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Commerzbank – noch warten!?

Durch die jüngste politische Situation hat sich die Lage bei der Commerzbank Aktie seit meinem letzten Bericht nun entscheidend verändert, was wieder einmal einen kurzen Blick auf den Chart nötig macht. Die Blutung des Marktes mit weitem Kapital durch die EZB  lässt insbesondere Bankaktien von dieser neuen Situation profitieren. Der drohende Kurssturz bei der Commerzbank konnte somit, dank Mario Draghi abgewendet werden. Mit der heutigen Kursbewegung befindet sich die Commerzbank Aktie nun wieder in einer hervorragenden Ausgangslage auf einen Ausbruch aus dem Abwärtstrend…

Commerzbank Aktie im Chartcheck nach der EZB Sitzung und vor der Griechenland Wahl

Die nun ausgebildete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation lässt nun erwarten, dass dieser Ausbruch demnächst auch gelingen wird. Zwar schwebt das Damoklesschwert GREXIT immer noch über der Aktie, und das sollte bei aller Euphorie auch nicht unterschätzt werden, aber die Vorzeichen für ein solches Szenario haben sich seit gestern deutlich in den positiven Bereich verschoben. Die heutige Euphorie der Märkte sollte aus meiner Sicht nicht überbewertet werden, ein Kauf der Aktie ist u.U. nächste Woche dann sinnvoller.

Fazit: Erst mit dem Sprung über die 12,- Euro Marke wäre ein erstes Signal für den Kauf gegeben. Kurse über ca. 12,40 Euro würden die hier angedeutete SKS Formation dann bestätigen, was rein rechnerisch ein Kursziel von ca. 14,80 Euro zur Folge haben dürfte. Bevor diese Kursziele aber auch tatsächlich abgearbeitet werden ist alles nur Spekulation. Achten Sie also auf die genannten Marken. Ein Stopp sollte dann relativ knapp im Bereich zwischen 11,65 und 11,75 Euro gesetzt werden.

Euro, Gold im Fokus – Kommt der First of Month Jumper Trade?

Nach dem etwas müden Handelstag gestern dürfte heute im Laufe des Tages deutlich mehr Stimmung auf dem Börsenparkett aufkommen. Der Post Labor Day Tag ist traditionell ein positiver Börsentag an dem S&P, Dow Jones und Co. in ca. 85 Prozent aller Fälle mit grünen Vorzeichen aus dem Handel gegangen sind. Der Rest der Woche ist hingegen etwas durchwachsen. Viele Marktteilnehmer in den USA sind jetzt aus dem Urlaub zurück und werden in den kommenden Tagen wieder in das Marktgeschehen eingreifen. Hinzu kommt noch dass heute für die US Amerikaner sozusagen der erste des Monats ist, also der erste Handelstag an den Börsen. Auch der Monatserste ist in den überwiegenden Fällen ein starker Tag an dem nicht selten deutliche Kursbewegungen nach oben passieren. Der sogenannte „First of Month Jumper Trade“ an dem sich Fonds und institutionelle Investoren neu positionieren.

Und da wären dann noch die FED Treasury Operations zu erwähnen. Heute gibt es gleich zwei POMO Kauf Operationen der Federal Reserve Bank was äusserst ungewöhnlich ist. Insgesamt werden dabei bis zu 7 Milliarden Dollar umgesetzt, was den Markt zusätzlich unterstützen sollte. Die Vorzeichen aus Asien hingegen waren heute leicht negativ und auch bei uns in Europa wird es wie üblich zum Handelsbeginn mal wieder zu leichten Gewinnmitnahmen kommen. Grundsätzlich ist aber heute – aller Voraussicht nach-  aus oben genannten Gründen, mit keinen allzu großen negativen Überraschungen zu rechnen.

Von der Nachrichtenseite hingegen merkt man nun ganz eindeutig dass die politische Sommerpause endgültig vorbei ist. Wir werden uns also wieder daran gewöhnen müssen dass es verstärkt zu heftigen Intraday Kursausschlägen kommen kann. Heute hat Moody´s beispielsweise mal wieder beschlossen den Ausblick für die Eurozone auf „negative“ zu setzen. Ein weiterer wesentlicher Belastungsfaktor sind die weiterhin sehr dünnen Börsenumsätze, die gerade bei umsatzschwachen Aktien immer wieder zu starken Verzerrungen in die ein- oder andere Richtung führen können. Grundsätzlich bleibt die Mehrzahl der Anleger aber weiterhin bis zur EZB Sitzung am Donnerstag, und der anschließenden Rede von Mario Draghi, in Deckung.

Die Gewinner sind vorbörslich der Euro, der über 1,26  notiert und sich einigermaßen unbeeindruckt von der Moody´s Herabstufung zeigt, ebenso wie der Goldpreis der über das verlängerte Wochenende noch einmal kräftig zulegen konnte und inzwischen an der runden Marke von 1.700,- Dollar nagt. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreichen Handelstag!

