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Wurm drin: Apple-Aktie erneut unter Druck

Am 9. September waren die Augen der Weltöffentlichkeit auf das kleine kalfornische Städtchen Cupertino gerichtet. Der verschlafene 51 000-Seelen-Ort mitten im Silicon Valley ist das Zuhause des Technologieriesen Apple, der an diesem Dienstag in einer Pressekonferenz der Welt gleich drei neue Produkte präsentierte: Das langerwartete iPhone 6, das neue Betriebssystem iOS 8 und die „intelligente Armbanduhr“ Apple Watch.

Die Ankündigung war ein Erfolg, die Applefans begeistert und auch die Märkte zeigten sich zunächst erfreut: Um ganze 8% schnellte der Apple-Aktienkurs danach in die Höhe und schloss bei 101,19 USD – zum ersten Mal seit September 2012 wieder oberhalb der Einhundert-Dollar-Marke. Auch die Medien lobten Apple für seinen Innovationsgeist, und sobald das Gerät am 19. September erhältlich war, stürzte sich die Öffentlichkeit auf die Apple Stores, um die neuen Smartphones zu erwerben. (Laut eigenen Angaben verkaufte sich das iPhone 6 in den ersten drei Tagen über zehn Millionen mal und brach damit den bisherigen eigenen Rekord.)

Das neue iPhone 6 zeichnet sich gegenüber seinem Vorgänger um einen etwas größeren Bildschirm (4,7 Zoll bzw. 5,5 Zoll beim iPhone 6 Plus) und einem leichteren Gewicht (129 Gramm) sowie einem leicht abgerundeten Design aus. Damit sendet Apple ein klares Signal an den Erzrivalen Samsung, dessen Highend-Gerät Galaxy Note II nun zum ersten Mall einen direkten Konkurrenten aus dem Hause Apple hat. Auch das neue Betriebssystem iOS 8 wurde für seinen Innovationsreichtum gelobt. Insgesamt ist die Usererfahrung noch geschmeidiger, und auf das nahtlose Zusammenarbeiten mehrer Apple-Geräte wurde großen Wert gelegt.

Doch kaum hatten sich die Warteschlangen vor den Apple Stores zerstreut, zogen bereits dunkle Wolken am Apple-Himmel auf. Erst sorgte ein im Internet veröffentlichtes Foto eines verbogenen iPhone 6 für das „Bendgate“-PR-Desaster, dann kollabierten die neuen iPhones reihenweise unter den Software-Macken des neuen Betriebssystems. Dazu kamen Gerüchte über iCloud-Sicherheitslücken, als Hacker im Internet persönliche Fotos von über einhundert weiblichen Prominenten veröffentlichten. Zwar stellte sich später heraus, dass es sich dabei um Passwordspionage und nicht um eine technische Attacke handelte, doch der Schaden war bereits angerichtet und das Vertrauen der Nutzer angekratzt – extrem schlechtes Timing, insbesondere im Zusammenhang mit dem Launch von Apple Pay, der kartenlosen Bezahlfunktion von iOS 8.

Während das Unternehmen sich zu der Softwarepanne bekannt hat, weist Apple die Kritik an der angeblich mangelnden Stabilität jedoch zurück. Nur sechs Kunden hätten sich insgesamt über verbogene Geräte beschwert, und Beschädigungen dieser Art seien bei sachgemäßer Behandlung nahezu auszuschließen. Schließlich beendete die US-Version von Stiftung Warentest die Debatte, indem es mehrere derzeit auf dem Markt erhältliche Geräte auf Belastbarkeit testete und bewies, dass das iPhone 6 in der Lage ist, einem Druck von bis zu 31 Kilogramm problemlos standzuhalten. Währenddessen arbeiteten die Apple-Programmierer rund um die Uhr an einem Softwareupdate, welches die Probleme von iOS 8.1 beheben sollte und Freitag schließlich auf den Markt kam.

Das neueste Update schien zunächst auch die Anleger zu beschwichtigen. Am Freitagabend schloss der Markt erneut oberhalb der 100-USD-Marke bei 100,63 Dollar. Als am Wochenende jedoch Meldungen die Runde machten, dass Apple in Irland illegale Steuervergünstigungen erhalten haben könnte, welche nun möglicherweise eine Milliardenstrafe seitens der EU-Kommission nach sich ziehen, eröffnete der Markt am Montagmorgen mit einem deutlichen Verlust bei 99,20 USD und bewegt sich seither in einer flachen Range. Sollte sich der neue Trend zur Härte gegenüber institutionellen Steuersündern verfestigen, könnten auch für Apple die fetten Jahre langsam zu Ende gehen.

Letztendlich zählen für den langfristigen Kursverlauf jedoch hauptsächlich die Absatzzahlen, und bei Apples jährlichem Gewinn von etwa 40 Milliarden US Dollar sollte auch eine Strafzahlung in Milliardenhöhe vergleichsweise leicht zu verschmerzen sein.

Alibaba, Zalando und Rocket Internet – Jetzt geht es (wieder) los

Offensichtlich haben es die Samwer Brüder nun ganz schön eilig ihr Lebenswerk zu vergolden, denn diese Tage war zu lesen, dass auch die Zeichnungsfrist bei Rocket Internet verkürzt wird. Selbstverständlich könnte dies auch nur mit dem ausserordentlich hohen Interesse an den Aktie zu tun haben 😉 Mich persönlich beschleicht beim Lesen solcher Meldungen aber eher ein komisches Gefühl. Hier wird offenbar gepresst was das Zeug hält um das (noch) sehr günstige Umfeld für Börsengänge zu nutzen. Sicherlich ist ein solches Vorgehen legitim aus Sicht der Altaktionäre, aber ist ein Investment in eine der beiden Firmen auch attraktiv für Neuaktionäre?

Alibaba hat es vorgemacht andere springen auf dem fahrenden Zug auf. So einfach ist das und war es auch schon damals zur Zeit des Neuen Marktes, oder anderen Börsen-Hochphasen. Wobei man diese beiden Abschnitte der Internet-Euphorie natürlich nicht miteinander vergleichen kann, da Online-Unternehmen heute in der Regel bereits Geld verdienen und ein tragfähiges Geschäftskonzept haben…. Aber ist das in diesem Fall wirklich so? Haben die nun an die Börse gebrachten Unternehmen wirklich ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell bzw. was sind Zalando und  Rocket Internet tatsächlich wert? An dieser Frage scheiden sich momentan die Geister…

Mit der angepeilten Preisspanne von 35,50 Euro bis 42,50 Euro will das Berliner Unternehmen Rocket Internet Bruttoerlöse von bis zu 1,61 Mrd. Euro erzielen. Das ergäbe eine sehr ambitionierte Marktkapitalisierung für das gesamte Unternehmen von bis zu 6,2 Milliarden Euro. Insgesamt sollen im Zuge der Kapitalerhöhung 32.941.177 neue Aktien ausgegeben werden, nebst Greenshoe-Optionen von weiteren 4.941.176 Aktien. Alle Altaktionäre haben sich verpflichtet innerhalb der nächsten 12 Monate keine Anteilsscheine zu veräussern. Der aktuelle Kurs bei Lang & Schwarz für die zahlungswilligen Neuaktionäre liegt nun bereits bei ca. 63,- Euro, was aus meiner Sicht jegliche vernünftigen Bewertungsmaßstäbe für das Unternehmen sprengt!

