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CatOil – Spielball der Spekulanten?

Daran haben wohl die wenigsten noch geglaubt. Umso größer sollte die Überraschung für die Verkäufer der Aktie des österreichischen Ölservice Unternehmens C.A.T. Oil sein, auf die ich später in diesem Artikel noch kurz eingehen möchte. Trotz eines geradezu dramatischen Verfalls des russischen Rubels gelang es dem hauptsächlich in Russland aktiven Unternehmen den Gewinn im dritten Quartal deutlich zu steigern. Das Nettoergebnis wuchs dank einer höheren Auslastung der Bohranlagen um gute 40 Prozent, auf 23,9 Millionen Euro. Analysten waren im Vorfeld der Zahlenveröffentlichung von einem Wert um die 16 Millionen Euro ausgegangen.

Auch die Prognose für das Gesamtjahr konnte sich durchaus sehen lassen. Man geht nun davon aus, dass der zu erwartende Umsatz zwar eher am unteren Ende der zuvor ausgegebenen Prognose sein wird, jedoch soll das operative Ergebnis eher das obere Ende der Prognose treffen. Konkret heißt dies, dass nun ein Umsatz von ca. 420 Millionen Euro und ein EBITDA von 120 Millionen Euro zu erwarten ist. Nachdem CatOil nach neun Monaten nun bereits 93,8 Millionen Euro bei einem Umsatz von 324 Millionen verdient hat, scheinen diese Ziele auch realistisch zu sein.

Alles in Allem muss man dem Management in diese Leistung in diesem politisch geprägten Umfeld wohl ein großes Kompliment aussprechen! Das der Aktienkurs der Cat Oil Aktie dennoch nicht so recht in Schwung kommen will, mag eher mit der offensichtlich geplanten Übernahme durch den französischen Ölmanager Maurice Dijols zusammen hängen. Dijols hält über seine Gesellschaft Joma Industrial die Mehrheit am CATOil Großaktionär, der CAT Holding, der wiederum 48 Prozent an dem Unternehmen hält. Ich beobachte das bunte Treiben nun schon seit Wochen und gewinne immer mehr den Eindruck dass der Aktienkurs hier ganz gezielt bewegt wird…. wohingegen es keinerlei Anzeichen auf aktive Leerverkäufer bei der Aktie gibt!

Meine ganz persönliche Theorie ist somit: Das Pflichtangebot zu 15,23 Euro, von dem in der Presse lange Zeit die Rede war, ist immer noch nicht erfolgt. Die meisten Anleger dürften ein solches Angebot auch als geradezu lächerlich empfinden. Da sich das Pflichtangebot aber nach dem durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate bemisst, ist es naheliegend dass dieses dann bei den aktuellen Kursen auch niedriger liegen könnte, wenn die Aktie nur lange genug unten gehalten werden kann. Kommt das tatsächliche Angebot dann zur richtigen Zeit, und der Käufer legt sogar noch eine kleine Schippe drauf, erscheint eine solche Offerte gleich in einem ganz anderen Licht…

Die eher mageren Handelsumsätze bei der Aktie würden ein solches Szenario natürlich begünstigen, weswegen bei der CAT Oil Aktie grundsätzlich immer etwas Vorsicht angebracht ist. Ob der Aktienkurs nun wirklich aktiv in eine Richtung bewegt wird, oder schlicht und ergreifend die Käufer für den Titel fehlen, kann nicht seriös beurteilt werden. Bei dem hier dargestellten Szenario handelt es sich also ausdrücklich um meine ganz persönliche Deutung der bislang bekannten Fakten. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass es einfach zu viel Unsicherheiten gibt, die hier kursbewegend wirken und die Aktie – zumindest bis zu einem ernsthaft positiven Signal und Sachen Ukraine Krise – eher ein Spielball der Spekulanten bleiben dürfte.