Wird Mario Draghi liefern was er versprochen hat?

Die vergangene Handelswoche war mal wieder eher unspektakulär. Große Kursbewegungen blieben aus, und auch der Rücksetzer vom Donnerstag erwies sich einmal mehr als kurzes Intermezzo der Bären, die weiterhin nicht überzeugen können bzw. trotz der immer noch sehr dünnen Börsenumsätze eine weitere Chance verpasst haben das Bild zu drehen. Ben Bernankes Rede am Freitag brachte das erwartete Ergebnis – nämlich gar keines. Und das war am Ende auch gut so, denn eine konkrete Ankündigung für Anleihekäufe oder ähnliches hätte wahrscheinlich sogar mit einer „Sell the News“ Reaktion des Marktes geendet. Meine Erwartung dahingehend dass wir eher eine Bestätigung der bisherigen Aussagen der FED sehen werden, und damit die Hoffnung der Marktteilnehmer weiterhin aufrecht erhalten wird, hat sich somit bestätigt. Der Markt geht nach der Rede Benankes nun fest davon aus dass ein weiters QE3 Programm noch im September beschlossen wird…!

Am kommenden Donnerstag wird Mario Draghi seinen vollmundigen Worten „alles zu tun“ auch Taten folgen lassen müssen. Der Markt erwartet das sich der EZB Chef auch gegen den Widerstand Weidmanns und der Bundesbank dazu entschlossen haben könnte erste konkrete Details zu seinem Anleihekaufprogramm bekannt zu geben. Ich gehe davon aus dass zumindest mögliche Varianten vorgestellt werden, wenn diese auch noch an die ESM Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichtes gebunden sein dürften. Im Gegensatz zur Rede Bernankes ist das Enttäuschungspotenzial bei einer Verfehlung dieser Erwartungen aber auch deutlich höher. Denn letztlich hängt nicht nur Europa sondern auch die US Wirtschaft und der Rest der Welt an der Zukunft und Stabilität Europas. Mario Draghi dürfte sich dieser Verantwortung durchaus bewusst ist. Nicht zuletzt die Absage der Teilnahme an dem Notenbänker Treffen in Jackson Hole, wegen eines überhöhten Arbeitspensums, lässt darauf schließen dass hier nun auch an konkreten Umsetzungen zur Stabilisierung der Situation in Europa gearbeitet wird.


Für die kommende Woche erwarte ich zudem dass wir nun endlich eine deutliche Zunahme der Handelsaktivitäten an den Börsen sehen werden. Viele Marktteilnehmer sind aus Ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt und dürften Ihre Tätigkeit bald wieder aufnehmen. Die Volatilität könnte also kurzfristig noch einmal etwas zunehmen. Am Montag wird in den USA der Labor Day gefeiert, die Börsen bleiben somit traditionell geschlossen. Gerade die positive Reaktion des US Marktes am Freitag – nach der Rede Bernankes – und vor allem vor dem langen Wochenende in Amerika, spricht weiterhin für steigende Aktienkurse am Anfang der Woche. Marktteilnehmer die immer noch an der Seitenlinie stehen, ebenso wie die Halter von Short-Positionen werden spätestens nach der Rede Draghis am Donnerstag extrem nervös werden, wenn der EZB Chef liefert was er versprochen hat.

Aus meiner persönlichen Sicht war die abgelaufene Handelswoche ein deutlicher Erfolg. Sowohl unsere Trading Position bei Jungheinrich hat sich weiterhin stabil durch alle Turbulenzen gehalten als auch Stada ist planmäßig nach oben ausgebrochen. Mit 16 und knapp 5 Prozent Plus liegen die beiden Positionen bereits in der Komfortzone. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, auch bei der Bauer Aktie deutet sich in Kürze ein ähnliches Setup an wie bei Stada… Noch besser sieht es bei unseren spekulativen Tading Tipp aus. Die Vestas Aktie die ich hier vor zwei Wochen vorgestellt habe, notiert seitdem satte 41,8 Prozent im Plus, der Trend ist absolut intakt. Nach dem deutlichen Rücksetzer des Seltene Erden Produzenten Molycorp habe ich auch hier eine erste Position aufgebaut die bereits 19 Prozent im grünen Bereich liegt. Ich hoffe Sie konnten an diesen Entwicklungen teilhaben.

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In diesem Sinne, es bleibt gerade in den kommenden Wochen ganz entscheidend wann man in welchem Sektor investiert ist. Ich werde Sie wie immer bei der Auswahl unterstützen und Sie natürlich auch auf Investors Inside regelmäßig über die wichtigsten Veränderungen auf dem Laufenden halten. Für den DAX hat sich in den letzten 8 Tagen nichts zu meiner Einschätzung von letzter Woche geändert. Somit gibt es hier auch nichts Neues zu berichten. Zunächst einmal wünsche ich Ihnen somit noch ein schönes Rest-Wochenende und einen guten Start in die kommende Handelswoche.

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