Das erzielte Kapital soll in das Unternehmen zum weiteren Ausbau zufließen, was man durchaus positiv sehen kann. Hier wird also nicht schnell Kasse gemacht sondern mit dem frischen Kapital eher daran gearbeitet längerfristige Vermögenswerte zu schaffen. Allerdings gehen Fachleute u.a. aufgrund der letzten Finanzierungsrunden aller Rocket Internet Beteiligungen davon aus, dass die derzeit im Portfolio befindlichen Beteiligungen nur einen Gesamtwert von ca. 2,6 Milliarden Euro haben. Somit stellt sich durchaus die Frage wofür nun dieser satte Aufschlag bezahlt wird, bzw. ob es der Firma jemals gelingen wird diesen auch durch gesteigerte Werte der einzelnen Assets zu rechtfertigen.

Die Nachfrage nach Rocket Internet Aktien dürfte dennoch in der ersten Zeit extrem hoch sein. Die für Aktionäre grundsätzlich eher schockierende Erkenntnis, dass auf absehbare Zeit „keine Gewinne geplant“ sind, stört Interessenten offenbar ebenso wenig wie die hohe Bewertung. Die Erstnotiz des Onlinehändlers Zalando wird bereits morgen, am ersten Oktober in Frankfurt, erfolgen. Der Emissionserlös des „Schrei vor Glück“-Modehauses sollte ursprünglich 633 Millionen Euro betragen. Allerdings deuten jüngste Meldungen darauf hin dass die Aktie nun zum Emissionspreis von 21,50 Euro, und damit nicht am oberen Rand der Bookbuilding-Spanne ausgegeben wird. Dennoch wird auch der Online Schuh- und Modehändler dann bereits mit ambitionierten 5,35 Milliarden Euro bewertet.

Vergleiche in der Presse zwischen den Samwer Brüdern und den damaligen Internet Entrepreneurs Thomas und Florian Haffs finde ich persönlich weder passend noch angemessen. Ich unterstelle den Samwers mal echten Unternehmergeist. Die Jungs (wenn man das noch sagen darf..) wollen wirklich etwas bewegen, überzeugen durch hohen Einsatz, Schnelligkeit und Flexibilität. Auch wenn viele der Geschäftsmodelle lediglich abgekupfert erscheinen, heißt das nicht zwingen dass es hier an Kreativität fehlt. Letztlich muss man auch in der Lage sein die Erfolg versprechenden Geschäftsmodelle von den weniger erfolgreichen unterscheiden zu können…und das können die Samwers offensichtlich.

Dennoch halte ich den allgemeinen Hype um die Aktien, vor allem aber die angedachten Bewertungen für die beiden Unternehmen  für völlig überzogen und dauerhaft schwer zu rechtfertigen. Dass diese Preise aber tatsächlich bezahlt werden ist ein klares Indiz dafür in welcher Börsenphase wir uns aktuell befinden. Sorglosigkeit und Gier scheinen nun wieder weit in die Köpfe der Anleger gedrungen zu sein. Bekanntlich kommt diese Phase dann meist unmittelbar vor einem Absturz. Nicht das ich damit zwingend von einem baldigen Börsencrash ausgehen würde, aber die Möglichkeit dass Anleger das hier in diesem Sektor investierte Geld auf Jahre nicht mehr sehen werden ist aus meiner Sicht durchaus gegeben.

Kurzum, die Rahmenbedingungen für deutliche Kurssteigerungen bei den beiden Aktien sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zeit wohl eher ungünstig. Erfahrene Investoren und Anleger lassen von gehypten IPOs á la Alibaba und Co. die Finger und warten bis sich die Aktienkurse irgendwann, Wochen oder Monate später, „ausgekaspert“ haben. Dann lässt sich auch mit den ersten charttechnischen Daten erst wirklich beurteilen wohin die Reise gehen könnte. Für alle Glücksritter die nicht abwarten wollen um an diesen spannenden Storys Teil zu haben hat die Seite Deutsche Startups eine Liste mit 29 möglichen Risiken veröffentlicht, die man vorher zumindest einmal gelesen haben sollte.

Lanxess – Hier wird die Luft nun sehr sehr dünn…

Der Kursverlauf der Lanxess Aktie ist nach wie vor eher besorgniserregend. Heute markiert die Aktie erneut einen Tiefpunkt und hat die Unterstützung bei 43,66 Euro einmal mehr getestet. Insgesamt bleibt festzuhalten dass die Aktie nach wie vor eher zur Schwäche neigt. Ein weiteres Abtauchen in tiefere Kursregionen wird damit immer wahrscheinlicher. Den letzten Halt bildet nun neben der hier genannten Unterstützungslinie noch das letzte Verlaufstief aus dem Juli 2013 bei ca 42,40 Euro sowie das 76,40er Fibonacci Retracement bei 40,38 Euro. Ein Bruch dieser Marken hätte wohl noch einmal deutlich tiefere Kurse zur Folge.

Lanxes Aktie Chart Analyse

Noch kann nicht abschließend beurteilt werden ob das hier gezeigte Szenario nun auch eintreten wird. In jedem Fall ist hier aber wohl die nötige Vorsicht geboten. Insgesamt bleibt die Lanxess Aktie für mich somit, sowohl aus fundamentalen Betrachtungen als auch aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage, eher uninteressant. Ein Re-Test des letzten Tiefs aus dem September 2011 wird nun wohl immer wahrscheinlicher. Echte Dynamik nach oben lässt die Aktie zudem bereits seit über einem Jahr vermissen. Selbst im Falle einer kurzfristigen Trendumkehr bliebe somit erst einmal abzuwarten wie weit diese führen kann. Es gibt besser Anlagealternativen!

Vossloh – Cup and Handle Formation mit Kursziel 53,20 Euro

Ein kurzes Update zur Vossloh Aktie mit viel Potenzial über die ich in der letzten Woche berichtet hatte. Inzwischen ist das von mir beschriebene Setup vollständig aufgegangen und die Aktie notiert nach wenigen Tagen bereits über zehn Prozent im Plus. Der Rebound erfolgte sozusagen mustergültig und sollte nun auch seine Fortsetzung finden. Aktuell befindet sich die Aktie bei 49,87 Euro und damit zum einen deutlich über der wichtigen Hürde bei 48,88 Euro und zum anderen genau an der nächsten wichtigen Marke. Kann heute auch die Hürde bei 49,85 Euro auch noch genommen werden, ist das nächste logische Kursziel , bzw. ein möglicher Widerstandsbereich zwischen 51,60 und 52,10 Euro zu finden.