Commerzbank – jetzt oder nie 9 oder 14,70 Euro

Auch bei der Commerzbank Aktie sehen wir nun endlich wieder hoffnungsvolle Signale in dem Aktienchart. Hier scheint sich nun ebenfalls ein entsprechend bullisches Bild durch eine altbekannte Chartformation zu bilden. Besonders erwähnenswert scheint mir dabei der starke Bouncen Mitte Oktober zu sein, mit dem es gelang die Aktie  in dem mittelfristigen Aufwärtstrend zu halten. Nicht gerade selten sieht man solche Panikverkäufe noch einmal bevor das Pendel dann in genau die entgegengesetzte Richtung ausschlägt.

Commerzbank Aktie Chart vor moeglichem Ausbruch

Durch den Albverkauf und die anschließende Erholung hat sich somit erneut an einer sehr entscheidenden Marke eine Cup and Handle Formation gebildet, die nicht nur das Potenzial hat die Aktie nun aus dem seit März bestehenden Abwärtstrend nach oben zu befördern, sondern auch wieder die alten Höchststände in den Fokus rückt. Das rechnerische Kursziel einer entsprechenden Bewegung läge dann bei ca. 14,70 Euro. Die Wahrscheinlichkeit dafür dass der Ausbruch dieses Mal gelingen kann sehe ich als relativ hoch an, da die hier eingezeichnete Keilformation diesen Ausbruch nun fast schon „zwingend“ macht, wenn der langfristig positive Trend halten soll.

Ein Bruch dieser Formation nach unten hingegen wäre entsprechend negativ zu werten. Kurse unter 9,- Euro und ein erneuter Test der unteren Begrenzung des Abwärtstrends sind dann sehr wahrscheinlich. Aus heutiger Sicht sollte man sich aber wohl eher auf das positive Szenario konzentrieren…

3D Systems und ExOne – starke Signale!

Einen Artikel habe ich heute noch… Die 3D Drucker Aktien waren zuletzt deutlich unter Beschuss und dürften nun die deutliche Überbewertung allmählich abgebaut haben. Sie erinnern sich vielleicht noch an meine letzte Warnung vor diesem Sektor… Zumindest bei einigen Aktien sehe ich hier nun aber wieder gute Einstiegsmöglichkeiten, wenn man langfristig orientiert ist und grundsätzlich an das Thema glaubt. ich beobachte den Sektor nun schon seit einigen Tagen intensiver undichte gerne noch kurz vor der US Börseneröffnung darauf aufmerksam machen, dass sich gestern bei den Aktien von 3D Systems und ExOne durchaus Bemerkenswertes getan hat. Beide Aktien konnten in einem ansonsten eher seitwärts laufenden Markt wieder deutlich mit 6,7 und 7,3 Prozent zulegen…

3D Systems Aktie vor moeglichem Rebound

Exemplarisch möchte ich Ihnen hier somit den Chart der 3D Systems Aktie zeigen in dem ein vielversprechendes Setup zu finden ist. Auch hier sehen wir die Möglichkeit, dass sich nun eine Tassen-Formation nach oben auflöst und sich somit ein rechnerisches Kursziel von 43,14 Dollar ergibt. Dass diese Bewegung dann zu einem Gap-Close der hier eingezeichneten Kurslücke führt ist sehr naheliegend, sobald dieses Kaufsignal generiert wird. Bei der ExOne Aktie besteht bei gleicher Ausgangslage zudem die realistische Möglichkeit, dass nun der seit Juli bestehende Abwärtstrend nach oben verlassen wird!

Machen wir uns nichts vor – die Gründerzeiten sind auch in dieser Branche nun erst einmal vorbei. Die wenigen Player am Markt deren Aktienkurse sich im Jahr 2013 vervielfachen konnten, sind schon lange nicht mehr alleine in diesem zukunftsträchtigen Markt. Auch die großen Hardware Hersteller haben inzwischen das Potenzial des 3D Drucks erkannt und entsprechend nachgerüstet. Nun wird sich die berühmte Spreu also allmählich vom Weizen trennen und am Ende die flexibelsten, innovativsten und natürlich finanzstärksten Unternehmen das Rennen gewinnen. On die beiden oben genannten Unternehmen zu den Gewinnern dieses Konsolidierungsprozesses gehören werden wage ich nicht zu beurteilen. Die Charts sehen nun aber wieder vielversprechend aus!

