Renault und Peugeot – vor kräftigem Schub?

Renault – am Kreuzwiderstand

Ich möchte heute noch einmal, ergänzen zu der letzten Aktien Analyse der Renault Aktie, auf die besondere charttechnische Konstellation hinweisen. Nachdem die Aktie nun wie erwartet die Trendwende vollzogen hat, stehen wir aktuell an einem aus charttechnischer Sicht an einem weiteren sehr entscheidenden Punkt. Heute markiert die Aktie erneut das letzte signifikante Hoch aus dem September 2014, und damit einen wesentlichen Kreuzwiderstand. Sollte nun ein weiterer Anstieg über die Hürde bei 63,44 Euro gelingen, wäre mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen.

Renault Aktie Chart Analyse am Kreuzwiderstand

Den Trend aus der letzten Analyse habe ich hier nun schwarz eingefärbt und das Thema (hoffentlich) etwas klarer zu machen. Der jüngste Aufwärtstrend (rot/grün) ist weiterhin aktiv, wenn auch zuletzt etwas wackelig. Die Unterseite des alten, schwarzen Trend wurde nun mehrfach getestet, sodass man momentan davon ausgehen kann, dass die Aktie wieder in diesen Trend zurückfinden wird. Die Price-Projektion-Linie (orange) deutet ebenfalls in Richtung der oberen Begrenzung des alten Trends, weswegen ich davon ausgehen würde, dass wir demnächst eine entsprechend dynamische Aufwärtsbewegung sehen könnten. Ein Scheitern an diesem Widerstand wäre hingegen negativ zu werten…

 

Peugeot – endlich ausgebrochen

Bei der Peugeot Aktie haben wir zuletzt ebenfalls deutlich freundlicher Tendenzen gesehen, als in den Wochen zuvor. Kürzlich wurde der Abwärtstrend nach oben verlassen. Seit Tagen sehen wir zudem eine positive Trendfortsetzung, die erwarten lässt, dass wir nun in Richtung des offenen Gap laufen könnten. Auch hier wurden zuletzt einige Widerstände für einen weiteren Anstieg der Aktie aus dem Weg geräumt…

Peugeot Aktie Chart Analyse mittelfristig

 

Noch ist es hier wohl zu früh über konkrete Kursziele zu sprechen, jedoch spricht aus meiner Sicht vieles dafür, dass sich die Aktie dem hier eingezeichneten Kursniveau nun wieder nähern und die Kurslücke schließen wird. Ob im Anschluss auch der Ausbruch aus dem mehrmonatigen Seitwärtstrend gelingen kann bleibt abzuwarten. Generell würde ich der Peugeot Aktie aber gerade unter den momentanen Bedingungen ein hohes Nachholpotenzial, bezogen auf den gesamten Automobilsektor, zubilligen. Die Peugeot Aktie bleibt eine der spekulativsten Automobilaktien, aber auch einem mit entsprechend hohem Gewinnpotenzial.

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12 Comments

  1. Thomas said:

    Moin moin Lars,

    der Ölpreis … inzwischen für mich nicht mehr nachvollziehbar. Kleines Beispiel: Tönte vor kurzem noch, LRE bei 1,20 CAD nachzukaufen. Stand gestern bei 1,22 … und das dürfte heute noch weiter runter gehen. Werde ich in kleiner Dosis nachkaufen?

    Danke für die beiden Links „Warum der Ölpreis wieder steigen wird… http://bit.ly/1y6ELxl“ und „How Dangerous Is The Oil Crisis – Business Insider http://bit.ly/1xc09gC„.