Vossloh Aktie Rebound

Letztlich kann man das aktuelle Chartbild aber als eine nicht ganz perfekt ausgebildete Tassen-Formation deuten, die sogar ein kurzfristiges Kursziel von 53,20 Euro ergeben würde. (Kurze Erklärung: Nimmt man nun die Differenz des Tiefs bei 44,56 Euro zum Ausbruchsniveau bei 48,88 Euro erhält man einen Wert von 4,32 Euro. Dieser wird zur Ausbruchsmarke hinzugezählt und man erhält das mögliche Kursziel der Aktie aus dieser aktuellen Chartformation.)

Sowohl die Dynamik des Anstiegs als auch die weiterhin zunehmenden Umsätze in der Aktie lassen erwarten, dass die hier beschriebenen Marken nun kurzfristig abgearbeitet werden. Also unbedingt dabeibleiben, bzw. das weitere Aufstocken der Position könnte sich zumindest bis zu einem Bruch des „Tassenrandes“ nach unten lohnen.  Ich hoffe Sie haben diese außergewöhnliche Chance genutzt!

Commerzbank – Diese Marke muss halten, sonst…

Die Commerzbank Aktie ist heute erneut kräftig unter Druck, nachdem bekannt wurde dass Deutschlands zweitgrößtem Bankhaus erneut Ärger mit der US Justiz ins Haus stehen könnte. Offenbar stößt der vermeintlich etwas zu lockere Umgang mit dem Thema Geldwäsche bei der CoBa den Amerikanern nun sauer auf. Die Staatsanwaltschaft in New York habe entsprechende Ermittlungen gegen die Commerzbank eingeleitet – hieß es heute in verschiedensten Pressemeldungen. Das die Amerikaner bei diesem Thema wenig Spaß verstehen, ist inzwischen hinlänglich bekannt.

Somit befürchten Anleger nun eine weitere drakonische Strafe gegen das Geldhaus, nachdem bereits vor Kurzem erst bekannt wurde, dass wegen mutmaßlichen Verstösen gegen US Sanktionen ebenfalls eine hohe Geldstrafe zu erwarten ist. Fachleute gehen davon aus dass eine Verletzung der US Sanktionen mit mindestens 500 Millionen Euro bestraft werden könnte. Die Rückstellung der Bank für solche Fälle dürfte deutlich niedriger sein…

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich die Aktie damit wieder in einem Bereich der sehr entscheidend für die weitere Entwicklung ist. Wie wichtig die aktuell getestete Unterstützungslinie ist verdeutlicht der obige Chart. Immer wieder konnte die Aktie im Bereich um die 11,88 Euro eine entscheidende Wende vollziehen. Heute nun scheint diese massive Unterstützung ernsthaft in Gefahr zu sein. Ein Rutsch unter den Bereich 11,75 Euro zum Handelsschluss wäre somit erst einmal deutlich negativ zu werten und würde wohl folgendes Szenario auslösen…

Die hier rot eingezeichnete Linie stellt dem mittelfristigen Aufwärtstrend dar, der nun zumindest noch einmal getestet werden könnte. Noch naheliegender wäre sogar ein kurzzeitiges Unterschreiten dieser Linie bis auf die nächste Unterstützung im Bereich um die 10,72 Euro. Gelingt hier dann der Rebound, wäre dies wohl das perfekte Setup für einen Wiedereinstieg in die Aktie in Form einer inversen SKS-Formation. Zuvor sollte aber erst einmal abgewartet werden wie hoch die Strafen der US Justiz ausfallen werden, bzw. gehe ich davon aus dass man seitens der Bank letztlich versuchen wird einen entsprechenden Vergleich zu schließen um reinen Tisch zu machen.

Fazit: Die Unsicherheiten über die tatsächliche Höhe der möglichen Strafe dürften die Aktie bis auf Weiteres belasten. Mit dem heutigen Bruch der 200-Tage Linie hat sich das Bild wieder deutlich eingetrübt und mahnt zur Vorsicht. Das hier kürzlich beschriebene Setup wurde fast vollständig abgearbeitet. Jetzt gilt es erst einmal wieder auf den richtigen Zeitpunkt zu warten.

Trading Erfolg mit binärem- oder binary Trading

Wie bei nahezu allen anderen Finanzprodukten sollte man auch Optionen Handeln gewisse Regeln einhalten um das Chance-Risiko-Verhältnis, bzw. die Gewinnaussichten möglichst zu optimieren. Nicht nur der Zeitpunkt, sprich das richtige Timing, sondern auch eine vernünftige Strategie sind für den dauerhaften Erfolg und entsprechend hohe Gewinne unerlässlich.

Die spannende Frage ist also wie man eine möglichst hohe Trefferquote bei einer binären Wette auf einen Basiswert erzielen kann und somit auch dauerhaft hohe Renditen erwirtschaftet. Grundsätzlich gelten hier ähnliche Regeln wie beim Aktienhandel. Einfach ohne Konzept drauflos zu traden, dürfte in den meisten Fällen hingegen zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Hier sind also ein paar einfache Tipps für den Handel mit binären Optionen, die Ihnen helfen sollen Ihre Gewinne zu maximieren und gleichzeitig die Verluste zu begrenzen… Wenn Sie diese Regeln konsequent beachten!

1. Wie fange ich an?

Die Beantwortung dieser Frage hängt im Wesentlichen mit Ihrer allgemeinen Börsen-Erfahrung zusammen. Wenn Sie bereits seit längerem mit dem Aktienhandel vertraut sind dürfte es Ihnen nichts allzu schwer fallen sich mit diesem einfachen Finanzprodukt auseinander zu setzen. Im direkten Vergleich erscheint der Handel mit binären Optionen geradezu banal.

Letztlich sind binäre Optionen schlicht eine Wette auf steigende oder fallende Kurse in dem angegebenen Zeitraum, bzw. bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit der Option. Viele von Ihnen werden sich jetzt sagen, dass dies doch einfacher nicht sein könnte. Ähnlich dem Setzen auf die Farbe schwarz oder rot im Spielcasino, oder einer klassischen 50:50 Wette. Richtig!

Dennoch gilt es ein paar Regeln zu beachten, bzw. zunächst ein paar Erfahrungen zu sammeln, bevor man sich in das spannende Spiel mit extrem hohen Gewinnmöglichkeiten hinein wagt. Wenn Sie also noch nicht über umfangreiches Wissen bei Finanzgeschäften verfügen, ist dies absolut kein Hinderungsgrund. Allerdings kann es durchaus empfehlenswert sein sich zunächst ein kostenloses Demo-Konto bei einem der führenden Anbieter für binäre Optionen anzulegen mit dem man gefahrlos erste Schritte unternehmen kann.

