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Dialog als Vorbote für starke Apple Zahlen?

Weiterhin richtig rund läuft es bei Dialog Semiconductor. Der Hersteller von hochintegrierten Halbleiterlösungen für Powermanagement, Stromwandler, LED-Festkörperbeleuchtung und Bluetooth Smart Wireless Technologie hat im letzten Quartal den Umsatz noch einmal um fast ein Viertel auf nun 435 Millionen Euro gesteigert werden. Damit liegt der Konzern etwas über dem oberen Ende seiner ursprünglichen Prognose von 390 bis 430 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2014 lagen die Gesamterlöse damit rund 28 Prozent über dem Vorjahreswert, bei rund 1,16 Milliarden Euro.

Man kann davon ausgeht, dass der US Konzern Apple nach wie vor der Hauptkunde von Dialog Semiconductor ist, lediglich die prozentualen Schätzungen der Fachleute bezüglich des Umsatzanteils gehen hier etwas auseinander. Im Schnitt sollen es aber immer noch so um die 80 Prozent sein. Damit wird auch ziemlich schnell deutlich, dass auch der US Technologie-Riese ein ziemlich gutes Quartal gehabt haben muss.

Nicht dass diese Erkenntnis neu wäre, aber mit ca. 25 Prozent Zuwachs im iPhone Geschäft hätten die Analysten nun eine handfeste Zahl zur Berechnung Ihrer Kursziele für die Apple Aktie. Man darf also gespannt sein, wie die Apple Aktie und die Analysenhäuser heute und in den kommenden Tagen auf diese Nachricht reagieren.

Ob für die Dialog Aktie allerdings auf dem aktuellen Niveau noch so große Sprünge drin sind, muss aus meiner Sicht erst einmal abgewartet werden. Schließlich ist der Titel in den letzten Monaten bereits ordentlich gelaufen. Vieles von dem was wir heute lesen konnten dürfte also bereits im aktuellen Aktienkurs eingepreist sein. Auch eine „Sell the News“-Reaktion halte ich somit für durchaus möglich. Einen Ausbruch nach oben kann man aber nicht zwingend ausschließen, da die charttechnische Konstellation durchaus dafür spricht.

Fazit: Langfristig bleibt die Dialog Semiconductor auch weiterhin einer der aussichtsreichsten Titel am deutschen Aktienmarkt. Kurzfristig ist die Aktie etwas überkauft und sollte demnächst konsolidieren. Die Apple Aktie hingegen hat auf Basis der heute veröffentlichten Zuwächse beim Zulieferer noch deutliches Potenzial nach oben.

Aixtron, so schlecht wie befürchtet…

Gestern zeigten sich die Aixtron Anleger noch optimistisch…die Aktie konnte über vier Prozent im Vorfeld der Zahlen zulegen. Spekulationen darüber dass die Zahlen vielleicht doch besser ausfallen könnten als der Markt es befürchtet trieben wohl hauptsächlich kurzfristig orientierte Anleger in die Aktie. Heute veröffentlichte der auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierte Maschinenbauer die Daten zum abgelaufenen Quartal. Demnach konnte man beim Umsatz leicht auf 46,1 Millionen Euro zulegen  und auch der Verlust konnte im Vergleich zum vorangegangenen Quartal leicht um ca. 6 Prozent auf 11,6 Millionen Euro verringert werden. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal hatte Aixtron noch knapp 176 Millionen Euro umgesetzt und 38 Millionen Euro verdient! Der Einbruch ist also durchaus signifikant…

Zwar will der Konzernchef  Paul Hyland in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Gewinnzone zurückkehren, das soll aber überwiegend durch entsprechende Einsparungen erreicht werden. Einen Verlust im Gesamtjahr konnte der Firmenlenker nun nicht mehr ausschließen. Damit ist die Katze nun erst einmal aus dem Sack. Die Befürchtungen des Marktes wurden bestätigt, die Aktie kann zum Handelsbeginn sogar zulegen. Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheiten ist die Aixtron Aktie wohl kein Wert den man nun unbedingt im Depot haben muss. Auch charttechnisch hat sich das Bild in den letzten Wochen deutlich eingetrübt. Die langfristigen Aussichten für den LED Spezialisten bleiben aber weiterhin sehr gut. Ich persönlich werde mir die weitere Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Monaten nach dem heutigen Anstieg erst einmal von der Seitenlinie ansehen…