    Zu letzterem eine Anmerkung: Diese Analyse ist mir unverständlich. Gesagt wird in etwa, die Ölpreise (in den USA) seien niedrig, weil die Einkommensentwicklung (Ölarbeiter, Mittelstand) in der Vergangenheit „saumäßig“ war und Öl sich mit den billigen Krediten nun billig aus der Erde holen lassen könnte – und die Zinsen werden steigen. Scheint mir eine sehr amerikanische Perspektive zu sein. Wachsende Einkommen Mittelstand China/Russland/Thailand/Indonesien war ja eine treibende Kraft in der Vergangenheit (u.a. auch auf so etwas wie Goldpreise). Und wenn die FED nun die Zinsen hochfährt, so dass die US-Wirtschaft zusammenbrechen würde (und diese Rezession den Ölpreis noch weiter nach unten treiben würde) … würde ich sagen, hätte die FED Ihre Daseinsberechtigung verloren. Das da in dem Artikel Prognostizierte bestärkt mich in dem schon gesagten: Es gibt Zinssteigerungphantasien – das sind aber eben Phantasien. Siehe in dem Artikel insbesondere „Figure 2“. Das sieht für mich ABSURD aus. Der Artikel sieht irgendwie düster für die USA, sagt mir jedoch nichts verständliches zu den Ölpreisen. Der Artikel „Warum der Ölpreis wieder steigen wird“ ist mir dagegen verständlich — und ja, der Zuckerpreis wird auch mal wieder steigen, ist halt immer nur die Frage wann und von welchem Tiefpunkt aus.

    Die ‚Guggenheimers‘ finde ich auch allesamt interessant. Mein Portofolio soll noch ein wenig mehr diversifiziert werden. …. Ich denke noch nach aber … wird wohl noch OPAP (nach Wahlsieg von SYRIZA 😉 ), Centerra Gold (doch! so schön unkorreliert vom Goldpreis 🙂 🙂 :-)) und GOF — GOF eventuell so etwas wie das „Basisinvestment“. Freut mich jedenfalls, dass Dir GOF gefällt.

    Solar als Aktie? Gegenwärtig bei mir eher ein Nein. Dein Artikel zu Südzucker … ich fand Südzucker nie sexy. Und so etwas wie TTIP … denkst Du, es ist (ohne EU-Subventionen) eine gute Idee, auf verregnetem, kaltem, fränkischem Ackerland Zuckerrüben anzubauen, während Zuckerrohr in Kuba und Brasilien nur so sprießt? Bin selbst kein Agrarexperte …

  2. Thomas said:

    Moin Lars,

    bei mir können noch 1-2 Aktien ins Depot. Bin am hin- und herüberlegen, was es denn sein darf. Hätte im Grunde einen in Euro rechnenden Wert – OPAP ist da irgenwie mein Favorit. Renault … auch sehr schön. NMM … hmmm … ist zu sehr Öl/Weltwirtschaft. Habe schon LRE im Depot … Bin auf ganz interessante Werte gestoßen … passen wahrscheinlich besser in mein Depot als noch ne Einzelaktie:

    GPM Guggenheim Enhanced Equity Income Fund
    GGE Guggenheim Enhanced Equity Strategy Fund
    GOF Guggenheim Strategic Opportunities Fund

    Das sind also Closed End Funds, eine Anlageklasse, die mir per se gut gefällt, handelbar wie Aktien. Vermutlich wandert tatsächlich in den nächsten Wochen und Monaten speziell noch der GPM und der GOF ins Depot. GOF würde dann „Mischfond“ spielen, GPM die 1-2 Aktien, die noch ins Depot sollen. Beide haben Ausschüttungsrenditen von über 10% p.a.

    • Lars said:

      Moin Thomas,

      der Ölpreis fällt weiter und heute auch mein Worst-Case-Ziel erreicht. Wenn wir jetzt nicht langsam eine Stabilisierung bekommen, dann wäre wirklich 33,85 Dollar das nächste Ziel. Dazwischen gibt es eigentlich aus charttechnischer Sicht nichts mehr. Mit Öl-Investments muss man also noch etwas vorsichtig sein, wenn ich auch glaube, dass einige Aktien bereits ihren Tiefpunkt gesehen haben.