2. Money Management

Wenn Sie soweit sind, und der große Tag gekommen ist an dem Sie den ersten Schritt mit echtem Geld wagen wollen, dann sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie nur einen kleinen Betrag der zur Verfügung stehenden Gesamtsumme pro Trade einsetzen. Als Faustregel gilt hier dass kein Einsatz größer sein sollte als 5 Prozent. Besser wäre wenn Sie diesen Prozentsatz später, mit steigendem Depotguthaben auf 2 – 3 Prozent reduzieren könnten.

Für den Anfang sollten Sie versuchen einige erfolgreiche Trades mit der jeweiligen Mindestsumme einzugehen, die je nach Anbieter variieren kann, grundsätzlich aber nicht höher als 50,- Euro liegen sollte. Wenn Sie dann erste Erfolge erzielt, und ein Gefühl für die Materie bekommen haben, können Sie die Summe sukzessive steigern. Bis zu diesem Punkt sollte auch die Gesamtsumme ihres Depots schon entsprechend gestiegen sein….

3. Fehltrades sportlich nehmen

Wenn sie einmal daneben gelegen haben, dann ist das kein Beinbruch und gehört absolut dazu. Trading besteht aus erfolgreichen und weniger erfolgreichen Trades. Niemand gewinnt immer – auch die Profis nicht! Wichtig ist nur, dass sie diese Tatsache erkennen und akzeptieren und nicht versuchen den Fehltrade umgehend „mit der Brechstange“ wieder auszugleichen. Das geht in den überwiegenden Fällen schief…Warten Sie geduldig auf die nächste Chance die sich Ihnen bietet, denn Kapitalerhalt bleibt auch hier das oberste Gesetz!

4. Werden Sie nicht nicht übermütig

Das gleiche gilt im Übrigen für erfolgreiche Trades. Das Gefühl in ein paar Minuten 70 bis 80 Prozent Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet zu haben, kann regelrecht berauschend wirken. Trotz dieser ausgeschütteten Endorphine sollten Sie aber immer einen kühlen Kopf bewahren und nicht übermütig werden. Jeder neue Trade sollte genauso gut überlegt und geplant werden, als wäre es Ihr Erster.

Nur wenn Sie es dauerhaft vermeiden, dass positive wie negative Gefühle Ihr Trading beeinflussen, werden Sie auch dauerhaft Erfolg haben. Bleiben Sie ruhig und gelassen! Für erfahrene Trader bietet sich später dann immer noch die Möglichkeit die Gewinne exorbitant zu steigern.

5. Setzen Sie sich konkrete Ziele

Insbesondere beim Trading mit binären Optionen ist es wichtig sich Tagesziele zu setzen. Definieren Sie vorher klar wie viel Geld Sie täglich gewinnen wollen. Setzen Sie sich nicht zu hohe Ziele und beenden Sie Ihr Trading konsequent wenn Sie das Ziel erreicht haben. Nichts ins befriedigender als die Zielerfüllung und danach den Rest des Tages mit einem guten Gefühl frei zu nehmen!

Beispielsweise kann, wenn Sie genügend Erfahrungen gesammelt haben, ein Zusatzverdienst von 300,- Euro am Tag ein solches Ziel sein. Dazu könnten Sie 100,- Euro Trades platzieren die vier mal aufgehen müssen. Theoretisch würde Ihr Verdienst, nach 20 Handelstagen, am Ende des Monats 9.000,- Euro betragen. Das ist natürlich nicht realistisch, denn es wird Tage geben an denen Sie Geld verlieren oder aber auch nur einen kleinen Gewinn erzielen.

Es wird möglicherweise aber auch Tage geben an denen Sie einen größeren Gewinn einfahren. Das gesetzte Ziel ist also eher aus psychilogischer Sicht wichtig und hat keinen Anspruch auf Erfüllung. Letztlich wäre in dem oben beschriebenen Fall ein Monatsergebnis von 5.000,- hervorragend und sicherlich auch sehr befriedigen.

6. Handeln Sie nur wenn Sie sich gut fühlen

Der ein oder andere wird nun vielelicht etwas schmunzeln, aber ich halte diesen Punkt für sehr wichtig. Wenn man nicht „gut drauf“ ist oder gar gesundheitlich angeschlagen, sollte man eine Pause vom Trading machen. Man trifft einfach keine gguten Entscheidungen wenn der Kopf weh tut oder man gedanklich gerade ganz woanders ist.

Gönnen Sie sich eine Pause und lassen Sie den Handel Handel sein, bis Sie das Problem dass sie beschäftigt oder die Grippe die Sie lahm gelegt hat überwunden haben. Erfahrungsgemäß werden Sie ansonsten zu allem Übel auch noch Geld verlieren. Kommen Sie sobald es geht frisch und ausgeruht an den Desk zurück und verfolgen Sie dann wieder die gesteckten Ziele.

7. Märkte verstehen und profitieren

Nicht jeder Markt liegt einem. So ist beispielsweise der Devisenhandel relativ unkontrollierbar, während das Handeln von Optionen auf einzelne Aktien oder Indizes etwas kalkulierbarer erscheint, Gold und Rohöl machen in der Regel keine so großen Sprünge.

Letztlich kommt es nicht auf die Intraday-Bewegungen an sondern wo Ihre Option zum Ablauf der jeweiligen Stunde liegt. Höher oder tiefer, das ist die einfach Frage und je weniger Volaitilität in einem Instrument liegt, desto berechenbarer werden diese Bewegungen.

Beachten sie unbedingt den vorherrschenden Trend, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich dieser Trend fortsetzen. Trendfolge ist immer noch einer der wichtigsten Indikatoren, den man in seine Handelsentscheidungen mit einfließen lassen sollte.

8. Zeiten in denen Sie nicht handeln sollten

Regelmäßig werden an den internationalen Börsen wichtige Konjunkturnachrichten veröffentlicht, die sich in großen Kursturbulenzen während des Veröffentlichungs-Zeitraums äußern. Nicht selten schlägt dann eine Aktie, ein Index oder eine Währung spontan eine (ungewollte) Richtung ein um diese dann umgehen wieder zu ändern. Es ist also nicht ratsam zu diesen Terminen binäre Optionen zu handeln, da das Risiko auf dem falschen Fuss erwischt zu werden relativ hoch ist!

Die genannten Termine finden regelmäßig gegen 10:00 Uhr in Europa sowie 14:30 und 16:30 in den USA statt. Manchmal werden auch um 20:00 Uhr noch marktbestimmenede Daten veröffentlicht.Genaueres entnehmen Sie bitte dem hier verlinkten Börsenkalender, den ich Ihnen als grundlegendes Handelsinstrument ans Herz legen möchte.

9. Finger weg von automatischen Handelssystemen!

Einer der größten Fehler den Sie beim Handel mit binären Optionen begehen können, ist sich in die Hände eines vollautomatischen Handelssystems zu begeben, das nicht nur vom Anbieter geschrieben wurde sondern letztlich nicht selten auch die Aufgabe hat dafür zu sorgen dass am Ende immer die Bank gewinnt!

