Tag Archives: Charttechnik

Nordex Aktie – Das sieht nicht gut aus!

Ein sehr gemischtes Bild zeigt sich aktuell bei der Aktie des Windturbinen-Bauers Nordex. Die selbst gesteckten Ziele konnte das Unternehmen wegen Auftragsverschiebungen teilweise nicht erreichen. Dank der Übernahme mit Acciona konnten der Auftragseingang insgesamt aber um knapp ein Drittel gesteigert werden…

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Tesla Aktie – Noch einmal runter auf 142,- Dollar?

Es sieht nicht gut aus kann man auf den ersten Blick sagen… Die Tesla Aktie ist unter Druck. Jede nennenswerte Erholung wurde zuletzt wieder abverkauft. Die Aktie des Börsenlieblings könnte aus charttechnischer Sicht demnächst ins Straucheln geraten… obwohl Elon Musk höchstwahrscheinlich wieder mit seinem Twitter-Account kräftig dagegen hält…

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Die SHW Aktie im Abwärtssog bis unter 32,- Euro?

Seit Tagen ist die Aktie des Automobilzulieferers SHW kräftig unter Druck. Die Befürchtungen des Marktes, dass die schwächelnden Absatzzahlen der Automobilhersteller VW, BMW, Daimler und Co. in China auch auf die Zulieferkette voll durchschlagen wird, ist offensichtlich. Generell sollte man die Flinte aber nicht zu früh ins Korn werfen, denn die aktuelle Schwäche in China muss relativ betrachtet werden. Der Absatzmarkt wird den deutschen Automobilherstellern noch auf Jahre gute Geschäfte bescheren, wenn auch nicht zwingend auf dem gewohnten Niveau. Für einzelne Aktien aus diesem Segment heißt es aber dennoch lieber etwas Vorsicht walten zu lassen, da der Boden noch nicht erreicht sein könnte…

SHW Aktie im Chartcheck

Bei der SHW Aktie scheint es aktuell eine Sondersituation zu geben, die dem breiten Markt entweder noch nicht bekannt ist, oder aber ausschließlich der Charttechnik geschuldet ist. Bereits in der letzten Analyse vor Monaten hatte ich hier eine möglicherweise entstehende SKS Formation ausgemacht, die sich nun zu vollenden scheint. Hinzu kommen noch ein paar offene Kurslücken, die es noch zu schließen gilt. Es ist also aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich, dass die Aktie nun bis in den Bereich um die 32,80 Euro oder gar darunter fallen wird. Das rechnerische Kursziel aus der Schulter-Kopf-Schulter-Formation läge gar unter der 30,- Euro Marke…!

Eine erste Haltelinie sehe ich jetzt im Bereich um die 35,- Euro, danach dürfte das 76,40er Fibonacci Retracement möglicherweise Halt bieten, bei dem auch das erste offenen Gap zu finden ist. Etwas weiter südlich findet sich dann bei 32,80 Euro das letzte noch zu schließende Gap, sowie bei derzeit 31,80 Euro die langfristige Aufwärtstrend-Linie. Insgesamt deutet die Price-Action der vergangenen Tage deutlich darauf hin, dass die hier genannten Ziele – zumindest teilweise – noch abgearbeitet werden dürften. Etwas Geduld kann also nicht schaden!

LPKF Laser & Electronics – Was ist da los?

Nur eine kleine Randnotiz an einem Morgen, der durchaus interessante Nachrichten zu bieten hat. Wie zu erwarten war ist die LPKF Aktie seit Monaten im Abwärtsmodus. Heute lief dann die Nachricht über den Ticker, dass der Laserspezialist seine Jahresprognose anpassen muss. Für Investors Inside Leser dürfte dies nicht überraschend kommen, da ich frühzeitig davor gewarnt hatte hier der allgemeinen Euphorie vor einigen Monaten zu folgen und blind die Empfehlung eines Börsenmagazins zu kaufen. Leider haben sich meine grundsätzlichen Befürchtungen also bewahrheitet, auch der letzte Trade-Versuch war damit noch deutlich zu früh und wurde schnell wieder abgebrochen.

