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Deutsche Bank – Kursziel 29,47 Euro und dann…?

Ergänzend zu dem hier kürzlich veröffentlichten Artikel zur Deutschen Bank Aktie möchte ich heute, aus gegebenem Anlass, noch kurz auf die aktuelle charttechnische Situation der Aktie eingehen. Wie bereits zu Kursen unter 25,- Euro angenommen, haben wir eine deutliche Bodenbildung bei der Aktie beobachten können, die durch den ersten Ausbruch an die hier rot markierte Linie abgeschlossen wurde. Es lag somit nahe, dass der darauf folgende Rücksetzer eben keine perfekte SKS-Formation (invers) ausbilden würde, sondern viel mehr eine Tassen-Fomation aus diesem starken Anstieg resultieren würde. Heute sehen wir nun auch die vorläufige Bestätigung dieser Theorie:

Deutsche Bank Aktie Chartanlyse Cup and Handle

Sollte auch dieser Ausbruch heute oder in den kommenden Tagen bewahrheiten, haben wir ein neue Kursziel bei der Aktie dass mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit auch abgearbeitet wird. Zieht man nun den Tiefpunkt der Tasse von dem „Rand“ ab und addiert diesen zum aktuellen Kursziel hinzu, so erhält man einen sogenannten „Measured Move“ von 2,65 Euro, der die Aktie bis in den Bereich um die 29,47 Euro führen sollte.

Nachdem wir ja nun seit vielen Monaten schon wissen, dass solche Kursziele dann auch konsequent von den Computerprogrammen der Großbanken und Investmentfonds abgearbeitet werden, besteht nun also eine gute Möglichkeit, dieses Kursniveau auch kurzfristig zu sehen. Das Beste daran ist aber, dass die Aktie durch eine entsprechende Bewegung wieder in den alten Trendkanal zurückfinden könnte. Dieser verläuft zwischen den genannten 29,47 Euro und 40,- Euro. Aber dazu dann mehr wenn es soweit ist…

Fazit: Gelingt nun der Ausbruch nach oben besteht nicht nur die berechtigte Aussicht auf kurzfristige Gewinne bis auf 29,47 Euro, sondern auch die Möglichkeit, dass die Aktie der Deutschen Bank wieder in ungeahnte Kursregionen vorstoßen kann. Das hier eingezeichnete offene Gap (roter Kreis) sollte somit nur eine erste Anlaufstation darstellen, an der eine erste Konsolidierung folgen könnte. Möglicherweise gelingt der Ausbruch nach oben noch nicht im ersten Anlauf, denn die Aktie ist etwas überkauft, aber es spricht jetzt vieles dafür das wir ihn sehen werden. Achten Sie also auf Kurse über 26,82 Euro…

Nordex – Jetzt oder Nie…

Interessant ist sicherlich auch inzwischen wieder das Setup bei der Nordex Aktie. Hier konnte der Kursverfall seit Juni zunächst nun gestoppt werden und die Aktie hat nun wieder eine gute Chance auf eine Trendwende. Wie bereits in dem letzten Artikel, „Nordex, keine Panik, alles ganz normal“ geschrieben wurden die charttechnisch relevanten Marken zuletzt sauber abgearbeitet. Das eigentlich interessante dabei ist aber das mögliche Kurspotenzial, dass sich aus der aktuellen Ausgangslage ergibt…

Nordex Chart mittelfristige Analyse

Die Aktie befindet sich offensichtlich in einer Keilformation, die sich demnächst in die ein oder andere Richtung auflösen wird. Ich würde hier nun grundsätzlich eher vom positiven Fall ausgehen, da bei der Betrachtung der aktuellen Nachrichtenlage um das Unternehmen, das schlechte letzte Quartal lediglich ein Ausrutscher gewesen sein dürfte und für die kommenden Berichtszeiträume deutlich bessere Ergebnisse zu erwarten sind. Insgesamt bietet ein Trade auf steigende Kurse bei der Nordex Aktie somit wohl ein durchaus günstiges Chance-Risiko-Verhältnis.

Strategie: Ein Anstieg über das letzte Hoch und 38er Fibonacci Retracement (bei 14,315 Euro) liefert nun den ersten Hinweis dafür, dass der Ausbruch demnächst klappen sollte. Weiter steigende Kurse bis an oder über die Marke von 15,10 Euro setzen dann aus charttechnischer Sicht Potenzial bis in den Bereich der alten Hochstände um die 17,- Euro frei.