Trading Erfolg ist immer auch eine Frage des Vorteils (Edge) den man sich anderen Marktteilnehmern gegenüber verschafft oder in diesem Falle dem Anbieter von binären Optionen gegen dem man wettet. Wie soll ein solches Programm dass zudem gleichzeitig für hunderte oder tausende Kunden gleichzeitig handelt Ihnen einen ernsthaften Vorteil verschaffen?

Sie werden also auch bei dieser Anlageform nur dauerhaft Geld verdienen wenn Sie bereit sind sich mit der Materie auseinander zu setzen und dafür zu arbeiten. Schnelle und dauerhafte Gewinne gibt es auch hier nicht. Denn, erfolgreiches Trading ist IMMER mit harter Arbeit, Disziplin und Ausdauer verbunden.

Mit der Zeit wird es Ihnen allerdings deutlich leichter fallen die richtigen Entscheidungen zu treffen und an Ihre Fähigkeiten zu glauben. Der Erfolg, bzw. die Gewinne kommen dann von ganz alleine.

10. Die Auswahl der richtigen Handelsplattform

Nicht zuletzt ist eine sorgfältige Auswahl des richtigen Handelspartners unerlässlich. Denn es gab in der jüngsten Vergangenheit offenbar Fälle bei denen Kunden, spätestens bei der Auszahlung ihrer Gewinne, auf ernsthafte Hindernisse gestoßen sind. Das kann Ihnen bei einem seriösen Broker nicht passieren.

Aber wie erkennt man einen seriösen Anbieter? Grundsätzlich sollten Sie sich darüber informieren welche Anbieter bereits seit vielen Jahren am Markt und reguliert sind. Eine durch unsere Redaktion getroffene Vorauswahl in unserem Binäre Optionen Broker Vergleich soll ihnen bei der Entscheidung für den richtigen Broker helfen.

Ich hoffe die hier aufgezeigten Verhaltensregeln helfen Ihnen ein erfolgreicher Optionen Trader zu werden. Verinnerlichen Sie bitte die hier aufgeführten Punkte und halten Sie sich strikt daran. Dann sollte der Trading-Erfolg nicht lange auf sich warten lassen!

Ich wünsche Ihnen jetzt schon viel Spaß und Erfolg …und natürlich dicke Gewinne!

Vossloh – Die vergessene Aktie mit viel Potenzial

Wir haben kürzlich hier auf Investors Inside im Kommetar-Bereich über die Vossloh Aktie gesprochen. Heute war es dann soweit. Die Aktie hat das angepeilte Kursziel mustergültig abgearbeitet und danach wieder nach oben gedreht. Diese Bewegung führte für mich persönlich auch automatisch zum ersten Kauf der Aktie. Nicht nur das ich davon ausgehen, dass der Kursverfall bei dem Schienendienstleister völlig überzogen war, sondern auch gewisse politische Gegebenheiten und natürlich die voranschreitende Restrukturierung des Konzerns, lassen mich erwarten, dass das Unternehmen bald wieder zu alter Stärke zurück finden wird.

Wie man im langfristigen Chart der Vossloh Aktie deutlich sehen kann, hatten die Aktionäre zuletzt nicht allzu viel zu lachen und mussten eine stetigen Kursverfall zusehen. Dies lag hauptsächlich an den zunächst unerwartet hohen Kosten der Restrukturierung des Konzerns, sowie eine veränderte Risikobeurteilung. Heute nun hat die Aktie nicht nur den unteren Bereich des Abwärtstrends getestet sondern auch die Unterstützungslinie bei ca. 44,89 Euro bestätigt. Eine Trendwende mit Kurs auf  die hier rot eingezeichnete Aufwärtstrend-Linie erscheint nun wieder möglich, wobei man wohl erst bei Kursen über 49,- Euro wieder von Entspannung reden kann. Eine erste Hürde wäre aber mit dem Verlassen des kurzfristigen Abwärtstrends bei ca. 46,65 Euro bereits genommen.

Vossloh Chart Analyse langfristig

Im ersten Halbjahr diesen Jahres erzielte der Konzern, bedingt durch diese Maßnahmen somit ein negatives EBIT in Höhe von 145,4 Millionen Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres hier noch ein Gewinn von 12, 1 Millionen Euro in den Büchern stand.  Der Umsatz hingegen konnte um 2,2 Prozent auf 626 Millionen Euro gesteigert werden, ebenso wie die Auftragseingänge, die um 12,4 Prozent auf 661,6 Millionen Euro anstiegen. Der Auftragsbestand lag gar um 15,8 Prozent höher bei knapp 1,8 Milliarden Euro. Also insgesamt kein schlechtes Zahlenwerk, lässt man die Sonderposten mal kurzzeitig ausser Acht…

Das bundesweit teilweise stark renovierungsbedürftige Schienennetz und die von Regierungsseite geäusserten Überlegung bezüglich einer baldigen Sanierung, sollte die Aktie auf mittelfristige Sicht nun wieder beflügeln. Ob und in welchem Umfang Vossloh von dieser Entwicklung profitieren kann bleibt allerdings noch offen. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Marktführer ein ordentliches Stück vom Kuchen abbekommt, ist aus meiner Sicht nun deutlich gegeben. Die Restrukturierung sollte zudem bald abgeschlossen sein und die kommenden Bilanzen nicht mehr so extrem belasten.

Die Zeche für die Sanierung des Schienennetzes zahlt mal wieder der Steuerzahler zu einem gewissen Teil. Somit stellt die Aktie nicht nur eine Möglichkeit dar die persönlichen Belastungen durch ein Investment in Vossloh Aktien abzufedern, sondern sogar davon zu profitieren 😉 Für Hintergrund weitere Hintergrundinformationen lesen Sie bitte auch den Kommetarteil zu diesem Artikel.

Hier gibt es Alibaba Aktien zum Schnäppchen-Preis…

Der Alibaba Börsengang war das beherrschende Thema der letzten Woche. Die Erstnotiz an der Wall Street toppte letztlich auch die kühnsten Erwartungen der überwiegend optimistischen Fachleute. Dennoch hinterlässt der satte Aufschlag auf dem Emissionspreis von 68,- Dollar sicherlich auch so manche Frage… Denn, hier wurde nun bereits am ersten Tag der Börsennotierung eine gehörige Portion Vorschusslorbeeren eingepreist. Ich kann Ihnen zwar auch nicht sagen ob das Unternehmen an dieser Stelle nun bereits recht teuer oder gar günstig ist, würde mich aber zu diesen Kursen auch nicht mehr zu einer Spekulation darauf hinreißen lassen. Zumindest nicht direkt…

Alibaba ist ein interessantes Unternehmen, ohne Frage und ich persönlich habe größten Respekt vor dem Lebenswerk des Gründers Jack Ma, der – vor nicht allzu langer Zeit – ganz klein angefangen hat und ein Multi-Milliarden Unternehmen schuf. Die Wachstumsraten der Firma sind immer noch atemberaubend. Somit ist davon auszugehen, dass die bereits heute eingepreisten Kurssteigerungen auch irgendwann gerechtfertigt sein werden. Doch, muss man diese auch zwingend heute schon als Aktionär bezahlen?