LPKF Laser senkt heute, aufgrund des deutlich unter den Erwartungen liegenden Auftragseingangs, die Erwartungen für das Gesamtjahr. LPKF rechnet jetzt für das Gesamtjahr 2015 nur noch mit einem von 90 – 110 Millionen Euro ( zuvor 128 – 136 Mio. EUR). Der Break-Even-Punkt ab dem das Unternehmen Gewinne schreibt liegt bei einem Umsatz von knapp 100 Millionen Euro. Somit ist wohl nicht unbedingt von einem deutlichen Gewinn zum Jahresende auszugehen. Die Aktie notiert vorbörslich mit bis zu 14% im Minus.

LPKF Laser Chart

Aus charttechnischer Sicht dürfte die Aktie damit zunächst in dem deutlich erkennbaren Abwärtstrend verbleiben. Die nächste Unterstützung ist nun im Bereich um die 7,- bis  6,90 Euro zu finden. Hält auch diese nicht, droht ein  erneutes Abrutschen der Aktie bis in den Bereich der Tiefstände aus den Jahren 2010 und 2011 bei knapp unter 4,- Euro. Weiterhin gilt also eher „Finger weg“ von dieser Aktie. Erst eine Rückkehr über 8,50 Euro würde das Gesamtbild wieder etwas aufhellen.

Gold – Wende oder Bullenfalle?

Das alles beherrschende Thema der letzten Tage war wohl der starke Bounce beim Goldpreis am Freitag und die theoretische Möglichkeit dass wir nun eine Trendwende sehen werden, die auch deutliche Auswirkungen auf andere Asset-Klassen wie Aktien haben könnte. Vorab sei gesagt…es ist eigentlich noch gar nicht viel passiert! Das was wir gesehen haben war zunächst eine Reaktion auf die zuvor übertriebenen Kursverluste bei Gold- und Silber-Aktien, der genau genommen nicht einmal bis zur wesentlichen Marke bei ca 1.183,- Dollar geführt hat. Was nicht ist kann ja heute oder morgen noch werden, aber auch erst dann wäre eine Bodenbildung auf diesem Niveau auch tatsächlich möglich.

Aus meiner persönlichen Sicht ist es also definitiv noch zu früh die nächste Hausse bei den Edelmetallen auszurufen, solange die Zeichen nicht etwas eindeutiger sind. Dennoch, sprechen einige Faktoren nun dafür, dass genau diese Trendwende in Arbeit sein könnte. Und das macht genau an dieser Stelle auch Sinn, wie ich in Erwartung des finalen Abverkaufs schon dargelegt hatte. Der plötzliche Anstieg beim Goldpreis weckt somit neue Hoffnungen der Gold-Bullen und macht nicht nur die Shorties zunehmend nervös.

Gold Chart Analyse langfristig

Allen sonstigen Faktoren voran, wäre hier nun wohl der langfristige Aufwärtstrend des Goldes zu nennen, der zunächst verletzt wurde, mit der jüngsten Aufwärtsbewegung beim Goldpreis aber einmal mehr bestätigt wurde. Die spannende Frage ist nun ob es sich bei dieser Kursbewegung nun um ein „One Day Wonder“ gehandelt hat, sprich eine Bullenfalle oder ob wir tatsächlich gerade die Trendwende bei den Edelmetallen erleben. Angesichts eines teilweise stark überkauften Aktienmarktes und eines weiterhin – für meinen Geschmack – zu starken Dollars wird die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Kursrücksetzer dieser beiden Anlageklassen nun wieder größer. Gold hingegen würde wohl in einer Korrektur dieser beiden dann die nötige Unterstützung für einen weiteren Anstieg finden.

Ein sehr plausibles Szenario ist somit, dass der Goldpreis, nachdem nun das 50er Fbonacci Retracement des langfristigen Anstiegs abgearbeitet wurde hier tatsächlich wieder dreht und auf mittlere Sicht das 50er Retracement der Abwärtsbewegung ansteuert. Dieses liegt zudem genau am aktuell vorherrschenden Abwärtstrend (schwarze Linie). Hierzu muss aber unbedingt die massive Unterstützung bei ca. 1.180 bis 1.183 Dollar wieder zurückgewonnen werden!