      Deine Guggenheims finde ich allesamt recht interessant, wobei mir der GOF auf den ersten Blick am besten gefallen würde. Apropos Guggenheim…. jetzt kommt auch bald die Zeit an der man sich den Solar Guggenheim mal wieder näher anschauen sollte 😉 http://www.finviz.com/quote.ashx?t=TAN&ty=c&ta=1&p=d

      Ein finaler Rutsch auf 30 oder darunter wäre schön…

      viele Grüße, Lars

  3. Micha said:

    Abend die Herren,

    ich glaube aktuell und damit meine ich auch die kommenden Monate (meine Schätzung bis Jahresmitte -> Zinssitzung FED -> Zinserhöhung -> sell the news) investiert zu sein sollte nicht von Nachteil sein. Auch wenn wir gestern und heute eine Gegenbewegung also known as Korrektur (was ja nach dem „freien Fall“ sehen überaus gesund erscheint) sehen, halte ich nach wie vor an meinem Kursziel 1,10 USD fest. Trends bei Devisen können laaanng dauern. In CAD (LRE?) investiert zu sein ist wohl auch i.O. da sich bei allen rohstoffabhängigen (Öl) Währungen so langsam ein Boden zu bilden scheint. Ich wollte heute morgen im Fiti schon fast beim NZD-USD Long einsteigen. Welche Auswirkungen ein dauerhaft niedriger Ölpreis haben wird/könnte ist doch sowieso reine Spekulation und hier scheiden sich sicherlich die Geister. Vermuten würde ich dauerhafte Preise um die 50 USD jedoch nicht wirklich. Nochmal zum Thema Fluggesellschaften, da ich hier neulich auch etwas „gepennt“ habe was den Gedankengang angeht. Eigentlich ist es sogar erstaunlich, dass die Fluggesellschaften so „enorm“ ansteigen. Im Normalfall hedgen doch sowieso alle den Ölpreis Long, um das Risiko zu eliminieren/reduzieren. Quasi steigt der Ölpreis wird zwar der Treibstoff teurer, jedoch sollten es die Long-Gewinne aus dem Derivat ausgleichen. Bei fallenden Preisen macht man aus dem operativen Geschäft mehr Gewinn, aber das Derivat macht halt (wie jetzt?) böse Verluste. Ist bei meiner Firma letzten Jahr im kleinen Rahmen bzgl. Gold- und Silberhedge passiert während wir z.B. letztes Jahr und dieses Jahr Plus durch den USD-, GBP-Währungshedge erzielen. Ist es hinter diesem Hintergrund überhaupt gerechtfertigt, wenn alle zum gegenteiligen „Sturz“flug sich empor heben oder übersehe ich hier etwas? Btw Ryanair will seinen Marktanteil in Schlaaannd in den kommenden Jahren um den Faktor 5 ausbauen. Ich persönlich fand Ryanair und Norwegian immer recht spannend. NOK -> Norwegian ist sicher auch eine Überlegung wert Thomas. Aktuell kannst auch super USD -> NOK -> Norwegian tauschen. Kurs ist bei knapp unter 8 NOK pro USD.

    VG euer OTTO

    • Thomas said:

      N’Abend lieber OTTO Rehakles,

      die griechische Fußballzockeraktie OPAP (WKN: 765974; „GOFPY“) wies ja heute in einem schwachen Gesamtmarkt relative Stärke nach.

      Ich fand, prophylaktisch und gerade an Dich, Micha, denkend, im Vorfeld von GREXIT lediglich griechische, auf japanische Yen denominierte und in ca. 2 1/2 Jahren fällige Staatsanleihen. Näher betrachtet würde ich für so was 75% nur dann bezahlen, wenn sie in THB und nicht japanischen Yen denominiert wären. Mein Tip an Dich: Währungsspekulation macht man in Anleihen (wenn’s schief geht, hat man zumindest den Coupon sicher). Yen, THB und griechische Euro unterscheiden sich aber nicht wesentlich. Wonach ich eigentlich suche: Eine griechische oder zypriotische, in russischen Rubeln (Brasilianische Real gehen noch durch, Mexikanische Pesos sind US$ und daher gegenwärtig überteuert — Neu Seeland Dollar, AU$, NOK etc. nur Surrogate desselben) denominierte Staatsanleihe, Laufzeit 2-5 Jahre, nominlaer Kaufpreis so um die 20% — sollte es geben, wäre gail und die richtige Antwort auf GREXIT insbesondere kurz nach der Wahl in Griechenland etwa Ende diesen Monats.

