Commerzbank – Das sieht nicht gut aus!

Die Commerzbank Aktie ist heute erneut kräftig unter Druck und bestätigt damit einmal mehr meine Annahme das wir die Hochstände für dieses Jahr bereits gesehen haben. Bereits in meinem letzten Artikel zur Commerzbank Aktie im Mai hatte ich Ihnen geschrieben, dass es hier durchaus ein paar nennenswerte Risiken für die kurzfristige Entwicklung des Aktienkurses gibt. Seit gestern befindet sich der Markt nun in der traditionell schwächsten Phase des Jahres. Die meisten Börsenaktivisten in den USA haben Ihre Bücher vorübergehend geschlossen und genießen nun den Sommer an irgend einem Strand dieser Welt.

Es ist somit erst einmal nicht davon auszugehen dass wir nun ernsthafte Impulse in den kommenden Wochen sehen werden, auch wenn gerade die dünnen Umsätze in dieser Zeit immer wieder für die ein oder andere Überraschung gut sind. Wohl aber nicht bei der Commerzbank Aktie, die nach dem zuletzt gesehenen Bounce vom Mai-Tief inzwischen eine SKS-Formation ausgebildet hat wodurch mit der jüngsten Abwärtsbewegung nun auch der abwärts gerichtete Trendkanal bestätigt wurde. Der kurze Bounce zurück über die blaue Unterstützungslinie hat somit nicht gehalten und wurde umgehend wieder abverkauft. Damit bleibt auch weiterhin die hier eingezeichnete rote Linie der „Leitfaden“ für die künftige Kursentwicklung. Ein Test der unteren Begrenzung des neuen Trendkanals ist nun sehr wahrscheinlich geworden.
Commerzbank Aktie Chartanalyse

Wie weit kann die Aktie also noch fallen? Die 200-Tage Linie, die derzeit bei ca. 11,75 Euro verläuft, hat nicht gehalten, was einmal mehr als starkes Verkaufssignal gesehen werden sollte. Aus rein charttechnischer Betrachtung besteht hier nun weiteres Abwärtspotential bis in den Bereich um die 9,50 – 9,75 Euro. Dabei bietet das 50er Fibonacci Retracement bei ca 10,- Euro die erste nennenswerte Unterstützung. Weitere Haltemarken sind bei 9,38 Euro und knapp unter 9,- Euro zu finden. Hier würde ich einen neuen Einstieg für durchaus sinnvoll halten, wenn der Gesamtmarkt dann wieder mitspielt. Bleiben Sie also geduldig!

Die spannende Frage in diesem Zusammenhang ist natürlich auch die, nach der kurzfristigen Entwicklung des Gesamtmarktes… Der gestrige Handelstag hat zunächst einmal ein idealtypisches Muster einer klassischen Bullenfalle hinterlassen. Können durch die heute startende US Berichtssaison nicht neue – und sehr positive – Impulse gesetzt werden, dürften wir die hier genannten Kursziele bei der CoBa Aktie schneller sehen als so manchem Dauerbullen lieb ist. Ich weiß ich wiederhole mich, aber gerade bei solchen Aktien sollten Anleger in den kommenden Wochen deutlich mehr Vorsicht walten lassen, und lieber den Sommer genießen, als vermeintlich günstig neu einzusteigen. Die richtigen Kaufkurse kommen dann wenn der Markt sich einmal kräftig geschüttelt hat…!

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17 Comments

  1. Pingback: Commerzbank – Gute Ausgangslage | Investors Inside

  2. Thomas said:

    Im REAL-Depot … wenn ich ein bißschen schummle, mein Vehikel für „Deutsche Aktien ETF“ ist dort in Wirklichkeit die Indus Holding (und die läuft und läuft und läuf) und dieses Vehikel steht somit zur Zeit antizyklisch nicht zum Kauf an, und „Deutsche Aktie“ durch die Deutsche Bank ersetze … „Wahrer Wert“ von der DB?! Würde sagen 0,9 vom Buchwert ist für eine Bank ok … Fundamental also so etwas wie 43-45 Euro. Wenn ich mogle und Indus durch Deutsche Bank ersetze, kaufe ich vermutlich über mehrere Monate für 1000 € monatlich DB ins Depot – interessant! Warum eigentlich nicht? Ist ja mein Depot 🙂

    Im Musterdepot Wellenreiten: Ja Klar, weiß auch nicht was Portugal und der heilige Geist (Espirito Santo) noch so alles bringt. Der Stop sollte gegen den bößen heiligen Geist aber helfen/halten. Die Banco Popolare handelt z.Zt. zu etwa 1/3 vom Buchwert. Wenn die 38 Tage Linie in den nächsten Wochen nach oben verlassen wird, wird diese dann den neuen stop loss bilden.