Fazit: Gelingt ein Anstieg des Goldpreises über die Unterstützungslinie bei 1.183,- Dollar und stehen die Chancen für eine echte Trendwende beim Gold sehr gut. Eine starke Gegenbewegung der Edelmetalle ist dann höchstwahrscheinlich. Wie weit diese Bewegung dann führen kann bleibt aber dennoch abzuwarten, bzw. empfiehlt es sich die Positionsgrößen der einzelnen Trading-Positionen von dem Erreichen der einzelnen Etappen abhängig zu machen. Erst das Überschreiten der altbekannten Marke von 1.240,- Dollar setzt dann neues Potenzial bis auf ca. 1.320,- Dollar frei. Darüber wäre die Marke von ca. 1.526,- Dollar das logische Kursziel.

Von einem neuen Aufwärtstrend kann zu diesem Zeitpunkt also noch keinesfalls die Rede sein. Denn, Gold sowie Minenaktien befinden sich weiterhin in einem klaren Abwärtstrend. Aktuell wird lediglich die untere Begrenzung dieses Trends wieder nach oben verlassen. Bleiben sie also weiterhin besonnen und warten sie die richtigen Signale ab, bevor sie sich in diesem Sektor stärker engagieren… Die Zeit für erste Testpositionen, könnte allerdings nun nach einem weiteren Rücksetzer gekommen zu sein.

3 D Systems, ExOne, Voxeljet – Kaufchance oder Absturz?

Gut sieht anders aus!. So oder so ähnlich könnte man wohl die charttechnische Lage der zuvor gehypten 3D Drucker Aktien bezeichnen. Seit den Hochständen kurz nach dem Jahreswechsel kennen die meisten Aktien aus dem Sektor und andere Momentum-Aktien nur noch eine Richtung. Die löbliche Ausnahme stellt momentan lediglich die Stratasys Aktie dar, die sich zuletzt wieder deutlich von dem Rücksetzer erholen konnte. Die spannende Frage ist nun, ob die drei oben genannten es dem neuen Marktführer gleichtun werden oder nicht. Alle drei Aktie befinden sich aktuell aus charttechnischer Sicht eher in einer angespannt bis kritischen Lage. Doch sehen Sie selbst:

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Bei 3D Systems ist noch ein erneuter Test des Mehrfachbodens mit anschließendem Bounce möglich, Bei ExOne sieht der Chart hingegen nun schon deutlich schlechter aus und lässt zumindest erahnen dass die Mehrfach-Boden-Theorie auch bei 3D Systems nicht funktionieren könnte. Die im Verhältnis deutlich kleinere Voxejet kämpft zwar noch mit dem Abwärtstrend, dürfte aber im Falle einer weiteren Eintrübung des Sektors ebenso schnell neue Tiefstände sehen, da die Aktie deutlich volatiler ist als die anderen beiden Vetreter ihrer Zunft.

Unter den gegebenen Umständen kann es also durchaus ratsam sein sich hier nicht vorzeitig die Finger zu verbrennen, indem man glaubt zu wissen wo der Boden erreicht ist. Das haben sicherlich viel Anleger bspw. bei ExOne um die 25,- Dollar gemacht und liegen heute bereits mehr als zehn Prozent im Minus. Warten Sie deshalb geduldig ab wohin die Reise geht und entscheiden Sie erst wenn Sie erste echte Anzeichen der Stabilisierung sehen. In jedem Falle sollten die Aktien jetzt aber den Weg in Ihre Watchlist finden, damit Sie das Geschehen regelmäßig verfolgen können!

Vossloh – Cup and Handle Formation mit Kursziel 53,20 Euro

Ein kurzes Update zur Vossloh Aktie mit viel Potenzial über die ich in der letzten Woche berichtet hatte. Inzwischen ist das von mir beschriebene Setup vollständig aufgegangen und die Aktie notiert nach wenigen Tagen bereits über zehn Prozent im Plus. Der Rebound erfolgte sozusagen mustergültig und sollte nun auch seine Fortsetzung finden. Aktuell befindet sich die Aktie bei 49,87 Euro und damit zum einen deutlich über der wichtigen Hürde bei 48,88 Euro und zum anderen genau an der nächsten wichtigen Marke. Kann heute auch die Hürde bei 49,85 Euro auch noch genommen werden, ist das nächste logische Kursziel , bzw. ein möglicher Widerstandsbereich zwischen 51,60 und 52,10 Euro zu finden.