Für Trader bietet sich an die hier eingezeichnete schwarze Linie als Orientierung für einen Stopp zu benutzen, womit das Risiko doch sehr überschaubar sein dürfte. Für mittelfristig orientierte Anleger sind die Pivot-Punkte entscheidend, die ich hier mittels einer blauen Linie gekennzeichnet habe. Auch hier ist das Risiko mit knapp einem Euro pro Aktie durchaus erträglich. Unter 12,86 Euro sollte man also spätestens die Reißleine ziehen wenn der Trade nicht aufgeht.

Commerzbank – Gute Ausgangslage

Das Sentiment für die Commerzbank Aktie scheint in den letzten Woche fast zusehends schlechter zu werden, und das obwohl die Charttechnik durchaus hoffnungsvolle Signale sendet…. Immer mehr Analysten und Marktbeobachter äussern sich in letzter Zeit eher negativ, wenige sehr verhalten optimistisch zu der Aktie des zweitgrößten Bankhauses Deutschlands. Auch das aktuelle Handelsvolumen an der Eurex weist ein aktuelles Put-Call-Ratio von 11,44 auf und liegt somit nun im extrem negativen Bereich. Es ist also durchaus Vorsicht bei der Aktie angebracht um nicht durch eine plötzliche Kursbewegung völlig auf dem falschen Fuss erwischt zu werden. Dennoch stehen die Zeichen gar nicht so schlecht wie uns solchen Nachrichten auf den ersten Blick glauben machen wollen.

Commerzbank Chart Analyse September 2014

Die Aktie hat auch in der Schwächephase des Dax eher zu relativer Stärke geneigt und befindet sich nun aus charttechnischer Betrachtung erneut in einer (abgeschlossenen) Bodenbildungs-Phase. Das Tief bei ca. 10,20 Euro hat entgegen meiner ursprünglichen Annahme gehalten, die Aktie konnte danach wieder über die wichtige Unterstützungslinie bei 10,72 Euro ansteigen. Inzwischen konnte nun auch der seit April diesen Jahres bestehende Abwärtstrend wieder nach oben verlassen werden.

Die nächste echte Hürde wartet somit nun im Bereich um die 11,80 Euro. Kann diese überwunden werden, winken Kursgewinne bis in den Bereich um die 13,35 Euro, die sich aus der hier eingezeichneten Tassenformation ergeben. Der hier in Form eines grünen Pfeils eingezeichnete Measured-Move ergibt sich aus der Berechnung des letzten Tiefs bei 10,19 Euro und den letzten beiden Verlaufshochs bei ca. 11,77 Euro. Achten Sie also in den kommenden Tagen sehr genau auf den Bereich um die 11,75 bis 11,90 Euro! Gelingt der Anstieg über den Widerstand dürften die Shorties hier ganz schnell wieder von Ihren kürzlich eingegangenen Positionen ablassen!

Deutsche Bank Aktie – Nach Rückkehr in den Aufwärtstrend kaufen?

Die Kursbewegungen bei der Aktie der Deutschen Bank hatte ja bereits in den letzten Tagen schon relativ deutlich auf eine Trendwende hingedeutet, was hier bei uns auf Investors Inside auch rechtzeitig und mehrfach diskutiert wurde. Bereits der Ausbruch aus der Keilformation vor ein paar Tagen war ein erster Hinweis darauf, das Überschreiten der Widerstandslinie bei 25,65 Euro dann die Bestätigung. Nun ist die Trendwende vollzogen, bzw. die Bodenbildung abgeschlossen und es darf gefragt werden wie es hier nun weiter gehen könnte. Denn mit dem heutigen Anstieg auf ca. 26,60 Euro hat die Aktie den Sprung in den zuvor existenten Aufwärtstrend wieder geschafft, wie man in dem Chart nun deutlich sehen kann.

DB Chart Analyse Trendwende

Die nächste nennenswerte Hürde stellt nun der Bereich zwischen 27,13 und 27,45 Euro dar. Kann auch dieser Überwunden werden ist der Weg zunächst frei bis an die obere Begrenzung des hier eingezeichneten Trends bei ca. 28,50 Euro. Letztlich gehe ich dann (mal wieder! 😉 ) davon aus, das dann im Anschluss zumindest die offene Kurslücke bei 28,81 Euro noch geschlossen werden dürfte, bevor sich die DB Aktie dann u.U. erneut für einen Richtungswechsel entscheidet. Ein erneuter Rückfall der Aktie unter den hier dargestellten Trend wäre kurzfristig kein Beinbruch, da auch hier noch ein paar offene Kurslücken zu finden sind. Interessant ist nun der jeweilige Schlussstand auf Tagesbasis.