 

Die Verlierer des Jahres ? – Klöckner & Co., TUI, Aixtron und Vestas

Vier Aktien, die allesamt im Börsenjahr 2011 empfindliche Verluste verbucht haben. Klöckner & Co., TUI, Aixtron und Vestas kann man also durchaus auch zu den großen Verlierern des abgelaufenen Jahres zählen. In allen vier Unternehmen gab es Sondersituationen die zu einem regelrechten Absturz der jeweiligen Aktie geführt haben. Die spannende Frage ist nun also ob sich diese Effekte auch im Börsenjahr 2012 negativ auswirken werden, oder ob der Boden bei diesen Aktien bereits erreicht sein könnte, und man bei diesen Aktien auf einen Rebound setzen sollte. Wir haben uns zu dieser Frage bei allen vier Werten klar positioniert…

Allen voran die Anleger enttäuscht haben dürfte wohl die Aktie des ehemaligen Börsenlieblings Klöckner & Co. Der Stahlhändler litt unter der deutlich eingetrübten Stahlkonjunktur im Krisenjahr 2011 wie kein anderer. Die neu aufkeimenden Rezessionssorgen und eine entsprechende Gewinnwarnung des Unternehmens schickten die Aktie in ungeahnte Tiefen, und da blieben sie dann auch für den Rest des Jahres. Es war geradezu wie verhext, die Klöckner Aktie wollte sich einfach keinen einzigen Euro mehr nach oben bewegen nachdem Sie von knapp 23,- auf unter 10,- Euro abgestürzt war. Jeder Ausbruchsversuch nach oben wurde umgehend wieder abverkauft, und das obwohl die Klöckner & Co. AG zeitweise mehr Bares in der Kriegskasse hatte als Anleger an der Börse für das Unternehmen zahlen wollten.

Gestern nun ist dieser Ausbruch offenbar gelungen. Dadurch hat sich auch die charttechnische Situation bei der Aktie wieder deutlich verbessert. Die nächste Hürde wartet nun bei ca 11.50 Euro. Kann auch diese wieder überwunden werden, stehen die Chancen nicht schlecht das die KlöKo Aktie ein echter Rebound Kandidat des Jahres 2012 werden kann. Analysten sind sich einig, die Aktie dürfte auf dem aktuellen Niveau deutlich zu billig sein, was wir nur unterschreiben können. Selbst bei leicht eingetrübten Erwartungen für den Stahlzyklus in diesem Jahr wären Kurse zwischen 14,- und 16,- Euro wohl realistischer. Die Klöckner Aktie bleibt für uns auch in 2012 ein Basis-Investment.

Ähnlich hart erwischt hat es die Aktionäre der Aixtron AG im abgelaufenen Jahr. Ein unerwartet starker Rückgang der Investitionsaktivitäten bei den asiatischen LED-Herstellern schickte die Aktie seit dem Jahresbeginn immer weiter in die Tiefe. Lag die Aixtron Aktie zum Jahreswechsel 2010/11 noch bei ca 32,- Euro kostete sie in den letzten Wochen 2011 nur noch 8,- bis 9,- Euro. Trotzdem kann man für das kommende Jahr zuversichtlich sein, dass sich die Aixtron Aktie deutlich von den Tiefstkursen des Jahres 2011 erholen wird. Gestern wurde ein deutliches Kaufsignal generiert. Folgen nun weitere Anschlusskäufe, die den Aktienkurs auch noch über die 11,- Euro Marke hieven, stehen die Chancen nicht schlecht dass in diesem Jahr das noch offene Gap bei 17,30 Euro wieder geschlossen wird.