      Hedgen, Ölpreise, LRE und CAD: LRE hat die Dividende mit der Prognose halbiert, WTI würde 2015 im Mittel so um die 75 US$ liegen. Die Dividende sei nicht gefährdet, da 90% der WTI Produktion mit 90 US$ für 2015 gehedged sei. Dies ist erfreulich und nachvollziehbar. Eine Pleite von LRE, long run exploration, im Jahr des Herrn 2016 ist damit jedoch nicht ausgeschlossen – auch wenn ich Kanadiern eher als US-Amerikanern glaube, dass die Strategie nachhaltig und langfristig ist. Bei Ölpreisen um die 20 US$ ist LRE einfach nur viel, sehr viel, kanadische Pampas…

      • Lars said:

        Moin Thomas,

        ich würde sagen aktuell sieht Peugeot irgendwie etwas besser aus als Renault, wobei ich bei meiner grundsätzlichen Meinung bleibe. Die DB hat kürzlich Renault zum Kauf empfohlen mit Kursziel 80,- Euro. Alle andern Analysten liegen auch so um die 75,- Euro was auch mein Kursziel wäre. Peugeot könnte aber wohl auch in Kürzen den Ausbruch nach oben schaffen. Vielleicht sollte man somit beide als „gesunde Mischung“ haben 😉

        Gruß, Lars

  4. Thomas said:

    P.S.: Die Sau die Arabische: Ich denke, dass die letzte Entscheidung der OPEC in die Richtung geht: Boykott Russland? Wie drosselt man den Durchfluss durch die US$-Pipeline nach Moskau? Nordsee mit Öl aus Saudi Arabien bis zum Rand fluten! Richtig!

    Ich denke aber insgesamt, dass der Verfall der Ölpreise multifaktoriell ist – und die OPEC eigentlich inzwischen ohnmächtig ist.

    Ein anderer Gedanke: Und täglich grüßt das Murmeltier … seit ich

    DB X-​TRACKERS MSCI BANGLADESH IM INDEX UCITS ETF 1C USD

    auf meiner watch/watsch/wasch-list habe, ist das Teil um fast 25% gestiegen,

    ISHARES MSCI GCC COUNTRIES EX-​SAUDI ARABIA

    ist dagegen der große Verlierer (hat heute mal 3% zugelegt, lag aber gegenüber Bangladesh durchaus schon mal so 40% hinten).

    Bei Billigfliegern fällt mir spontan der Werbespruch „Fly Emirates“ ein. Wo kann man denn „Buy Emirates“ machen? WKN? NYSE?

  5. Thomas said:

    N’Abend Lars,

    wollte sagen, dass ich recht dankbar für diesen Artikel bin. Bei mir ist die Frage Renault und/oder Peugot.

    Habe vor kurzem einen Leitsatz gelesen, den ich spannend finde: Ich kaufe keinen Euro über 60 Cent! Nach dem Kriterium wäre Renault heute (weiterhin) ein Kauf, Peugot ist schon etwas überteuert. Aber … Danke! Auch Peugot sieht ja echt gut aus.

    Mein derzeitiges gedankliches Problem ist, dass ich in US$ überfinanziert bin. Das ist zwar nett, da der Euro gerade fällt aber unter 1,20 ist eine Region, wo man aus dem US$ wieder aussteigen sollte — ganz ehrlich. E.N.I. als Euro-Alternative zu einem kanadischen Ölfeld gefällt mir. Aus dem gleichen Grund sehe ich mir täglich auch GREEK ORG FOOTBALL
    (GOFPY; WKN: 765974) an …

    Renault unter 55 wäre heute für mich ein Kauf. 59 ist immer noch nicht übel. Was denkst Du über Renault bei 59, Peugot bei 10, und OPAP bei 6 EUR? OPAP bei 6 ist aber immer noch 1,50 Euro für 1 Euro … OPAP bei 2 (unter 60 Cent für einen Euro)? Unwahrscheinlich…. Aber Cash in der Täsch und an sonsten wirklich nicht übel … (((Habe Bock auf ein Depot mit LRE, OPAP, Renault, einen mREIT, einen hedge-fond … und lange Warten)))

    • Lars said:

      Moin Thomas,

      ich würde tiefere Euro/USD Notierungen nicht kategorisch ausschließen 😉 Somit wird die Frage ob Du im USD überpositioniert bis wohl erst in einigen Wochen oder Monaten beantwortet. Ich bspw. habe meine US Investments aus diesem Grund in den letzten Wochen eher hochgefahren. Aussteigen sollte man dann wenn der Wind dreht. Aber eben keinesfalls komplett denke ich da sich der aktuelle Trend länger halten könnte als man denkt.

