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Gold-Referendum als Auslöser für große Umschichtungen bei Aktien, Währungen und Rohstoffen?

Nun haben wir bereits den zweiten Freitag hintereinander mit starken Käufen beim Gold gesehen. Somit möchte ich ergänzend zu meinem letzten Artikel noch einmal darauf hinweisen, dass sich hier etwas Bedeutsames tut. Gold glänzt wieder – die eigentliche Frage ist nur, ob dies auch dauerhaft so bleiben wird. Denn, es ist sehr naheliegend dass die aktuellen Bewegungen mit dem Gold-Referendum der Schweiz in direktem Zusammenhang stehen. Soll heißen, man sollte trotz aller Freude im Hinterkopf behalten dass dieser neue Trend nach dem Referendum unter Umständen wieder ein jähes Ende finden könnte. Auf der anderen Seite dürfte dem Goldpreis künftig wieder eine verstärkte Bedeutung zukommen wenn das Referendum entsprechend positiv für Gold ausfallen sollte!

Es kommen somit einige Faktoren zusammen, die wiederum gemeinsam tatsächlich eine „echte“ Trendwende bei Goldpreis eingeleitet haben könnten. Aus meiner Sicht ergibt sich auf der kurzfristigen Ebene somit ein extrem günstiges Chance-Risiko-Verhältnis für Trades auf Gold und Silber und u.U. die perfekte Einstiegsgelegenheit für echte Goldbullen!

Die in meiner letzten Chartanalyse genannten Ausgangssituation ließ ja grundsätzlich erwarten, dass der Goldpreis in diesem Bereich nun mittelfristig wieder nach oben drehen wird. Das hieß aber zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich nicht, dass dies genau bei 1.130,- Dollar je Unze geschehen muss, da der Markt ja bekanntlich zur Übertreibung in beide Richtungen neigt. Nun kam es dennoch so wie ursprünglich erwartet, womit sich die Erstkäufe in diesem Bereich als richtig erwiesen haben. Der Anstieg am Freitag war somit die richtige Gelegenheit die eingegangenen Positionen weiter auszubauen und die Gesamtposition nun entsprechend nach unten abzusichern. Das Überschreiten der Marke von 1.183,- Dollar je Feinunze hat nun ein entsprechendes Kaufsignal geliefert, wie beschrieben.

Gold Chart Analyse langfristig

Der jüngste COT Report (Commitments of Traders) der Commodity Future Trading Commission verweist nun auf entsprechend starke Käufe von Terminkontrakten auf Gold, was wiederum die zuvor aufgebauten Short-Positionen kräftig unter Druck bringen dürfte. Zuvor wurden Gold Kontrakte in größerem Umfang abgebaut (minus 9,6 Prozent) und die Short-Positionen noch einmal kräftig erhöht, was wiederum dafür spricht, dass der Markt immer den Weg des größten Schmerzes für den Großteil der Anleger bereit hält. Die vorangegangene Kapitulation der Goldbullen und die charttechnische Verletzung des langfristigen Aufwärtstrends beim Goldpreis passt somit hervorragend in dieses Bild.

Aktuell sieht die Situation wie folgt aus: Der Goldpreis muss einen Anstieg nun unbedingt fortsetzen, um nicht ein einem großen Fehlsignal zu enden, dass dann wiederum aller verbliebenen Goldbullen restlos frustriert und ggf. in einer entsprechenden Kapitulation münden könnte. Der US Dollar sollte im Zuge eines weiteren Anstieges des Goldes dann zur ersten Schwäche neigen, was ggf. nach einer Konsolidierung auch wieder gut für die europäischen Aktienmärkte wäre, da dies dann verstärkt ausländische Investoren anlockt. Diese Annahme deckt sich auch mit den Beobachtungen zum EUR/USD Wechselkurs die ich hier kürzlich besprochen habe.

Eine Korrektur bzw. Konsolidierung der US Märkte wäre damit ebenso wahrscheinlich wie eine Stabilisierung des Ölpreises auf diesem niedrigen Niveau. Auch hier ist allerdings ein finaler Abverkauf bis in den Bereich um die 70 bis 71,- US Dollar je Barrel denkbar. Entsprechende Umschichtungen aus, oder in die davon direkt betroffenen Aktien sollten nun engmaschig beobachtet werden. Im Kommentar Bereich wurden auf Investors Inside zuletzt einige interessante Aktien besprochen, die von einer Erholung des Ölpreises direkt profitieren würden.

Fazit: Das Referendum der Schweizer zur 20% Gold-Regel wird am 30.11.2014 stattfinden und hat das Potenzial sich in einigen Bereichen als echter „Game Changer“ zu erweisen. Der Ausgang dieser Volksabstimmung könnte dann einige Märkte kräftig, und unter Umständen auch dauerhaft, durcheinander wirbeln und den Status des gelben Metalls langfristige wieder stärken. Im Erfolgsfalle wäre es durchaus möglich, dass dieses Modell Schule macht und andere Staaten dazu animiert selbiges Procedere umzusetzen. Dann wird Gold zwar nicht zur Mangelware werden, die Preise sollten aber aufgrund der hohen Nachfrage wieder anziehen oder zumindest in eine stabilen Seitwärtstrend übergehen. Für Spannung – nicht nur im Goldmarkt – ist somit in den nächsten zwei Wochen gesorgt. Bleiben Sie wachsam!

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