Vossloh Aktie Rebound

Letztlich kann man das aktuelle Chartbild aber als eine nicht ganz perfekt ausgebildete Tassen-Formation deuten, die sogar ein kurzfristiges Kursziel von 53,20 Euro ergeben würde. (Kurze Erklärung: Nimmt man nun die Differenz des Tiefs bei 44,56 Euro zum Ausbruchsniveau bei 48,88 Euro erhält man einen Wert von 4,32 Euro. Dieser wird zur Ausbruchsmarke hinzugezählt und man erhält das mögliche Kursziel der Aktie aus dieser aktuellen Chartformation.)

Sowohl die Dynamik des Anstiegs als auch die weiterhin zunehmenden Umsätze in der Aktie lassen erwarten, dass die hier beschriebenen Marken nun kurzfristig abgearbeitet werden. Also unbedingt dabeibleiben, bzw. das weitere Aufstocken der Position könnte sich zumindest bis zu einem Bruch des „Tassenrandes“ nach unten lohnen.  Ich hoffe Sie haben diese außergewöhnliche Chance genutzt!

Deutsche Bank – Kursziel 29,47 Euro und dann…?

Ergänzend zu dem hier kürzlich veröffentlichten Artikel zur Deutschen Bank Aktie möchte ich heute, aus gegebenem Anlass, noch kurz auf die aktuelle charttechnische Situation der Aktie eingehen. Wie bereits zu Kursen unter 25,- Euro angenommen, haben wir eine deutliche Bodenbildung bei der Aktie beobachten können, die durch den ersten Ausbruch an die hier rot markierte Linie abgeschlossen wurde. Es lag somit nahe, dass der darauf folgende Rücksetzer eben keine perfekte SKS-Formation (invers) ausbilden würde, sondern viel mehr eine Tassen-Fomation aus diesem starken Anstieg resultieren würde. Heute sehen wir nun auch die vorläufige Bestätigung dieser Theorie:

Deutsche Bank Aktie Chartanlyse Cup and Handle

Sollte auch dieser Ausbruch heute oder in den kommenden Tagen bewahrheiten, haben wir ein neue Kursziel bei der Aktie dass mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit auch abgearbeitet wird. Zieht man nun den Tiefpunkt der Tasse von dem „Rand“ ab und addiert diesen zum aktuellen Kursziel hinzu, so erhält man einen sogenannten „Measured Move“ von 2,65 Euro, der die Aktie bis in den Bereich um die 29,47 Euro führen sollte.

Nachdem wir ja nun seit vielen Monaten schon wissen, dass solche Kursziele dann auch konsequent von den Computerprogrammen der Großbanken und Investmentfonds abgearbeitet werden, besteht nun also eine gute Möglichkeit, dieses Kursniveau auch kurzfristig zu sehen. Das Beste daran ist aber, dass die Aktie durch eine entsprechende Bewegung wieder in den alten Trendkanal zurückfinden könnte. Dieser verläuft zwischen den genannten 29,47 Euro und 40,- Euro. Aber dazu dann mehr wenn es soweit ist…

Fazit: Gelingt nun der Ausbruch nach oben besteht nicht nur die berechtigte Aussicht auf kurzfristige Gewinne bis auf 29,47 Euro, sondern auch die Möglichkeit, dass die Aktie der Deutschen Bank wieder in ungeahnte Kursregionen vorstoßen kann. Das hier eingezeichnete offene Gap (roter Kreis) sollte somit nur eine erste Anlaufstation darstellen, an der eine erste Konsolidierung folgen könnte. Möglicherweise gelingt der Ausbruch nach oben noch nicht im ersten Anlauf, denn die Aktie ist etwas überkauft, aber es spricht jetzt vieles dafür das wir ihn sehen werden. Achten Sie also auf Kurse über 26,82 Euro…

Ausverkauf bei VW, Daimler, Porsche – Die nächsten Zielmarken

Wie bereits in unserer letzten Newsletter Ausgabe geschrieben, wird die Luft an den Märkten spätestens dann deutlich dünner, sobald die Aktien der Autobauer und anderer Konjunkturzykliker ins Rutschen kommen… Genau das scheint nun eingetreten zu sein, weswegen erhöhte Alarmbereitschaft unter den Anlegern gegeben ist. Nicht nur der inzwischen dreimal in Folge schlechter als erwartet ausgefallene IFO-Index macht den Anlegern zusehends Sorge, sondern auch die politische Situation um den Absatzmarkt Russland und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen fangen an erste Wirkungstreffer zu zeigen – leider auf beiden Seiten.  Wie entscheidend der gestrige Handelstag für die deutschen Autobauer war, möchte ich Ihnen hier kurz anhand der Charts noch einmal zeigen:

Volkswagen:

VW Chart Analyse

Porsche:

Porsche Chart Analyse

Bei den Aktien von VW, Porsche und auch Daimler hat sich somit nun eine charttechnische Situation ergeben, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Die mittelfristigen Aufwärtstrends wurden zunächst einmal verletzt, bzw. möglicherweise gebrochen. Ob es sich hierbei um eine nachhaltige Bewegung handelt, oder wir an diesen charttechnischen Marken nun wieder nach oben drehen, bleibt somit vorerst einmal abzuwarten.

Aus rein charttechnischer Betrachtung haben alle drei genannten Aktien durchaus noch weiteres Abwärtspotenzial, bis sie auf die nächsten relevanten Unterstützungen treffen. Hier wäre für die Daimler Aktie die horizontale Unterstützung zwischen 58,50 und 59,- Euro als erstes Kursziel zu nennen und für die VW Aktie der Bereich um die 170,- Euro, wo sich der mittelfristige Aufwärtstrend und das 50er Fibaonacci Retracement treffen. Grundsätzlich ist auch ein kurzes Abtauchen bis an die Unterstützungslinie bei ca 166,50 Euro vorstellbar. Bei der Porsche Aktie kann man gar darauf spekulieren, dass das hier eingezeichnete, offene Gap (roter Kreis) noch geschlossen wird.

In jedem Falle ist die aktuelle Situation bei den Automobil-Aktien aus der Sicht eines Traders nach vielen Monaten „Langeweile“ nun wieder hochinteressant….!

Nordex – Goldman Sachs sagt „Kaufen“, aber…

Heute sollte die Nordex Aktie von der jüngsten Einschätzung der Goldman Sachs Analysten profitieren können. Die Goldmänner haben das Kursziel des Windkraftanlagenbauers auf 13,30 Euro taxiert und raten zum Kauf. Grundsätzlich bleibe ich bei meiner eher verhalten optimistischen Einstellung zu der Aktie, ein positives Rating von Goldman Sachs hat aber grundsätzlich eine nicht zu unterschätzende Wirkung. Zumindest auf der kurzfristigen Ebene…!

Nordex Chart mit Trend und Gap

Aus rein charttechnischer Betrachtung hat sich im Vergleich zur letzten Analyse nicht viel verändert. Noch immer ist die Nordex Aktie in einem, eher seitwärts laufendem, Trendkanal gefangen. Somit gehe ich momentan eher von einem erneuten Test der Unterseite aus, bevor es dann ggf. wieder zu einem Anstieg an die obere Begrenzung kommen kann. Das von GS ausgegebene Kursziel von 13,30 Euro liegt ebenfalls noch innerhalb dieses Trends, würde aber ein höheres Hoch darstellen, und den leicht positiven Trend bestätigen. Leider aber auch nicht mehr!

Bevor Sie nun aber blind auf die Prognose der Analysten reagieren und umgehend kaufen, kann es durchaus sinnvoll sein erst einmal abzuwarten. Ein erneuter Rücksetzer in den Unterstützungsbereich um die 10,25 Euro wäre nun sinnvoll um anschließend ein sauberes Long-Setup zu generieren. Hier verläuft auch die 200-Tage-Linie, die nicht selten einen optimalen Umkehrpunkt darstellt. Sowohl das heutige Eröffnungs-Gap als auch das von letzter Woche wären dann ebenfalls geschlossen. Zudem weisen die beiden hier blau eingekreisten Kursmuster doch einige „verdächtige“ Parallelen auf…!

Fazit: Wenn die Aktie nun erneut auf 10,25 Euro abfällt und den Trendkanal bestätigt, könnte ein kurzfristiger Einstieg in die Aktie somit durchaus lohnend sein. Das ausgegebene Kursziel von ca 13,30 Euro wäre dann im Anschluss naheliegend. Dennoch… erst ein Gap-Close der noch offenen Kurslücke (roter Kreis) bei 13,75 Euro und ein anschließendes neues Hoch erzeugt ein „echtes“ Kaufsignal. Vorher ist alles nur Geplänkel in einem politisch verunsicherten Börsenumfeld und die Aktie „nur“ für kurzfristige Trades geeignet.

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