „echte“ QE-Programm der EZB nun auch Chancen die man als Anleger nutzen muss, um alle negativen Effekte die dadurch entstehen können abzufedern oder gar Profite daraus zu ziehen. Nur, ganz so einfach wird es wohl nicht werden, wie sich so mancher Anleger das nun vorstellt. Einfach Aktien kaufen und bis mindestens September 2016 drin bleiben, wird wahrscheinlich nicht funktionieren..!

Zunächst einmal muss eine solche Nachricht vom Markt verarbeitet werden. Das heißt, dass nach anfänglicher Euphorie nun irgendwann Ernüchterung eintreten könnte, wenn klar ist was die neuen Kapitalmaßnahmen der EZB bedeutet. Aufgeblähte Bankbilanzen, weniger Reformdruck in den einzelnen Ländern, etc… Und da wäre dann noch die Griechenland Wahl am Sonntag, wobei ich diesem Ereignis ja nicht unbedingt ernsthaft marktbewegendes Potenzial zubillige. Viel eher halte ich es für durchaus möglich, dass der Markt auch ein potenzielles Ausscheiden Griechenlands aus dem Währungsraum mit deutlich steigenden Kursen feiern könnte. Endlich Ruhe und keine griechischen Tragödien mehr… könnte hier der Tenor sein!?

Spätestens danach dürfte die Luft an den Aktienmärkten wieder etwas dünner werden, bevor dann das tatsächliche Kaufprogramm Mario Draghis zum 15. März in Kraft tritt. Die entscheidenden Nachrichten sind nun verarbeitet, oder werden es spätestens nach der griechischen Wahl sein. Alles worauf Anleger spekulieren konnten ist dann passé. Einzelne Spekulationen auf Quartalsberichte natürlich ausgenommen. Gerade hier erwartet uns in der nächsten Wochene ein Zahlenreigen der es in sich haben dürfte. Im positiven wie auch im negativen Sinne…

Die US Banken haben allesamt enttäuscht und auch von vielen anderen Unternehmen haben wir eher gemischte bis durchwachsene Quartalsbilanzen gesehen. Die zunächst „finale“ Woche ist aber traditionell immer die, in der die großen Internetkonzerne berichten. Denn mit Ihnen startet dann – vorausgesetzt die Zahlen sind gut bis gigantisch – ein letzter Schub der Januar-Rally, bevor es dann saisonal bedingt deutlich ruhiger an den Märkten wird. Am Dienstag berichten Yahoo und Apple und am kommenden Donnerstag werden wir die Daten von Google und vor allem Alibaba bewundern können. Während man bei Apple inzwischen einigermaßen sicher von einem neuen Rekord-Quartal ausgehen kann, dürften insbesondere die Google und Alibaba Zahlen für Spannung sorgen.

Es könnte also nun langsam der richtige Zeitpunkt gekommen sein um einmal kurz darüber nachzudenken, die schönen Gewinne nun abzusichern und sich nach dem „Finale Furioso“ in der kommenden Börsenwoche erst einmal aus dem US Markt zurückziehen. Nicht zwingend aus den hier genannten Aktien, eher grundsätzlich. Der Währungsgewinn von mindestens 25 Prozent durch den Verfall des Euro sollten diese Entscheidung eigentlich etwas leichter machen. Für den europäischen Markt wird es dann wohl nach einer kurzen Verschnaufpause wieder aufwärts gehen… wegen SuperMario und weil zu diesen Wechselkursen immer mehr ausländisches Kapital in die europäischen Märkte strömen wird.

Ich halte Sie auf dem Laufenden…!

 

P.S. Ich habe mich gestern entschlossen den Trading-Gewinn bei der Conti Aktie nun doch einzustreichen. Mehr als 38 Prozent in weniger als zwei Monaten sollte man als Geschenk betrachten und auch annehmen, selbst wenn die Aktie jetzt noch weiter nach oben laufen sollte. Wir werden auch hier sicherlich noch einmal bessere Kurse für einen Neueinstieg sehen.

Nordex – Warten auf den großen Befreiungsschlag

Die Nordex Aktie tut sich nach wie vor schwer endlich nach oben auszubrechen. Nach den hoffnungsvollen Signalen der letzten Tage beginnt der Aktienkurs inzwischen schon wieder abzubröckeln, was allerdings aufgrund der Vorgaben aus den USA nicht weiter verwunderlich ist und zunächst nicht überbewertet werden sollte. Der gesamte alternative Energiesektor – allen voran die Solarwerte – ist jenseits des Atlantik weiterhin unter Druck. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass sich die Nordex Aktie nun endlich aus dem Seitwärtstrend nach oben lösen kann. Dies sollte nun aber schnellstens erfolgen um den Ausbruch nicht zu gefährden…!

Wie ich schon kürzlich erwartet hatte, ist der Ausbruch aus der Keilformation nun endlich gelungen. Das letzte Verlaufshoch aus dem November 2014 wurde erfolgreich überwunden, im Anschluss ist die Aktie allerdings dann wieder darunter gefallen. In den kommenden Tagen muss der Aufwärtstrend nun wieder aufgenommen werden, ansonsten sollte man wohl eher von einem Fehlsignal ausgehen. Grundsätzlich bleibe ich aber bei meiner Einschätzung dass wir hier unmittelbar vor einem großen Kaufsignal stehen, dass die Aktie in ganz andere Regionen katapultieren könnte, wie folgender Chart zeigt:

Nordex Aktie Chart Analyse langfristig

Bis der Markt als0 das Gegenteil bewiesen hat, sollte man wohl eher an den Long-Positionen festhalten und auf Kurse weit über der 20,- Euro Marke spekulieren. Das eigentlich Kritische daran ist, dass die Anleger bei einem Rückfall in die Keilformation verstärkt den Verkaufsknopf drücken könnten, was die Aktie dann wiederum sehr schnell zum Schließen des noch offenen Gaps im Bereich zwischen 14,70 und 15,- Euro veranlassen könnte. Der zähe Kampf um die obere Begrenzungslinie der Keilformation war ebenfalls nicht überzeugend, bzw. macht deutlich wie unentschlossen die Anleger bei der Nordex Aktie sind.

Vieles wird somit auch hier davon abhängen wie der Markt morgen auf die EZB Entscheidung reagieren wird und natürlich spielt der Ölpreis auch weiterhin eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang, obwohl dieser Faktor eher psychologischer Natur sein dürfte und weniger direkt mit dem operativen Geschäft von Nordex zu tun hat. Letztlich bleibt somit folgendes festzuhalten: Ein Ausbruch über die gestrigen Hochs eröffnet aus charttechnischer Sicht deutliches Potenzial bis in den Bereich um die 22,- Euro bei einem Risiko bzw. einer Absicherung von ca. 10 Prozent erscheint mir der Trade nach wie vor äusserst attraktiv zu sein.

Top