      Renault ist und bleibt interessant, weil aus meiner Sicht deutlich unterbewertet. Bei Peugeot ist die Lage da schon deutlich schwieriger einzuschätzen, weswegen ich mich hier auch strikt an die Charttechnik halte. Zuletzt mehrere Fehlausbrüche und insgesamt kein überzeugender Chart, aber schon wieder im Anlauf auf den nächsten möglichen Ausbruch und ebenso wie Renault unmittelbar vo einem neuen Kaufsignal.

      OPAP??? What the …. hat Griechenland mit Football zu tun? Sorry aber wenn eines relativ klar sein sollte in den nächsten Zukunft, ist es wohl dass die Griechen nicht allzu viel Geld zum verzocken haben werden 😉 Ist natürlich nur meine Meinung!

      Über die Gründe für den ÖLpreisverfall wird ja nun viel spekuliert. Ich persönlich würde eher darauf tippen, dass die Saudis hier die Fäden ziehen und somit eigentlich gegen die Amis /Fracking etc. vorgehen. Der Zeitpunkt dafür ist sicherlich aber nicht zufällig gewählt worden. Die Ukraine Krise war somit eine klassische Steilvorlage die der Saudi gerne angenommen und direkt verwandelt hat. Das dürfte der westlichen Welt auch zunächst gar nicht so unrecht gewesen sein, bis es dann zu dieser Übertreibung kam. Bei dauerhaften 50,- Dollar oder darunter steht die gesamte Weltwirtschaft auf der Kippe. Von wegen Konjunkturprogramm…

      • Thomas said:

        Moin moin Lars,

        Parität von THB und EUR würde ich (langfristig) auch nicht KATEGORISCH ausschließen wollen. Die wütende Bemerkung meiner Frau, bei 38 THB für 1 EUR habe sie „keinen Bock“ mehr, EUR nach Thailand zu bringen (sondern zieht vor, lieber einen [eher hoch verzinsten] Kredit in THB auf Immobilien aufzunehmen) deutet aber in die Richtung, dass die „wahre“, realitätsnahe Tradingrange für THB/EUR so bei 40-50 und nicht bei 1:1 liegt. Alles andere ist gegenwärtig Utopie (oder Übertreibung). Diese Tradingrange liegt für mich für USD/EUR bei groben 1,20-1,40. Und da sind wir gegenwärtig etwas drunter. Dass wir am unteren Rand sind… Naja, einfach zu verstehen: Zinsphantasien der FED und der ECB. Sind aber alles nur Phantasien. Beispiel: (Coupon-) Ausschüttungsrendite von iShares $ Treasury Bond 7-10yr UCITS ETF … so um die 2%. Dagegen iShares Euro Government Bond 7-10yr UCITS ETF … nunja, so grob 1,8%… Das ist Realität (und nicht Phantasie).

        Bin noch in dem mREIT (konkret bei mir NYMT). Fliegt aber aus dem Depot, sobald sich der Wind dreht. Hier wäre der „Wind“ allerdings konkrete Zinsschritte der FED (mit zu erwartendem weiterer Schwächung des EUR). Bin aber gegenwärtig wirklich sehr (zu?) stark in USD und CAD aufgestellt.

        Renault/Peugot: Scheint, dass unsere Sichtweisen sehr ähnlich darauf sind. Sollte Renault nochmals in Richtung … sagen wir 53 EUR gehen, schichte ich wahrscheinlich die Dollars aus dem NYMT in Renault um.

        „OPAP??? What the …. hat Griechenland mit Football zu tun?“

        Frag doch mal Micha Rehakles 🙂

        „Sorry aber wenn eines relativ klar sein sollte in den nächsten Zukunft, ist es wohl dass die Griechen nicht allzu viel Geld zum verzocken haben werden 😉

        Dürfen es ein paar Yen zum Verzocken sein? Was hälst Du von Griechenland YN-Med.-Term Notes 97(17) S.13, WKN 269221?