TUI Aktionäre hatten ebenfalls nicht allzu viel zu Lachen in den letzten 12 Monaten. Genau genommen schwächelt der Aktienkurs bereits seit Jahren. Durch den geplanten Verkauf des verlustbringenden Hapag Lloyd Anteils in diesem Jahr könnte damit nun aber bald Schluss sein. Die einzelnen Tochterunternehmen aus dem Reisesegment des Konzerns haben in den letzten Monaten erstaunliche Widerstandsfähigkeit gezeigt. TUI ist mit seiner Neuausrichtung offenbar auf einem guten Weg. Querschläge gab es zwischenzeitlich durch den Liquiditäts-Engpass des Mitbewerbers Thomas Cook. Damals wurde die TUI Aktie zu Unrecht in Sippenhaft genommen, und wir haben gekauft sowie unseren Lesern die Aktie bei Kursen deutlich unter 4,- Euro vorgestellt. Wir trauen der Aktie des Touristik-Konzerns einen Anstieg bis 6,60 Euro später 8,- Euro in diesem Jahr zu.

Einer der wenigen Werte aus dem Sektor der regenerativen Energien den wir ebenfalls immer mal wieder in unserem Börsenbrief besprochen haben ist die Vestas Aktie. Der dänische Windkraftanlagenhersteller hat erst kürzlich wieder einen Großauftrag aus Brasilien an Land gezogen. Demnach sollen die Dänen von 127 Windturbinen des Typs V100-2.0 MW mit einer Gesamtleistung von 254 MW für einen Windpark im brasilianischen Grande do Norte liefern. Grundsätzlich bleiben wir bei unserer positiven Einstellung zu dem Unternehmen, auch wenn die Windenergie-Branche  nicht gerade „en vogue“ ist, oder vielleicht gerade deshalb. Im direkten Vergleich mit Nordex halten wir den Titel für extrem attraktiv, und unter langfristigen Gesichtspunkten durchaus kaufenswert, was wir auch kurz vor Weihnachten noch zum Kurs von 7,95 Euro umgesetzt haben.

DAX 10000, Italien, Gold und Aixtron – lose Gedanken zum Sonntag

Über das Wochenende lese ich viel und mache mir auch Gedanken zu den Finanzmärkten.

An ein paar dieser Gedanken möchte ich die Leser heute teilhaben lassen. Ich betone, dass das weder Prognosen sind, noch vollständig durchdachte Analysen, es sind einfach lose Gedanken – die Ihnen aber vielleicht die eine oder andere Perspektive eröffnen.

DAX 10000 in 2012 ?

Mein Makrobild für 2012 sah schon seit Ende 2010 ziemlich düster aus. Ich erwartete eigentlich, dass 2012 ein sehr schwieriges Jahr wird, in dem wir neue Tiefststände ausloten würden. Nach einem ersten Absturz in 2011 – den wir gerade hinter uns haben – und einer Erholung zum Jahresende bis in den Januar 2012 hinein, rechnete ich damit, dass sich die Staatsschuldenkrise weiter verschärft und auch grössere Länder wie Italien oder selbst die US in 2012 auf den Radar der Märkte geraten. Denn strukturell ist weltweit nichts gelöst, sondern nur die Wunden mit weisser Salbe zugekleistert. An den Märkten würde das zu echter Panik führen, gegen die dieser August ein Kindergeburtstag war. Und der in meinen Augen unvermeidliche „Reset“ des Weltfinanzsystems würde näher rücken. Und China könnte in 2012 konjunkturell endgültig abknicken und es würde sich zeigen, dass die vermeintlich ach so tolle Staatswirtschaft dort im wesentlichen auch nur auf einem kreditfinanzierten Schneeballsystem beruht, bei dessen Platzen dann wieder Panzer zur „Beruhigung“ der Massen eingesetzt werden müssen. Zu guter Letzt verdichten sich sowieso die Signale, dass es mit der Ruhe um den Iran und mit Pakistan nicht mehr lange so weiter geht. Früher oder später hat Iran die Bombe und wird sie als Druckmittel einsetzen. Und vorher wird es sicher noch einen Angriff der Israelis mit amerikanischer Unterstützung geben. So weit mein düsteres Bauchgefühl für 2012, das ich schon das ganze Jahr 2011 mit mir herum trage. Ich betone, dass das nur ein Bauchgefühl ist und keinen Anspruch auf Wahrheit hat, ich kenne die Zukunft auch nicht. Unsichere Zeiten liegen aber wohl vor uns.