Continental – Auf dem Weg in Richtung 184,47 Euro?

Auch bei der Continental Aktie ergibt sich durch den jüngsten Kursanstieg ein sehr interessantes Setup, dass durchaus das Potenzial hat neue Höchststände bei der Aktie in absehbarere Zeit zu produzieren. Ähnlich wie bei der VW Aktie sehen wir hier aktuell dass die Aktie – ausgelöst durch eine Tassen-Formation – nun deutliche Dynamik nach oben entwickelt hat. Dabei wurde nun auch der mittelfristige Abwärtstrend nach oben verlassen, was grundsätzlich als Bestätigung dieses starken Trends angesehen werden kann.

Mit dem Kurssprung der vergangenen Tage ist das hier eingezeichnete Setup nun aktiv. Rein rechnerisch ergibt sich nun ein Kursziel von 184,47 Euro für die Aktie, was gleichzeitig bedeuten würde, dass wir neue Hochstände bei der Conti Aktie sehen werden. Das letzte offene Gap auf der Oberseite wurde soeben geschlossen. Somit müssen wir noch abwarten ob sich dieser Trend nun fortsetzen wird, oder lediglich diese Kurslücke noch geschlossen werden sollte. Es kann also noch nicht abschließend beurteilt werden, ob dieses Setup so aufgehen wird. Ich würde dem aber eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einräumen…!

Deutsche Bank – Analyse einer möglichen Trendwende

Die Aktie der Deutschen Bank hat in der jüngsten Vergangenheit sicherlich nicht umbedingt für Freudentränen bei den Anlegern gesorgt. Dennoch zeiht der aktuelle Chart nun erstmals wieder freundliche Signale, die demnächst wieder etwas höhere Kurse erwarten lassen. Nicht dass man hier nun allzu euphorisch werden sollte, aber es besteht zumindest mal wieder die Aussicht auf Besserung und vielleicht sogar die Möglichkeit dass sich die Aktie irgendwann demnächst wieder über der 30,- Euro Marke befindet…

Deutsche Bank Analyse einer möglichen Trendwende

Wie man in dem Chart sehen kann ist die DB Aktie zuletzt deutlich und dynamisch angestiegen. Aktuell befinden wir uns nun im Bereich des letzten Verlaufshoch vom Oktober, dass wieder scharf abverkauft wurde. Gelingt es nun die Aktie über diese Marke zu heben, besteht somit aus meiner Sicht durchaus die berechtigte Hoffnung dass die Aktie dann im Anschluss wieder an die obere Begrenzung, der hier eingezeichneten „broadening Wedge“, herablaufen könnte. Eine ernsthafte Umkehrformation hätten wir damit dann zwar immer noch nicht, aber in diesem Bereich bestünde zumindest die realistische Möglichkeit, dass der Titel diese Chartformation anschließend nach oben verlässt.

Letzte Woche musste man sich hingegen noch ernsthafte Gedanken darüber machen ob wir die 20,- Euro noch unterschreiten werden. Nun wird die Hürde bei 26,- Euro darüber entscheiden ob wir diesen finsteren Gedanken verwerfen können… Das ist doch schon mal was!

VW Aktie – vor dem großen Sprung über 200,- Euro?

Die Volkswagen Aktie hat sich mit einem starken Kursanstieg zurück gemeldet. Nun steht der Titel an einer entscheidenden Marke, weswegen ich heute Ihren Blick für das Potenzial dieser Situation etwas schärfen möchte… Mit der jüngsten Aufwärtsbewegung ist der Titel an die vorerst letzte Hürde bei 180,70 Euro heran gelaufen und sollte, bei einem Ausbruch darüber, deutliches Kurspotenzial bis in den Bereich um die 200,- Euro freisetzen können.