    Danke, dass Du Dir diese Aktion im Wellenreiter Depot angesehen hast!

  3. Thomas said:

    @Lars: Keine Frage zur Commerzbank, dafür 2 Fragen zu Banken:

    1. In meinem „Wellenreitendepot“ – ich mach’s gegenwärtig nur als Musterdepot und finde es fair, die Performance dort mit der von meinem Realdepot zu vergleichen, ehe ich das in life mache – ist es heute zu einer Aktion gekommen: http://portofoliotheorie.wordpress.com/musterdepots/musterdepot-wellenreiten/musterdepot-wellenreiten-strategie/depotaktionen-wellenreiten/ – ich hab ne Bank gekauf.
    a) Zeitpunkt ok?
    b) Stop loss ok (oder zu weit)?

    2. Deutsche Bank: Was ist denn da das Problem? Alte Bauernregel sagt: DB unter 30 = klarer Kauf. Vom rein fundamentalen ist DB ja auch durchaus ein klarer Kauf. Was ist denn hier das News-Problem? Ackermann will zurückkommen? Oder „Angy“ übernimmt DB nach baldigem Ausscheidem aus dem Amt? Was drückt die Kurse so seit Ende Februar?

    • Lars said:

      Deutsche Bank Das ist denn da das Problem? Die Frage muss eher lauten was ist denn da nicht mit Problemen behaftet 🙂 Aber mal Spaß beiseite. ich hab es ja hier kürzlich schon geschrieben bei der DB wurde soviel Mist eingepreist dass die schlechten Nachrichten gar nicht mehr wirklich auf die Kurse drücken,(Siehe heute erst wieder!) Zum Handelsbeginn über 3 Prozent im minus und nun nur noch leicht negativ. Fundamental betrachtet unter 30,- ein klarer Kauf, aber eben nur für langfristig orientierte. Ich bin mit einer ersten Position seit knapp über 25,- drin und stocke dann auf….in beide Richtungen!

      Banco Popolare: Der Zeitpunkt ist sicherlich nicht schlecht gewählt, es sei denn wir bekommen doch noch eine größere Korrektur. Der Stop passt auch gut, würde ihn aber schnellstmöglich etwas nach oben anpassen, wenn´s der Markt hergibt.

  4. Thomas said:

    Ich denke, das ist alles Geschmackssache. Ich denke, wenn eine Tulpenblase existiert, kann man auch für 10.000 € eine Tulpenzwiebel in der Hoffnung kaufen, sie für 20.000 € wieder zu verkaufen.
    Mein Geschmack ist aber, dass die Fundamentalwerte an sich stimmen. … Nungut, GLUU erwirtschaftet ja immerhin Gewinn – ist aber nicht nach meinem Geschmack.
    Dennoch viel Glück beim Reiten dieser Welle.

  5. Micha said:

    Jo, danke Thomas… sieht ja auch heute wieder recht erfreulich aus und ich habe eben den Stop nach ein paar Tagen Haltedauer schon auf über Break-even nachgezogen. Gestern hatte ich eine Studie gelesen in der 10 USD pro Aktie als kurzfristiges und „konservatives“ Ziel ausgegeben wurden. Es bleibt also spannend…

  6. Micha said:

    Wollen wir es hoffen. ;P

    Sieht ganz nett auf den ersten Blick aus…

    VG

  7. Thomas said:

    @Micha: GLUU sieht ja aus wie ein Wert aus der dot.com Krise 🙂

    Eine Meinung zu Awilco Drilling (A1JEML)? Erfindet zwar keine Spiele, springt mir aber so richtig ins Auge 😉 … Fundamentaldaten…

  8. Micha said:

    Hey Lars,

    das ist mir überaus bewusst, weswegen ich die Positionsgröße absichtlich im Rahmen gehalten habe, um nicht evtl. in „mentale“ Probleme bei etwaigen Kursrückgängen zu kommen. Ich denke hier hat sich aber ein wirklich gutes Setup ergeben, ansonsten wäre ich nie in einer solchen Bereich eingestiegen. Meines Erachtens haben sich hier einige größere Investoren positioniert. Entscheidend werden dann sicherlich Anfang August die Q2 Ergebnisse sein, wobei hier eben der neue „Blockbuster“ noch nicht eingepreist ist.