Ich denke es gibt vielleicht einen etwas geschickteren Weg in die Aktie, wenn man sie den unbedingt besitzen will. Einen Anteil am Unternehmen kann man sich beispielsweise ab Montag auch über der Kauf der Yahoo Aktie zulegen. Denn, mit dem verbliebenen Restanteil von 401.826.286 Alibaba Aktien wäre die Suchmaschine, selbst im Falle dass man das bisherige Geschäft mit Null bewertet, noch wesentlich mehr wert. Ich gehe davon aus, dass wir alle wissen dass Yahoo auch ohne die Alibaba Beteiligung mehr wert sein dürfte als nichts 😉

Yahoo hat zum Börsengang 121.739.130 Alibaba Aktien zum Kurs von 68,- Dollar verkauft. Das dürfte wohl auch der Grund für den Kursverfall der Yahoo Aktie am Freitag gewesen sein, weil diese Stücke nun deutlich unter Marktpreis „verschleudert“ wurden. Anleger dürften sich somit in einer ersten Reaktion enttäuscht über diese „schlechte“ Entscheidung der Konzernleitung gezeigt haben, was aber auf den zweiten Blick aber ein großer Fehler sein könnte. Denn, ein genauerer Blick hinter die Kulissen verrät das der Abverkauf der Yahoo Aktie zu diesem Punkt höchst irrational gewesen sein dürfte.

Angenommen die Alibaba Aktie hält das jetzige Kursniveau, oder steigt gar weiter an, dann ist alleine diese Beteiligung fast soviel wert wie das gesamte Unternehmen Yahoo. Ausgehend von einem Alibaba Aktienkurs von 93,89 Dollar multipliziert mit der im Besitz verbliebenen 401.826.286 Aktien ergibt sich somit ein Marktwert der Alibaba Beteiligung in Höhe von ca. 37,73 Milliarden Dollar. YHOO wird hingegen aktuell nur mit 40.81 Milliarden Dollar an der Börse bewertet, hat aber durch den Verkauf der ersten Alibaba Trance bereits knapp 8,3 Milliarden Dollar eingenommen. Zuvor besaß das Unternehmen bereits schon Cash Reserven in Höhe von ca 1.6 Milliarden Euro. Macht zusammen rein rechnerisch einen Wert von 47,63 Milliarden Dollar!

Anders ausgedrückt müsste die Yahoo Aktie jetzt um knapp 18 Prozent steigen um diese Diskrepanz einzupreisen, oder aber der Alibaba Aktienkurs entsprechend fallen.  Selbst dann wäre aber das bisherige operative Geschäft von Yahoo in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt! Umgekehrt hieße dies, bei einem Alibaba Aktienkurs von 93,89 Dollar, würde man sich die Aktie über den Umweg Yahoo heute für ca. 76,5 Dollar kaufen können.

Wie man es nun auch dreht und wendet, aus rein mathematischer Sicht erscheint mir somit ein entsprechender Trade auf die Yahoo Aktie aktuell der deutlich bessere Deal zu sein! Den Risikopuffer von fast 20 Prozent erachte ich dabei als äusserst komfortabel. Berücksichtigt man dann noch den Cashbestand und das operative Geschäft erscheint der Trade geradezu ein sogenannter „No Brainer“ zu sein. Oder sehe ich hier etwas falsch…? Bleibt aber dennoch abzuwarten ob die Alibaba Aktie demnächst nicht auch mal nachgeben wird, wenn die erste Euphorie abgearbeitet wurde. Die Yahoo Aktie wird dann ebenso mit Verlusten reagieren, soviel dürfte sicher sein… aber die Rechnung bleibt am Ende die selbe und der anschließende Bounce kann dann u.U. gekauft werden…!

Tesla – Vier auf einen Streich

Der gestrige Handelstag an den US Börsen war durchaus bemerkenswert, weswegen ich hier nun kurz ein paar Worte darüber verlieren möchte. Der Grund für die heftigen Kursverluste ist nicht wirklich klar, ausser bei der Tesla Aktie, wo schlicht mehrere Faktoren zusammen gekommen sind. Aber dazu später mehr.

Die grundsätzlichen Überlegungen einiger Marktteilnehmer bezüglich des Kursverlaufes bei den Highflyern der letzten Wochen dürfte allesamt nicht allzu weit hergeholt sein. Nicht zuletzt die Warnung Janet Yellens bei der letzten FED Sitzung, dass inzwischen einige Sektoren sehr ambitionierte Bewertungsniveaus erreicht hätten, hat nun offenbar doch anklang gefunden. Einige Anleger sichern nun ihre Gewinne vor der nächsten Rede der FED-Chefin, um nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden.  Internet- Biotechnologie und diverse andere Momentum-Sektoren wie 3D-Druck und Solar gehörten somit zu den großen Verlierern.

Auch die Annahmen dass sich die Wall Street auf das Alibaba IPO am Freitag vorbereitet ist wahrscheinlich zu einem gewissen Prozentsatz richtig. Denn das Emissionsvolumen von 22 Milliarden US Dollar will vorher erst einmal freigeschaufelt werden. Was liegt da näher als ein paar Gewinneraktien zu verkaufen und auf den nächsten Highflyer zu setzen? Ich persönlich bin zwar nicht zwingend der Meinung, dass die Alibaba Aktie einen lang anhaltenden Höhenflug hinlegen wird, aber kurzfristige Gewinne sind sehr wahrscheinlich.

Die politische Gemengelage schafft zudem weiter Unsicherheiten, die der Markt so gar nicht liebt. Nicht nur die FED Sitzung bei der man befürchtet hier könnten nun erste Zinssschritte der US Notenbank festgezurrt werden, sondern auch der Ukraine-Konflikt gehört nach wie vor zu den größten Unsicherheitsfaktoren. Heute notiert der russische Rubel auf einem neuen Alltime-Low zu manchen Währungen! Die mögliche Abspaltung Schottlands ist insbesondere für Europa ebenso risikobehaftet wie u.U. der nicht ganz überraschende Wahlerfolg der Europa-Gegner-Partei AFD in zwei Bundesländern. Sollte sich diese Partei in Deutschland weiter durchsetzen, wird das ganze Europa-Konstrukt bald wohl ernsthaft in Frage gestellt.