VW Aktie Chart mit Trends und Gaps

Der Ausbruch aus dem Abwärstkanal war das erste bedeutende Zeichen für eine Trendwende der VW Aktie. Dieser verlief unter relativ hohen Umsätzen und mit entsprechender Dynamik. Der Anschließender Rücksetzer von 175,- auf 167,- Euro verlief mustergültig und führte dann beim nächsten Anlauf zu einer Tassen-Formation, die nun das besagte Kurspotenzial in den Bereich um die 200,- Euro freisetzen könnte.

Dieses berechnet sich einmal mehr aus dem Tiefpunkt der „Tasse“ und deren oberen Rand, was in diesem Fall ca. 26 bis 28 Euro entspricht. Dieser Betrag wird zu dem Ausbruchs-Niveau von 175,- Euro hinzu addiert und ergibt somit das zu erwartende Kursziel. Klingt banal, ist aber einer der wesentlichen Faktoren nach denen computergestützte Kaufprogramme von institutionellen Investoren heutzutage arbeiten.  Behalten Sie die VW Aktie also gut im Blickfeld, denn ich gehe davon aus dass sich die hier eingezeichnete orange Trendlinie weiter fortsetzen wird! Und nicht vergessen – im Windschatten der VW Aktie folgt immer auch die Porsche Aktie 😉

Nordex Aktie mit starkem Kaufsignal… aber!

Endlich! Möchte man schon fast schreiben…nach dem Rumgeeiere der letzten Wochen  hat die Nordex Aktie das längst überfällige Kaufsignal generiert, dass ich persönlich bereits vor fast zwei Wochen erwartet hatte. An der Vorlage des Quartalsberichtes gab es nichts auszusetzen, sodass bereits vor einigen Tagen eine entsprechende Kursreaktion hätte erfolgen sollen, diese ließ aber etwas auf sich warten. Unter relativ hohen Umsätzen und mit deutlicher Dynamik ist die Aktie des Windanlagenbauers nun aber über die letzte Hürde bei ca. 15,50 Euro geklettert. Der Weg ist damit aus charttechnischer Sicht erst einmal frei bis in den Bereich der alten Hochstände vom Juni, bei 17,- Euro. Dennoch scheint die Aktie in diesem straken Umfeld nicht so richtig anspringen zu wollen…

Nordex Aktie Ausbruch und Kursziele

Hauptgrund für die schleppende Performance dürfte der nach wie vor schwache Ölpreis sein, der Energiegewinnung aus regenerativen Quellen insgesamt unattraktiver erscheinen lässt. Nach einer kurzen Erholung am Wochenende zeigt der Ölpreis nun bereits wieder Schwäche, was sich also umgehend in den Aktienkursen der meisten Solar- und Windkraft-Aktien niederschlägt. Ernsthafte Unterstützung werden die Aktien aus dem Sektor also erst erhalten, wenn Öl echte Anzeichen einer Trendwende zeigt. Dennoch, der Nordex Chart weckt Hoffnungen auf mehr, bzw. dürfte die Korrektur in der Aktie endgültig abgeschlossen sein. Die Chancen liegen jetzt eindeutig wieder auf der Oberseite.

Gelingt der Anstieg bis auf die genannten 17,- Euro Marke, gehe ich sogar von Kursen um die 19,- bis 20,- Euro in absehbarer Zeit aus. Mein persönliches Kursziel liegt nun bei mindestens 18,30 Euro bis zum Jahresende. Ich halte aber im Vorfeld dieser zu erwartenden Bewegung auch einen Re-Test der letzten Hürde bei 15,50 Euro für nicht ausgeschlossen. Denn, ein solcher Rücksetzer würde das gesamte Setup nach dem starken Anstieg der letzten Wochen gesünder aussehen lassen. Spätestens dieser mögliche Rücksetzer sollte somit die perfekte Kaufgelegenheit vor dem nächsten Anstieg darstellen.