    VG

  9. Micha said:

    Grüße,

    ich habe mich erst kürzlich von Goldcorp und Seadrill getrennt und einen Teil in Glu Mobile Inc. (GLUU) investiert. Finde hier das Chance-Risiko-Verhältnis, insofern man mit einem relativ engen Stop von rund 10% arbeitet, wie auch viele andere Gegebenheiten extrem spannend. Bin am Wochenende auf die Aktie gestoßen, da hier seit rund zwei Wochen die Post abgeht (Anstieg > 50 % und unter enorm hohen Volumen). Die Bilanz sieht auch sehr vertrauenserweckend aus und es handelt sich um eine typische Turnaround-Situation. Im letzten Quartal wurde erstmalig ein minimaler Gewinn eingefahren und der Umsatz hat sich in den letzten zwei Quartalen überaus positiv entwickelt. Jahresumsatz 2012 und 2013 bei etwas über 100 Mio. USD und Q1 2014 45 Mio. USD. Zudem kam Ende Juni ein neues Game auf den Markt („Kim Kardashian: Hollywood is on its way!“) – kein Scheiss! 😀 Hier rechnen Experten mit einem Jahresumsatz von voraussichtlich über 200 Mio. USD. Das war übrigens auch der Moment in dem die Aktie von rund 4 USD auf aktuell 6,38 USD raketengleich gestiegen ist. Ich hatte kürzlich auch ein überaus interessantes Buch von Mark Minervini („Trade like a Stock Market Wizard“)gelesen und die Aktie erfüllt nahezu alle Voraussetzungen in Perfektion. Ich bin demnach wirklich gespannt wie es die nächsten Tage/Wochen weitergeht.

    VG
    Micha

    • Lars said:

      Hi Micha,

      GLUU ist/war sicherlich interessant, allerdings ist der Spielmarke grundsätzlich immer riskant, denn Erfolg und Misserfolg liegen hier doch sehr nah beieinander. Ähnlich wie KING oder auch ZNGA sind solche Aktien extrem volatil und eröffnen auch gerne mal von einem Tag auf den anderen um 20 oder 30 Prozent tiefer, wenn irgend eine entsprechende Nachricht über die Ticker läuft. Von der Risikostruktur sehe ich solche Aktien ähnlich wie Biotech-Werte.

      Ob es gelingt die Aktie noch weiter hochzutreiben, oder wir lediglich eine Bullenfalle gesehen haben bleibt noch abzuwarten. Wenn Du Dir des Risikos bewusst bist, kann man eine solche Position also durchaus mit engem Stop laufen lassen. Herzlichen Glückwunsch zu den schönen Gewinnen 🙂

  10. Thomas said:

    Da längere Anwort dazu „Bankaktien sind grundsätzlich ein eher schwieriges Thema…“ nur ganz kurz: Der Buchwert einer in Frankfurt gelisteten Chinesischen Bankaktie … ächt sauschwierig das Thema 🙂

    Die Banco Popolare – ohne den Newsflow wirklich zu kennen – hat sicherlich kurzfristig noch so 15-20% „Luft nach unten“. Sie ist auch nur auf meiner watch-list und nicht im Depot … beim heutigen vormittäglichen Verlauf des Goldkurses darf man ja mal fragen: Ja wo bleibt denn nur der Rücksetzer bei SLW?? 🙂 … hoffentlich erst nach dem 20. Juli ;-)).

    Chart von Banco Popolare ist interessant, was Du ja auch bestätigst. Vermutlich werde ich dennoch, auch bei längerem Verbleib auf der watch-list, bei der Banco Popolare nicht zugreifen – aus 2 Gründen: a) Ich habe keinen direkten Zugang zur Mailänder Börse (und da hast Du recht, allenfalls gut abgesichert und nur über die Mailänder Börse wäre eventuell eine Idee) b) der Chart der Lufthansa sieht auch nicht erheblich uninteressanter aus und für ausreichend Newsflow sorgt der tägliche Blick zum Himmel über dem Köln-Bonner Luftraum.

    Die ganze Idee, Wellentraden, eigentlich nur über meine Verärgerung über mich selbst wie folgt: Im März fragte ich mich, ob das nun ein guter Zeitpunkt sei, in den KGV und Dividendenriesen Gazprom einzusteigen. Der newsflow sagte, dass entweder die rote Armee ein zweites Mal Berlin besetzt oder Brüssel die Gasrechnung für Kiev anschreiben lässt.
    Im Juli 2014 ist die rote Armee immer noch meilenweit von Berlin entfernt, nur der Kurs (und wohl auch der Gewinn) von Gazprom ist seitem gestiegen … und ich Dödel… steh mal wieder drausen vor der Tür.