Es gibt also genug Unsicherheitsfaktoren um die Märket einmal kräftig durchatmen zu lassen. Das es dabei zu allererst die Aktien kräftig erwischt hat die zuvor am besten gelaufen sind, kann niemanden so richtig verwundern. Bei Tesla waren es zudem ein paar charttechnische Gegebenheiten, die einen Kursrutsch exakt bis an die Marke von 249,13 Dollar (Gap Close) geführt haben. Ob es sich bei der anschließenden Bewegung nun lediglich um einen sogenannten „Dead Cat Bounce“ handelt (Wobei man Tesla nicht unbedingt als Dead Cat bezeichnen sollte 😉  ) oder die Korrektur weiter gehen wird, kann Ihnen wohl zum jetzigen Zeitpunkt niemand kompetent beantworten. Ein Blick auf den Chart hilft aber u. U. bei der Einschätzung des Beobachteten…

Tesla Chart Analyse mittlfristig

Die Aktie hat gestern alle vier noch offenen Gaps (schwarze Kreise) in einem Rutsch geschlossen, was die gute Nachricht ist und so theoretisch einen „gesunden“ Chart hinterlässt. Dennoch sollte man der Dynamik dieser Bewegung wohl erst einmal mit etwas Skepsis begegnen. Es würde nun aus meiner Sicht durchaus Sinn machen, dass zumindest auch das 38er Fibonacci Retracement und der hier eingezeichnete Aufwärtstrend (rot) noch getestet wird. Aus charttechnischer Sicht würde zudem ein weiterer Rutsch bis auf die Unterstützung bei ca. 236,- Dollar den Großteil der vorangegangenen Übertreibung wieder abbauen.

Die hier eingezeichnete schwarze Linie stellt den langfristigen Aufwärtstrend dar, der nun unter hohem Volumen und dynamisch nach unten verlassen wurde. Kann dieser Trend also in den kommenden Tagen nicht zurückerobert werden, so muss man eher davon ausgehen, dass ein echter Trendbruch vorliegt. Erst ein Anstieg über 262,- Dollar bringt die Bullen also wieder ins Spiel. Ein Test dieser Linie von unten ist ebenfalls kurzfristig vorstellbar, hinterlässt dann aber im Falle des Scheiterns eine SKS-Formation, die deutliches Abwärtspotenzial mit sich bringt.

Alles in allem würde ich somit aktuell (noch) von einem Unentschieden zwischen Bullen und Bären ausgehen und dementsprechend die Füsse still halten bis die Tesla Aktie klare neue Signale sendet. Achten Sie auf die hier dargestellten Chartmarken und vor allem auf eine saubere Bestätigung des Signals in die ein- oder andere Richtung. Zu früh auf einen schnellen Rebound zu setzen kann hier schnell richtig teuer werden…

Nordex, CAT Oil, Südzucker, Bilfinger, Dialog – Was ist da los?

Zum Ende dieser durchaus spannenden Handelswoche bleibt mir nur noch ein paar Anmerkungen zu einzelnen Aktien hinzuzufügen, die für die aktiven Anleger unter Ihnen interessant sein dürften. Insgesamt war diese Woche geprägt von neuen politischen Unsicherheiten um eine mögliche Abspaltung Schottlands sowie natürlich der Ukraine-Krise und durchwachsenen Konjunkturdaten. Die kommenden Woche steht dann zusätzlich mal wieder ganz im Zeichen der nächsten FED Sitzung. Somit ist insgesamt weiterhin Vorsicht geboten, zumal wir uns der schwächsten Phase des Jahres nähern. Dennoch gibt es aktuell mal wieder ein paar sehr interessante Setups, auf die ich noch kurz hinweisen möchte und die allesamt einen gewissen Charme haben, wenn auch unter durchaus unterschiedlichen Voraussetzungen.

Nordex

Die Nordex Aktie zeigte sich in dieser Woche eher schwach, nachdem der Ausbruch nach oben aus der hier geschilderten Keilformation letztlich (noch) nicht geglückt ist. Die Aktie hält sich aber weiterhin auf einem aussichtsreichen Niveau für einen weiteren Ausbruchsversuch. Erst bei Kursen unter 13,70 Euro wird die Luft etwas dünner. Aktiennotierungen über 14,32 Euro hingegen machen einen Ausbruch nach oben wieder sehr wahrscheinlich…

CAT Oil

Wieder lasten die heute in Kraft getretenen Sanktionen des Westens gegen Russland auf dem Aktienkurs. Auch in Russland zeigen sich erste ernsthafte Bremsspuren bei den großen Öl- und Gaskonzernen wie Rosneft und Gazprom. Sicherlich kein allzu günstiges Umfeld für die CAT Oil Aktie, jedoch auch kein Grund bei jeder neuen Nachricht immer wieder in Panik zu verfallen. Das Unternehmen hat zuletzt gezeigt, dass es durchaus in der Lage ist mit diesen schwierigen Bedingungen fertig zu werden. Zudem sind die Auftragsbücher prall gefüllt und durch langfristige Verträge gesichert. Ich bleibe dabei und schaue mir auch das Finale dieses spannenden Krimis an. Die Unterstützungen liegen bei 16,20 und 15,75 Euro…

Südzucker

Erwartungsgemäß neigt der Zuckerpreis weiterhin zur Schwäche. Nun steht zu befürchten dass auch die nächsten charttechnischen Marken im Abwärtstrend sauber abgearbeitet werden, bevor hier Besserung einkehrt. Dies kann im Extremfall auch einen weiteren Rückgang des Zuckerpreises um ca. 20 bis 30 Prozent mit sich bringen. Dementsprechend sollten Südzucker Aktionäre sehr vorsichtig agieren. Zumal die Aktie heute ein frisches Verkaufssignal geliefert hat. Wird dies nun bestätigt sind auch noch einmal Kurse zwischen 12 und 12,50 Euro kurzfristig denkbar.

Bilfinger Berger

Wie erwartet ist die Aktie nach der kurzen Zwischenerholung bis auf knapp 60,- Euro erneut kräftig abgetaucht. Damit war die letzte Bewegung nicht mehr als ein klassicher „Dead Cat Bounce“. Inzwischen wurde das hier beschriebene Kursziel von unter 50,- Euro erreicht, womit sich die Frage aufwirft ob sich dieses Niveau zum Kauf einer ersten Position anbietet? Ich persönlich gehe davon aus dass es sinnvoll sein kann, hier nun einen Fuss in die Tür zustellen. Die Aktie ist auf diesem Niveau nun wieder günstig und überverkauft. Auch wenn man sich in den nächsten Quartalen hier keine allzu großen Wunder erwarten darf, bis die Restrukturierung greift, bietet sich für langfristig orientierte Investoren ein Positionsaufbau an. Sollt die Aktie wider Erwarten auf 45,- Euro abtauchen kann man dann aufstocken.