Vossloh – Der nächste Versuch…

Die Vossloh Aktie zeichnet sich heute mal wieder durch eine interessante Konstellation aus, die es zu beachten gilt. Nach dem zuletzt gescheiterten Ausbruchsversuch bis auf 54,- Euro ging es nach Bekanntgabe der Quartalszahlen, erneut steil bergab. Bis auf 42,- Euro verlor der Titel innerhalb kürzester Zeit und notiert aktuell wieder um die 45,- Euro Marke. Mit der heute getriggerte Cup and Handle -Formation könnte nun der endgültige Boden in den Chart eingezeichnet werden. In einem ansonsten sehr schwachen Börsenumfeld ist die Aktie des Bahndienstleisters also mal wieder einen intensiveren Blick wert.

Vossloh Aktie Chart Analyse

Das mögliche Kursziel aus dieser Tassen-Formation liegt bei ca. 48,40 bis 48,85 Euro. Noch sieht diese Konstellation allerdings etwas wackelig aus. Vorsichtige Trader setzen erst auf einen Bouncen ab 46,45 Euro. Mit dem überschreiten dieser Hürde könnte man den Chart dann u.U. auch dahingehend deuten, dass eine Umkehrformation in Form einer inversen SKS mit Kursziel 50,- Euro entstanden ist. Neue Spekulationen über eine weitere Aufstockung der Beteiligung an Vossloh durch Großaktionär Heinz Hermann sollten den Aktienkurs zudem nach unten absichern.

Die Apple Aktie könnte bis auf 146,- Dollar steigen

Eine der stärksten Aktien der vergangenen Woche ist unbestritten die Apple Aktie. Täglich neue Höhen, keine Rücksetzer an schwachen Tagen und hohe Volumina zeichnen die Anteilsscheine an der iPhone Schmiede auch weiterhin aus. Vergangene Woche nun ist auch noch der Ausbruch der Aktie mit hoher Dynamik nach oben gelungen weswegen man sich nun ernsthafte Gedanken über völlig neue Kursregionen machen sollte. Aber Vorsicht… der Lauf der Aktie wird sicherlich nicht ungebremst so weiter gehen und ein zwischenzeitliche Rücksetzer wird immer wahrscheinlicher, jedoch stehen die Zeichen aus mittelfristiger Sicht eindeutig auf „Kaufen“.

Apple Chart Analyse langfristig

Durch den Anstieg der letzten Woche ist die Aktie nun erneut aus einer übergeordneten Tassen-Formation nach oben ausgebrochen und setzt somit aus rein technischer Sicht auch weiterhin enormes Potenzial frei. Der hier in dunkelgrün eingezeichnete Henkel wirkt zwar etwas klein jedoch sehen wir mit dem Ausbruchs Gap nun eine charttechnische Konstellation die uns sehr bekannt vorkommt. Bereits beim letzten Mal (hellgrün) entstand aus genau einer solchen Konstellation der aktuelle Aufwärtstrend, der mit exakt 109-Dollar sein rechnerisches Kursziel nun erreicht hat. Auch meine persönliche Prognose vom Februar wurde somit erfolgreich abgearbeitet.

Aus diesem Blickwinkel muss man nun also davon ausgehen, dass auch diese neue Tasse letztlich abgearbeitet wird. Um exakt zu sein, läge das rechnerische Kursziel aus der aktuellen Formation bei 146,64 Dollar. Ein zwischenzeitlicher Rücksetzer bis auf das Ausbruchsniveau kann und sollte selbstverständlich aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Unterstützungen liegen nun bei 107,90, 103,75 und 100,10 Dollar. Erst ab Kursen unter 95,- Dollar wäre diese Chartformation gescheitert. Kurzfristige Rücksetzer auf die genannten Marken sehe ich als Kaufgelegenheiten.

Vieles wird bei der Apple Aktie davon abhängen wie die Veröffentlichung der Zahlenvorlage für das Weihnachtsquartal verläuft. Kann der Konzern erneut die hoch gesteckten Erwartungen toppen, wird das hier genannte Kursziel schneller in greifbare Nähe, als die meisten Marktteilnehmer sich dies heute vorstellen können. Das Thema ApplePay wird aus meiner Sicht in den kommenden Monaten dabei eine tragende Rolle spielen….