Spätestens unterhalb der 25,- Euro Marke sollte aber der Stopp gesetzt werden. Es sieht also mal wieder ganz gut aus bei der permanent verprügelten Aktie des deutschen Branchenprimus. Etwas nachdenklich stimmt einzig der letzte Insiderverkauf von 28.633 Aktien zu 33,30 Dollar. Entweder hat der Nordamerika CEO der Deutschen Bank, Jacques Brand ein echt mieses Timing, oder aber wir müssen uns bald wieder auf fallende Kurse bei der Aktie einstellen, weil u.U. ein neuer Skandal auf die Stimmung drückt, von dem wir heute noch nichts wissen. Vorsicht bleibt hier somit nach wie vor angebracht, aber die Chancen dürften die Risiken so langsam überwiegen.

LPKF Laser – Deutlich zu viel Optimismus ?

Die LPKF Laser Aktie zeigt in den letzten Tagen mal wieder etwas Stärke, was aber weniger an den fundamental guten Unternehmenszahlen liegen dürfte, als an den Empfehlungen in einigen Börsenmagazinen, die Aktie nun zu kaufen. Die Frage ist nun ob eine solche Empfehlung unter den gegebenen Umständen tatsächlich gerechtfertigt erscheint. Ich bin da nach wie vor eher skeptisch, denn die jüngsten Meldungen des Konzerns machen auf mich eher den Eindruck von Zweckoptimismus. So will man nach einem sehr schwachen Halbjahr die „deutlich anspruchsvoller“ gewordenen Ziele dennoch erreichen, war kürzlich zu lesen. Voraussetzung dafür sein eine stabile Entwicklung der Weltkonjunktur…!

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 34,7 Prozent auf nur noch 45,6 Millionen Euro eingebrochen. Das EBIT schrumpfte sogar um 89,5 Prozent auf nur noch 1,6 Mio. Euro. Noch etwas schlechter lief es beim Ergebnis je Aktie (EPS) hier lag der Rückgang bei rund 90 Prozent und entwickelte sich von 0,44 auf 0,04 Euro. Positiv war lediglich zu vernehmen, dass der Auftragsbestand sowie der Auftragseingang um 148,7 respektive 41,2 Prozent gesteigert werden konnte. Diese erzielten Ergebnisse spiegeln sich somit auch im Langfristchart der Aktie nieder:

LPKF Laser Chart langfristig

Ziel des Unternehmen ist es, trotz einer im ersten Halbjahr erzielten EBIT Marge von nur drei Prozent, diese bis zum Ablauf des Geschäftsjahres auf insgesamt 15 bis 17 Prozent zu steigern. Der geneigte Leser fragt sich spätestens an dieser Stelle, wie so etwas überhaupt funktionieren kann…? Nicht dass ich dem Unternehmen diese Fähigkeit grundsätzlich absprechen möchte, aber die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen dieser Prognose halte ich persönlich zumindest für gering.

Nehmen wir also an, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte zu finden ist. Dann wäre das Unternehmen, dass derzeit ein KGV von ca. 23 und ein KUV von über 3 aufweist, wohl immer noch recht ambitioniert bewertet. Selbst ein Erreichen der gesteckten Ziele würde die LPKF Laser & Elektronics Aktie dann aber immer noch alles andere als günstig erscheinen lassen. Bei einem angenommenen Umsatz von 140 Millionen Euro und einer 17-prozentigen Marge läge das aktuelle KGV dann beispielsweise immer noch ungefähr bei stolzen 18,5!

Aus rein charttechnischer Betrachtung ist die aktuell laufende Kurskorrektur durchaus für eine Bewegung in Richtung der 14,20 Euro Marke gut. Die spannende Frage ist dann aber was im Anschluss passieren wird? Fällt der Titel spätestens hier wieder unter das letze Tief bei 11,65 Euro wäre eine mustergültige SSKSS-Formation abgeschlossen, bzw. würde diese wohl deutlich tiefere Kursziele zur Folge haben. Doch dazu mehr, wenn es tatsächlich so kommen sollte…

LPKF Laser Stundenchart kurzfristig

Unterstützend wirkt hier nun der langfristige Aufwärtstrend (rote Linie Chart oben) , der kürzlich in Form eine Island Reversals (roter Kreis) getestet wurde. Dieses starke Umkehrsignal muss aber erst noch bestätigt werden. Denn, der heutige Kursanstieg diente zunächst wohl lediglich dazu dass noch offene Gap in einem ansonsten intakten (und leicht beschleunigten!) Abwärtstrend zu schließen. Ein echtes Kaufsignal ergibt sich somit erst oberhalb der hier eingezeichneten grünen Linie. Davor sollte man dem Grundrauschen der Medien nicht allzu viel Beachtung beimessen. Fällt die Aktie hingehen unter das hier markierte Island Reversal wäre dies ein entsprechend starkes Verkaufssignal.