        Restlaufzeit 2,5 Jahre. Coupon (in YEN!!!) 4,5% (halbjährlich!). Rückzahlungskurs 100%. Derzeitiger Kurs so um die 75%. Rendite p.a. ca. 17%. Lecker? Oder verzocktes Geld? Rating, na, was wohl, Caa1 – Ramsch.

        Zumindest hat da der griechische Staat in 1997 ganz schön gezockt. Gelohnt haben dürfte sich das aber für den griechischen Steuerzahler eher nicht wirklich …

        „Bei dauerhaften 50,- Dollar oder darunter steht die gesamte Weltwirtschaft auf der Kippe. Von wegen Konjunkturprogramm…“

        Das verstehe ich nicht. Ich gehe davon aus, dass dauerhaft unter 50 US$ ein wirklich massives Konjunkturprogramm darstellt, dessen Dimension gegenwärtig eher unterschätzt wird. Gerade im Sinne von globalisierter Weltwirtschaft. Wie meinst Du Deine zitierten Sätze? Gut, bei dauerhaft billigen Energiepreisen ist billige Arbeitskraft dauerhaft uninteressant.

      • Lars said:

        Hallo Thomas,

        das mit dem Konjunkturprogramm ist meiner Meinung nach etwas zu kurz gesprungen…Denn, wenn der Ölpreis dauerhaft so niedrig bleibt werden einige Unternehmen und natürlich auch die Endverbraucher in den entwickelten Ländern davon profitieren, richtig! Aber, auf der anderen Seite werden die Amerikaner dann auch ein massives Problem mit Ihrer Fracking Industrie bekommen an der inzwischen einige Arbeitsplätze hängen. Zusätzlich wird das natürlich dramatische Auswirkungen auf die Öl Zulieferindustrie haben. Mit der Folge dass alle anderen Branchen die damit zusammenhängen wie auch Housing etc. regelrecht implodieren könnten.

        Viel schlimmer noch…Die ölexportierenden Länder werden dann ordentlich an Kaufkraft verlieren. Auch die sogenannten Emergin Markets sind davon dann insbesondere betroffen. Und somit ist unser aller größter Absatzmarkt für allerlei Güter ernsthaft gefährdet! Zudem leiden diese Länder heute schon extrem unter dem starken Dollar, da sie überwiegend in der Währung verschuldet sind, etc. Die Frage ist also wirklich wie lange der Ölpreis so niedrig und der Dollar so stark bleiben wird. Kurzzeitig kein Problem, langfristig mit möglicherweise katastrophalen Folgen…

      • Thomas said:

        Lars,

        Danke für die weitere Präzisierung.

        Ja – mit dem Gedanken, dass billiges Öl billige Arbeitskraft uninteressant macht, bin ich bei Dir – d.h. von der jetzigen Situation sollten rohstoffarme, entwickelte Länder (DE, Japan, Korea etc.) am meisten profitieren. Rohstoffreiche, sich entwickelnde … Russland … bzw. emerging markets im allgemeinen sollten darunter leiden. Die ‚Fly Emirates‘ selbst aber nicht…

        Ja – selbstverständlich würde eine Awilco an Wert einbüßen, wenn sie in einer mit Saudi Arabischen Erdöl gefluteten Nordsee am Boden nach norwegischem oder britischem Öl bohren würde … klar leidet diese Industriesparte unter niedrigen Ölpreisen … aber … die Erderwärmung wird sich ja sicherlich bei niedriegen Erdölpreisen beschleunigen, so dass man Immobilien in NL/Malediven/Bermudas in solche in Nepal oder Bhutan umschichten sollte, so dass eventuell ein Job-Boom bei den Immobilienmaklern zu erwarten ist.

        Klar bedeuten langfristig niedrige Energiepreise eine erhebliche Umstrukturierung der Wirtschaft. Aber am Ende denke ich bedeutet das ein (overall) Wachstumsschub und keine Katastrophe.

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