Gold-Referendum als Auslöser für große Umschichtungen bei Aktien, Währungen und Rohstoffen?

Nun haben wir bereits den zweiten Freitag hintereinander mit starken Käufen beim Gold gesehen. Somit möchte ich ergänzend zu meinem letzten Artikel noch einmal darauf hinweisen, dass sich hier etwas Bedeutsames tut. Gold glänzt wieder – die eigentliche Frage ist nur, ob dies auch dauerhaft so bleiben wird. Denn, es ist sehr naheliegend dass die aktuellen Bewegungen mit dem Gold-Referendum der Schweiz in direktem Zusammenhang stehen. Soll heißen, man sollte trotz aller Freude im Hinterkopf behalten dass dieser neue Trend nach dem Referendum unter Umständen wieder ein jähes Ende finden könnte. Auf der anderen Seite dürfte dem Goldpreis künftig wieder eine verstärkte Bedeutung zukommen wenn das Referendum entsprechend positiv für Gold ausfallen sollte!

Es kommen somit einige Faktoren zusammen, die wiederum gemeinsam tatsächlich eine „echte“ Trendwende bei Goldpreis eingeleitet haben könnten. Aus meiner Sicht ergibt sich auf der kurzfristigen Ebene somit ein extrem günstiges Chance-Risiko-Verhältnis für Trades auf Gold und Silber und u.U. die perfekte Einstiegsgelegenheit für echte Goldbullen!

Die in meiner letzten Chartanalyse genannten Ausgangssituation ließ ja grundsätzlich erwarten, dass der Goldpreis in diesem Bereich nun mittelfristig wieder nach oben drehen wird. Das hieß aber zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich nicht, dass dies genau bei 1.130,- Dollar je Unze geschehen muss, da der Markt ja bekanntlich zur Übertreibung in beide Richtungen neigt. Nun kam es dennoch so wie ursprünglich erwartet, womit sich die Erstkäufe in diesem Bereich als richtig erwiesen haben. Der Anstieg am Freitag war somit die richtige Gelegenheit die eingegangenen Positionen weiter auszubauen und die Gesamtposition nun entsprechend nach unten abzusichern. Das Überschreiten der Marke von 1.183,- Dollar je Feinunze hat nun ein entsprechendes Kaufsignal geliefert, wie beschrieben.

Gold Chart Analyse langfristig

Der jüngste COT Report (Commitments of Traders) der Commodity Future Trading Commission verweist nun auf entsprechend starke Käufe von Terminkontrakten auf Gold, was wiederum die zuvor aufgebauten Short-Positionen kräftig unter Druck bringen dürfte. Zuvor wurden Gold Kontrakte in größerem Umfang abgebaut (minus 9,6 Prozent) und die Short-Positionen noch einmal kräftig erhöht, was wiederum dafür spricht, dass der Markt immer den Weg des größten Schmerzes für den Großteil der Anleger bereit hält. Die vorangegangene Kapitulation der Goldbullen und die charttechnische Verletzung des langfristigen Aufwärtstrends beim Goldpreis passt somit hervorragend in dieses Bild.

Aktuell sieht die Situation wie folgt aus: Der Goldpreis muss einen Anstieg nun unbedingt fortsetzen, um nicht ein einem großen Fehlsignal zu enden, dass dann wiederum aller verbliebenen Goldbullen restlos frustriert und ggf. in einer entsprechenden Kapitulation münden könnte. Der US Dollar sollte im Zuge eines weiteren Anstieges des Goldes dann zur ersten Schwäche neigen, was ggf. nach einer Konsolidierung auch wieder gut für die europäischen Aktienmärkte wäre, da dies dann verstärkt ausländische Investoren anlockt. Diese Annahme deckt sich auch mit den Beobachtungen zum EUR/USD Wechselkurs die ich hier kürzlich besprochen habe.

