Commerzbank – Durchgefallen…und jetzt?

Die Börsen werden im Vorfeld der Wahlen in Griechenland, vor allem aber mit der nun beginnenden Earnings Season in den USA wieder zunehmend nervöser. Während Alcoa heute Nacht mit wirklich guten Zahlen überraschen konnte bleibt es noch abzuwarten ob auch die großen US Bankhäuser erneut Rekorde verkünden können. Dementsprechend volatil zeigen sich auch die Aktienkurse der europäischen Bankhäuser im Vorfeld der Bekanntgabe. Über die charttechnische Lage bei der Commerzbank Aktie hatte ich kürzlich berichtet, möchte aber heute noch einmal etwas näher darauf eingehen, da ich einige Fragen dazu per Email bekommen habe.

In meinem letzten Artikel schrieb ich: „Aus charttechnischer Sicht ist die Marschrichtung bei der Commerzbank Aktie eigentlich relativ einfach. Handeln Sie das was Sie sehen und nicht das was Sie glauben! Bereits existierende Long-Positionen sollten an der hier eingezeichneten Aufwärtstrendlinie konsequent abgesichert werden. Fällt diese nachhaltig, ist die Unterseite des Abwärtstrend-Kanals ein mögliches Ziel. Unterstützungen sind bei ca 10,- Euro, 9,92 Euro und um die 9,- Euro zu finden. Neueinsteiger hingegen könnten genau hier nun darauf spekulieren, dass die Aufwärtstrend Linie hält und wir bald einen Bounce nach oben sehen. Der Stopp sollte dann aber ebenfalls eng unterhalb der Trendlinie platziert werden!“

Die Commerzbank Aktie vor der harttechnischen Entscheidung - eine Kurzanalyse

Wie sich herausstellte hat die Trendlinie nun vorerst nicht gehalten, bleibt aber noch in greifbarer Nähe. Einen echten Bruch dieses Trends würde ich persönlich erst ab Kursen unterhalb von 10,- Euro auf Tagesschluss-Basis sehen. In diesem Bereich  findet man zudem den letzten Tiefpunkt aus dem August des vergangenen Jahres, der zusammen mit dem Tief vom Oktober und der aktuellen Bewegung noch eine inverse SKS Umkehr-Formation bilden könnte…!?

Noch ist also nicht aller Tage Abend und sowohl eine Spekulation auf nun wieder steigende Kurse als auch Short Positionen mit Kursziel 8,50 Euro haben durchaus ihre Berechtigung. Es bleibt aber grundsätzlich dabei – im Vorfeld der Griechenland Wahlen muss man hier wirklich nicht engagiert sein. Wer bei der CoBa Aktie doch erste Positionen eingehen möchte, sollte das kurzfristige Risiko im Auge behalten. „Echte“ Signale hätten wir erst wieder unterhalb von 9,92 Euro oder oberhalb von ca. 11,65 Euro. Bis zum Erreichen einer dieser Punkte ist es somit ratsam eher an der Seitenlinie zu verharren. Handeln Sie also weiterhin nur das was sie sehen!

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