Dialog Semiconductor

Die Aktie des Apple Profiteurs sollte eigentlich besser laufen, wenn man die neue Produktpalette von Apple berücksichtigt. Aus charttechnischer Sicht hingegen zeigt der Titel bereits seit einigen Tagen deutliche Schwäche. Mit dem heutigen Kursrutsch wird somit nun das noch offene Gap bei 21,45 Euro angesteuert. Die eigentlich spannende Frage ist aber was danach passiert. Da ich auch keine Glaskugel besitze, bleibt nur abzuwarten ob der Kurs nach Schließung der Kurslücke dann wieder anzieht, oder aber der übergeordnete Abwärtstrend noch einmal von oben getestet wird. Weitere Stationen wären dann, wie in dem Artikel vom 01.08 beschrieben,  bei ca. 20 70 Euro und letztlich bei 18,42 Euro zu finden. Ich gehe aber (noch) nicht davon aus, dass wir diesen Bereich demnächst wieder sehen werden.

Südzucker – Auffällige Stärke!

So manche Kursbewegung bei einzelnen Aktien scheint in den letzten Tagen irgendwie keinen Sinn zu ergeben. So ist bspw. die Südzucker Aktie aktuell einen näheren Blick wert. Denn, der Titel befindet sich schon seit Jahren im Abwärtstrend, was nicht zuletzt dem permanenten Kursverfall des Zuckerpreises geschuldet sein dürfte. Dieser hat auch zuletzt wieder deutlich nachgegeben und nähert sich nun den letzten Tief bei 14,70, wie man in folgendem Chart sehen kann. Insgesamt befindet sich das weiße Süß weiterhin in einem sehr intakten Abwärtstrend, der weiter anhalten dürfte. Heute wird hier er langfristige Abwärstrends (schwarz) erneut von oben getestet. Ein Rutsch unter diese Linie würde wohl schnell neue Tiefstände produzieren und einen erneuten Test der unteren Begrenzung des Trends mit sich bringen:

Zucker Chart lang

Ganz im Gegensatz zu dieser Entwicklung konnte sich die Südzucker Aktie zuletzt deutlich erholen. Nicht nur dass, sondern auch an insgesamt schwachen Börsentagen zeigte der Titel immer wieder erstaunliche Stärke. Heute nun wurde durch die letzte Aufwärtsbewegung ein altbekanntes charttechnisches Muster komplettiert, das grundsätzlich auf höhere Aktiennotierungen hindeutet. Die Aktie verhält sich also komplett entgegengesetzt zu ihrem Basiswert. Dies kann zum einen diversen Medienberichten geschuldet sein, die immer wieder darauf verweisen wie „günstig“ die Aktie ist, oder lässt erwarten dass der Zuckerpreis demnächst eine Kehrtwende nach oben vollziehen wird.

Da ich von der zweiten Variante nicht unbedingt ausgehen würde, ist die aktuelle charttechnische Situation bei der Aktie durchaus mit Vorsicht zu genießen. Die Ausbildung eines klassischen Fehlsignals – oder auch Bullenfalle genannt – liegt hier nahe. Dennoch möchte ich in diesem speziellen Fall auch eine positive Entwicklung, in Form eines bestätigten Ausbruchs nach oben, nicht gänzlich ausschließen, da die Aktie zuvor bereits so deutlich an Wert verloren hat. Hier dürfte also schon sehr viel Negatives im Kurs eingepreist worden sein, was auf der anderen Seite durchaus Spielraum für positive Überraschungen bietet.

Fazit: Die aktuelle Divergenz zwischen der Entwicklung des Zucker-Preises und der Aktie ist offensichtlich. Ein nachhaltiger Ausbruch über den Bereich um die 14,10 Euro setzt – rein rechnerisch – weiteres Potenzial von knapp 1,90 Euro nach oben frei. Ein Scheitern der aktuellen Tassen-Henkel-Henkel-Formation (Double Cup and Handle) hingegen, würde die Aktie wohl noch einmal in den Bereich des letzten Tiefs führen. Insgesamt bietet sich hier somit ein Trade auf steigende Kurse mit einem sehr engen Stop an, wenn man davon ausgeht dass die Märkte stabil bleiben und der Zuckerpreis nun wieder vom Abwärtstrend nach oben abprallt! Die zuletzt erhöhten Leerverkäufe in der Aktie durch „Egerton Capital“ und „Canada Pension Plan“ könnten dabei dann als Turbo fungieren… allerdings ist die Aktie im bereits jetzt schon etwas überkauft.

Fällt die Aktie wieder unter die hier eingezeichnete blaue Linie ist hingegen Vorsicht geboten, bzw. sollten eingegangene Positionen wohl vorerst wieder geschlossen werden.

Bilfinger – Das Vertrauen endgültig verspielt?

Der Baukonzern Bilfinger kappte heute auch die bereits schon zweimal gesenkte Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Was sich zunächst wie ein schlechter Scherz liest, ist leider traurige Wahrheit. Offenbar ist das ganze Ausmaß der Misére doch größer als zunächst angenommen. Das Vertrauen der Anleger dürfte mit der heutigen Meldung zumindest auf längere Sicht zerstört sein. Da half es auch nur wenig den ehemaligen Vorstandschef Olaf Koch als Sündenbock „freiwillig ausscheiden zu lassen“, denn dieser hat das ganze Desaster sicherlich nicht alleine zu verantworten.

Die erste Gewinnwarnung erfolgte Anfang Juli diesen Jahres Erst vor knapp einem Monat hatte der Baukonzern die Prognose für den bereinigten Überschuss von 220 Millionen Euro auf nunmehr 205 Millionen Euro erneut gesenkt. Nun soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn, wegen anhaltender Probleme in der Energiesparte und dem Umbau der Industriesparte, noch einmal „mindestens“ auf 160 Millionen Euro fallen. Das entspricht einem satten Rückgang um mindestens 37 Prozent!

Bilfinger Chart langfristig

Nicht unbedingt diese Tatasche ansich dürfte den Aktionären sauer aufstoßen, sondern viel mehr die Informationspolitik des Konzerns, bei der innerhalb von nur 66 Tagen gleich drei Gewinnwarnungen abgegeben werden. Das schafft nicht unbedingt Vertrauen bei den Anlegern, und erweckt bei mir persönlich den Eindruck dass die Führung des Unternehmens offenbar wenig Ahnung davon hat was im Konzern so wirklich vor sich geht.

Die Aktie ist heute vorbörslich bereits stark unter Druck und notiert knapp 8,5 Prozent tiefer. Angesichts des zu erwartenden Gewinnrückgangs und des nun wohl erst einmal vollends verspielten Vertrauens,  ist das wohl noch ein ganz gutes Ergebnis. Wie bereits vor einigen Wochen hier geschrieben, erwarte ich auch  aus charttechnischer Sicht einen weiteren Rückgang des Aktienkurses bis mindestens 51,80 Euro respektive knapp unter die 50,- Euro Marke. Heute sehen wir erst einmal das dritte kräftige Down-Gap. Nur als Randnotiz: Das Zweite sieht zwar auf den ersten Blick geschlossen aus, ist aber bei genauerer Betrachtung immer noch offen!

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