Eine Korrektur bzw. Konsolidierung der US Märkte wäre damit ebenso wahrscheinlich wie eine Stabilisierung des Ölpreises auf diesem niedrigen Niveau. Auch hier ist allerdings ein finaler Abverkauf bis in den Bereich um die 70 bis 71,- US Dollar je Barrel denkbar. Entsprechende Umschichtungen aus, oder in die davon direkt betroffenen Aktien sollten nun engmaschig beobachtet werden. Im Kommentar Bereich wurden auf Investors Inside zuletzt einige interessante Aktien besprochen, die von einer Erholung des Ölpreises direkt profitieren würden.

Fazit: Das Referendum der Schweizer zur 20% Gold-Regel wird am 30.11.2014 stattfinden und hat das Potenzial sich in einigen Bereichen als echter „Game Changer“ zu erweisen. Der Ausgang dieser Volksabstimmung könnte dann einige Märkte kräftig, und unter Umständen auch dauerhaft, durcheinander wirbeln und den Status des gelben Metalls langfristige wieder stärken. Im Erfolgsfalle wäre es durchaus möglich, dass dieses Modell Schule macht und andere Staaten dazu animiert selbiges Procedere umzusetzen. Dann wird Gold zwar nicht zur Mangelware werden, die Preise sollten aber aufgrund der hohen Nachfrage wieder anziehen oder zumindest in eine stabilen Seitwärtstrend übergehen. Für Spannung – nicht nur im Goldmarkt – ist somit in den nächsten zwei Wochen gesorgt. Bleiben Sie wachsam!

Südzucker – mit dem Mut zur süßen Lücke…

Bei der Südzucker Aktie tut sich was und das nicht erst seit heute. Kürzlich hatte ich hier im Blog darauf hingewiesen dass sich die Aktie zuletzt durch teilweise erstaunliche Stärke ausgezeichnet hat. Nun ist es bei dem vorangegangenen Kursverlauf ja grundsätzlich kein Wunder, wenn eine Aktie irgendwann auch mal wieder aufhört zu fallen, der kräftige Anstieg allerdings und vor allem die daraus resultierende Chartformation sollte aber nun intensiver beobachtet werden.

Wie man in dem Chart deutlich sehen kann, hat sich die Südzucker Aktie nach den herben Verlusten nicht nur stabilisiert, sondern auch einen brauchbaren Boden ausgebildet. Hier besteht nun die realistische Möglichkeit dass die eingezeichnete Tassen-Formation demnächst ausgelöst wird und wir somit wieder deutlich höhere Kurse bei der Aktie sehen. Das rechnerische Kursziel einer solchen Bewegung läge bei ca. 16,- Euro.

Zu erwähnen wäre hier vielleicht noch, dass die meisten Leerverkäufer zuletzt ihre Positionen noch weiter aufgestockt haben, was dazu führen kann das wir einen kräftigen Short Squeeze sehen könnten, wenn diese Tassenformation demnächst getriggert wird. Deswegen rechne ich aber auch nicht mit einem sofortigen Durchmarsch der Aktie und habe hier den zweiten, etwas kleineren Henkel eingezeichnet, da mir dieser Kursverlauf erfahrungsgemäß etwas plausibler erscheint.

Während sich die Analysenhäuser zur Zeit vorrangig damit beschäftigen sich gegenseitig bei Ihren Kurszielen zu unterbieten, können Anleger mit etwas „Mut zur Lücke“ u.U. durchaus erfolgreich ein paar schöne Gewinne einfahren. In jedem Falle stellt das Setup eines der spannendsten antizyklischen Kaufgelegenheiten in dem ansonsten am deutschen Markt doch eher impulsarmen Börsenumfeld dar.