Nun finde ich dieses düstere Bild aber zunehmend in den Medien wieder. So schreibt die Wirtschaftswoche gerade, dass der DAX 2012 wohl bestenfalls im Bereich 5000-6500 schwanken wird und ein bekanntes Anlagemagazin für Otto-Normalverbraucher hat sogar den Crash 2012 auf dem Titelblatt.
Das macht mich skeptisch was das negative Szenario angeht, denn das was selbst Oma Büllerbeck erwartet, tritt selten ein, schon gar nicht an der Börse. Mr. Market hat dagegen die Fähigkeit genau das zu tun was keiner erwartet und damit den maximalen Schmerz zu verursachen. Und was erwartet absolut Niemand ? Genau: DAX 10.000 in 2012 !

Sie können sich das nicht vorstellen? Eben, das ist der Punkt. Denn wenn ich objektiv darüber nachdenke, ist die abstrakte Wahrscheinlichkeit einer derartigen Rally gar nicht so gering, wahrscheinlich im kleinen zweistelligen Prozentbereich. Die gefühlte Wahrscheinlichkeit ist aber aktuell 0%. Umgedreht ist das obige Katastrophenszenario für 2012 objektiv auch nicht viel wahrscheinlicher, gefühlt aber eher 50% und mehr – man könnte meinen es sei fast sicher.

Denken Sie mal darüber nach, was diese negative Erwartungshaltung der Marktteilnehmer für die Börse bedeutet.

Ruhe um Italien bis Februar 2012 ?

Ich habe gestern eine interessante Aufstellung gelesen, nach der Italien sich erst wieder ab Februar2012 bis April 2012 mit dann je rund 40 Milliarden € pro Monat signifikant am Kapitalmarkt refinanzieren muss. Umgekehrt bedeutet das, dass bis dahin relative Ruhe einkehren könnte. Hoffen und beten wir, dass Mr. Bunga Bunga bis dahin entweder ersetzt wurde oder das unvorstellbare Wunder geschieht und er vom Lichtstrahl des Verantwortungsbewusstseins getroffen wird.

Warum der 23. Januar für Gold ein wichtiges Datum ist.

Einer der Treiber für Gold ist der physische Bedarf aus den Schwellenländern in der zweiten Jahreshälfte. Indien ist hier schon länger bekannt. Aber nun wird China zunehmend zu einem gewaltigen Faktor auf dieser Rechnung. Der zunehmende Wohlstand einer neuen chinesischen Bürgerschicht steigert den Bedarf an Schmuck, aber in Anbetracht der gewaltigen Inflationsraten wird Gold auch als Wertaufbewahrungsmittel in China immer wichtiger. Gestern habe ich gelernt, dass Gold in China vor allem zum Neujahrfest erworben wird, dass in China heuer aber am 23. Januar 2012 ist ! Dieses Datum sollte man auf dem Radar haben !

Aixtron vor der Wende ?

Auslöser der überraschenden Rally von Aixtron am Freitag war wohl die Nachricht, dass auch China das Aus für die Glühlampe beschlossen hat. Dieser Prozess soll schon 2012 mit der 100 Watt Lampe losgehen. Auch von Subventionen der chinesischen Regierung war die Rede. Schon wird in diversen Publikationen das Ende des Absturzes der Aixtron Aktie ausgerufen. Das ist ja nicht ganz unlogisch, weil so das Durchsetzen der LEDs sicher beschleunigt wird. So weit so richtig. Aber wird Aixtron davon wirklich profitieren ?