Bleiben Sie also vorsichtig und handeln Sie nur das was Sie tatsächlich sehen können! Das Setup ist kurzfristig betrachtet durchaus interessant, ob dies aber auch mittelfristig bestehen kann bleibt abzuwarten.

Nordex – Keine Panik, alles ganz normal…

Nur ganz kurz vor der heutigen Börseneröffnung in Frankfurt: Wie am Freitag hier schon erwähnt, halte ich den fast schon dramatischen Rücksetzer bei der Nordex Aktie lediglich für ein vorübergehendes Ereignis. Heute erwarte ich somit einen kräftigen Bounce, nachdem das offene Gap (siehe roter Kreis) durch die heftigen Kursverluste am Freitag nun geschlossen worden ist. Die in Ihren Short-Positionen gefangenen Investoren haben damit wohl die Möglichkeit zum Ausstieg genutzt.

Nordex Aktie Chart mit Gap
Die Nordex Aktie könnte also der heutige „Catch of the Day“ sein, den man sich als Trader etwas näher anschauen sollte. Zumindest kurzfristige Gewinne halte ich hier durchaus für möglich bis sehr wahrscheinlich. Die Kursreaktion auf die eigentlich sehr guten Quartalszahlen dürften ohnehin etwas „übertrieben“ gewesen sein! Gefährlich wird es hier erst bei einem deutlichen Unterschreiten der Unterstützung bei 12,50 Euro. Dann müsste man wohl damit rechnen, dass auch die anderen offenen Kurslücken noch geschlossen werden…!

10 goldene Regeln für den Handel mit CFD´s

CFD´s oder Contracts for Difference, sind spannende Handelsinstrumente, die es ermöglichen mit einem relativ kleinen Kapitalstock große Summen an den Börsen zu bewegen. Sprich sie ermöglichen einem Trader mit einem überschaubaren Depot große Gewinne zu erzielen. Dem gegenüber stehen aber natürlich auch große Risiken!  Nachdem ich in der Vergangenheit schon einige Anfragen zu dem Thema bekommen habe, die sich hauptsächlich damit beschäftigt haben, wie man dieses Instrument am besten einsetzt, habe ich mich kurzerhand entschlossen nun meine ultimativen Grundregeln für den Handel mit CFD´s hier zu veröffentlichen. Ich hoffe diese kleine Anleitungen hilft Ihnen dabei sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und dauerhaft erfolgreich zu sein, denn solche Instrumente gehören heute einfach zu einer ausgewogenen Anlagestrategie. Hier sind Sie nun also, die 10 goldenen Regeln für den Handel mit CFDs:

1. Niemals ohne Fallschirm

Der wichtigste aller Punkte gleich zuerst…Niemals ohne eine Absicherung traden! CFDs sind gehebelte Handelsinstrumente, bei denen der Hebel leider in beide Richtungen funktioniert. Sprich, liegt man richtig und hat den Einstiegszeitpunkt in einen Trade gut gewählt, kann man mit überschaubarem Einsatz große Gewinne erzielen. Liegt man hingegen falsch, oder war der Einstiegszeitpunkt nicht gut gewählt, können schnell hohe Verluste anfallen. Dies gilt es natürlich unbedingt zu vermeiden in dem man mit einem entsprechend Stopp-Loss arbeitet, oder Positionen erst dann aufmacht wenn charttechnische Signale ein klares Kaufsignal auslösen. Überlegen Sie sich also vor jedem Trade wie viel Kapital Sie maximal verlieren können, ohne das es Ihrem Depot allzu großen Schaden zufügt und geben Sie immer umgehend nach der Eröffnung der Position einen entsprechende Stopp-Loss-Order in Ihr System ein. Mit einem kleinen Verlust ausgestoppt zu werden gehört zum täglichen Brot eines Traders und ist nicht weiter schlimm, weil man den Trade dann zu einem späteren Zeitpunkt unter besseren Bedingungen erneut versuchen kann. In einen großen Verlust hinein zu laufen, kann hingegen schnell das Ende einer vielleicht hoffnungsvollen Trader-Karriere bedeuten. Mehr dazu im Punkt Margin Call…