    Ich bin auf der Suche nach einer Idee wie ‚arabische Frühlingsaktien‘, ‚thailändische Frühlingszwiebelaktien‘, ‚griechische Glücksspielaktien im Eurokrisenhochsommer‘, ‚Banco Popolare nach Bodenbildung‘ etc. – finde gegenwärtig nur leider keine zündende Idee auf dem Aktienmarkt.

    Hast Du eine?

    Ne Brasilianische Bank, ein Brasilianischer Rückversicherer, 4 Wochen nach dem Ausscheiden aus dem Halbfinale?

    Gruß

    Thomas

    • Lars said:

      Hi Thomas,

      Ich habe da so einige Ideen die ich gerade verfolge 😉 Die hier schon öfter erwähnte CATOil wäre sicherlich so eine, die zudem direkt mit dem Thema Gazprom zusammen hängt…Aber eben noch nicht unbedingt jetzt sondern in ein paar tagen oder Wochen. Ebenso denke ich das man sich als längerfristig orientierter Anleger so langsam mal die Deutsche Bank Aktie etwas näher anschauen kann. Als Alternative zu italienischen Harakiri-Banken. Hier ist zwar auch gar nix in Butter aber genau darin liegt ja der Reiz. Es kann bald nur noch besser werden und die Kapitaldecke ist jetzt nach der jüngsten KE zumindest mal ordentlich. Die Autobauer und -Zulieferer werden nach dem aktuellen Rücksetzer sicherlich wieder interessant… Aurubis für langfristige Anlage wegen Gold- und Kupferphantasie…ich könnte ewig so weiter machen….!

      Jetzt ist aber erst einmal Füße still halten und nur beobachten angesagt!

      viele Grüße, Lars

  11. Thomas said:

    Hallo Lars,

    ich war die vergangenen Tage auf der Suche nach einem Papier, das ich – neben meinem eigentlichen [regelbasierten] Depot – in einer kleinen Position zum antesten von meinen eigenen „Swingtradingfähigkeiten“ mal ausprobieren könnte. Ich suchte ETFs ab (Afrikanische, Vietnamesische, Thailändische, Indische, Russische Aktien), fand aber nicht wirlich was gutes (evtl. den ETF auf Afrikanische Aktien – schon ein Trend ausgebildet). Irgendwann stieß ich auf einen Wert, bei dem ich vermute, dass sich hier der Rebound gut handeln lassen könnte – Commerzbank nein aber – eine Italienische Bank: Banco Popolare Società Cooperativa (WKN: A1XFE9).

    Kurze Bschreibung: Die Aktie hat die letzten Monate über 30% verloren (zugehöriger newsflow mir unbekannt). Die 200 Tagelinie ist aber nach oben gerichtet (das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist kaum 0,4) und wurder vor wenigen Tagen von oben kommend durchbrochen.

    Die Bank ist gerade auf meiner watch-list. Ich will eventuell für, sagen wir 2000, dann einsteigen, wenn die (steigende) 200 Tageslinie wieder von unten nach oben durchstoßen wird.

    Technische Analyse von Banco Popolare Società Cooperativa (WKN: A1XFE9)?

    • Lars said:

      Hallo Thomas,

      Bankaktien sind grundsätzlich ein eher schwieriges Thema in dem Umfeld und italienische Banken insbesondere. Die Banco Populare hat noch diverse faule Immobilienkredite in Ihrem Portfolio die sie versucht loszuwerden. Ob das gelingt und zu welchem Preis ist ungewiss und somit ein großer Risikofaktor. Aus rein charttechnischer Betrachtung gebe ich Dir aber recht, dass sich hier kurzfristig eine interessante Situation ergeben hat.

      Wenn man das ganze also unter Swingtrading Gesichtspunkten sieht, und eine entsprechende Risikokontrolle hat, kann man es u.U. wagen mit einem kleinen Betrag hier zu spielen. Allerdings muss man bei einem solchen Titel auch immer damit rechnen dass dieser morgen um 20 bis 30 Prozent tiefer steht, wenn eine entsprechend negative Meldung kommt! Ich persönlich würde das zu diesen Kursen lassen und wenn dann erst um die 9,- Euro unbedingt nur in Mailand handeln, da die Umsätze in Deutschland viel zu gering sind.

  12. Pingback: Kleine Presseschau vom 9. Juli 2014 | Die Börsenblogger

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