Ich bin leicht skeptisch. Denn ein Mangel an potentiellem Marktvolumen war noch nie das Problem von Aixtron. Würde es danach gehen, hätte der Kurs nie abstürzen dürfen, denn auch ohne China ist das Marktpotential im LED Markt gewaltig. Grund für den Absturz waren Margenprobleme und vor allem schwächere Auftragslage. Und sollte China wirklich den LED Markt mit Subventionen pushen, ist es genau so gut möglich, dass damit erst eine subventionierte Konkurrenz für Aixtron heran gezüchtet wird, die die Marge endgültig zerstört. Das muss also keineswegs nur positiv sein. Bespiele in anderen Industrien gibt es ja zuhauf.

Ich tue mich daher schwer, das Thema China bei Aixtron richtig einzuordnen. Dieses Nachricht kann in Anbetracht der überverkauften Lage sicher noch ein paar Tage lang eine Hoffnungsrally auslösen. Ob das dann aber eine wirkliche Wende begründet, ist in meine Augen lange nicht so klar, wie es die Nachricht vermuten lässt.

Ich wünsche einen schönen Sonntag, geniessen Sie die Sonne ! (HS)

Aixtron – Das war gar nix!

Bereits im Vorfeld der heute veröffentlichten Zahlen bei dem Spezialmaschinenhersteller Aixtron zeichnete sich die Aktie durch besondere Schwäche aus. Der Titel verlor in den letzten 12 Monaten mehr als zwei Drittel an Wert, und notiert inzwischen nur noch bei ca 10,- Euro. Zwischenzeitlich wurde sogar die Marke von 9,- Euro deutlich unterschritten. Aixtron gab heute bekannt, dass das Unternehmen von Juli bis September dramatisch schlechter als im entsprechenden Vorjahreszeitraum abgeschnitten hat. Der Umsatz brach geradezu dramatisch von 212,7 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 89,8 Millionen ein. Das Ebit ist nach von 82,6 Millionen Euro im Vorjahr nun mit 0,6 Millionen Euro gerade noch so im positiven Bereich. Die Dramatik dieses Gewinneinbruches dürfte wohl einigen Marktteilnehmern im Vorfeld bekannt gewesen sein, oder zumindest ließ die Kursentwicklung der letzten Wochen darauf schließen, dass hier etwas im Argen ist.

Der Vorstand des Unternehmens sieht diese Entwicklung nur als vorübergehende Delle in der ansonsten soliden Entwicklung seines Unternehmens, und betonte noch einmal die vielversprechenden Zukunftsaussichten der LED Branche. „Niemand zweifelt daran, dass der nächste Investitionszyklus für LED-Beleuchtung kommt und dass dieser Zyklus die bislang größte Marktchance bietet, die unsere Branche bislang gesehen hat.“ Die Frage laute nicht „ob“ die LED-Beleuchtung komme, sondern „wann“. Daher werde Aixtron auch weiterhin in die Forschung und Entwicklung neuer Anlagen investieren, hieß es in der heutigen Meldung. Diese Meinung kann man teilen, muss man aber nicht. Letztlich wird die entscheidende Frage dann sein wer das Rennen um die Marktführerschaft in dem Segment macht, und wie sich die Margen entwickeln werden. Eine ähnliche Situation wie bei den Solarwerten ist hier mittelfristig zumindest vorstellbar.

Unabhängig davon ist die Aixtron Aktie auf dem jetzigen Niveau, und bei der Nachrichtenlage, für uns allenfalls eine Halteposition. Das Potenzial nach oben dürfte auch in den kommenden Wochen begrenzt sein, denn bereits bei 12,- Euro wartet ein massiver Widerstand bei der Aktie. Zwischen 9,70 und 9,20 Euro finden sich auf der anderen Seite erste mögliche Haltemarken. Darunter wäre zunächst nur das Tief bei 8,68 Euro vom 21. Oktober die aktuelle Unterstützung. Fällt die Aktie hingegen unter diese Marke würden das Kursziel von ca 6,65 Euro aktiv. Wir würden hier erst einmal eine nachhaltige Belebung des LED Marktes abwarten, die sich natürlich auch in den nächsten Quartalsberichten bei Aixtron widerspiegeln sollte. Parallel dazu sollte auch immer wieder besonderes Augenmerk auf die erzielten Margen der LED Hersteller gerichtet werden…Heute dürfte die Aktie in dem allgemeinen Börsenumfeld aber mit dem Markt steigen!