RWE, Salzgitter, K+S, Nordex, – Viel Licht und ein ganz dunkler Schatten…

RWE – wie erwartet

E.ON und RWE bleiben die großen Verlierer der aktuellen Hausse. Nach den schlechten Vorgaben von E.ON gestern waren wohl auch bei RWE heute keine großen Erwartungen mehr vorhanden. Die Quartalszahlen der beiden Versorger zeigen einen ganz deutlichen Trend und dieser dürfte auch bis auf Weiteres Bestand haben. RWE und E.ON verdienen, bedingt durch die sinkenden Strompreise und die wachsende Konkurrenz alternativer Stromanbieter immer weniger. Bereinigt um diverse Sondereffekte der Vorquartale fielen die Zahlen rein operativ betrachtet wirklich schlecht aus. U.a ein Rückgang des Stromabsatzes um vier Prozent ließ das Betriebsergebnis um rund 31 Prozent auf nur noch 2,9 Milliarden Euro schrumpfen. Für das Gesamtjahr zeigte sich RWE somit nun skeptischer als ursprünglich geplant. Der Konzern erwartet einen Rückgang des Betriebsergebnisses auf ca. 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro und einen Nettoergebnis von nur noch 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro. Diesen Erwartungen sollten die Anleger wohl auch weiterhin entsprechend Rechnung tragen.

Salzgitter- endlich wieder schwarze Zahlen

Analysten hatten beim Stahlhersteller wieder einmal mit einem Verlust gerechnet. Umso positiver wirkt die heutige Bekanntgabe der Quartalszahlen bei der das Unternehmen nun endlich wieder einen kleinen Gewinn in Höhe von 3,8 Millionen Euro verkünden konnte. Im Vorjahr stand hier noch ein kräftiger Verlust von 67 Millionen Euro in den Büchern. Das Sparprogramm „Salzgitter 2015“ dass dem Konzern jährliche Einsparungen in Höhe von 200 Millionen Euro bringen soll, zeigt also bereits erste Wirkung. Operativ bleibt die Lage weiterhin etwas angespannt. Salzgitter erlöste im dritten Quartal 2,26 Milliarden Euro und damit rund 2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde ansatzweise aufrecht erhalten. Statt den ursprünglich angepeilten 10 Milliarden Euro Umsatz rechnet man nun nur noch mit rund 9 Milliarden. Alles in allem waren dies durchaus Zahlen die neue Hoffnungen auf eine Trendwende wecken und einen Kauf der Aktie auf diesem ermäßigten Niveau durchaus rechtfertigen.

K+S – positive Überraschung

Der Düngemittel-Hersteller Kali und Salz hat heute nicht nur positiv überrascht sondern auch gleich seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben angepasst. Sowohl der Gewinn als auch der Umsatz konnten im dritten Quartal wieder gesteigert werden. Analysten hatten mit einem weiteren Rückgang gerechnet. Unter dem Strich wurden wieder 76 Millionen Euro nach 72 Millionen Euro im Vorjahr verdient. Das EBIT für das Gesamtjahr soll nun zwischen 580 und 640 Millionen Euro liegen, der Umsatz soll zwischen 3,7 und 3,9 Milliarden Euro betragen. Ob das nun einen vorbörslichen Kurssprung von teilweise über 6 Prozent rechtfertig sei dahingestellt. Zumindest stimmt aber die Richtung wieder, womit man durchaus auf diesem Niveau erneut auf einen Turanarround bei der Aktie spekulieren kann.

Nordex – vor dem Sprung?

Lange wurden die Zahlen des Windanlagenbauers erwartet. Nachdem das Unternehmen zuletzt eigentlich nur mit positiven Nachrichten aufwarten konnte, sollten sich diese Nachrichten auch irgendwann im Aktienkurs wiederfinden. Und dem war auch so: Der Umsatz wurde in den ersten neun Monaten des Jahres um stolze 20,5 Prozent auf 1,266 Milliarden Euro gesteigert. Das EBIT konnte in diesem Berichtszeitraum auf knappe 60 Millionen Euro verdoppelt werden. Der Konzern erwartet somit nun einen um etwa 10 Prozent gesteigerten Umsatz von bis zu 1,75 Milliarden Euro für das Gesamtjahr Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass einige Marktteilnehmer hier noch mehr erwartet haben. Dementsprechend muss man den heutigen Kursverlauf bei der Nordex Aktie sehr genau beobachten. Ein Sprung über die 14,82 Euro setzt neues Potenzial bis in den Bereich um die 16,- Euro frei, obwohl sich diese Marke weiterhin als harte Nuss erweisen könnte.

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