2. Den Überblick behalten

Nicht zu viele Positionen auf einmal! Beim CFD Handel ist es absolut schädlich sich auf zu viele Baustellen gleichzeitig zu konzentrieren, weil man sich dann eben nicht mehr richtig konzentrieren kann. Auch wenn Sie Ihr Risikomanagement nahezu perfektioniert haben, werden Sie so höchstwahrscheinlich niemals das optimale Ergebnis erzielen. Aus der Erfahrung heraus hat sich gezeigt, dass alleine die Beobachtung zu vieler Basiswerte zu einer gewissen Handlungsunfähigkeit führen kann. Weil man sich mit jeder weiteren Position schlicht immer schwerer auf einen Trade festlegen kann. Um diese Falle zu vermeiden sollten Sie bereits eingegangene Trades optimieren, sprich aufstocken wenn Sie im Gewinn sind und Positionen die nicht laufen umgehen wieder schließen. Es besteht ansonsten die Gefahr dass eine solche Position dann zu einem längeren Investment wird und unnötig lange Kapital bindet, dass Sie an anderer Stelle besser gebrauchen könnten. Konzentrieren Sie sich also gleichzeitig auf maximal fünf Trades die Sie noch gut beherrschen können!

3. Immer das Ziel vor Augen

Genau so wichtig wie der richtige Einstiegszeitpunkt für einen Trade ist der richtige Ausstiegszeitpunkt. Dieser sollte im Optimalfall bereits vor dem eigentlichen Trade festgelegt werden. Denn, nur wer ein klares Ziel vor Augen hat wird langfristig erfolgreich sein. An Gewinnmitnahmen bist bekanntlich noch niemand gestorben. Dieser etwas platte Spruch beinhaltet eine Börsenweisheit die immer Gültigkeit haben wird. Insbesondere beim CFD Handel sind die kleinen Schritte diejenigen die am Ende zum Erfolg führen werden. Jeden Tag einen kleinen Gewinn zu erzielen, kann am Jahresende eine beträchtliche Summe ausmachen. Die meisten CFD Trader scheitern aber daran, dass sie gierig werden und ihre Positionen länger laufen lassen als ursprünglich geplant. Über Nacht kommt dann eine Nachricht die den Kurs in die nicht gewünschte Richtung bewegt. Die Gewinne sind weg und im ungünstigsten Fall ist man sogar kräftig im Minus. CFDs sind ein Instrument für zielorientierte und disziplinierte Trader!

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Aurubis rettet Salzgitter – Mal wieder…!

Ich hatte es ja bereits heute morgen vorbörslich in unserem Live-Ticker angedeutet – Die Salzgitter Zahlen geben aus meiner Sicht wenig Anlass zur Freude, wohingegen der Anteil des Gewinns, den die Aurubis-Beteiligung einmal mehr dazu beigetragen hat, aufhorchen lassen sollte. Und so kam es dann auch – Europas größte Kupferhütte hat bei einem rückläufigen Umsatz deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Während also Salzgitter noch deutlich von einem echten Turnaround entfernt sein könnte, scheint dieser bei Aurubis bereits gelungen zu sein.

Vorstandschef Peter Willbrandt zeigte sich heute erstmals seit langem wieder sehr zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr Ende September einen Gewinnanstieg verkünden zu können. Zwar gingen die Erlöse im abgelaufenen Quartal um knappe 10 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro zurück, dennoch konnte der Gewinn (EBIT) in diesem Zeitraum deutlich von zuvor zwei auf nun 56 Millionen Euro gesteigert werden. Im Chart sieht das Ganze dann so aus:

Aurubis Chart Analyse Ausbruch

Der Aktie ist heute der Ausbruch aus dem seit Mai bestehenden Abwärtstrend nach oben gelungen. Die erste psychologische Marke die es nun wieder zu überwinden gilt ist die Hürde bei knapp unter 40,- Euro. Sollte dies in den kommenden Tagen gelingen würde ich nun davon ausgehen dass die hier eingezeichnete schwarze Linie das Kursziel aus der aktuellen Bewegung darstellt. Dies liegt irgendwo im Bereich um die 41,50 bis 42,- Euro. Erst ein Ausbruch über diesen Bereich würde die Bodenbildung bei der Aktie dann endgültig abschließen und höchstwahrscheinlich in absehbarer zeit wieder bis in den Bereich um die 45,50 Euro führen.

Fällt die Aktie hingegen wieder in den alten Trendkanal zurück wäre dies zunächst eher negativ zu werten. Ein baldiges Schließen der hier eingezeichneten Kurslücke wäre dann sehr wahrscheinlich. Ich bleibe optimistisch für die Aurubis Aktie und setze weiterhin auf das Ausbruchs-Szenario. Dabei ist es aber durchaus möglich dass der Abwärtstrend zunächst noch einsmal von oben getestet wird.
Fazit: Mit dem heutigen starken Signal sollte der Grundstein für eine kleine Rallye in Richtung der 40,- Euro Marke oder darüber gelegt sein. Für die Salzgitter Aktie hingegen, bin ich nach wie vor eher skeptisch was die nähere Zukunft anbelangt…

Bilfinger, Drägerwerk, Lufthansa, Adidas, Pfeiffer Vakuum – wehe wenn sie patzen!