 

Trading Update Dialog Semiconductor, Klöckner & Co. und Aixtron

Gestern war mal wieder einer dieser Tage an denen die Panik regierte und auch der heutige Börsentag könnte erneut schwierig werden. Da die Amerikaner offensichtlich nicht in der Lage sind die einzig richtige Entscheidung zu treffen wird der Druck am Aktienmarkt hoch bleiben. Eine Lösung oder zumindest ein Ansatz für einen Kompromiss vor dem Wochenende wäre wichtig gewesen! Offensichtlich beherrscht somit auch eher die Angst das Geschehen an den Finanzmärkten als vernünftige Überlegungen. Beispiele dafür gab es bereits gestern genügend und ich möchte an dieser Stelle nur die VW Vorzugsaktien erwähnen die bis auf 133,15 Euro runtergerauscht sind…Wie immer in solchen Zeiten können sich aber genau dadurch gute Tradingchancen für mutige Anleger ergeben! Allen voran möchte ich heute die Aixtron Aktie Kurs beleuchten die ja ebenfalls in den letzten Tagen durch Kurskapriolen auf sich aufmerksam gemacht hat. Intraday bewegte sich der Aktienkurs des Anlagenbauers um satte 14 Prozent rauf und runter!

Die Aktie ist in der letzten Woche deutlich unter die Marke von 20,- Euro abgetaucht weil der Markt angenommen hat das das Unternehmen in Kürze eine Gewinnwarnung veröffentlichen wird. Gestern nun kamen die tatsächlichen Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal und die waren zwar nicht doll aber deutlich besser als erwartet. Insbesondere der Auftragsbestand konnte glänzen und lässt eine weiterhin positive Entwicklung des Unternehmens erwarten. Das die operativen Daten schwächer ausfallen würden war klar, von einer Gewinnwarnung fehlt aber jede Spur. Im Gegenteil der Konzern bleibt weiter bei seiner ursprünglichen Planung für das Gesamtjahr und bestätigte die Prognose heute erneut. Fundamental betrachtet ist die Aixtron Aktie für einen Wachstumswert günstig, dementsprechend hoch auch das mögliche Potenzial der Aktie. Die Kursziele der Analysten liegen nicht selten im Bereich um die 40,- Euro.

Gestern ist die Aixtron Aktie zum Handelsbeginn über die Widerstandsmarke bei 20,50 Euro ausgebrochen um anschließend bis auf 17,65 Euro abzustürzen und abends wieder bei fast 20,-. Euro zu schließen. Wie soll man das nun werten? Zunächst einmal ist es wohl offensichtlich das die Anleger das Zahlenwerk ganz unterschiedlich gedeutet haben. Dann führte eins zum anderen, bedingt durch den allgemein schwachen Handelstag wurde eine Reihe von StoppLoss Orders ausgeführt und die Aktie entsprechend durchgereicht. Grund genug also sich die Aixtron Aktie nun mit etwas Abstand einmal genauer anzusehen.

Letztlich ist aus charttechnischer Sicht somit nichts passiert! Der MACD und der Slow Stochastics Indikator zeigen ebenfalls ein sehr deutliches Kaufsignal mit einem möglichen Trading Ziel von zunächst 24,50 Euro. Bei 22,90 Euro liegt der nächste Widerstand den es zu überwinden gilt, sobald die 20,50 Euro überschritten wurde. Alles in allem würden wir die Aixtron Aktie momentan als einen der interessantesten Rebound Kandidaten im Hightech-Bereich sehen, und haben unsere Position gestern nach den Zahlen noch einmal aufgestockt. Unser erstes Kursziel liegt zunächst bei 27,50 Euro.

Etwas anders hingegen sieht es bei der Klöckner& Co. Aktie aus die in den vergangenen beiden Handelstagen regelrecht unter die Räder gekommen ist. Hier scheint im Moment ein großer Verkäufer aktiv zu sein. Die Aktie des Stahlhändlers bleibt aus charttechnischer Sicht deutlich angeschlagen. Mit dem unterschreiten der Marke von 17,50 Euro scheint der Titel nun den Abwärtstrend zu bestätigen. das nächste Kursziel liegt bei runden 16,- Euro der nächste nennenswerte Widerstand danach erst bei 15,20 Euro. Fundamental betrachtet erscheint die Aktie weiterhin günstig zu sein, jedoch sollte man sich hier wohl erst einmal nicht gegen den Trend stellen. Fällt der Titel nun auf Tagesbasis unter 16,70 Euro ist ein Test der genannten Marken in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich!

Bei der Dialog Semiconductor Aktie gibt es eigentlich nicht viel Neues, außer das ich mich recht herzlich bedanken möchte das ich meine Position zu diesen Kursen noch etwas aufstocken konnte. Der Abverkauf der letzten beiden Tage ist mir völlig unverständlich. Neben hervorragenden Quartalszahlen und besten Zukunftsaussichten sowie nur positiven Analystenstimmen gibt es seit Kurzem eine Intensive Partnerschaft mit Lenovo, die im Übrigen gerade dabei sind Medion zu übernehmen, und in China Marktführer sind 😉  und Gerüchte über eine baldige Kooperation mit Samsung was die Abhängigkeit von Apple deutlich reduzieren und die Umsätze deutlich steigern sollte. Alles zusammen wohl ein Mix aus Nachrichten der nur einen Schluss zulässt…und da ist es fast schon egal was die Amis entscheiden oder nicht entscheiden!

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Citigroup sieht großes Abwärtsrisiko bei der Aixtron Aktie

Die Aixtron Aktie erscheint mir seit langem etwas teuer zu sein. Heute haben die Analysten der Citigroup den Hersteller von LED Produktionsanlagen mit dem Rating „sell“ versehen und das Kursziel deutlich auf 20,- Euro zurückgenommen. Die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn für die kommenden beiden Geschäftsjahre liegen nach Angaben der Citigroup nun deutlich unter den aktuellen Marktprognosen, hieß es in der Meldung weiter. Das Abwärtsrisiko bezifferten die Analysten auf Grund der deutlichen Überbewertung mit ca. 35 Prozent. Grundsätzlich würde ich Analysten-Meinungen ja nicht allzu viel Gewicht beimessen, in diesem Falle jedoch mache ich eine Ausnahme. bereits vor knapp drei Monaten habe ich auf die offensichtliche Überbewertung hingewiesen, und bis heute nicht wirklich verstanden warum diese Aktie so gestiegen ist.

Auch die Zahlenwerke der beiden Mitbewerber Cree und Veeco Instruments haben zuletzt enttäuscht. Keine guten Vorgaben also für die im März zu veröffentliche Geschäftszahlen. Zu den negativen Kommentaren kommt heute noch eine äußerst interessante Chartsituation hinzu. Die Aktie hat den Aufwärtstrend, der zuletzt in einem sich zuspitzenden Keil bewegte nun nach unten verlassen, und damit ein kräftiges Verkaufssignal generiert. erste Kursziele kann man somit nun knapp unter 29,- Euro sowie bei ca 25,70 Euro ausmachen. Auch wenn es nun nicht zu einem Abverkauf bis auf 20,- Euro kommen mag halte ich das erreichen der 25,70 Euro kurzfristig für möglich. Auch bedingt durch das aktuelle KGV von stolzen 15,6 scheint hier noch einiges an Luft für eine entsprechende Kursbewegung zu sein.

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