Die Kursabschläge bei den hier genannten Aktien waren schon recht bemerkenswert. Nicht eingehaltene Prognosen oder schlechter als erwartete Quartalsgewinne führten zu einer unmittelbaren Konsequenz – kräftig fallende Aktienkurse. Somit wird nun auch bestätigt, wovor ein paar wenige Marktbeobachter in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gewarnt hatten. Die Umsatz- und Gewinnerwartungen für einige Konzerne könnten viel zu optimistisch sein…

Leider hat sich diese Annahme somit als richtig herausgestellt und es dürfte nun sehr spannend werden zu beobachten welche Unternehmen den oben genannten als nächstes folgen werden. Unabhängig davon kann es aus meiner Sicht nun sehr sinnvoll sein sich mit den „gefallenen Engeln“ nun etwas näher auseinander zu setzen und zu gegebener Zeit auf einen Rebound, oder zumindest eine kräftige technische Gegenbewegung zu setzen.

Das momentane Börsenumfeld kann man durchaus als instabil bezeichnen was eine genaue Analyse der Kursziele etwas schwierig macht. Grundsätzlich gilt hierbei: Ein Rücksetzer des Dax bis auf knapp 9.000 Punkte würde solche Überlegungen ernsthaft ins Spiel bringen, sollte der Leitindex aber danach auch noch zur Schwäche neigen, dann sind auch 8.200 Punkte über den Sommer hinweg vorstellbar. Eingegangene Positionen sollten dann dementsprechend schnell wieder geschlossen werden und eine neue Analyse wird notwendig.

Bilfinger Berger

Der überraschende Abgang von Firmenlenker Olav Koch sogt noch einmal für kräftigen Gegenwind bei Deutschlands größtem Baukonzern. Hinzu kommt das politische Umfeld, dass für Zykliker, grundsätzlich äußerst ungesund ist. Dennoch muss man sich die Frage stellen ob die Abschläge in dieser Form gerechtfertigt sind. Analysten werden ihre Kursziele in den kommenden Tagen noch einmal „überarbeiten“ was weiterhin für Druck sorgen dürfte. Um die 50 Euro ist die Aktie dann eventuell eine gute Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Anleger, die auf eine baldige Beruhigung der Lage bei Billiger spekulieren wollen.

Drägerwerk

Hier ist die Gewinnwarnung zwar schon wieder etwas her, die Aktie leidet aber weiterhin unter dem Börsenumfeld und den neuen Analystenkommentaren. Die erneute Prognoserevision hat viel von dem noch vorhandenen Anlegervertrauen zerstört. Der jüngste Kursanstieg hat sich als klassischer Dead Cat Bounce entpuppt. Kurse um die 60,- Euro oder gar 55,- Euro erscheinen nun aus charttechnischer Sicht durchaus demnächst möglich zu sein.

Lufthansa

Die Lufthansa Aktie leidet unter verschiedensten Faktoren die offensichtlich alle zusammengekommen sind. Am deutlichsten wird die verfahrene Situation wohl an der Reduktion der Ziele für die kommenden zwei Jahre. Schnelle Abhilfe scheint also nicht in Sicht zu sein. Dennoch erscheint die Aktie auf diesem Niveau nun wieder attraktiv zu sein, wenn man die nötige Geduld mitbringen kann. Der Bereich um 12,50 Euro stellt eine erste Unterstützung dar, die nun halten sollte. Der nächste Unterstützungsbereich liegt bei ca 11.20 Euro. Spätestens hier kann man auf einen Turnarround bei der Aktie setzen, die sich nach einer erfolgreichen Restrukturierung als echte Dividendenperle entpuppen könnte.

Adidas

Bei dem Sportartikelhersteller ist offensichtlich so einiges falsch gelaufen um nicht zu sagen so ziemlich alles. Nicht nur das hier Anlegervertrauen leichtfertig verspielt wurde sondern auch die Salami-Informationspolitik der Führungsebene lassen vermuten das vieles noch nicht einmal bekannt ist. Ich persönlich halte auch die Krise in Russland eher als willkommene Ausrede für diverse Fehler die hier gemacht worden sind. Vorstandschef Herbert Hainer ließ zudem verlauten das man nun noch mehr Geld in Werbung stecken möchte, was die Gewinne für Aktionäre wohl auch künftig nicht allzu sehr sprudeln lässt. Die Aktie bleibt vorerst uninteressant bis der Markt entscheiden hat wie viele Vorschusslorbeeren er hier künftig noch gewähren möchte. Eine erste Haltemarke liegt bei 51,80 Euro, aber auch 45,- Euro sind durchaus noch vorstellbar!

Pfeiffer Vakuum

Der Pumpenspezialist Pfeiffer Vakuum gehörte lange zeit zu den Börsenlieblingen von Anlegern die ohne große Aufregung Geld verdienen möchten. Inzwischen ist der Aktienkurs nun von knapp unter 100,- Euro auf 68,- Euro dramatisch eingebrochen. Eigentlich waren die zuletzt gelieferten Unternehmensdaten gar nicht so schlecht, wie es der Kursverlauf vermuten ließe, aus rein charttechnischer Sicht spricht nun aber vieles dafür, dass ein weiterer Rückgang bis auf die runde Marke von 60,- Euro zu erwarten ist.

Alle hier genannten Unternehmen bleiben auch weiterhin interessant, sind aber mit den unterschiedlichsten Vorzeichen versehen. Wer die nötige Geduld aufbringt und den passenden Einstieg abwarten kann, wird wohl auch in Zukunft mit diesen Aktien Geld verdienen können. Noch könnte es dafür allerdings zu früh sein…!

SHW AG – viel zu günstig und jetzt einen Blick wert?

Wir haben hier auf Investors Inside gestern im Kommentarbereich eine kleine Diskussion über die Daseinsberechtigung von Analysten im Allgemeinen geführt und ich möchte diese Gelegenheit nutzen kurz darauf einzugehen, wann es sinnvoll sein könnte auf selbige zu hören. Grundsätzlich bin ich nicht unbedingt der Meinung das der aufgeklärte Anleger von heute allzu viel in Analysen diverser Bankhäuser hineininterpretieren sollte. Nicht selten steckt ein gewisses Eigeninteresse in solchen Analysen, die somit durchaus mit Vorsicht zu genießen sind. Dennoch möchte ich heute ein Beispiel aufgreifen, von dem ich persönlich glaube, dass die Bankanalysten allesamt Recht haben.

Es geht – wie die Überschrift schon erahnen lässt – um den Automobilzulieferer SHW AG. Die Aktie hat heute einen entscheidenden charttechnischen Bereich erfolgreich getestet und sollte nun wieder nach oben drehen. Insgesamt kann man wohl festhalten das der Kursverlauf deutlich übertreiben gewesen sein dürfte, denn SHW ist zum einen hervorragend aufgestellt. Zudem wurden erst kürzlich wieder sehr solide Zahlen abgeliefert, die erwarten lassen dass der Hersteller von Pumpen, Motorkomponenten und Bremsscheiben auch in diesem Jahr wieder ein hervorragendes Ergebnis erzielen wird.

SHW AG Chart Analyse

Der kürzlich erhöhte Umsatz- und Gewinnausblick für 2014 und die stärker als erwarteten Quartalszahlen zum zweiten Geschäftsquartal hat diverse Analysten dazu veranlasst Ihre Kursziele anzupassen. Die erwartete Spanne für die Aktie liegt zwischen 50 und 60 Euro wobei der aktuelle Aktienkurs bei nur noch 35,- Euro liegt. Der Automobilzulieferer will dieses Jahr einen Umsatz zwischen 390 und 415 Millionen Euro erwirtschaften und ein EBITDA von zehn Prozent dieser Summe erzielen. Gemessen an dem aktuellen Börsenwert von knapp 222 Millionen Euro wäre das Unternehmen bei Erreichen dieser Ziele wohl durchaus als sehr günstig zu bezeichnen.

Fazit: Auf dem aktuellen Niveau dürften die Chancen die Risiken bei der Aktie bei weitem überwiegen. Nicht nur die steigende Nachfrage nach den hochwertigen Komponenten des Unternehmens, sondern insbesondere der künftig zu erwartende Absatz im Bereich der komplexen Pumpen zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs durch die politisch bedingten Anforderungen an die Automobilhersteller, dürften dem Unternehmen auf viele Jahre satte Umsätze bescheren. Die Aktie ist somit meiner Meinung nach genau jetzt einen intensiveren Blick wert.

Dialog Semiconductor – droht der Absturz?

Nach der relativen Stärke der vergangenen Tage hat es heute nun auch die Aktie von Dialog Semiconductor erwischt. Mit dem aktuellen Kursniveau von ca. 21,50 Euro befindet sich die Aktie somit in einem sehr kritischen Bereich. Wie man im Chart deutlich sehen kann, wurden heute beide Unterstützungslinien (blau) wie Butter mit einem heißen Messer durchschlagen. Hier wird sich also offensichtlich nun entscheiden, ob die Aktie nun noch einmal deutlich tiefere Kursregionen anpeilt, oder nicht. Wie so oft „lauert“ auch noch eine signifikante Kurslücke auf mögliche Schließung…

Dialog Aktie Chart Analyse

Der zuletzt neu entstandene Abwärtstrend-Kanal ist deutlich zu erkennen und solange dieser nicht wieder nach oben gebrochen wird, muss man wohl eher davon ausgehen, dass nun die Unterseite dieses Trend getestet wird. Aktuell verläuft dieser Bereich bei ca. 20,70 Euro. Fällt die Aktie nun also weiter ab, ist somit davon auszugehen dass wir sehr schnell in diese Regionen vorstoßen werden. Weiter Unterstützungen liefert das 61,8er Fibonacci Retracement bei ca. 20,16 Euro und das Verlaufshoch bei knapp 19,- Euro. Halten beide Marken nicht, gerät wohl  das bereits erwähnte, offene Gap bei ca. 18,42 Euro in den Fokus der Leerverkäufer.

Im positiven Fall gelingt es der Aktie genau hier wieder nach oben abzudrehen und damit die Gefahr eines Absturzes zumindest vorübergehend abzuwenden. Ein Bounce sollte dann bis in den Bereich von knapp 22,50 bis 23,- Euro führen. Ich rechne zunächst mit einer leichten Erholung, gehe aber auch davon aus dass die Aktie danach noch einmal kräftig unter Druck kommen könnte. Daher bleibt die Dialog Aktie, nach den starken Gewinnen der vorangegangenen Monate, zunächst eher eine Beobachtungsposition bis die künftige Richtung klarer geworden ist.

Nordex – bald wieder kaufen, aber wo?

Im Zuge der aktuell (endlich!) laufenden Korrektur an den internationalen Finanzmärkten möchte ich Ihnen in den kommenden Tagen ein paar interessante Setups vorstellen:

Die Nordex Aktie befindet sich in dem allgemein schwachen Börsenumfeld erneut in der Abwärtsbewegung. Anleger gaben gestern die starke Unterstützungszone zwischen 13,90 und 14,- Euro auf, woraufhin die Aktie noch einmal kräftig abgetaucht ist. Leser dieses Blogs wissen dass ich schon seit längerem mit einem Rücksetzer bei der Aktie gerechnet habe. Nicht dass ich mir deswegen nun selber auf die Schulter klopfen möchte, wie andere Vertreter meiner Zunft dies allzu gerne tun, vielmehr ist es nun an der Zeit wieder etwas näher hinzusehen, da die Aktie sich meinem ersten Einstiegs-Ziel nähert.

Ich möchte noch kurz erwähnen, dass ich eigentlich kein echter Fan der Nordex Aktie bin, diese aber nicht zuletzt deswegen interessant erscheint weil einige Börsenmedien sich auf diesen Titel eingeschossen haben und dementsprechend viele Privatanleger hier an steigenden Kursen interessiert sind.

Nordex Aktie Chart Analyse mit offenem Gap

Mit dem gestrigen Rutsch der Aktie unter die 14,- Euro Marke scheint es nun durchaus möglich zu sein, dass wir kurzfristig einen weiteren Rücksetzer bis in den Bereich um die 12,88 Euro sehen werden. Zunächst einmal soll wohl aber das 50er Fibonacci Retracement getestet werden, welches sich im Bereich um die 13,48 Euro befindet. Eine weitere Unterstützungslinie befindet sich im Bereich des letzten Verlaufshochs um die 13,18 Euro. Letztlich würde es aus meiner persönlichen Warte aber wenig Sinn ergeben das noch offene Gap aus dem Mai diesen Jahres im Zuge dieses Rücksetzers jetzt nicht auch zu schließen. Dies sollte dann den Weg für einen nachhaltigen Anstieg in einem wieder etwas freundlicherem Börsen-Herbst ebnen.

Geplante Transaktion ist also ein Einstieg an der genannten Marke. Das maximale Risiko eines Trades auf wieder steigende Kurse sollte dann bei der hier eingezeichneten roten Linie liegen, in deren Nähe man einen Stopp platzieren kann. Besser wäre den Trade allerdings schon bei der starken Unterstützung um die 12,30 Euro abzusichern.

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